CH438753A - Verfahren zur Herstellung von gesinterten Aluminiumerzeugnissen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesinterten Aluminiumerzeugnissen

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CH438753A
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    • C22C32/00Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ
    • C22C32/001Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides
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Description


  Verfahren zur Herstellung von gesinterten     Aluminiumerzeugnissen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     gesinterten    Aluminiumer  zeugnissen.  



  Unter gesinterten Aluminiumerzeugnissen sind hier  solche zu verstehen, die unter Sintern von pulvrigen,  Aluminiummetall oder eine     Aluminiumlegierung    ent  haltenden Gemischen erhalten wurden, und die nicht  mehr als 20 % eines     keramischen    Oxyds, wie Alumi  niumoxyd, oder     Carbids,        Nitrids    oder     Borids    des Alu  miniums oder auch eines anderen     Carbids,        Nitrids    oder       Borids,    als     sekundäre    Phase feinverteilt in der primären,

    aus Aluminium oder einer Legierung desselben be  stehenden Phase     aufweisen.    Im Vergleich zu Erzeug  nissen aus     Reinaluminium    oder aus einer Aluminium  legierung zeichnen sich solche     gesinterte        Aluminium-          erzeugnisse    durch eine Festigkeit aus, welche durch  eine Wärmebehandlung nicht beeinflusst oder nur     ge-          ringfügig    vermindert wird.  



  Bisher wurden derartige Aluminiumerzeugnisse  durch Pressen und Sintern eines Aluminiumpulvers her  gestellt, das vorher mit einer oberflächlichen Schicht  aus keramischem Material, z. B. Aluminiumoxyd, ver  sehen worden war. Für diesen Zweck ist es jedoch  erforderlich, ein äusserst     feinteiliges    Pulver zu verwen  den, um den keramischen Stoff in genügender Menge  zu erhalten, welcher dem     fertigen    Erzeugnis die erforder  liche Festigkeit auch nach einer Wärmebehandlung ver  leiht. So ist z.

   B.     festzustellen,    dass     normal    gemahlenes  Aluminiumpulver mit einer Korngrösse von etwa 1     ,u     im allgemeinen nur etwa 2 %     Aluminiumoxyd        enthält,     was für solche Zwecke nicht genügt. Deshalb. muss ein  noch feineres Aluminiumpulver verwendet werden, des  sen Korngrösse     kleiner    ist als die     angegebene,    oder aber  Aluminiumflitter, wobei jedoch die Dicke der Flitter  2     ,u    nicht übersteigen sollte, was     schwierig    zu erreichen  ist.

   Die feinen Pulver bereiten ebenfalls     Schwierigkeiten     beim Pressen, da sie ein niedriges Schüttgewicht auf  weisen, im allgemeinen     weniger    als 0,2     kg/Liter.     



  Um dem letztgenannten Übelstand     abzuhelfen,    wurde  vorgeschlagen,     Aluminiumpulver    mit grösserem Schütt-         gewicht    dadurch zu     erzeugen,    dass einem     feinteiligen     Aluminiumpulver beim Stampfen oder während dem  Mahlen in der Kugelmühle ein     Schmiermittel    zugesetzt  wird. Dies hat den Vorteil, dass die Teilchengrösse und  das Schüttgewicht zunimmt, während     die    Teilchen       gleichzeitig    eine     grössere    Menge Oxyd     enthalten    als  vorstehend für Teilchen vergleichbarer Grösse ange  geben.  



  Es wurde auch vorgeschlagen, das Aluminiumpulver  mit dem     keramischen    Stoff zu mischen und zu     konglo-          merieren.    Die Teilchen enthalten dann eine grössere  Menge an     keramischem    Stoff als sonst ihrer Grösse  entsprechen würde, jedoch     gelingt    es nicht, mit solchem  Pulver Erzeugnisse mit     guten;    mechanischen     Eigenschaf-          ten    herzustellen.  



  Die Idee, gesinterte Aluminiumerzeugnisse     durch     Mischen von Aluminiumpulver mit     relativ    niedrigem       Oxydgehalt    mit     Aluminiumoxyd    und direktes     Sintern     der Mischung herzustellen, wurde bisher     abgelehnt,    da       beispielsweise    im     Brit.        Pat.    Nr. 706 536 angegeben  wird, dass dieses Verfahren zu     keiner    Erhöhung der       mechanischen    Festigkeit im gesinterten Produkt führe.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Ver  fahren, welches es ermöglicht, entgegen der bisher vor  herrschenden Meinung gesinterte     Aluminiumerzeugnisse     mit der gewünschten Festigkeit     herzustellen,    die auch  nach einer Wärmebehandlung erhalten bleibt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich nun  dadurch aus, dass Aluminiumpulver oder Pulver aus  einer     Aluminiumlegierung,    das     eine    mittlere Korngrösse  von 1 bis 30     ,u    aufweist, mit höchstens 20 % eines  keramischen Oxyds, eines     Carbids,        Nitrids    oder     Borids,     dessen     mittlere    Korngrösse weniger als 1     ,u    beträgt,  gemischt     wird,    und dass die .erhaltene Mischung gepresst  und gesintert wird.

       Besonders        geeignet    ist     die    Ver  wendung von Aluminiumoxyd,     -carbid,        -nitrid    oder       -borid.     



  Angaben über     mittlere    Korngrössen beziehen sich  auf Werte, wie sie     aufgrund    von Oberflächenmessungen      durch     Sedimentationsanalyse        unter    Benutzung einer       Andreasen    Pipette bestimmt wurden.  



  Die erhaltenen     Erzeugnisse        weisen    mechanische       Eigenschaften    auf, die selbst nach einer Wärmebehand  lung denjenigen von auf andere Art hergestellten     gesin-          terten    Aluminiumerzeugnissen gleichkommen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren bringt folgende       Vorteile:    die     Ausgangsmaterialien    sind billig, da ge  bräuchliches     Aluminiumpulver    verwendet werden kann,  dessen     Oxydgehalt    nicht in besondern Verfahren erhöht  zu werden braucht, es werden ferner     keine        Verunreini-          gungen    in Form von Schmiermitteln eingebracht und  die aus der Luft aufgenommene Feuchtigkeitsmenge  ist sehr gering, da das Pulver     während    des Verfahrens  nur kurzzeitig der Atmosphäre ausgesetzt ist.

   Überdies  können die     Gemische    vor dem Sintern leicht gepresst  werden, da sie ein relativ hohes Schüttgewicht auf  weisen.  



  Es ist ferner zu     unterstreichen,    dass es sehr leicht  ist, im erfindungsgemässen Verfahren den     Oxydgehalt     des     fertigen    Erzeugnisses einzustellen, da mit genügen  der Genauigkeit angenommen werden kann, dass das  als Ausgangsmaterial verwendete Aluminiumpulver  höchstens 1-2 %     Aluminiumoxyd    aufweist, so dass dann       lediglich    die zur     Erzielung    des gewünschten     Oxydge-          halts    im Endprodukt erforderliche Menge an kerami  schem Stoff zugefügt werden muss.

   Falls erforderlich,  kann das Ausgangsmaterial natürlich auch analysiert  werden.     Während    die Festigkeit des     Erzeugnisses        mit     zunehmendem Gehalt an keramischem     Stoff    ebenfalls  ansteigt, nimmt     die    Formbarkeit entsprechend ab und       die    obere     Gehaltsgrenze    für     keramische    Stoffe kann  mit etwa 20 % angesetzt werden. Für viele Zwecke  ergibt ein Gehalt von 6-7 % Aluminiumoxyd in einem       aluminiumoxydhaltigen,    gesinterten Aluminiumerzeug  nis genügende     Festigkeit    bei guter     Formbarkeit.     



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren herge  stellte     gesinterte        Aluminiumerzeugnisse    eignen sich als       Konstruktionsmaterialien    und nach demselben Verfah  ren können auch leicht     Sinterprodukte    erhalten werden,  die auf andere     Art        schwierig    herzustellen sind, z. B.

    gesinterte     Erzeugnisse,    die     andere    Oxyde als Aluminium  oxyd oder     Carbide,        Boride    oder     Nitride    des     Aluminiums          enthalten.    Es ist zu     bemerken,    dass Erzeugnisse dieser       Art,    die beispielsweise     Borid'e    wie     Aluminiumborid     enthalten, in hohem Masse Neutronen absorbieren und  deshalb für besondere Zwecke in der     Reaktortechnik     Verwendung     finden    können.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren wird anhand des  nachfolgenden Beispiels erläutert.    <I>Beispiel</I>  Aluminiumpulver einer Reinheit von etwa 98 % und  mit     einer        mittleren    Korngrösse von     5-10,u    wird mit       Aluminiumoxyd    von 99 % Reinheit und     mit    einer mittle  ren     Korngrösse    von etwa 0,1     ,

  u    homogen     vermischt.     Der Gewichtsanteil an Aluminiumoxyd beträgt .etwa       6-7%.    Die     Mischung    wird bei einem Druck von  30-35     kg/mm2    bis zu einem     spezifischen    Gewicht  von etwa 2,3     g/cms        verpresst    und dann unter einem  Druck von etwa 50     kg/mm2    bei 550-600  warm  gepresst, bis etwa<B>99%</B> des theoretischen spezifischen  Gewichts erreicht sind.

   Das erhaltene Produkt wird  dann unter 50-75     kg/mm2    bei 550      stranggepresst.     Um eine gute     Längung    zu erhalten, müssen die zu     ver-          pressenden    Rohlinge auf 500-550  erhitzt werden. Die  Stabilität der     Legierung    wurde durch Wärmebehandlung  bei 550  geprüft.     Letztere    verursachte praktisch keine  Veränderung der     Festigkeitseigenschaften,    so dass ange  nommen werden kann, dass die Legierung bis zu dieser  Temperatur stabil ist, die jedoch wahrscheinlich     noch          nicht    die äusserste Grenze darstellt.

    
EMI0002.0082     
  
    Stranggepresst
<tb>  Mechanische <SEP> Stranggepresst <SEP> und
<tb>  Eigenschaften <SEP> wärmebehandelt
<tb>  20  <SEP> 4000 <SEP> 200 <SEP> 4000
<tb>  Zugfestigkeit, <SEP> kg/mm2 <SEP> 21,9 <SEP> 7,0 <SEP> 21,4 <SEP> 7,4
<tb>  0,2 <SEP> % <SEP> Streckgrenze,
<tb>  kg/mm2 <SEP> 13,5 <SEP> - <SEP> 13,0 <SEP>   Dehnung, <SEP> % <SEP> (10 <SEP> d) <SEP> 8,9 <SEP> 5,1 <SEP> 12,9 <SEP> 6,2

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung gesinterter Aluminium erzeugnisse, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminium pulver oder Pulver aus einer Aluminiumlegierung, das eine mittlere Korngrösse von 1 bis 30 ,u aufweist, mit höchstens 20 % eines keramischen Oxyds, eines Carbids, Nitrsds oder Borids, dessen mittlere Korngrösse weniger als 1 ,u beträgt, gemischt wird, und dass die erhaltene Mischung gepresst und gesintert wird.
    UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Oxyde, Carbide, Nitride oder Boride des Aluminiums verwendet.
CH851863A 1963-07-09 1963-07-09 Verfahren zur Herstellung von gesinterten Aluminiumerzeugnissen CH438753A (de)

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