CH87409A - Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Schweissen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Schweissen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Schweissen. Das Zusammenschweissen von Blechen in Längsnähten geschieht vielfach zwischen zwei Eiektrodenrollen, die gegeneinander gedrückt und von der Sekundärwindung eines Transformators gespeist werden. So lange es sich darum handelt, vollständig saubere Bleche zu schweissen, so ist dies einfache Verfahren mit Vorteil anzuwen den. Sollen dagegen Bleche, die Schmutz stellen, wie Rost, Zunder etc., aufweisen, ge schweisst werden, so treten verschiedene Übelstände auf. Als der wichtigste ist das Löcherbrennen infolge Ziehens eines Licht bogens zu bezeichnen.
Es ist klar, class, wenn eine Elektrodenrolle auf eine ver schmutzte Stelle des Arbeitsstückes (des Bleches) hinaufläuft, eine Unterbrechung des Stromes erfolgen muss, und beim Wei terlaufen der Rolle über die verschmutzte Stelle wird ein Lichtbogen zwischen der Elektrodenrolle und der vor der verschmutz ten Stelle liegenden sauberen Stelle gezogen- Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren, welches es ermöglicht. diesen Nachteil zu vermeiden, indem man die Primärwicklung des Schweisstransfor mators mit einem in schneller Folge unter brochenen Wechselstrom speist.
Bei der Ausübung dieses Verfahrens ist es zweck mässig, dass die Unterbrechungszahl eine bestimmte Höhe im Verhältnis zur Vor- schuNgeschwindigkeit, des Arbeitsstückes, also bei Verwendung von Elektroclenrollen im Verhältnis zur Umfangsgeschwindigkeit der Elektrodenrollen, erreichen, und zwar er deben sich die günstigsten Verhältnisse. wenn die Unterbrechungszahl so gewählt wird, da.ss auf den Centimeter Schweissnaht ?-15 Unterbrechungen entfallen.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsbeispiele von Vorrichtungen zur Aus führung des Verfahrens gemäss Erfindung thematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbei spiel; Fig. ? zeigt das zweite Ausführungsbei spiel, Fig. 3 zeigt eine Variante einer Einzel heit.
In Fig. 1 sind<I>a</I> und<I>b</I> zwei Schweisselek troden, zwischen welchen die Schweissung vorgenommen wird. Dieselben sind in be.- kannter Weise an einer elektrischen, einen Schweisstransformator enthaltenden Schweiss- maschine arigeoi cinet. In einer der beiden, zu der Schweissmaschine führenden Primär leitungen ist. ein rotierender Schalter ange ordnet, welcher den Primärstrom unter brechen und schliessen soll und zu diesem Zwecke eine drehbare Schalterscheibe c hat. welche an cler Hälfte ihres Umfanges mit.
einem Kontaktstück c. versehen ist. Dieses Kontaktstück ist mit einem Schleifring r verbunden, auf -welchen eine Kontaktbürste j schleift, die mit. der ankommenden, zu un terbrechenden Leitung verbunden ist.
Auf dem Umfange der Schaltscheibe e drückt eine zweite Kontaktbürste rf, die ebenfalls mit der abgehenden, zum Transformator führenden L.eitiin- verbunden ist. Dreht sich nun die Schaltscheibe c schnell, so wird der Strom beim Auflaufen der Kontakt bürste fi auf das Kontaktstück d geschlossen und beim Ablaufen von dem Kontaktstuck unterbrochen.
Je nachdem das Kontaktstück (f län1er oder kürzer ausgeführt wird. wird ein längerer oder kürzerer Stromstoss ent stehen.
In dem angeführten Beispiel wird nun die eine Leitun- durch den Schalter unter broehen, während die andere direkt- in die Schweissmaschine im Transformator ge führt ist; es ist ohne weiteres möglich. beide Leitun Zen in der beschriebenen Weise zu unterbrechen.
Um das Optimum der Unterbrecherzahl_ ermitteln und icstlialten zu können. regelt in an die Unterbrechungsgeschwindigkeit des Schalters, bezw. das Verhältnis zwi schen der Unterbrechungszahl und Um- fangs-eschii%inclil-keit der Schweissrollen. also das Verhältnis zwischen der Unterbre- chiin!z#@szahl und der Vorschubgeschwindig- keit des Arbeitsstückes. Dieses Verhältnis kann man auf ein beliebiges Mass einstellen.
Eingebende Versuche haben nun gezeigt, (lass sich aus cler Verwendung eines der artig unterbrochenen, bezw. pulsierenden Wecliselstronies ein besonderer Vorteil er gibt, sobald das Verhältnis zwischen Strom dauer und Strompause richtig gewählt wird.
indem alsdann die Schtveissung mit etwa "-0 ,ö weniger Energie dui-cl)-efülirt werden kann als bei der mit nicht unterbrochenem Primärstrom vorgenommenen Schweissung. Hierbei ergibt sich eine gute Wirtschaftlich keit, wenn der Wechselstrom nicht. nur kurz unterbrochen wird. sondern eine Pause zii-i- schen zwei Schweissungen gemacht. wird.
deren Dauer mindestens ein Viertel der Dauer des Stromschlusses beträgt. Ein be sonders günstiges<B>\.-</B> t- S'erhältnis hat sieh bei spielsweise ergeben, wenn die Stromdauer ebenso gross oder annähernd so gross ist wi:@ clie Dauer der Strompause.
Bei diesem Ver- liältnis würde also die Maschine die Strom quelle dergestalt belasten. dass zwischen zwei Belastun,-en sich eine stromlose Pause ergibt, welclie-ebenso gross oder annähernd ebenso gross oder ein wenig ;zrössei- als die Belastungsdauer ist.
Dieser Umstand würde es aber ermöglichen, da.ss beispielsweisF zwei Schweissmaschinen derartig meclia- nisch oder elektrisch miteinander gekup pelt werden, dass ihre Arbeitsperioden ver setzt zueinander sind, so dass also die Ar- beitsperiode der einen Maschine mit der Arbeitspause der andern Maschine zwangs läufig zusammenfällt.
Die beiden Nlascliinen belasten also nicht gleichzeitil- die Strom cruelle, sondern ihre ArbeitsperioJen erzän- zen sich nur zu einer fast deichbleibenden Belastung, so da.ss es also möglich sein wird. an ein und dieselbe Stromduelle oder ein und denselben Transformator oder eine und dieselbe Leitung mehr Maschinen anzu schliessen, als es sonst. cler Fall wäre.
Die Speisung zweier derartig gekuppel- ter Maschinen kann zweckmässilz durch einen Wechselschalter geschehen. welcher wechselweise den beiden Maschinen Strom zuführt. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Maschinen in dieser Weise verbunden werden.
In der Fig. 2 ist die Anordnung eines solchen Wechselschalters in einem ein fachen Ausführungsbeispiel dargestellt, und ist die sich drehende Schaltscheibe eine ähnliche wie in Fig. 1, und ist die Kontakt- bürste 'i diametral gegenüber einer zwei tem Kontaktbürste <I>Ir</I> angeordnet, die eben falls auf dem Scheibenumfang schleift.
Die eine Leitung ist. nun direkt nach den beiden Schweissmaschinen geführt. während die andere 1_eitung mit der Kontaktbürste f ver bunden ist. Die Kontaktbürste cr ist mit der einen, die Kontaktbürste ia mit der andern Schweissmaschine verbunden.
Dreht sich nun die Scheibe e. so werden die beiden Kontaktbürsten g und fa durch die wechsel weise Berührung mit dem Kontaktstück (l mit der rirr der Kontaktbürste f angeschlos- seneir Leitung verbunden, und die beiden Schweissmaschinen erhalten also wechsel weise einen Stromstoss. Selbstverständlich können auch hier beide Leitungen abwech selnd geschlossen, bezw. unterbrochen wer den.
An Stelle von Rollenelektroden können selbstverständlich auch Puntelektroden zur Verwendung gelangen, wie Fig. 3 zeigt. Es ergeben sich hierbei die gleichen Vorteile wie bei Rollenelektroden.
Das Verfahren kann ausser für die Zu sammenschweissung von Gegenständen aus Eisen tim-,r. auch für solche aus Silber, Kup fer, Aluminium. Zink und Zinn, sowie die Legierungen dieser Metalle Verwendung finden. Bekanntlich konnten Bleche aus sol chen Metallen bisher nur dann zusammen geschweisst werden. bezw. konnte eine úte Wirtschaftlichkeit bei der Schweisseng er reicht werden, wenn der Elektrodendruck, also der Druck, womit die Schweisselektro den auf den Arbeitsstücken aufdrücken, nicht mehr als 30 kg beträgt. Das vorstehend beschriebene Verfahren gestattet es, solche Schweissengen an Gegenständen aus Silber.
Kupfer, Aluminium, Zink und Zinn, bezw. deren Legierungen auszuführen, ohne an einen bestimmten Elektrodendruck gebun den zu sein, was als einen wichtigen tech- nischeii I@ortsclu#itt bezeichnet werden muss, uni so mehr,
als die Wirtschaftlichkeit die ses neuen Verfahrens auch bei der Schwei- ssun@ der --mannten Metalle einen erheblich höhercii @VÜ#lcungsgra d zu erreichen gestat tet, als die bisher für diesen Zweck verwen- deten. mit einem Elektrodendruck von unter 30 kg zu-heitenden älteren Verfahren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zurr elektrischen Schweissen, unter ''erivendung eines Schweisstransfor mator. dadurch gekennzeichnet. dass man die P>#imär wichlung des Schweisstransfor- rnat.ors rnit cinein in schneller Folge unt.er- hi#oclienc#ri Wechselstrom speist.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet. dass zwischen zwei Stromsi.üsse#n eine Pause gemacht wird. deren Dauer mindestens ein Viertel der Dauer cles Stromstosses beträgt.\?. Verfahren nach Patentanspruch 1, und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net. (Iiiss die Stromdauer gleich oder an- nähernd gleich der Strompause gemacht wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass wenigstens zwei Scliweissniaschinen dergestalt betrieben werden. dass die Arbeitsperiode der einen Maschine mit. der Arbeitspause der an dern Maschine zusammenfällt und umge kehrt.PATENTANSPRUCH 1I: Vorriclitrrng zur Ausübunz des Verfah- rens nach Patentanspruch 1, gekennzeich net durch einen Schweisstransformator, in (;essen zu der Primärleitung führenden Zu- leitun'' ein rotierender Schalter angeordnet ist, welcher abwechselnd den Stromkreis sc#Iiliess+ und unterbricht. UNTERANSPRUCH: 4.Vorrichtung nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass der rotierende Schalter in einer Stromzuleitung ange ordnet ist, welche zu mehreren Schweiss- transformatoren führt, und der Schalter ein lioiital@tstiick und ein Isolationsstück aufweist, auf welchen je eine Schleif bürste schleift, von welchen beiden Schleifbürsten die eine mit dem einen Transformator, die andere mit dem an dern Transformator verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE87409X | 1918-09-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH87409A true CH87409A (de) | 1921-05-02 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH87409D CH87409A (de) | 1918-09-05 | 1920-03-15 | Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Schweissen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH87409A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748471C (de) * | 1936-07-09 | 1944-11-03 | Vorrichtung zum Steuern mehrerer absatzweise arbeitender, an die gleiche Speiseleitung angeschlossener elektrischer Widerstands-, insbesondere Punkt- oder Nahtschweissmaschinen |
-
1920
- 1920-03-15 CH CH87409D patent/CH87409A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748471C (de) * | 1936-07-09 | 1944-11-03 | Vorrichtung zum Steuern mehrerer absatzweise arbeitender, an die gleiche Speiseleitung angeschlossener elektrischer Widerstands-, insbesondere Punkt- oder Nahtschweissmaschinen |
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