CH445674A - Verfahren zur elektrischen Widerstandsschweissung von sich überlappenden Blechen, insbesondere verzinnten Stahlblechen - Google Patents
Verfahren zur elektrischen Widerstandsschweissung von sich überlappenden Blechen, insbesondere verzinnten StahlblechenInfo
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Description
Verfahren zur elektrischen Widerstandsschweissung von sich überlappenden Blechen, insbesondere verzinnten Stahlblechen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektri schen Widerstandsschweissung von sich überlappenden Blechen, insbesondere verzinnten Stahlblechen,
bei wel chen beide Blechenden abgebogen und mittels zweier sich über die ganze Länge der Naht erstreckenden Schweisselektroden an den Abbiegungen miteinander verbunden werden. Bei einem bekannten Verfahren die ser Art soll ein erhöhter Widerstand zur Erzielung einer konzentrierten Hitze durch Rundbiegen der Blechkan ten erzielt werden, wobei die Bleche sich mit einer grösseren Breite überlappen und :demgemäss die Blech enden sich nur mit den Kanten der beiden Abbiegungen aufeinander abstützen.
Bei diesem vorbekannten Ver fahren ist also nur eine doppelte Linienberührung vor handen, so dass an den Abbiegungskanten eine ausser ordentlich hohe Stromdichte vorhanden ist, die eine sehr starke örtliche Erhitzung beim Stromdurchgang zur Folge hat. Diese an den Kanten entstehende Schweisshitze dringt aber beim Schweissen von verhält nismässig dünnen verzinnten Blechen, wie sie für die Konservendosenherstellung benötigt werden, hindurch, so dass bei ,diesem vorbekannten Schweissverfahren an Iden den Abbsegungskanten ;
gegenüberliegenden Aussen- seiten der Bleche .ein Verdampfen des Zinns eintritt. Hierdurch tritt nicht nur eine Beschädigung der Bleche an der Schweissnaht ein, sondern dieses verdampfte Zinn diffundiert ausserdem in die Schweisselektroden, so dass damit der Übergangswiderstand der Elektroden :geändert Wird. Der Kontaktwiderstand schwankt daher bzw. wird unregelmässig.
Die Folge davon ist ein Ver brennen des Schweissmaterials bzw. eine ungenügende Schweissung.
Brei dem vorerwähnten Verfahren entstehen zwei Schweissnähte. Es ist dabei sehr schwierig, zwei feste und dichte Schweissnähte herzustellen, da es praktisch kaum möglich ist, den durch die Schweisselektroden ausgeübten Druck an den beiden Abbiegungskanten genau gleich gross einwirken zu lassen.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass diese beiden Kanten, die durch einen Schneid- und Biegevorgang erzeugt sind, keine mathematisch genau gerade Linie bilden, so dass diese Kannen unregelmässig und nur an einigen Stellen am gegenüberliegenden Blech ;
anliegen. Es ist .also längs dieser Kanten bzw. an beiden Kanten ein ungleicher Kontaktwiderstand vorhanden, so dass sich erhebliche Unterschiede im Stromdurchgang ergeben, also eine ungleiche Verschweissung längs der Kanten bzw. an beiden Kanten eintritt. Nlit diesem vorbekannten Ver fahren kann demgemäss keine feste und dichte Schweiss verbindung erzielt werden.
Um die vorerwähnten Nachteile zu beseitigen, wer den bei dem Verfahren nach der Erfindung die ;sich überlappenden Blechenden vor dem Schweissvorgang so miteinander vereinigt, dass die abgewinkelten Enden aneinander liegen und eine kraftschlüssige Verbindung bilden.
Dieses neue Verfahren unterscheidet sich wesent lich von dem vorerwähnten bekannten Verfahren: Da bei dem erfindungsgemässen Verfahren die einander zugekehrten Steiben bzw.
Flächen der Abkantungen eine kraftschlüssige Verbindung bilden, also aufeinander lie gen, so tritt beim Stromstoss durch diesen Flächenkon takt ,eine erhebliche Widerstandsverminderung ein, ins- besondere bei verzinnten Stahlblechen, da die abge- winkelten Blechenden ;
an der Kontaktfläche mit Zinn aufeinander liegen. Die Stromdichte wird damit erheb lich vermindert bzw. über diese Kontaktfläche gleich mässig verteilt. Dadurch wird erreicht, dass die von die ser Kontaktfläche beim Schweissvorgang ausgehende Schweisshitze sich nicht auf die Aussenseiten der Bleche auswirkt, so dass demgemäss .das Zinn @an @diesen Aussen seiten nicht verdampft.
Es tiitb also hier weder eine Beschädigung der (Schweissnaht ein noch eine nachteilige Veränderung der Schweisselektroden durch diffundieren des Zinn. Da bei diesem neuen Schweissverfahren eine durch die Höhe der Abkantung bestimmte Kontraktfläche vor handen ist, so wird bei allen Schweissungen längs der Schweissnaht ein gleichmässiger Stromübergang erzielt, so dass die Unterschiede des Stromdurchgangs sehr ge ring sind.
Während bei dem vorerwähnten Verfahren zwei Schweissnähte vorhanden sind, wird mit dem er findungsgemässen Verfahren mit nur einer einzigen Schweissnaht eine sehr feste und dichte Schweissverbin dung erzielt. Bei dem neuen Verfahren ist ferner nur eine ausserordentlich geringe Überlappung der beiden Blechenden vorhanden. Dies hat gegenüber dem vorbe kannten Verfahren nicht nur den Vorteil einer Material einsparung, sondern weiterhin auch den Vorzug, dass die Schweissnaht nur eine örtlich beschränkte, gering fügige Verdickung bildet. Bei einem nach dem erfin- dungsgemässen Verfahren hergestellten Dosenrumpf z. B. können demgemäss Boden und Deckel ohne jede besondere Massnahme (kein Aussparen der Falz- bzw.
Schweissnaht erforderlich) befestigt bzw. eingefalzt wer den.
Das Verfahren nach der Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung, die Ausführungsbeispiele zeigt, näher erläutert.
Es stellt dar: Fig. 1 einen Querschnitt durch zwei Schweisselek troden mit einer Dosenzarge, Fig. 2 die Seitenansicht der Schweisselektroden von Fig. 1, Fig. 3 eine andere Ausführung der Schweisselektro den in der Darstellung von Fig. 1.
In der Zeichnung bezeichnet 10 eine balkenförmige Schweisselektrode (Aussenelektrode) und 15 eine dorn- förmige Schweisselektrode (Innenelektrode). Mit 12 ist eine Dosenzarge bezeichnet, deren Enden vor dem Ein bringen in die Schweissvorrichtung rechtwinklig abge kantet werden. Die Höhe dieser Abkantungen entspricht annähernd der Blechstärke. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, werden vor dem Schweissvorgang die Blech enden mit den Abkantungen 13, 14 kraftschlüssig mit einander verbunden. Demgemäss liegen die einander zu gekehrten Seit: n bzw. Flächen der beiden Abkantungen 13, 14 aufeinander und bilden dann, wenn die beiden Schweisselektroden 10, 15 aufeinandergepresst wenden, Kontaktflächen für den Stromdurchgang.
Die Schweiss hitze entsteht also an diesen Kontaktflächen der Ab- kantungen 13, 14, so dass also dann über die ganze Länge der Dosenzarge eine feste Schweissnaht entsteht. Bei diesem Schweissvorgang wirkt sich die Schweisshitze nicht auf die Aussen- und Innenseiten der Zarge aus, so dass also beim Schweissen einer verzinnten Zarge die Zinnoberfläche nicht beschädigt wird.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, erstrecken sich die beiden Schweisselektroden 10 und 15 über die ganze Länge der Schweissnaht bzw. der Zarge 12. Dabei be rühren die Schweisselektroden die Zarge 12 mit einer grösseren Fläche, um jede Überhitzung der Zarge an den Kontaktstellen zu vermeiden. Aus Fig. 1 geht her vor, dass die Elektrode 10 eine Kontaktfläche 11 auf weist, deren Breite X1 ein Vielfaches der Überlap pungsbreite X der abgekanteten Blechenden beträgt. Wenn beispielsweise bei der Blechstärke von 0,28 mm die Überlappung X 0,56 mm beträgt, so kann die Breite X1 beispielsweise etwa 11 mm betragen.
In Fig. 1 ist mit gestrichelten Linien das eine Blechende der Zarge 12 waagrecht dargestellt, um anzudeuten, dass bei einer entsprechend grösseren Ausführung eine flächenhafte Berührung zwischen der Kontaktfläche 11, der Balkenelektrode 10 und der Zarge gegeben ist. Die balkenförmige Aussenelektrode kann gegebenen falls, wie in Fig. 2 dargstellt, aus mehreren Abschnitten 1-5 bestehen, wobei ferner diese Elektrodenabschnitte durch Lack- oder Oxydschichten 16 voneinander ge trennt sein können, um durch die einzelnen Elektroden abschnitte Stromimpulse zu schicken.
Für die impuls mässige Aussteuerung der Stromstösse wird eine .an sich bekannte elektronische Einrichtung verwendet, welche in jeder zeitlichen Form und Grösse die notwendigen Stromstösse für die Schweissung abgibt. Hierdurch wird eine Strombegrenzung erzielt, :so dass bei Erreichung der Schweisswärme verhindert wird, dass das Metall überhitzt wind und die Oberfläche beschädigt wind, z. B.
dass die Zinnschicht wegschmilzt oder eine Oxydation eintritt.
In Fig. 3 ist noch eine weitere Ausführung einer Schweissvorrichtung für Dosenzargen gezeigt, die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens Ver wendung finden kann. Bei dieser Ausführung ist nicht nur die dornförmige Schweisselektrode 15, sondern auch die Balkenelektrode 10 mit der Kontaktfläche 11 der Form bzw. Krümmung der zu schweissenden Zange angepasst.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur elektrischen Widerstand schwei- ssung von sich überlappenden Blechen, insbesondere verzinnten Stahlblechen, bei welchen beide Blechenden abgebogen und mittels zweier sich über die ganze Länge der Naht erstreckenden Schweisselektroden an den Ab biegungen miteinander verbunden werden, dadurch ge- kennzeichnet, dass die sich überlappenden Blechenden vor dem Schweissvorgang so miteinander vereinigt wer den,@dass die @ab@gewinkelten Enden (aneinanderl:iegen und eine kraftschlüssige Verbindung bilden. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei sich über die ganze Länge der zu schweissenden Naht er streckende Schweisselektroden (10, 15), deren Kontakt- flächenbreite (X1)ein Vielfaches der Überlappungs- breite (X) der abgekanteten Blechenden beträgt.
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