CH669366A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein stapelbares Langzeitlagerfass nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei der Langzeitlagerung von stapelbaren Fässern mit z. B. radioaktivem Abfall als Inhalt treten eine Reihe von Problemen auf, die zur Einschränkung der Eignung von vielen Fasstypen für diese Zwecke führt. Zunächst unterliegen diese Fässer bezüglich ihres für sehr lange Zeit notwendigen Korrosionsschutzes extremen Anforderungen, d. h. sie müssen mit einer sehr hochwertigen Lackierung versehen werden. Darüber hinaus sind jedoch die Fässer beim Füllen und bei der Handhabung im allgemeinem einem sehr rauhen Betrieb ausgesetzt, d. h. die hochwertige Oberfläche ist ständig in Gefahr, beschädigt zu werden. Die Anforderungen auf hochwertigen Korrosionsschutz bei gleichzeitiger Schlag- und Stossunempfindlichkeit stehen praktisch einander entgegen.
Die Erfindung hat daher zur Aufgabe, ein stapelbares Lagerfass für schädliche Stoffe, vorzugsweise für radioaktive Abfälle nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, welches eine besonders gute Langzeitbeständigkeit unter folgenden Bedingungen aufweist:
1. Bestmöglicher äusserer und innerer Korrosionsschutz;
2. Wahrung dieses Korrosionsschutzes unter allen Betriebsbedingungen, vor allem bei sehr rauhem Umgang mit dem Fass während des Füllvorganges, des Transportes und der Einlagerung;
3. Wahrung des Korrosionsschutzes auch nach kleineren Stürzen des Fasses auf den Bodenrand im Störfall.
Zur Lösung dieser Aufgabe in besonders vorteilhafter Weise schlägt nun die Erfindung die Merkmale vor, die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 von e) bis i) aufgeführt sind. Ein weiteres, vorteilhaftes Merkmal ist im Kennzeichen des Patentanspruches 2 unter j) aufgeführt.
Ein derartig in vorteilhafter Weise ausgebildetes Fass weist eine 5 besonders gute Eignung für die Langzeitzwischen- oder Endlagerung radioaktiver Abfälle auf. Die Langzeitbeständigkeit begründet sich vor allem auf die bestmögliche Erhaltung der als Korrosionsschutz dienende Lackierung unter erschwerten, d. h. sehr rauhen Betriebsbedingungen durch die besondere Formdichtung und die Innen-10 einlage sowie auf die Formgebung am Aussenrand des Bodens, die einen Korrosionsangriff durch am Fass verbleibende Feuchtigkeit weigehendst verhindert. Das Fass berührende Flüssigkeiten können sehr gut ablaufen, d. h. Regenwasser kann nirgends stehen bleiben und den Korrosionsangriff fördern. Der Bodenrand mit der Form-15 dichtung kann auch als Fallschutz bei Stürzen aus geringen Höhen auf den Bodenrand dienen, wobei die Lackierung ebenfalls erhalten bleibt.
Einzelheiten der vorliegenden Erfindung werden im folgenden anhand der Figur näher erläutert:
20 In der Figur sind Einzelheiten des Lagerfasses schematisch dargestellt. Dabei ist gezeigt, wie zwei identisch gleiche Fässer 1 und 2 zur Langzeitlagerung übereinander gestapelt sind. Das unten dargestellte Fass ist mit einem Deckel 3 verschlossen. Der Verschluss erfolgt durch Verschrauben des Deckelflansches 4 mit dem Fass-25 flansch 5 mittels der Schrauben 6. Zwischen den Flanschen 4 und 5 ist eine Dichtung 7 eingelegt. Die Wandung der Fässer 1, 2 ist mit dem Fassflansch 5, der Fassdeckel 3 an die Oberkante des Deckelflansches 4 angeschweisst. Um die Aussenkante 23 des Deckelflansches 4 ist ein Stossschutzring 24 mit L-förmigem Querschnitt ange-30 bracht, der angeklebt oder zusammen mit der Dichtung 7 zwischen den Flanschen 4 und 5 eingespannt sein kann. Der Ring 24 kann jedoch auch um den Fassflansch 5 gezogen sein.
Der Deckel 3 ist nach oben hochgekröpft und besitzt einen nach aussen gewölbten bzw. ausgezogenen Rand 8, der zum Greifen des 35 Deckels 3 bzw. des ganzen Fasses 1 dient. Der Rand 8 bildet gleichzeitig auch eine Art Knautschzone bei Stürzen des Fasses auf den Deckelrand. An der Oberseite besitzt der Deckel 3 eine leicht nach oben bzw. aussen gewölbte Form. Die Auswölbung 9, die sich übergangslos vom Auslauf des Randes 8 her erstreckt, sorgt dafür, dass 40 sich keine Feuchtigkeit auf dem Deckel 3 sammeln kann, die langfristig einen besonderen Korrosionsangriff darstellen würde.
Der Fassboden ist am unteren Ende der Fasswand an diese angeschweisst, in der Figur am oberen Fass 2 dargestellt. Der Fassboden 10 ist insgesamt nach innen gekröpft, wobei das Gesamtmass der 45 Kröpfung des Deckels 3 grösser als das des Bodens 10 ist. Dieser Boden 10 ist seiner Mitte zu nach innen gewölbt, wobei die Bodenwölbung 11 dem Fassinnenraum zu stärker gekrümmt ist, als die nach aussen weisende Auswölbung 9 des Deckels 3, damit Boden 10 und Deckel 3 beim Stapeln nicht dicht aufeinander aufliegen 50 können.
Der über die Fasswand hinausragende Bodenrand 12 ist zunächst vom Boden 10 weg nach unten gekrümmt und dann wieder nach oben bzw. zum Fass 2 hin hochgebogen, so dass ein runder Übergang und eine Art Rinne entsteht. Es werden dadurch eine 55 äussere Rollkante 13 und eine Bodenkante 14 gebildet. An der Bodenkante 14 ist der Bodenrand 12 mittels Bohrungen 15 durchbohrt, um im Bodenrand 12 sich sammelnde Feuchtigkeit abfliessen lassen zu können. Dabei sind die Übergänge von der Wand des Fasses zum Bodenrand 12 besonders weich und fliessend ausgebildet, um keine 60 Ecken und Spalten zu bilden, die den Korrosionsangriff fördern könnten. Alle Flächen, sowohl des Fasses 1,2 als auch des Fassdek-kels 3 sind mit einer hochwertigen Beschichtung versehen, die in mehreren Stufen aufgetragen ist.
Um den Bodenrand 12 herum, die Rollkanten 13 und die Boden-65 kante 14 abdeckend, ist eine etwa kreisringförmige Formdichtung 16 gelegt, die mit ihrem Aussenrand die Rollkante 13 bis nach innen umschliesst. Dadurch kann der Wulst der Formdichtung 16 an dem Aussenrand 17 beim Rollen des Fasses auf den Rollkanten 13 nicht
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mehr beschädigt werden. Der Innenrand 18 der Formdichtung 16 liegt am Boden 10 bis knapp an den Beginn der Bodenwölbung 11 in Richtung Mitte hin an und deckt die Berührungsstelle 19 zwischen den aufeinander gestapelten Fässern 1 und 2 ab. Die Formdichtung 16 ist dabei aus Gummi und im Bereich der Bodenkante 14 unter 5 den Bohrungen 15 ebenfalls gelocht.
In das Fass 1, 2 ist eine zusätzliche Einlage 20 von zylindrischer
Form eingebracht. Die Einlage 20 besteht aus einem zu unterst auf die Bodenwölbung 11 des Fassbodens 10 innen aufgelegten Bodenteil 21, auf welchen ein zylindrisches Wandteil 22 aufgesetzt ist. Der Spalt 25 zwischen beiden ist ausgegossen. Die Einlage 20 besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, wobei der zylindrische Wandteil 22 aus einer an sich ebenen Platte gebildet wird, die, eingelegt in das Fass, sich von allein an die Innenwand schmiegt.
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1 Blatt Zeichnung
Claims (2)
1. Stapelbares Langzeitlagerfass für schädliche Stoffe, vorzugsweise für zur Zwischen- oder Endlagerung bestimmte radioaktive Abfälle mit den folgenden Merkmalen:
a) der Deckel ist aus- der Boden eingekröpft,
b) die Deckelkröpfung ist höher als die Bodenkröpfung, beide Kröpfungen liegen beim Stapeln ineinander,
c) die Deckelkröpfung weist zum Greifen des Fasses einen nach aussen gezogen Rand auf,
d) der Bodenrand sowie die Aussenkanten der Verschlussflansche für den Deckel weisen grösseren Durchmesser als der Fasskörper auf und sind somit als Rollkanten ausgebildet,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
e) der Bodenrand (12) ist vom Boden (10) weggekrümmt und dann zum Fass (2) nach oben hin in rundem Übergang gebogen, wobei an der Bodenkante (14) Abflussbohrungen (15) vorhanden sind,
f) um den Bodenrand (12) ist, Bodenkante (14) und Rollkante (13) überdeckend, eine Formdichtung (16) gezogen, die mit ihrem Aussenrand (17) die Rollkante (13) umschliesst und deren Innenrand (18) den Boden (10) zur Mitte hin bis über die Berührungsstelle (19) zwischen zwei aufeinandergestellten Fässern (1, 2) abdeckt,
g) an der Stelle der Abflussbohrungen (15) ist die Formdichtung (16) ebenfalls gelocht,
h) der Boden (10) weist seiner Mitte zu eine Bodenwölbung (11) nach innen auf, deren Krümmung stärker ist als die nach aussen gerichtete Auswölbung (9) des Fassdeckels (3),
i) in den Innenraum des Fasses (1, 2) ist eine zylindrische Einlage (20) aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingelegt, deren Bodenteil (21) auf der Bodenwölbung (11) aufliegt und deren Wandteil (22) sich von allein eng an die Wand schmiegt, wobei der Spalt (25) zwischen beiden ausgegossen ist.
2. Langzeitlagerfass nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das weitere Merkmal:
j) um die Aussenkante (23) des Deckelflansches (4) ist ein Stoss-schutzring (24) mit L-förmigem Querschnitt angebracht.
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