CH457263A - Förder- und Mischvorrichtung für schüttfähige Materialien - Google Patents

Förder- und Mischvorrichtung für schüttfähige Materialien

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CH457263A
CH457263A CH1243567A CH1243567A CH457263A CH 457263 A CH457263 A CH 457263A CH 1243567 A CH1243567 A CH 1243567A CH 1243567 A CH1243567 A CH 1243567A CH 457263 A CH457263 A CH 457263A
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drum
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longitudinal axis
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James Fischer John
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Patterson Kelley Co
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Description


  



     Förder-und    Mischvorrichtung für schüttfähige Materialien
Die Erfindung betrifft eine   Förder-und    Mischvorrichtung für schüttfähige Materialien, welche gekennzeichnet ist durch einen wellenförmigen Behälter, dessen Längsachse horizontal oder zur Horizontalen geneigt angeordnet ist, durch.

   Antriebsorgane für den Antrieb des Behälters zur Ausführung einer Drehbewegung um seine Längsachse, wobei der wellenförmige Behälter aus einer Mehrzahl von mit ihren Enden zickzackförmig aneinandergereihten und verbundenen Abschnitten besteht, die einen wellenförmigen Strömungspfad bilden, längs welchem bei einer Drehung des Behälters eine Strömung des in diesem befindlichen Materials nach beiden Enden des Behälters entsteht, und durch Organe zur Einführung des Materials an einem Ende des Be  hälters,    so dass eine Förderung zum anderen Ende des Behälters erfolgt, sowie Organe für die Entnahme des Materials am anderen Ende des Behälters.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich zur Förderung von schüttfähigen Materialien sowie auch zu deren Vermischen, da sie bei einer kontinuierlichen Drehung des Behälters den Materialien eine Art Taumelbewegung erteilen kann. Die Vorrichtung kann bei einer kontinuierlichen Zufuhr von Materialien genau abgemessene Portionen eines Produktes abgeben. Wenn der Vorrichtung zwei oder mehrere verschiedene Materialien zugeführt werden, so können sie in der Form eines gleichmässig vermischten Produktes abgegeben werden.



   Die Vorrichtung ist einfach und robust und benötigt ein Minimum an beweglichen Teilen.



   Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung. Es zeigen :
Fig.   1    eine Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 2 einen Grundriss der Vorrichtung aus der   Fig. 1,   
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in der Fig.   1,    die Fig. 4 bis 10 schematische Skizzen der Bewegung einer Portion des Materials durch die Vorrichtung und
Fig. 11 eine der Fig.   1    entsprechende Ansicht einer anderen Ausführung der Vorrichtung.



   Die dargestellte Vorrichtung ist eine Weiterentwicklung auf der Grundlage von umfassenden Versuchen einer Mischvorrichtung nach dem US-Patent Nr. 2   514 126,    welche gegenüber dieser verbesserte Figenschaften aufweist.



   Die in den Fig.   1,    2 und 3 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung enthält einen Behälter 20 aus Metall, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material, welcher eine Reihe von miteinander verbundenen Rohrabschnitten 22 enthält, die zickzackförmig mit ihren Achsen in einer Ebene (Fig.   1)    angeordnet sind, wobei ihre Achsen in dieser Ebene liegen (Fig. 2). Der Behälter 20 besteht somit senkrecht zu dieser Ebene betrachtet aus einer Reihe von miteinander verbundenen   V-förmigen    Gliedern.



   Der Behälter 20 ist vorzugsweise auf einer neigbaren Platte 25 drehbar angeordnet. Die Platte 25 kann aus Metall, Holz oder einem anderen geeigneten Material bestehen. An der Platte sind in Stützen 27 Lagerrollen 26 mit Flanschen gelagert. Auf den Rollen 26 sind Drehkränze 29 abgestützt, welche einer drehbaren Lagerung des Behälters dienen. Die Drehkränze 29 sind so angeordnet, dass ihre Drehachsen mit der in   Längs-    richtung verlaufenden Mittellinie C. L. (Fig. 1) des Be  hälters    zusammenfallen. Auf diese Weise werden exzentrische Belastungen der Lagerung klein gehalten. Für den Antrieb des Behälters zur Ausführung einer Drehbewegung können beliebige Mittel vorgesehen sein, wobei ein Motor 30 dargestellt ist, welcher den Behälter über eine Kette 32 antreibt, die um ein Kettenrad 34 umgelegt ist.

   Das Kettenrad 34 ist am Behälter 20 konzentrisch mit den Drehkränzen 29 befestigt.



   Der Behälter 20 ist mit einem Organ für die Einführung des Materials versehen, welches entsprechend der Darstellung eine Trommel 35 enthält, die an einem  Ende des Behälters 20 exzentrisch zu seiner Drehachse befestigt ist. Die Trommel 35 ist mit einer runden Ein  trittsöffnung    versehen, die sich in der äusseren Endwand der Trommel 35 befindet und konzentrisch mit der Drehachse des Behälters ist. An der Platte 25 ist ein Füllrohr 37 wie z. B. durch Stützen 39 befestigt, wobei sich sein Austrittsende in der Eintrittsöffnung der Trommel 35 befindet. Wie dargestellt, kann sich das Ende des Füllrohres ein kurzes Stück in die Trommel hinein erstrecken, und es kann eine Dichtung 41 zur Abdichtung der Verbindungsstelle des Füllrohres 37 und der Trommel 35 vorgesehen sein, um einen Austritt des Materials an dieser Stelle zu verhindern.



   Eine erfolgreiche Mischung von trockenen Teilchen hängt von den möglichst verschiedenen gegenseitigen Bewegungen der einzelnen Teilchen ab. Ein idealer Mechanismus zur Erteilung derartiger Bewegungen des Materials ist die Schwerkraft, da sie auf alle Teilchen gleichzeitig einwirkt. Jeder Umstand, welcher eine gleichmässige Beweglichkeit der Teilchen beeinträchtigt, verschlechtert gleichzeitig die Gleichmässigkeit der Mischung. Derartige Einflüsse entstehen z. B. durch verschiedene Grössen der Teilchen oder ihre verschiedene Dichte bzw. verschiedene   Strömungseigenschaften.    Eine Neigung von verschiedenen Arten von Teilchen zur Anziehung oder zum Abstossen anderer Teilchen kann schwierige Probleme entstehen lassen, wozu auch noch oft die Erscheinung der elektrostatischen Aufladung beiträgt.

   Die Vermeidung einer übermässigen mechanischen Behandlung der Teilchen erweist sich als beste Technik zur Überwindung derartiger Schwierigkeiten.



   Bei der beschriebenen Vorrichtung werden die trockenen Teilchen in der gleichen Weise umgewälzt, wie bei der Mischvorrichtung nach dem US-Patent Nr.   2514126. Zusätzlich    werden jedoch die Teilchen gleichzeitig auch seitlich bewegt. Es ergibt sich dabei eine bestimmte Strömungsrichtung, und es wird ein Gleichgewichtszustand der Strömung erreicht. Es sind dabei in jedem Glied der Vorrichtung die Strömungsbedingungen nach vorne und nach rückwärts stabilisiert. Die Theorie, welche die Strömungsverhältnisse, den Verlauf der Mischung und die mittlere Verweildauer der Teilchen in der Vorrichtung behandelt, ergibt sich aus diesen grundlegenden Erkenntnissen. Die Strömungsgeschwindigkeit ergibt sich bei einer bestimmten Vorrichtung aus der Drehzahl und dem Neigungswinkel, in welchem die Drehachse eingestellt ist.

   Der Neigungswinkel ist verstellbar, so dass für eine optimale Drehzahl die ausgegebene Menge in den gewünschten Grenzen einstellbar ist.



   Der Durchgang des Materials durch die Maschine ergibt sich aus den Bedingungen am Eingang sowie aus dem Gleichgewicht, welches sich in jedem Glied der Vorrichtung in der Strömungsrichtung einstellt. Die Aufnahmetrommel 35 füllt vollständig das erste Glied während jeder Umdrehung, wenn die Spitze des Gliedes nach unten weist. Die Füllung der Trommel wird während jeder Umdrehung einmal gehoben und gesenkt.



  Wenn die Füllung der Trommel gehoben wird, so senkt sich das benachbarte Glied des Behälters 20 und das Material strömt in dieses Glied hinein. Die Strömung   hört    auf, wenn das erste Glied gefüllt ist. Wenn die Trommel ihre Füllung senkt, so strömt ein Teil des Materials, welches in das Glied eingeführt wurde, wieder zurück. Die Trommel ist daher mit einem gewissen überschüssigen Raum zur Aufnahme von zusätzlichem Material aus dem Füllrohr 37 versehen. Das zusätzliche Material strömt hinein, bis die Eintrittsöffnung der Trommel 35 voll ist.



   Auf diese Weise stellt sich ein Gleichgewichtszustand der Strömung ein. Es ist klar, dass die Differenz zwischen der Strömung in das erste Glied und der   Rück-    strömung bei jeder Umdrehung gleich sein muss, wie die austretende Strömung aus dem letzten Glied   wäh-    rend jeder Umdrehung. Das Endglied, das heisst das letzte Glied in der Strömungsrichtung in der Vorrichtung entleert seine Füllung während jeder Umdrehung.



  Es ist das einzige Glied, in welchem eine Strömung in einer einzigen Richtung verläuft. Alle anderen Glieder, die sich stromaufwärts befinden, haben während einer halben Umdrehung eine Strömung stromabwärts, auf welche während der anderen halben Umdrehung eine Strömung stromaufwärts folgt.



  Die Differenzen zwischen den Strömungen stromauf  wärts    und stromabwärts sind in allen Gliedern gleich, und zwar gleich der periodischen Ausgangsmenge, welche während jeder Umdrehung am letzten Glied ausgeliefert wird.



   Die Strömungen und Füllungen der Reihe von Gliedern sind alle verschieden, auch wenn die Strömungsdifferenzen gleich sind. Das erste Glied wird während jeder Umdrehung gefüllt und das letzte Glied während jeder Umdrehung geleert. Es führen daher die einzelnen Glieder fortschreitend immer kleinere Füllungen in der Weise, wie das Material stromabwärts wandert. An jeder V-Verbindungsstelle erfolgt eine Vermischung des Materials während jeder Umdrehung. Ein bestimmter Anteil des Materials, welcher in diesem Bereich der Vorrichtung gehalten wird, strömt stromaufwärts und der Rest strömt stromabwärts. Ob ein individuelles Teilchen in die eine oder in die andere Hälfte fällt, beruht auf einem Zufall.



   Die mittlere Verweildauer kann bei einer bestimmten Einstellung empirisch dadurch bestimmt werden, dass die Menge der ausgelieferten Portionen mit dem gesamten in der Vorrichtung befindlichen Menge verglichen wird. Für die Verweildauer (oder Mischdauer) gilt:    Gehalt an Material = Mischdauer (por Min.) austretende Menge (pro Min.)   
Abweichungen in der Zufuhr können durch eine wiederholte Behandlung kompensiert werden. Wenn z. B. eine Mischung von 3 Komponenten die Anteile haben soll von   60%      A  , 30%   B   und 10%   C  , so können die bekannten Mischvorrichtungen während längerer Zeiträume nur einen Mittelwert dieser Prozentsätze einhalten. Es müssen in jedem Augenblick wesent  liche Abweichungen vom angestrebten Wert, plus oder minus, erwartet werden.

   Nur durch eine mehrfache Be-    handlung ist es möglich, die Fehler auszugleichen und einen Mangel in der Zufuhr durch einen   Vberschuj3    zu beheben. Durch eine mehrmalige Behandlung mit der Vorrichtung können Fehler in den Anteilen der Komponenten ausgeglichen werden, die durch die Aufnahme Trommel eingeführt werden. Das aus der Vorrichtung austretende Material ist so gleichmässig gemischt, wie es die Genauigkeit der Zufuhr der einzelnen Materialien zulässt. Die Mischung ist daher nicht eine Funktion augenblicklicher Abweichungen.



   Wenn der Behälter eine Drehbewegung ausführt, so ist die grundlegende Mischwirkung auf das Material in jedem Abschnitt des Behälters gleich wie die Wirkung der Mischvorrichtung nach dem erwähnten Patent. Wenn daher der Behälter gedreht wird, so dass eine unten befindliche Spitze nach oben gelangt, so fällt das Material, das in der Spitze befindlich war, gegen die Kante, welche durch die Verbindungsstelle benachbarter zylindrischer Abschnitte gebildet wird. Diese Kante trennt dann die nach unten gleitende Füllung in zwei Teile und leitet sie in bogenförmig, seitlich und nach unten   füh-    renden Pfaden in die benachbarten Spitzen an beiden Seiten.



   Auf diese Weise werden die Füllungen, welche aus benachbarten Abschnitten in eine gemeinsame Spitze bewegt werden, zueinander bewegt und durcheinandergebracht, so   dal3    dadurch ein hervorragender Mischvorgang entsteht. Im Prinzip ist die Funktion der Vorrichtung ein abwechselndes Mischen des in der Vorrichtung enthaltenen Materials durch Vermengung zweier Teile und eine darauffolgende Trennung dieser beiden Teile, welche sich in der Folge mit Teilen des Inhalts vermischen, die aus den benachbarten rohrförmigen Abschnitten des Behälters kommen. Der Mischvorgang ist dabei eine Folge der aufeinanderstossenden   Strömun-    gen des in der Vorrichtung befindlichen Materials.



  Gleichzeitig wird dem Material während der Betätigung der Vorrichtung, vom Ende der Vorrichtung betrachtet, eine vertikale und seitliche Bewegung erteilt, wie auch eine Taumelbewegung, sowie ein Umstürzen des Inhaltes, wobei ein Teil des Inhaltes aus erhöhten Stellen nach unten strömt, wobei ein anderer Teil unten verbleibt. Die erwähnten seitlichen Bewegungen, die mit einer dauernden Aufteilung und gegenseitigen Vermischung verbunden sind, erfolgen gemeinsam mit einer dauernden Taumelbewegung und Stürzbewegung des Inhaltes in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Vorrichtung.



   Als eine Mischvorrichtung ist die vorliegende Vorrichtung wirksamer als ein Behälter mit einfacher V Form, da das Material in allen Gliedern, ausser dem ersten und dem letzten Glied des Behälters während jeder Umdrehung des Behälters zwei Arbeitszyklen unterzogen wird, bei welchen eine Trennung und gegenseitige Verbindung getrennter Teile erfolgt. Noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass die beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung noch zwei weitere wesentliche Eigenschaften hat, die bedeutende Vorteile beim Vorgang liefern.



   So hat erstens eine Drehbewegung der Mischvorrichtung die Entstehung einer Förderbewegung des Materials in der Längsrichtung des Behälters zur Folge.



  Diese Bewegung würde normalerweise aus der Mitte des Behälters nach aussen zu seinen beiden Enden erfolgen.



  Durch die Anordnung der Aufnahme-Trommel 35 und des Füllrohres 37 in der dargestellten Weise wird ein Austritt des Materials am Eingangsende des Behälters verhindert. Die Einführung des Materials an einem Ende hat daher eine Bewegung dieses Materials vom Eingangsende des Behälters zu seinem Ausgangsende zur Folge.



   Die Fig. 4 bis 9 zeigen als Beispiel die Bewegung, wie sie sich auf eine einzige Füllung des Materials auswirkt, welches durch das Füllrohr 37 eingeführt wird.



  Beginnend mit einer in der Fig.   1    dargestellten Stellung zeigt es sich, dass zufolge der exzentrischen Anordnung der Aufnahme-Trommel 35 diese gefüllt wird, wenn sie sich in ihrer untersten Stellung befindet. Wenn sich darauf der Behälter um   180  dreht,    so dass die Trommel in ihre obere Stellung gelangt (Fig. 4), so wird das Material aus der Trommel entfernt und füllt im we sentlichen die Spitze A des Behälters. Darauf wird bei einer weiteren Drehung der Vorrichtung um weitere
180  die Füllung in zwei Teile unterteilt (Fig. 5), welche den unteren Teil der Trommel 35 und die Spitze B des
Behälters einnehmen. Wenn sich der Behälter dann um weitere   180  dreht,    so wird die Füllung, welche sich vorher in der Spitze B befand, nun in zwei Teile unter teilt, die sich in die Spitzen A und C (Fig. 6) bewe gen.

   Während der Teil der Füllung, welcher sich ur sprünglich in der Trommel 35 befand, nun zwischen die
Trommel 35 und die Spitze A unterteilt wird. Wenn sich daher der Behälter der Vorrichtung dreht, so wer den die Füllungen, welche in den unteren Spitzen ent halten sind, unterteilt und fortschreitend durch die mit einander verbundenen und zickzackförmig angeordneten rohrförmigen Abschnitte der Maschine (Fig. 7 bis 9) bewegt. Schliesslich wird ein Teil der ursprünglichen Fül lung aus dem Austrittsende der Vorrichtung entleert  (Fig. 10), und zwar je einmal pro Umdrehung. Während dieses beschriebenen Vorganges wird das Material dauernd umgewälzt, unterteilt und wieder vermischt, und zwar bei jeder Bewegung der Spitzen des Behälters in ihre obere Stellung.

   Wenn die Zufuhr des Materials durch das Füllrohr 37 in die Vorrichtung kontinuierlich aufrechterhalten wird, so wird dauernd ein frischer An teil von zugeführtem Material mit dem nach rückwärts geworfenen Teil jeder Füllung vermischt, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist.



   Auf diese Weise ist die Bewegung des Materials durch die Vorrichtung von einer ausgezeichneten ver mischenden Wirkung begleitet, wobei noch hervorgeho ben werden muss,   dal3    während jeder Umdrehung um    360  die    Vorrichtung einen genau bemessenen Teil ih res Inhaltes in der Form einer Portion ausgibt. Durch
Veränderung der Neigung der Mittellinie der Vorrich tung, wie z. B. durch eine Einstellschraube 40 (Fig. 1), kann das eine Ende der Platte 25 gehoben oder ge senkt werden. Dadurch kann die Grösse der ausgegebe nen Portionen genau eingestellt werden. Gleichzeitig kann durch eine einfache Wahl der Drehzahl die Anzahl der in der Minute ausgegebenen Portionen genau ge steuert werden. Die Vorrichtung bildet somit ein leicht steuerbares und genau arbeitendes Gerät zur Bemessung einer   Stromung.   



   Die Vorrichtung ist daher insbesondere z. B. zur
Verwendung im Zusammenhang mit Füllmaschinen für    'ackungen    verwendbar, wobei Reihen von leeren Be hältern entlang des Ausgangsendes der Maschine syn chron mit der Drehbewegung der Vorrichtung bewegt werden. Es können dadurch genau bemessene Portionen des Materials in jeden der Behälter eingefüllt werden.



   Die Vorrichtung kann jedoch auch nur einfach zur
Mischung von Materialien aus mehreren Quellen und zur Lieferung eines gleichmässig gemischten Produktes an eine Transportvorrichtung oder ein ähnliches Gerät mit einer beliebigen Liefergeschwindigkeit verwendet werden. In jedem Falle ist die Vorrichtung   selbstfül    lent      in dem Sinne, dass es ausreicht, die gewünschte gelieferte Menge einzustellen, worauf sie aus dem   Füll-    rohr 37 selbsttätig die erforderliche Menge des Materials entzieht.



   Es ist ein besonderes Merkmal der beschriebenen
Vorrichtung,   dal3    sie zur Lieferung einer genau ab gemessenen Mischung von verschiedenen Materialien ge eignet ist, während frühere Vorrichtungen, welche eine
Mehrzahl von   Zubringegeräten    zur Förderung verschie dener Materialien verwendeten, wesentlichen Anderun gen der Qualität und der Anteile am Ausgang ausgesetzt waren. Bei der vorliegenden Vorrichtung hat jede Fallbewegung des Materials aus einer Spitze der Vorrichtung während der Drehbewegung in die oberste Stellung eine Umwälzung von mehr als einer Hälfte der Füllung zur Folge, welche sich vorher in der Spitze befand. Die umgewälzte Menge kann dadurch einfachbeeinflusst werden, dass die Neigung des Behälters ver ändert wird.

   Auf diese Weise werden   Ungleichmässig-    keiten in der Zufuhr des Materials dauernd   ausgegli-    chen. Das Verfahren zur   Ausführung-dieser Tätigkeit    ist im vorliegenden Falle viel einfacher als-es bei anderen Verfahren war.



   Es versteht sich,   dal3    die Vorrichtung ihre erwähnten hervorragenden Mischeigenschaften auch behält, wenn sie mit Materialien verschiedener Stufen von Feinheit, verschiedenem spezifischem Gewicht usw. arbeitet. Das trifft auch zu, wenn flüssige und feste Materialien miteinander vermischt und von der Vorrichtung   ausgege-    ben werden sollen.



   Viele Vorteile der Vorrichtung sind darauf zurückzuführen, dass sie auf dem Prinzip der Taumelbewegung beruht. Sie verwendet keine inneren Kratzvorrichtungen, Mischvorrichtungen, Siebe oder Schaufeln. Es ist daher ihre Tätigkeit mit einer schonenden   Wirkung verbun-    den. Die Bewegung der Teilchen der Feststoffe wird nur durch die Schwerkraft bewirkt, und es werden Gleitbewegungen ausgeführt. Das hat zur Folge, dass keine Teilchen zerdrückt, verschmiert oder auf eine andere Weise einer übermässigen mechanischen Bearbeitung ausgesetzt werden. Die Zufuhr aus der Aufnahme-Trommel erfolgt selbsttätig und die Vorrichtung nimmt das Material mit einer Mengengeschwindigkeit auf, die in der bereits erläuterten Weise eingestellt und gesteuert wer-den kann.

   Abgemessene Portionen des gemischten Materials werden mit Unterbrüchen am Ausgangsende der Vorrichtung ausgegeben. Die Portionen des ausgegebenen Materials sind gleichmässig durchlüftet und haben daher eine gleichmässige Dichte. Die einzelnen Portionen sind mit einer äussersten Genauigkeit bemessen. Die maximale Abweichung von Portion zu Portion beträgt in der Regel weniger als   1      %.    Wie bereits erwähnt, ist die Einstellung des Volumens der einzelnen Portionen leicht ausführbar, und es ist daher die Menge des pro Portion ausgegebenen Materials innerhalb enger Grenzen einstellbar.



   Vom Gesichtspunkt des Mischvorganges erfolgt dauernd eine   mehrfacheVermischung    des Materials während der Funktion der Vorrichtung. Querbewegungen des Materials nach rückwärts und nach   vorwärts-    erfolgen nach einer zufälligen Verteilung. Das ist ein besonders wichtiges Merkmal in Fällen, wo die pro Zeiteinheit zugeführten Mengen der einzelnen Komponenten veränderlich sein können. Die Vorrichtung liefert daher gleichmässige Mischungen, auch wenn die Zufuhr in kurzzeitig ungleichmässiger Weise erfolgt.



   Eine wichtige Eigenschaft der Vorrichtung ist ihre Einfachheit und leichte Möglichkeit der Reinigung. Bei der Vorrichtung werden einfache innere Formen mit glatten Oberflächen verwendet. Alle inneren   Flächen-    und Teile sind auch leicht erreichbar. Vom   Gesichts-    punkt der Instandhaltung ist es vorteilhaft, dass keine Siebe oder Schaufeln vorhanden sind, welche entfernt   und/oder    ersetzt werden müssen. Die der Füllung ausgesetzten metallischen Flächen haben eine minimale Grösse im Verhältnis zur Arbeitsleistung, welche   erziel-    bar ist. Die Abnützung der inneren Fläche ist   vernach-      lässigbar,    da die Funktion der Vorrichtung nur in einer leichten Gleitbewegung besteht.

   Es entsteht daher nur eine minimale Erosion, und es ist keine Neigung zur Klumpenbildung der Füllung vorhanden, wie dies im Falle von Mischvorrichtungen mit Schaufeln oder Schrauben der Fall ist. So können z. B.   Schleifmateria-    lien für Schleifscheiben in den beschriebenen Vorrichtungen gemischt werden, welche aus gewöhnlichem Kohlenstoffstahl hergestellt sind, bei vernachlässigbarer Abnützung und langer Lebensdauer der Vorrichtung.



   Es versteht sich, dass in den Fig.   1    bis 3 nur eine zur Zeit bevorzugte Form der Vorrichtung   besehrieben    wurde, deren miteinander verbundene Glieder des Behälters als Zylinderabschnitte ausgebildet sind und zueinander in einem Winkel von   90     stehen, wobei sie in einer gemeinsamen Ebene liegen. Es können jedoch verschiedene Anderungen dieser Vorrichtung durchgeführt werden.   So-z.    B. kann der Winkel benachbarter Glieder ein anderer sein als in der Fig.   1    dargestellt ist. Anstatt der scharfen Spitzen kann der Behälter mit einer Wellenform entsprechend der Fig. 11 ausgebildet sein.



  Es können auch die einzelnen Glieder anstatt in einer gemeinsamen Ebene, aus welcher sich die gerade Linie nach der Fig. 2 ergibt, auch seitlich zueinander abgewinkelt sein, so dass sie sich in verschiedenen radialen Richtungen erstrecken, entsprechend der Darstellung nach der Fig. 3. Wie in der Fig.   1    gezeigt ist, kann der Behälter auf einfache Weise aus Stahlrohren hergestellt sein, die schräg abgeschnitten und miteinander verschweisst sind, um die Zickzack-Form zu erhalten.



  Anstatt dessen kann auch der Behälter aus kurzen   Län-    gen von Gewinderohren hergestellt sein, die in entsprechenden, mit einem Gewinde versehenen   Kniestücken    eingeschraubt sind und die benachbarten Glieder miteinander verbinden. Schliesslich kann der Behälter entspreehend der Darstellung in der Fig. 11 durch Giessen   hergestellt-sein    oder aus einem geraden Rohr bestehen, das zur Erzielung der Wellenform gebogen ist. Der Be  hälter    kann auch mit einem Mantel zur Heizung oder für   Kühlzwecke    versehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Förder-und Mischvorrichtung für schüttfähige Materialien, gekennzeichnet durch einen wellenförmigen Behälter. (20), dessen Längsachse horizontal oder zur Horizontalen geneigt angeordnet ist, durch Antriebsorgane (30, 32, 34) für den Antrieb des Behälters (20) zur Ausführung einer Drehbewegung um seine Längsachse, wobei der wellenförmige Behälter aus einer Mehrzahl von mit ihren Enden zickzackförmig aneinandergereihten und verbundenen Abschnitten (22) besteht, die einen wellenförmigen Strömungspfad bilden, längs welchem bei einer Drehung des Behälters (20) eine Strömung des in diesem befindlichen Materials nach beiden Enden des Behälters entsteht, und durch Organe (35, 37) zur Einführung des Materials an einem Ende des Behälters, so dass eine Förderung zum anderen Ende des Behälters erfolgt,
    sowie Organe für die Entnahme des Materials am anderen Ende des Behälters.
    UNTERANSPRUCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Organ (40) zur einstellbaren Veränderung des Neigungswinkels der Längsachse des Behälters (20).
    2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (40) der Einstellung des Winkels der Längsachse des Behälters (20) gegenüber einer Basis der Vorrichtung dient.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Organe für die Einführung des Materials einen trommelförmigen Behälter (35) enthalten.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zickzackförmig miteinander verbundenen Abschnitte (22) mit ihren Achsen in einer gemeinsamen Ebene liegen (Fig. 2).
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Organ (40) zur Einstellung der pro Zeiteinheit durch den wellenförmigen Behälter strömenden Materialmenge.
    6. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dal3 der trommelförmige Behälter (35) mit dem ersten Abschnitt (22) des wellenförmigen Behälters (20) in Verbindung steht und sich im wesentlichen auf einer Seite von dessen Längsachse befindet, wobei eine Einrichtung (37) zur Versorgung des trommelförmigen Behälters mit dem Material vorgesehen ist.
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