Einrichtung an Förderanlage, zurStückwarenübertragung von einemZubringer Fördermittel zu einem Aufnahme Stetigförderer, mittels eines Verkettungsgliedes
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Förderanlage, zur Stückwarenübertragung von einem Zubringer-Fördermittel zu einem Aufnahme-Stetigförderer, mittels eines Verkettungsgliedes. Solche Einrichtungen werden z. B. beim maschinellen Einwickeln und Verpacken von druckempfindlicher Stückware, wie weich gefülltem onfekt, verwendet.
Es sind Einrichtungen dieser Art bekannt, bei denen ein Verkettungsglied die Stückware vom Zubringer Fördermittel zum Aufnahme-Stetigförderer überträgt und sie dem Aufnahme-Fördermittel während seiner Haltezeit übergibt.
Eine der bekannten Einrichtungen hat einen diskontinuierlich arbeitenden, als Kettenförderer mit Konfektstückträgern ausgebildeten Aufnahme-Stetigförderer. Sie enthält ein Zubringer-Fördermittel, das sich senkrecht zur Laufrichtung des Aufnahme-Stetigförderers bewegt, und ein Verkettungsglied, das zwischen der Entladestelle des Zubringer-Fördermittels und dem Aufnahme-Stetigförderer angeordnet ist. Das Verkettungsglied ist mit einer Konfektstückkammer versehen, welche auf einer Traverse montiert wird, die ihre Bewegung von der Entladestelle des Zubringer-Fördermittels zu den Konfektstückträgern des Kettenförderers hin, und zwar senkrecht zur Bewegungsrichtung des letzteren, ausführt.
Die Konfektstückkammer ist mit einem Niederhalter, der das Konfektstück beim Übertragen festhält, versehen. Das Zubringer-Fördermittel hat mehrere parallel verlaufende Kanäle, und die Traverse ist mit einer entsprechenden Anzahl von Konfektstückkammern ausgestattet. Sie bewirkt, dass zur gleichen Zeit aus jedem Kanal in jeden Konfektstückträger je ein Konfektstück übertragen wird (siehe Buch Moderne Ausrüstung zum Einwickeln und Verpacken von Süsswaren , Moskau 1964, Seite 33).
Einwickel- und Verpackungsmaschinen, bei denen der Aufnahme-Stetigförderer in kontinuierlicher Bewegung mit Konfektstückträgern zusammenarbeitet, sind ebenfalls bekannt. Wenn die obengenannte Einrichtung für diese Maschinen angewandt wird, muss die Stückware im Augenblick der Übertragung an den laufenden Konfektstückträger auf den vollen Wert beschleunigt werden, wodurch sie bei der erheblichen Arbeitsgeschwindigkeit des Konfektstückträgers in Hochleistungsmaschinen grossen Trägheitsbelastungen unterworfen wird. Diese können bei druckempfindlichen Stückwaren, wie z. B. bei Konfektstücken mit weicher oder flüssiger Füllung, zu Verformungen oder Beschädigungen derselben führen.
Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, eine verbesserte Einrichtung an Förderanlage, zur Stückwarenübertragung von einem Zubringer-Fördermittel zu einem Aufnahme-Stetigförderer, mittels eines Verkettungsgliedes zu schaffen, das die Stückware vom Zubringer-Fördermittel empfängt und sie dem Aufnahme Stetigförderer übergibt. Erfindungsgemäss ist zu diesem Zweck der Antrieb des Verkettungsgliedes so ausgeführt, dass es bei seinem Lauf vom Zubringer-Fördermittel zum Aufnahme-Stetigförderer seine Geschwindigkeit in bezug auf Grösse und/oder Richtung so ändert, dass sie mindestens angenähert gleich der Geschwindigkeit des Aufnahme-Stetigförderers wird.
Der Antrieb des Verkettungsgliedes kann durch zwei Triebwerke erfolgen, von denen vorteilhaft das eine das Verkettungsglied in eine Bewegung versetzt, deren Richtung mit der Laufrichtung des Aufnahme-Stetigförderers übereinstimmt, und das andere Triebwerk das Verkettungsglied in Richtung zum Aufnahme-Stetigförderer hin bewegt, wobei zweckmässig ein Triebwerk auf dem anderen montiert ist und jedes Triebwerk vom anderen unabhängige Antriebselemente aufweist.
Das eine der Triebwerke kann ferner einen in Horizontalführungen angeordneten Gleitstab mit Vertikalführungen enthalten, in denen das andere Triebwerk montiert sein kann, das starr mit dem z. B. als Traverse ausgebildeten Verkettungsglied verbundene vertikale Stangen aufweisen kann, wobei die Traverse mindestens eine Stückwarenkammer für die Stückware tragen kann.
Wenn der Aufnahme-Stetigförderer z. B. Stückwarenträger hat, kann die Traversenkammer Einschnitte aufweisen, und die Stückwarenträger des Aufnahme Stetigförderers können Vorsprünge haben, die diesen Einschnitten entsprechen und die während der Stückwarenübertragung an die Stückwarenträger durch die Einschnitte hindurchtreten können, wobei die Geschwindigkeit der Traverse in der Laufrichtung des Stetigförderers vorteilhaft mindestens angenähert der des Aufnahme-Stetigförderers entspricht.
Die Traverse kann schliesslich mehrere Stückwarenkammern tragen, und das Zubringer-Fördermittel kann dieselbe Anzahl parallel laufender Förderer aufweisen; während der Stückwarenaufnahme kann dann neben jedem Förderer eine Stückwarenkammer ankommen.
Im folgenden wird als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. la, lb und 1c drei Arbeitsphasen der Übertragung von Konfektstücken von einem Zubringer-Fördermittel an einen Aufnahme-Stetigförderer in schematischer Darstellung,
Fig. 2 eine axonometrische Darstellung der Ausführungsform,
Fig. 3 ausschnittweise in derselben Darstellungsform die Ausgangsstellung von Aufschieber und Stückwarenkammer am Umsetzer, bezogen auf das Entladungsende des Zubringer-Fördermittels der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform,
Fig. 4 die Stellung der Einheiten der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform beim Verschieben der Konfektstücke durch den Aufschieber vom Entladungsende des Zubringer-Fördermittels aus in die Stückwarenkammer des Umsetzers,
Fig. 5 die Stellung der Einheiten der in Fig.
2 gezeigten Ausführungsform beim Absenken der Stückwarenkammer des Umsetzers,
Fig. 6 die Stellung der Einheiten der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform bei der Annäherung der Stückwarenkammer des Umsetzers an den Stückwarenträger des Aufnahme-Stetigförderers,
Fig. 7 die Stellung der Einheiten der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform im Augenblick der Deckung des Konfektstückträgers des Aufnahme-Stetigförderers durch die Stückwarenkammer des Umsetzers,
Fig. 8 die Stellung der Einheiten der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform nach Durchgang des Stückwarenträgers des Aufnahme-Stetigförderers durch die Stückwarenkammer des Umsetzers,
Fig. 9 die Stellung der Einheiten der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform vor der Rückkehr der Stückwarenkammer des Umsetzers in ihre Ausgangsstellung.
In Fig. 1 weist die Ausführungsform zur Übertra- gung von Konfektstücken an eine Verpackungsmaschine folgende Einheiten auf: Ein Zubringer-Fördermittel 1, auf dem die Konfektstücke at, a2 in mehreren parallelen Reihen zugeführt werden; ein Aufnahme-Stetigförderer 2 der Verpackungsmaschine, der mit den Stückwarenträgern 3 ausgerüstet ist; ein Verkettungsglied 4, das zwischen dem Zubringer-Fördermittel und dem Aufnahme-Stetigförderer angeordnet ist und zum Empfang der Konfektstücke vom Zubringer-Fördermittel 1 und zum Übertragen derselben an den Aufnahme-Stetigförderer 2 dient. Das Verkettungsglied 4 ist mit den Stückwarenkammern 5 für die Stückware ausgestattet.
Das Zubringer-Fördermittel, das diskontinuierlich oder kontinuierlich angetrieben wird, befördert die Konfektstücke a1 und a2 mit der Geschwindigkeit Vt zu seiner Entladungsstelle (Fig. 1). Der Aufnahme-Stetigförderer 2 läuft mit der Geschwindigkeit V2. In Ausgangsstellung liegt das Verkettungsglied 4 unbeweglich am Entladungsende des Zubringer-Fördermittels 1, so dass die Konfektstücke al, die in Reihe am Entladungsende des Zubringer-Fördermittels 1 ankommen, dort je einer Stückwarenkammer 5 des Verkettungsgliedes 4 gegen überstehen. Sie werden auf beliebige Weise vom Entladungsende des Zubringer-Fördermittels 1 aus in die Stückwarenkammern 5 des Verkettungsgliedes 4 geschoben (Pfeil A in Fig. la).
Der in Fig. 1 nicht dargestellte Antrieb des Verkettungsgliedes 4 ist so ausgeführt, dass es bei seinem Lauf vom Zubringer-Fördermittel 1 zum Aufnahme-Stetigförderer 2 seine Geschwindigkeit in bezug auf Grösse und/ oder Richtung so ändert, dass sie mindestens angenähert gleich der Geschwindigkeit des Aufnahme-Stetigförderers 2 ist.
Die Wirkungsweise ist folgende (Fig. lb, 1c):
Nach der Aufnahme der Konfektstücke a1 durch die Stückwarenkammern 5 wird das Verkettungsglied 4 durch den Antrieb in Richtung zum Aufnahme-Stetigförderer 2 (Geschwindigkeit V3) und gleichzeitig in dessen Laufrichtung (Geschwindigkeit V4) bewegt. Die Stückwarenkammern 5 des Verkettungsgliedes 4 durchlaufen somit eine kurvenförmige Bahn, die durch den punktierten Pfeil B in Fig. 1b angedeutet ist. Wenn sie sich am Ende ihrer Bahn dem Aufnahme-Stetigförderer 2 nähern, fällt ihre Annäherungsgeschwindigkeit V3 auf Null ab.
Das Verkettungsglied 4 setzt aber seine Bewegung in Laufrichtung des Aufnahme-Stetigförderers 2 so lange fort, bis die Geschwindigkeiten V4 und V2 gleich gross werden und die Stückwarenkammern 5 den entsprechenden Stückwarenträgern 3 des Aufnahme-Stetigförderers 2 gegenüberstehen. Danach bewegen sich die Stückwarenkammern 5 und die Stückwarenträger 3 nebeneinander mit gleicher Geschwindigkeit, bis in einem bestimmten Bahnabschnitt die Übertragung der Konfektstücke al aus den Stückwarenkammern 5 in die Stückwarenträger 3 durch Aufschieben in Richtung des Pfeils C (Fig. 1c) erfolgt. Bei dieser Übertragung werden dynamische Belastungen der Konfektstücke al vermieden.
Nach dieser Übertragung der Konfektstücke a1 auf die Stückwarenträger 3 des Aufnahme-Stetigförderers 2 wird das Verkettungsglied 4 durch den Antrieb in seine Ausgangsstellung zurückgeführt (Fig. 1a). Zu diesem Zeitpunkt sind die nachfolgenden Konfektstücke a2 bereits in die Fehlstellen am Entladungsende des Zubringer-Fördermittels 1 (Fig. 1b, 1c) nachgerückt, worauf sich das Arbeitsspiel zur Übertragung der Konfektstücke an die Stückwarenträger 3 des Aufnahme-Stetigförderers 2 wiederholt.
In derAusführungsform der Fig. 2 ist derAufnahme- Stetigförderer als kontinuierlicher Kettenförderer mit Konfektstückträgern, das Verkettungsglied als Umsetzer mit Traverse und das Zubringer-Fördermittel als eine Reihe gleichabständiger, parallel laufender Bandförderer 6 ausgebildet. Jeder Bandförderer 6 hat für die Konfektstücke Seitenführungen 7 und eine Oberführung 8. Am Entladungsende jedes Förderers 6 ist ein Anschlag 9 angebracht, der die Konfektstückbeförderung am Band beendet und sich beim Anschlagen des Konfektstückes um eine Achse 10 drehen kann.
Über dem Entladungsende jedes Bandförderers 6 befindet sich ein Aufschieber 11, der zum Übertragen des Konfektstückes vom Bandförderer 6 in die Konfekt stückkammer des Umsetzers dient. Der Aufschieber 11 hat eine Nabe 12 und zwei Hebelarme. Der untere Arm des Aufschiebers 11 ist mit Seitenwänden 13 und einem Obersteg 14 versehen, welche in Ausgangsstellung des Aufschiebers 11 über dem Bandförderer 6 die Verlängerungen der Seitenführungen 7 und der Oberführung 8 darstellen. Der andere Arm des Aufschiebers 11 ist mit einem Kammblech 15 versehen. Am Maschinengestell ist ein unbewegliches Kammblech 16 angebracht, zwischen dessen Zähnen die Zähne des Aufschieberkammbleches 15 durchlaufen.
Letzteres bildet mit dem unbeweglichen Kammblech 16 einen Spalt, in dem eine bewegliche Klappe 17 sitzt.
Diese sperrt den Aufschieber 11 bei Abwesenheit eines Konfektstückes oder bei nicht regelrechter Konfektstücklage am Anschlag 9. In ihrer unteren Stellung sitzt die Klappe 17 unter den Zähnen des Kammes 15 am Aufschieber 11, wo sie die Verschiebung des letzteren nicht behindert. In ihrer oberen Stellung deckt sie dagegen die Lücken zwischen den Zähnen des unbeweglichen Kammes 16 und sperrt so den Aufschieber 11, weil die Zähne seines Kammes 15 dann gegen die Klappe 17 anschlagen. Die Steuerung der Klappe 17 erfolgt durch den Anschlag 9, der als Geber einer Verriegelung des Aufschiebers 11 dient. Die Verbindung zwischen Anschlag 9 und Klappe 17 erfolgt durch eine nicht dargestellte photoelektrische, elektromechanische oder mechanische Verriegelungseinrichtung.
Um das unabhängige Sperren jedes einzelnen Aufschiebers 11 zu erlauben, sind die Aufschieber 11 mit ihren Naben 12 frei drehbar auf eine Antriebsachse 18 aufgesetzt, die für jeden Aufschieber 11 einen Anschlag 19 aufweist. An diesen wird der Aufschieber 11 durch eine Feder 20 angedrückt. Die Antriebsachse 18 ist in Führungen 21 gelagert und wird durch ein Nockenrad 22 axial verschoben und an dessen Arbeitsfläche durch eine Feder 23 angedrückt. Beim axialen Verschieben der Antriebsachse 18 werden die durch die Federn 20 an die Anschläge 19 angepressten Aufschieber 11 mitverschoben. Falls das Konfektstück zu Laufbeginn des Aufschiebers 11 am Anschlag 9 irgendeines Bandförderers 6 fehlt, nimmt dessen Verriegelungsklappe 17 ihre obere Stellung ein und sperrt so den Aufschieber 11.
Die nicht gesperrten Aufschieber 11 der anderen Förderer 6 führen dagegen mit der Achse 18 zusammen den Arbeitshub aus.
In Fig. 2 und 3 ist über dem Bandförderer 6 auf der Achse 24 ein gefederter Riegel 25 angeordnet, der sich von oben gegen den Obersteg 14 abstützt, wenn sich der Aufschieber 11 in Ausgangsstellung befindet. Bei Verschiebung des Aufschiebers 11 mit der Antriebsachse 18 dreht sich der Riegel 25 um seine Achse 24 und nimmt die in Fig. 4 angegebene Lage ein, wodurch das Nachrücken des folgenden, auf dem Bandförderer 6 liegenden Konfektstückes zum Anschlag gesperrt wird, bis der Aufschieber 11 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Erst dann wird der Riegel 25 verschwenkt, so dass das Konfektstück zwischen den Seitenwänden 13 des Aufschiebers 11 zum Anschlag 9 nachrücken kann.
Der als Verkettungsglied dienende Umsetzer hat eine Traverse 26, an deren Konsolen 27 Kontaktstückkammern 28 angebracht sind. Jede Konfektstückkammer 28 hat einen Boden 29, eine Rückwand 30 und Seitenwände 31. Im Boden 29 und in der Rückwand 30 der Konfektstückkammer 28 sind Einschnitte angebracht. Über der Konfektstückkammer 28 ist auf der Konsole 27 ein gefederter Niederhalter 32 mit einem oberen Vorsprung 33 und einem unteren Vorsprung 34 auf seiner Achse angeordnet. Der Niederhalter 32 dient beim Lauf des Umsetzers zum Festhalten des Konfektstückes in der Konfektstückkammer 28.
Zum Öffnen des Niederhalters 32 bei der Zuführung eines Konfektstückes in die Konfektstückkammer 28 durch den Aufschieber 11 ist auf dem Maschinengestell ein unbeweglicher Anschlag 35 vorgesehen, der in Ausgangsstellung der Konfektstückkammer 28 mit dem oberen Vorsprung 33 zusammenarbeitet.
Der Antrieb des Umsetzers erfolgt durch zwei Triebwerke, von denen das eine den Umsetzer in Laufrichtung des Kettenförderers und das andere in Richtung zum Kettenförderer bewegt, wobei ein Triebwerk beweglich auf dem anderen montiert und jedes mit unabhängigen Antriebselementen ausgestattet ist.
Die Traverse 26 des Umsetzers ist starr auf den oberen Enden von senkrechten Stangen 36 befestigt, deren untere Enden durch eine Zugstange 37 miteinander verbunden sind und sich auf eine Leiste 38 abstützen. Die Leiste 38 ist starr mit den Enden von Hebeln 39 verbunden. Diese sind starr auf einer Welle 40 befestigt, die in Lagern 41 des Maschinengestells gelagert ist. An einem Ende der Welle 40 ist ein mit der Stirnkurvenscheibe 43 zusammenarbeitender Hebel 42 starr befestigt.
Die parallelen Stangen 36 sind in senkrecht stehenden Führungsbuchsen 44 gleitend geführt, die starr auf einen waagrecht angeordneten Gleitstab 45 befestigt sind. Der Gleitstab 45 sitzt in Führungen 46 des Maschinengestells und wird durch eine Feder 47 über einen Zwischenhebel 48 an ein Nockenrad 49 angedrückt, das mit der Stirnkurvenscheibe 43 auf ein und derselben Welle 50 angeordnet ist. Um den Hebel 42 an die Stirnkurvenscheibe 43 angedrückt zu halten, ist die Traverse 26 durch Federn 51 mit dem Gleitstab 45 verbunden.
Das eine Triebwerk wirkt also auf den vom Nockenrad 49 betätigten Gleitstab 45, während das andere die vertikalen Stangen 36 aufweist, die in den senkrechten Führungsbuchsen 44 des Gleitstabes 45 angeordnet sind und durch die Stirnkurvenscheibe 43 betätigt werden.
Auf einer Kette 54 des kontinuierlichen Kettenförderers 53 der Verpackungsmaschine sind mehrere Konfektstückträger 52 angebracht. Jeder Konfektstückträger 52 hat einen Sitz, der durch einen Boden 55, eine Rückwand 56 und Seitenwände 57 gebildet ist. Im Boden 55 und in der Rückwand 56 des Konfektstückträgers 52 sind Einschnitte angebracht. Vorsprünge zwischen den Einschnitten am Boden 55 und an der Rückwand 56 des Trägers 52 entsprechen den Einschnitten am Boden 29 und in der Rückwand 30 der Konfektstückkammer 28.
Die Oberflächen der Seitenwände 57 sind abgeschrägt und dienen zum Öffnen des Niederhalters 32 der Konfektstückkammer 28. Sie betätigen nämlich beim Lauf des Konfektstückträgers 52 durch die Konfektstückkammer 28 den unteren Vorsprung 34 des Niederhalters 32.
In einer Öse 58 der Vorderfläche des Konfektstückträgers 52 ist auf einer Achse 59 eine gefederte Leiste 60 angeordnet, deren oberes Ende über den Boden 55 hinausragt und die zum Festhalten des Konfektstückes im Sitz des Konfektstückträgers 52 dient. Eine Leiste 60 ist seitlich mit einem über eine Seitenfläche des Konfektstückträgers 52 herausragenden Stift 61 versehen. Auf den Konsolen 27 des Umsetzers ist eine Kopierschiene 62 angeordnet, die in ein und derselben senkrechten Ebene mit dem Ende des Stiftes 61 liegt. Die Kopier schiene 62 arbeitet mit den Enden der Stifte 61 einer Gruppe Konfektstückträger 52 zusammen und verschwenkt dabei die Leisten 60, so dass ihre oberen Enden den Durchgang der zu übertragenden Konfektstücke in die Sitze der Konfektstückträger 52 nicht behindern.
Die Aufschieber 11, die Kontaktstückkammern 28 und die Sitze der Konfektstückträger 52 liegen in einer senkrechten Ebene, in der die Bewegung der Konfektstückkammern und -träger verläuft. Die Konfektstückträger 52 bewegen sich unter den Entladungsenden der Bandförderer 6 und liegen unter den letzteren in einer solchen Tiefe, dass sie sich zwischen der Oberkante der Konfektstückträger 52 und der unteren Bandfläche der Bandförderer 6 waagrecht bewegen können.
In der Ausgangsstellung des Umsetzers stehen seine Konfektstückkammern 28 so in den Zwischenräumen zwischen den Entladungsenden der Bandförderer 6, so dass der Boden 29 der Konfektstückkammer 28 in einer waagrechten Ebene mit der Bandfläche des Bandförderers 6 liegt.
Bei dieser als Beispiel dienenden Ausführungsform muss der seitliche Abstand zwischen den Bandförderern 6 bzw. den Konfektstückkammern 28 des Umsetzers dem Abstand zwischen den Konfektstückträgern 52 auf der Kette 54 entsprechen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Das Konfektstück gelangt zuerst auf dem Bandförderer 6 zwischen den Seitenwänden 13 des Aufschiebers 11 hindurch zum Anschlag 9. Es steht dort der offenen Konfektstückkammer 28 gegenüber, deren Niederhalter 32 sich an der Seite des Entladungsendes des Bandförderers 6 (Fig. 3) befindet. Gegen die Wirkung der Feder 23 wird die Antriebsachse 18 mittels des Nockenrades 22 in den Führungen 21 axial verschoben.
Mittels des Anschlages 19 wird diese Verschiebung auf den Aufschieber 11 übertragen, der das Konfektstück von der oberen Fläche des Bandförderers 6 aus auf den Boden 29 der Konfektstückkammer 28 (Fig. 2 und 4) schiebt. Während dieser Bewegung des Aufschiebers 11 verschwenkt sich der Riegel 25 unter der Wirkung seiner Feder nach unten und nimmt somit eine Stellung ein, in der das Nachrücken des nächsten Konfektstückes an den Anschlag 9 gesperrt ist. Fehlt ein Konfektstück am Anschlag 9 oder nimmt es eine nicht regelrechte Lage ein, bleibt der Aufschieber 11 gesperrt.
Nachdem das Konfektstück auf diese Weise in die Konfektstückkammer 28 gelangt ist, setzt die Stirnkurvenscheibe 43 mittels Hebel 42 die Welle 40 mit den Hebeln 39 in Bewegung, so dass sich die Leiste 38 abwärts bewegt. Gegen die Wirkung ihrer Federn 51 beginnt sich die Traverse 26 mit den Stangen 36 und der Konfektstückkammer 28 ebenfalls zu senken (Fig. 2 und 5). Dabei löst sich der Vorsprung 33 des Niederhalters 32 vom Anschlag 35; der Niederhalter verschwenkt sich unter Wirkung seiner Feder und hält das Konfektstück in der Konfektstückkammer 28 fest.
Nach der Senkung der Konfektstückkammer 28 ausserhalb des Bereichs des Aufschiebers 11 wird letzterer mittels des Nockenrades 22 und der Antriebsachse 18 in seine Ausgangsstellung zurückgeführt (Richtung Di in Fig. 5), wobei er den Riegel 25 ebenfalls in seine Ausgangsstellung zurückschwenkt.
Beim Fortsetzen ihrer Abwärtsbewegung (Richtung E in Fig. 5) gelangt die Konfektstückkammer 28 unter die untere Bandfläche des Bandförderers 6, wonach der Gleitstab 45 mittels des Nockenrades 49 und des Hebels 48 und gegen die Wirkung der Feder 47 waagrecht in Richtung F, in der Bewegungsrichtung G des Konfektstückträgers 52 (Fig. 2 und 6) verschoben wird. Gleichzeitig erfolgt die waagrechte Verschiebung der Umsetzertraverse 26 mit der Konfektstückkammer 28, die aber dabei ihre Abwärtsbewegung fortsetzt. Beim Abwärtsgang der Traverse 26 betätigt die Kopierscheibe 62 den Stift 61 der Leiste 60, wodurch letztere um die Achse 59 verschwenkt wird.
Wenn sich die Konfektstückkammer 28 in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Konfektstückträgern 52 gesenkt hat und ihr Boden sich in gleicher Höhe mit dem Boden 55 des Konfektstückträgers 52 befindet, wird der Abwärtsgang der Traverse 26 beendet, und sie setzt ihre Bewegung nur in waagrechter Richtung fort. Das Nockenrad 49 ist so profiliert, dass die Umsetzertraverse 26 ihre waagrechte Bewegung bis zu einer Geschwindigkeit beschleunigt, die etwas kleiner ist als diejenige des Konfektstückträgers 52. Dabei holt der Konfektstückträger 52 in einem bestimmten Wegabschnitt die Konfektstückkammer 28 ein, wobei die Vorsprünge seines Bodens 55 und seiner Rückwand 56 durch die Einschnitte im Boden 29 und in der Rückwand 30 der Konfektstückkammer 28 hindurchtreten.
Sobald Rückwände 56 und 30 in der Flucht sind, löst sich der Stift 61 von der Kopierschiene 62, die Leiste 60 wird unter Wirkung ihrer Feder verschwenkt, und die Leistenoberkante schliesst den Sitz des Konfektstückträgers 52. Gleichzeitig betätigt die abgeschrägte Oberfläche der Seitenwand 57 des Konfektstückträgers 52 den unteren Vorsprung 34 des Niederhalters 32, hebt dadurch den letzteren und gibt das Konfektstück in der Konfektstückkammer 28 frei. Im weiteren Verlauf der Bewegung schiebt die Rückwand 56 des Konfektstückträgers 52 das Konfektstück vom Boden 29 der Konfektstückkammer 28 auf den Boden 55 des Konfektstückträgers 28. Dieser läuft dann an der Konfektstückkammer 28 vorbei, wobei sich der Niederhalter 32 der letzteren senkt (Fig. 8).
Zu diesem Zeitpunkt werden durch das Profil des Nockenrades 49 die Geschwindigkeiten der Konfektstückkammer 28 und des Konfektstückträgers 52 ausgeglichen, wonach beide ihre Bewegung mit derselben Geschwindigkeit fortsetzen. Während dieser Bewegung wird die Traverse 26 mit der Konfektstückkammer 28 durch die Stirnkurvenscheibe 43 mittels Hebel 42, Welle 40, Hebel 39, Leiste 38 und Stangen 36 solange in Richtung H (Fig. 8) gehoben, bis die Konfektstückkammer 28 über den Konfektstückträgern T 52, aber unter dem Bandförderer 6 steht. Danach werden die Aufwärtsbewegung der Traverse und ihre waagrechte Bewegung abgebrochen. Darauf wird die Traverse 26 in einer der letzteren entgegengesetzten Richtung mittels des Nockenrades 49 solange verschoben (Pfeil J in Fig. 9), bis der Gleitstab 45 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt.
Schliesslich wird die Traverse 26 durch die Stirnkurvenscheibe 43 wieder in ihre Ausgangsstellung gehoben. Beim Verschieben der Konfektstückkammer 28 in ihre obere Stellung betätigt der Vorsprung 33 des Niederhalters 32 den Anschlag 35, wodurch der Niederhalter 32 verschwenkt und die Konfektstückkammer 28 zur Aufnahme des nächsten Konfektstückes geöffnet wird. Während der beschriebenen Bewegung der Umsetzertraverse 26 wird das nächste Konfektstück mittels des Bandförderers 6 zwischen den Seitenwänden 13 des Aufschiebers 11 zum Anschlag 9 nachgeführt, worauf sich das Arbeitsspiel der Übertra- gung wiederholt.
Die obigen Ausführungen gelten sinngemäss für die mehrreihige Übertragung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Konfektstückträger 52 des Kettenförderers während der Konfektstückübertragung sich bei ihrer kontinuierlichen Bewegung um die gleiche Anzahl von Einheitsabständen verschieben wie Bandförderer 6 vorhanden sind. Die nachrückenden Konfektstücke werden beim weiteren Übertragungsvorgang in die Sitze der Konfektstückträger gelangen, die den Konfektstückträgern folgen, welche während des vorangegangenen Arbeitsspieles mit Konfektstücken beschickt worden sind.
Die oben beschriebene, als Beispiel dienende Ausführungsform lässt erkennen, dass auf diese Weise die dynamischen Belastungen der Stückware auf ein Mindestmass verringert werden.
Bei dieser Ausführungsform ist beachtet worden, dass die eigentliche Übertragung der Stückwaren aus der Stückwarenkammer 5 (Fig. 1) in den Stückwarenträger 3 bei mindestens angenähert gleichen Geschwindigkeiten V2, V4 erfolgt. Sie lässt sich aber auch bei abweichenden Geschwindigkeiten V2, V4 durchführen. Der Geschwindigkeitsunterschied darf jedoch wegen der durch ihn bedingten dynamischen Belastungen der Stückwaren einen zulässigen Höchstwert nicht überschreiten, damit Verformungen oder Beschädigungen der Stückwaren bei der Übertragung vermieden werden.
Die Reihenanzahl der Stückwaren, die vom Zubringer-Fördermittel 1 übertragen werden bzw. die entsprechende Anzahl der Stückwarenkammern 5 am Verkettungsglied 4 ist frei wählbar. Im einfachsten Fall wird vom Zubringer-Fördermittel 1 eine einzige Stückreihe übertragen, wofür das Verkettungsglied nur eine Stückwarenkammer 5 benötigt.