CH425221A - Verfahren zur Herstellung von Dichtungsplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dichtungsplatten

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CH425221A
CH425221A CH1238762A CH1238762A CH425221A CH 425221 A CH425221 A CH 425221A CH 1238762 A CH1238762 A CH 1238762A CH 1238762 A CH1238762 A CH 1238762A CH 425221 A CH425221 A CH 425221A
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fibers
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CH1238762A
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Herbert Dr Weyhenmeyer
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Lechler Dichtungswerke Ohg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B26/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing only organic binders, e.g. polymer or resin concrete
    • C04B26/02Macromolecular compounds

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  • Materials Engineering (AREA)
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von Dichtungsplatten    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren  zur Herstellung von Dichtungsplatten auf der Basis  von Asbestfasern und einer wässerigen Dispersion  von Kautschuk oder Kunststoff als Bindemittel.  



  Bekannte     Asbestfasermischungen,    die sich zur  Fabrikation von     Hochdruckdichtungsplatten,    sog.     It-          Platten,        eignen    stellen im allgemeinen zähe, teigige  Massen dar, die vorwiegend aus gelösten Natur- und/  oder Synthesekautschuken, Asbestfasern, pulver  förmigen, anorganischen Füllstoffen, Farbstoffen  bzw. Pigmenten sowie     Vulkanisationsmitteln    beste  hen.  



  Zur Herstellung solcher Mischungen wird nach  bekannten Verfahren wie folgt vorgegangen: Zu  nächst wird der dem späteren Verwendungszweck  angepasste Kautschuk in geeigneten organischen  Lösungsmitteln, wie     aliphatischen,    aromatischen oder  chlorierten     Kohlenwasserstoffen,    in     Knetern    oder  Rührwerken üblicher Bauart gelöst. Die dafür not  wendige Zeit schwankt je nach Art des Kautschuks  bzw. dem Abbaugrad und der Leistung der Maschi  nen zwischen drei und zehn Stunden.  



  In die erhaltene Kautschuklösung werden dann,  in besonderen Rühr- oder Knetmaschinen, die Fasern  und die übrigen Mischungsbestandteile zugegeben,  und es wird so lange     gemischt,    bis eine gleichmässige,  schmierig-teigige Masse vorliegt.  



  Diese Masse kann auf Spezialmaschinen, sog.     It-          Kalandern,    die im wesentlichen aus einer rotieren  den, beheizten grossen Walze und einer kleinen ge  kühlten Druckwalze, die mit gleicher Umfangsge  schwindigkeit wie die grosse Walze umläuft, beste  hen, durch Verdampfen des Lösungsmittels und Ver  dichten der Masse zu einer Platte der gewünschten  Dicke verarbeitet werden.  



  Obwohl der Ersatz der nur mit grossem Zeit- und    Energie-Aufwand     herstellbaren    Kautschuklösungen  durch einen entsprechenden Latex auf der Hand liegt,  ist dies bei     Asbest-Kautschukmischungen    zur Her  stellung von     It-Platten    nicht ohne weiteres möglich,  da die mangelnde Adhäsion und die grosse innere  Reibung der     Latex-Faser-Mischungen    eine Verarbei  tung in der üblichen Weise nicht zulässt.  



  Bekannte Verfahren zur Herstellung von Dich  tungsplatten, die sich den Vorteil von Latex zunutze  machen, arbeiten mit wässerigen     Asbestfaser-Sus-          pensionen    nach dem Prinzip der Pappe- oder  Papier-Herstellung. Dabei wird das Bindemittel     in     Form einer wässerigen Dispersion mit geeigneten       Fällungsmitteln    in grosser Stoffverdünnung auf die  Fasern niedergeschlagen und     anschliessend    der       Faserfilz    durch Absaugen der wässerigen Phase auf  den entsprechenden Maschinen erhalten.  



  Die auf diese Weise erhaltenen Bahnen oder Plat  ten sind jedoch mit den     klassischen        It-Materialien     nicht zu vergleichen, da sie sich im     Temperatur-          Dicht-    und Setzverhalten durch den bedeutend  höheren     Bindemittelgehalt    und die andere Art der  Herstellung grundsätzlich unterscheiden und von  vornherein nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung  der     Hochdruck-Dichtungsplatten    im unteren     Druck-          und    Temperatur-Bereich gedacht sind.  



  Die Erfindung beruht nun auf der überraschen  den Erkenntnis, dass     Asbestfaser-Latex-Mischungen,     die in üblichen Mischaggregaten in den     It-Platten     charakteristischen Mengenverhältnissen hergestellt  wurden, den für die     Verarbeitung    notwendigen  schmierig-teigigen Zustand annehmen, wenn man  geringe Mengen eines Quell- oder Lösungsmittels für  das verwendete Bindemittel einarbeitet. Solche  Mischungen lassen sich, genau wie die auf     Lösungs-          mittelbasis    hergestellten, auf     herkömmlichen    It-Ka-           landern    verarbeiten.

   Die Vorteile von Latex,     nämlich     Einsparung von kostspieligen Maschinen, Zeit und  Energie, weitgehende Ausschaltung toxischer       Lösungsmittel    und Verringerung der Brand- und  Explosionsgefahr können dabei voll ausgenutzt wer  den.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist daher da  durch     gekennzeichnet,    dass man eine wässerige  Mischung von     Bindemittel,    Fasern und einem     Quell-          oder    Lösungsmittel für das Bindemittel herstellt und  die entstehende     pastenartig    verdickte Masse zu Plat  ten verarbeitet.  



  <I>Beispiel</I>  In einem     Kneter    oder einem anderen Mischag  gregat werden in ein     Gemisch    von 40 kg eines  50     ohigen        Butadien-Acrylnitril-Latex's    mit 33 0/0       Acrylnitrilgehalt,    1 kg einer 20     o/oigen    wässerigen  Lösung eines aromatischen     Polyglykoläthers    und 4 kg  einer 50     o/oigen    wässrigen Dispersion von     Vulka-          nisationsmitteln    im     Verhältnis        Zinkoxyd:Schwefel:     Beschleuniger von 5:3:

  1, 160 kg     Asbestfasern    vom  Typ einer guten     Pappefaser,    die zuvor mit 601 Was  ser angefeuchtet wurden, eingemischt und so lange  geknetet, bis der Latex sich gleichmässig auf den       Fasern    verteilt hat. Dann werden 20 kg     Füllstoffe     und 0,3 kg     Alterungsschutzmittel    zugegeben und fer  tiggemischt. Zum Schluss werden noch 40 Liter       Toluol    eingebracht und homogen verteilt.

   Schon nach  kurzer Zeit ergibt sich durch     Anquellung    des Binde  mittels eine     teigig-schmierige    Masse, die nach einer  Stehzeit von einigen Stunden bis zur vollständigen       Durchquellung    auf dem     It-Kalander    verarbeitet wer  den kann.  



  Anstelle von     Butadien-Acrylnitril    können auch  andere Dispersionen von     Kautschuk-Elastomeren     und Kunststoffen verwendet werden,     sofern    sie sich  auf Asbestfasern niederschlagen und durch organi  sche Lösungsmittel     anquellen    bzw.     anlösen    lassen.  



       Kationische    Dispersionen werden im allgemeinen  wegen der besseren Verträglichkeit mit Asbest be  vorzugt, doch lassen sich auch     anionische        Latices    mit  genügender     Eigenstabilität    oder, sofern eine solche  nicht vorhanden ist, nach zusätzlicher Stabilisierung  mit üblichen     Stabilisierungsmitteln    verwenden. Kom  binationen verschiedener Dispersionen untereinander  werden     zweckmässigerweise    nur dann     vorgenommen,     wenn die Mischungspartner gleichen     Ladungssinn     haben.  



       Als    zweckmässig hat sich erwiesen, die Viskosität  der wässerig     dispergierten    Bindemittel durch handels  übliche Verdickungsmittel, wie z. B. Casein, Gela  tine,     Zellulosederivate    usw., oder feinteilige Kiesel  säure bis zur pastösen     Konsistenz    zu erhöhen. Die  Gefahr einer vorzeitigen Koagulation bei     empfindli-          chen        Latices    durch mechanische Einwirkung beim  Einmischen der Fasern kann durch die dadurch er  zielte Erhöhung der Gleitwirkung wirksam vermin  dert werden.  



  Netzmittel, sofern sie     nichtionogenen    Charakter  oder einen dem Bindemittel entsprechenden    Ladungssinn haben, unterstützen den     feinteiligen     Niederschlag auf der Faser vorteilhaft.  



       Emulgiermittel,    wie z. B. aromatischer     Polyglykol-          äther,        erleichtern    die rasche und homogene Vertei  lung der organischen Lösung und     Quellmittel,    wenn  die zur Anwendung kommenden Dispersionen von  der Fabrikation her keine ausreichende Menge       Rest-Emulgiermittel    mehr enthalten.  



  Eine Platte, hergestellt aus einem Gemisch nach  obigem Rezept, hat bei einem     spez.    Gewicht von  ca. 1,8 eine mittlere Festigkeit von 200     kg/cm2,    bei  einer Abweichung der     einzelnen    Messpunkte von nur            3     %.        Das        Temperatur-,        Dicht-        und        Setzverhalten        ist     direkt vergleichbar mit den Werten einer entspre  chenden  klassischen      It-Platte.     



  Die äussere Beschaffenheit und der Anwendungs  bereich der in der beschriebenen Weise     mit    Latex  hergestellten Dichtungsplatten unterscheiden sich  nicht von den mit     Kautschuklösungen    gefertigten       Hochdruck-Dichtungsplatten.    Wegen der besseren  Benetzung der     hydrophilen    Asbestfasern durch das  wässerig     dispergierte    Bindemittel wird eine     grössere          Gleichmässigkeit    der Festigkeit innerhalb der einzel  nen Platten erzielt, was eine nicht unbedeutende Er  höhung der Sicherheit von daraus hergestellten Dich  tungen in der Praxis bedeutet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Dichtungsplatten auf der Basis von Asbestfasern und einer wässerigen Dispersion von Kautschuk oder Kunststoff als Binde mittel, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässe rige Mischung von Bindemittel, Fasern und einem Quell- oder Lösungsmittel für das Bindemittel her stellt und die entstehende pastenartig verdickte Masse zu Platten verarbeitet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Quell- oder Lösungsmittel nach Fertigstellung der Bindemittel-Faser-Mischung zugegeben wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem wässerig dispergierten Binde mittel das Quell- oder Lösungsmittel vor Einmischen des Asbestes zugegeben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Quell- oder Lösungsmittel zusammen mit dem angefeuchteten Asbest in das wässerig dispergierte Bindemittel gegeben wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Verhinderung vorzeitiger Koagulation durch mechanische Einwirkung beim Mischvorgang das wässerig dispergierte Bindemittel bis zur pastösen Konsistenz verdickt wird.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass dem wässerig dispergierten Binde mittel nichtionogene oder dem Ladungssinn des Bin demittels angepasste Netzmittel vor dem Einbringen der Fasern zup-emischt werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zur rascheren und homogenen Verteilung des organischen Lösungs- oder Quellmit- tels in der wässerigen Phase Emulgiermittel vor der Zugabe des Lösungs- oder Quellmittels eingemischt werden.
CH1238762A 1961-11-16 1962-10-22 Verfahren zur Herstellung von Dichtungsplatten CH425221A (de)

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