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Schaltungsanordnung für in Reihe aus dem Netz geheizte Verstärkerröhren.
In Verstärkerämtern spielt die Stromversorgung eine sehr wichtige Rolle. Die Stromlieferungseinrichtungen müssen betriebssicher und störungsfrei arbeiten und einen möglichst einfachen und billigen Aufbau zeigen, der eine geringe Wartung erfordert. Bisher wurden für die Stromlieferung ausschliesslich Batterien verwendet. Unter der Voraussetzung, dass sieh die Batterien in einwandfreiem Zustand befinden, kann auf diese Weise die grösste Störungsfreiheit erzielt werden, jedoch sind die Anlage-und Wartungskosten, insbesondere für die Heizstrombatterien, ausserordentlich hoch. Ein Verstärkeramt mit 600 Verstärkern hat einen Strombedarf von etwa 1000 Ampere. Diese Angabe gilt bereits für den Fall, dass zwei Röhren in Reihe geschaltet sind.
Während die Entnahme der Gitter-und Anodenspannung aus Batterien eine durchaus wirtschaftliche Lösung darstellt, ist man bestrebt, Anlagen zu schaffen, bei denen der gesamte Heizstrom aus dem Netz entnommen wird. Aus Sparsamkeitsrüeksichten und im Interesse einer möglichst guten Übersichtlichkeit hat man bei dem bisher üblichen reinen Batteriebetrieb die Stromquellen zentralisiert, d. h. die erforderlichen Spannungen für eine möglichst grosse Anzahl von Verstärkerröhren zentral aufgestellten Stromquellen entnommen. Die Zentralisierung der Gitter-und Anodenbatterien müsste auch im Falle der Netzheizung beibehalten werden. Ebenso müsste die Schaltung so durchgeführt werden, dass die Reihenschaltung mehrerer Heizfäden beibehalten werden kann.
Dies ist im Interesse einer möglichst bequemen Umstellung von Batterieheizung auf Netzheizung wünschenswert.
Brauchbare Schaltungen für Verstärkeranlagen mit zentralisierten Gitter-und Anodenbatterien und mit in Reihe aus dem Starkstromnetz geheizten Verstärkerröhren sind bisher nicht bekannt. Die Netzgeräusche machten sich derart stark bemerkbar, dass ein einwandfreier Verstärkerbetrieb nicht möglich war. Die Ursache für diese Schwierigkeiten liegt in der Anwendung zentralisierter Batterien und in der Reifenheizung. An Hand der Fig. 1 sollen die Schwierigkeiten näher erläutert werden. Es sind zwei Verstärkerröhren V1 und V2 dargestellt, deren Heizfäden in Reihe an der Wechselstromquelle H liegen. Nähere Einzelheiten der Schaltung sind nur bei der Röhre V2 angegeben.
Die Sprechströme werden über den Vorübertrager VU dem Gitterkreis zugeführt und über den Nachübertrager NU verstärkt weitergeleitet. Die Zuführung der Anodengleichspannung erfolgt über die Drossel Da, während der Kondensator Ga den Gleichstrom vom Ausgangskreis der Röhre fernhält. Die den beiden Röhren gemeinsamen Anoden-und Gitterbatterien sind mit Ba und Bg bezeichnet. Der negative Pol der Anodenbatterie und der positive Pol der Gitterbatterie sind mit einem Punkt des beiden Röhren gemeinsamen Heizstromkreises verbunden. Die der Röhre V2 zugeführte Gittervorspannung, die zwischen dem Gitter dieser Röhre und ihrem Heizfaden liegt, setzt sich aus der Spannung der Batterie und dem Spannungsabfall am Heizfaden der Röhre V1 zusammen.
Da die Röhren mit Wechselstrom bzw. pulsierendem Gleichstrom geheizt werden, stellt dieser Spannungsabfall eine Wechselspannung dar. Es ist selbstverständlich, dass bei dieser Schaltung der Netzton in sehr starkem Masse hervortritt. Ähnlich liegen die Dinge bei der Zuführung der Anodengleichspannung. Auch hier setzt sich diese Spannung aus der Spannung der Batterie Ba und dem Spannungsabfall am Heizfaden der Verstärkerröhre V1 zusammen. Wie aus dem Beispiel hervorgeht, sind die Schwierigkeiten auf die Reihenheizung und auf die Zentralisierung der Gitter-und Anoden- batterien zurückzuführen. Sie würden behoben sein, wenn man entweder auf die Reihenheizung verzichten oder für jede Röhre eine besondere Gitter-und Anodenbatterie verwenden würde. Dies ist jedoch, wie
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EMI2.1
In den Zuleitungen für die Gittervorspannungen sind als Siebmittel die Widerstände bzw.
Rga und die Kondensatoren ag2 und aga eingeschaltet. Die Wirkung dieser Siebmittel ist dieselbe wie bei den Anodensiebmitteln.
In den Fig : 3 und 4, in denen nur je eine Verstärkerröhre dargestellt ist, ist gezeigt, wie die Kondensatoren der Filter mit den Symmetrierkondensatoren vereinigt werden können. In Fig. 3 ist der Symmetrierwiderstand für den Anschluss des Anodenkreises durch die beiden Kondensatoren 2 O2 gebildet.
In diesem Fall kann der Filterkondensator C, der sonst in die Zuleitung Zl2 einzuschalten wäre, fortgelassen werden. In Fig. 4 ist eine entsprechende Schaltung für die Vereinigung des Filterkondensators ag mit dem Symmetrierwiderstand dargestellt. Der Gitterkreis ist an den gemeinsamen Punkt der beiden als Symmetrierwiderstände zwischen die Heizfadenenden eingeschalteten Kondensatoren2 Og angeschlossen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für in Reihe aus dem Netz geheizte Verstärkerröhren mit zentralisierter Anoden-und Gitterbatterie, gekennzeichnet durch Filter, die in die Gitter-und Anodengleiehspannungs- zuleitungen jeder Röhre eingeschaltet und so bemessen sind, dass sie die Heizstromstörungen beseitigen.