CH79879A - Verfahren zur Isolierung eines hochwertigen Präparates aus Secale cornutum - Google Patents

Verfahren zur Isolierung eines hochwertigen Präparates aus Secale cornutum

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CH79879A
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P17/00Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms
    • C12P17/18Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms containing at least two hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system, e.g. rifamycin
    • C12P17/182Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system
    • C12P17/183Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system containing an indolo[4,3-F,G]quinoleine nucleus, e.g. compound containing the lysergic acid nucleus as well as the dimeric ergot nucleus
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Description


      Verfahren    zur     Isolieruueines    hochwertigen     Präparates    aus Seeale     coruutum.     n<B>en</B>    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren,     uin    die primär in Seeale       cornutuin        (1VIutterkorn)        vorhandenen    thera  peutisch wertvollen Alkaloide unter Anwen  dung milder chemischer Mittel in unversehrtem  Zustande und frei von fremden     Begleitstoffen     zu isolieren.  



  Das Verfahren     beruht    darauf, dass     inau     durch Zusatz von sauer wirkenden     Reagentien     zu dem Mutterkorn die wertvollen basischen  Stoffe in der Droge     gegenüber    Fettlösungs  mitteln fixiert,     der    Droge     herauf    durch Vor  extraktion mit einem     dieser        Fettlösungsmittel     zusammen mit dem fetten 01 noch andere  neutrale und auch saure     Stoffe    entzieht, das  so     vorgereinigte    Extraktionsgut alsdann in  einem dieser     hettlösungsinittel    suspendiert,

    worauf man durch Versetzen     finit    alkalisch  wirkenden     Stoffen    die Alkaloide in Freiheit  setzt und aus der Droge herauslöst.  



  Durch die     Vorbehandlung    des     Mutterkornes     mit sauer     reagierenden    wässerigen Lösungen,  zum Beispiel     finit        verdünnten    Säuren, wie  Schwefelsäure,     Salzsiiure,    Salpetersäure, Phos  phorsäure;

   ferner     Oxalsäure,        Weinsäure,        Ci-          tronensäure,    Ameisensäure. oder mit Lösungen    von sauer reagierenden Salzen, wie zum Bei  spiel     Aluininiuinsulfat,        Ferrosulfat,        Ferri-          chlorid,    Kupfersulfat, werden die Alkaloide  gegenüber einer     Reihe    organischer Lösungs  mittel von der unlöslichen Pflanzensubstanz  festgehalten.

   Man kann daher ausser den  bisher zur Entfettung des Seeale     cornutum          angewandten        Solventien    - wie     Petroläther     und Benzin -- auch andere Fettlösungsmittel,  wie zum Beispiel Äther, Benzol und Homo  loge, chlorierte     Kohlenwasserstoffe,    wie Chloro  form,     Tetrachloracetylen,        Tetrachlorkohlenstoff,     zur Entfettung der Droge verwenden.

   Ohne  vorheriges     Ansäuern    der Pflanzensubstanz  würden beim Behandeln mit dem Fettlösungs  mittel     zusainiiieii    mit dem fetten     0l,        Pliytosterin,     Farbstoff und den teilweise pharmakologisch  gefährlichen Pflanzensäuren auch die thera  peutisch wertvollen Basen extrahiert, was die  Isolierung der letzteren in unverändertem  Zustande     sehr        erschweren    oder gar verhindern  würde.

   Als alkalisch wirkende     Stoffe        kann     man der Suspension von     vorextrahierter    Droge  verdünnte, gelöste oder suspendierte     Alkalien,     wie . zum Beispiel Alkali- und     Erdalkali-          hydroxyd,        Ammoniak    oder     Magnesinmoxvd,         oder alkalische Salze, wie zum Beispiel     Alkali-          und        Erdalkalikarbonat    oder     -bicarbonat    oder       Dialkaliphosphat,    zusetzen.

   Die dadurch in  Freiheit     gesetzten    Alkaloide gehen dabei fast  frei von fremden Beimischungen in das Lö  sungsmittel über. Ein Zusatz von 1 bis 7  Prozent Alkohol zu dem     Lösungsmittel    be  schleunigt die Extraktion der Alkaloide, ohne  durch gleichzeitiges Herauslösen von     Begleit-          stoffen    die Isolierung des Präparates zu     stören.     Das unter     vermindertem    Drucke zur     Tröckne     eingeengte     Rohprodukt    wird mit einem niedrig  siedenden Petroleumkohlenwasserstoff, wie  zum Beispiel     Petroläther    oder Benzin, ver  rieben und aus Äther umkristallisiert.

      <I>Beispiel:</I>    2 kg     Mutterkorn    werden     durch    eine Mühle  in etwa 1     crnm    grosse Körnchen gebrochen  und mit einer     Lösung    von 60     gr    kristalli  sierter     Oxalsäure    in     einem    halben Liter lau  warmen) Wasser gründlich durchmischt. Man  setzt dann das Mahlen der feuchten Droge  bis zu grosser Feinheit fort und wirft sie in  Liter Äther.

   Nach mehrstündigem Stehen  unter zeitweiligem Rühren     saugt    man die       tieforangefarbene,    den Hauptteil des fetten  Öles und anderer neutraler und saurer     Stoffe     enthaltende Flüssigkeit auf der N     utsche    ab  und wischt im Laufe von zwei Stunden mit  noch etwa 3 bis 4 Litern Äther in Portionen  von einem halben Liter nach.     DIan    bewirkt  hierauf noch eine     vollständigere    Entfettung  durch eine folgende     Perkolation    mit 4 Litern  Äther.

   Nach     kurzem    Absaugen des     Äthers     von dem nun heller     gewordenen    Drogenmehl  suspendiert man es wiederum in Äther, dem       zweckmässig    etwa     5"/o        Äthylalkohot    zugefügt  werden und lässt unter kräftigem Umrühren  eine abgekühlte     Lösung    von 200 bis 220     gr.     kristallisiertem     Baryumbydroxyd    in     3,,'.4    Litern  Wasser langsam zufliessen, was zur Erzeu  gung einer gleichmässigen, schwach alkalischen  Reaktion genügt,

   ohne dass freies Alkali die  grösstenteils nun bereits in den alkoholhaltiges  Äther übergegangenen Alkaloide zu schädigen  imstande wäre. Nach etwa 2     Stunden-saugt     man den nur sehr schwach gelblich     gefärbten       ätherischen Extrakt auf der     Nutsche    ab.

   Eine  kleine Probe,     zurn        Beispiel    1     ccm,    zeigt nach  dem     Verjage     des Äthers und Aufnehmen  mit Eisessig bei der Verarbeitung guten  Mutterkornes die     Kellersche    Eisenchlorid  Reaktion sehr intensiv.

       ,Sie    wird bei dem  nun folgenden Nachwaschen mit im ganzen  noch etwa 4 Litern Lösungsmittel, die man  im Laufe von 2 bis 3 Stunden in Portionen  von einem halben Liter langsam durch die  Schicht auf die     Nutsche    saugt, bald     schwächer     und ist schliesslich nur noch an     grösseren     Proben deutlich     wahrzunehmen.    Der ätherische       Alkaloidextrakt    wird sofort auf etwa 1/ 2 bis  Liter eingedampft und nach Dekantieren  von     alkaloidfreien    Ausscheidungen im Vakuum  unterhalb 30" zur Trockne verdampft.

       Zur          Entfernung    von geringen Fett- und     Phyto-          sterinbeimischungen    wird der hellgelbe     Rück-          stand    mit einem halben Liter     Petroläther     oder Benzin behandelt und nach dem Ab  filtrieren der im Vakuum getrocknete Rück  stand der Rohalkaloide mit Äther, der sich  nur wenig gelblich anfärbt, aufgenommen.  Nach dem Einengen auf etwa     ',.'I    Liter scheiden  sich die Basen in reisweissen     Kristalldrusen     mit einem Stickstoffgehalt von 11     i/2    bis 12     "/o     aus.

   Die letzten Ausscheidungen, die beim  Eindampfen auf ein sehr kleines Volumen  erfolgen, bestehen aus gelblichen Kügelchen       mit        geringerem        Stickstoffgehalt        (5)r/2        bis        10%);     durch     Umkristallisieren    aus Äther     können     auch daraus reisweisse     Fraktionen    mit     111;'2     bis     12"/,)        Stickstoffgehalt    gewonnen werden.

    Sämtliche     Ausscheidungen    sind charakterisiert  durch die sogenannte     Kellersche        Eisenchlorid-          Reaktion:        (Teringe    Bruchteile eines     \lilli-          grammes    geben in Eisessig aufgelöst und mit  einer Spur     Ferrichloridlösung    versetzt beim  Unterschichten mit konzentrierter Schwefel  säure     über    der letzteren eine violette bis  blaue Zone.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Isolierung eines hochwer tigen Präparates aus Seeale cornutum, da durch gekennzeichnet, dass man in der Droge durch Zusatz von sauer wirkenden Reagentien die wertollen basischen Stoffe gegenüber Fettlösungsmitteln fixiert, worauf man der Droge durch Vorextraktion finit einem dieser Fettlösungsmittel zusammen mit dem fetten 01 noch andere neutrale und auch saure Stoffe entzieht,
    dann das so vorgereinigte Extraktionsgut in einem derselben Fett lösungsmittel suspendiert und hierauf durch Versetzen mit alkalisch wirkenden Stoffen die Alkaloide in Freiheit setzt und aus dem Drogenpulver herauslöst.
    Der so gewonnene dlkaloidhaltige Extrakt von hoher Reinheit wird unter vermindertem Druck eingedampft, der Trockenrückstand mit einem niedrig siedenden Petroleumkohlenwasserstoff ver rieben und aus Äther umkristallisiert, wobei ein Alkaloidpräparat erhalten wird, das die Kellersche Eisenchlorid-Reaktion zeigt und 11'/z bis 12'/o Stickstoff enthält.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Fettlösungs mittel zum raschen Herauslösen der in Frei heit gesetzten Alkaloide 1 bis ! Prozent Alkohol zusetzt.
CH79879A 1919-03-10 1918-04-09 Verfahren zur Isolierung eines hochwertigen Präparates aus Secale cornutum CH79879A (de)

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