CH427291A - Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht textiler Art - Google Patents

Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht textiler Art

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CH427291A
CH427291A CH1432761A CH1432761A CH427291A CH 427291 A CH427291 A CH 427291A CH 1432761 A CH1432761 A CH 1432761A CH 1432761 A CH1432761 A CH 1432761A CH 427291 A CH427291 A CH 427291A
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CH
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grafted
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unsaturated monomers
olefinically unsaturated
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CH1432761A
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Fritz Dr Muenzel
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Heberlein & Co Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F291/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to macromolecular compounds according to more than one of the groups C08F251/00 - C08F289/00
    • C08F291/18Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to macromolecular compounds according to more than one of the groups C08F251/00 - C08F289/00 on to irradiated or oxidised macromolecules
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/12Chemical modification
    • C08J7/16Chemical modification with polymerisable compounds
    • C08J7/18Chemical modification with polymerisable compounds using wave energy or particle radiation

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Description


  
 



   Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht textiler Art
Bei der Pfropfung wird bekanntlich in aus Hochpolymeren bestehendem   B eh andlungs gut    eine Aktivierung einzelner Molekülgruppen herbeigeführt, um an die aktivierten Gruppen Molekülgruppen anderer   Substanzen    in Form von Seitenrguppen anzuhängen, die gegebenenfalls   wleiterpolymerisieren.    Es ist bekannt, die Aktivierung der   Molekülgruppen    in dem aus Polymeren bestehenden   B eh andlungs gut    mittels ionisierender Strahlen, z. B. elektromagnetischer Strahlen oder beschleunigter Elektronen, herbeizuführen.

   Als aufzupfropfende Substanzen eignen sich monomere   polymerisierbare    ungesättigte Verbindungen. Das bestrahlte Behandlungsgut kann so lange in inniger Berührung mit der Lösung oder Dispersion der aufzupfropfenden Substanz behandelt werden, bis keine weiteren Mengen der letzteren mehr aufgepfropft werden, d. h. bis keine Gewichtszunahme mehr feststellbar ist. Es wurde nun gefunden, dass sich die vom bestrahlten Behandlungsgut absorbierte Strahlungsenergie besser ausnutzen lässt bzw. grössere   Substanzmengen    aufgepfropft werden können, wenn man das Behandlungsgut abwechselnd mit der aufzupfropfenden Substanz in innige Berührung bringt und für einige Zeit liegen lässt.



   Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht textiler Art mit Hilfe ionisierender Strahlen und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut zunächst der Einwirkung ionisierender Strahlen unterworfen, sodann einige Zeit in inniger Berührung mit der   aufzupfropfenden    Substanz behandelt,   hier-    auf in Abwesenheit der   aufzupfropfenden    Substanz gelagert und dann erneut mit der letzteren in Berührung gebracht wird. Dieser Wechsel von inniger Berührung des Behandlungsgutes mit der aufzupfropfenden Substanz und der Lagerung des ersteren wird zweckmässig mehrmals wiederholt.



   Das vorliegende Verfahren geht von der neuen Erkenntnis aus, wonach sich in dem durch die Einwinkung ionisierender Strahlen direkt oder indirekt aktivierten Behandlungsgut offenbar eine Ansammlung absorbierter Strahlungsenergie bildet. Ein Teil dieser Aktivierungsenergie ist jedoch nicht vollständig auswertbar, entweder weil sie sich teilweise in Bereichen des Behandlungsgutes, z. B. in kristallinen Bereichen, befindet, die für die aufzupfropfende Substanz nicht zugänglich sind oder weil sie teilweise in einer Form vorliegt, die zur Anregung von Pfropfreaktionen nicht igeeignet ist. Die Pfropfreaktion kommt zum Abschluss, wenn die zugängliche oder wirksame Aktivität aufgebraucht ist. Es hat sich gezeigt, dass durch Lagerung eine Aktivitätsübertragung   bzw. -umwandlung    stattfindet, die eine weitere Pfropfung ermöglicht.

   Der Wechsel von Lagerung des Behandlungsgutes und Inberührungbringen mit der aufzupfropfenden Substanz lässt sich demnach   grundsätzlich    so lange fortsetzen, bis der gesamte, übertragbare bzw. umwandelbare Teil der Aktivierungsenergie aufgebraucht ist, was Idaran erkennbar ist, dass keine Substanzaufpfropfung und damit keine Gewichtszunahme mehr feststellbar ist. Das vorliegende Verfahren ermöglicht es somit, anstelle eines nur geringen Teils der vom Behandlungsgut absorbierten Strahlungsenergie einen wesentlich höheren Energieanteil für die Pfropfreaktion auszunutzen.



   Die Gewichtszunahme ist in gewissen Fällen bei der ersten Pfropfreaktion am grössten und nimmt dann nach jeder Lagerung etwas ab; die Gewichtszu  nahme    nach der Lagerung kann aber auch grösser sein als vor derselben. Nach längeren Lagerungs  zeiten resultiert bei der darauffolgenden Reaktion in der Regel eine etwas grössere Gewichtszunahme als bei kürzeren Lagerungszeiten, was offenbar darauf zurückzuführen ist, dass bei längeren Lagerungszeiten mehr Aktivität wirksam werden kann. Es ist im allgemeinen zweckmässig, Lagerzeiten zwischen 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise zwischen 5 und 12 Stunden, anzuwenden. Die Lagerung erfolgt vorzugsweise bei Zimmertemperatur, d. h. bei ca.   15-20     C.



  In gewissen Fällen kann die Lagerungstemperatur auch höher oder tiefer liegen.



   Als ionisierende Strahlen eignen sich elektromagnetische Strahlen, vorzugsweise eine von radioaktiven Isotopen wie z. B. 60Co oder   137Cs    gelieferte Gamma-Strahlung oder eine Röntgenstrahlung. Ferner eignen sich beschleunigte Elektronen, insbesondere solche mit einer Teilchenenergie von 0,05 bis 0,6 MeV, die den üblichen   Elektronenbesohl, euni-    gungsapparaten, z. B. Kaskaden-, Van de Graaf- oder   Linearb eschleuni gern,    entnommen werden können.



  Es können aber auch radioaktive Substanzen, z. B.



     90Sr,    verwendet werden.



   Das Verfahren kann auf die verschiedensten Polymeren angewendet werden, z. B. Zellulose und Zellulosederivate, Polyacrylnitril, Polyvinylverbindungen, Polyamide, Polyester, Polypropylen, Polystyrol, Polyacrylate und   Jmethacrylate    sowie natürliche und künstlerische Kautschuke. Das Behand  lungsgut    kann als geformtes Gebilde, z. B. Platten, Filme, Körner, Pulver oder in Form einer Lösung oder eines Gels, vorliegen. Als auf das Behandlungsgut aufzupfropfende olefinisch ungesättigte Monomere eignen sich Vinyl- bzw. Allyl-Verbindungen, z. B. Acrylamid, Acrylate, Methacrylate, Styrole, Vinylacetat, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, ferner Tetrafluoräthylen, Äthylen, Butadien, Isopren sowie Gemische der genannten Monomeren miteinander.



  Die aufzupfropfenden polymerisierbaren Verbindungen können in Form wässriger Lösungen oder Di  spersionen      verwe-udet    werden. Liegt das   Behiandlungs-    gut als geformtes Gebilde vor, so kann es in die Lösung des Monomeren eingetaucht werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann zur Erreichung der verschiedensten Zwecke angewandt werden, insbesondere lassen sich gewisse physikalische, mechanische, physikalisch-chemische und andere Eigenschaften verbessern. Es können z. B. auf nicht textilen geformten Gebilden, insbesonders solchen aus   zeilulosehaltigem    Material, monomere, polymerisierbare, ungesättigte Verbindungen aufgepfropft werden, wobei zahlreiche Effekte erzielbar sind, z. B. die Verbesserung der Festigkeit, die Erhöhung der Beständigkeit gegenüber biologischem Abbau sowie gegen Verschmutzung, Wasseraufnahme, Einwirkung von Chemikalien oder von Hitze, ferner die Variierung des Diffusionsvenmögens gegenüber Luft und Wasser, sowie die Veränderung der Quellbarkeit und die thermoplastischen Eigenschaften.

   Das Verfahren eignet sich insbesondere zur Modifikation von Papier und Verpackungsfolien.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht texti ler Art mit Hilfe ionisierender Strahlen, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut zunächst der Einwirkung ionisierender Strahlen unterworfen, sodann einige Zeit in inniger Berührung mit der aufzupfropfenden Substanz behandelt, hierauf in Abwle- senheit der aufzupfropfenden Substanz gelagert und dann erneut mit der letzteren in Berührung gebracht wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechsel von inniger Berührung des Behandlungsgutes mit der aufzupfropfenden Substanz und der Lagerung des ersteren mehrmals wiederholt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechsel von inniger Berührung des Behandlungsgutes mit der aufzupfropfenden Substanz und der Lagerung des ersteren so lange wiederholt wird, bis praktisch keine weitere Gewichtszunahme des Behandlungsgutes feststellbar ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung während 1-24, vorzugsweise 5-12 Stunden erfolgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung bei 15-20 C erfolgt.
CH1432761A 1961-07-10 1961-07-10 Verfahren zur Pfropfpolymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren auf aus organischen Polymeren bestehendem Behandlungsgut nicht textiler Art CH427291A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0014459A1 (de) * 1979-02-05 1980-08-20 Japan Atomic Energy Research Institute Verfahren zur Herstellung von Separatoren zur Verwendung in Zellen

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