CH93094A - Verfahren zur Umformung der einem Hochspannungsgleichstromnetz entnommenen Energie in Wechselstrom. - Google Patents
Verfahren zur Umformung der einem Hochspannungsgleichstromnetz entnommenen Energie in Wechselstrom.Info
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Description
Verfahren zur Umformung der einem Hochspannungsgleichstromnetz entnommenen Energie in Wechselstrom. Zur Umformung von Gileichstronrenergie, die bei hoher Spannung durch eine Fern leitung übertragen wird, in Wechselstrom kann man hochevakuierte Entladungsgefüsse mit Glühkathoden in Verbindung rnit einem Transformator anwenden. Den (gittern dieser Entladungsgefässe werden schwankende Span nungen derart aufgedrückt,
dass die dein Gleichstromnetz durch das EntladungsgefäC) entnommene Energie als pulsierender Gleich- strom dein Transformator zugeführt und diesem als Wechselstrom entnommen wird.
Bei Anordnungen dieser Art treten grosse Energieverluste entweder für Entladutrgsgefäl, oder im Transformator auf. Entnimmt man nämlich dein Netz den Gleichstrom in sinus- fiirrnigen Schwankungen, die ja für derj Wir kungsgrad des Transformators die günstigsten sind, so verbraucht das Entladungsgefäss allein mindestens die Hälfte der gelieferten Energie.
Dieser Verlust im Entladungsgefäss 1:ifät sich auf einen sehr geringen Betrag herab setzen, wenn rnan von der sinusförmigen Form der Entladung abgeht und dieselbe so gestaltet, daf, entweder der Strom oder die Spannung im Eratladungsgef < iP während des grössten Teiles jeder Periode dem Nullwert sehr nahe liegen. Diese Massnahme ist in der draht losen Telegraphie bekannt, versagt aber im vorliegenden Falle, da die geänderte Kurven form wiederum sehr grosse Verluste im Trans formator mit sich bringt.
Die Erfindung ermöglicht es nun, den Energieverlust sowohl in den Entladungs- gefässen als auch im Transformator äusserst klein zrr gestalten und so einen #,N'irkungs- grad von über 9l1" o zu erzielen.
Dies wird erreicht, indem mehrere Teilstriime von einer für den Verlust in den Entladungsgefässen günstigen Forrn durch mehrere Gefässe her gestellt und im Transformator so vereinigt werden, dafl) aus ihrer Überlagerung die für denselben vorteilhafte Sinusfornr entsteht.
Fig. 1 gibt eine der bei Anwendung von drei Entladungsgefäfien in Betracht kom- menden Schaltungen wieder. Jedes der Entladungsgefässe Ri, R:>. und R:; liegt in Reihe mit einer der Transformatorspulen l'i, T.z und l'3.. Die Gleichstromleitungen G, + und G -sind durch sie auf drei getrennten Wegen mit einander verbunden.
Die drei Spulen sind voneinander isoliert auf dem Kern eines für alle drei gemeinsamen Transformatorkerns angeordnet, von dem durch eine vierte Spule T4 der dem Netz<B><I>117</I></B> zri liefernde sinusförinige Wechselstrom entnommen wird. Besondere Spannungsquellen Si, & # und 8@ liefern die voneinander verschiedenen Gitterspannungen, deren zeitlicher Verlauf im Verein mit der induktiven Rückwirkung des Transformators die Form der Anodenströme und -Spannungen bedingt.
Zur Erzeugung der Spannungen können besondere Generatoren oder auch Gruppen von gewöhnlicher) Generatoren in Verbindung mit Glühkathodenröhren, Selbstinduktionen, Widerständen und ähnlichen Mitteln dienen, womit in bekannter Weise jeder beliebige Spannungsverlauf zu erzielen ist. Da es nicht allein die Änderungen der Gitterspannungen sind, wodurch die Änderungen der Anoden ströme hervorgerufen werden, sondern diese auch noch von der augenblicklichen Gröhe der Kerninduktion des Transformators ab hängen, so ist es zweckmässig, den erforder lichen günstigen Verlauf der Gitterspannung empirisch festzustellen.
Zu diesem Zwecke müssen die Gitterspannungskurven verändert werden können, und zwar müssen unter Bei behaltung der (Grundform sowohl die maxi male Spannung als auch die Neigung in einem gegebenen Zeitpunkt veränderbar sein.
Eine zweckmässige Gestaltung der Kurven für den beschriebenen Fall von drei Gefässen ist in Fig. <I>2</I> a-d dargestellt. In sämtlichen Figuren bezeichnet. L die Anodenspannung, I die Stromstärke, TV die Leitring. Fig. 2 a gilt für das erste Gefäss. Mali sieht, dass bei hohen Werten des Stromes die Spannung nahe gleich Null ist, bei hohen Werten der Spannungen dagegen der Strom verschwindet.
Daher ist das Produkt beider, nämlich der Energieverlust in dein Gefässe, während des grössten Teils der Periode sehr klein, wie die beigefügte Kurve es angibt. Die für die zweite und dritte Röhre zweckmässige Form ist in Fig. 21) und 2 c dargestellt. In Fig. 2 d ist die Überlagerung und die Kurve der Summe der drei Teilströme wiedergegeben. Letztere zeigt vollständig sinusartigen Verlauf, also die in Bezug auf den Verlust im Transformator günstigste Form.
Durch die beschriebene Anordnung wird also erreicht, dass man die vom Gleichstrom netz gelieferte Energie mit einem guten Wir- kririgsgi-ad in sinusförmigen Wechselstrom umformen kann. Dein Netze wird dabei der Strom als pulsierender Gleichstrom entnom men, der zwischen einem Höchstwert und einem Mindestwert nahe gleich Null schwankt.
Soll die Entnahme möglichst gleichförmig erfolgen, so lassen sich mehrere derartige Anordnungen so miteinander verbinden, dass die Summe der pulsierenden Ströme in jedem Augenblick praktisch konstant ist. Die ein zelnen Röhreiigrrippen können dabei auf ge trennte Transformatoren arbeiten, es lässt sich aber auch einrichten, dass nur ein Trans formator vorhanden ist. Zum Beispiel kann inan mit 3> < 3 Röhren und einem dreiteiligen Transformator Drehstrom erzeugen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umformung der einem Hoch spannungsgleichstromnetz entnommenen Ener gie in Wechselstrom, unter Verwendung eines Transformators und von Eiitladuiigsgefäheri mit Glühkathode, dadurch gekennzeichnet, dah man zur Erzielung eines guten Wirkungs grades mehrere parallel geschaltete Entladungs gefässe vermöge getrennter Wicklungen auf einen zur Erzeugung voll reinem Sinusstrom bestimmten Transformator gemeinsam wirken 1ä sst,und dass diese Entladungsgefässe durch ihre Cj',ittei-spaniiriiig derart gesteuert werden, dass einerseits der schädliche Energieverbrauch innerhalb der Entladungsgefässe auf ein Min destmali herabgedrückt wird, und dass ander seits die durch die getrennten Transformator wicklungen fliessenden Anodenströme durch ihr Zusammenwirken in dem gemeinsamen Kern des Transformators diejenige Änderung des Kraftlinienflusses hervorrufen,die zu dem Zustandekommen eines reinen Sinusstromes in der zur Energieabnahme bestimmten \Viek- lung erforderlich ist. Ü N T ERAN SPRtrCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Gittern der Ent ladungsgefässe eine so wechselnde Spannung aufgedrückt wird, dass durch den Span nungswechsel in Verbindung mit der induk tiven Rückwirkung des Transformators Anodenströme erzeugt werden, deren Span nung hoch ist, wenn die Stromstärke klein ist, und umgekehrt, und deren Summe für die Stromstärke einen sinusartigen Ver lauf ergibt. 2.Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere parallel ge schaltete Entladungsröhren mit Spannungs quellen, die mit je einer Primärspule des gleichen Transformators in Reihe liegen, während eine einzige Sekundärspule zur Stromabnahme dient.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE93094X | 1920-06-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH93094A true CH93094A (de) | 1922-02-16 |
Family
ID=5644495
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH93094D CH93094A (de) | 1920-06-28 | 1921-01-24 | Verfahren zur Umformung der einem Hochspannungsgleichstromnetz entnommenen Energie in Wechselstrom. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH93094A (de) |
-
1921
- 1921-01-24 CH CH93094D patent/CH93094A/de unknown
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