CH698779B1 - Massagegerät. - Google Patents
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Abstract
Ein Massagegerät (1) mit einem Stiel (2) und einem Massageblock (3) hat bei einem ersten Ende (2a) des Stiels (2) einen ersten Haltebereich (4). Der Massageblock (3) befindet sich beim zweiten Ende (2b) des Stiels. Am zweiten Ende (2b) des Stiels (2) schliesst eine flexible Verlängerung (5) an den Stiel (2) an, die am freien Ende einen zweiten Haltebereich (6) umfasst. Für eine Rückenmassage wird eine Person das Massagegerät (1) mit einer Hand beim ersten und mit der anderen Hand beim zweiten Haltebereich halten. Die flexible Verlängerung kann sowohl in Richtung der Stielachse als auch unter einem Winkel dazu vom zweiten Ende (2b) des Stiels wegführen.
Description
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Massagegeräte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. [0002] Zum Massieren des Körpers sind verschiedene Bürsten bekannt. Die Patentschrift US 6 221 034 zeigt beispielsweise eine Bürste mit einem gebogenen Stil, einem speziellen Griff und einem Borstenbereich am vom Griff abgewandten Stielende. Die Form des Stils und des Griffs sollen es einer Person erlauben, Teile ihres unteren und ihres oberen Rückenbereiches besser erreichen zu können. Selbst wenn es von der Bürste her möglich ist, diese Stellen zu erreichen, so fällt es doch vielen Personen schwer, den Bürstenkörper gezielt und mit der gewünschten Presskraft über diese Stellen zu bewegen. [0003] Nebst den Bürsten werden zum Massieren des Rückens auch Bänder mit Massageelementen eingesetzt. Aus der DE 10 301 466 A1 ist ein Band bekannt, das an beiden freien Enden einen Griff und im mittleren Bereich zwischen den Griffen eine noppenartige Struktur mit Massagewirkung aufweist. Für eine Massage des Rückens wird das Band über die Schulter gelegt und mit beiden Händen alternierend bewegt. Das Band erstreckt sich entlang der kürzesten Verbindung zwischen den Händen, von denen es bewegt wird. Es ist schwierig, alle Bereiche des Rückens mit der gewünschten Presskraft zu bearbeiten. Die Hände müssten mit schwierigen Armausrichtungen koordiniert bewegt werden. Zudem ist das Band für Armmassagen nicht geeignet, weil dann ja nur ein Griff gehalten werden könnte. [0004] Aus der DE 20 2005 009 768 U1 ist eine Duschbürste bekannt, die ein Band und einen Teleskopstiel umfasst, wobei an einem Schlauch ein Träger mit Borstenbestückung befestigt ist. Am Träger ist ein Teleskopstiel befestigt, dessen Längsachse senkrecht zur Schlauchachse ausgerichtet ist. Auch im eingeschobenen Zustand des Stiels steht dieser vom Träger vor. Bei der Verwendung als Band ist der Stiel störend. Wenn der Teleskopstiel mit dem Träger als Bürste mit Stiel verwendet wird, so stört der Schlauch. [0005] Auf dem Markt gibt es Massagehandschuhe aus Luffa und Massagebänder mit Luffa. Luffa Esponjilla ist eine Kürbisfrucht, die in Tropenregionen wächst und gurkenförmig bis über einen Meter lang wird. Das Luffa-Netzgewebe wird nach der Trocknung als natürliches Massagematerial eingesetzt. Das schwammartige Luffa-Material hält lange und trocknet schnell, ohne zu schimmeln. Daher ist es gut geeignet für Duschmassagen oder Bademassagen. Das Luffa-Material kann auch bei 60[deg.]C in der Waschmaschine gewaschen werden. Es ist zudem gut entsorgbar, weil es kompostierbar ist. [0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Massagegerät zu finden, das einfach aufgebaut und für die Massage des ganzen Körpers optimal anwendbar ist. [0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beschreiben alternative bzw. vorteilhafte Ausführungsformen. [0008] Bei der erfindungsgemässen Lösung hat ein Stiel an einem ersten Ende einen ersten Haltebereich. Am zweiten Ende des Stiels, bei welchem Ende ein Massageblock angeordnet ist, schliesst eine flexible Verlängerung an den Stiel an. Die flexible Verlängerung umfasst am freien Ende einen zweiten Haltebereich. Eine Person kann nun das Massagegerät mit einer Hand beim ersten und mit der anderen Hand beim zweiten Haltebereich halten. Die flexible Verlängerung kann sowohl in Richtung der Stielachse als auch unter einem Winkel dazu vom zweiten Ende des Stiels wegführen. Dadurch wird es bei einer Rückenmassage möglich, dass der Massageblock sowohl auf der kürzesten Verbindung zwischen den beiden Haltebereichen als auch seitlich davon liegt. Mit der Hand am Stiel kann die Ausrichtung des Stiels verstellt und ein Anteil der Anpresskraft bereitgestellt werden. Mit der Hand an der flexiblen Verlängerung kann eine zusätzliche Anpress- und Führungskraft erzielt werden. [0009] Mit dem einfach aufgebauten Massagegerät ist eine Massage des ganzen Körpers auch für ältere Personen optimal durchführbar. Am Rücken erhöht die flexible Verlängerung die erzielbare Anpress- und Führungskraft. Bei einer Massage eines Beines gibt das Halten der flexiblen Verlängerung eine zweite Referenz, welche die Führungsgenauigkeit erhöht. Bei einer Massage eines Armes kann auf das Halten der flexiblen Verlängerung verzichtet werden. [0010] Die Zeichnungen erläutern das erfindungsgemässe Massagegerät anhand eines Ausführungsbeispieles. Dabei zeigt <tb>Fig. 1<sep>eine perspektivische Darstellung einer Rückenmassage und <tb>Fig. 2<sep>eine perspektivische Darstellung des Massagegerätes. [0011] Fig. 1 zeigt eine Person, welche ein Massagegerät gemäss Fig. 2am Rücken einsetzt. Der Stiel 2 des Massagegerätes 1 wird mit der einen Hand bei einem ersten Haltebereich 4 am ersten Ende 2a des Stiels 2 gehalten. Mit dieser Hand kann die gewünschte Ausrichtung des Stiels 2 und die Lage eines Massageblockes 3 am Rücken gewählt werden. Der Massageblock 3 ist beim zweiten Ende 2b des Stiels 2 am Stiel 2 befestigt. Damit das zweite Ende 2b des Stiels 2 bei der Massage nicht mit dem Körper in Kontakt kommen kann, steht der Massageblock 3 vorzugsweise etwas (mindestens ca. 2 cm) über das Stielende vor. [0012] Am zweiten Ende 2b des Stiels 2 schliesst auch eine flexible Verlängerung 5 an den Stiel 2 an, die am freien Ende einen zweiten Haltebereich 6 umfasst. Mit der anderen Hand wird die flexible Verlängerung 5, vorzugsweise beim zweiten Haltebereich 6, gehalten. [0013] Die Zugkraft, die über die flexible Verlängerung 5 auf das zweite Ende 2b des Stiels 2 übertragen wird, drückt den Massageblock 3 an den Rücken. Die Anpresskraft kann erhöht werden, indem die Hand beim zweiten Haltebereich 2b vom Rücken nach vorne bewegt wird. Auch wenn die Ausrichtung des Stiels 2 und damit die Lage des Massageblockes 3 verstellt wird, kann über die flexible Verlängerung 5 die Anpresskraft erhöht werden. Die Bewegung des Massageblocks 3 nach unten kann ebenfalls durch Ziehen an der flexiblen Verlängerung unterstützt werden. Das Anpressen und Ziehen ist auch möglich, wenn der Massageblock 3 seitlich von der kürzesten Verbindung zwischen den beiden Haltebereichen 4 und 6 liegt. [0014] Wenn das Massagegerät 1 lediglich am ersten Haltebereich 4 gehalten wird, so kann es wie eine bekannte Massagebürste eingesetzt werden. Damit die flexible Verlängerung 5 nicht stört, kann diese beispielsweise etwas um den Massageblock 3 und den Stiel 2 gewickelt werden. In der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist der zweite Haltebereich 6 als festes Stab- oder Hülsenelement ausgebildet und am ersten Ende 2a des Stiels 2 ist eine Hülse angeordnet, in welche der zweite Haltebereich 6 zumindest teilweise einsteckbar ist. Der zweite Haltebereich 6 kann somit mit dem ersten Ende 2a des Stiels 2 lösbar verbunden werden. [0015] Der Massageblock 3 ist vorzugsweise aus getrocknetem Material einer Luffa-Gurke gebildet, wobei das Material der Luffa-Gurke rund um den Stiel angeordnet und vorzugsweise mit einem Heissleim befestigt ist. Das Luffa-Material des Massageblocks 3 hat in Richtung der Stielachse eine Ausdehnung im Bereich von 12 bis 20 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 16 cm, und einen mittleren Durchmesser im Bereich von 6 bis 14 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 9 cm. [0016] Der Stiel 2 hat zusammen mit dem Massageblock 3 in Richtung der Stielachse eine Ausdehnung im Bereich von 35 bis 60 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 45 cm. Die flexible Verlängerung 5 ist etwas länger als der Stiel 2 und ihre Länge liegt im Bereich von 50 bis 80 cm, vorzugsweise bei im Wesentlichen 60 cm. Die Länge wird vorzugsweise an die Armlänge der benutzenden Person angepasst. [0017] Die flexible Verlängerung 5 wird vorzugsweise von einer Schnur gebildet, die am zweiten Ende 2b des Stiels 2 befestigt ist. Wenn eine Schnur aus Kunststoff verwendet wird, so ist ein schnelles Trocknen gewährleistet. Anstelle einer Schnur könnte auch ein Band eingesetzt werden. Es ist auch möglich, dass ein zumindest teilweise hohler Stiel 2 verwendet wird, wobei die flexible Verlängerung im Hohlraum des Stiels verstaut werden kann. [0018] Es versteht sich von selbst, dass der Massageblock 3 ein beliebiges Massagematerial umfassen kann, wobei das gut trocknende Luffa-Material besonders vorteilhaft ist.
Claims (8)
1. Massagegerät (1) mit einem Stiel (2) und einem Massageblock (3), wobei bei einem ersten Ende (2a) des Stiels (2) ein erster Haltebereich (4) ausgebildet ist und der Massageblock (3) beim zweiten Ende (2b) des Stiels (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Ende (2b) des Stiels (2) eine flexible Verlängerung (5) anschliesst, die am freien Ende einen zweiten Haltebereich (6) umfasst, so dass eine Person das Massagegerät (1) mit einer Hand beim ersten und mit der anderen Hand beim zweiten Haltebereich halten kann, wobei die flexible Verlängerung sowohl in Richtung der Stielachse als auch unter einem Winkel dazu vom zweiten Ende (2b) des Stiels weg ausgerichtet werden kann.
2. Massagegerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Verlängerung (5) von einer Schnur, vorzugsweise aus Kunststoff, gebildet wird, die am zweiten Ende (2b) des Stiels (2) befestigt ist.
3. Massagegerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Verlängerung (5) etwas länger ist als der Stiel (2) und ihre Länge im Bereich von 50 bis 80 cm, vorzugsweise bei im Wesentlichen 60 cm, liegt.
4. Massagegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Haltebereich (6) als festes Stab- oder Hülsenelement ausgebildet ist.
5. Massagegerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Haltebereich (6) mit dem ersten Ende (2a) des Stiels (2) lösbar zu verbinden ist, vorzugsweise indem am ersten Ende (2a) des Stiels (2) eine Hülse angeordnet ist, in welche der zweite Haltebereich (6) zumindest teilweise einsteckbar ist.
6. Massagegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Massageblock (3) aus getrocknetem Material einer Luffa-Gurke gebildet ist, wobei das Material der Luffa-Gurke rund um den Stiel angeordnet ist.
7. Massagegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Massageblock (3) in Richtung der Stielachse eine Ausdehnung im Bereich von 12 bis 20 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 16 cm, und einen mittleren Durchmesser im Bereich von 6 bis 14 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 9 cm, aufweist.
8. Massagegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiel (2) zusammen mit dem Massageblock (3) in Richtung der Stielachse eine Ausdehnung im Bereich von 35 bis 60 cm, vorzugsweise von im Wesentlichen 45 cm, aufweist.
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