CH430010A - Verfahren zur Herstellung neuer Phthalocyaninfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Phthalocyaninfarbstoffe

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CH430010A
CH430010A CH7094259A CH7094259A CH430010A CH 430010 A CH430010 A CH 430010A CH 7094259 A CH7094259 A CH 7094259A CH 7094259 A CH7094259 A CH 7094259A CH 430010 A CH430010 A CH 430010A
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CH7094259A
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Johann Dr Koller Eugen
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung neuer     Phthalocyaninfarbstoffe       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue,       phenylierte        Phthalocyaninfarbstoffe,    die     wasserlöslich-          machende    Gruppen, d. h.

       Carboxyl-    und/oder     Sulfon-          säuregruppen    und einen     halogenierten        1,3,5-Triazinrest     aufweisen, der neben einem Halogenatom einen gegebe  nenfalls substituierten     Oxy-    oder     Mercaptorest    oder ein       weiteres    Halogenatom enthält;

   sie bezieht sich vor allem  auf     Phenylphthalocyaninfarbstoffe.der    Formel  
EMI0001.0016     
    worin Q den Rest eines     di-    bis     tetraphenylierten        Phthlalo-          cyanins,    R einen     organischen    zweiwertigen Rest, vor  zugsweise einen     Alkylen-    oder     Arylenrest,    q und m je  eine ganze Zahl, vorzugsweise 1, Z ein Chloratom oder  eine substituierte     Oxy-,/    oder     Mercaptogruppe    und n  eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 bedeuten,  wobei die Reste Q,

   R und gegebenenfalls Z zusammen  mindestens zwei freie     Sulfonsäuregruppen    enthalten.  



  Unter     phenylierten        Phthalocyaninresten    sind solche       Tetrabenztetraazaporphinreste    zu verstehen, von denen  die     Benzolkerne    je einen     Phenylsubstituenten    und gege  benenfalls auch weitere     Substituenten,    wie     Carbxylgrup-          pen,    aufweisen. Im     Phenylsubstituenten    können eben  falls übliche     Substituenten    vorhanden sein.

   Als derartige       Phenylphthalocyaninfarbstoffe    sind vor     allem    das       4,4',4",4"'-Tetraphenylphthalocyanin    und die       4,4',4",4"'-Tetraphenylphthalocyanin-5,5',5",5"'-tetra-          carbonsäure    zu erwähnen.

      Das erfindungsgemässe     Verfahren    zur Herstellung  der neuen, einen     Halogentriazinrest    aufweisenden, was  serlöslichen     Phenylphthalocyaninfarbstoffe    ist dadurch  gekennzeichnet, dass man ein     Halogenid    einer       Phenylphthalocyaninsulfonsäure,    ein freies oder     mono-          acyliertes        Diamin    und eine     2,4-Dihalogen-triazinverbin-          dung,    die in     6-Stellung    einen substituierten     Oxy-    oder       Mercaptores.t    oder ein weiteres Halogenatom enthält,

   in  beliebiger Reihenfolge miteinander kondensiert, wobei  im Falle der Verwendung eines     monoacylierten        Diamins     der     Acrylrest    vor der weiteren     Kondensation    abgespal  ten wird.  



  Als     phenylierte        Phthalocyaninfarbstoffe    der angege  benen Art kommen für das vorliegende Verfahren     als     Ausgangsstoffe vorzugsweise solche in Betracht, die die       acylierbare        Aminogruppe    in der     Arylamidgruppe    einer       Phenylphthalocyaninsulfonsäure    oder an eine     Alkylen-          kette    gebunden     enthalten,    welche mit dem     Phenylphthalo-          cyaninmolekül    z. B. über eine     -S02NH-Gruppe    ver  bunden ist.

   Es kommen sowohl     metallfreie    als auch       metallhaltige        Phenylphthalocyaninfarbstoffe    dieser Art  in Betracht. Mit Vorteil lassen sich die komplexen       Schwermetallverbindungen    .der     sulfonsäuregruppenhal-          tigen        Phenylphthalocyanine,    insbesondere die     sulfonsäu-          regruppenhaltigen        Phenylphthalocyanine    anwenden,  welche Kobalt, Nickel, Kupfer oder Zink, d. h. eines der  Schwermetalle mit .den Ordnungszahlen 27-30, in kom  plexer Bindung enthalten.

   Als     Farbstoffe,    die besonders  gute Ergebnisse liefern, sind hierbei     die        phenylierten          Kupferphthalocyanine    zu     erwähnen,    welche     mindestens     zwei freie     Sulfonsäuregruppen    enthalten.  



  Solche, beim vorliegenden Verfahren als Ausgangs  stoffe dienenden Farbstoffe können z. B. dadurch herge  stellt werden, .dass man     Tetra-phenylphthalocyaninsul-          fonsäurehalogenide    (wie sie z. B. durch Behandlung von  metallfreien oder     schwermetallhaltigen        Phenylphthalo-          cyaninen    mit     Oleum    oder     Chlorsulfonsäure    bzw.

   aus     den          Phenylphthalocyaninpolysulfonsäuren    durch Umsetzung  mit     säurehalogenierenden    Mitteln     wie    Phosphorhalogen  iden     Thionylchlorid    oder     Chlorsulfonsäure        herstellbar              sind)-        mit        eine        acylierbare        Aminogruppe        enthaltenden     organischen Verbindungen,

   die neben dieser     acylierba-          ren    Gruppe eine weitere     acylierbare        Aminogruppe    oder  einen     in    eine solche     Gruppe    nach der Umsetzung mit  dem     Phthalocyaninsulfonsäurehalogenid        überführbaren          Substituenten    aufweisen. Je nach     Sulfierungsbe-dingun-          gen    können auch die inneren     Benzolkerne    am     Tetra-          benztetraazaporphingerüst        ansulfiert    sein.

   Als organi  sche Verbindungen kommen also funktionelle. organi  sche Verbindungen, wie Diamine, z. B.     cyclische,    insbe  sondere aromatische Diamine, wie 4,4'- oder     1,3-Di-          aminobenzol    und vor allem     1,4aDiaminobenzol-2-sulfon-          säure    und 1,3     Diaminobenzol-4-sulfonsäure    in Betracht;

    man kann auch     Nitraniline    oder     Monoacylderivate.    von  organischen Diaminen verwenden und; nach der Reak  tion     mit    dem verwendeten     Phthalocyaninsulfonsäure-          chlorid,    durch     Reduktion    oder     Verseifung    eine neue       NH,-    Gruppe freisetzen.

   Bei der Wahl der Ausgangs  stoffe muss man darauf achten, dass im entstandenen  Produkt neben     mindestens    einer     acylierbaren    Gruppe  vorzugsweise     mindestens    zwei     Sulfonsäuregruppen    vor  handen     sind;    deshalb geht     man    z:

   B. von     mindestens     zwei     Sulfonsäurehalogenidgruppen        aufweisenden        Phthalo-          cyaninfarbstoffen    aus und setzt sie mit     Sulfonsäure-          gruppen    aufweisenden     Diaminen    um;

   falls man     sulfon-          säuregruppenfreie        Diamine    verwendet, muss man sie     mit     höchstens einer     Sulfonsäurehalogenidgruppe    eines     min-          destens    drei     solche        Gruppen        aufweisenden-        Pihthalccyan-          iüsulfonsäurehalogenids        reagieren    lassen. So erhält  man z.

   B. aus einem     Moleines        Tetr@ap@henyl-phthaiocyan-          in-tetrasulfonsäurech#lorid-    und einem bis höchstens  zwei     Mol    einer der     erwähnten        sulfonsäuregruppenfreien          Diamine    bzw.

       mit    deren     Monoacylderivaterr    sehr wert  volle,     afs        Ausgangsstoffe    beim     vorliegenden    Verfahren  dienende     Phthaloeyaninfarbstoffe,    die nach     Hydrolyse     der     nicht        umgesetzten        Süifänsäurech-loriügruppen        min-          destens    zwei.

       SO@H-Gruppen    und- mindestens     eine        acy-          lierbare        Aminogruppe        enthalten,    während bei     VErwen-          dung        sulfonsäuregruppenhaltiger    Diamine wie 1,3     Di-          aminobenzol    - 4 -     sulfonsäure    und 1,

  4 -     Diaminobenzol-          2'-sulfonsäure    oder deren     Monoacylderivaten        gegebe-          nenfalls    mehr als     zwei    der vorhandenen     Sulfonsäure-          ehloridgruppen    im     Ausgangsphthalocyanm    reagieren       dürfen.     



  Solche,     acylierbare        Gruppen        enthaltenden        Phthalb-          cyaninfarbstoffe    werden     erfindungsgemäss    an     der-        acy-          lierbaren    Gruppe mit     Di-    oder     Trihalbgentriazinverbin-          düngen        kondensiert:    Darunter     sind    neben     Cyanurchlorid          (2,4,6-Trichlor-1;

  3,5-triazin)        Dihalogentriazine-derFor-          mel     
EMI0002.0122     
    zu erwähnen, worin A den     Rest    einer organischen       Hydroxyl-    oder     Mercaptoverbindung    bedeutet.  



  Die     Dihalogentriazine    dieser Zusammensetzung  können nach an sich     bekannten        Methoden    aus     Cyanur-          halogeniden    wie     Cyanurbromid    oder     Cyanurchlorid    her  gestellt werden,.     indem    man z.

   B. 1     Mbl        Cyanurchlorid          mit    einem     Mol        einer        Merkapto-    oder     Oxyverbindung     mit oder- ohne     Farbstoffcharakter        umsetzt:

      Als solche         Verbindungen    kommen hierbei     aliphatische    oder aro  matische     Hydroxylverbindungen    und     Merkaptane    wie       Methyl-,    Äthyl- oder     Butylalkohol,    Phenol, o-,     m-    oder       p-Kresol,        4-Sekundär-butylphenol,        4-Tertiäramyiphenol,          Dialkylphenole,        p-Chlorphenol,        ss-Oxyäthylmerkaptan,          Dodecylmerkaptan,        Thiophenol    in Betracht.

   Die so er  haltenen primären Kondensationsprodukte enthalten  noch zwei reaktionsfähige Halogenatome. Diejenigen,  die     keine        Sulfonsäuregruppen        aufweisen;        werden-        beim     vorliegenden Verfahren nur mit mindestens zwei     Sulf-          onsäuregruppen        enthaltenden        Phthalocyaninfärbstoffen     kondensiert, während die primären Kondensationspro  dukte der     Formol,(2),    die     im    Rest A eine oder     zwei,

          Sulf-          onsäuregruppen        enthalten,        ebenfalls    zur Umsetzung     mit          sulfonsäuregruppenärmeren        Phenylphthalocyaninfarb-          stoffen    der     angebenen    Art geeignet sind.  



  Die     erfindungsgemässe    Kondensation des     Cyanur-          eh.brids:    oder der     Dihalogentriazinverbindungen    .der For  mel (2) mit den     Phthalocyaninfarbstoffen    führt     man     zweckmässig in Gegenwart säurebindender Mittel wie  z. B.     Natriumcarbonat    und unter solchen Bedingungen  aus, dass im fertigen Produkt noch ein austauschbares  Halogenatom übrig bleibt, d. h. z. B. in organischen       Lösungsmitteln    oder bei relativ tiefen Temperaturen in  wässerigem Medium.  



  Die besonders     wertvollen    Farbstoffe der Formel (1)  können ebenfalls nach einer Abänderung des soeben       erläuterten        Verfahrens        hergestellt    werden. Diese Abän  derung des Verfahrens besteht     darin,    dass man       Phenylphthalocyaninsulfonsäurehalogenide    mit Kon  densationsprodukten der Formel  
EMI0002.0193     
    kondensiert, worin die Symbole,     q,    m,     R    und Z die bei  der Erläuterung der Formel (1) angegebene Bedeutung  haben:

   dabei müssen die Ausgangsstoffe so gewählt  werden, dass     im.    entstandenen     Phthalocyaninfarbstoff     mindestens zwei     S03H-Gruppen    vorhanden sind, z. B.  indem man     Verbindungen    der Formel (3) wählt, .die in  den Resten R     und/oder    Z solche Gruppen enthalten,  oder dadurch;

   dass. man nur eine     Sulfönsäurehalogenid-          gruppe        eines        Phenylphthaiocyanin-polysulfonsäurehalo-          gends    im     angegebenen    Sinne reagieren lässt und nach  der Kondensation die übrigen     Sulfonsäurehalogenid-          gruppen    zu     SO,H-Gruppen        hydrolysiert.     



  Die nach dem angegebenen Verfahren und dessen  Abänderung     erhaltenen        Phthalocyaninfarbstoffe-    sind  neu. Sie     sind        wertvolle    Farbstoffe, die sich zum Färben  und Bedrucken ,der verschiedensten Materialien, insbe  sondere     polyhydroxylierter        Materialien    faseriger Struk  tur und zwar sowohl     synthetischer    Fasern, z. B. aus  RTI ID="0002.0218" WI="26" HE="4" LX="1119" LY="2467">  Polyvinyialkohol    oder regenerierter     Cellulose    wie natür  liche-     Materialien,    z. B.

   Leinen oder vor     allem        Baum-          wolle    eignen. Sie eignen sich besonders zur Herstellung  von zum Färben,     Foulardieren    oder auch zum     Drucken     verwendbaren     salzhaltigen,    wässerigen     Farbstofflösun-          gen.    Die durch     Foulardieren,    Drucken oder Direktfär  ben auf die Faser aufgebrachten,     erffhdungsgenfssen              Phthalocyaninfarbstoffe    können zwecks Fixierung einer       Alkalibehandlung    mit z.

   B.     Natriumcarbonat,    Natrium  hydroxyd,     Erdalkalihydroxyden,        Trinatriumphosphat     usw. und einer Wärmebehandlung unterworfen werden.  Die Färbung kann z. B. bei erhöhter bis mässig erhöhter  Temperatur, d. h. bei 50 bis 100 , oder mit     Dichlortri-          azinfarbstoffen    kalt, z. B. bei etwa 20-50 ,     ausgeführt     werden.

   Zwecks Ausschöpfung des Bades ist es empfeh  lenswert, gleichzeitig mit den Farbstoffen oder während  des Färbeprozesses mehr oder weniger neutrale, vor  allem anorganische     Salze    wie     Alkalichloride    oder Sulfat  gegebenenfalls     portionenweise    .dem Färbebad zuzuset  zen. Während des Färbeprozesses reagieren die Farb  stoffe mit dem zu .färbenden     polyhydroxylierten    Mate  rial, in dem sie sich vermutlich durch     chemische        .Bindung     fixieren.

   Der Zusatz von säurebindenden Mitteln zum  Färbebad kann schon am Anfang des Färbevorganges  erfolgen; zweckmässig werden die alkalischen Mittel so  zugegeben, dass ,der     pH-Wert    des anfangs schwach  sauer bis neutral oder schwach alkalisch reagierenden  Färbebades allmählich während des ganzen Färbevor  ganges steigt.  



  Mit den erfindungsgemäss erhaltenen mindestens  zwei     Sulfonsäuregruppen    enthaltenden     Phenylphthalo-          cyaninfarbstoffen,    die einen     halogenierten        Triazinrest     aufweisen, erhält man auf     polyhydroxylierten,    insbeson  dere auf     cellulosehaltigen    Stoffen     sohr    wertvolle, kräf  tige, meist sehr volle Färbungen und Drucke von ausge  zeichneten     Nassechtheitseigenschaften    und guter Licht  echtheit.  



  Es ist von Vorteil, die nach vorliegendem Verfahren  erhältlichen Färbungen einer Nachbehandlung zu unter  werfen. So werden z. B. die erhaltenen Färbungen  zweckmässig abgeseift; durch .diese Nachbehandlung  werden die nicht vollständig fixierten     Farbstoffmengen     entfernt.  



  Die mit den erfindungsgemäss erhältlichen Farbstof  fen auf Baumwolle erhaltenen Grüntöne sind sehr rein  und gleichmässig; durch Kombination von entsprechen  den gelb und blau färbenden Farbstoffen können sie nur  sehr schwer bis überhaupt nicht eingestellt oder repro  duziert werden, besonders wegen der verschiedenen  Eigenschaften der kombinierten Farbstoffe, die oft nicht  im gleichen Masse oder mit gleicher Geschwindigkeit  auf die Faser aufziehen.  



  In .den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die  Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind  in Celsiusgraden angegeben. Zwischen Gewichtsteilen  und     Volumteilen    besteht die gleiche Beziehung wie zwi  schen     gr    und cm'.  



  <I>Beispiel 1</I>  8,8 Teile     Tetraphenyl-Kupferphthalocyanin    werden  in 44     Volumteilen        Chlorsulfonsäure        während    4 Stunden  auf 130-132  erhitzt. Nach dem Erkalten trägt man das       sulfochlorierte    Produkt aus auf ein     Gemisch    von 200  Teilen Eis und 200     Volumteilen    einer gesättigten     Natri-          umchloridlösung,        filtriert    und wäscht auf der     Nutsche     mit verdünnter     Natriumchloridlösung    nach.  



  Die noch saure, wässerige     Sulfochloridpaste    wird mit  15 Teilen Eis und 15 Teilen Wasser angerührt und bei  0  mit verdünnter     Natriumhydroxydlösung    auf schwach  brillant alkalische Reaktion neutralisiert.  



  Zu der gut gerührten     Sulfochloridsuspension    gibt  man 4,1 Teile     1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure,    als       Natriumsalz    gelöst in 50 Teilen Wasser. Gleichzeitig    werden 10 Teile     Natriumcarbonat    eingestreut und     das     Reaktionsgemisch 18-20 Stunden bei Zimmertempera  tur gerührt. Durch     2-3-stündiges    Erhitzen auf 80  geht  der Farbstoff bis auf Spuren in Lösung. Man     filtriert    und  stellt das Filtrat mit verdünnter Salzsäure auf einen       pH-Wert    von 7,0-7,3 und scheidet den Farbstoff mit       Natriumchlorid    ab.  



  Zur Kondensation mit     Cyanurchlorid    wird der Farb  stoff in Wasser gelöst und unter Rühren bei 0-8  mit  1,85 Teilen     2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin,        welches        in    Acet  on gelöst wurde, versetzt.

   Die     dabei    freiwerdende Salz  säure     wird    durch tropfenweises Zugeben von     ln-Natri-          umhydroxydlösung    so neutralisiert, dass die     Farbstofflö-          sung    stets schwach sauer bis neutral     reagiert.    Ist     diese     erste Kondensation beendet, isoliert man den     Farbstoff     durch Zugabe von     Natriumchlorid    und durch Filtration.  



  Verwendet man statt     Cyanurchlorid    eine entspre  chende Menge     Cyanurbromid,    so wird ein ähnlicher  Farbstoff erhalten, .der Baumwolle in ebenfalls grünen  Tönen färbt.  



  <I>Beispiel 2</I>  8,8 Teile     Tetraphenyl-kupferphthalocyanin    werden  nach Angaben von Beispiel 1 in das     Sulfochlorid    über  geführt.  



  Die neutralisierte     Sulfochloridpaste    wird mit 1,45  Teilen     Monoacetyläthylendiamin    gelöst in 25 Teilen  Teilen Wasser, versetzt. In das gut gerührte Reaktions  gemisch werden 10 Teile     Natriumcarbonat    eingetragen  und 20 Stunden bei Zimmertemperatur     reagieren    gelas  sen. Die     Acetylgruppe    wird hierauf alkalisch in der  Hitze verseift und durch Ansäuern mit     Salzsäure    der  Farbstoff sauer abgeschieden und durch Filtration iso  liert.  



  Zur Kondensation mit     Cyanurchlorid    wird der Farb  stoff gelöst, neutralisiert und bei 0-8  mit 2,6 Teilen       Cyanurchlorid,    welches in Aceton     heiss    gelöst ist, ver  setzt. Durch     Zutropfen    von     ln-Natriumhydroxydlösung     hält man den     pH-Wert    des Reaktionsgemisches zwi  schen 5 und 7,0. Ist die Kondensation beendet gibt man  2,5 Teile     Natriumbicarbonat    zu, verrührt während einer  halben Stunde bei 20  und     scheidet    den Farbstoff mit       Natriumchlorid    ab.  



  Der Farbstoff färbt Baumwolle gemäss Färbevor  schrift b in sehr reinen, grünen und waschechten Tönen.  <I>Beispiel 3</I>       Tetraphenyl-kupferphthalocyanin        N-[ss-aminöäthyl-]-          sulfamidsuifonsäure        (hergestellt    gemäss     Angaben    von  Beispiel 2, Abschnitt 1 und 2) wird in Wasser gelöst und       neutralisiert.    Zu der neutralen     Farbstofflösung    gibt man  1,8 Teile     1-Methoxy-3,5-dichlortriazin,

      welches in 50       Volumteilen        Dioxan    gelöst ist und erwärmt unter Rüh  ren das Reaktionsgemisch auf     351.0 .    Die bei der  Kondensation freiwerdende Salzsäure neutralisiert man  durch Zugabe von     ln-Natriumhydroxydlösung    so, dass  stets neutrale bis essigsaure Reaktion vorliegt. Ist die  Kondensation beendet, wird mit     Natriumchlorid    der  Farbstoff     ausgesalzen.     



  Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle     gemäss     ,der     in    Färbevorschrift a     angegebenen        Methode    in leuch  tend grünen, waschecht fixierten Tönen.  



  <I>Beispiel 4</I>  8,8 Teile     Tetraphenyl-kupferphthalocyanin    werden  wie in Beispiel 6 beschrieben in die Tetraphenyl  kupferphthalocyanin-N-[ss-aminoäthyl-]-sulfamidsulfon-      säure übergeführt und     in    100 Teilen Wasser so gelöst,  dass eine neutrale Lösung entsteht.  



  Zu dieser     Farbstofflösung    gibt man 3,6 Teile       1-Phenoxy-3,5-dichlortriazin,    welches in 50     Volumteilen          Dioxan    gelöst ist. Durch     Zutropfen    von     ln-Natriumhy-          droxydlösung    hält man den     pH-Wert    stets zwischen 6  und 7,5. Gleichzeitig bringt man die Temperatur auf  30-35 .

   Ist die Kondensation beendet, werden 1,5 Teile       Natriumbicarbonat    eingestreut, kurze Zeit verrührt und  der Farbstoff     mit        Natriumchlorid        ausgesalzen,    durch       Filtration        isoliert    und im Vakuum getrocknet.  



  <I>Färbevorschrift</I>  a) 3 Teile des gemäss Beispiel 3 erhaltenen Farb  stoffes und 2 Teile     Natriumearbonat    werden in 25 Tei  len Harnstoff und 75 Teilen Wasser gelöst. Mit dieser  Lösung imprägniert man ein Baumwollgewebe, quetscht       auf        75        %        Gewichtszunahme        ab        und        trocknet        bei        80 .     



  Dann     unterwirft    man den     Stoff    einer trockenen       Hitze    von 140  während etwa 5 Minuten, spült und seift  bei     Kochtemperatur.     



  b) 5 Teile Farbstoff werden in 200 Teilen Wasser  gelöst. Die Lösung gibt man zu 3800     Teilen    kaltem  Wasser, fügt 40 Teile     Trinatriumphosphat    und 80 Teile       Natriumchlorid    zu und geht     mit    100 Teilen eines Baum  wollgewebes in dieses Färbebad ein.  



  Man steigert die Temperatur in 45 Minuten auf 90 ,  wobei nach 30 Minuten nochmals 80 Teile Natrium  chlorid zugegeben werden. Man hält die Temperatur 30  Minuten auf 90 , spült und seif dann die Färbung wäh  rend 15 Minuten in einer 0,3     o/oigen    kochenden Lösung  eines säurefreien     Waschmittels,        spült    und trocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von phenylierten Phthalo- cyaninfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Halogenid einer Phenylphthalocyaninsulfonsäure, ein freies oder monoacyliertes Diamin und eine 2,4-Dihalogentriazinverbindung, ,die in 6-Stellung einen substituierten Oxy- oder Mercaptorest oder ein weiteres Halogenatom enthält,
    in beliebiger Reihenfolge mitein- ander kondensiert, wobei im Falle der Verwendung eines monoacylierten Diamins der Acylrest vor der wei teren Kondensation abgespalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Halogentriazinverbindungen Cyanurchlorid verwendet.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel EMI0004.0062 worin Q den Rest eines metallhaltigen Phenylphthalo- cyanins, R einen Alkylen- oder Arylenrest, X eine Aminogruppe der Formel EMI0004.0069 m eine ganze Zahl und n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 bedeuten, mit der Halogentriazinverbindung umsetzt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, .dass man einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel EMI0004.0074 worin Q den Rest eines kupferhaltigen, sulfonsäuregrup- penhafigen 4,4'4",4"'-Tetraphenylphthalocyanins und n eine ganze positive Zahl im Werte von höchstens 2 bedeuten, mit der Halogentriazinverbindung umsetzt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Phenylphthalocyaninsulfon- säurehalogenid mixt einem Kondensationsprodukt der Formel EMI0004.0083 kondensiert, worin q und m je eine ganze Zahl, Z ein Chloratom oder eine substituierte Oxy- oder Mercapto- gruppe und Reinen Alkylen- oder Arylenrest bedeuten, und dabei entweder die Ausgangsstoffe so wählt,
    dass im entstandenen Kondensationsprodukt mindestens zwei Sulfonsäuregruppen vorhanden sind.
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