CH442736A - Antibakteriell ausgerüstetes Material und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Antibakteriell ausgerüstetes Material und Verfahren zu seiner Herstellung

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CH442736A
CH442736A CH1315060A CH1315060A CH442736A CH 442736 A CH442736 A CH 442736A CH 1315060 A CH1315060 A CH 1315060A CH 1315060 A CH1315060 A CH 1315060A CH 442736 A CH442736 A CH 442736A
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antibacterial
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polymer
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Jaernhaell Bertil
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Astra Apotekarnes Kem Fab
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Description


  



  Antibakteriell ausgerüstetes Material und Verfahren zu seiner Herstellung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein antibakteriell ausgerüstetes Material fiir die Verpackung von Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten, das aus hochmolekularen thermoplasti'schen und gegebenenfalls halogenierten   Kohlenwasserstoff-Polymeren b. esteht.   



   In der Lebensmittel-und pharmazeutischen Industrie mu¯ das Verpackungsmaterial vor dem Abpacken des Gutes sterilisiert werden. Die   gewünschte Keim-    freiheit wird gewöhnlich dadurch erzielt, dass das Ver  packungsmaterial    unmittelbar vor dem Abpacken bzw.



  Abfüllen einer Sterilisation. unterworfen wird, die bei thermoplastischen Polymenen gewöhnlich in einer Behandlung mit Äthylenoxyd besteht. Diese   B. ehandlung    ist sehr zeitraubend, erfordert die Verwendung kost  spieliger    GerÏte und führt dabei zu relativ unsicheren Ergebnissen. Dieser Behandlung sind überdies nur einige bestimmte thermoplastische Polymere zugänglich. An  dere    gebräuchliche Sterilisationsverfahren, wie z. B. die Behandlung im Autoklav und dergleichen, sind f r die meisten thermoplastischen Polymeren ungeeignet, da die f r diese   Behandlungen erfoderlichen Temperaturen    so hoch sind, dass die Gefahr der Verformung oder des Schmelzens des Materials besteht.



   Es ist schon vorgeschlagen worden, die Oberflächen von thermoplastischen Stoffen durch Eintauchen in eine   sterilisierende    Flüssigkeit   keimfrei    zu machen.



  Wenn dabei gleichzeitig eine poröse Oberflächenschicht gebildet wird, lässt sich auf diese Weise tatsächlich eine   gewisse antibakterielie    Wirkung erzielen. Es hat sich jedoch herausgestellt, da¯ die so erzielte antibakterielle Wirkung nur von relativ kurzer Dauer ist.



   Es ist schon vorgeschlagen worden, Mischungen mit   einem gewissen Desinfektionseffekt durch Einarbei-    ten verschiedener ZusÏtze zu erreichen. Diese ZusÏtze waren jedoch stets ungeeignet, da sie schon b, ei niedrigen Konzentrationen, die an sich wirksam waren, zu toxischen SekundÏreffekten und/oder Hautreizungen f hrten. Konzentrationen ohne derartige Nebenwirkungen ergaben jedoch zu geringe antibakterielle Wirkungen.



     In der Nahrungsmittel-und pharmazeutischen    In  dustrie besteht daher ein    Bedarf nach   antibakteriellem    Verpackungsmaterial, welches das verpackte Gut nicht beeinflusst, von der Herstellung an keimfrei ist und während der Lagerung   keimfrei    bleibt, so da¯ eine weitere Sterilisation vor dem Formen und Verpacken überflüssig wird. Die Komponente, welche die antibakterielle Wirkung bedingt, darf bei den verwendeten   Konzentrationennichtextrahiertwerdenund    darf nicht in solchem Ma¯e in das verpackte Gut einwandern,   dal3    toxische oder   gewebereikende      Sekundäreffekte    ausgelöst werden.

   Weiterhin darf die antibakterielle Komponente natürlich weder Geschmack noch Geruch an das   verpackbe    Gut ! abgeben.



   Die vorliegende Erfindung soll nun diese Probleme lösen und ein   antibakteriell ausgerüstetes Verpackungs-    material erm¯glichen, das diesen Forderungen im Umfange gerecht wird.



   Das aus hochmolekularen thermoplastischen Koh  l, enwasserstoff-Polymeren bestehende antibakteriell    aus  gerüstete MaterM gemäss    der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, das es ein antibakteriell wirkendes MitL tel, vorzugsweise mindestens einen der folgenden Stoffe Thymol,   4-n-Hexylresorcin    oder   4-n-Octylresorcin, in    einer Konzentration von höchstens 2 Gewichtsprozent gleichmässig verteilt enthält.

   Diese Stoffe können einzeln oder in Mischung in einer Konzentration von vorzugsweise unter 1 Gewichtsprozent vorliegen
Eine gleichmässige Verbeilung der genannten Verbindungen kann dadurch erzielt werden, dass man das körnige Polymere und den aktiven Stoff mechanisch vermischt, die Mischung durch Erwärmen und   Schmel-    zen homogenisiert und darauf die Mischung wieder in körnige Form bringt. Das so erhaltene Granulat kann dann zur Herstellung von Folien oder verschiedenartigen Verpackungen durch Spritzgu¯, Blasverformung, Strangpressen oder Gie¯en verwendet werden. Das Ma terial kann selbstverständlich auch direkt, d. h. ohne intermediÏres Granulieren zu fertigen Verpackungen, wie Ampullen, BehÏlter, Flaschen, Verpackungsh llen,   Tropfflaschen    und dergleichen verarbeitet werden.

   Auch   Mehrschichtenfolien    bzw. Laminate mit mindestens einer Schicht aus dem antibakteriell ausgerüsteten Ma  terial, können    in entsprechender Weise hergestellt werden. Zweckmässigerweise soll in   diesam Fall diejenige    Oberfläche der Folie, welche mit dem verpackten Gut in Berührung kommt, aus dem antibakteriell ausger steten Material bestehen. Zur Herstellung des Verpackungsmaterials und des Verpackungsbehälters geeignete Verfahren sind bekannt.



   Beispiel 1
10   kg granuliertes Weich-Polyäthylen    (Typ LD) wird in einer Trommel oder von Hand mit 10    g    4-n-Hexylresorcin gemischt. Die homogene Mischung wird dann in eine Strangpresse gebracht, in deren Zylinder das Polyäthylen zu einer   geschmolzen. en Masse    verarbeitet wird und   wobai      sich das Hexylresorcin    gleichmässig in dieser Masse verteilt.   Dte    homogene Mischung   wird stranggepresst sund unmitbelbar darauf      gekörnt.    Dieses antibakterielle Granulat wird dann in eine Strangpresse gebracht, in deren Zylinder es erneut geschmolzen und weiter homogenisiert wird.

   Die e Schmelze wird dann zu 100 ml-Phiolen   g. eformt.    In gleicher Weise werden   Phiolen aus Polyäthylen    mit Zusatz von 0, 5 Gew. %   4-n-Hexylresorcin    (50 g pro 10 kg) hergestellt. Unter gleichen Bedingungen, jedoch ohne Zusatz des sterilisierenden   Hexylresorcins,    werden Vergleichsphiolen hergestellt.



   Man erhält auf diese Weise 3 Arten von Phiolen, nämlich
A. Vergleichsproben, d h. Phiolen aus Polyäthylen ohne Zusatz von Hexylresorcin,
B. Phiolen aus PolyÏthylen mit 0,1 Gew.% 4-n-Hexylresorcin und
C. Phiolen aus Polyäthylen mit 0, 5 Gew.   %    4-n-He  xylresorcin.   



   Einige Phiolen jeder dieser drei Typen wurden sofort mit einer der folgenden   Testkulturen geimpft    :
Staph. albus, E. Coli, Candida   albicaus,    Pen. notatum und darauf den Inkubationsbedingungen unterworfen. Es ist zu bemerken, da¯ diese Impfung aus praktischen Gründen sehr stark ist, während in der Praxis,   d.    h. bei der normalen Verwendung des Ver  packungsmaterials    nur ein Bruchteil der hier   verwende-      ben Impfwirkung zu erwarben ist.   



   Einige andere Phiolen werden nach kürzerer oder längerer Lagerzeit mit   dengleichenTestkulturen    geimpft. Dabei wurden. auch solche Phiolen geimpft, die vorher nach den f r die pharmazeutische Industrie gültigen   Waschvorschriften gereinigt    worden waren.



   Die   zuerst geimpfte Gruppe    von Phiolen, d. h. die unmittelbar   nach der Herstellung geimpften Proben,    wurden'drei Tage nach der   Impfung bakteriologisch      untlersucht.    Während dieser drei Tage waren die Proben den für das Wachstum der Mikroorganismen ge   eigneten Bedingungen (Inkubationsbedingungen) ausge-    setzt. Das Ergebnis der Untersuchung ist in der folgenden Tabelle wiedergegeben. Die Zahlen geben dabei das Wachstum der Mikroben in Prozent wieder.



   Tabelle   1   
Konzentration Probe des Sterilisationsmittels Staph. albus   E.    coli Candida albicaus P. notatum
A   0      100    100   100      100   
B 0, 1   0      0      0      0       C    0, 5   0      0      0      0   
Aus den in dieser Tabelle zusammengestellten Zahlen ist zu ersehen, dass bei den.

   Kontrollstücken ein 100 %iges Wachstum der Mikroorganismen erzielt wird, während sich   m'den Untersuchungsgefässen, welche    die   Kunststoffphiolen    mit   Sterilisationsmittel enthiel-    ten, kein Wachstum der Mikroorganismen zeigte.



   Die   in der folgenden Tabelle II zusammengestellten    Versuchsergebnisse wurden bei Untersuchung der Probe  stlücke,    erhalten, die nach einer Lagerung von 4 Monaten geimpft wurden ; einige der als   Probestücke    dienenden Phiolen waren vor dem Impfen gewaschen worden. Die Phiolen wurden nach Inkubationszeiten von einem Tag   (Tabelle II) und    2 Tagen (Tabelle III) untersucht. Die   Zahlenangaben    in den Tabellen II und III beziehen sich wieder auf das Wachstum der Kulturen in Prozent.



   Tabelle   11   
Konzentration Probe des Sterilisationsmittels Staph. albus E. coli Candida   albicaus    P. notatum
A   0    gewaschen   100    100 100 100 nicht gewaschen   100 100 100 100   
B 0, 1 gewaschen 30 30 0 0 nicht gewaschen 0 0 0 0    C    0, 5 gewaschen 0 0 0 0 nicht gewaschen 0 0 0 0 
Tabelle   III   
Konzentration Probe des Sterilisationsmittels Staph. albus E. coli Candida albicaus P.

   notatum
A 0 gewaschen 100 100 100   100    nicht gewaschen 100 100 100   100   
B 0, 1 gewaschen 0 0 0 0 nicht gewaschen 0 0 0 0    C    0, 5 gewaschen   0    0 0 0 nicht gewaschen 0 0 0 0
Aus den obigen Tabellen II und III ist zu ersehen,   dans dix    Phiolen (C) alle Testbakterien schon nach einem Tag zerst¯ren; bei einigen der Phiolen (B) konnten   überlebende    Mikroorganismen noch nach einem Tag, nicht aber nach 2 Tagen gefunden werden. Die Vergleichsstücke,   d.    h. die Phiolen (A), behinderten das Wachstum aller verwendeten Bakterien nicht.



   Beispiel 2
10 kg Polyäthylen werden in einer Trommel mit 50   g      4-n-Hexylresorcin    und 50 g 4-n-Octylresorcin zu einer   gleichmässigen Mischung verarbeitet. Das    Granulat wird dann in eine Strangpresse gebracht, in deren   Zylindern die. geschmolzene Masse bei der Mischtempe-    ratur des   Polyäthylens    weiter homogenisiert wird. Unmittelbar nach dem Strangpressen wird das Produkt zu einem Granulat vermahlen, aus dem dann durch Spritzgiessen   selbststeriihsierende    Verpackungen hergestellt werden.



   Beispiel 3
10 kg   Polyvinylidenchlorid-Granulat    werden mit 15 g Thymol, 15 g 4-n-Hexylresorcin und   15    g 4-n-Oc  tylresorcin gemischt und    zu   einem.    antibakteriell ausgerüsteten Ausgangsmaterial entsprechend der in Beispiel   1    und 2 beschriebenen Arbeitsweise verarbeitet.



     Das Ausgangsgranulat wird    dann in eine Strangpresse gebracht und zu einer Folie verarbeitet, aus welcher verschiedene   Verpackungen wie selbststerilisiersnde    Säcke, Beutel,   Klappbehälter    oder Laminabe her. gestellt werden. Es ist zu betonen, da¯ die   selbststerilisierende    Schicht des laminierten Materials mit dem verpackten Gut in Kontakt gebracht werden soll.



   Beispiel 4
In einem Kalander werden 10 kg   Kautschuk-Hydro-    chlorid mit 150 g 4-n-Octylresorcin verarbeitet. Nach Homogenisieren wird die Mischung in einem   geeig-    neten Lösungsmittel gelöst und die Lösung. in bekannter Weise durch Verdampfen des Lösungsmittels zu Gussfolien verarbeitet. Die so hergestellten Folien besitzen antibakterielle Eigenschaften und werden zur Herstel  lung verschiedener Verpackungen    wie beispielsweise Säcken oder Beuteln verwendet. Die Folie kann auch mindestens eine Schicht eines Laminates darstellen.



  Derartige Folien und Schichtstoffe müssen nicht nach den üblichen Methoden und der damit verbundenen Verformungsgefahr sterilisiert werden.



   Beispiel 5
10 kg nichtweichgemachtes pulverförmiges Polyvi  nylchlori,    werden mit 20 g Thymol und 20 g 4-Oc  tylresorcin    bzw. 4-n-Octylresorcin, vermischt. Die Mischung wird auf die Verarbeitungstemperatur des Polyvinylchlorids gebracht und darauf zu einem Granulat verarbeitet.



   Beispiel 6
10 kg pulverförmiges Polyäthylen werden mit 200 g gepulvertem Thymol gemischt und auf   Verarbeitungs-    temperatur,   d.      h. ungefähr 180 C,    erhitzt und darauf zu Granulat verarbeitet. Aus diesem Granulat werden durch Strangpressen Röhren (Thymolröhren T) hergestellt. Vergleichsproben (A) werden aus Polyäthylen ohne   Thymolzusatz    hergestellt. Alle Röhren einschliess  lich der Vergleichsröhren werden    2 Wochen gelagert und dann einer bakteriologischen Untersuchung unterworfen.



   F r diese Untersuchung werden   dts Röhren    in   Streifen vontungefähr    15 X 50 mm geschnitten, dann in sterile Petrischalen gebracht und 2 Tage darin belassen, so   dal3    das Thymol zur Wirkung kommen konnte.



  Nach diesen zwei Tagen werden die Streifen in mit Bouillon gefüllte Reagenzgläser gebracht. Einige der Reagenzgläser werden sofort zur Inkubation gebracht, während andere zuerst mit   verschiedenen Probekulturen    geimpft werden, zur Prüfung, ob das von, den Streifen abgegebene Thymol wachstumhindernd wirkt oder die zum Impfen der Bouillon verwendeten Mikroorganismen zerstört.



   Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle IV zusammengestellt, wobei die Zahlen dieselbe Bedeutung haben wie oben.



   Tabelle IV   Testkultur Rohrstreifen nicht    geimpft geimpft keine Thymolröhren 0 keine Kontrollstücke 88 Staph. aureus Thymolröhren 0 Staph. aureus Kontrollstücke 100 E. coli Thymolröhren 0 E. coli Kontrollstücke 100 
Aus den   Zahlenangaben dieser    Tabelle geht klar hervor, dass die aus dem   Thymolhaltigen      Kunststoff-    granulat hergestellten Röhren steril waren. Eine baktericide Wirkung auf Staphylococcus und Coli konnte durch erneutes Impfen sichergestellt werden. Eine weitere Untersuchung wird in folgender Weise durchgeführt.



  Die nach der Arbeitsweise von Beispiel 6 hergestellten Röhren und die entsprechenden   Vergleichsproben wer-    den in Streifen geschnitten. Diese Streifen wer, den in Petrischalen mit   Agar-Agar eingebettet,    das vorher mit den in Tabelle V angegebenen Probekulturen geimpft worden war. Die so behandelten PrÏparate werden der Inkubation unterworfen und von Zeit zu Zeit auf Wachstum der verschiedenen   Probeorganismen,    Wachstums berschu¯, Zonen verminderten Wachstums oder völlige Wachstumshemmung untersucht.



   In gleicher Weise werden Kunststoffstreifen untersucht, welche auf die Oberfläche der in den Petrischalen   enthalbenen Agar. Agar-Präparate,    deren Oberflächen mit einer der in Frage stehenden   Testkultur geimpft    war, gelegt worden waren. Die Ergebnisse dieser Unter  suchungen sind    in der folgenden Tabelle V   zusammen-    gestellt.



   Tabelle V    Streifen in vollstÏndig geimpftem Streifen auf der OberflÏche von oberflÏchlich Probekultur Rohr
Agar-Agar eingebettet geimpftem Agar-Agar    Staph. aureus T sehr geringes Wachstum in Randzone sehr geringes Wachstum in Randzone
A ungehemmtes Wachstum im gesamten ungehemmtes Wachstum im gesamten
Präparat Präparat E. coli T isolierte Kolonien in einer 20 mm gro¯en schwaches Wachstum in einer schmalen    Beobachtungszoneungleichmässigen Mittelzone   
A ungehemmtes Wachstum im gesamten ungehemmtes Wachstum im gesamten
Präparat Präparat B. subtilis T geringes Wachstum in Randzone sehr schwaches Wachstum in Randzone
A ungehemmtes Wachstum im gesamten ungehemmtes Wachstum im gesamten
Präparat Präparat Asperg.

   niger T kein Wachstum kein Wachstum
A ungehemmtes Wachstum im gesamten ungehemmtes Wachstum im gesamten
Präparat Präparat Pen. notatum T kein Wachstum kein Wachstum
A ungehemmtes Wachstum im gesamten ungehemmtes Wachstum im gesamten
Präparat Präparat
In Tabelle V bedeutet T Thymolr¯hren, A Ver  gleichsproben.   



   Aus Tabelle V geht klar hervor, dass Thymol aus den Streifen in das Agar-Agar wandert, wo es das Wachstum der dem Nährboden ein-oder aufgeimpfte   Probeorganismen    hemmt. Es zeigte sich, dass   E.    coli die   resistenteste der    verwendeten   Testkulturen    darstellt.



   Ein weiterer Vorteil des   selbststerilisierenden    Materials ist der ausgeprägte   Fernwirkungseffekt    durch ein gasförmiges Medium gegenüber Aspergillus niger, Penicillium notatum und Candida   albicans. Dies    kann durch eine Untersuchung gezeigt werden, bei der die Rohrstreifen an den Deckeln der Petrischalen befestigt werden, wobei der Abstand zwischen S, tireifen und Agar  Agar-Nährboden    10 mm   betrmg.    Das Agar-Agar in den Schalen war angeimpft. Es wurde eine fast   voll-    ständige   Wachstumshemmung    erzielt.

   Bei den ersten beiden   Probekulturen    kann unter Umständen ein   anfäng-    liches Wachstum gefunden werden, das jedoch vollständig gehemmt wird, wobei es niemals zu einer richtiggehenden Bildung von Kolonien kommt. Das mit Candida geimpfte AgarAgar war völlig frei von   irgend-    welchen   Wachstumserscheinungen,    während sich bei den   Vengleichsproben    ungehemmtes Wachstum auf der ganzen Oberfläche zeigte.



   Die Zusammensetzung des   antibakteriell ausgerüste-    ten Materials ist selbstverständlich nicht auf die obigen Angaben beschränkt und kann in verschiedener Weise verändert werden. So können als Polymere auch Mischungen von Polymeren bzw. Polymerisaten und/oder Mischpolymeren,   Block-Mischpolymeren    und Pfropf Mischpolymeren verwendet werden. Duroplastische Harze und   vulkanisierte    Materialien kommen jedoch nicht in Betracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Antibakteriell ausgerüstetes Material, insbeson- dene für die Verpackung von Lebensmitteln und phar mazeutischen Produkten, das aus hochmolekularen ther moplastischen Kohlenwasserstoff-Polymeren besteht, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Polymere ein antibak teriell wirkendes Mittel in einer Konzentration von höchstens 2 Gewichtsprozent gleichmässig verteilt ent- hält.
    II. Verfahren zur Herstellung des antibakteriell aus gerüsteten Materials fgemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichneb, dass man ein körniges thermoplastisches Kohlenwasserstoff-Polymeres mit mindestens einem antibakteriiell wirkenden Stoff mischt, die so erhaltene Mischung nach Erhitzung auf die Verarbeitungstemperatur des Polymeren homogeni siere, die homogenisierte Mischung wieder granuliert und das so erhaltene Granulat zur Herstellung von Verpackungsmaterial durch Kalandern, Spritzgiessen, Strangpressen oder Giessen verwendet, so dass das anti bakteriell wirkende Mittel homogen im Material verteilt bleibt.
    III. Verwendung des antibakberiell ausgerüsteten Materials gemϯ Patentanspruch I f r die Verpackung und Abfüllung von Lebensmi'tteln oder pharmazeuti- schen Produkten.
    UNTERANSPR¯CHE 1. Antibakteriell ausgerüstetes Material gemäss Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als antibakteriell wirkendes Mittel mindestens einen der folgenden Stoffe enthält : Thymol, 4-n-Hexylresorcin und 4-n-Octylresorcin.
    2. Antibakteriell ausgerüstetes Material gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des antibakteriell wir- kenden Mittels zwischen 0, 1 und 0, 5 Gew. % liegt.
    3. Antibakteriell ausgerüstetes Material gemäss Pa tentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Konzentration des antibakteriell wirkenden Mittels kleiner als 1 Gew. % ist.
    4. Antibakteriell ausgerüsbetes Material gemäss Patentanspruch 1 und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere mindestens einen der folgen- den Stoffe enthält : PolyÏthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Polyisovinylidur und Kau tschuk-Hydrochlorid.
    5. Verwendung gemϯ Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpackungsmaterial mindestens eine Schicht besitzt, wobei mindestens die mit dem zu verpackenden Produkt in Berührung kommende Schicht aus dem Polymeren aus antibakteriell wirkenden Mitteln besteht.
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