CH476331A - Photoleitfähige Schicht - Google Patents

Photoleitfähige Schicht

Info

Publication number
CH476331A
CH476331A CH1277566A CH1277566A CH476331A CH 476331 A CH476331 A CH 476331A CH 1277566 A CH1277566 A CH 1277566A CH 1277566 A CH1277566 A CH 1277566A CH 476331 A CH476331 A CH 476331A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reaction
photoconductive
layer
isocyanate
groups
Prior art date
Application number
CH1277566A
Other languages
English (en)
Inventor
Nat Kosche Horst Dr Rer
Original Assignee
Renker Belipa Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Renker Belipa Gmbh filed Critical Renker Belipa Gmbh
Priority to CH1277566A priority Critical patent/CH476331A/de
Publication of CH476331A publication Critical patent/CH476331A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G5/00Recording members for original recording by exposure, e.g. to light, to heat, to electrons; Manufacture thereof; Selection of materials therefor
    • G03G5/02Charge-receiving layers
    • G03G5/04Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor
    • G03G5/06Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor characterised by the photoconductive material being organic
    • G03G5/07Polymeric photoconductive materials

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)

Description


      Photoleitfähige    Schicht    Die Erfindung betrifft eine photoleitfähige Schicht  für ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial  mit Umsetzungsprodukten aus Isocyanaten und organi  schen Verbindungen ohne zusätzliche Bindemittel.  



  Die bekannten Photoleiterschichten bestehen allge  mein aus Selen oder verschiedenen Arten von  Mischungen photoleitfähiger Substanzen mit Bindemit  teln von Isolierstoffcharakter. So werden z. B. pig  mentartige Photoleiter in den Bindemitteln fein     disper-          giert.    Organische Photoleiter verwendet man zusam  men mit den Bindemitteln als Bestandteile einer festen  Lösung. Als isolierende Bindemittel sind unter vielen  anderen bereits Umsetzungsprodukte aus Isocyanaten  mit hydroxylgruppenhaltigen organischen Verbindun  gen bekannt.  



  Bei den mit Dispersionen pigmentartiger Photolei  ter und isolierenden Bindemitteln erzeugten Photolei  terschichten sind immer nur die Teilchen der     Photolei-          terschicht    zum     Aufbau    des Bildes, d. h. zum Festhalten  von     Tonerteilchen,    befähigt, die aus Photoleiter beste  hen. Dadurch wird das elektrophotographische Bild  stets eine mehr oder weniger unzusammenhängende,  rasterähnliche Struktur erhalten, die umso stärker in  Erscheinung tritt, je gröber die     dispergierten        Photolei-          terpartikel    sind. Eine besondere Folge davon ist die  unbefriedigende Wiedergabe von Halb- und Farbtönen.  



  Die als Bestandteil fester Lösungen zusammen mit  dem Bindemittel verwendeten löslichen organischen  Photoleiter neigen zum Auskristallisieren und zur Bil  dung körniger Agglomerate oder Ausscheidungen. Das  elektrophotographische Bild erscheint dann unzusam  menhängend. Da infolgedessen eine mit solchen festen  Lösungen gebildete Schicht unregelmässig an photoleit  fähigem Material verarmt, ist die Aufrechterhaltung  einer gleichmässigen Konzentration an wirksamer Sub  stanz in der Schicht über längere Zeit hinaus schwierig.  Schliesslich ist nicht jeder entsprechende Photoleiter  mit jedem brauchbaren Bindemittel zur Bildung einer  festen Lösung befähigt. Wenn eine solche Lösungsaffi  nität besteht, fehlt in vielen Fällen ein für beide Kom-         ponenten    gleichzeitig geeignetes flüssiges Lösungsmit  tel.  



  Demgegenüber bezweckt die Erfindung die Schaf  fung einer photoleitfähigen Schicht, die gleichzeitig       filmbildende    und haftfähige Eigenschaften aufweist und  infolgedessen für die     Präparation    elektrophotographi  scher Materialien besonders geeignet ist.  



  Die erfindungsgemässe photoleitfähige Schicht ist  dadurch gekennzeichnet, dass die photoleitfähige  Schicht wenigstens ein durch Reaktion wenigstens  einer     Isocyanatgruppen    enthaltenden Verbindung mit  wenigstens einer nicht photoleitfähigen organischen  Verbindung gebildetes photoleitfähiges Umsetzungspro  dukt enthält. Diese erwähnten Umsetzungsprodukte  werden im folgenden als  selbsthaftende Photoleiter   bezeichnet.  



  Es liess sich nicht voraussehen, dass man zu neuar  tigen elektrophotographisch wirksamen Produkten ge  langt, wenn man     Isocyanatgruppierungen    enthaltende  Verbindungen mit den erwähnten Verbindungen um  setzt. Es war vielmehr durchaus überraschend, dass die  vorstehend erläuterten     Uriisetzungsprodukte    elektro  photographische Wirksamkeit, also Photoleitfähigkeit,  aufweisen, da analog aufgebaute Produkte lediglich als  isolierende Bindemittel für die     photoleitenden    Bestand  teile bekannt sind. Bei der praktischen Herstellung  elektrophotographischer Materialien stehen diese Bin  demittel in einem deutlichen funktionellen Gegensatz  zur photoleitfähigen Substanz.  



  Zur Herstellung der erwähnten Umsetzungspro  dukte bringt man seinerseits ausgewählte organische  Verbindungen mit wenigstens einer entsprechend reak  tionsfähigen Gruppierung, z. B. einem geeigneten     Sub-          stituenten,    und andererseits     Isocyanatgruppen    enthal  tende Verbindungen zur Reaktion, wobei die ge  wünschten Eigenschaften erzielt werden.  



  Nachfolgend werden mit     Isocyanaten    reaktionsfä  hige Gruppierungen besitzende organische Verbindun  gen als Reaktionskomponente (A), die Isocyanatgrup-      pen enthaltenden Verbindungen als Reaktionskompo  nente (B) bezeichnet.  



  Als Reaktionskomponente (A) sind vorzugsweise  Aryl-, Aralkyl- oder heterocyclische Verbindungen mit  freien Elektronenpaaren,     ferner    auch konjugierte unge  sättigte     aliphatische    Verbindungen geeignet, wobei die  Grundkörper nachfolgend mit Z bezeichnet werden  und beispielsweise ein- oder mehrkernige aromatische  oder ein- oder mehrkernige heterocyclische Rings  steme und/oder ungesättigte aliphatische Systeme, wie  beispielsweise Benzol, Naphthalin, Diphenyl, Pyridin,  Chinolin, Benztriazol, Fluoren, Fluorenon, Imidazol,  Pyrazol, Triazol, Triazin, Pyrimidin, Hydantoin, Purin,  Äthylen, Butadien, Hexatrien u. a. bedeuten.  



  Die Reaktionskomponente (A) besteht aus einem  Grundkörper Z, einem oder mehreren, gleichen oder  ungleichen,     Substituenten    X und gegebenenfalls einem  oder mehreren, gleichen oder verschiedenen     Substituen-          ten    Y. Hierbei bedeutet der Substituent Y eine oder  mehrere Gruppierungen, die als Elektronen-Donatoren  oder -Acceptoren wirksam sind und/oder die Bildung  von Wasserstoffbrücken ermöglichen und/oder Elektro  nenverschiebungen im Grundkörper Z oder im -gebilde  ten Photoleiter, beispielsweise zu mesomeren Zustän  den, -induzieren können. Wenigstens ein Substituent X  muss direkt am Grundkörper Z stehen, wenn der  Grundkörper Z keinen weiteren Substituenten i ent  hält.

   Stehen am Grundkörper Z ein oder mehrere     Sub-          stituenten    Y, so kann der Substituent X auch an einem  dieser Substituenten Y stehen, Bestandteil desselben  sein oder am Grundkörper Z, bzw. in einem     Substitu-          enten    Y so angeordnet sein, dass er an einer nicht oder  gering polarisierbaren Gruppe steht, wie beispielsweise  einem niederen Alkylrest, wobei letzterer weitere     Sub-          stituenten    K enthalten kann.

   Es besteht also die Bedin  gung, dass der Grundkörper Z wenigstens einen     Substi-          tuenten    Y oder im gebildeten Photoleiter wenigstens  einen durch Umsetzung mit organischen Isocyanaten  veränderten Substituenten X enthält, damit der Grund  körper Z und weiterhin der gebildete Photoleiter, gege  benenfalls unter Einbeziehung am Grundkörper Z ge  bundener Substituenten, in die mesomere, also polari  sierte, Form übergehen kann oder zur Elektronenüber  tragung befähigt ist.  



  Zweckmässigerweise wird eine Wirkungsbeeinflus  sung der aus dem     Substituenten    X und wenigstens  einer Isocyanatgruppe gebildeten Gruppierung und  dem Substituenten Y hinsichtlich der möglichen La  dungsverschiebung angestrebt. Man wählt daher die  Stellungen zueinander so aus, dass maximale Ladungs  schwerpunkte gebildet werden, oder die Ausbildung der  Basen- oder Säurestruktur im Sinne von Donator- und  Acceptorkomplexen begünstigt wird,oder dass die     inner-          oder        zwischenmolekulare        Ausbildung    von     Wasserstoff-          brücken    eintreten kann.

   Der     als        Elektronen-Donator     oder     Acceptor    wirksame     Substituent    Y kann gleichzei  tig aus dem     Substituenten    X     durch    Umsetzung mit     Isa-          cyanaten    selbst     erzeugt    werden.  



  Wird zur Herstellung eines selbsthaftenden Photo  leiters eine Reaktionskomponente (A) verwendet, die  mehrere     Substituenten    X enthält, so muss wenigstens  ein     Substituent    X unter Veränderung desselben und  unter     Molekülvergrösserung    mit einem     organischen          Isocyanat    umgesetzt werden, während die anderen in  der unveränderten -Form bestehen bleiben können.  Auch kann der     Substituent    X, insbesondere Wasser  stoff, Bestandteile eines     heterocyclischen    Systems sein.

      Als gegenüber     Isocyanaten    reaktionsfähige Grup  pierungen X sind insbesondere geeignet:  
EMI0002.0038     
    Als     Substituent    Y     sind    geeignet:  
EMI0002.0041     
    
EMI0003.0001     
    wobei R einen aliphatischen Rest mit 1-12 C-Atomen  oder einen Phenylrest bedeutet, der eine oder mehrere  -NO,-, Dialkylamino-, Halogen- oder -CH-Gruppen  oder einen Substituenten X, insbesondere -OH, -NH2,  -NH-Alkyl,  
EMI0003.0002     
    -COOH, -COONH2, oder -SH enthalten kann;

    Acyl stellt eine aliphatische oder aromatische  Mono- oder Polycarbonsäure dar, die eine oder meh  rere Nitro-, Dialkylamino-, Halogen-, Hydroxy- oder  Ketogruppen enthalten kann, wie beispielsweise Ben  zoesäure, 3,5-Dinitrobenzoesäure,     p-Dialkylaminoben-          zoesäure,    Milch-, Ameisen-, Essig-, oder Weinsäure,  Acetessig- oder Oxalessigsäure, Malon-, Bernstein-,    Adipin- oder Terephthalsäure; n bedeutet 1, 2 oder 3.  Bei Polycarbonsäuren kann nur eine     Carboxyl-          gruppe    dem Substituenten X oder Y an einem System  Z angehören. Weiterhin können gleichartige oder ver  schiedene Systeme Z an den Substituenten X oder Y  durch Polycarbonsäuren miteinander verbunden sein.

    Es können aber auch die einen freien Carboxylgruppen  von Polycarbonsäuren an X oder Y des Systems Z ge  bunden und die anderen zur Ester- oder     Dialkylamid-          gruppe    abgewandelt sein.  



  Der     Substituent    K, der vorzugsweise an einem nie  deren aliphatischen Rest zwischen dem System Z und  dem Substituenten X hängt, ist z. B. -Halogen, -R',  -CN, -0R', -NW'2, -COOR', -O-Acyl, -CO-NR2 oder  -SR', wobei R' einen aliphatischen Rest mit 1-6     C-Ato-          men    bedeutet.  



  Zur Erläuterung der vorstehenden Definition für  die Reaktionskomponente (A) werden nachstehend bei  spielsweise einige Strukturformeln solcher Reaktions  komponenten mit den dabei verwendeten Symbolen  versehen:    1. p-Nitro-anilin  
EMI0003.0012     
    2.     Äthyl-(#-hydroxyäthyl)-anilin     
EMI0003.0014     
    3.     (y-Chlor-f-hydroxy-propyl)-äthyl-anilin     
EMI0003.0016     
      4. N,N'-Bis-(3-nitrophenyl)-oxamid  
EMI0004.0001     
    5. Diphenylamin  
EMI0004.0002     
    6. N-(ss-Hydroxyäthyl)-diphenylamin  
EMI0004.0003     
      7. p-Dimethylamino-acetessig-anilid  
EMI0005.0001     
    B.

   N,N'-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-p-phenylendiamin  
EMI0005.0002     
    9. 4-(3-Nitrobenzoyl)-amino-diphenyl  
EMI0005.0003     
    10. 4-Diäthylamino-benzalmalonsäure-mononitril  
EMI0005.0004     
      Als Reaktionskomponente A sind beispielsweise ge  eignet:  m-Nitroanilin  p-Nitroanilin  c-Nitroanilin  c-(m, p)-Nitro-N-äthyl-(B-hydromyäthyl)-anilin  3,5-Dinitroanilin  2-Methyl-4-nitro-5-chlor-anilin  m-Nitro-N acetyl-anilin  m-Nitro-N-methyl-anilin  2-Hydroxy-propylen-di-4-nitro-methylanilin  p-Nitro-N-benzoyl-anilin  4-(Äthyl-N-hydroxyäthyl)-amino-phenylcyanid  m-Nitro-N-(4-dimethylaminobenzoyl)-anilin  p-Nitro-N-(4-nitrobenzoyl)-anilin  p-Dimethylamino-acetessig-anilid  m(o,p)-Mononitroacetessig-anilid  Nitrophonyl-cyanamid  Acetessiganilid  p-Chlor-acetessiganilid  N,N'-Bis-(3-nitrophenyl)-oxamid  N',N'-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-oxamid  2,

  5-Dimethoxy-4-chlor-anilin  2-Nitro-4-chlor-anilin  2,5-Diäthoxy-4-nitroanilin  Äthyl-a-hydroxyäthyl-anilin  (y-Chlor-ss-oxy-propyl)-äthyl-anilin  1-(3'-Aminophenyl)-äthanol sek.  Phenylendiamin (o, m, p)  N-Diäthyl-p-phenylendiamin  N-Diäthyl-N'-methyl-p-phenylendiamin  N     Diäthyl-N'-methyl-(ss-hydroxyäthyl)-p-phenylendi-          amin     N-Diäthyl-N'-acetyl-p-phenylendiamin  N-Diäthyl-N'-benzoyl-p-phenylendiamin  N Dimethyl-N'-(4-nitrobenzoyl)-p-phenylendiamin  N,N'-2-Hydroxy-propylen)-bis-diphenylamin       N-Diäthyl-N'-(4-diäthylaminobenzoyl)-p-phenylandi-          amin     N4-Diäthyl-2-methyl-N1-acetyl-p-phenylendiamin  N-Diäthyl-N'-acetoacetyl-p-phenylendiamin  N-Diäthyl-N'-(2,4-dichlorbenzoyl)-p-phenylendiamin  N,N'-Di-(2-naphthyl)

  -p-phenylendiamin  N,N'-Di-phenyl-p-phenylendiamin  N',N'-Dimethyl-m-phenylendiamin  N,N'-Bis-(4-dimethylaminophenyl)-p-phenylendiamin  N1,N1'-(2-Hydroxy-propylen)-di-N1-methyl-N2- methyl-N2  diäthylamino-p-phenylendiamin  Diphenylamin  N-(B-hydroxyäthyl)-diphenylamin       N-#-Hydroxy-ss-chlor-propyl)-diphenylamin     4,4'-Bis-diäthylamino-diphenylamin  3-Nitro-diphenylamin  3,3'-Di-äthoxy-diphenylamin  4-Nitro-4'-diäthylamino-diphenylamin  4-Methoxy-4'-methylamino-diphenyl     naphthyl-methyl-          amin     4-Oxy-4'-diäthylamino-diphenylamin  Benzidin  N-Diäthyl-N'-äthyl-(ss-hydroxyäthyl)-benzidin  N-Diäthyl-N'-benzoyl-benzidin  N-Dimethyl-N'-methyl-benzidin  N,N'-Di-benzoyl-benzidin  N,N'-Di-(3-dimethylaminobenzoyl)

  -benzidin  4-Acetamino-diphenyl  4-Benzoylamino-diphenyl    4-(-Nitro-benzoyl)-amino-diphenyl  4-(a-Nitro-benzoyl)-amino-diphenyl  4-(p-Dimethylaminobenzoyl)-amino-diphenyl  3,5-4'-Trichlor-4-acetamino-diphenyl  4'-Brom-4-amino-diphenyl  4'-Brom-2-nitro-4-amino-diphenyl  4'-Nitro-3-amino-diphenyl       4'-Nitro-3-N-methyl-(#-hydroxyäthyl)-amino-diphenyl     4'-Nitro-3-(p-dimethylamino-benzoyl)-amino-diphenyl  3,4'-Dinitro-4-amino-diphenyl  2,2'-Diamino-4'-methyl-diphenylcarbonsäure-(4)       2,2'-Bis-diäthylamino-4'-methyl-diphenylcarbonsäure-          (4)     4'-Dimethylamino-diphenyl-carbonsäure-(2)  4'-(p-Nitrobenzoyl)-amino-diphenyl-carbonsäure-(2)       4'-(p-Dimethylaminobenzoyl)-methylamino-diphenyl-          carbonsäure-(2)     4,

  4'-Bis-diäthylamino-diphenyl-carbonsäure-(3)  4-Diäthylamino-diphenyl-carbonsäure-(2)  4-Methylamino-diphenyl-dicarbonsäure-(2,2')  2,2'-Bis-acetamino-diphenyl-carbonsäure-(4,4')  4-Diäthylamino-diphenyl-carbonsäure-(4')  4-Nitro-2'-diäthylamino-diphenyl carbonsäure-(4')  o,(m,p)-Nitrophenol  2,4-Dinitrophenol  2,4-Dichlorphenol  Trinitrophenol  3-Diäthylamino-phenol  a-Nitroso-ss-naphthol  3,5-Bis-(diäthylamino)-phenol  1-Phenoxy-2-amino-4-chlorbenzol  4-Oxydiphenyl  4'-Dibutylamino-4-oxy-diphenyl  4'-Diäthylamino-4-oxy-diphenyl  4'-(o-Nitrobenzoyl)

  -amino-4-oxy-diphenyl  4-Oxy-Naphtoesäurenitril  4-Benzoyl-resorcin  p-Diäthylaminobenzoesäure  m-Nitrobenzoesäure  p-Nitrobenzoesäureamid  p-Nitrobenzoesäurecyanamid  p-Aminobenzoesäure  m-Aminobenzoesäure  o-Aminobenzoesäure  m-Dimethylaminobenzoesäure  m-Dimethylaminobenzoesäure-äthylamid  o-Dimethylaminobenzoesäure  Diäthylamino-anilin-3,5-dicarbonsäure  p-Nitrozimtsäure       p-Nitro-#-cyano-zimtsäure     4-Diäthylamino-benzalmalonsäure-mononitril  4-Diäthylamino-benzalmalonsäureamid-nitril  4-Nitro-benzalmalonsäure-mononitril  2,

  4-Dimethoxybenzalmalonsäure-mononitril  4-Oxy-benzal-malonsäuredinitril       p-Toluolsulfonsäuremethylamid          4-Nitro-diphenyl-sulfonamid-4'          4-Diäthylamino-diphenylsulfonamid-4'          4-Acetylamino-diphenylsulfon-methylamid-4'          Sulfonamidharze          Sulfonamid-Aldehydharze    und Weichmacher       4-Acetylamino-benzolsulfonsäureamid          4-Diäthylamino-benzolsulfonsäureamid          4-Diäthylamino-benzolsulfonsäure-methylamid          a-Naphthol-3-sulfonamid          p-Tolylbiguanid         4,4'-Bis-(diäthylamino)

  -diphenylharstoff (symm.)  Carbazol  2-Oxy-carbazol-3-carbonsäurediäthylamid  2-Nitro-carbazol  5,5-Dimethylhydantoin  Nitroinden  2-Hydroxy-dibenzofuran  2,2'-Dipyridylamin  Pyridin-3-carbonsäure  Pyridin-3-carbonsäureamid  Maleinsäurehydrazid  8-Hydroxychinolin  5-7-Dibrom-8-hydroxychinolin  Phthalimid       N-#-Hydroxyäthyl-phthalimid     3-Dimethylaminophthalimid  3-Nitrophthalimid  3-Diäthylamino-(ss-hydroxyäthyl)-phthalimid  Barbitursäure    Als Reaktionskomponente (B) sind insbesondere  aromatische oder heterocyclische Mono- oder     Poly-          Isocyanate    oder die als Uretdione bezeichneten     Dime-          risierungsprodukte    von Isocyanaten, die zusätzlich  nicht dimerisierte Isocyanatgruppen enthalten können,

    verwendbar. Die Reaktionskomponente (B) kann aus  einem aromatischen oder heterocyclischen System be  stehen, welches mindestens eine Isocyanatgruppe und  gegebenenfalls Substituenten Y enthält, die unterhalb  100  C keine Reaktionsfähigkeit mit Isocyanaten besit  zen. Auch kann die Isocyanatgruppe an einen Rest L  gebunden sein, der -CO- oder -S02 bedeutet und sich  zwischen dem aromatischen oder heterocyclischen  Ringsystem und der Isocyanatgruppe befindet.

   Es kön  nen aber auch polyfunktionelle aromatische oder     hete-          rocyclische    Isocyanate verwendet werden, die partiell  unter Erhaltung wenigstens einer Isocyanatgruppe mit  Mono- oder Polyalkoholen, mit aliphatischen Ätheral  koholen, Äthercarbonsäuren, Mono- oder Polyaminen,  Mono- oder Polycarbonsäuren, Alkylolaminen,     Amino-          carbonsäuren,    Oxycarbonsäuren, Mono- oder     Polyar-          bonsäureamiden,    vorzugsweise aliphatischer oder  cycloaliphatischer Herkunft, aber auch mit Harnstof  fen, Urethanen, Guanidinen, Biguaniden u. a., vor Um  setzung mit der Reaktionskomponente (A) umgesetzt  werden.

   Dabei können die letztgenannten Verbindun  gen gegebenenfalls aliphatische oder aromatische     Sub-          stituenten    enthalten. Auch Mono- und     Dimethylolver-          bindungen    von Harnstoff oder andere, Aminoplaste  bildende Vorkondensate, wie beispielsweise     Dimethy-          loldimethylharnstoff,    können zur Umsetzung herange  zogen werden.  



  Besonders wertvoll sind     für    bestimmte Verwen  dungszwecke Umsetzungsprodukte, die eine oder meh  rere Urethan-Gruppen mit Isocyanaten ausbilden, da  die so erzeugten Photoleiter nicht nur selbsthaftend  sind, sondern meistens in Lösungsmitteln, auch nach  Trocknung der photoleitenden Schicht, gut löslich blei  ben.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass die Wirksamkeit  der Photoleiter erhöht wird, wenn an einem aromati  schen oder heterocyclischen Ringsystem der Reaktions  komponente (B) wenigstens zwei Gruppierungen vor  handen sind, die durch Umsetzung von wenigstens je  einer Isocyanatgruppe mit dem Substituenten X gebil  det wurden. Auch aliphatische Isocyanate, wie bei-    spielsweise Hexamethylendiisocyanat, sind in besonde  ren Fällen brauchbar.  



  Die nachfolgende Tabelle enthält Beispiele für die  Reaktionskomponente (B).  



  Phenylisocyanat  o-(m-p)-Nitrophenylisocyanat  4-Dimethylamino-phenylisocyanat  Toluylen-2,4-diisocyanat  Toluylen-2,6-diisocyanat  N,N'-Di-(3-methyl-4-isocyanato-phenyl)-uretdion  (= dimerisiertes Toluylen 2-4-diisocyanat)  Diphenyl-4,4'-diisocyanat  2-Nitro-diphenyl-4,4'.diisocyanat  N,N,N',N'-Tetramethyl-benzidin-2,2'-diisocyanat  N,N,N',N'-Tetraäthyl-benzidin-3,3'-diisocyanat  3-Methyl-diphenyl-4,4'-diisocyanat  3,3'-Dimethyl-diphenyl-4,4'-diisocyanat  2,2'-Dinitro-diphenyl-4,4'-diisocyanat  3,3'-Dichlor-diphenyl-4,4'-diisocyanat  Diphenyläther-4,4'-diisocyanat  3,3'-Dimethoxy-diphenyl-4,4'-diisocyanat  4,4'-Diphenylmethan-diisocyanat  Benzophenon-4,4'-diisocyanat  Di-phenyl-(dichlormethan)-4,4'-diisocyanat  3,3'-Diaethyl-diphenyl-4,4'diisocyanat  Naphthylen-1,5-diisocyanat  1-Methyl-naphthylen-2,4-diisocyanat  2-Methyl-naphthylen-1,4-diisocyanat  2-Methyl-naphthylen-1,

  5-diisocyanat  Toluylen-2,4-di-sulfonylisocyanat  Diphenyl-4,4'-di-sulfonylisocyanat  Diphenylmethan-4,4'-di-sulfonylisocyanat  Naphthalin-1,6-di-sulfenylisocyanat  Fluoren-2,7-di-sulfonylisocyanat  Fluorenon-2,7-di-sulfonylisocyanat  Dinaphthyloxyd-x,x'-di-sulfonylisocyanat  Benzoylisocyanat  p-Dimethylamino-benzoylisocyanat  Terephthalyl-di-isocyanat  4,4'-Nitro-diphensäure-diisocyanat  Hexahydrodiphenyl-4,4'-diisocyanat  Hexamethylendiisocyanat  Adipinyl-diisocyanat  Triphenylmethan-4,4',4"-triisocyanat  Weitere     Isocyanate    und die abgeleiteten     Uretdione,     die Herstellung weiterer sowie ihre weiteren Umsetzun  gen sind in  Methoden der organischen Chemie        (Houben-Weyl),    4.

   Auflage,     Bd.        VIII,    Sauerstoffver  bindungen     III,    S.119-137 und 220-222, (1952),  Georg     Thieme/Stuttgart    sowie in      Ullmanns-        Encyklo-          pädie    der technischen Chemie , 9.     Bd.,    S.1-14,  (1957), Urban  &      Schwarzenberg/München-Berlin,    be  schrieben.    Die durch Umsetzung der Reaktionskomponenten  (A) an ihren     Substituenten    X mit     Isocyanaten    entste  henden neuen Gruppierungen zwischen den Systemen  der Ausgangsverbindungen haben einen wesentlichen  Einfluss auf ihre Wirksamkeit als Photoleiter.  



  Die     Substituenten    X können je nach Anzahl der  reaktionsfähigen Wasserstoffatome und je nach Art des       Substituenten    ein- oder mehrfach, gegebenenfalls unter       Abspaltung    von     C02    oder     COS,    oder nur partiell mit       Isocyanaten    reagieren. Durch Umsetzung des Substitu-      enten X mit Isocyanaten erzeugte einfache Gruppie  rungen sind beispielsweise die Harnstoff-, Urethan-,  Thiourethan-, Carbonamid-, Sulfonamid-, die     Semicar-          bazon,    die Biuret-, die Carbamidgruppe u. a.  



  Da bei der Umsetzung mit Isocyanaten stets die  Gruppierung  
EMI0008.0003     
    auftritt, lassen sich die Reaktionsprodukte der Kompo  nente (A) mit Isocyanaten erneut mit Isocyanaten um  setzen. Verhältnismässig einfache Verbindungen, z. B.  aliphatische Urethane, insbesondere solche aus     alipha-          tischen    Polyalkoholen, ergeben bereits nach weiterer  Reaktion mit aromatischen Isocyanaten als Photoleiter  wirksame Umsetzungsprodukte. Die nachfolgenden  Formelbeispiele veranschaulichen solche Umsetzungs  produkte in Form heterocyclischer Nebenvalenzringe,  die auch in der Azi-Form dargestellt werden können.  
EMI0008.0006     
    Die weitere Umsetzung wird z.

   B. beeinflusst vom  Verhältnis der Reaktionskomponente (A) zur Reak  tionskomponente (B), von der Reaktionsgeschwindig  keit der Umsetzung noch freier     Substituenten    X mit  Isocyanaten, von der Auswirkung des Substituenten Y  auf X, sowie von der Auswirkung des Substituenten Y  auf X, sowie von der Auswirkung etwa angewandter  Katalysatoren.  



  Zur Herstellung von selbsthaftenden Photoleitern  durch Umsetzung der Reaktionskomponenten A und b  kann man die verschiedensten, z. B. bekannte, Arbeits  weisen benutzen. Eine Auswahl solcher Verfahren ist  in  Methoden der organischen Chemie      (Houben-          Weyl),    Bd. VIII., Sauerstoffverbindungen III. Stuttgart  1952/ S.129-137, 207, 211 beschrieben.  



  Üblicherweise setzt man die Reaktionskomponenten  A und B nach bekannten Methoden um, indem man  diese entweder in höher siedenden inerten Lösungsmit  tel     miteinander    erwärmt oder sie in     Abwesenheit    von    Lösungsmitteln umsetzt.

   Sind mehrere, aber unter  schiedliche, Substituenten X vorhanden und sollen  diese nur     partiell    oder nacheinander,     gegebenenfalls     mit     unterschiedlichen        Isocyanat-Komponenten,    umge  setzt werden, ist es     zwecksmässig,        mehrstufig    zu arbei  ten, indem man beispielsweise basische Gruppen -oder  Na-Sulfonamide bei Reaktionstemperaturen unter  100  C, dagegen andere     Säureamide    oder     phenolische          Hydroxylgruppen    bei 140-180  C umsetzt.

   In beson  deren     Fällen,        insbesondere        dann,        wenn        Substituenten    X  vorliegen, die durch     Substituenten    Y in ihrer Reak  tionsfähigkeit herabgesetzt sind, erwärmt man das  Reaktionsgemisch     zweckmässig    über 180  C hinaus. In  gewissen Fällen ist die Verwendung bekannter Kataly  satoren, insbesondere solcher, die sich leicht aus dem  gebildeten Harz entfernen lassen, wertvoll.

   Nehmen       Carboxylgruppen    oder     Sulfonsäuren    an der     Umsetzung     teil, so ist es zweckmässig, die Reaktion     zur    Erzeugung  der     selbsthaftenden    Photoleiter entweder in der ersten      Reaktionsstufe, die unter Ausbildung von     gemischen     Diacylamiden der Carbonsäure bzw. Sulfonsäure mit  der Carbamidsäure angesehen werden können, zu un  terbrechen oder unter Steigerung der Temperatur die  Reaktion unter Abspaltung von Kohlendioxyd weiter  zu führen.

   Will man unterschiedliche Substituenten X  gemeinsam umsetzen, so hat es sich als besonders  zweckmässig erwiesen, wenn die Reaktionskomponen  ten bei Temperaturen zwischen 160-220  C in der  Schmelze so umgesetzt werden, dass der gebildete  selbsthaftende Photoleiter in Lösungsmitteln löslich  bleibt und noch keine dreidimensionale Vernetzung  eintritt.  



  Eine andere Ausführungsform besteht darin, Gemi  sche verschiedener Reaktionskomponenten A mit einer  Reaktionskomponente B oder mit Gemischen solcher  umzusetzen. Geringe Anteile nicht umgesetzter Reak  tionskomponenten A im Photoleiter vermindern die  Wirksamkeit als Photoleiter nicht.  



  Für spezielle Anwendungsformen ist es weiterhin  zweckmässig, die Umsetzung der Reaktionskomponen  ten A und B oder ihrer Gemische so zu steuern, dass  noch Isocyanatgruppen im selbsthaftenden. Photoleiter  erhalten bleiben. Hierdurch gelingt es, weitere Umset  zungen durchzuführen. Sind freie Isocyanatgruppen  vorhanden, so vernetzt diese beispielsweise bei Tempe  raturerhöhung unter Ausbildung unlöslicher, gegebe  nenfalls noch thermoplastischer photoleitender Schich  ten. Auch können als bekannt vorausgesetzte mit     Iso-          cyanaten    vernetzend wirkende Stoffe, wie Polyamine,  Polyalkohle u. a. der photoleitenden Schicht zugesetzt  werden. Üblicherweise genügt ein geringer Zusatz von  Wasser oder einer polyfunktionellen Reaktionskompo  nente A.

   Durch Zusatz geringer Anteile Wasser lässt  sich ein kautschukelastischer Zustand der Photoleiter  erzeugen. Durch Einlagerung von Luft oder Gasen,  z. B. durch Verschäumen in dünnen Schichten, lassen  sich photoleitfähige Schichten ausbilden, die einen er  heblich verringenden Randeffekt zeigen.  



  Eine andere Ausführungsform besteht darin, zur       Erzeugung    selbsthaftender Photoleiter in die Reaktion  der Reaktionskomponenten A und B weitere organi  sche Verbindungen, die bei Umsetzung keine photolei  tende Wirkung erzeugen, aber ebenfalls Substituenten  X oder Isocyanatgruppen enthalten, miteinzubeziehen.  Verbindungen dieser Art sind vorzugsweise aliphati  sche insbesondere langkettige Alkohole, Fettsäuren,  aliphatische Amine, Esteralkohole, Polyäthylenglykole  mit freien OH-Gruppen, langkettige aliphatische  Mono-Isocyanate u. a. mehr.

   Durch Zusatz derartiger  Stoffe lassen sich die selbsthaftenden Photoleiter über  ihre schon gegebene Vielfältigkeit hinaus noch weiter  in Eigenschaften, wie beispielsweise in der Löslichkeit,  in der Plastizität und Härte, in der Haftfähigkeit auf  Unterlagen, sowie in ihrem photoelektrischen Verhal  ten, verändern. Es ist daher möglich, die selbsthaften  den Photoleiter mannigfaltigen Anwendungsformen an  zupassen.  



  Üblicherweise erzeugt man die selbsthaftenden Pho  toleiter vor ihrer Aufbringung als photoleitende  Schicht, isoliert die Photoleiter gegebenenfalls und ver  arbeitet sie in gelöster Form, als Dispersion oder  Schmelze zur photoleitenden Schicht. Es ist auch mög  lich, den selbsthaftenden Photoleiter als photoleitende  Schicht auf dem Trägermaterial direkt aus den Reak  tionskomponenten zu erzeugen. Hierzu trägt man ein  Gemisch der Reaktionskomponenten auf den Träger    auf und bildet die photoleitende Schicht unter Tempe  raturerhöhung und gegebenenfalls unter gleichzeitiger  Vertreibung von Lösungsmitteln.

   Diese Arbeitsme  thode ist dann besonders empfehlenswert, wenn Reak  tionskomponenten A verwendet werden, die mehrere       Substituenten    X, oder     Substituenten    X mit mehreren  aktiven Wasserstoffatomen tragen, oder wenn die  durch Umsetzung des Substituenten X mit der     Isocya-          natgruppe    gebildeten neuen Gruppierungen besonders  aktive Wasserstoffatome enthalten. Der photoleitenden  Schicht können andere Stoffe, z. B. zur Erhöhung der  Lichtempfindlichkeit, einverleibt werden.

   Geeignet  hierzu sind insbesondere aromatische oder     heterocy-          clische    Verbindungen, die stark polare Gruppierungen  enthalten, insbesondere Stoffe dieser Art, die zur Aus  bildung organischer Molekülkomplexe befähigt sind,  wie Polyalkylamine, Dialkylaminocarbonsäureester  oder Di-Alkylamide, Polynitroverbindungen u. a., wie  beispielsweise Tetraäthyl-p-phenylendiamin, x-Diäthyl  aminobenzoesäurediäthylamid, Dinitrophenoläther,  1,1-Dipheny12-picryl-hydrazin, 2-Nitro-5-chlortoluol,  Trinitrobenzoesäureester u. a., vergl. Pfeiffer:  Organi  sche Molekülverbindungen , 1922, Stuttgart, Verlag  von Ferd. Enke.  



  Einige der erwähnten Photoleiter zeigen allgemein  eine Lichtempfindlichkeit im Bereich von  3000-4200 A. Bei diesen ist es für viele Anwendungs  formen zweckmässig, sie durch Zusatz bekannter und  gebräuchlicher Sensibilisatoren, wie sie aus der Halo  gensilberphotographie bekannt sind, oder solcher  Stoffe, die Indikatoren für Wasserstoffionenkonzentra  tion oder für Oxydation oder Redox-Potentiale ge  bräuchlich sind, aber auch Chelate-Bindungen ausbil  dender Farbstoffe für das Spektrum der zur Belichtung  verwendeten Lichtquelle empfindlich zu machen, wenn  nicht Bogen- oder Quecksilberdampflampen benutzt  werden. Üblicherweise setzt man 0,3-3 % Sensibilisato  ren der elektrophotographischen Schicht zu. Beispiels  weise sind folgende Farbstoffe geeignet, zu deren  Kennzeichnung die in Schultz-Farbstofftabellen, 7.

    Auflage, Leipzig 1931, angeführten Nummern herange  zogen werden. Triarylmethanfarbstoffe, wie Brillant  grün (Nr.760), Kristallviolett (Nr.785), Methylviolett  (Nr.783), Viktoriablau-Base (Nr.822), Nachtblau  (Nr. 823), Säureviolett (Nr. 824/831), Cyanin B  (Nr. 829), Xanthenfarbstoffe, wie Rhodamin B  (Nr. 864), Rhodamin 5 G (Nr. 862), Rhodamin 3 G  (Nr. 868), Acridinrot B (Nr. 854), Methylenrot  (Nr. 856), Echtsäureeosin G (Nr. 870), Fluorescein  (Nr. 880), Erythrosin pina (Nr. 886);

   Eosin S  (Nr.883), Tetrajodfluorescein, Dijodfluorescein, Rose  bengale (Nr.869), Polymethinfarbstoffe wie     Carbocy-          amine    u. a., Acridinfarbstoffe, wie Acridingelb  (Nr. 914), Chinolinfarbstoffe, wie Dicyanin A  (Nr.928), Chinolinrot (Nr.920), Chinolinblau       (Nr.921),        Äthylrot        (Nr.923),        Pinaverdol        (Nr.923),          Orthochrom    T (Nr. 923),     Pinachromviolett    (Nr.

   923),       Pinacyanolblau        (Nr.926),        Pinachromblau        (Nr.924),          Thiazinfarbstoffe,    wie     Methylenblau    (Nr. 1038),     Aliza=          ringranat    (Nr. 1144),     Chinizarin    (Nr. 1148),     Azinfarb=     Stoffe, wie     Safranin    T (Nr. 967),     Morin,        Sulfophtha-          leine:     Als Träger für die erzeugten Schichten können  sowohl elektrisch leitende als auch halbleitende oder  nichtleitende Grundstoffe wie:

   Metallkörper oder       -folien,    insbesondere     Druckformträger,    mit Metallen  überzogene oder im     Vacuum    mit Metall bedampfte      oder in anderer Weise leitfähig gemachte     Kunststoff-          folien,    Papiere,     Faservliese,    Gewebe,     Holzfurniere        oder     Gläser; z. B. Kunststoffolien aus Polycarbonaten oder  Celluloseestern usw., verwendet werden.Aber auch  Träger, die durch Bestrahlung mit elektromagnetischen  Wellen, Korpuskularstrahlen oder radioaktiven Isoto  pen leitfähig gemacht werden können, sind nach Be  strahlung geeignet. Auf dieses Trägermaterial bringt  man die photoleitende Schicht auf.

   Dabei sind Schicht  dicken zwischen 0,003-0,03 mm besonders wertvoll.  



  Zur Erzeugung der photoleitenden Schicht ist es  zweckmässig, die selbsthaftenden Photoleiter oder ihre  Reaktionskomponenten z. B. im gelösten Zustand, als  Dispersion, als solvatisierte Gele oder aus der  Schmelze auf das Trägermaterial aufzubringen, wobei  gegebenenfalls die Lösungsmittel     vertrieben    werden  oder die Schmelze durch Abkühlen zum Erstarren ge  bracht wird. Auch können Gemische unterschiedlicher  selbsthaftender Photoleiter und/oder ihrer Reaktions  komponenten und/oder von Hilfsstoffen gemeinsam zur  Erzeugung der photoleitenden Schicht verwendet wer  den.

   Zur Erhöhung der Abriebfestigkeit, insbesondere  dann, wenn die selbsthaftenden Photoleiter noch freie  Isocyanatgruppen enthalten, die zur dreidimensionalen       Vernetzung    geeignet sind, oder wenn die photoleitende  Schicht direkt aus den Reaktionskomponenten erzeugt  wird, ist es zweckmässig, die aufgetragene Schicht  nachträglich auf 120-180  C zu erwärmen. Werden  saugfähige Träger zur Erzeugung von elektrophotogra  phischem Material verwendet, so ist es zweckmässig,  diese vorher beispielsweise mit in Wasser löslichen  oder quellbaren Kolloiden zu beschichten, damit die  photoleitende Schicht nicht in das Trägermaterial ein  sinken kann und dadurch ungleichmässig ausgebildet  wird.  



  Wird die photoleitende Schicht auf einen transpa  renten Träger aufgetragen, so erhält man elektrophoto  graphisches Material, welches nach Bilderzeugung als  Vorlage zum Weiterkopieren auf beliebige lichtemp  findliche Materialien verwendet werden kann.  



  Die photoleitende Schicht kann bei Verwendung  geeigneter filmbildender Umsetzungsprodukte in genü  gender Stärke auch selbsttragend ausgebildet sein.  



  Den elektrophotographisch wirksamen filmbilden  den und haftfähigen Umsetzungsprodukten können fer  ner auch Photoleiter anderer     Art,    wie im selbsthaften  den Photoleiter lösliche oder dispergierbare organische  Photoleiter, photoleitende Pigmente, photoleitende  Metallverbindungen wie beispielsweise Zinkoxyd, Blei  chlorid, Zinksulfid, oder organische Metallkomplexver  bindungen, ferner auch nicht photoleitende Pigmente,  beispielsweise Titandioxyd oder Blanc-fixe, zugesetzt  werden.  



  Die elektrophotographische Funktion von Schich  ten, die als Photoleiter Zinkoxyd allein in einem ge  bräuchlichen Bindemittel     dispergiert    enthalten, wird  ursächlich ihrer oberflächigen Beladung mit negativen  Sauerstoffionen zugeschrieben, die nur bei der Aufla  dung unter einer negativen Corona entstehen. Im Ge  gensatz dazu wurde gefunden, dass sich aus Kombina  tionen eines selbsthaftenden Photoleiters mit Zinkoxyd  in bestimmten Verhältnissen photoleitende Schichten  erzeugen lassen, die sich sowohl unter einer negativen  als auch unter einer positiven Corona aufladen lassen.  Im Mechanismus dieser zur Bilderzeugung führenden  Funktion weisen beide Arten der     Schichtpräparation     also einen wesentlichen Unterschied auf.

      Farb- und Halbtöne eines Originals werden von  elektrophotographisch wirksamen Oberflächen, die mit  der genannten Kombination     präpariert    sind, praktisch  kornlos, gleichmässig zusammenhängend und mit wei  chen Tonübergängen reproduziert, in sehr deutlichem  Gegensatz zu Kopien, die mit Hilfe von Zinkoxyd im  Gemisch mit isolierenden Bindemitteln erstellt wurden.  Diese ausgezeichnete Wiedergabe ist offenbar dadurch  verursacht, dass bei der Kombination von pigmentarti  gen Photoleitern, z. B. Zinkoxyd, mit den Umsetzungs  produkten alle Bestandteile der Oberfläche Photoleiter  sind und als solche gemeinsam am Bildaufbau teilneh  men.

   Dieser Bildaufbau stellt sich also als das Ergebnis  einer spezifischen Überlagerung von zwei unterschied  lichen elektrophotographischen Wirkungsmechanismen  dar, die sich zumindest insoweit vorteilhaft ergänzen,  als beide die bildgemässe Anziehung von Tonerteilchen  bewirken.  



  Besonders wertvoll sind für die Kombination mit  pigmentartigen Photoleitern, insbesondere Zinkoxyd,  aber auch Stoffe, die durch Umsetzung von Reaktions  komponente A mit Isocyanaten erzeugt wurden, wobei  Z ein aromatisches System und X eine Mono- oder     Di-          (ss-Hydroxy)    alkylaminogruppe oder eine Äthyl-,     (#-          Hydroxy)    alkylaminogruppe trägt, und diejenigen  selbsthaftenden Photoleiter, die durch Umsetzung von  Sulfonamidgruppen enthaltenden organischen Verbin  dungen, gegebenenfalls unter Einkondensation von  Aldehyden, mit     Isocyanaten    erzeugt werden.  



  Als     Sulfonamidkomponenten    können     Aryl-,        Aral-          kyl-    oder     heterocyclische    Sulfonamide, die weitere       Substituenten,    insbesondere -OH,     -NH2,        -NH-Acyl,          -CN,    -NI",     -NR-Acyl,    -N02,     =N-OH    -Gruppen ent  halten, verwendet werden, wobei R" einen niederen       aliphatischen    Rest,     Phenyl    oder einen     Heterocyclus     und     Acyl    eine     Monocarbonsäure,

      insbesondere aus der       Fettsäurereihe,    bedeutet. Das Stickstoffatom der     Sulfo-          namidgruppe    kann weiterhin einmal mit einem niede  ren     aliphatischen    Rest substituiert sein, während das  zweite     H-Atom    derselben unter Ausbildung einer     Alky-          lolgruppe    mit Aldehyden umgesetzt sein kann.

   So sind  gebräuchliche     Sulfonamidharze    sowohl in flüssiger als  auch fester Form nach Umsetzung     mit        Isocyanaten    zur  Erzeugung selbsthaftender Photoleiter geeignet, die in  Kombination mit     Zn0    der positiven     Aufladung    zu  gänglich sind. Eine Auswahl geeigneter Ausgangsver  bindungen ist nach Herstellung und Eigenschaften in   Kunststoffe  39. Jahrgang, S. 109-113, (1949),     Carl-          Hanser-Verlag/München,    beschrieben.  



  Eine andere Ausführungsform des elektrophotogra  phischen Verfahrens besteht darin, das nach Bilderzeu  gung auf dem elektrophotographischen Material elek  trostatisch haftende     Tonerbild,    vorzugsweise im elektri  schen Feld und/oder durch Anpressen auf andere flä  chig geformte Materialien, insbesondere auf Papiere,  Kartons, Kunststoffolien, Holz oder isolierend lackierte       Metalloberflächen,    zu übertragen. Unter Verwendung  der selbsthaftenden Photoleiter erstellte elektrophoto  graphische Materialien sind zur mehrfachen Bilderzeu  gung geeignet.

   Weiterhin ist es möglich, durch Auswahl  geeigneter     Tonersysteme    und bei entsprechender Ruf  ladung, beispielsweise von negativen Mikrofilmorigina  len, positive Reproduktionen auf dem elektrophotogra  phischen Material direkt zu erzeugen.  



  Die beschriebenen Photoleiter sind für die Erzeu  gung elektrophotographischer Materialien besonders  vorteilhaft, weil sie ohne jeden Zusatz von Binde- oder      sonstigen Hilfsmitteln zur Präparation wirksamer  Schichten verwendet werden können. Die Zubereitung  eines Präparationsgemisches ist unter Verwendung der  Photoleiter möglich, da für das einphasige Produkt  allein reichlich Lösungsmittel zur Verfügung stehen.  



  Beim Eindicken seiner Lösung und während deren  Verarbeitung ist bei einer unkombinierten Präparation  keine unterschiedliche Verteilung getrennt vorliegender  Photoleiterteilchen zu befürchten. Daneben können die  beschriebenen Verbindungen zum grossen Teil aus  relativ billig im Handel erhältlichen Produkten herge  stellt werden. Ihre Fabrikation wird durch diese Vor  teile wesentlich erleichtert sowie einheitlicher und  gleichmässiger gestaltet.  



  Die neuen photoleitfähigen Verbindungen bilden  nach dem Auftrag hochwertige, vorzugsweise hartela  stische, abriebfeste Schichten und sind durch eine ganz  vorzügliche Haftfähigkeit auf den mannigfaltigsten Un  terlagen, insbesondere auf Metallen, aber auch auf  Papier, ausgezeichnet, da sie neben der Photoleitfähig  keit in der Mehrzahl die für Lacke, Klebstoffe und  Elastomere geschätzten Eigenschaften der     Isocyanat-          Polyaddukte    besitzen. Viele von ihnen können zu einer  unlöslichen elektrophotographisch wirksamen Schicht  verarbeitet werden. Sie liegen in molekularer Vertei  lung vor und garantieren deshalb das höchstmögliche  Mass an Gleichmässigkeit ihres elektrophotographi  schen Effektes.

   Eine Konstruktur der mit ihrer Hilfe  erzeugten Schichten ist selbst bei einer Kombination  mit pigmentartigen Photoleitern nicht festzustellen. Die  vorzugsweise einphasige Schichtpräparation mit den  beschriebenen Umsetzungsprodukten verhindert auch  deren Entmischung und Verarmung an wirksamer Sub  stanz durch Ausscheidung, wie Kristallisation oder  Agglomeration der Photoleiter-Bestandteile. Die elek  trophotographisch wirksamen     Gruppierungen    der  schichtbildenden molekulardispersen Produkte können  je nach deren gewähltem Aufbau bei definierter räum  licher Anordnung im Molekülverband verschiedenartig  sein und z. B. unterschiedliche Spektralempfindlichkeit  besitzen. Infolgedessen haben die Produkte auch dann  Homogenität und gleichmässige Wirksamkeit, wenn  ihre Photoleitfähigkeit, z.

   B. in Bezug auf die Lichtab  sorption, besonderen Anforderungen angepasst werden  muss. Durch Einbeziehung ausgewählter reaktionsfähi  ger Komponenten in das Molekül der beschriebenen  Verbindungen sind auch dessen sonstige Funktionen  wertvoll variierbar.  



  So können z. B. Gruppierungen mit der Funktion  eines Elektronen-Donators und solche mit der Funk  tion eines Elektronen-Acceptors im gleichen Molekül  mit räumlich günstiger Struktur angeordnet werden.  Die Produkte lassen also eine breite Variation ihrer  physikalischen Eigenschaften zu und sind damit sehr  anpassungsfähig an gewünschte Anwendungsformen.  



  Der Vorteil einer Kombination der beschriebenen  neuartigen elektrophotographisch wirksamen Verbin  dungen mit bekannten     pigmentartigen    Photoleitern,  z. B. Zinkoxyd, ist vor allem die erzielbare praktisch  kornlose, gleichmässig zusammenhängend erschei  nende, tonstarke Bildwiedergabe durch eine entspre  chend präparierte Schicht. Farb- und Halbtöne eines  Originals werden von ihr ausgezeichnet reproduziert.  Daneben können Schichtkombinationen aus selbsthaf  tenden Photoleitern mit Zinkoxyd zum Vorteil der An  wendungstechnik nicht nur negativ,     sondern    auch posi  tiv aufgeladen werden,    Aufladung, Belichtung, Entwicklung, gegebenen  falls Übertragung, Fixierung etc. erfolgen in üblicher  Weise mit den bekannten Hilfsmitteln.  



  Die nachfolgenden Beispiele sollen das Verfahren  erläutern.  



  Beispiel 1  Man verwendet als Isocyanatkomponente ein modi  fiziertes Triisocyanat, welches drei freie     Isocyanatgrup-          pen    im Molekül enthält und durch Umsetzung von  1 Mol Trimethylolpropan mit 3 Mol 2,4- oder     2,6-          Toluylendiisocyanat    erhalten wurde, wobei die Umset  zung an der Isocyanatgruppe erfolgte, die zur Methyl  gruppe paraständig ist. Das Produkt wird als     75-          gewichtsprozentige    Lösung in Äthylacetat eingesetzt.  



  18,2 g N-Diäthyl-N'-acetyl-p-phenylendiamin  29,2 g der Isocyanatlösung und  30 ml Cyclohexanon werden unter Rückfluss  30 Minuten zum Sieden erhitzt.    2 Raumteile der erhaltenen Lösung werden mit  1 Raumteil Dioxan und 1 Raumteil Aceton verdünnt.  Mit der Mischung wird eine     glanzeloxierte    Aluminium  platte beschichtet. Die Schicht wird bei 140  C 3 Mi  nuten getrocknet. Die harte photoleitende Schicht haf  tet gut auf dem Trägermaterial. Das elektrophotogra  phische Material ist hoch lichtempfindlich bis zum  langwelligen UV-Spektralbereich. Durch Zusatz von  1 % Safranin T oder 0,5 % Eosion (blaustichig) zur  Sensibilisierungslösung erhält es eine hohe Glühlam  penlichtempfindlichkeit.  



  Nach negativer Aufladung, bildgemässer Belichtung  von 4 Sekunden mit einer 150-W-Glühlampe und Ent  wicklung mit handelsüblichem     triboelektrischem    Toner  aus Harz und Russ     ( Graph-O-Fax    39/50 ) der Philip  A.     Hunt    Co.,     Palisades        Parc,    New Jersey, USA) und  Glaskugeln erhält man ein kontrastreiches positives  Bild der Vorlage.  



  Die photoleitende Schicht lässt sich auch durch       Entschichten    mit einem Gemisch aus 80 Raumteilen  Äthanol, 10 Raumteilen     Methylglykol    und 10 Raumtei  len konzentrierter Phosphorsäure in lithographische  Druckformen, insbesondere für das     Offsetverfahren,          umwandeln.       <I>Beispiel 2</I>  20,5 g     Anthranilsäure     87,5 g der     Isocyanatlösung    von Beispiel 1,  werden in  500 ml     Cyclohexanon,     250 ml     Dioxan        und     250 ml Aceton kalt gelöst.  



  Die Lösung wird bei Zimmertemperatur in der  Zentrifuge auf ein glanzeloxiertes Aluminiumblech auf  getragen und anschliessend 5 Minuten unter Vertrei  bung der Lösungsmittel bei 160-180  C umgesetzt. Es  entsteht eine fest haftende, harte und glänzende, homo  gene praktisch farblose, in Lösungsmitteln unlösliche,  photoleitende Schicht mit guter Lichtempfindlichkeit  im     Spektralbereich    der     Quecksilberhochdrucklampe.         Beispiel 3  47,5 g m-Dimethylaminophenol und  87,5 g Isocyanatlösung nach Beispiel 1  werden in  150 ml Methylcyclohexanon gelöst und unter  Rückfluss 2,5 Stunden bei 150-155 C  umgesetzt.

      Zur Herstellung der photoleitenden Schicht in der  gewünschten Stärke wird die Reaktionslösung mit so  vielen Anteilen niederer     Ketone    versetzt, dass je nach  Auftragsvorrichtung eine Schichtdicke von ca.  0,006 mm erhalten wird. Der selbsthaftende Photolei  ter ist hoch lichtempfindlich im     Spektralbereich    von  Quecksilberhochdrucklampen oder     UV-Leuchtstoffröh-          ren.    Kurze Belichtungszeiten erzielt man ebenfalls mit  Xenon-Hochdruckröhren, wie sie in Elektronenblitzge  räten verwendet werden.  



  Zur Herstellung einer Druckplatte, insbesondere  für das Offsetdruckverfahren, wird als Trägermaterial  eine oberflächig eloxierte Aluminiumfolie verwendet.  Auf diese trägt man in gleichmässiger Stärke eine     3-          gewichtsprozentige    wässrige Gelatinelösung auf und  trocknet sie. Hierauf wird die obige verdünnte Lösung  unter Zusatz von 0,5 % Rose bengale und 0,2 %     Chi-          nolinblau    aufgetragen und anschliessend bei 130  C ge  trocknet. Die elektrophotographische Druckplatte ist  hoch lichtempfindlich im Glühlampenlicht und führt  nach Aufladung und bildgemässer Belichtung, Ent  wicklung, Fixierung und     Entschichtung    zu einer Druck  form, die viele kontrastreiche Abzüge liefert.  



  <I>Beispiel 4</I>  20,3 g Acetanilid werden in  100 ml Cyclohexanon warm gelöst.  Die Lösung wird mit  43,8 g der Isocyanatlösung von Beispiel 1  versetzt und bei ca. 150  C etwa 7 bis  10 Minuten umgesetzt. Der selbsthaftende  Photoleiter muss noch in Cyclohexanon  löslich und durch Dioxan verdünnbar sein.    Die Reaktionsmischung wird mit dem gleichen  Volumenanteil Äthylacetat verdünnt. Mit der erhalte  nen Lösung wird ein glanzeloxiertes Aluminiumblech  beschichtet. Die Schicht wird bis zur völligen Vertrei  bung der Lösungsmittel bei 160  C getrocknet.  



  Nach negativer Aufladung, Belichtung unter einer  negativen Vorlage und Entwicklung wie in Beispiel 1  erhält man ein positives Bild. Diese photoleitende  Schicht ist daher zur Bildumkehrung geeignet.    <I>Beispiel 5</I>  Als Isocyanat wird ein im Handel erhältliches  modifiziertes Triisocyanat ( Desmodur L  der Farben  fabriken Bayer; Leverkusen, Deutschland) verwendet,  das durch Umsetzung eines Isomerengemisches von  2,4- und 2,6-Toluylendiisocyanat mit einem Polyalko  holgemisch hergestellt wird und neben     Isocyanatgrup-          pen    Urethangruppen enthält. Das Produkt wird in  Form einer 75 -gewichtsprozentigen Lösung in     Äthyla-          cetat    eingesetzt.

      21 g 2 Methyl-4-nitro-5-chlor-anilin und  43,7 g der Isocyanatlösung werden in  110 g Cyclohexanon gelöst und 10 Minuten  bei 135-l44  C umgesetzt. Während  der Umsetzung wird das Reaktions  produkt hoch viskos. Wird die Tem  peratur überschritten, so wird das  Umsetzungsprodukt unlöslich.    Die Reaktionslösung wird mit dem gleichen Volu  men Cyclohexanon verdünnt und anschliessend auf  eine Kupferfolie zur Erzeugung der photoleitenden  Schicht aufgetragen und bei 160  C getrocknet.  



  Die photoleitende Schicht haftet fest auf der  Metallfolie, besitzt eine hohe Abriebfestigkeit und ist  in Lösungsmitteln unlöslich.  



  Nach negativer Aufladung, Belichtung unter einer  positiven Vorlage mit einer Quecksilberhochdruck  lampe und Entwicklung mit einem     triboelektrischen     Entwickler aus Russ, Harzpuder und Glaskugeln ent  steht ein positives Bild der Vorlage.    <I>Beispiel 6</I>  31,4 g p-Brom-acetanilid und  39,6 g der Isocyanatlösung von Beispiel 5  werden in.  



  100 ml Cyclohexanon gelöst und 2 Stunden  unter Rückfluss bei 148-150  C umge  setzt. Anschliessend werden unter Rühren  95 ml Cyclohexanon abdestilliert, wobei die  Temperatur auf 200  C steigt. Bei  Beginn der stark exothermen Reaktion  wird     sofort    abgekühlt. Anschliessend  wird das in der Kälte glasig erstarrende  Harz in  400 ml Cyclohexanon gelöst.  



  Zur Erzeugung der photoleitenden Schicht wird ein  Aluminiumblech mit der erwärmten Lösung des Harzes  beschichtet und anschliessend bei 160  C getrocknet.  



  Das elektrophotographische Material ist empfind  lich im Spektralbereich der Quecksilberhochdruck  lampe. Werden der     Beschichtungslösung    2,5      /o        Rhoda-          min    B oder 2<B>%</B> Rose     bengale    oder 2     %        Tetrajodeosin     zugefügt, so wird das elektrophotographische Material       glühlampenlichtempfindlich.    Man verfährt weiter wie  in Beispiel 5 und erhält ein positives Bild der Vorlage.

      <I>Beispiel 7</I>  19,6 g     NN'-Dibenzoyl        benzidin    und  10,5 g     Naphthylen-1,5-düsocyanat    werden fein       gepulvert    und     intensiv        miteinander    ver  mischt.

   Die Mischung wird in einem  Ölbad     aufgeschmolzen    und     anschliessend     5     Minuten    auf     200     C gehalten.     Die.          Schmelze    wird abgekühlt und     in     50 ml     Cyclohexanon    und  100     ml        Methyläthylketon    gelöst.      Hiermit wird ein Messingblech mit einer Schicht  dicke von ca. 0,007 mm beschichtet. Die Schicht wird  bei 140  C getrocknet.  



  Marr verfährt weiter wie in Beispiel 5 und erhält  ein     kontrastreiches    positives Bild der Vorlage.  



  <I>Beispiel 8</I>  25,6 g N,N'-Diphenyl-p-phenylendiamin (symm.)  und  17 g Hexamethylendiisocyanat werden  35 Minuten unter Rückfluss erhitzt,  bis die Lösung in der Viskosität erheblich  zugenommen hat und nur noch geringe  Anteile Hexamethylendiisocyanat sieden.  Nun werden  50 ml Cyclohexanon zugefügt. Die Mischung  wird weitere 10 Minuten unter Rückfluss  erhitzt.  



  a)  10 ml der Umsetzungslösung werden mit  20 ml Methyläthylketon verdünnt. Mit der  verdünnten Lösung wird auf der Zentri  fuge ein glanzeloxiertes Aluminiumblech  beschichtet. Die Schicht wird bei 160  C  getrocknet.  



  b)  10 ml der Umsetzungslösung werden mit  1 g 3,5-Dinitrobenzoyl-chlorid versetzt. Die  Mischung wird 5 Minuten auf 150  C  erwärmt und nach Abkühlung mit  20 ml Methyläthylketon verdünnt. Mit dieser  Lösung wird wie vorher ein glanzeloxiertes  Aluminiumblech beschichtet.    Beide Proben werden unter einer Coronarentladung  mit -10 kV aufgeladen.  



  Die Probe a) ergibt bei einer Belichtungszeit von  1 sec. mit UV-Leuchtstoffröhren unter einer positiven  Vorlage und Entwicklung wie in Beispiel 1 ein kontra  streiches positives Bild ohne Hintergrund.  



  Die Probe b) ergibt das gleiche Bild bei einer Be  lichtungszeit von 1/4 sec.  



  Ein Zusatz von 3,5-Dinitrobenzoyl-chlorid vor dem  Einbrennen der     photoleitenden    Schicht erhöht die  Lichtempfindlichkeit des elektrophotographischen  Materials erheblich.  



  <I>Beispiel 9</I>  21 g Äthyl-&alpha;-naphthylamin und  26,6 g der lösungsmittelfreien     Isocyanatkompo-          nente    von Beispiel 1 werden zusammen  geschmolzen, innerhalb 10 Minuten auf  200  C erwärmt und zwei Minuten bei  dieser Temperatur gehalten. Die  Schmelze wird abgekühlt, und zu der  noch     flüssigen        Schmelze    werden  12 g 3,5-Dinitro-benzoylchlorid zugefügt.  



  Die Temperatur wird erneut auf 200  C  gesteigert Die Schmelze schäumt unter         lebhafter        Entwicklung    von     Chlorwasser-          stoff    auf. Nach Beendigung der     HCl-          Entwicklung    wird sie abgekühlt, in  100 ml Cyclohexanon gelöst und anschliessend  mit der doppelten Raummenge     einer     Mischung von 50 % Aceton und 50 Oh,  Methyläthylketon verdünnt.  



  Eine glanzeloxierte Aluminiumplatte wird mit dem  verdünnten Umsetzungsprodukt auf der Schleuder be  schichtet und bei 150  C getrocknet. Durch die Einwir  kung des 3,5-Dinitrobenzoylchlorids auf das Umset  zungsprodukt wird gegenüber einem Umsetzungspro  dukt aus Äthyl--naphthylamin und obiger     Isocyanat-          komponente    die Lichtempfindlichkeit bedeutend gestei  gert.  



  Die Verwendung von Mono- oder     Dinitrobenzoyl-          chloriden    bei der Erzeugung von Photoleitern aus an  deren aromatischen Mono- oder     Di-Monoalkylamino-          verbindungen    und Isocyanatkomponenten ergibt eben  falls eine Empfindlichkeitssteigerung.    Beispiel 10  Zur Erzeugung eines modifizierten Diisocyanates  löst man  21 g Naphthylen-1,5-diisocyanat in  200 g warmem Chlorbenzol, gibt  8,6 g 2-Äthyl-2-butyl-propandiol-1,3- hinzu  und setzt das Ganze zuerst 20 Minuten  bei 100  C und anschliessend 10 Minuten  bei l20  C um. In dieses modifizierte  Diisocyanat werden zur weiteren Um  setzung  16,5 g     Äthyl-(#-hydroxyäthyl)-anilin    eingetragen,  und die Mischung wird unter Rückfluss  1 Stunde umgesetzt.

   Unter Steigerung  der Temperatur wird das Chlorbenzol  bei Normaldruck abdestilliert, und das       zurückbleibende    zähe Harz     wird    in  45 g     Cyclohexanan    gelöst und     filtriert.     



  Zur Erzeugung einer photoleitenden Schicht wird  1 Raumteil der Lösung des photoleitenden Harzes mit  2     Raumteilen    Aceton und 1     Raumteil        Dioxan    ver  dünnt. Die Lösung wird zur     Sensibilisierung    mit 0,2 %       Chinolinblau    und 0,3 %     Rhodamin    B versetzt.  



  Die elektrophotographische Schicht besitzt eine  hohe Lichtempfindlichkeit sowohl im Bereich des rei  nen oder transformierten     Quecksilber-Spektrums    als  auch im     Glühlampenlicht.    Sie lässt sich sowohl unter  einer positiven als auch negativen     Corona    aufladen,  wobei sie es nach Belichtung und unter Verwendung  entsprechender Direkt- oder Umkehrtoner gelingt,  positive als auch negative Kopien, beispielsweise in  einem Arbeitsgang, zu erzeugen.  



  <I>Beispiel 11</I>  Zur     Herstellung    einer     modifizierten        Isoeyanatkom-          ponente    werden      34,8 g eines Gemisches aus 80 %     Toluylen-          2,4-diisocyanat    und 20 %     Toluylen-          2,6-diisocyanat    in  150 ml Cyclohexanon gelöst. Die Lösung wird mit  17,2 g 2-Äthyl-2-butyl-propandiol-1,3 versetzt  und zuerst 15 Minuten bei 100  C und  anschliessend 10 Minuten bei 120  C  umgesetzt. Dieses Umsetzungsprodukt,  das im nachstehenden als Umsetzungs  produkt A bezeichnet     wird,    enthält, etwa  2 freie Isocyanatgruppen im Molekül.

    Zum Umsetzungsprodukt A werden       anschliessend     33 g     Äthyl-(#-hydroxyäthyl)-anilin    zugefügt,  und die Mischung 45 Minuten unter  rückfliessendem Sieden bei 150-155  C  umgesetzt. Dieses Umsetzungsprodukt  wird mit B bezeichnet.    Zur Erzeugung einer photoleitenden Schicht wird  das Umsetzungsprodukt A mit 2 Teilen Aceton ver  dünnt. Mit der Lösung wird ein glanzeloxiertes Alumi  niumblech beschichtet. Die Schicht wird 10 Minuten  bei 160  C eingebrannt. Wird die Trocknung der pho  toleitenden Schicht bei 60  C in Vacuum durchgeführt,  so ist ihre elektrophotographische Wirksamkeit gering.

    Erfolgt das Einbrennen jedoch bei 160  C, so dass  freie Isocyanatgruppen sich weiter umsetzen können,  so erhält die aus der Reaktionskomponente A erzeugte  Photoleiterschicht bereits eine merkliche Lichtempfind  lichkeit und ist zur Erzeugung von elektrophotographi  schen Reproduktionen geeignet.  



  Nach weiterer Umsetzung derselben mit     Äthyl-          (-hydroxyäthyl)-anilin    zum Umsetzungsprodukt B  nimmt die Lichtempfindlichkeit erheblich zu. Wird zu  Umsetzungsprodukt B, welches wie A verdünnt wurde,  0,5 % Rose bengale und 0,2 % Pinacyanolblau zuge  setzt, erhält der Photoleiter eine hohe Glühlampen  lichtempfindlichkeit.  



  Beispiel 12  In  87,5 g der Isocyanatlösung nach Beispiel 1  werden unter     Erwärmen     58 g m-Diäthylamino-benzoesäure gelöst.  Das Äthylacetat wird bei 120  C  abdestilliert. Die Schmelze wird inner  halb 5 Minuten auf 200  C erwärmt.  



  Es setzt eine lebhafte Gasentwicklung ein.  Die Temperatur wird so lange (etwa  15 Minuten) auf 200  C gehalten, bis  die C02-Entwicklung abklingt. Nach  Abkühlung auf 140 C wird das  Umsetzungsprodukt in  200 ml Cyelohexanon gelöst.  



  10 ml dieser Lösung werden mit  10 ml Aceton und  5 ml Methyläthylketon verdünnt. Mit der  verdünnten     Lösung    wird eine     galvanisch            glanzbehandelte    und eloxierte Aluminium  platte maschinell beschichtet. Die Schicht  wird bei 140  C getrocknet. Sie ist für  UV-Licht hochempfindlich und besitzt  bereits eine brauchbare Empfindlichkeit  im Glühlampenlicht.  



  Zur Erhöhung der Lichtempfindlichkeit werden der  vorstehend beschriebenen Präparation 0,2 % Rose     ben-          gale,    0,1 % Cyaninblau oder anstelle von Rose bengale  0,2 % Tetrajodeosin (freie Säure) zugefügt.  



  Beispiel 13 a)  55 g eines Reaktionsprodukts von über  schüssigem     p-Toluol-sulfonsäure-methyl-          amid    und Formaldehyd (beispielsweise  das Handelsprodukt  Kunstharz TS   der Firma Anorgana, Gendorf (Obb.),  Deutschland) werden bei 100  C im  Vakuum     geschmolzen    und     anschliessend     bei Normaldruck mit  87,5 g der in Beispiel 1 beschriebenen     Iso-          cyanatlösung    versetzt. Innerhalb 10  Minuten wird die Temperatur auf 135  C  gesteigert, wobei eine geringe Menge  Formaldehyd abgespalten und das  Äthylacetat vertrieben wird. Im Tempe  raturbereich zwischen 135 und 150  C       tritt    lebhafte Gasentwicklung ein.

   Sobald  die Temperatur 150  C erreicht, werden  100 ml Cyclohexanon zugefügt, und die Mischung  wird zwecks     Auflösung    und weiterer  Umsetzung 12 Minuten auf 120  C  erwärmt. 10 Raumteile der Reaktions  lösung werden mit 20 Raumteilen Aceton  und 20 Raumteilen Methyläthylketon  verdünnt. Mit der verdünnten Lösung  wird maschinell ein glanzeloxiertes  Aluminiumblech beschichtet. Die Schicht       wird    bei 130  C im     Warmluftstrom     getrocknet.  



  Die photoleitende Schicht haftet fest auf der Alu  miniumunterlage und besitzt eine gute Härte und Ab  riebfestigkeit. Unter einer negativen     Coronarentladung     von 10     kV    aufgeladen und unter einer Quecksilber  hochdrucklampe durch eine positive Vorlage belichtet,  ergibt sie nach Entwicklung mit einem gefärbten Harz  puder und Glaskugeln ein positives Bild der Vorlage.  <I>Beispiel 13 b)</I>  50 g des     in        Cyclohexanon    gelösten vorstehend  beschriebenen Photoleiters werden mit  75 g     Methyläthylketon    verdünnt und mit  75g Zinkoxyd     Florence        green    Nr. 8 versetzt.

    Die     Mischung    wird eine Stunde auf der       Schwingmühle    gemahlen. Die erhaltene Auf  schlämmung wird 2 Stunden unter     Rückfluss     erhitzt, oder aber 5-10 Tage sich selbst  überlassen.     Anschliessend    wird die Dispersion  intensiv auf der Schwingmühle     aufgemahlen     und     dann    maschinell auf ein 80 g     Cellulose-          papier,    welches     keinen    Vorstrich     aufweist,         aufgetragen. Die Schicht wird bei 120  C im  Warmluftstrom getrocknet.

   Zur Erhöhung der  Glühlampenlichtempfindlichkeit können 0,1  Rose bengale oder 0,05 % Pinacyanolblau  der photoleitenden Schicht zugesetzt werden.  



  Das elektrophotographische Material, das zwei  Photoleiter enthält, nämlich den selbsthaftenden Pho  toleiter und das Zinkoxyd, ist im ultravioletten und im       Spektralbereich    der Glühlampe hoch lichtempfindlich.  Gegenüber elektrophotographischen Papieren mit  Zinkoxyd und nicht elektrophotographisch wirksamen  Bindemitteln ist die Lichtempfindlichkeit deutlich er  höht. Im Gegensatz zu letzteren bekannten Papieren  lässt sich das erfindungsgemässe elektrophotographi  sche Papier sowohl wie üblich unter einer negativen als  auch unter einer positiven Corona zur Bilderzeugung  aufladen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Photoleitfähige Schicht für ein elektrophotographi sches Aufzeichnungsmaterial mit Umsetzungsprodukten aus Isocyanaten und anderen organischen Verbindun gen ohne zusätzliche Bindemittel, dadurch gekenn zeichnet, dass die photoleitfähige Schicht wenigstens ein durch Reaktion wenigstens einer Isocyanatgruppen enthaltenden Verbindung mit wenigstens einer nicht photoleitfähigen organischen Verbindung gebildetes photoleitfähiges Umsetzungsprodukt enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ausserdem Verbindungen enthält, die keine Umsetzungsprodukte von Isocyanatgruppen ent haltenden Verbindungen sind. 2.
    Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die in der Schicht enthaltenen photoleit fähigen Umsetzungsprodukte freie Elektronenpaare aufweisen und neben den Mesomerie erzeugenden mit Isocyanaten umgesetzten Gruppierungen vorzugsweise andere mit den freien Elektronenpaaren in mesomerer Wechselwirkung stehende Atome oder Atomgruppen, z. B. -R, -(CH-CH)n-CN, -COOR, -CO-O-CO, -CONR2, -COSR, -CSNR2, CNRNR2, -CNR2, -CN, -CNS, =O, -O-CO-NR2, -0R, =S, -SR-SO-, -SO-NR2, -S02, -S02C1, -SO2NR2, -SO3H, -NR-CO-NR2, -NR-CS-NR2, -NR-CNR-NR2, -NHOR, -NRSR. NRHN2, NRNR2, -NR2, =NR, =N-NR2, NCO, -NO. N02 oder Halogen, besitzen, in denen R Wasserstoff. Hydroxyl, ein aliphatischer Rest mit -12 C-Atomen.
    ein Phenylrest, der eine oder mehrere CN-, Dialkvi- amino-, N02 oder Halogen-Gruppen oder einen mir Isocyanaten reaktionsfähigen Substituenten enthalten kann, oder der Rest einer aliphatischen oder aromati schen Mono- oder Polycarbonsäure ist, die eine oder mehrere Dialkylamino-, NO,-, OH-, Halogen- oder Keto-Gruppen enthalten kann und mehrere R in einem Molekül verschiedene Bedeutung haben können und n die Ziffern 1, 2 oder 3 bedeutet. 3. Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schicht wenigstens ein durch Reak tion wenigstens eines Isocyanats mit wenigstens einer Aryl-, Aralkyl-, heterocyclischen oder konjugiert unge sättigten Alkylverbindung gebildetes photoleitfähiges Umsetzungsprodukt enthält. 4.
    Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schicht wenigstens ein durch Reak tion wenigstens eines Isocyanats mit wenigstens einem Aryl-, Aralkyl- oder heterocyclischen Sulfonamid, wel ches am Stickstoff partiell mit einem aliphatischen Rest mit weniger als 4 C-Atomen substituiert und/oder partiell mit einem Aldehyd umgesetzt sein kann, gebil detes photoleitfähiges Umsetzungsprodukt enthält. 5.
    Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schicht wenigstens ein durch Reaktion wenigstens einer Isocyanatverbindung mit wenigstens einer organischen nicht photoleitfähigen Verbindung und zusätzlich mit aliphatischen ein- oder mehrwertigen Alkoholen, aliphatischen Aminoalkoho- len, Methylolharnstoffen oder Methylolurethanen, ali- phatischen ein- oder mehrbasischen Carbonsäuren,
    Aminocarbonsäuren oder Hydroxycarbonsäuren gebil detes photoleitfähiges Umsetzungsprodukt enthält. 6. Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass dem photoleitfähigen Umsetzungspro dukt Photoleiter mit Pigmentcharakter, z. B. Zinkoxyd, beigemischt sind. 7. Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass dem photoleitfähigen Umsetzungspro dukt Mono- oder Polynitrochlorbenzole beigemischt sind.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH1277566A 1966-09-02 1966-09-02 Photoleitfähige Schicht CH476331A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1277566A CH476331A (de) 1966-09-02 1966-09-02 Photoleitfähige Schicht

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1277566A CH476331A (de) 1966-09-02 1966-09-02 Photoleitfähige Schicht

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH476331A true CH476331A (de) 1969-07-31

Family

ID=4386269

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1277566A CH476331A (de) 1966-09-02 1966-09-02 Photoleitfähige Schicht

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH476331A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0049399B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dispersionen hydrophober Farbkuppler in Wasser sowie deren Verwendung bei der Herstellung lichtempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien
DE3019909C2 (de) Hydrazonverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Ladungstransportmaterialien
DE3447685C2 (de)
EP0161648B2 (de) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
EP0030001B1 (de) Lichtempfindliches Gemisch und damit hergestelltes lichtempfindliches Kopiermaterial
EP0137217B1 (de) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2537132A1 (de) Elektrostatographische tonerzusammensetzung
DE3716982A1 (de) Fotoempfindliches element
DE3853521T2 (de) Elektrophotographisches lichtempfindliches Element.
DE2413986C3 (de) Druckempfindliches Kopierpapier
CH476331A (de) Photoleitfähige Schicht
DE2040152B2 (de) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
AT270380B (de) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
DE3841025A1 (de) Durch strahlung polymerisierbares gemisch und daraus hergestelltes aufzeichnungsmaterial
DE69419208T2 (de) Ein organisches photoleitfähiges Material, und lichtempfindliches Material für elektronische Photographie das dieses photoleitfähiges Material anwendet
US3740219A (en) Photoconductive isocyanate reaction products and deposited layers
DE69322319T2 (de) Photoerzeugende Azopigmente
DE2834374C2 (de)
CH637668A5 (de) Anthrachinocycloalkan- und dianthrachinoethen-farbstoffe sowie ein diese farbstoffe enthaltendes organisches, polymeres lichtleitendes bindemittel.
DE3804280A1 (de) Fotoempfindliches element
DE2064481A1 (de) Lichtelektrisch leitfähige Materialien fur die Elektrophotographie
EP0061091A1 (de) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
DE3835791A1 (de) Ladungen transportierende verbindungen und elektrophotographische photoleiter
DE2109626B2 (de) P- oder m-xylolderivate und deren verwendung als fotoleitendes material fuer die elektrofotografie
DE3804421A1 (de) Fotoempfindliches element

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased