Elektrisches Gerät für Netzbetrieb Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät für Netzbetrieb, insbesondere ein Ladegerät für wiederaufladbare Zellen oder Batterien, mit einem Gerä tekörper, welcher freilegbare, stromleitende Teile auf weist und mit Steckerstiften für den Netzanschluss versehen ist.
Bei netzbetriebenen Geräten ist es eine wichtige Forderung, dass blanke, leitende Teile nicht berührt werden können, solange sie unter Spannung stehen, damit der Benützer nicht der Gefahr von elektrischen Schlägen ausgesetzt ist. Im Hinblick auf einen möglichen Defekt des Gerätes gilt dies auch dann, wenn die stromleitenden Teile normalerweise nur ungefährliche Kleinspannungen führen. Bei gewissen Geräten hat diese Forderung bisher erhebliche Schwierigkeiten bereitet, so z. B. bei Ladegeräten für Akkuzellen, wie sie z. B. in Verbindung mit Hörgeräten usw. verwendet werden. Solche Geräte weisen blanke Anschlusspole für die einsetzbaren Zellen auf, und es besteht deshalb die Gefahr, dass unkundige Benützer mit diesen Polen oder den Polender Zelle in Berührung kommen, wenn das Ge rät in eine Steckdose eingesetzt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnte Gefahr auszuschliessen. Erfindungsgemäss ist ein Gerät der genannten Art gekennzeichnet durch einen am Gerätekörper zwischen zwei Anschlägen verschieb baren Deckteil, welcher in der einen Anschlagstellung die stromleitenden Teile berührungssicher überdeckt und die Steckerstifte freigibt und in der andern Anschlagstel lung unter Freilegung der stromleitenden Teile am Gerätekörper im Bereich der Steckerstifte vorsteht, um deren Einführung in eine Steckdose zu verhindern.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Aus führungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeich nung näher erläutert. Der Einfachheit halber beschränkt sich die weitere Beschreibung auf Ladegeräte für Akku zellen, obwohl durchaus Anwendungen bei anderen Geräten denkbar sind, beispielsweise solchen mit aus wechselbarer Sicherung oder anderen auswechselbaren Teilen oder mit Anschlussklemmen usw.
Fig. 1 zeigt die Ansicht eines Ladegerätes für zwei Knopfzellen mit dem Deckteil in der einen Anschlagstel lung, bei der das Einsetzen in eine Steckdose verhindert ist, Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie I1-11 in Fig. 1, Fig. 3 zeigt das Gerät von der Seite, wobei der Deckteil und eine Partie des Gerätekörpers entlang der Linie III-III in Fig. 1 geschnitten sind, und Fig. 4 ist die Ansicht eines Ladegerätes für eine andere Akuzelle.
Das Ladegerät nach Fig. 1 bis 3 weist einen im wesentlichen prismatischen Gerätekörper 1 aus Isolier material auf. Dieser weist an der einen Stirnseite eine Griffplatte 2 mit vorstehendem Rand und an der andern Stirnseite zwei abstehende Steckerstifte 3 für den Netz- anschluss auf. An der einen Flachseite des Gerätekör pers 1 sind zwei Vertiefungen 4 für die Aufnahme von aufzuladenden Knopfzellen VA (in Fig. 3 strichpunktiert eingezeichnet) vorgesehen.
Der Gerätekörper 1 ist von einem isolierenden Deckteil 10 in Form eines prismati schen Rohres umgeben. an welchem an der einen Stirnseite eine niedrige Wand 11 vorgesehen ist. Der Deckteil 10 ist auf dem Gerätekörper lyin Richtung der Steckerstifte 3 zwischen zwei Anschlagstellungen ver schiebbar, wibei der eine Anschlag durch die Griffwand 2 und der andere Anschlag durch einen Absatz 8 am Geräteteil in Verbindung mit der Wand 11 gebildet ist. Somit sind Gerätekörper und Deckteil unverlierbar miteinander verbunden, und der gegenseitigen Führung dienen eine Rippe 7 am Gerätekörper sowie die Wand 11 am Deckteil.
Das polrichtige Einsetzen der Knopfzel len A ist durch die Formgebung der Vertiefungen 4 und durch eine Ausnehmung 13 an der Wand 11 gewährlei stet. Im Innern des Gerätekörpers 1 befindet sich eine an sich bekannte, nicht näher dargestellte Gleichrichter schaltun2 für die beiden Knopfzellen. Diese wird über die beiden Steckerstifte 3 vom Netz gespeist, und für jede Knopfzelle ist ein erster Anschlusskontakt 5 im Grund der Vertiefung 4 und ein zweiter Anschlusskon- takt 6 unterhalb dem Deckteil 10 am Gerätekörper 1 vorgesehen.
Federnde Kontaktstreifen 12 auf der Innen seite des Deckteils dienen zur Verbindung des oben liegenden Pols der Knopfzellen mit dem zugehörigen Kontakt 6 am Gerätekörper, wenn der Deckteil sich in der einen, betriebsmässigen Anschlagstellung nach Fig. 3 befindet.
Befindet sich der Deckteil 10 in der einen Anschlag stellung nach Fig. 1, so ragt er im Bereich der Stek- kerstifte 3 über den Gerätekörper 1 hinaus, derart, dass es nicht möglich ist, das Gerät an einer Steckdose anzu- schliessen. Es können dann die aufzuladenden Zellen eingesetzt werden, während die freiliegenden Kontakte 5 mit Sicherheit stromlos sind, so dass jede Gefahr ausgeschlossen ist. Nach dem Einsetzen der Zellen wird der Deckteil 10 in die andere Anschlagstellung nach Fig. 3 geschoben, wobei die Zellen bzw. die Kontakte 5 berührungssicher überdeckt werden.
Der oben liegende Pol jeder Zelle wird dabei über die Kontaktfeder 12 mit dem andern Kontakt 6 verbunden, wodurch die Zellen in den Ladestromkreis eingeschaltet sind. Bei überdeckten Kontakten bzw. Zellen in der Betriebslage des Deckteiles 10 sind nun die Steckerstifte 3 freigelegt, so dass der Anschluss des Gerätes gefahrlos erfolgen kann.
Ein Ladegerät ähnlicher Art, jedoch für die Aufnah me einer einzelnen Rundzelle B, zeigt die Fig. 4 in analoger Darstellung wie Fig. 1. Der die Gleichrichter schaltung enthaltende Gerätekörper 21 ist wiederum auf der einen Stirnseite mit einer Griffplatte 22 und an der gegenüberliegenden Stirnseite mit den Steckerstiften 23 versehen. Eine Vertiefung 24 im Gerätekörper dient für die Aufnahme der strichpunktiert eingezeichneten Rund zelle B, wobei eine Ausnehmung 27 für den Pluspol der Zelle das polrichtige Einlegen gewährleistet. Für den Anschluss der eingelegten Zelle dienen zwei am Geräte körper vorgesehene, mit der Gleichrichterschaltung ver bundene Kontaktfedern 25.
Auf dem Gerätekörper 21 ist der hülsenförmige Deckteil 30 verschiebbar geführt. Dabei greift ein am Geräteteil vorstehender Nocken 28 in einen Schlitz 31 am Deckteil ein. Der Verschiebungs weg wird einerseits durch diesen Nocken 28 und andererseits durch die Deckplatte 22 begrenzt.
So lange bei der einen Anschlagstellung des Deck teils 30 nach Fig. 4 die Kontaktfedern 25 bzw. eine cingeleete Zelle freiliegen und berührt werden können, ist der Anschluss des Gerätes an eine Steckdose verun- möglicht, indem der Deckteil 30 im Bereich der Stek- kerstifte 23 vorsteht. Erst wenn der Deckteil in die andere Anschlagstellung zurückgeschoben ist und keine Berüh rungsgefahr an den genannten stromleitenden Teilen mehr besteht. gibt der Deckteil 30 die Steckerstifte frei, so dass das Gerät unter Strom gesetzt werden kann.
Selbstverständlich ist es möglich, Ladegeräte in ana loger \@'eise wie beschrieben für eine andere Zahl von Zellen oder für andere Formen der Zellen auszuführen. Je nach Bauart des Gerätes ist es nicht unbedingt erforderlich, dass der Deckteil den Gerätekörper wie bei den dargestellten Ausführungsbeispielen manschettenar tig umgibt, sondern es ist auch etwa eine platten- oder kanalförmige Ausbildung des Deckteils denkbar. Von besonderem Vorteil ist es natürlich, wenn der Deckteil wie dargestellt vom Gerätekörper nicht abgenommen werden kann. Die Montage ist bei den beschriebenen Beispielen z. B. so möglich, dass Gerätekörper und Griffplatte als getrennte Teile hergestellt werden und dass nach Aufschieben des Deckteils die Griffplatte am Gerätekörper z. B. angekittet wird.
Mit der vorstehend beschriebenen Massnahme lassen sich netzbetriebene elektrische Geräte auf einfache, aber wirksame Weise völlig berührungssicher bauen.