CH438136A - Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern

Info

Publication number
CH438136A
CH438136A CH784362A CH784362A CH438136A CH 438136 A CH438136 A CH 438136A CH 784362 A CH784362 A CH 784362A CH 784362 A CH784362 A CH 784362A CH 438136 A CH438136 A CH 438136A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
coke
uncalcined
particles
fluidized bed
Prior art date
Application number
CH784362A
Other languages
English (en)
Inventor
Dean Stover Delmar
Joseph Metrailer William
Original Assignee
Exxon Research Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research Engineering Co filed Critical Exxon Research Engineering Co
Priority to CH784362A priority Critical patent/CH438136A/de
Publication of CH438136A publication Critical patent/CH438136A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/515Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics
    • C04B35/52Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite
    • C04B35/528Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite obtained from carbonaceous particles with or without other non-organic components
    • C04B35/532Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite obtained from carbonaceous particles with or without other non-organic components containing a carbonisable binder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zum Herstellen von geformten Kohlenkörpern    Gegenstand der     Erfindung    ist ein Verfahren zum  Herstellen von geformten     Kohlenkörpern    aus     unkalzi-          nierten,    grünen, durch     Wirbelschichtverkokung    erzeugten       Petroleumkokspartikeln.    Die     erfindungsgemäss    herge  stellten Kohlenkörper können als Elektroden verwendet  werden. Derartige     Kohlenelektroden    sind insbesondere  für metallurgische     Reduktionszellen    geeignet.  



  Geformte     Kohlenkörper,    insbesondere     Kohlenelek-          trod'en,    wurden bisher aus     kalziniertem    Petroleumkoks  hergestellt, indem. solcher Koks mit einem     Bindemittel     vermischt, dann die Mischung geformt oder     strang-          gepresst    und schliesslich     gebrannt    wird, um das Binde  mittel zu verkoken, und somit ein Produkt mit einer  dichten Struktur gebildet wird.  



  Viele Jahre lang bestand der grösste Teil des handels  üblich verwendeten     Petroleumkokses    beim     Herstellen    von  Elektroden aus einem Koks, der nach dem sogenannten       verzögerten        Verkokungsverfahren        hergestellt    wird, bei  welchem die     Verkokungstrommeln    auf eine Temperatur  von bis zu 480  C gehalten bleiben.

   Der Verzugskoks  aus dem     verzögerten        Verkokungsverfahren    enthält un  gefähr 8 bis 20% flüchtige Bestandteile, von denen die  meisten entfernt werden, indem der verzögerte Koks  bei einer Temperatur von ungefähr 1100 bis 1540  C       kalziniert        wird.     



  Nach dem     Wirbelschicht-Verkokungsverfahren    her  gestellter Koks     stellt    eine besondere Art von     Petroleum-          koks    dar und     besitzt    andere Eigenschaften als nach  anderen     Verfahren    hergestellter Koks. Bei einem solchen  Verfahren werden z. B. Kokspartikeln zwischen dem  Reaktor, worin schweres öl verkokt wird, und dem  Brenner zirkuliert,     in    welchem die     Partikeln    durch das  Verbrennen eines Teiles der Kokspartikeln wiedererhitzt  werden.

   Die erhitzten     Kokspartikeln    werden     dann    wieder  zum Reaktor in Umlauf gesetzt, so     dass    sich an ihnen im  Reaktor Koks niederschlägt, und dann werden diese  Partikel im Brenner auf eine höhere Temperatur erhitzt,  und dieser Arbeitsgang wiederholt sich vielmals, um  schliesslich sphärische Koksteilchen     auszubilden    mit    Schichten, welche zwiebelförmige Formation oder       Schicht-an-Schichtbildüng    bzw. eine innerhalb einer  Hüllenstruktur     vorhandene    Hülse aufweisen.  



  Jedes fliessende Koksteilchen erhält bei seinem  Durchgang durch den Reaktor eine neue     Koksschicht     hinzugefügt. Das     Koksteilchen    gelangt dann durch den       Brennerkessel,        wird    dabei erhitzt und mindestens etwas  von seinem     volatilen    Material, und von jeder nach  folgenden Koksschicht wird bei einer Temperatur von  über etwa 570-620  C in Anwesenheit von sauerstoff  haltigem Gas, wie beispielsweise im     Brennerkessel    vor  handene Luft, verflüchtigt.

   Auf diese     Weise    wird jede  am     Kokspartikel    vorhandene Koksschicht     erhitzt,        und     flüchtige Bestandteile werden mindestens     teilweise    dar  aus entfernt, ,so dass im wesentlichen jede nachfolgende  Koksschicht an den jeweiligen Kernen gebrannt wird.  Die sich ergebenden     Fliesskokspartikeln    sind viel stärker  und dichter als Koks, der gemäss anderen üblichen     Ver-          kokungsverfahren    erzielt     wird.     



  Bei handelsüblichen     Wirbelschicht-Verkokungsein-          richtungen    wird, der Brenner auf eine Temperatur von       annähernd    610  C gehalten, so dass der     fliessende    Koks  beim Austreten aus dem     Brennerkessel    weniger     volatiles     Material     enthält    als der im üblichen verzögerten     Ver-          kokungsverfahren    hergestellte Koks.  



  Die erfindungsgemäss nach einem Wirbelschicht  Verkokungsverfahren hergestellten     Petroleumkoksparti-          keln,    die nachfolgend auch als  fliessender Koks  be  zeichnet werden, und welche an der     Brennerseite    aus  dem     Verfahren        entfernt    und     gekühlt    werden, können als  solche     Partikeln    ohne     Kal'zinieren    zum Herstellen von  Elektroden und dergleichen benutzt werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zum Herstellen  von geformten Kohlenkörpern aus     unkalzinierten,    grü  nen, durch     Wirbelschichtverkokungerzeugten        Petroleum-          kokspartikeln    zeichnet sich     dadurch,    aus, dass im Wirbel  schichtverkokungsverfahren gewonnene, feinverteilte,       unkalzinierte        Petroleumkokspartikelri    mit einem kohlen  stoffhaltigen Bindemittel vermischt und und das erzielte      Gemisch unter Druck geformt     wird,    woraufhin das  geformte Gemisch zur     Bildung    eines     widerstandsfähigen,

       geformten Kohlenkörpers gebrannt     wird.    Beim Brennen  des geformten oder gepressten Kohlenkörpers aus grünem  Fliesskoks, beispielsweise     einer    Elektrode, wird das       Bindemittel        verkohlt    oder verkokt, und     @es    werden  flüchtige Bestandteile aus dem geformten Körper ent  fernt. Die so erhaltenen Elektroden eignen sich be  sonders zur Verwendung beim Herstellen von Alumi  nium.

   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren her  gestellte, vorher gebrannte     Kohlenelektroden    zeigen auch  gute elektrische     Eigenschaften    und .in gewissen     Fällen     bessere     physikalische        Eigenschaften    als die gegenwärtig  aus verzögertem Koks     hergestellten,        handelsüblichen          Kohlenelektroden.    Der Wegfall der     Kalzinierungsstufe     für den rohen oder grünen, fliessenden Koks hat eine  Einsparung in den Zubereitungskosten zur Folge.

   Das  Verfahren eignet sich besonders zum Herstellen von vor  gebrannten Elektroden, kann aber auch für     Söderberg-          Elektroden    verwendet werden.  



  Beim Herstellen von Elektroden oder anderen       Kohlenformlingen    wird der geformte Kohlenkörper  einem Brennvorgang unterworfen, und     erfindungsgemäss     wird der     Wirbelschichtkoks    mit einem kohlenstoff  haltigen Bindemittel, wie beispielsweise Teerasphalt,  vermischt. Die aus     Wirbelsehichtkoks    bestehenden  Partikeln werden vorzugsweise bei     einer    Temperatur  von mindestens 565-620  C gebrannt, wobei minde  stens ein Teil des flüchtigen Materials entfernt wird.

    Ferner folgt daraus, dass     irgendwelches,    in den     Wirbel-          schichtkokspartikeln        zurückgelassenes,    spaltbares Ma  terial vorzugsweise auf eine Temperatur erhitzt wird,  die höher liegt als die beim     Wirbelschichtkoksverfahren     im     Brennerkessel    herrschende Temperatur, um das in  den fliessenden Kokspartikeln verbleibende flüchtige  Material zu spalten.

   Ein grösserer Teil des Teerbinde  mittels     krackt    bei einer niedrigeren Temperatur von  ungefähr 565  C, und zwar findet der     Krackungsvor-          gang    oder das Verkoken statt, bevor sich die übrigen       volatilen    oder     krackfähigen    Bestandteile aus den fliessen  den     Kokspartikeln    in dem geformten Kohlenkörper       verflüchtigen    können.

   Nachdem der grösste Teil des       Teerbindemittels    verkokt oder karbonisiert ist, kann  der     Kohlenstofformling    auf eine den Bereich von 565  bis 620  C überschreitende Temperatur     erhitzt    werden,  um das im flüssigen Koks vorhandene, schwerflüchtige  Material von höherem Siedepunkt     herauszukracken,    und  dieser Vorgang hat die     Tendenz,    dem geformten     Kohlen-          stoffkörper    grössere Festigkeit zu     verleihen.     



  Ein wichtiges Erfordernis besteht darin,     d@ass    die  fertigen Elektroden ein     Minimum    an Druckfestigkeit  von annähernd 309     kg/cm2,    eine minimale reale Dichte  von ungefähr 1,40     g/cmg    und einen maximalen spezifi  schen Widerstand von annähernd 0,0014 Ohm pro cm  besitzen. Vorzugsweise wird die     Koksmischung    so her  gestellt, dass zwei oder mehr     einzelne    Koksfraktionen  mit einem mittleren     Partikeldurchmesserverhältnis    von       ungefähr    3 zu 1 oder höher kombiniert werden.  



  Die grünen, nicht     kalzinierten    Partikeln aus     Fliess-          koks,    wie sie :im     Wirbelschichtverkokungsverfahren    her  gestellt werden, weisen eine Reihe von Partikeln auf,  mit einem durchschnittlichen Durchmesser von     ungefähr     2,3 bis 0,044 mm (8 bis 325     mesh),    wobei die meisten       Partikeln    eine     Grösse    von 75 bis 500     Mikron        besitzen.          Eine    Behandlung, die vorzugsweise grünem, fliessendem  Petroleumkoks erteilt wird, besteht darin, einen kleinen  Bruchteil des fliessenden Koksproduktes neu zu sortieren,

      um eine     Partikelgrössenverteilung    zu erzielen, welche  eine Elektrode von zufriedenstellender Qualität liefert.  Fliessprodukte oder     Fliesskokspartikeln    können von ver  schiedenen, gegenwärtig in Betrieb befindlichen, ge  werbsmässigen     Wirbelschichtverkokungseinrichtungen    be  zogen werden, und diese     Fliesskoksmassen    weisen etwas       unterschiedliche    Eigenschaften auf, je :nach der Art  des zum Verkoken zugeführten Petroleumöls, den Be  triebsverhältnissen usw., wie aus den, nachfolgend  angeführten Daten ersichtlich ist, aber alle grünen       Fliesskokstypen    lassen sich zum Herstellen von Elek  troden verwenden.  



  Ein zum Herstellen einer     Kohlenelektrode    aus  grünem oder nicht     kalziniertem        Fliesskoks,    geeignetes  Verfahren besteht darin, vorzugsweise zunächst einen  kleinen Bruchteil des     Fliesskoks    neu zu     sortieren,    .um     die     gewünschte     Verteilung    der     Partikelgrösse    zu erzielen.  Dies wird bewerkstelligt, indem ein Teil des grünen  Fliesskokses, gewöhnlich 15 bis 50 % der Gesamtmenge,  so gemahlen wird, dass     annähernd    25 bis 60 % des  gemahlenen Teils durch ein Sieb mit einer lichten  Maschenweite von 0,044 mm hindurchgeht.

   Der Prozent  satz von Partikeln in der Mischung, welche kleiner     als     0,044 mm     sind,    beträgt annähernd 4-30 Gewichts  prozent des Totalgewichtes des Koks,     während    die  Partikeln, die durch     ein    Sieb einer lichten Maschenweite  von 0,044 mm nicht hindurchgehen, annähernd 70 bis  96 Gewichtsprozent des gesamten Koksgewichtes aus  machen. Der gemahlene Teil und der urigemahlene oder  unbehandelte Teil des     grünen    Koks werden dann in  einen erhitzten Mischer getan, und ein kohlenstoff  haltiges     Bindemittel,    wie beispielsweise ein Teerbinde  mittel, wird hinzugefügt.

   Der hinzugefügte Betrag an  Teerbindemittel liegt     gewöhnlich    zwischen 10 und 25  Gewichtsprozent der gesamten Koks- und     Bindemittel-          misehung.     



  Das Teerbindemittel kann einen zwischen 49 und       149'C    liegenden     Erweichungs-    oder Schmelzpunkt  haben. Das Mischen wird bei einer Temperatur durch  geführt, welche über dem     Erweichungspunkt    des Binde  mittels oder     zwischen    55 und<B>191'</B> C liegt.

   Nach einem  zum Erzielen     eines        gleichförmigen,    homogenen Ge  misches genügenden Mischen für einen Zeitraum von  einer     1/,1    bis 11/2 Stunden wird das Gemisch bei einer  dem     Erweichungspunkt    des Bindemittels nahehegen  den Temperatur und unter einem Druck geformt, der       ungefähr    141     kg/cm2    beträgt oder     beispielsweise    zwi  schen 141 und 422     kg/em2    oder höher liegt.

   Schliess  lich wird die gebildete Elektrode bei einer Temperatur  von annähernd 870  C     gebrannt.    Höhere Backtempe  raturen bis zu ungefähr 1320  C oder höher können  benützt werden, um niedrigere spezifische Widerstände  zu erhalten. Die Zeiten zum Erhitzen oder Backen  kann ungefähr 10 Stunden     bis    8 Tage betragen, und die  Zeitdauer des     Zubereitens    bei der endgültigen Tempe  ratur von 870 bis 1320  C kann zwischen 1/2 und 20  Stunden liegen.  



  Das Brennen oder Backen bzw. das Erhitzen wird  während der ersten     Erhitzungsstufe        allmählich    bis zum  Erreichen einer Temperatur von annähernd 870 bis  1090  C durchgeführt, und die     endgültige    Temperatur  wird dann für eine begrenzte Zeitdauer     aufrechterhalten.     In gewissen     Fällen    kann die Endtemperatur so     niedrig     wie 760  C liegen, wie nachfolgend noch ausgeführt  wird.     Während    dieses     Erhitzungsvorgangs    wird das     Teer-          bindemittel    verkokt oder karbonisiert, und die flüch  tigen Bestandteile werden aus der Elektrode entfernt.

        Das Erhitzen     kann    in jeder gewerbsmässigen     Einrichtung,     wie z. B. ein gasbetriebener Ofen, :ein elektrisch be  triebener Ofen und dergleichen, durchgeführt werden.  



  Während des Backens oder     Erhitzens    wird der grüne,       unkalzinierte,    fliessende     Petroleumkoks        kalziniert,    so dass  gemäss vorliegender Erfindung der Backvorgang und  der     Kalziniervorgang    in einer einzigen Arbeitsstufe  zusammengefasst sind und die separate     Kalzinierungs-          stufe    für den grünen     Fliesskoks    wegfällt, wodurch sich  auch     die    Herstellungskosten     der    Elektrode entsprechend  verringern.  



  Elektroden, gänzlich aus grünem     Wirbelschicht          petroleumkoks    und Teerbindemittel     hergestellt,    besitzen  hervorragende physische Festigkeit, zusätzlich zu elek  trischen Eigenschaften, die mindestens     denjenigen    von  Elektroden entsprechen, welche aus gegenwärtig be  nutzten     kalzinierten    Petroleumkoksen hergestellt sind.  



  Der grüne Petroleumkoks aus einer Fliesskokerei  enthält normalerweise weniger als ungefähr 7 Gewichts  prozent flüchtige Stoffe (wenn bei annähernd 950  C  gemessen) und kann auch 5-7 Gewichtsprozent (bei  ungefähr 950  C) betragen.  



  Das     kohlenstoffhaltige        Bindemittel:    kann aus irgend  einem üblichen oder geeigneten Bindemittel bestehen,  wie beispielsweise Teerasphalt oder Petroleumteer     mit     einem     zwischen    49 und 149  C liegenden Schmelzpunkt,  einem     Verkokungswert    von 40 bis 80 Gewichtsprozent  und mit einem in Benzol bzw. Nitrobenzol unlöslichen  Anteil von annähernd 10 bis 40 % bzw. 5 bis 30 % des  Bindemittels.  



  Das Bindemittel verflüchtigt sich nicht bei den  niedrigen Temperaturen von unter ungefähr 149  C,  aber fängt bei Temperaturen von über 400  C an zu  verkoken oder karbonisieren, um dann eine ausser-    ordentlich gute     Verbindung    zwischen den einzelnen       Kokspartikeln    zu     bilden.    Beim Verkoken     liefert    das  Bindemittel einen über     annähernd    40 % liegenden     oder     40 bis 80 % betragenden Rückstand.  



  Die nachfolgende Tabelle I     zeigt    die Eigenschaften  von grünen oder     unkalzinierten        Fliesspetroleumkoksen,     welche drei unterschiedlichen,     gewerbsmässigen    Fliess  koksan:lagen entnommen wurden und mit  A ,  B  und   C  bezeichnet sind. Die vierte     Spalte,     D  liefert  einen Vergleich mit grünem     Petroleumkoks,    der in einer  grossen Prüfanlage     unter    Anwendung des     Verzögerungs-          koksverfahrens    hergestellt wurde.  



       Bezugnehmend    auf die     überschrift         Partikelgrössen-          verteilung     in Tabelle I gibt die erste     Spalte    die     Sieb-          oder    Netzgrössen zum Bestimmen der     ursprünglichen     oder     ungemahlenen        Fliesskoksgrössen    an, welche in :den  Spalten A, B und C angeführt sind und auch die Sieb  grössen zum Bestimmen des     Feinmaterials    oder des ge  mahlenen     Anteils    der Koksgrössen unter den Spalten  A, B und C.

   Der grüne verzögerte Koks wurde ge  mahlen und zu     der    in Spalte  D  gezeigten     Verteilung     geordnet. Bei einem später noch beschriebenen Beispiel  wurde der Koks  C  gemahlen und für     die    in Spalte   D  angegebene     Grössenverteilung    sortiert. Das     Mahlen          kann    in jeder passenden Weise durchgeführt werden,  wie beispielsweise durch unter hoher Geschwindigkeit  erfolgende     Zerrelbung,    durch Mahlen     in        seiner    Kugel  mühle oder Steinmühle usw.  



  Die Tabelle     II        zeigt    Daten über das Zubereitender  Elektroden aus     grünem    oder     unkalziniertem        Fliess-          petroleumkoks    und aus grünem oder     unkalziniertem,     verzögertem Koks für     Vergleichszwecke,    und enthält  auch Angaben über die Eigenschaften der fertigen  Elektroden.

    
EMI0003.0067     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Eigenschaften <SEP> des <SEP> grünen <SEP> Kokses
<tb>  Koks <SEP> Fliesskokse <SEP> Grüner <SEP> Verzugskoks
<tb>  A <SEP> B <SEP> C <SEP> D
<tb>  Gehalt <SEP> an <SEP> flüchtigen <SEP> Stoffen
<tb>  in <SEP> Gew.% <SEP> bei <SEP> 950<B>1</B> <SEP> C <SEP> 6,54 <SEP> 6,32 <SEP> 5,17 <SEP> 8,03
<tb>  Scheinbare <SEP> Dichte, <SEP> g/cms <SEP> * <SEP> 1,53 <SEP> 1,46 <SEP> 1,45 <SEP> 1,32
<tb>  Trockene <SEP> Asche <SEP> in <SEP> GewA <SEP> 1,26 <SEP> 0,37 <SEP> 0,32 <SEP> 0,29
<tb>  Schüttgewicht <SEP> in <SEP> g/cm2 <SEP> Y^\ <SEP> 0,86 <SEP> 0,91 <SEP> 0,94 <SEP> 0:,66
<tb>  Partikelgrösseverteilung:

  
<tb>  Ungemahlene <SEP> Fraktion
<tb>  (Gew.% <SEP> verblieben <SEP> am <SEP> Sieb)
<tb>  8 <SEP> - <SEP> 5,6 <SEP> 3,5 <SEP> 28,3
<tb>  14 <SEP> - <SEP> 2,7 <SEP> 3,1 <SEP> 18,1
<tb>  20 <SEP> - <SEP> 0,2 <SEP> 0,7 <SEP>   28 <SEP> 2,3 <SEP> 0,7 <SEP> - <SEP>   48 <SEP> 4,0 <SEP> 8,8 <SEP> 14,0 <SEP> 13,8
<tb>  100 <SEP> 46,2 <SEP> 54,3 <SEP> 60,2 <SEP>   150 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP>   200 <SEP> 35,<B>1</B> <SEP> 25,6 <SEP> 18,3 <SEP> <B>1</B>6,8
<tb>  325 <SEP> 10,1 <SEP> 1,9 <SEP> 0,2 <SEP> 6,5
<tb>  Pan <SEP> 2,3 <SEP> 0,2 <SEP> 0,0 <SEP> 16,

  5
<tb>  Erzielt <SEP> durch <SEP> Verdrängen <SEP> einer <SEP> Kohlenwasserstoffflüssigkeit <SEP> mittels <SEP> Koks <SEP> von <SEP> Siebgrösse <SEP> 200.
<tb>  ** <SEP> Erzielt <SEP> durch <SEP> Einfüllen <SEP> von <SEP> 1000 <SEP> g <SEP> Koks <SEP> von <SEP> Siebgrösse <SEP> 48-100 <SEP> in <SEP> einen <SEP> in <SEP> Grade <SEP> eingeteilten <SEP> Zylinder <SEP> und <SEP> durch
<tb>  Vibrieren <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Erreichen <SEP> eines <SEP> minimalen <SEP> Volumens.

         
EMI0004.0001     
  
    Koks <SEP> Fliesskokse <SEP> Grüner <SEP> Verzugskoks
<tb>  A <SEP> B <SEP> C <SEP> D
<tb>  Feinmaterial
<tb>  (Gew.% <SEP> verblieben <SEP> am <SEP> Sieb)
<tb>  100 <SEP> 0,4 <SEP> 1,5 <SEP> 4,5
<tb>  150 <SEP> 12,6 <SEP> 3,5 <SEP> 15,0
<tb>  200 <SEP> 21,6 <SEP> 12,5 <SEP> 20,0
<tb>  325 <SEP> 29,7 <SEP> 39,5 <SEP> 20,5
<tb>  Pan <SEP> 35,7 <SEP> 43,0 <SEP> 40,

  0     
EMI0004.0002     
  
    <I>Tabelle <SEP> Il</I>
<tb>  Grüne <SEP> Fliesskoks-Elektroden
<tb>  Beispiel <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 3a <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 5a
<tb>  Koks <SEP> A <SEP> B <SEP> C <SEP> C <SEP> B <SEP> C <SEP> D
<tb>  im <SEP> ungemahlenen <SEP> Zustand <SEP> 75 <SEP> 75 <SEP> 75 <SEP> 75 <SEP> 75 <SEP> (Partikelgrössen <SEP> für <SEP> C <SEP> und
<tb>  Ilwo <SEP> Feinmaterial <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> 25 <SEP> D <SEP> annähernd <SEP> die <SEP> gleichen
<tb>  wie <SEP> für <SEP> Verzugskoks <SEP> in
<tb>  Tabelle <SEP> I, <SEP> Spalte <SEP> D <SEP> gezeigt)

  
<tb>  Pechtyp <SEP> Kohlenteer
<tb>  Erweichungspunkt <SEP> in <SEP>   <SEP> C <SEP> <B>1100</B> <SEP> C
<tb>  Gew.% <SEP> des <SEP> Gemisches <SEP> aus
<tb>  Bindemittel <SEP> und <SEP> Koks <SEP> 18 <SEP> 18 <SEP> 18 <SEP> 18 <SEP> 10 <SEP> 16 <SEP> 16
<tb>  Mischen
<tb>  Zeit <SEP> in <SEP> Stunden <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,5 <SEP> 0,

  5
<tb>  Temperatur <SEP> in <SEP>   <SEP> C <SEP> 149 <SEP> 149 <SEP> 149 <SEP> 149 <SEP> 149 <SEP> 149 <SEP> 149
<tb>  Formen
<tb>  Temperatur <SEP> in <SEP>   <SEP> C <SEP> 121-132  <SEP> C
<tb>  Druck <SEP> in <SEP> kg/cm2 <SEP> 387 <SEP> kg/cm2
<tb>  Backen <SEP> oder <SEP> Brennen
<tb>  Temperatur <SEP> in <SEP>   <SEP> C <SEP> 1000<B>0</B> <SEP> C <SEP> <B>10000C</B> <SEP> 100<B>0</B>0 <SEP> C <SEP> 12000 <SEP> C <SEP> <B>10000C</B> <SEP> 1000<B>0</B>C <SEP> 1000<B>0</B> <SEP> C
<tb>  Einweichzeit <SEP> in <SEP> Stunden <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 16 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2
<tb>  Erhitzungszeit <SEP> in <SEP> Stunden <SEP> 46 <SEP> 46 <SEP> 46 <SEP> 48 <SEP> 46 <SEP> 46 <SEP> 46
<tb>  Elektrodeneigenschaften
<tb>  Schüttgewicht <SEP> in <SEP> g/cm3 <SEP> 1,39 <SEP> 1,54 <SEP> 1,51 <SEP> 1,52 <SEP> 1,51 <SEP> 1,50 <SEP> "\*
<tb>  Bruchfestigkeit <SEP> in <SEP> kg/cm2 <SEP> )

  l055 <SEP> 668 <SEP> 401 <SEP> 446 <SEP> 971 <SEP> 654 <SEP>   Elektrische <SEP> Widerstands  fähigkeit <SEP> Ohm-Zoll <SEP> 0,0028 <SEP> 0,0032 <SEP> 0,0035 <SEP> 0,0027 <SEP> 0,0033 <SEP> 0,0033 <SEP>   "= <SEP> Durchschnittswert <SEP> von <SEP> einem <SEP> Paar. <SEP> Die <SEP> Testelektrode <SEP> wurde <SEP> auf <SEP> einen <SEP> Durchmesser <SEP> von <SEP> 6,35 <SEP> cm <SEP> und <SEP> eine <SEP> Höhe <SEP> von
<tb>  7,62 <SEP> cm <SEP> zubereitet.
<tb>  *y <SEP> Die <SEP> fertige <SEP> Elektrode <SEP> besass <SEP> keine <SEP> genügende <SEP> physische <SEP> Festigkeit, <SEP> um <SEP> der <SEP> maschinellen <SEP> Bearbeitung <SEP> widerstehen <SEP> zu
<tb>  können, <SEP> die <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> eines <SEP> Probemusters <SEP> erforderlich <SEP> ist.

         <I>Beispiel 1</I>       Grüner,        unkalzinierter    Fliesskoks A mit     einem     flüchtigen Gehalt von ungefähr 6,54% wurde     neu    sor  tiert, indem ungefähr     25%    der     Kokspartikelmenge    in  einer gewöhnlichen Kugelmühle auf die in Tabelle I  gezeigte     Partikelgrösse    des Feinmaterials gemahlen wur-    den.

   Der     Feinmaterialanteil    und der     unveränderte     Anteil wurden     zusammen    in einen erhitzten Mischer,  beispielsweise in     einen.        Bramley-Becken-Dampfmantel-          mischer,    gegeben,

   und zwar in einem     Verhältnis    von  75 Gewichtsprozent     ungemahlenen    oder     unveränderten          Fliesskokspartikeln    und 25 Gewichtsprozent gemahlenem           Fliesskoks-Feinmaterial.    Die     Partikelgrössenverteilungen     der beiden Komponenten der     Koksanteile    sind in der  Spalte  A  angeführt.

   Ungefähr 18 Gewichtsprozent  des gesamten     Bindemittel-Koksgemisches    mit einem       Erweichungspunkt    des     Teerasphaltbindemittels    von  110  C wurden hinzugefügt, und die ganze Masse oder  das ganze Gemisch wurde für ungefähr 30 Minuten  bei einer Temperatur von annähernd 150  C gemischt.  Aus diesem Gemisch wurde dann die Elektrode bei  einer Temperatur vorn ungefähr 1211 C und einem  Druck von annähernd 387     kg/cm2    hergestellt.  



  Die Elektrode wurde hierauf während einer Zeit  dauer von     zwei    Tagen allmählich     erhitzt    und für       ungefähr    2 Stunden bei etwa 1000 C gebacken oder  gebrannt. Der Ofen wurde dann gekühlt und die Elek  trode maschinell bearbeitet, um eine fertige Elektrode  zu erzielen, welche eine elektrische Widerstandsfähig  keit von rund 0,0011     Ohm/cm,    eine Druckfestigkeit  von mehr als 1055     kg/cm2    und eine Massendichte von  annähernd 1,39     g/cm3    besitzt. Das Erhitzen wurde in  einem elektrischen Ofen vorgenommen.  



  Die nach dem Verfahren gemäss     Beispiel    1 herge  stellte Elektrode weist eine überraschend hohe Druck  festigkeit von mehr als 1055     kg/cm2,    und dies     spricht     für die ungewöhnlichen und unerwarteten Resultate,  die sich gemäss der Erfindung erzielen lassen.    <I>Beispiel 2</I>  Eine weitere Elektrode wurde aus grünem,     unkalzi-          niertem    Fliesskoks B mit     einem    Gehalt an     flüchtigen     Bestandteilen von ungefähr<B>6,32%</B> hergestellt, wobei  das gleiche Verfahren oder     dieselbe        Technik    wie in Bei  spiel 1 benutzt wurde.

   Die fertige Elektrode besitzt  einen spezifischen, elektrischen Widerstand von unge  fähr 0,00126     Ohm/cm,    eine Druckfestigkeit von mehr  als 584     kg/cm2    und eine Massendichte von mehr als  1,54g     cm3.    Die     Verteilung    der     Partikelgrösse    unter  scheidet sich etwas für das Gemisch des Fliesskokses  B   und ist in der Tabelle I in der     Rubrik         B     angegeben.

    <I>Beispiel 3</I>  Eine andere     Elektrode    wurde aus     grünem,    nicht       kalziniertem    Fliesskoks      C     mit einem     volatilen    Gehalt  von     5,17%    hergestellt, wobei die gleiche     Technik    oder  das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 benutzt wurde.  Die     Partikelgrössenverteilung    des Koks  C  ist von  derjenigen der anderen beiden Kokse  A  und  B   verschieden und ist in der Rubrik      C     der Tabelle I  angegeben.

   Die     fertige    Elektrode besitzt einen     spezifi     sehen Widerstand von 0,0014     Ohm/cm,    eine Druck  festigkeit von ungefähr 401     kg/cm2    und ein     Schüttgewicht     von 1,51     g/cm3.     



  Diese Daten zeigen, dass das     Elektrodengemisch     grobe und feine Partikeln     enthält,        welche    mit Partikeln  von einer Zwischengrösse vermischt sind.     Die    ver  schiedenen Bereiche von Grössenverteilungen, die in  den Spalten  A ,  B  und  C  angegeben sind, be  weisen, dass die     Parti'kelgrösse    an sich nicht ausschlag  gebend ist, dass aber die Eigenschaften der Elektroden  durch ein Abändern des Verhältnisses der unveränderten       Partikeln    zu den Feinpartikeln von etwa 10/1 zu unge  fähr 1/1 verändert werden können.  



  <I>Beispiel 3a</I>  Grüner Fliesskoks  C  wurde zum Herstellen einer  Elektrode nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 3  benutzt, mit der Ausnahme,     d'ass    die Elektrode auf       1200     C erhitzt und während 16 Stunden     auf    diese         Temperatur    gehalten wurde.

   Die fertige Elektrode besitzt  einen spezifischen Widerstand von ungefähr 0,00106       Ohm/cm,    eine Druckfestigkeit von mehr als 443 kg/       cm2    und, ein Schüttgewicht von     annähernd    1,52     g/cm3.     Durch Erhitzen auf eine höhere Temperatur für einen  längeren Zeitraum verringert sich der     spezifische,          elektrische    Widerstand.  



  <I>Beispiel 4</I>  Grüner,     unkalzinierter    Fliesskoks      B         wurde    neu  sortiert oder     teilweise    gemahlen, um ungefähr die in  Beispiel 2 benutzte     Partikelgrössenverteilung    zu :

  erzielen,  d. h. die     Verteilung    der     Partikelgrösse,    wie sie in der  Rubrik  B  der Tabelle I angegeben ist.     Anstatt    18  Bindemittel wurde nur 10 Gewichtsprozent des gesamten       Bindemittelgemisches    benutzt, und das Mischen, Formen  und Backen fand wie im Beispiel 1     statt.    Die     fertige          Elektrode    hatte einen spezifischen Widerstand von  annähernd 0,0013     Ohm/cm,    eine Druckfestigkeit von  :etwa 971     kg/cm2    und ein Schüttgewicht von ungefähr  1,51     g/cm3.     



  <I>Beispiel 5</I>  In diesem Beispiel wurde ein Vergleich gemacht  zwischen Fliesskoks      C ,    einem     unkalzinierten,        grünen          Fliesskoks    mit einem     volatilen    Gehalt von<B>5,17%</B> und  einem     grünen    oder     unkalzinierten    Verzugskoks aus einer  verzögerten Kohlenverkokung und mit einem     volatilen     Gehalt von     ungefähr    8,03 %.

   Die     Partikelgrössenvertei-          lung    des Kokses  C , welche     sm    wesentlichen derjenigen  entspräche, die in der Rubrik  D  der Tabelle I für  Koks  D  angegeben ist, und die     Partikelgrössenver-          teilung    des in Rubrik      D     der Tabelle I gezeigten  Verzugskokses     wurden    :durch     wahlweises    Sieben und  Mahlen von jedem der zur     Elektrod'enherstellung    be  nutzten Kokse erzielt.

   Die Zubereitungstechnik oder  das Herstellungsverfahren war das gleiche wie für das  Beispiel 1, mit Ausnahme, dass nur 16 Gewichtsprozent  des     Teerasphaltbind'emittels    benutzt wurde.  



  Die aus grünem     Fliesskoks     C  hergestellte fertige       El'ektrod'e    besass einen spezifischen Widerstand von  etwa 0,0013     Ohm/cm,    eine Druckfestigkeit von 654 kg/       cm2    und ein     Schüttgewicht    von etwa<B>1,50</B>     g/cm3.     



  Die aus     grünem        Verzugskoks    zubereitete Elektrode  wies jedoch ausgedehnte Sprünge auf und besass     nicht     genügende physische Festigkeit, um der zum passenden  Ausbilden eines Testmusters     erforderlichen,    maschi  nellen Bearbeitung zu widerstehen.  



  Wenn sich die vorliegende Erfindung auch am  besten zum Herstellen von     Kohlenelektrod'en    oder von  Anoden für die Aluminiumerzeugung eignet, so kann  das neuartige Verfahren doch auch zum Herstellen  von anderen, geformten     Kohlenprodukten        benutzt    wer  den, wie z. B. zum Anfertigen von Kohlenblöcken,       Kohlenbürsten,    Kohlenröhren     oder    Kohlenzylindern und  dergleichen.  



  In Fällen, wo die vorliegende     Erfindung    zum Her  stellen von geformten Kohlenprodukten benutzt wird  und dabei lediglich die Festigkeit eine Hauptrolle  spielt, kann das aus     Wirbel.schschtkokspartikeln    und       kohlenstoffhaltigem        Bindemittel    bestehende,     geformte     Gemisch für eine Zeitdauer von etwa 48 Stunden auf  eine Temperatur von über etwa 760  C     erhitzt    werden.

         Mischungen,    die den in Tabelle     II    angegebenen ent  sprechen, wurden     behandelt    und gemäss der in den  Beispielen angegebenen Technik zu     Kohlenformlingen     verarbeitet,     woraufhin    der geformte Kohlenkörper für  eine Zeitdauer von 48 Stunden auf eine Temperatur  von     annähernd    900  C     erhitzt    wurde, um ausserordent-           lich    feste Kohlenkörper mit einer 703     kg/cm2    über  schreitenden Druckfestigkeit zu erzeugen,

   wobei nach  dem Verfahren gemäss Beispiel 1 hergestellte     Kohlen-          körper    1125     kg/cm2    überschreitende Druckfestigkeit  aufweisen. In Fällen, wo     Festigkeit    das     hauptsächliche     Merkmal des geformten Kohlenkörpers darstellt,     wird     die Verteilung der     Partikelgrösse    des     unkalzinierten     Fliesskokses,     wie    sie in der Rubrik  A  der Tabelle I  angegeben ist, für jede der grünen     Fliesskoksarten    be  vorzugt, da in diesem Gemisch eine relativ grosse Menge  von feineren Partikeln (an 200 und' an 235 Siebgrösse)

    des unveränderten     Anteils    enthalten     ist.     



  Für erfindungsgemäss     hergestellte    Elektroden oder  andere     Kohlenformlinge    mit     relativ    grossem Durch  messer können grössere     Fliesskokspartikeln    im     unkal-          zinierten        Fliesskoksgemisch        benötigt    werden, und in  solchen     Fällen    können grobkörnigere,     unkalzinierte          Fhesskokspartikeln    zu den verschiedenen Gemischen  von unveränderten und verfeinerten     Kokspartikeln    hin  zugefügt werden,

   wie     sie    zuvor in der Beschreibung  und am Ende des Beispiels 3     erläutert    wurden. In  solchen Fällen werden     10-40    Gewichtsprozent     unkalzi-          nierte        Fliesskokspartikeln    mit einer     Partikelgrösse,    die  genügend gross .ist, damit annähernd 70 Gewichts  prozent an einer Siebgrösse 8 zurückbehalten werden,  zum Koksgemisch aus     unveränderten        und:

      verfeinerten       Kokspartikeln    hinzugefügt, so dass ein Maximum von  ungefähr 28 Gewichtsprozent von Partikeln der Sieb  grösse 8 im endgültigen,     unkal'zinierten        Fliesskoks-          gemisch,    das zum Herstellen der geformten Kohlenkörper  benutzt werden soll, vorhanden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Herstellen von geformten Kohlen körpern aus unkalzinierten, grünen, durch Wirbelschicht verkokung erzeugten Petroleumkokspartikeln, dadurch gekennzeichnet, dass im Wirbelschichtverkokungsver- fahren gewonnene, feinverteilte, unkalzinierte Petroleum- kokspartikeln mit einem kohlenstoffhaltigen Bindemittel vermischt und das erzielte Gemisch unter Druck geformt wird,
    woraufhin das geformte Gemisch zur Bildung eines widerstandsfähigen, geformten Kohlenkörpers gebrannt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das kohlenstoffhaltige Bindemittel Steinkohlenteerpech ist, das Mischen bei einer über dem Schmelzpunkt des Bindemittels liegenden Tempe ratur ausgeführt wird und der Druck beim Formen mindestens 140 kg/cm2 beträgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der fein- verteilte unkalzinierte Koks eine beträchtliche Menge an Kokspartikeln, die durch ein Prüfsieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm nicht hindurchgehen und auch kleinere Partikeln, die durch dieses Prüfsieb hin durchgehen, aufweist. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die durch das Prüfsieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm durchsaufenden Kokspartikeln 4 bis 30 Gewichtsprozent der feinver- teslten Kokspartikeln ausmachen, während die auf diesem Prüfsieb zurückbleibenden Partikeln 70 bis 96 Gewichtsprozent d er feinverteilten Partikeln betragen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die unkalzinier- ten Kokspartikeln weniger als 7 Gewichtsprozent bei 950 C flüchtige Bestandteile enthalten. 5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlen körper bei einer 760 C überschreitenden Temperatur gebrannt wird, um flüchtige Bestandteile zu entfernen und das Bindemittel. zu verkoken, so dass ein harter Kohlenkörper mit hoher Druckfestigkeit gebildet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wirbelschicht-Kokspartikeln nicht mehr als 7 Gewichtsprozent Flüchtiges enthalten, eine Elektrode unter einem Druck von 387 kg/cm2 und bei einer Temperatur von 150 C geformt wird, und das Brennen bei einer Temperatur von 1000 C für 2 Stun den durchgeführt wird, nachdem die Elektrode für min destens 46 Stunden vorerwärmt wurde, um sie auf die genannte Temperatur zu bringen. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass unkalzinierte Petroleumkokspartikeln mit einer Partikelgrösse von 0,295 bis 0,044 nun mit neusortierten, unkalzinierten, nach dem Wirbelschicht- verkokungsverfahren gewonnenen Kokspartikeln, von denen ein Teil eine Partikelgrösse zwischen 0,104 bis 0,044 mm aufweist und ein Anteil von mindestens 25 durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm hindurchgeht, und mit einem kohlenstoff haltigen Bindemittel,
    das zu einem Betrag von etwa 10 bis 25 % der gesamten Koks- und Bindemittel mischung vorgesehen ist, vermischt werden und hierauf das sich ergebende, homogene Gemisch geformt wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, @dass die grobkörnigeren, unkalizinierten Wirbelschichtkokspartikeln in einem Betrag von 7 bis 28 Gewichtsprozent des unkalzinierten Wirbelsch@icht- koksgemisches vorhanden sind. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die genannten, grobkörnigeren, unkal- zinierten Wirbelschichtkokspartikeln vorgesehen werden, indem ein grobkörnigerer Anteil von unkalzinierten Wirbelschichtkokspartikeln zu einem Koksgemisch hin zugefügt wird, das unkalzinierte Wirbelschichtkoks- partikeln von einer zwischen den Sieböffnungen von 2,36 und 0,044 mm liegenden Grössenordnung enthält,
    wobei der genannte grobkörnige Anteil annähernd 10 bis 40 Gewichtsprozent des Gemisches beträgt und eine Partikelgrösse aufweist, die genügend gross ist, dass an nähernd 70 Gewichtsprozent davon auf einem Sieb einer lichten Maschenweite von 2,36 mm zurückgehalten werden. PATENTANSPRUCH 1I Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I hergestellten Kokskörper als Elektroden.
CH784362A 1962-06-29 1962-06-29 Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern CH438136A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH784362A CH438136A (de) 1962-06-29 1962-06-29 Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH784362A CH438136A (de) 1962-06-29 1962-06-29 Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH438136A true CH438136A (de) 1967-06-15

Family

ID=4331241

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH784362A CH438136A (de) 1962-06-29 1962-06-29 Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH438136A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE969036C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektroden
DE69021221T2 (de) Kohlebindemittel und Verfahren zu dessen Herstellung.
DE3034359C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoffmaterialien hoher Dichte und hoher Festigkeit
DE3528185C2 (de)
DE2747495C2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Kokses
DE2927457C2 (de)
DE1471139A1 (de) Koksgemisch und Verfahren zu dessen Herstellung
DE3033510A1 (de) Verfahren zur herstellung von kohlenstofferzeugnissen
EP0034305B1 (de) Verfahren zur Aufbereitung und Rückführung von Filtrationsrückständen
DE2931475A1 (de) Verbessertes mehrstufiges verfahren zur calcinierung von gruenkoks
CH438136A (de) Verfahren zum Herstellen von feformten Kohlenkörpern
DE3335484C2 (de)
DE1231606B (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleformkoerpern
DE619504C (de) Verfahren zur Herstellung nichtmetallischer Heizwiderstaende aus Siliciumcarbid durch Rekristallisation
DE1471120C3 (de) Elektrodenmasse für die Herstellung selbstbackender Elektroden mit verbesserten Absandungseigenschaften für die schmelzflußelektrolytische Aluminiumerzeugung
DE696020C (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine aus gesintertem Dolomit
DE968148C (de) Kohlenstoff-Formstuecke, insbesondere Elektroden, und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3231729C2 (de)
DE817270C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleteigen
AT210865B (de) Verfahren zur Herstellung eines geformten Kohlekörpers
DE2251606A1 (de) Verfahren zum herstellen eines festen brennstoffes fuer die erzreduktion
AT241629B (de) Neutronenreflektor und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1800126C (de) Filtermaterial fur die Aufbereitung von Brauch und Trinkwässern
DE1210371B (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden
DE974080C (de) Verfahren zum Brikettieren von backenden Steinkohlen oder Gemischen dieser Kohlen und anderen festen Stoffen