CH89600A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gekröpften Kurbelwellen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gekröpften Kurbelwellen.

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CH89600A
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Tiegelguszstahlfab Poldihuette
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Tiegelguszstahlfab Poldihuette
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gekröpften Kurbelwellen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren und eine Vorrichtung, um gekröpfte  Kurbelwellen herzustellen, wobei die Kröp  fungen in einer Ebene liegen oder gegenein  ander versetzt sein können.  



  Es ist bekannt, Kurbelwellen dadurch  herzustellen, dass die Kröpfung durch Ein  drücken eines Stempels in einen entspre  chend starken Rundstahl herausgepresst  wird, während die Kurbelblätter von zwei  in senkrechter Richtung zur Wellenachse  sich bewegenden Backen geformt werden.  Dabei hat der Rundstahl, von welchem aus  gegangen wird, annähernd die Länge der  fertigen Wellen, ohne sich beim Pressen zu  verkürzen. Dieses Verfahren gleicht dem  Lochen der Geschosse, wobei die Material  faser abgerissen wird und nicht parallel zu  den Längsseiten der Kurbelblätter verläuft.  Bekannt ist es auch, Kurbeln dadurch  herzustellen, dass auf die Endflächen eines  Rundstahles von bestimmter Länge ein  Druck in der Achsrichtung ausgeübt wird,  während gleichzeitig in einer dazu senkrech  ten Richtung ein Stempel die Welle durch-    biegt.

   Die Länge des erforderlichen Rund  stahles entspricht hier der Länge der aufge  wickelten Kurbelwelle. Dieses Verfahren hat,  abgesehen davon, dass mit den bekannten  Vorrichtungen nur einfach gekröpfte Wellen  hergestellt werden können, den Nachteil, dass  infolge Ziehens der äussern Faser an der  äussern Seite keine scharfen Kanten, sondern  starke Abrundungen entstehen, während die  innere Faser gequetscht wird und Falten  bildung verursacht. Will man aus der so ge  bogenen Kröpfung eine Kurbelwelle herstel  len, so muss viel Material abgearbeitet wer  den. Beide Verfahren stimmen darin über  ein, dass von einem Materialquerschnitt aus  gegangen werden muss, der ein Vielfaches  des Lager- oder Zapfenquerschnittes ist.  Dementsprechend ist besonders an den run  den Stellen eine weitgehende Bearbeitung  nötig und der Materialaufwand ist ein be  deutender.  



  Die vorliegende     Erfindung    vermeidet  diese Nachteile, indem mit einem Biegevor  gang ein     Stauchverfahren    verbunden     wird.     Der     verwendete        Stabstalil    muss also länger      sein, als der aufgewickelten Kurbelwelle ent  spricht. ES ist verständlich, dass dabei von  dem schwächstmöglichen Querschnitt aus  gegangen werden kann, dass also der Ma  terialverbrauch ein denkbar geringer ist.  Ebenso ist verständlich, dass die die Lager  und Kurbelzapfen überhöhenden Bunde  scharf ausgepresst werden können, so dass  sie nicht aus dem Vollen herausgearbeitet  zu werden brauchen. Die Blätter können  dabei sogar ganz ohne Anzug hergestellt  werden, so dass sie auch roh bleiben können.

    Es sind dann lediglich die Kurbel- und  Lagerzapfen, welche mit einer geringen Zu  gabe versehen sind, zu überdrehen. Ein wei  terer Vorzug besteht darin, dass die Faser in  den Blättern genau parallel den Kanten ver  läuft, wodurch die beste Gewähr für die Be  triebssicherheit gegeben ist.  



  Die Vorrichtung, in welcher Kurbel  wellen nach diesem Verfahren hergestellt  werden können, ist durch Fig. 1 bis 4 der  Zeichnung in einer beispielsweisen Ausfüh  rungsform dargestellt. Fig. 1 ist ein Längs  schnitt durch die ganze Vorrichtung, und  Fig. 2 ein Grundriss hierzu; Fig. 3 und 4  sind Querschnitte, wobei in Fig. 3 eine linke  Backe, in Fig. 4 eine rechte Backe in der  Ansicht zu sehen ist, während ein Oberteil  mit Stempel weggelassen ist.  



  Die gezeichnete Vorrichtung besteht aus  dem Unterteil a und dem Oberteil b, dessen  untere Fläche gewölbt ist und der in der  Mitte den Stempel f trägt, und ferner aus  zwei Backen, welche je aus zwei Teilen c, d  bestehen. Die obern Backenteile d sind mit  den untern Teilen c je durch einen Bolzen e  derart beweglich verbunden, dass sie um die  Bolzen e drehend aufgeklappt werden kön  nen. In Fig. 4 ist in gestrichelten Linien der  eine obere Backenteil teilweise geöffnet ein  gezeichnet. Die Backenteile c sind im Unter  teile a derart gelagert, dass sie nach aussen,  bezw. in der Achsenrichtung der Welle  drehbar sind. Ihre Oberseite ist so gerundet,  dass sie sich der gewölbten Unterseite des  Oberteiles b anpasst.

   In einer der Backen    (Fug. 4) sind Ausnehmungen vorgesehen,  damit die bereits gepressten Kröpfungen samt  Flanschen bei der Herstellung der weiteren  Hübe entsprechend gelagert werden kön  nen, sei es in derselben Ebene oder um 120   oder 180   versetzt.  



  Fig. 5 ist der Stabstahl, von welchem man  ausgeht, Fig. 6 der vorgebogene Stabstahl,  und Fig. 7 und 8 stellen die fertige Kurbel  im Aufriss und Seitenriss dar.    Der Arbeitsvorgang ist etwa folgender:  Die aus den Teilen c und d bestehenden  Backen werden nach aussen gedreht, so dass  sie die in Fig. 1 gestrichelt gezeichnete Stel  lung einnehmen. Dann werden die obern  Backenteile d ganz geöffnet und wird der  Rundstahl, welcher nach Art der Fig. 6 vorge  bogen worden ist, eingelegt, worauf die     Bak-          ken    wieder geschlossen werden.

   Beim Herun  tergehen des Oberteiles b werden zunächst  durch die untere Wölbfläche desselben, die  auf die entsprechend gerundete Oberseite der  Backen einwirkt, diese letzteren geschlossen  und so fest zusammengepresst, dass bei dem  nun folgenden Biege- und Stauchvorgange  jedes Ausweichen des Materials verhindert  wird. Bei der weiteren Abwärtsbewegung  des Oberteiles b werden alsdann durch des  sen Wölbfläche die zweiteiligen geschlos  senen Backen nach innen, bezw. gegenein  ander gedreht, bis sie die in Fig. 1 mit vollen  Linien gezeichnete Stellung einnehmen  während gleichzeitig von oben der Stempel  f eingreift. Dabei wird der Rundstahl ge  bogen und auch gestaucht, so dass sich nicht  nur die Kurbelblätter in jeder erforderlichen  Grösse, sondern auch die die Zapfen be  grenzenden Bunde und allenfalls anzu  bringende Flanschen voll ausfüllen.

      Es sei noch bemerkt, dass bei der vorlie  genden Erfindung zur Erzeugung einer  sechsfach gekröpften     Flugzeugwelle    bei  spielsweise Rundstahl von 68 mm Durch  messer verwendet -wird, während bei dem  bisher bekannten Verfahren für die gleiche  Welle Rundstahl von etwa 180- 200 mm  Durchmesser erforderlich. ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von gekröpf ten Kurbelwellen aus einem Stabstahl, der länger ist als der aufgewickelten Kur belwelle entspricht, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kröpfung der Welle durch Ausbiegen eines Rundstahles unter gleichzeitiger Aufstauchung der Kurbel blätter erfolgt. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausbiegen der Kröpfung durch einen Stempel im Verein mit Backen erfolgt die in der Achsen richtung der Welle drehbar sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Backen den Rundstahl nahe der Kröpfung fest klemmen und durch eine gegeneinander gerichtete Drehbewegung unter gleich- zeitiger Einwirkung des Stempels die Aufstauchung der Kurbelblätter bewir ken können. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Backen zweiteilig sind und durch die Einwirkung eines den Stem pel tragenden Oberteils zwangsläufig ge schlossen und nach innen gedreht wer den. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das zwangsläufige Schliessen und Verdrehen der Backen vermöge einer Wölbfläche an dem den Stempel tragenden Oberteil erzielt wird, die auf die entsprechend gerundete Ober seite der Backen einwirkt.
CH89600D 1918-10-25 1920-09-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gekröpften Kurbelwellen. CH89600A (de)

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CH89600D CH89600A (de) 1918-10-25 1920-09-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gekröpften Kurbelwellen.

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