DE2201186C3 - Aus Nieten gebildete mechanische Verbindung - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B5/00—Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them
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- F16B19/08—Hollow rivets; Multi-part rivets
- F16B19/10—Hollow rivets; Multi-part rivets fastened by expanding mechanically
- F16B19/1027—Multi-part rivets
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Nietverbindung der durch die FR-PS 13 63 299 bekanntgewordenen
Art, wie sie im Oberbegriff des Patentanspruches angegelben ist.
Es ist bekannt, zur Erfüllung der Erfordernisse für die zwei zusammenwirkenden Verbindungselemente
einen Werkstoff zu wählen, dessen elastische Eigenschaften weit besser sind als die der zu verbindenden
Teile. Bei dieser bekannten Verbindung von bruchempfindlichen Teilen kommen keine Verbindungselemente
zur Anwendung, die eine plastische Verformung während des Verbindungsvorganges erfahren.
Vielmehr handelt es sich hier um eine aus zähelastischem Kunststoff bestehende lösbare Steckverbindung,
deren Verbindungselemente beim Zusammenfügen elastisch verformt werden. Die Herstellung der
Verbindung erfolgt durch Druck in axialer Richtung der beiden Verbindungselemente. Um nun eine spielfreie
Veiibindung der zu verbindenden Teile zu erzielen, ist es bei der Anwendung von zähelastischen
Verbindungselementen erforderlich, daß diese unter das vorgegebene Maß der zu verbindenden Teile zusammengepreßt
werden, da die Verbindungselemente auf Grund ihres Elastizitätsmoduls zurückfedern.
Diese Maßnahme des Zusammenpressen der Verbindungselemente unter das vorgegebene Maß der zu
verbindenden Teile führt zwangsläufig zum Bruch der zu verbindenden bruchempfindlichen Teile.
Aus dieser Steckverbindung mit vorgefertigten, aus zähelastischem Kunststoff bestehenden Verbindungselementen, die durch Ineinanderfügen und Zusam-
menpressen derselben gebildet wird, ist auch eine andersartige Verbindung bekannt, bei der zwei besonders
geformte Hohlnieten verwendet werden. Diese Art der Verbindung wird allerdings nur bei sehr
nachgiebigen Stoffen, beispielsweise Leder und Gummi, verwendet, weil sich einerseits wegen der geringen
Steifheit der Stoffe ein Schließkopf besonders schlecht bilden läßt und normale Nieten zum seitlichen
Ausweichen (Deformieren des ganzen Nietschaftes) neigen, andererseits die große Nachgiebigkeit
des Stoffes den besonderen Nietvorgang durch das Gegeneinanderstauchen der beiden Nieten erlaubt
Diese Nietverbindung wird durch zwei Hohlnieten gebildet, die jeweils entgegengesetzt mit koniscken
Nietschäften ausgeführt, ein- oder zweiseitig verschlossen sind. Die beiden Nieten werden beim
Nietvorgang ineinandergeschoben, eine Verbindung entsteht durch Anstauchen des innenliegenden Hohlnietes
an dem geschlossenen Kopf des anderen, umgreifenden Nietes und das gegenseitige Hintergreifen
der beiden konischen Nietschäfte (Anwendung von Hohlnieten nach DIN 7331, Juni 1953)
Die Herstellung der zuvor beschriebenen Verbindungen erfolgt zwangläufig durch starke Anpreßenergie
in Achsrichtung der beiden Verbindungselemente, so daß sie nur bei Stoffen anwendbar sind,
die so'hohe Beanspruchungen ohne Schaden ertragen
können.
Die bei der Erfindung noch zu losende Aufgabe beiteht darin, Nietverbindungen der im Oberbegriff
des Patentanspruches angegebenen und durch die FR-PS 13 63 299 bekanntgewordenen Art insoweit
zu verbessern, daß bei Beibehaltung ner zerstörungsfreien Verbindung im Hinblick auf zerstörungsempfindliches
Material bei den zu verbindenden Teilen errreicht wird, daß mit dem Hohlniet zugleich
eine zentrierende Funktion beim Zusammensetzen der zu verbindenden Teile bei dem Nietvorgang ermöglicht
ist. r ,. · J J- · V
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die im Kennzeichenteil
des Patentanspruches angegebenen Gestaltungsmerkmale vorgesehen.
Hohlnietverbindungen, bei denen die Nieten metallene Nieten sind, sind beim Stand der Technik
mehrfach bekanntgeworden, jedoch sind bei diesen bekannten Verbindungen die technischen Verhältnisse
anders als bei der Erfindung.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß durch die Anwendung einfacher, genormter
Nieten eine qualitativ hochwertige Verbindung unter Anwendung unkomplizierter Montagevorrichtungen
herstellbar ist. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Nietverbindung erfolgt unter Aufwendung
minimaler Kräfte. Dabei kann die Lage der beiden Nieten zueinander vor der Herstellung der Verbindung
ohne Kraftaufwand so eingestellt werden, daß entweder eine spielfreie Verbindung bei Ausnutzung
der Elastizität der zu verfeindenden Teile auch mit genau festgelegter gegenseitiger Federspannung
oder eine Verbindung mit genau definiertem Spiel hergestellt wird. Die Nieten erfahren nach Einnahme
ihrer endgültigen Position bei der Herstellung der Verbindung keinerlei Verschiebung zueinander,
geschweige denn, daß deren Köpfe verändert werden. Beim plastischen Verformen des inneren Nietes erfährt
der äußere Niet an seiner Außenfläche keinerlei Veränderung, so daß die Wände der zu verbindenden
Teile keinerlei Formveränderung erfahren, wodurch zwangsläufig keine Brüche durch Querverschiebung
an den Teilen auftreten können. Dies wird dadurch erreicht, daß der erste Niet in der Wandstärke seines
Schaftes über den Sigmat-Bereich hinaus radial aufgeweitet
wird, d. h., es wird die technische Elastizitätsgrenze als diejenige Grenzspannung erreicht, bei
der eine bleibende Formänderung der Wandstärke über eine bestimmte Länge erreichbar ist. Dabei tritt
22 Ol 186
im Bereich der äußeren Fläche des Nietschaftes ein Fließen des Werkstoffes ein, wodurch eine form- und
kraftschlüssige Verbindung mit der Innenwandung des Schaftes eines zweiten Nietes erzielbar ist, ohne
daß dieser an seiner Peripherie eine Veränderung erfährt, d.h., ein wesentlicher Durchmesserzuwachs
über die gegebene Toleranz zwischen den beiden Nieten und der Bohrung der zu vernietenden Teile
findet nicht statt, wodurch zwangsläufig die spröden bruchempfindlichen Teile nicht gefährdet sind.
Die Erfindung wird an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele irn Zusammenhang mit der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Teilschnitt von zwei zu verbindenden Gehäuseschalen, in deren Verbindungsbohrung ein.
erster und ein zweiter normmäßiger Hohl- bzw. Rohrniet eingefügt ist, wobei am Flachkopf des zweiten
Nietes ein Auflager angedeutet ist, während am Flachkopf des ersten Nietes ein Niederhalter mit
axialer Richtung der beiden Nieten weisendem Werkzeugstempel angeordnet ist,
F i g. 2 einen weiteren Teilschnitt mehrerer formschlüssig aneinandergereihter, bruchempfindlicher
Gehäuseteile, deren Verbindungsbohrungen unterschiedliche Abmessungen aufweisen, so daß sowohl
der erste als auch der zweite Niet Führungsaufgabf η übernimmt,
F i g. 3 einen Teilschnitt zweier aneinandergereihter
Gehäusehalbschalen mit einer Verbindungsbohrung, in der ein erster Hohl- bzw. Rohrniet mit einem
zweiten Teilhohlniet angeordnet ist, wobei ebenfalls beide Niete Führungsaufgaben übernehmen.
Eine in der F i g. 1 dargestellte einfache Nietverbindung besteht im wesentlichen aus zwei bruchempfindlichen
Gehäuseschalen 1 mit in eine Verbindungsbohrung eingeführten ersten Hohl- bzw. Rohrniet
3, einem zweiten in den ersten Hohl- bzw. Rohrniet 3 eingeführten etwa gleich langen Hohl- bzw.
Rohrniet 2, dessen Flachköpfe an den Verbindungsbohrungsrändern aufliegen. Die Hohl- bzw. Rohmieten
2 und 3 durchgreifen mit ihren Nietschäften in etwa die gesamte Länge der Verbinidungsbohrung der
Gehäusehalbschalen 1. Nach dem Zusammenfügen der Hohl- bzw. Rohrniete in der Verbindungsbohrung
der Gehäusehalbschalen 1 werden die Flachköpfe der Hohl- bzw. Rohrniete mittels eines Auflagers
4 und eines Niederhalters 5 in die zuvor beschriebene Lage gebracht. Das am Flachkopf der
zweiten Hohl- bzw. Rohrniete 2 angeordnete Auflager 4 und der ebenfalls am ersten Hohl- bzw. Rohrniet
angeordnete Niederhalter 5 sind nur Hilfsmittel und gehören nicht zum Fertigteil. Achssymmetrisch
zu den Nieten 2 und 3 ist im Niederhalter 5 ein Werkzeugstempel 6 gleitend angeordnet. Auflager 4
und Niederhalters obliegt dabei die Aufgabe, den ersten und zweiten Hohl- bzw. Rohrniet 3 und 2 in
einer bestimmten Lage exakt zu fixieren, bevor der Werkzeugstempel 6 in den zweiten Hohl- bzw. Rohrniet
2 eingeführt wird. Beim Einführen des Werkzeugstempels 6 in den zweiten Hohl- bzw. Rohmiet
wird das Ende desselben radial aufgeweitet. Bei diesem Vorgang genügen kleinste Aufweitungen des
zweiten inneren Hohl- bzw. Rohrnietes 2, um eine plastische Verformung des Nietschaftes zu erzielen.
Nach Beendigung des Aufweitvorganges wird der
ίο Werkzeugstempel 6 wieder aus dem radial aufgeweiteten
Ende des zweiten Hohl- bzw. Rohrnietes 2 herausgezogen.
Wie weiter aus der Fig. 2 ersichtlich ist, weisen die Hohl- bzw. .Rohrnieten 7 und 8 unterschiedliche
Längen auf, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, auch Gehäuseteile mit unterschiedlichen Verbindungsbohrungsdurchmessern
exakt miteinander zu verbinden. Die Länge des ersten Hohl- bzw. Rohrnietes 8 ist dabei so gewählt, daß dieser trotz eingelassenem
Flachkopf kürzer ist als der durchgriffene Teil 1. Zur Erleichterung bei der Vormontage der
einzelnen Gehäuseteile, d. h., beim Aneinanderreihen der Gehäuseteile 1 besitzen Teilelemente der zu verbindenden
Gehäuseteile Nocken, mittels denen ein Formschluß der Teile untereinander erzielbar ist.
Durch diese Maßnahme wird das Einfügen des längeren zweiten Hohl- bzw. Rohrnietes 7 erleichtert. Der
Hohl- bzw. Rohrniet 7 i£i ebenfalls wie der kurze, erste
Hohl- bzw. RohrnietS mit seinem Flachkopf in den durchgriffenen Teil 1 eingelassen.
Daraus ist ersichtlich, daß auch hier eine Verschiebung quer zur Symmetrieachse der Hohl- bzw. Rohrnieten
7, 8, trotz einer Vielzahl aneinandergereihter Gehäuseteile ausgeschlossen ist.
Um mit Teilen, die nicht nur durch ihre Stoffeigenschaft, sondern auch durch die für die Funktion
notwendige Gestaltung bruchgefährdet sind, eine ebenfalls hochwertige Nietvenbindung zu erstellen,
werden, wie in der F i g. 3 dargestellt, zwei Gehäusehalbschalen durch einen Teilhohlniet 9 und einen
Hohl- bzw. Rohmiet 11 zusammengehalten. Der Teilhohlniet 9 übernimmt dabei die für die Funktion
wichtige Führungsaufgabe der bruchgefährdeten Gehäuseteile 1. Die Fig. 3 läßt weiterhin erkennen, daß
ein wesentliches Merkmal der Erfindung darin zu sehen ist, daß die Kopfseite wenigstens eines Nietes, im
vorliegenden Falle die des Hohl- bzw. Rohmietes 11, und die freien Nietschachtenden offen sind, damit
der Werkzeugstempel für die Aufweitung eingeführt werden kann.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß qualitativ hochwertige Nietverbindungen auch mit
spröden, bruchempfindlichen Teilen mittels einfachen Normteilen (Hohl- bzw. Rohrnieten) bei Anwendung
einfacher Hilfswerkzeuge ökonomisch herstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- 22 OlPatentanspruch:Nietverbindung für spröde und bruchempfindliehe plattenartige TeDe, insbesondere fur verbindungen bei mehrphasigen Schaltgeraten, mittels zweier zusammenwirkender Nieten, von denen wenigstens eine einen rohrförmigen bcnaii aufweist, dessen eines Ende in einen Kragen ausläuft während der andere Niet ebenfalls einen Kragen und einen Schacht aufweist, wobei dieser Schaft wenigstens an dem dem Kragen entgegengesetzten Ende rohrförmig ist und wobei em Niet in den anderen eingefügt und wenigstens der innere Niet radial aufgeweitet ist, d a d u r c h g e kennzeichnet, daß die Nieten (2, 3; 7, 8; 5», 10) metallene Nieten sind, die unlösbar miteinander verbunden sind, wobei die Außenkontur eines jeweiligen Nietschaftes vor dem Nietvorgang die zu verbindenden Teile in den Bohrun- *° gen zentriert, und daß beim Aufweitvorgang die Außenkontur des äußeren Nietschaftes unverändert bleibt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722201186 DE2201186C3 (de) | 1972-01-12 | 1972-01-12 | Aus Nieten gebildete mechanische Verbindung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19722201186 DE2201186C3 (de) | 1972-01-12 | 1972-01-12 | Aus Nieten gebildete mechanische Verbindung |
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| DE2201186A1 DE2201186A1 (de) | 1973-07-19 |
| DE2201186B2 DE2201186B2 (de) | 1975-04-24 |
| DE2201186C3 true DE2201186C3 (de) | 1975-12-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE4034129C1 (de) * | 1990-10-26 | 1992-05-07 | Gkn Cardantec International Gesellschaft Fuer Antriebstechnik Mbh, 4300 Essen, De |
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1972
- 1972-01-12 DE DE19722201186 patent/DE2201186C3/de not_active Expired
Also Published As
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