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Indirekt geheizte Glühkathode.
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aufzunehmen und im Betrieb zu halten. Eine Vergrösserung der Oberfläche wird nach bekannten Vor- schlägen dadurch erzielt, dass ein Drahtnetz am praktischesten in Form eines Falzes über die einzelnen
Fahnen geschoben wird.
Als Beispiel für die Vergrösserung der Emissionsfähigkeit derartiger Kathoden mit vergrösserten ! Oberflächen seien folgende Angaben gemacht. Die von einer Kathode mit glatter Oberfläche maximal festgehaltene Menge Emissionsstoff betrug ungefähr 3 mg pro Quadratzentimeter. Durch die Ver- grösserung der Oberfläche gemäss der Erfindung konnte diese Menge auf mehr als 6 mg pro Quadrat- zentimeter gesteigert werden. Vermöge der vergrösserten Oberfläche wird die Schichtdicke nicht grösser als bisher und trotzdem werden grössere Mengen des aktiven Materials von der Kathode aufgenommen als dies bei den bekannten Kathoden der Fall ist.
An Stelle von Drahtgittern wurde zur Vergrösserung der Oberfläche der Kathode bereits vor- geschlagen, z. B. durch Pressen, eine Menge von Vertiefungen, die von Erhöhungen umgeben sind, anzubringen. Man kann die Vergrösserung der Oberfläche erfindungsgemäss durch eine chemische
Behandlung erreichen, wobei z. B. die Oberfläche zuerst oxydiert wird und dann in einer Wasserstoff- atmosphäre auf eine solche Temperatur erhitzt wird, dass eine intensive Reduzierung stattfindet, so dass kleine Krater entstehen, die dann ebenfalls zur Aufnahme des aktiven Materials geeignet sind.
Die Herstellung der oben beschriebenen Fahnenkathode kann auf folgende einfache Weise geschehen. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, dient als Hilfswerkzeug ein Dorn 124, dessen Durch- messer gleich der lichten Weite des inneren Zylinders der Kathode ist, der durch die bogenförmigen
Teile 20 der einzelnen Fahnen geformt wird. Der Dorn 124 besitzt an beiden Enden Schraubfortsätze 125.
Auf diese Schraubfortsätze können zwei Druckscheiben 126 mit Hilfe von Muttern 727 aufgeschraubt werden. Die obere Scheibe 126 besitzt vier Aussparungen 128 und eine kleine zentrale Erhöhung 129.
Sie ist ferner am Rande mit einer übergreifenden Lippe 130 ausgerüstet, deren innerer Durchmesser ein wenig grösser ist als der äussere Durchmesser der Scheibe 19. Die Hilfsscheibe 26 besitzt eine zentrale
Bohrung 131, die über den Schraubfortsatz 125 des Dornes 124 passt.
Die untere Hilfsscheibe 126 ist ähnlich wie die obere Scheibe aufgebaut. Sie besitzt jedoch nur drei Aussparungen.
Nachdem die einzelnen Fahnen aus dem Blechstreifen herausgestanzt sind, besteht der nächste
Schritt darin, die Oberflächen der Fahnen entweder direkt mit einer elektronenemittierenden Substanz zu bedecken oder auf der Oberfläche ein Drahtgitter aufzuschweissen bzw. in anderer Weise für eine
Aufrauhung der Oberfläche zu sorgen und die einzelnen kleinen Zwischenräume mit aktivem Material zu füllen. Dieser Vorgang kann gegebenenfalls auch später nach dem vollständigen Zusammenbau der Kathode erfolgen. Sodann werden die Scheiben 19 auf dem Dorn 124 angeordnet und durch die
Anschläge am Dorn 124 in der richtigen Entfernung, die gleich der Länge der Fahne ist, gehalten.
Danach werden die einzelnen Fahnen um den Schaft des Dornes herum angeordnet, wobei die bogen- förmigen Teile 20 am Dorn anliegen, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Die Abstände je zweier benachbarter
Fahnen werden durch hölzerne Keile 133 gewahrt, deren Dicke und Neigung entsprechend bemessen ist. Nachdem sämtliche Fahnen um den Schaft herum angeordnet sind und durch die Holzkeile im richtigen Abstand gehalten sind, werden die oberen und unteren Hilfsseheiben 126 über die Scheiben 19 geschoben, so dass die schraubförmigen Fortsätze 125 durch die zentralen Öffnungen 131 reichen.
Sodann werden die Muttern 127 angezogen und halten damit die Fahnen 18 an ihrem Platze fest. Um ein Herausfallen der Holzkeile 133 zu verhindern, während die Muttern angezogen werden, kann man um das ganze Gebilde einen Draht wickeln.
Der nächste Arbeitsvorgang besteht in dem Anschweissen der seitlichen Umbiegungen 121 der Fahnen 18 an die Scheiben 19. Dies erfolgt mit Hilfe einer Punktschweissmaschine, deren Elektroden durch die Öffnung 128 bzw. 132 an die Scheiben 19 herankommen. Dieses ist aus der Fig. 5 zu ersehen. die kleinen Kreuze in der Fig. 2 bezeichnen die Schweisspunkte. Nachdem sämtliche möglichen Schweiss- punkte durch die Öffnungen 128 und 132 vorgenommen worden sind, werden die Muttern 127 etwas gelöst und die Hilfsscheiben 126 etwas verdreht, so dass einige noch nicht geschweisste Stellen der Scheiben 19 unter die Aussparungen 128 bzw. 132 zu liegen kommen.
Nachdem sämtliche Schweisspunkte zwischen beiden Scheiben 19 und den seitlichen Umbiegungen 121 vorgenommen worden sind, kann man den Dorn 124 und die Keile 133 entfernen.
Eine auf diese Weise hergestellte Kathode ist ziemlich stabil und lässt sieh ohne grosse Mühe zusammensetzen und-schweissen. Die bogenförmigen Umbiegungen 20 der einzelnen Fahnen 18 bilden in der Gesamtheit einen geschlossenen Zylinder, in den man das Heizelement einführen kann.
Die hierin erzeugte Wärme kommt den Fahnen fast verlustlos zugute, da die bogenförmigen Teile 20 direkt einen Teil der Fahnen bilden und infolgedessen die Wärmeleitungsverluste an dieser Stelle sehr gering sind. Die seitlichen Umbiegungen 121 bilden eine grosse Ebene, an welche die Scheiben 19 sehr leicht und sehr fest angeschweisst werden können. Die einzelnen Fahnen lassen sich ohne grosse Schnitt-oder Stanzverluste aus grossen Blechtafeln gewinnen. Darüber hinaus lassen sich die bogenförmigen Teile 20 der einzelnen Fahnen ebenfalls mit aktivem Material bestreichen, u. zw. gleichzeitig mit der übrigen Oberfläche der Fahnen, so dass auch von dieser Seite her eine Vereinfachung und Verbilligung der Fertigung eintritt.