CH89366A - Elektrische Lokomotive. - Google Patents

Elektrische Lokomotive.

Info

Publication number
CH89366A
CH89366A CH89366DA CH89366A CH 89366 A CH89366 A CH 89366A CH 89366D A CH89366D A CH 89366DA CH 89366 A CH89366 A CH 89366A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
armature
motors
leonard
circuit
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Fried Krupp
Original Assignee
Krupp Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krupp Ag filed Critical Krupp Ag
Publication of CH89366A publication Critical patent/CH89366A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


  Elektrische Lokomotive.    Die Erfindung bezieht sich auf solche  elektrische Lokomotiven, bei denen der Strom  für die Zugförderungsmotoren von einem durch  eine Verbrennungskraftmaschine angetriebe  nen Gleichstromerzeuger geliefert wird, mit  dem die Zugförderungstnotoren in     Leonard-          schaltung    verbunden sind. Die Erfindung  bezweckt, eine elelktrische Lokomotive dieser  Art zu schaffen, die sich durch grosse Wirt  schaftlichkeit des Betriebes und beträchtliche  Überlastungsfähigkeit auszeichnet und für die  Verbrennungskraftmaschine neben dem eigent  lichen Treiböl (z. B. Teeröl) kein hochwer  tiges Anlassleichtöl (sog. Zündöl) braucht.  



  Auf der Zeichnung ist als Ausführungs  beispiel des Gegenstandes der Erfindung das  Schaltungschema einer Diesel-Elektrischen  Lokomotive dargestellt.  



  Mit der Triebwelle a1 der Dieselmaschine A  sind mittelst einer lösbaren Kupplung a2' die  Anker B und C zweier G Teichstromerzeuger B b'  und C     e'    zwangsläufig verbunden. An den  Anker B des einen Gleichstromerzeugers sind  in Leonardschaltung die unter sich parallel  geschalteten Anker     E    dreier fremderregter  Zugförderungsmotoren E e' angeschlossen.    deren Anker lE durch Zahnradvorgelege mit  den Triebachsen der Lokomotive zwangsläufig  verbunden sind. Der     Anker    C des als Neben  schlussmaschine ausgebildeten andern Gleich  stromerzeugers C c' ist über einen Anlasser     c2,     der die Verwendung der Nebenschlussmnaschine  als Motor ermöglicht, an Sammelschienen C  angeschlossen, an welchen eine Sammler  batterie D liegt.

   Die Batterie D, die durch  einen Ausschalter d' von den Sammelschienen G  abgeschaltet werden kann, dient einerseits  als Pufferbatterie für den Stromerzeuger C c'  und stellt anderseits eine     Reserve-Stronm-          quelle    dar, aus     welcher    die     Nebenschluh-          masohine    C c' als Motor betrieben und gleich  zeitig die     Erregerwicklungen    b' und e' der  Gleichstrommaschinen<I>B b'</I> und     E   <I>e'</I>     gespei#t     werden können.

   Der     Gleichstromerzeuger    C c'  ist so bemessen, dass er nicht nur den zur  Erregung des Stromerzeugers<I>B</I>     b'    und der  drei     Zugförderungsinoteren    E e' erforderlichen  Strom zu liefern, sondern auch als Motor  arbeitend die Dieselmaschine A in erheblichem       .Masse    (z. B.     beine    Anfahren oder auf Stei  gungen) zu unterstützen vermag. Die Stärke  des Erregerstromes in der     Erregerwicklung    c'      des     Stromerzeugers    C     cl    kann durch einen  Regelwiderstand e3 geregelt werden.

   Die     Er-          regerwicklurig    lb1 des Stromerzeugers B L1  liegt in einer an die Sammelschienen G an  geschlossenen Leitung g1, die ausser der     Er-          regerwiclklung    b1 und einer Magnetwicklung k6,  deren     Zweck    noch erläutert werden wird,  einen einpoligen Ausschalter J, einen doppel  poligen Umschalter H und einen den Fahr  schalter der Lokomotive darstellenden Regel  widerstand F enthält. Der einpolige Aus  schalter J ist mnit demn Bremsgestänge der       Lokomotive    derart verbunden, dass er beim  Anlegen der Bremse geöffnet wird und um  gekehrt.

   Von der Leitung g1 ist hinter dem  einpoligen Ausschalter J eine weitere     Lei-          tursg    g2 abgezweigt, in deren Zuge in Hinter  einanderschaltung die Erregerwicklungen e1  der drei Zugföirderungsmotoren liegen.  



  Die mit der Erregerwicklung     b        l    des Strom  erzeugers B b1 in Reihe geschaltete Magnet  wicklung k' ist um einen Magrnetlikern K2  eines Überstromschalters gewickelt, der wie  folgt eingerichtet ist. Im Zuge der den An  ker B des Stromerzeugers B b1 mit den pa  rallel geschalteten Ankern lE der Zugförde  rungsmotoren E e1 verbindenden Leitung M  liegen eine um einen Magnetkern K1     gewik-          kelte    Hauptstromn-Magnetwicklung k5 und eine  durcheh zwei Schaltklötze k3 und k4 gebildete,  durch ein Stromschlussstück K überbrückbare  Unterbrechungsstelle. Die Magnetkerne K'  und Ki2 sind gdeichachsig zueinander angeord  net und mit demn Stromnschlussstücke h starr  verbunden.

   An demn freien Ende des Magnet  kernes     h'    greift     eine    Zugfeder     h'     an, die  den Schalter entgegen der Wirkung der  Magnetwiclklungen k5 und k'' in seiner aus  der Zeichnung ersichtlichen Schliessungsstel  lung festzuhalten sucht. An die Enden der  Magnetwicklung k6 sind zwei Schaltklötze h7  und k8 angeschlossen, die so angeordnet sind,  dass sie von dem Stromschlussstücke K in der  Öffnungsstel-lung des Schalters leitend, mit  einander verbunden werden. Die Wicklung k6  ist also in der     Öffnungsstellung    des Schal  ters kurzgesehlossen.

   Um den Magnetkern IK1  ist noch eine weitere Magnetwicklung k9 ge-    wickelt; diese ist reit ihrem einen Ende an  die Verbindungsstelle der Hauptstromwick  lung k5 mit demn Anker B und mit ihrem  andern Ende an den Schaltklotz k4 ange  schlossen, so dass sie bei gesclhlossenem  Schalter durch das Stromsehlufssstiick K kurz  geschlossen ist und bei geöffnetem Schalter  von einem     Strome    durchflossen wird, dessen  Stärke von dem Unterschiede der Anker  spannungen des Stromerzeugers B b1 und der  Zugförderungsmotoren B e1 abhängt. Die  Magnetwicklung 7k9' ist so bemessen, dass sie  entgegen der Wirkung der Zugfeder k1o den  geöffneten Schalter in seiner Öffnungsstellung       festzuhalten    vermag, solange zwischen den  Ankern B und lE ein merklicher Spannungs  unterschied besteht.

   Die Magnetwicklungen ki5  und k6 sind so bemessen, dass bei voller Er  regerstromstärke für Stromkreise der Wick  lung k6 und einer einen vorgeschriebenen  Wert übersteigenden Stromstärke im Anker  stromkreise M der Schalter unter der ver  einigten Wirkung der Magrnetwiclklungen k5  und k6 entgegen der Wirkung der Feder L1o  aus der Sehliessstellung in die Öffnungsstel  lung belangt.  



  Bei der Betrachtung der Wirkungsweise  der beschriebenen Einrichtung soll zunächst  angenommen werden, dass die Lokomotive  und ihre Dieselmaschine A stillstehe, dass  ferner die Bremse angezogen und dement  sprechend der einpolige Aasschalter J geöffnet  sei und dass der Fahrsehalter F sieh in seiner  Nullstellung befinde. Die Sammlerbatterie D  sei aufgeladen und der Batterieschalter d1  geöffnet.  



  Soll nun die Lokomotive in Betrieb ge  setzt werden, so ist zunächst die Diesel  maschine A1 anzulassen. Zu diesem Zwecke  wird, nachdem der Ausschalter d1 geschlossen  ist, der fmr Ankerstromkreise der Neben  schlussmaschine C cl liegende     Anlasswider-          stand        e'    ganz     vorgesehaltct    und der     iin    Er  regerstromkreise dieser Maschine     liegende     Regelwiderstand     r.,    bis auf Null verkleinert.

    Die     Nebenschlussrnaschine    C     cl        erhii-lt    nun  Strom aus der -Batterie D und läuft bei     all-          rnählichein    Ausschalten des Anlabjvideraan-      des t-2 als Motor an. Zur weiteren Erhöhung  ihrer Drehzahl wird mittelst des Regelwider  standes c3 die Erregerstromstärke verkleinert  und das von der Erregerwicklung e1 erzeugte  Feld geschwächt.

   Die leer mitlaufende     Diesel-          naschine    lind der mit der Triebwelle a1     ge-          kuppelte    Anker B des     Leonardstromerzeu-          gers    B b1 nehmen dabei allmählich ihre nor  male Betriebsdrehzahl an. Sobald diese er  reicht ist, wird der Dieselmaschine Brennstoff  (Treiböl) zugeführt. Die durch die     Diesel-          niaschineA    angetriebene Nebenschlussmascbine  C c' arbeitet nun als Stromerzeuger, dessen  Spannung durch Einstellen des     Regelwider-          standes    c3 so geregelt werden kann, dass der  Stromerzeuger C ei Strom in die Batterie D  liefert.

   Nun wird die Bremse gelöst und da  durch der mit der Bremse zwangsläufig ver  bundene Schalter J geschlossen, so dass den  Erregerwicklungen e1 der Zugförderungsmoto  ren E ei Strom zugeführt wird. Nachdem der  Umschalter H in die der gewünschten Fahrt  richtung entsprechende Stellung gebracht ist,  wird der Widerstand des Fahrschalters F  allmählich verkleinert, so dass die Erreger  wicklung b' des Leonardstromerzeugers B b1  eine wachsende Stromstärke aufnimmt. In  Anker B wird dabei eine Spannung erzeugt,  die im Ankerstromkreise der     Leonardscbal-          tung    eine dem Widerstande desselben ent  sprechende Stromstärke hervorruft. Die Mo  toren E e1 laufen infolgedessen an, so dass  sich die Lokomotive in Bewegung setzt.

   Nach  Erreichung der beabsichtigten Fahrgeschwin  digkeit lässt man den Fahrschalter F stehen,  worauf keine weitere Beschleunigung der  Motoren L' e' eintritt und die Stromstärke  im11 Ankerkreise auf ihren     derFahrgeschwindig-          keit    allein entsprechenden     normalen    Wert  sinkt.  



  Durch Ein- oder     Ausschalten    von Wider  stand im Erregerstromkreise des     Leonard-          stromerzeugers    B     b'    mittelst des Fahrschal  ters F kann nun die     Fahrgeschwindigkeit     der Lokomotive vermindert oder gesteigert  werden.  



  Die Stillsetzung der     Zugförderungsnioto-          ren    E ei erfolgt durch Einschalten von Wider-  
EMI0003.0023     
  
    stand <SEP> durch <SEP> den <SEP> Fahrschalter <SEP> F. <SEP> Dabei <SEP> u11iiiiit
<tb>  nämlich <SEP> der <SEP> Anker <SEP> des <SEP> Stromerzeugers <SEP> B <SEP> bi
<tb>  eine <SEP> niedrigere <SEP> Spannung <SEP> all, <SEP> als <SEP> der <SEP> durch
<tb>  die <SEP> augenblickliche <SEP> Fahrgeschwindigkeit <SEP> be  dingten <SEP> elektromotorischen <SEP> Gegenkraft <SEP> der
<tb>  Anker <SEP> E <SEP> entspricht, <SEP> so <SEP> cla1:, <SEP> ein <SEP> Strom <SEP> ]in
<tb>  umgekehrten <SEP> Sinne <SEP> den <SEP> Ankerstromkreis <SEP> <I>der</I>
<tb>  Leoilardschaltuiig <SEP> dlrchfliel:

  ,t. <SEP> Dadurch <SEP> wird
<tb>  der <SEP> Stromerzeuger <SEP> B <SEP> <B>f <SEP> il</B> <SEP> zum <SEP> -Motor, <SEP> der <SEP> von
<tb>  den <SEP> ,letzt <SEP> als <SEP> Stroiilel'GCalgel' <SEP> wirkenden <SEP> -1_Ü  toreil <SEP> <B>Er'</B> <SEP> angetrieben <SEP> wird. <SEP> Die <SEP> infolgedessen
<tb>  eintretende <SEP> Erhöhung <SEP> der <SEP> Drehzahl <SEP> des <SEP> An  kers <SEP> C <SEP> der <SEP> @ebenscblll:@maschine <SEP> C <SEP> <B>#:

  </B>' <SEP> bewirkt
<tb>  eine <SEP> Spanilliugserliiililing <SEP> bei <SEP> dieser <SEP> und <SEP> damit
<tb>  eitle <SEP> verstärkte <SEP> Energieabgabe <SEP> an <SEP> die <SEP> Saininler  batterie <SEP> D. <SEP> Es <SEP> findet <SEP> also <SEP> elektrische <SEP> Brein  sung <SEP> 111t(21' <SEP> Sti-oniriicligabe <SEP> statt, <SEP> ohne <SEP> daf.1)
<tb>  die <SEP> geringste <SEP> Unischaltung <SEP> von <SEP> Ankern <SEP> oder
<tb>  Erregerwicklungen <SEP> vorgenommen <SEP> zu <SEP> werden
<tb>  brauchte.

   <SEP> Man <SEP> kann <SEP> nun <SEP> entweder <SEP> die <SEP> elek  trische <SEP> Bremsung <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Stillstande <SEP> der
<tb>  Lokomotive <SEP> fortsetzen <SEP> oder <SEP> die <SEP> mechanische
<tb>  Bremse <SEP> anlegen <SEP> und <SEP> dadurch <SEP> infolge <SEP> Öffnung
<tb>  des <SEP> Ausschalter, <SEP> .T <SEP> die <SEP> Erregurstroinkreise
<tb>  der <SEP> Leonardscbaltung <SEP> stromlos <SEP> machen, <SEP> so
<tb>  dass <SEP> der <SEP> Strom <SEP> im <SEP> @nkerstri.@ml;

  reise <SEP> erlicht.
<tb>  In <SEP> beiden <SEP> F <SEP> -illeii <SEP> läuft <SEP> der <SEP> Leonai'dstroni  <B>erzeuäer</B> <SEP> <I>B</I> <SEP> <B>b' <SEP> ICer <SEP> weiter. <SEP> während <SEP> die <SEP> Nebell-</B>
<tb>  scblussniaschine <SEP> <B>(-l'</B> <SEP> c' <SEP> je <SEP> nach <SEP> Bedarf <SEP> ebenfalls
<tb>  leer <SEP> läuft <SEP> oder <SEP> zur <SEP> weiteren <SEP> Ladun- <SEP> vier
<tb>  Batterie <SEP> I) <SEP> benutzt <SEP> werden <SEP> kann.
<tb>  Natürlich <SEP> kann, <SEP> besonders <SEP> iin <SEP> t=ef:ille.
<tb>  <B>wielitl'Ollli'llelige@t'111111111@@ <SEP> stattfinden, <SEP> ohne</B>
<tb>  dal.;

   <SEP> die <SEP> I'ahrgescll indinkeit <SEP> sich <SEP> 1-)i. <SEP> Gilt
<tb>  Stillstande <SEP> der <SEP> Lokomotive <SEP> vermindert.
<tb>  Die <SEP> nur <SEP> bei <SEP> 1ängerein <SEP> Stillstande <SEP> der
<tb>  Lokomotive <SEP> nütig <SEP> werdende <SEP> Abstellung <SEP> der
<tb>  Diesehliasehine <SEP> @I <SEP> erfolgt <SEP> durch <SEP> I@instellei
<tb>  der <SEP> Treibfjlzufuhr.
<tb>  <B>Die <SEP> -I2ignetwleliliilig <SEP> k\ <SEP> des <SEP> Z#bers'tronl-</B>
<tb>  schalters <SEP> K <SEP> bis <SEP> 1, <SEP> <B>\</B> <SEP> wird <SEP> während <SEP> des <SEP> ersten
<tb>  Teiles <SEP> der <SEP> Beschleunigungsperiode <SEP> der <SEP> llo  toren <SEP> E <SEP> r' <SEP> von <SEP> einem <SEP> wesentlich <SEP> st@irliereu
<tb>  Strome <SEP> als <SEP> d(2111 <SEP> normalen <SEP> C1l@rc11@10@e11.

   <SEP> Trotz  dem <SEP> reicht <SEP> während <SEP> dieser <SEP> Zeit <SEP> im <SEP> allge  meinen <SEP> diu <SEP> magnetische <SEP> Zugkraft <SEP> des <SEP> Uber  ytl'onIschaLlters <SEP> nicht <SEP> aus. <SEP> diexen <SEP> <B>zu</B> <SEP> ötineu.
<tb>  Denn <SEP> da <SEP> der <SEP> durch <SEP> d(211 <SEP> Fabrsehaiter <SEP> I' <SEP> beeilt-         flutete, die Magnetwicklung k6 des     Überstron-          schalters    durchfliessende und während der Be  schleunigungsperiode ständig wachsende Er  regerstrom des Stromerzeugers B b' seine  volle Stärke     erst    bei Eintritt der normalen  Gxeschwindigkeit der Lokomotive erreicht,  so überschreitet die durch die beiden Magnet  wicklungen k@ und k6 bestimmte gesamte Zug  kraft in keinem Augenblicke einen vorgeschrie  benen Höchstwert.

   Tritt dagegen vor oder  nach Beendigung der Beschleunigungsperiode  eine unvorhergesehene Überlastung im     Anker-          stronkreise    auf, so steigert sich die Zugkraft  der Magnetwicklung k@ schnell so weit, dass  der Überstromschalter geöffnet wird. Die Be  schleunigungsverhältnisse sind mit Rücksicht  auf die geringe Überlastbarkeit der Diesel  maschine A so gewählt, dass die Ankerstrom  stärke bald nach Beginn der Beschleunigungs  periode ständig sinkt. Der Überstromschalter  kann demnach so eingestellt werden, dass er  auch nach Beendigung der Beschleunigungs  periode schon bei einer verhältnismässig ge  ringen     Überlastung    anspricht.  



  Nachdem der Ankerstromkreis durch Öff  nen des Überstronschalters unterbrochen und  die Magnetwicklurg k6 durch das     Strom-          scllussstücl    h kurzgeschlossen ist, wird der  Überstromschalter nur durch die Magnet  wicklung k9 in seiner Öffnungsstellung ge  halten. Infolge der Unterbrechung des Anker  stromkreises M verringert sich allmählich die  elektromotorische Gegenkraft der langsamer  laufenden Motorenanker E, während an den  Ankerklemmen des Stromerzeugers B b1 noch  die der Stellung des Fahrschalters F ent  sprechende Spannung fortbesteht.

   Wird nun  der Fahrschalter F im Sinne einer Verkleine  rung des Erregerstromes so weit bewegt, dass  zwischen der nit der Magnetwicklung k5 ver  bundenen Klemme des Ankers B und den  mit derer Schaltklotze k1 verbundenen Klem  men der parallelgeschalteten Anker E kein  Potentialunterschied mehr bestellt, so wird  die Magnetwicklung k9, die bisher den Über  stromschalter in seiner Öffnungsstellung fest  hielt, stromlos, und der Schalter kehrt unter  der Wirkung seiner Zugfeder k1@ irr seine    Schliessstellung zuriici, noch ehe die Motoren  anker E völlig zur Ruhe gekommen sind. Es  fliesst also von neuem ein Strom im Anker  kreise der Leonardschaltung, der den völligen  Stillstand der Motoren verhindert. Die Ge  schwindigkeit der Lokomotive kann     nunmehr     durch Einstellen des Fahrschalters F nach  Belieben geregelt werden.

   Infolge des Um  standes, dass das Wiedereinschalten des Über  stromschalters nur bei Spannungsgleichheit  der Anker B und E vor sich gehen kann,  sind unerwünschte Stromstösse beim Wieder  einschalten ausgeschlossen. Dabei ist es ein  besonderer Vorteil der erläuterten     Einrich-          tung,    dass die Wiedereinschaltung vor sich  gehen kann, ehe die Motoren E e' zum Still  stand gekommen sind und ohne dass es nötig  wäre, den Fahrschalter F in seine Nullstel  lung zu bringen.  



  Die Anordnung der     Pufferbatterie    D bietet  nicht nur den bereits erwähnten Vorteil der  Stromrückgewinnung beire elektrischen Brem  sen, sondern erhöht auch noch die Über  lastungsfähigkeit der Gesamtanlage erleblich.  Fährt zum Beispiel die Lokomotive auf einer  stärkeren Steigung, so kann man die Batte  rie D dazu benutzen, die N ebenschlussmaschine  C c' als Motor zu speisen. Der Motor C c'  unterstützt dann die Dieselmaschine A und  steigert deren Zugkraft. Der Übergang voll  der einen zu der andern Betriebsweise der  Nebenschlussmaschine C cl erfolgt bei einer  Einstellung des Regelwiderstandes r3 auf einen  durch Erfahrung zu ermittelnden Wert selbst  tätig.  



  Ferner besitzt die Batterie D in Verbin  dung mit der als Motor arbeitenden     N;\-eben-          schlussmaschine    C     cl    und dem     AnlalWider-          stande    c= die ebenfalls bereits erwähnte     @Iüg-          lichkeit,    die Dieselmaschine<B>A</B> anzulassen.

    Dadurch wird nicht nur die     sollst        übliche          Druckluftanlassvorrichtun        g        entbehrlich,    son  dern auch die Verwendung eines Hochwer  tigen Leichtöles.     lIan    braucht also     ricberl          dein    Treiböl kein besonderes     sogenanutes          Zündöl    mitzuführen.  



       [-in    die bei geringer     Belastung    infolge  der     Abkühlung    der Dieselmaschine leicht      auftretende starke Rauchentwicklung zu ver  melden, kann maln kurz vor dem Anhalten       der        Lokomotive    und während des Stillstandes  derselben auf einer Haltestelle die Treiböl  zufuhr zuer Dieselmaschine ganz abstellen und  die Maschinen C e1, B b' als Unmformer aus  der Batterie D betreiben, wobei die Trieb  welle a' der Dieselmaschine A leer mitläuft.  Ein neues Anlassen der Dieselmaschine vor  demn Wiederanfahren der Lokomotive ist da  her nicht erforderlich.

   Das Abstellen der  Treibölzufuhr auf den Haltestellen bringt  lneben der Vermeidung der Rauchentwicklung  noch eine nicht unerhebliche Treibölersparnis  mit sieh.    Statt dreier Zugförderungsmotoren E e1  können natürlich auch zwei oder nur einer  z aubgeordnet sein. Die Zahnradvorgelege zwi- zwi  schen Motoren und Triebachsen können dabei  in an sich bekannter Weise durch ein Kurbel  getriebe mit     Blindwelle    oder dergleichen er  setzt werden.  



  Statt die Magnetwicklung k6 des Über  stromschalters mit der Erregerwicklung b' in  Reibe zu schalten und so anzuordnen, dass  die Wicklung k'6 beim Öffnen des     Überstronm-          schalters    durch das Stromschlussstück K  kurzgeschlossen wild, kann man, ohne an  der Erfindung etwas zu ändern, die Einrich  tung auch so treffen, dar die Wicklung k6  in Parallelschaltung     all    die Klemmen des  Ankers B des Stromerzeugers B b' angeschlos  sen ist und dar der die Magnetwicklung k6  enthaltende Stromzweig beim     Öffnen    des  Überstromschalters selbsttätig unterbrochen  wird. Auch bei dieser Anordnung wird der  Zweck erreicht, dar man den Fahrschalter F  nicht in seine Nullstellung zu bringen braucht,  ehe der Überstromschalter wieder einschalten  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Lokomotive mit einer Ver brennungskraftmaschine als Antriebsmaschine eines den Strom für die Zugförderungsmotoren liefernden Gleichstromerzeugers, mit dem die Zugförderungsmotoreu in Leonardschaltung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugförderungsmotoren als fremderregte Motoren ausgebildet sind und dass zur Liefe rung des fair den Stromerzeuger und die Mo toren der Leonardschaltung erforderlichen Erregerstromes eine mit dem Stromerzeuger zwangsläufig verbundene Erregermaschine und eine parallel zu dieser geschaltete Sammler- batterie vorgesehen sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrische Lokomotive nach Patentall spruch, mit einem voll der Ankerstrom stärke des Leonardstromkreises beeinflussten Überstronmschalter, dadurch gekennzeich net, dalss ein zum Öffnen und Schliessen des Ankerstromkreises bestimmtes Strom- sehlulssstück des Überstromschalters unter demn Einflusse eines Kraftspeichers und dreier Magnetwicklungen stellt, von denen eine in Abhängigkeit voll der Stromstärke im Ankerstromkreise,
    eine zweite in Ab- häingigkeit voll der Erregerstromstärke oder der Ankerspannung des Leonard- stromerzeugers und die dritte in Ablhängig- keit von dem Unterschiede der Anker spannungen des Stromerzeugers und der Motoren des Leonardstromkreises erregt wird. ?. Elektrische Lokomotive nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ankerstromkreis der Erregermaschine eile Aulaf,;widerstand eingeschaltet ist.
    3. Elektrische Lokomotive nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dar die in Abhängigkeit voll der Erregerstrom stärke des Leonardstromerzeugers erreg bare 3lagnetwicklung beim Offnen des Ankerstronil,reises durch das Stronischluss- stiiek kurzgeschlossen wird.
CH89366D 1919-09-26 1920-08-26 Elektrische Lokomotive. CH89366A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE347288T 1919-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH89366A true CH89366A (de) 1921-05-16

Family

ID=6256064

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH89366D CH89366A (de) 1919-09-26 1920-08-26 Elektrische Lokomotive.

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH89366A (de)
DE (1) DE347288C (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6905231B2 (en) * 2003-07-21 2005-06-14 Elumina Lighting Technologies Inc. Night light having directionally adjustable light output

Also Published As

Publication number Publication date
DE347288C (de) 1922-01-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10059038B4 (de) Verfahren zum Starten eines Verbrennungsmotors und Anordnung dafür
DE1804654A1 (de) Steueranlage fuer elektrisch angetriebene Brennstoffpumpen
DE2509862A1 (de) Energieaustauscher fuer ein elektrisches fahrzeug
DE10313081A1 (de) Kraftfahrzeug
DE102005022210A1 (de) Klimaanlage für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zum Betreiben einer Klimaanlage
CH89366A (de) Elektrische Lokomotive.
EP0406340A1 (de) Batterieladeeinrichtung.
DE661807C (de) Schaltungsanordnung fuer brennkraft-elektrischen Fahrzeugantrieb
DE915601C (de) Verfahren zum Anlassen von Schweissaggregaten mit Verbrennungskraftmaschinenantrieb
DE573440C (de) Elektrische Lokomotive fuer Verschiebe- und Abdrueckbetrieb
EP0374584B1 (de) Verfahren zum Betreiben eines an eine Brennkraftmaschine angeschlossenen Gleichstrom-Nebenschluss-Generators als Anlasser und Vorrichtung dafür
DE568087C (de) Verschiebeanlage mit ferngesteuerter elektrischer Gleichstromlokomotive
DE214656C (de)
DE246262C (de)
DE231648C (de)
DE671465C (de) Elektrische Zugbeleuchtungsanlage mit einem Generator, einer Sammlerbatterie und drei durch den Zug gefuehrten Leitungen
CH272130A (de) Elektrische Kraftanlage für den Antrieb eines Fahrzeuges.
DE699997C (de) Steuereinrichtung fuer elektrische Schienenfahrzeuge, welche durch eine Primaerkraftmaschine angetrieben werden
DE529791C (de) Steuerungseinrichtung fuer elektrische Antriebe, insbesondere fuer Fahrzeuge, deren Kraftquelle ein Verbrennungsmotor ist
DE466450C (de) Triebfahrzeug mit einem von einer Waermekraftmaschine angetriebenen Generator
AT129201B (de) Bremspumpenantriebs- und Ladeaggregat für verbrennungselektrische Fahrzeuge.
DE504243C (de) Verfahren zur selbsttaetigen Steuerung von dieselelektrischen Fahrzeugen mit Hilfe von Fortschaltrelais
DE496992C (de) Einrichtung fuer Notbetrieb von dieselelektrischen Triebfahrzeugen
DE552544C (de) Dynamoelektrisches Getriebe
DE668556C (de) Steuerung fuer dieselelektrische Fahrzeuge