CH650931A5 - Extrakt von zedrach borken mit geschwulsthemmender wirkung und verfahren zu dessen herstellung. - Google Patents

Extrakt von zedrach borken mit geschwulsthemmender wirkung und verfahren zu dessen herstellung. Download PDF

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CH650931A5
CH650931A5 CH5360/81A CH536081A CH650931A5 CH 650931 A5 CH650931 A5 CH 650931A5 CH 5360/81 A CH5360/81 A CH 5360/81A CH 536081 A CH536081 A CH 536081A CH 650931 A5 CH650931 A5 CH 650931A5
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hot water
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CH5360/81A
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Masaki Shimizu
Tadashi Sudo
Takeo Nomura
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Terumo Corp
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    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/58Meliaceae (Chinaberry or Mahogany family), e.g. Azadirachta (neem)

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Description

io Die vorliegende Erfindung betrifft einen Extrakt von Zedrach Borken mit geschwulsthemmender Wirkung, nämlich einer antineoplastischen Wirkung. Die erfindungsgemässen Extrakte können als Mittel zur Tumorbekämpfung eingesetzt werden.
15 Sie werden aus der Rinde des Zedrach, der die lateinische Bezeichnung Melia azadirachte trägt, hergestellt.
Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Extrakte von Zedrach Borke.
20 Es hat sich aufgrund ausgedehnter pharmakologischer Untersuchungen gezeigt, dass man durch bestimmte Vorextraktionsbehandlungen und eine anschliessende Extraktion mit heissem Wasser aus der Zedrach Borke einen Extrakt herstellen kann, der die Wirksubstanzen enthält, die das 25 Wachstum von Neoplasmen unterdrücken und insbesondere das Wachstum von bösartigen Tumoren.
Nach dem Stand der Technik war es bisher bekannt, dass die Zedrach Extrakte verschiedene pharmakologisch wirksame Bestandteile enthalten. Tatsächlich wurden bisher Ver-30 fahrensweisen zur Herstellung von Kosmetika für die Haut aus der Borke, den Blättern, den Blüten, den Früchten, den Ästen, der Wurzelepidermis oder dem Harz von Zedrach beschrieben, indem man diese Materialien mit Wasser oder einem hydrophilen Lösungsmittel extrahiert oder die genann-35 ten Materialien fein pulverisiert (siehe dazu die Japanischen Patentschriften Nr. 28 853/77,28 854/77 und 10 125/78). Weiterhin wurde ein Verfahren beschrieben, um aus derartigen Zedrach-Materialien Inhaltsstoffe zu isolieren, welche die Aktivität des Gastrointestinaltraktes und der Leberfunk-40 tion verbessern, indem man die genannten Materialien mit einem hydrophilen Lösungsmittel und/oder heissem Wasser extrahiert (siehe dazu die Japanische Patentschrift Nr. 10 124/78). Schliesslich wird auch eine Methode beschrieben, um aus derartigen Materialien Inhaltsstoffe herzustellen, 45 welche wirksam sind bei der Therapie von dermatologischen und rheumatischen Erkrankungen, indem man die genannten Materialien mit einem hydrophoben Lösungsmittel extrahiert (siehe dazu die Japanische Patentschrift Nr. 13 689/ 78).
so Es zeigte sich jetzt überraschenderweise, dass man durch die Anwendung spezieller Extraktionsverfahren neuartige Extrakte von Zedrach Borke herstellen kann, die eine anti-nebplastische Aktivität besitzen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Ex-55 trakt von Zedrach Borke, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er eine geschwulsthemmende Wirkung besitzt und dass er ein braunes Pulver ist, welches ein Molekulargewicht von 50 000 oder höher aufweist und im Infrarot-Absorptions-
KBr spektrum Absorptionspeaks v max bei etwa 3400 cm-1,
etwa 1620 cm-1 und etwa 1020 cm-1 aufweist und dass er, aufgelöst in Wasser, ein Ultraviolettabsorptionsmaximum bei etwa 274 nm aufweist.
Die erfindungsgemässen Extrakte mit geschwulsthem-65 mender Wirkung enthalten im allgemeinen ferner Zucker in Form von löslicher Stärke.
Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Extrakte.
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Die nach dem Stande der Technik bekannten Verfahren zur Herstellung von Extrakten aus Pflanzenteilen des Zedrach unterscheiden sich nämlich von dem erfindungsgemässen Verfahren zur Herstellung des Extraktes mit antineopla-stischer Wirkung aus der Borke von Zedrach dahingehend, dass bei den bisher bekannten Extraktionsverfahren keine Vorbehandlung oder Vorextraktion durchgeführt wurde, sondern eine direkte Extraktion der Pflanzenbestandteile erfolgte.
Es zeigte sich jetzt überraschenderweise, dass man die erfindungsgemässen Extrakte aus Zedrach Borken mit geschwulsthemmender Wirkung herstellen kann, indem man eine Heisswasserextraktion durchführt, wenn man vor dieser Heisswasserextraktion noch eine Vorextraktion mit Wasser bei einer Temperatur von 0-40 °C durchführt und gegebenenfalls sogar vor dieser Vorextraktion noch Extraktionen mit bestimmten organischen Lösungsmitteln durchführt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Extrakte von Zedrach Borke, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man den Extrakt mit geschwulsthemmender Wirkung herstellt, indem man die Borke von Zedrach, mit der lateinischen Bezeichnung Melia azadirachta, mit Wasser einer Temperatur von 0-40 °C vorextrahiert und dann den Rückstand aus der genannten Vorextraktionsbehandlung mit heissem Wasser extrahiert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart dieses Verfahrens wird der Extrakt, der nach der Extraktion mit dem heissen Wasser erhalten wurde, mit Hilfe einer Alkoholaus-fallung oder einer Dialyse gereinigt. Dabei kann die Alko-holausfallung vorteilhafterweise durch Anwendung von Ethanol bewirkt werden. Beispielsweise kann diese Alkohol-ausfallung durch Zugabe einer Ethanolmenge bewirkt werden, welche zu einer Alkoholkonzentration von 80% führt.
Wenn man den Extrakt, der nach der Extraktion mit dem heissen Wasser erhalten wurde, einer weiteren Reinigung durch Dialyse unterwirft, dann kann diese Dialyse unter Verwendung eines Diaphragmas durchgeführt werden, welches eine Molekulargewichts-Ausschlussgrenze von 50 000 oder weniger aufweist. Ein geeignetes Diaphragma ist beispielsweise die Membrane Spectra Por 6, die ein Produkt der Spectrum Medicai Industries Co. ist.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein weiteres Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Extrakte von Zedrach Borke, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man den Extrakt mit geschwulsthemmender Wirkung herstellt, indem man die Borke von Zedrach nacheinander mit einem polaren, organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 15-35 und anschliessend mit Wasser von einer Temperatur von 0-40 °C vorextrahiert und den Rückstand aus dieser Vorextraktionsbehandlung der Extraktion mit heissem Wasser unterwirft und den genannten Extrakt mittels Alkoholausfällung oder Dialyse reinigt.
Bei diesem zuletzt genannten Verfahren ist das bei der Vorextraktion verwendete polare, organische Lösungsmittel vorzugsweise ein Alkohol. Sehr bevorzugte Alkohole sind dabei Methanol oder Ethanol.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein weiteres Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Extrakte von Zedrach Borke, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man den erfindungsgemässen Extrakt mit geschwulsthemmender Wirkung herstellt, indem man nacheinander die Borke von Zedrach mit einem unpolaren, organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 10 oder weniger und sodann mit einem polaren organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 15-35 und schliesslich mit Wasser einer Temperatur von 0-40 °C
vorextrahiert und den aus der Vorextraktionsbehandlung gewonnenen Rückstand anschliessend einer Extraktion mit heissem Wasser unterwirft und den dabei gewonnenen Extrakt mittels Alkoholausfällung oder Dialyse reinigt.
Bei diesem Verfahren kann das bei der Vorextraktionsbehandlung eingesetzte unpolare organische Lösungsmittel beispielsweise Benzol sein.
Wie in der Folge noch näher erläutert wird, zeigen die nach den erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Heiss-wasserextrakte der Zedrach Rinde, bzw. der oben beschriebene erfindungsgemässe Zedrach Extrakt, sowohl eine Anti-tumorwirksamkeit bei befruchteten Seeigeleiern, als auch eine wachstumsverhindernde Wirkung gegenüber dem Mäusesarkom 180 -Aszites und festen Tumoren und Mäuse-L-5178Y-Zellen.
In der Folge werden die erfindungsgemässen Verfahren zur Herstellung von Heisswasserextrakten aus Zedrach Borke näher erläutert:
Der Zedrach (Margos) ist ein grosser, 10 Meter oder höherer Baum, der in den Tropen heimisch ist und dessen botanischer Name Melia azadirachta lautet. Seine Borke wird bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung angewandt. Die Borke wird vorzugsweise in getrockneter und fein verteilter Form für die erfindungsgemässe Verwendung eingesetzt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Zedrach Borke vor der Extraktion der aktiven Bestandteile zuerst mit Wasser bei einer Temperatur von 0-40 °C vorbehandelt. Die Vorbehandlung vor der Extraktion wird während mehreren Stunden bis zu einem einem Tag in üblicher Weise ausgeführt. Sodann wird der Rückstand, der nach der genannten Vorbehandlung zurückbleibt, mit heissem Wasser behandelt, um die aktiven Bestandteile zu extrahieren. Dieser Schritt wird entweder durch Zugabe von heissem Wasser zur Zedrach Borke oder durch Zugabe von Wasser zur Zedrach Borke und anschliessendem Erhitzen der Mischung zum Sieden bewerkstelligt. Die Erhitzung kann ausgeführt werden, indem man in einem kochenden Wasserbad arbeitet oder durch direkte Erwärmung. Die Dauer der Extraktionszeit liegt üblicherweise zwischen einer und 48 Stunden. Jedoch wird die Extraktionszeit geeignet festgelegt, abhängig von der Qualität des Materiales und anderen Bedingungen. Nach Vollständigkeit der Extraktion wird die Extraktionsmi-schung filtriert, um den Extrakt zu erhalten. Wenn man den Extrakt zur Trockenen eindampft, gefriertrocknet, mit einem Sprühtrockner oder ähnlichem vom Wasser befreit,
wird der erfindungsgemässe Heisswasserextrakt der Zedrach Borke in Form eines weissen Pulvers erhalten.
Während der so erhaltene Zedrach Borken-Extrakt für die Therapie bösartiger Neoplasmen eingesetzt werden kann, wie er als solcher anfällt, kann er auch gereinigt werden und zwar mittels Ausfällung mit einem Alkohol oder mittels einer permeablen Membrane, um einen Zedrach Borken-Extrakt höherer Reinheit zu erhalten. Die Alkoholausfal-lung wird bewerkstelligt, indem man einen Alkohol der wässrigen Lösung des Zedrach Borken-Extraktes, wie er aus der obigen Heisswasserextraktion erhalten wurde, zusetzt. Alternativerweise kann ein unlöslicher Anteil isoliert werden, indem man direkt den pulverförmigen Extrakt, wie er bereits weiter oben erwähnt wurde, mit einer wässrigen Alkohollösung behandelt.
Als Alkohole werden vorzugsweise Methanol oder Ethanol angewandt, welche vorzugsweise in einer derartigen Menge angewandt werden, dass die Alkoholkonzentration in der wässrigen Lösung des Extraktes oder in der Extraktlösung zwischen 20 und 90% liegt, und insbesonders bevorzugt bei 80% liegt. Niederschläge, welche in der wässrigen Lösung gebildet wurden, werden nach üblichen Verfahrensweisen isoliert, wie beispielsweise durch Zentrifugationsab-
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trennung. Die so erhalten Ausfallungen werden mit einer wässrigen Alkohollösung der gleichen Konzentration wie oben erwähnt gewaschen, und wenn dies erwünscht ist, mit nahezu 100%igem Alkohol und anschliessend mit Ether und schliesslich wird unter einem Luftstrom oder im Vakuum getrocknet.
Die Diaphragmenverfahrensweise wird ausgeführt, indem man den oben erwähnten Zedrach-Extrakt oder eine wässrige Lösung des genannten Extraktes in einen Behälter mit Diaphragmenwand oder -wänden einfüllt, um eine Dialyse der unerwünschten Bestandteile zu bewirken. Als Diaphragma wird ein Material verwendet, durch welche Substanzen mit einem Molekulargewicht von 50 000 oder weniger durchtreten können. Beispielsweise werden Spectra Por 1-6 (hergestellt von Spectrum Medicai Industries Co.) oder Visking-Rohre (hergestellt von UCC) vorzugsweise angewandt. Am geeignetsten ist Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000). Die aktiven Bestandteile werden aus dem inneren Dialysat nach üblichen Verfahrensweisen isoliert. Der erwünschte Zedrach Borkenextrakt wird erhalten, indem man das innere Dialysat zur Trockenen einengt oder dieses der Gefriertrocknung unterwirft.
Bei den erfindungsgemässen Extraktionsschritten kann die Zedrach Borke vor der Vorbehandlung mit Wasser bei 0-40 °C, ebenso auch mit einem polaren organischen Lösungsmittel vorbehandelt werden, welches eine Dielektrizitätskonstante von 15-35 aufweist, oder man kann nochmals vor einer derartigen Behandlung mit einem unpolaren organischen Lösungsmittel vorbehandeln, welches eine Dielektrizitätskonstante von 10 oder weniger aufweist, wodurch man einen Zedrach Borkenextrakt mit höherer Aktivität erhält.
Typische Beispiele für polare organische Lösungsmittel, die bei der oben erwähnten Vorbehandlung angewandt werden können, sind Alkohole, wie z.B. Methanol, Ethanol, Propanole und n-Butanol sowie Pyridin, Aceton und ähnliche. Als Beispiele für unpolare organische Lösungsmittel, wie sie oben erwähnt wurden, seien Benzol, Toluol, Xylole, n-Hexan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Essigsäure-ethylester und ähnliche genannt.
Die oben erwähnten Vorbehandlungsschritte werden ausgeführt, indem man eine vorbestimmte Lösungsmittelmenge dem Ausgangsmaterial der Zedrach Borke zusetzt.
Die erfindungsgemässen Zedrach Borkenextrakte haben folgen Charakteristiken:
1. Aussehen:
Braune Pulver
2. Molekulargewicht:
50 000 oder höher, ermittelt aus der Dialyse auf Spectra Por 6
3. Infrarot-Absorptionsspektrum:
Ein typisches Spektrum ist in Fig. 4 (für den Extrakt aus Beispiel 12) gezeigt. Es treten folgende IR-Absorptionen auf v kBr cm"1: ca. 3400,1620,1020.
max.
4. Gelöst in Wasser weist der erfindungsgemässe Extrakt im Ultraviolettspektrum ein Absorptionsmaximum bei etwa 274 nm auf. Das Absorptionsmaximum des nach dem Verfahren gemäss Beispiel 12 gewonnenen Extraktes ist in Fig. 5 dargestellt und diese veranschaulicht ein typisches UV-Absorptionsspektrum der erfindungsgemässen Extrakte.
5. Im allgemeinen weisen die erfindungsgemässen Extrakte ferner einen Zuckergehalt in Form von löslicher Stärke von 82,4% auf, wenn dieser nach der Phenolschwefelsäuremethode bestimmt wird.
Die erfindungsgemässen Zedrach Borkenextrakte sind nützlich für die Therapie einer Vielzahl von bösartigen Neoplasmen. Sie können parenteral verabreicht werden, und zwar beispielsweise durch subcutane, intravenöse oder intramuskuläre Injektion oder oral in Form von Tabletten, Kapseln, Granulaten, Pulvern, Sirup oder ähnlichem verabreicht werden. Das Dosierungsniveau der erfindungsgemässen Extrakte liegt im Bereich von etwa 1-5 g pro Tag für männliche Erwachsene, aber es kann entsprechend dem Alter, dem Körpergewicht und dem allgemeinen Zustand des behandelten Patienten eine andere Dosierung angewandt werden.
Die erfindungsgemässen Extrakte werden gemäss üblichen Verfahrensweisen formuliert. Beispielsweise werden getrocknete Pulver der erfindungsgemässen Extrakte in Behälter abgepackt, z.B. Pulverfläschchen oder Ampullen. Daneben können auch physiologische Kochsalzlösungen, wässrige Glukoselösungen oder Suspensionen von Carboxymethyl-cellulose (CMC) in einem Behälter hergestellt werden, wie z. B. einer Ampulle. Die Pulver werden gelöst oder suspendiert, wenn sie zur Anwendung gelangen. Alternativerweise kann der erfindungsgemässe Extrakt in einer Emulsion injiziert werden. Im Falle einer Wasser in Öl-Emulsion kann beispielsweise eine Kombination eines Mineralöles, wie z.B. einem flüssigen Paraffin, oder ein Pflanzenöl, wie z. B. Sesamöl oder Erdnussöl mit einem oberflächenaktiven Mittel, wie z.B. aliphatische Sorbitester angewandt werden.
In der Zeichnung stellen die Fig. 1,2 und 4 Infrarotabsorptionsspektren der erfindungsgemässen Heisswasserex-trakte von Zedrach Borke dar, wie sie in den Beispielen 1,6 und 12 jeweils erhalten wurden. Die Fig. 3 und 5 zeigen Ultraviolettabsorptionsspektren der Heisswasserextrakte von Zedrach Borke, wie sie in den Beispielen 6 und 12 jeweils erreicht wurden.
Die Erfindung wird in der Folge im Detail anhand von Beispielen, Testbeispielen und Formulierungsbeispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Zu 10 g trockener Zedrach Borke wurden 100 ml Benzol zugefügt. Die Mischung wurde während einer Stunde unter gelegentlichem Schütteln stehengelassen, um die Extraktion zu beschleunigen. Die so erhaltene Mischung wurde filtriert und zum Rückstand wurden 100 ml Benzol zugefügt. Die Mischung wurde in der gleichen Weise behandelt wie oben. Die Benzolextraktion wurde insgesamt dreimal wiederholt. Die vereinigten Benzolextrakte wurden zur Trockenen eingeengt, wodurch man pulverförmige Materialien erhielt. Zum Rückstand aus den Benzolextraktionen wurden 100 ml Ethanol zugefügt und die Mischung wurde den gleichen Verfahrensschritten unterworfen, wie sie bei Benzol beschrieben wurden. Zum Rückstand aus der Ethanolextraktion wurden 100 ml Wasser (deionisiert), bei Zimmertemperatur zugefügt und es wurden die gleichen Verfahrensschritte ausgeführt, wie sie bereits oben beschrieben wurden. Zum Rückstand aus der Wasserextraktion wurden zusätzlich 100 ml Wasser zugefügt und die Mischung wurde drei Extraktionen in einem siedenden Wasserbad in der gleichen Weise unterworfen, wie dies oben beschrieben wurde. Die Heisswasserextrakte, die so hergestellt wurden, wurden in einem Rotationsverdampfer zur Trockenen eingeengt. Es wurden 270,5 mg trockenen Pulvers aus der Heisswasserfraktion erhalten.
Beispiel 2
Es wurde eine Extraktion mit 10 g trockener Zedrach Borke ausgeführt, indem man Verfahrensweisen anwandte, die sich von denjenigen in Beispiel 1 unterschieden. Die Behandlungsarten waren genau die gleichen wie in Beispiel 1, mit der Ausnahme, dass keine Extraktion mit Benzol anges
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wandt wurde und mit der weiteren Ausnahme, dass Ethanol anstelle von Methanol verwendet wurde. Es wurden 364,5 mg trockenes Pulver aus der Heisswasserfraktion erhalten.
Beispiel 3
Es wurden die gleichen Extraktionsbehandlungen mit Wasser und heissem Wasser angewandt, wie in den obigen Beispielen, und zwar an 10 g Zedrach Borke. Es wurden jedoch keine Extraktionen unter Anwendung von Benzol und Methanol oder Ethanol angewandt. Es wurden 421,8 mg trockenen Pulvers aus der Heisswasserfraktion erhalten.
Während in den obigen Beispielen deionisiertes Wasser angewandt wurde, kann irgend ein Wasser angewandt werden, wie z.B. Leitungswasser, Brunnenwasser, destilliertes Wasser, Wasser aus der Umkehrosmose oder ähnliches, und alle diese Wasserqualitäten ergaben ähnliche Resultate. Die Temperatur des Wassers kann im Bereich von 0-40 °C liegen und vorzugsweise weist das Wasser Zimmertemperatur auf. Es ist bevorzugt, die extrahierbaren Bestandteile mit Wasser so vollständig wie möglich zu entfernen.
Die Heisswasserextrakte aus Zedrach Borke, die wie oben in den Beispielen beschrieben hergestellt worden waren, wurden bezüglich ihrer Aktivitäten gegen Seeigeleier, Mäuse-L-5178Y-Zellen, Sarcom 180-Aszites und feste Tumore getestet. Pharmakologische Effekte, Dosen und Vergleichsversuche mit bekannten krebsbekämpfenden Mitteln werden in der Folge beschrieben.
Testi
Die Antimitoseaktivitäten der erfindungsgemässen Ze-drach-Extrakte wurden bestimmt, indem man Seeigeleier wie folgt verwendete:
Befruchtete Eier des Seeigels (Hemicentrotus pulcherri-mus oder Anthocidaris crassispina) in einer Anzahl von 200-300, wurden zusammen mit 2 ml Meerwasser in ein Reagenzglas eingefüllt. Unmittelbar danach wurden 0,2 ml einer wässrigen oder DMSO (Dimethylsulfoxyd) Lösung des Testmaterials, wie es in den obigen Beispielen erhalten wurde, dem Reagenzglas zugesetzt. Die Zellteilung der befruchteten Eier wurde sodann mikroskopisch untersucht. Die Resultate sind in der folgenden Tabelle I zusammengestellt. In der Tabelle bedeuten die Symbole + + +, + + , *, A und — jeweils vollständige Verhinderung der Zellteilung, etwa 50-80%ige Verhinderung der Teilung, eine oder zwei Teilungen der Zellen sind zugelassen, Verhinderung der Zellteilung nach Erreichen des Blastulastadiums und keine Verhinderung der Zellteilung.
Tabelle 1
Wirkung auf die Zellteilung von Seeigel-Zygoten
Teil des Fraktion Zedrach- (Beispiel Nr.) Baumes
Konzentration der Testlösung (mg/ml)
Borke
Blätter
0,1
0,2
1,0
2,0
Wasser (1)
A
*
+ +
Wasser (2)
-
A
*
+ +
Heisswasser (1)
*
+ +
+ + +
+ + +
Heisswasser (2)
*
+ +
+ + +
+ + +
Wasser (2) -Heisswasser (2) -
Aus den oben in Tabelle I dargestellten Resultaten der Tests ist ersichtlich, dass die Heisswasserfraktionen ein Mehrfaches an Aktivität zeigen als die Wasserfraktionen, und die Fraktionen von Borke sind stärker wirksam als diejenigen aus Blättern.
Die Resultate von Tests, wie sie oben beschrieben wurden, zeigten auch, dass die erfindungsgemässen Zedrach-Extrakte nicht nur die Zellteilung verhinderten, sondern auch die Befruchtung der Eier. Diese pharmakologisch wirk-5 samen Bestandteile, welche die Befruchtung und Zellteilung von Eiern verhindern, können eine weite Anwendung als Agrochemikalien und Pharmazeutika finden. Wirksame Do-sierungsniveaux, Formulierungen und Toxizitätsüberlegun-gen werden angestellt, je nach dem Verwendungszweck.
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Test II
(Wirkung auf Mäuse-L-5178 Y-Zellen) 1. Herstellung der Zellen:
Ein Medium, welches 1 x 105-Zellen/ml enthielt, wurde i5 hergestellt, indem man Mäuse-L-5178Y-Zellen anwandte, die in einem RPMI-1640-Medium, welches 10% Rinderfötenserum enthielt, während drei Tagen in Kultur zog. Das Medium wurde in einer Menge von 50 (il pro Loch in eine Mikroplatte vom U-Typ mit 96 Vertiefungen eingebracht.
20 2. Verfahren zur Beurteilung:
Ein Teil des Testmateriales, welches einer der erfindungsgemässen Extrakte war, wie er in den obigen Beispielen beschrieben wurde, wurde im Medium mit der in der Tabelle II angegebenen Konzentration gelöst. Die Menge an Lösung pro Vertiefung war 50 nl. Das Testmaterial, das so hergestellt wurde, wurde in einem Kohlendioxydinkubator bei 37 °C während zwei Tagen inkubiert. Nach vollständiger Inkubation wurden die Zellen gesammelt und Loch für Loch ausgezählt, und die Zellenzählungen wurden mit Zellenzähl-werten von Vergleichsversuchen verglichen, welche kein Testmaterial enthielten. Die Zellenzahl im Vergleichsversuch betrug etwa 8,6 x 105/ml. Um die Wirksamkeit der Testmaterialien zu bestätigen, wurde der gleiche Test auch mit Mi-tomycin C (MMC) ider Bleomycin (BLM) ausgeführt. Die Resultate der Tests sind in der folgenden Tabelle II zusammengestellt. In der folgenden Tabelle bezeichnet T/C das Verhältnis der Zellenzahl bei Behandlung mit dem Testmaterial zu derjenigen, bei welchem kein Testmaterial zugefügt wurde. Die Bezeichnung ID50 ist die Konzentration des Testmateriales, die notwendig ist, um die Konzentration der Zellen auf die Hälfte des Vergleichsversuchs herabzudrük-ken.
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Tabellen
Wirksamkeit gegenüber Mäuse-L-5178Y-Zellen
Teil des
Zedrach-Baumes
Fraktion (Beispiel Nr.)
IDS„ (Hg-/ml)
so Borke
Heisswasser (1) Heisswasser (2) Heisswasser (3)
MMC BLM
.50 58 45
0,09 7,8
2. Resultate:
Es wurden die Testresultate erhalten, wie sie in der Tabelle II dargestellt sind, und zwar mit verschiedenen Heisswasserfraktionen, wie sie in den obigen Beispielen erhalten 60 wurden und mit Vergleichsreagenzien. Die erfindungsgemässen Heisswasserextraktionen aus Zedrach Borke steigen so niedrige ID50-Werte, dass heraus hervorgeht, dass das Produkt aus jedem Beispiel offensichtlich eine hochwirksame, wachstumsverhindernde Aktivität gegenüber den Tumorzel-65 len zeigt, obwohl die Aktivität unterhalb jener von MMC oder BLM liegt. Die Aktivität wird sicherlich erhöht, wenn die Heisswasserfraktionen bezüglich des aktiven Bestandteiles gereinigt werden.
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Testili
(Gesamtheit gegenüber Einschaltung Sarcom 180 Aszites Tumor)
1. Herstellung des Testmaterials:
Ein Anteil von jeder Extraktionsfraktion wurde suspendiert oder gelöst in einer 0,5%igen Suspension von Carboxy-methylcellulose (CMC) in einer phosphatgebufferten Kochsalzlösung (PBS handelsüblich erhältlich von GIBCO Laboratories, enthaltend etwa 9,5 mM Phosphat) und zwar in einer vorbestimmten Konzentration.
2. Transplantation der Sarcom 180 Tumorzellen: Mäusesarcom 180 Tumorzellen, welche intraperitoneal subkultiviert wurden in ICR-Mäusen, wurden von den Mäusen zusammen mit Aszites (Bauchhöhlenserum) entnommen und mit physiologischer Kochsalzlösung verdünnt auf eine Zellenzahl von 108/ml. Die Tumorzellen-Suspension, die so hergestellt wurde, wurde mittels einer Spritze intraperitoneal in 4 Wochen alte männliche ICR-Mäuse injiziert und zwar mit einer Dosierung von 0,1 ml. Dementsprechend wurden pro Maus 1 x 107 Zellen transplantiert.
3. Verabreichung des Testmaterials:
Das Testmaterial, das wir oben beschrieben hergestellt worden war, wurde intraperitoneal verabreicht und zwar in einer Dosis von 0,1 ml pro Maus, während 4 Tagen einmal täglich, beginnend mit dem nächsten Tag nach der Transplantation der Mäusesarkom-180-Tumorzellen. Eine Gruppe von 6 Mäusen wurde für jede Konzentration jeden Testmateriales angewandt. Als aktive Vergleichsversuche wurden MMC, BLM, Actinomycin D (ACD), 5-Fluoracil (5-Fu) und Cyclophosphamid (CYP) angewandt, die in ähnlichen Tests verabreicht wurden. Als Kontrollwert bzw. Vergleichsversuch wurde das CMC-enthaltende PBS wie oben beschrieben allein in gleicher Weise verabreicht. Die Dosis ist in Gewicht pro kg Körpergewicht der Mäuse angegeben.
5 4. Verfahren der Auswertung:
Am 7. Tag nach Transplantation der Tumorzellen wurde das Körpergewicht jeder Maus bestimmt (X). Dann wurde das Aszites (Bauchhöhlenserum) gründlich aus den Mäusen entfernt und anschliessend bestimmte man das Körperge-10 wicht nochmals (Y). Der Wert X-Y wird als die Menge an Aszites bezeichnet.
Die abgezogenen Aszites wurden sodann in ein Häma-tocritröhrchen eingebracht und man zentrifugierte bei 15 000 G während 5 Minuten unter Anwendung eines Hämatocrit-rotors bei einer tiefen Temperatur. In der Weise wurde der Aszitocrit-Wert bestimmt, d.h. der Anteil an Zellen, welcher in den Asziten anwesend ist, was den Hämatocrit-Wert in der Hämatologie entspricht. Der Wert multipliziert mit dem Volumen des Aszites ergibt das Volumen der Zellen, welche in den Aszites vorhanden sind. Dies wird als totales gepacktes Zellvolumen (TPCV) bezeichnet. Im Falle des Vergleichsversuches betrug das totale Volumen an Aszites 6-10 ml und der TPCV-Wert betrug 1,6-2,5 ml.
25 Die Wirksamkeit gegenüber dem Tumor wurde als unwirksam (—) bezeichnet, wenn das TPCV-Verhältnis von behandelten zu unbehandelten (T/C) 100-66% betrug, plus 1 (+), wenn dieses Verhältnis 65—41 % betrug, plus 2 (+ +), wenn es 40-11 % ausmachte und plus 3 (+ + +), wenn das 30 Verhältnis 10-0% war. Die Testresultate für die Materialien aus der Heisswasserextraktion von Zedrach Borke, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt wurden, im Vergleich mit anderen bisher bekannten Materialien, sind in der folgenden Tabelle III zusammengestellt.
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Tabelle III
Wirksamkeit gegeüber Sarcom 180 Aszites Tumor
Testmaterial
Fraktion (Beispiel Nr.)
Dosis ((ig/kg)
T/C (%)
Wirksamkeit
Borke
Heisswasser (1)
10
58,5
+
25
32,5
+ +
100
7,0
+ + +
Heisswasser (2)
25
28,4
+ +
100
5,3
+ + +
Heisswasser (3)
25
20,5
+ +
Vergleichsversuche
MMC
0,5
0
+ + +
1,5
0
+ + +
BLM
10
0
+ + +
ACD
0,1
0
+ + +
5-Fu
20
0
+ + +
CYP
33
0
+ + +
5. Resultate:
Aus den Testresultaten, wie sie oben aufgeführt sind, ist es klar ersichtlich, dass die erfindungsgemässen Heisswasser-extrakte aus Zedrach Borke hohe Aktivitäten aufweisen, obwohl sie weniger wirksam sind als MMC, BLM und andere angewandte Vergleichsmaterialien. Die minimale wirksame
Dosis der Heisswasserfraktion (1) in der obigen Tabelle wurde im Zusammenhang von Dosis und T/C-Wert ermittelt und zwar mit ungefähr 6,5 mg/kg. Wie im weiteren im Detail beschrieben wird, sind die Heisswasserfraktionen der vorliegenden Erfindung etwas toxisch bei Mäusen in höheren Dosierungen, wenn sie bei den oben beschriebenen Tests angewandt werden. Obwohl der erfindungsgemässe Zedrach Bor-
55 kenextrakt nicht vollständig gereinigt worden war, zeigte er zufriedenstellend hohe Aktivitäten, wie oben gezeigt wurde. Die Aktivitäten werden wahrscheinlich ansteigen, wenn das Material weiter gereinigt wird.
60
Test IV
(Wirksamkeit gegenüber festem Sarkom 180 Tumor)
1. Herstellung des Testmaterials:
Die Testmaterialien wurden in der gleichen Weise hergestellt, wie das in Test III, Abschnitt 1) durchgeführt wurde.
2. Transplantation der Sarkom 180 Festtumorzellen Eine Zellsuspension, enthaltend 1 x 108 Zellen pro ml,
wurde in der gleichen Weise hergestellt wie in Test III, Ab-
7
650931
satz 2 beschrieben. Vier Wochen alte ICR-Mäuse wurden subcutan am Rücken mit 0,1 ml der Suspension mit einer Spritze geimpft.
3. Verabreichung des Testmaterials
Wie in Test III, Absatz 3, wurde eine Gruppe von 6 Tieren für jede Konzentration jenes jeden Testmaterials angewandt.
4. Auswerteverfahren
Das gewachsene Tumorgewebe wurde am 15.-21. Tag an der Stelle der Tumorzellen-Transplantation reseziert und gewogen. Ein Durchschnitt für die Gruppe der 6 Tiere wurde zur Bewertung verwendet. Der Effekt wurde auf Basis des Verhältnisses des Durchschnittsgewichtes für behandelte Tiere zu dem der Vergleichstiere (T/C) bestimmt. Das durch-5 schnittliche Gewicht war bei den Vergleichstieren 1,5-4,5 g. Verhältnisse von (T/C) von 100-71% wurden als unwirksam (-), von 70-51% plus 1 (+), von 50-21% plus 2 (+ +) und von 20-0% plus 3 (+ + + ) bezeichnet. Die Resultate von Testmaterialien aus den erfindungsgemässen Heisswasserex-lo trakten der Zedrach Borke und bisher bekannte Mittel sind in der folgenden Tabelle IV zusammengestellt.
Tabelle IV
Wirksamkeit gegenüber dem festen Sarkom 180 Tumor
Teil des Fraktion (Beipiel Nr.) Dosis (mg/kg) T/C (%) Bewertung
Zedrach-Baumes
Borke Heisswasser (1)
Heisswasser (2)
Heisswasser (3) MMC
BLM ACD 5-Fu CYP
Toxizität:
Der LD50-Wert für die Heisswasserfraktion der Zedrach Borke, die intraperitoneal verabreicht wurde, betrug bei ähnlichen ICR-Mäusen mit einem Gewicht von 19-21,0 g 200 mg/kg Körpergewicht.
Beispiel 4
Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Wasser bei 20 °C zugefügt. Die Mischung wurde bei Zimmertemperatur während etwa 24 Stunden zur Extraktionsbehandlung stehengelassen. Die so erhaltene Extraktionsmischung wurde filtriert und zum Extraktionsrückstand wurden 500 ml Wasser von 20 °C zugefügt. Die Mischung wurde in der gleichen Weise wie oben behandelt. Die Extraktionsvorgänge wurden insgesamt dreimal wiederholt. Der Rückstand aus den Extraktionen wurden zu 500 ml Wasser zugegeben und man extrahierte mit Heisswasser, indem man die Mischung mit einem Gasbrenner zum Kochen erwärmte, und das während zirka zwei Stunden. Die Extraktionsmischung wurde sodann filtriert, wodurch man einen Extrakt erhielt und einen Extraktionsrückstand. Die Heisswasserextraktion wurde insgesamt dreimal wiederholt. Die vereinigten Extrakte wurden zur Trockenen eingeengt, wodurch man 1418 mg Pulver erhielt. Von dem so erhaltenen Pulver wurden 1000 mg in 200 ml Wasser gelöst und die so erhaltene wässrige Lösung wurde portionsweise unter Rühren mit absolutem Methanol bei Zimmertemperatur versetzt, bis man eine Ethanolkon-zentration von 80% in der wässrigen Lösung hatte. Nach Vollständigkeit der Zugabe wurde während einer weiteren kurzen Zeitspanne weitergerührt. Die so gebildeten Niederschläge wurden gesammelt und mit zwei Portionen 80%igem Ethanol gewaschen und anschliessend ebenso mit 2 Portionen absolutem Ethanol und schliesslich mit 2 Portionen Ether und anschliessend im Vakuum getrocknet, wodurch man 671,3 mg eines Zedrach Borken-Extraktes erhielt.
10
91,2
-
25
76,7
-
100
40,0
+
25
60,5
+
100
32,2
+
25
54,8
+
0,5
71,0
-
1,5
32,5
+
10
43,5
+
0,1
102,4
-
20
47,8
+
33
0
+
Beispiel 5
35 Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Methanol zugefügt. Die Mischung wurde bei Zimmertemperatur während etwa 24 Stunden zur Extraktionsbehandlung stehengelassen. Die so erhaltene Extraktionsmischung wurde filtriert und zum Extraktionsrückstand wurden 500 ml Me-40 thanol zugefügt. Die Mischung wurde in der gleichen Weise wie oben behandelt. Die Extraktionsschritte wurden insgesamt dreimal wiederholt. Der Extraktionsrückstand, der so erhalten wurde, wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 beschrieben, behandelt. Es wurden 1409,0 mg Pulver herge-45 stellt, indem man den Extraktionsrückstand der Extraktionsbehandlung mit Wasser bei 20 °C, und anschliessend der Extraktion mit heissem Wasser unterwarf und die Heiss-wasserextrakte sammelte und zur Trockenen einengte. In 200 ml Wasser wurden 1000 mg des Pulvers gelöst und zu so der so erhaltenen Lösung wurde absoluter Alkohol zugefügt. Die so hergestellten Niederschläge wurden gesammelt und es ergaben sich 668,2 mg Zedrach Borken-Extrakt.
Beispiel 6
Die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 5 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, dass man die Heisswas-serextrakte hier nicht zur Trockenen einengte, sondern nur auf ein Volumen von 300 ml und anschliessend absolutes Ethanol im Konzentrat zufügte. Es wurden 134,1 mg Zedrach Borken-Extrakt erhalten.
Beispiel 7
Die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 5 wurde wie-65 derholt, jedoch mit der Ausnahme, dass Ethanol anstelle von Methanol als Extraktionsmittel angewandt wurde, wodurch man 1371,8 mg eines pulvrigen Heisswasserextraktes erhielt. Zur Lösung von 1000 mg des Pulvers in 200 ml Wasser, wur55
60
650 931
8
de absolutes Ethanol zugefügt und der so gebildete Niederschlag wurde isoliert, wodurch man 654,8 mg Zedrach Borken-Extrakt erhielt.
Beispiel 8
Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Benzol zugefügt. Die Mischung wurde bei Zimmertemperatur für etwa 24 Stunden zur Extraktion stehengelassen. Die Extraktionsmischung wurde filtriert und der Rückstand aus der Extraktion wurde in der gleichen Weise behandelt, wie dies in Beispiel 5 beschrieben worden ist. Die Behandlung umfasste die Extraktion des Extraktionsrückstandes mit Methanol, weil die Unterwerfung des Rückstandes aus der Extraktion mit Methanol einer Extraktion mit Wasser bei 20 °C und anschliessend die Unterwerfung des Rückstandes aus der Kaltwasserextraktion einer Extraktion mit Heisswasser und Einengen des Extraktes, der so erhalten wurde, zur Trockenen. Es wurden 1353,3 mg Pulver erhalten. Zu einer Lösung von 1000 mg Pulver in 200 ml Wasser wurde absolutes Ethanol zugefügt, und die so gebildeten Niederschläge wurden isoliert, wodurch man 695,3 mg Zedrach Borken-Extrakt erhielt.
Beispiel 9
Die gleichen Verfahrensweisen wie in Beispiel 5 wurden wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, dass absolutes Ethanol zugegeben wurde, bis zu einer Konzentration von 50% 5 anstelle einer Alkoholkonzentration von 80%, wie dies in Beispiel 5 angewandt wurde. Die Ausbeute betrug 272,2 mg Zedrach-Extrakt.
Beispiel 10
io Es wurde die gleiche Arbeitsweise wie in Beispiel 5 ausgeführt, jedoch mit der Ausnahme, dass absolutes Ethanol zugesetzt wurde bis zu einer Alkoholkonzentration von 25%, anstelle einer Alkoholkonzentration von 80%, wie sie in Beispiel 5 angewandt wurde. Es wurde eine Ausbeute von 243,8 i5 mg eines Zedrach Borken-Extraktes erhalten.
Die Zedrach-Extrakte, welche in den obigen Beispielen erhalten worden waren, wurden bezüglich ihrer Wirksamkeit gegenüber Sarkom 180 Aszites und Festtumoren getestet und zwar den bereits beschriebenen Testverfahren. Die Re-20 sultate sind in der Tabelle V in der Folge zusammengestellt.
Tabelle V
Effekte auf transplantierte Sarkom 180 Tumore bei Mäusen.
Testmaterial mg/kg
Aszites-
Tumor fester Tumor
T/C
Bewertung
T/C
Bewertung
Beispiel 5 A*
10
58,5
+
91,2
25
32,5
+ +
76,7
100
7,0
+ + +
40,0
+ +
g**
10
77,6
72,0
25
63,1
+
47,4
+ +
50
45,5
+
36,0
+ +
75
31,0
+ +
25,4
+ +
Beispiel 6 B
10
84,5
73,5
+ +
25
67,5
54,2
50
44,0
+
43,0
+
75
39,9
+ +
24,6
+ +
Beispiel 7 A
100
7,1
+ +
39,6
+ + +
B
50
42,8
+
29,8
+ +
Beispiel 8 A
100
6,8
+ + +
41,8
+ +
B
10
79,2
73,3
- —
25
61,0
+
49,4
+ +
50
44,8
+
38,1
+ +
75
33,7
+ +
23,0
+ +
Beispiel 9 B
50
55,8
+
68,0
+
100
41,2
+
49,2
+ +
Beispiel 10 B
50
55,8
+
69,2
+
100
40,1
+ +
58,3
+
Mytomycin C
1,5
0
+ + +
38,9
+ +
* Das Material, das mit dem Buchstaben A bezeichnet wird, ist ein Pulver, welches hergestellt wird, indem man die
Heisswasserextrakte zur Trockenen einengt.
** Das Material, das mit dem Buchstaben B bezeichnet wird, ist ein Produkt, welches erhalten wird, indem man Niederschläge isoliert, welche durch Zugabe eines Alkoholes zum Heisswasserextrakt erhalten wird oder durch Auflösung des Materiales A, welches weiter oben erwähnt wurde, in Wasser und Zugabe von Alkohol zur so erhaltenen wässrigen Lösung und Isolierung der sodann geformten Niederschläge.
Tabelle VI
Minimale wirksame Dosis für Sarkom 180-Tumore Die minimale wirksame Dosis für die erfindungsgemäs- ' 60 (mg/kg bei Mäusen)
sen Heisswasserextrakte aus Zedrach Borke gegenüber Sar-
kom 180-Tumore waren die in der Tabelle VI angegebenen. Testmaterial Aszites-Tumor fester Tumor
Die oben angeführten Resultate zeigen offensichtlich, Beispiel 5 A 6,5 30,0
dass die erfindungsgemässen Heisswasserextrakte der Ze- 65 B 29,8 12,0
drach Borke bedeutende Aktivitäten gegenüber Sarkom 180- R • • i R 94 <• n <-
Tumoren zeigen. Während die Aktivität gegenüber dem As- . . ' '
zites-Tumor bei den Alkoholniederschlägen der Heiss- Beispiel 8 B 20,0 10,6
9
650 931
wasserextrakte im Vergleich mit den getrockneten Konzentraten derselben vermindert ist, ist die Aktivität gegenüber den festen Tumoren wesentlich erhöht.
Beispiel 11
Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Wasser bei 20 °C zugefügt. Die Mischung wurde bei Zimmertemperatur während etwa 24 Stunden zur Extraktion stehengelassen. Die Extraktionsmischung, die so erhalten wurde, wurde filtriert und zum Rückstand aus der Extraktion wurden 500 ml Wasser zugefügt. Die Mischung wurde in der gleichen Weise wie oben beschrieben behandelt. Die Extraktionsschritte wurden insgesamt dreimal wiederholt. Zu dem so erhalten Extraktionsrückstand wurden 500 ml Wasser zugegeben und anschliessend führte man eine Heisswasserextraktion aus, indem man die Mischung über einem Gasbrenner während etwa zwei Stunden kochte. Die Extraktionsmischung wurde sodann filtriert, wodurch man einen Extrakt und einen Extraktionsrückstand erhielt. Die Heisswasserex-traktionsschritte wurden insgesamt dreimal wiederholt. Die vereinigten Extrakte wurden mittels eines Rotationsverdampfers zur Trockenen eingeengt, wodurch man 1418,0 mg Pulver erhielt. Eine Lösung aus 500,0 mg des Pulvers, das so erhalten wurde in 50 ml Wasser, wurde sodann mittels Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000) gegen Wasser dialysiert. Die Einengung der inneren Dialysenlösung auf einem Rotations Verdampfer zur Trockenen, ergab 317,6 mg Zedrach Borkenextrakt.
Beispiel 12
Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Methanol zugefügt und die Mischung wurde bei Zimmertemperatur während etwa 24 Stunden zur Extraktion stehengelassen. Die Extraktionsmischung wurde abfiltriert und zum Rückstand aus dieser Extraktion wurden 500 ml Methanol zugefügt und die Mischung wurde in gleicher Weise wie oben behandelt. Die Extraktionsschritte wurden dreimal im Ganzen wiederholt. Der Extraktionsrückstand, der so erhalten wurde, wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 11 behandelt. Die Behandlung bestand darin, dass man den genannten Extraktionsrückstand der Extraktion mit Wasser bei 20 °C unterwarf und anschliessend den Extraktionsrückstand mit heissem Wasser extrahierte, die Extrakte sammelte und zur Trockenen einengte. Es wurden 1409,0 mg Pulver erhalten. Eine Lösung von 500,0 mg der Pulver in 50 ml Wasser wurde auf Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000) dialysiert, wodurch man 322,7 mg eines Zedrach Rinden-Extraktes erhielt.
10
Beispiel 13
Die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, dass der Heisswasserextrakt auf 300 ml eingeengt wurde, und das so erhaltene Konzentrat an Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000) dialysiert wurde, anstelle der Einengung zur Trok-kenen, wie dies im oben genannten Beispiel ausgeführt wurde. Es wurden 341,0 mg Zedrach Borken-Extrakt erhalten.
Beispiel 14
Die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, dass Ethanol anstelle von Methanol als Extraktionsmittel angewandt wurde. Es wurden 1371,8 mg an pulverförmigem Heisswasserextrakt erhalten. Eine Lösung von 500,0 mg des Pulvers, das so erhalten wurde in 50 ml Wasser, wurde mit Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000) behandelt, wodurch man aus dem Dialysat 302,5 mg Zedrach Borken-Extrakt erhielt.
20
Beispiel 15
Zu 50 g trockener Zedrach Borke wurden 500 ml Benzol zugefügt und die Mischung wurde bei Zimmertemperatur während etwa 24 Stunden zur Extraktion stehengelassen. 25 Der Extraktionsrückstand, der so erhalten wurde, wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 12 behandelt. Die Behandlung bestand darin, dass man den genannten Extraktionsrückstand der Extraktion mit Methanol unterwarf und anschliessend den Rückstand aus der Methanol-Extraktion der 30 Extraktion mit Wasser bei 20 °C unterwarf. Anschliessend wurde der Wasser-Extraktionsrückstand der Extraktion mit heissem Wasser unterworfen und man engte den Heisswasserextrakt zur Trockenen ein. Es wurden 1353,3 mg Pulver erhalten. Eine Lösung von 500,0 mg des Pulvers in 50 ml 35 Wasser wurde mit Spectra Por 6 (Molekulargewichtsausschlussgrenze 50 000) behandelt, wodurch man 310,9 mg Zedrach Borken-Extrakt erhielt.
Beispiel 16
40 Die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, dass eine Visking-Röhre anstelle von Spectra Por 6 angewandt wurde. Die Ausbeute betrug 370,0 mg eines Zedrach Borken-Extraktes.
Die Zedrach-Extrakte, die in den obigen Beispielen her-45 gestellt wurden, wurden bezüglich ihrer Wirksamkeit gegenüber Sarkom 180 Aszites und Festtumoren nach den bereits beschriebenen Testverfahren untersucht und die Resultate sind in der Tabelle VII zusammengestellt.
Tabelle VII
Effekte bezüglich transplantierter Sarkom 180 Tumoren bei Mäusen
Testmaterial
Dosis
Aszites Tumor fester Tumor
mg/kg
T/C
Bewertung
T/C
Bewei
Beispiel 12 A*
10
58,5
+
91,2
25
32,5
+ +
76,7
100
7,0
+ + +
40,0
+ +
B**
10
54,2
+
68,0
+
25
34,9
+ +
54,2
+
50
10,0
+ + +
38,5
+ +
75
12,5
+ + +
26,1
+ +
Mytomycin C
1,5
0
+ + +
38,9
+ +
* Das Material, das mit dem Buchstaben A gekennzeichnet ist, stellt Pulver dar, welches erhalten wurde, indem man
Heisswasserextrakte zur Trockenen einengte.
** Das Material, das mit dem Buchstaben B bezeichnet ist, ist ein Heisswasserextrakt aus Zedrach Borke, welcher durch Behandlung des Materiales A in einer Dialysenvorrichtung erhalten wurde.
650 931
10
Die minimale wirksame Dosis für die erfmdungsgemäs- kom 180-Tumoren, war, wie in der Tabelle VIII, zusammen-sen Zedrach Borken-Extrakte aus Beispiel 12 gegenüber Sar- gestellt.
Tabelle VIII
Minimale wirksame Dosis für Sarkom 180-Tumore (mg/kg der Mäuse)
Testmaterial Aszites Tumor fester Tumor
Beispiel 12 A 6,5 30,0
B 6,7 10,3
Die obigen Resultate zeigen, dass die erfmdungsgemäs- mor von einem Extrakt geliefert wird, welcher der Dialyse sen Heisswasserextrakte eine hohe Aktivität gegenüber Sar- unterworfen worden war, im Vergleich zu einem getrockne-
kom 180-Tumoren aufweisen. Insbesonders sei festgestellt, 15 ten Konzentrat des Heisswasserextraktes.
dass eine stark erhöhte Aktivität gegenüber dem festen Tu-
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
S
5 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

  1. 650 931
    2
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Extrakt von Zedrach Borke, dadurch gekennzeichnet, dass er eine geschwulsthemmende Wirkung besitzt und dass er ein braunes Pulver ist, welches ein Molekulargewicht von 50 000 oder höher aufweist und im Infrarot-Àbsorptions-
    KBr spektrum Absorptionspeaks v max bei etwa 3400 cm-1,
    etwa 1620 cm-1 und etwa 1020 cm-1 aufweist und dass er, aufgelöst in Wasser, ein Ultraviolettabsorptionsmaximum bei etwa 274 nm aufweist:
  2. 2. Verfahren zur Herstellung des Extraktes von Zedrach Borke gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen entsprechenden Heisswasserextrakt herstellt, indem man die Borke von Zedrach, mit der lateinischen Bezeichnung Melia azadirachta, mit Wasser einer Temperatur von 0-40 °C vorextrahiert und dann den Rückstand aus der genannten Vorextraktionsbehandlung mit heissem Wasser extrahiert.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Extrakt, der nach der Extraktion mit dem heissen Wasser erhalten wurde, mit Hilfe einer Alkoholausfällung oder einer Dialyse reinigt.
  4. 4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkoholausfällung durch die Anwendung von Ethanol bewirkt wird.
  5. 5. Verfahren nach Patentanspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkoholausfällung durch Zugabe einer Ethanolmenge bewirkt wird, welche zu einer Alkoholkonzentration von 80% führt.
  6. 6. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung durch Dialyse unter Verwendung eines Diaphragmas durchgeführt wird, welches eine Molekulargewichts-Ausschlussgrenze von 50 000 oder weniger aufweist.
  7. 7. Verfahren nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma eine Membrane Spectra Por 6 (ein Produkt der Spectrum Medicai Industries Co.) ist.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung des Extraktes von Zedrach Borke gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Extrakt mit geschwulsthemmender Wirkung durch Heisswasserextraktion von Zedrach Borke herstellt, indem man die Borke von Zedrach nacheinander mit einem polaren, organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 15-35 und anschliessend mit Wasser von einer Temperatur von 0-40 °C vorextrahiert und den Rückstand aus dieser Vorextraktionsbehandlung der Extraktion mit heissem Wasser unterwirft und den genannten Extrakt mittels Alkoholausfallung oder Dialyse reinigt.
  9. 9. Verfahren nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Vorextraktion verwendete polare, organische Lösungsmittel ein Alkohol ist.
  10. 10. Verfahren nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Alkohol Methanol oder Ethanol ist.
  11. 11. Verfahren zur Herstellung eines Extraktes von Zedrach Borke gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Extrakt mit geschwulsthemmender Wirkung durch Heisswasserextraktion von Zedrach Borke herstellt, indem man nacheinander die Borke von Zedrach mit einem unpolaren, organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 10 oder weniger und sodann mit einem polaren organischen Lösungsmittel mit einer Dielektrizitätskonstante von 15-35 und schliesslich mit Wasser einer Temperatur von 0-40 °C vorextrahiert und den aus der Vorextraktionsbehandlung gewonnenen Rückstand anschliessend einer Extraktion mit heissem Wasser unterwirft und den dabei gewonnenen Extrakt mittels Alkoholausfallung oder Dialyse reinigt.
  12. 12. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Vorextraktionsbehandlung eingesetzte unpolare organische Lösungsmittel Benzol ist.
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