CH422720A - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Filterhilfsschicht - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer FilterhilfsschichtInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Filterhilfsschicht Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen einer Filterhllfsschicht auf das Filter von Filterpressen vor der Filtration bzw. Entwässerung insbesondere von Abwasserschlämmen. Die Aufbringung derartiger Filterhilfsschichten ist bekannt. Sie dienen im allgemeinen zur Verbesserung der Filtrationseigenschaften des Filters. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, entsprechende Filterhilfsschichten vor der Filtration von Gemischen aus Abwasserschlamm und Asche auf das Filter aufzubringen. Die Filterhilfsschicht besteht in diesem Falle ebenfalls aus einer Ascheschicht. In diesem Falle hat die Filterhilfsschicht in erster Linie den Effekt, eine sichere Trennung des Filterkuchens vom Filter zu bewirken, d. h. also, ein Haften des Kuchens bzw. von Kuchenteilen an dem Filter zu vermeiden. Beim Arbeiten mit Filterpressen muss die Filterhilfsschicht vor jeder Filtration neu auf das Filter aufgebracht werden. Dabei muss das Filterhilfsmittel in aufgewirbeltem Zustand so rasch wie möglich in die Filterpresse eingebracht, sozusagen eingeschossen werden. Es ist zu diesem Zweck bereits vorgeschlagen worden, die Asche mit Luft aufzuwirbeln und dann mit einer Trägerflüssigkeit auf das Filter aufzugeben. In diesem Fall muss im allgemeinen die gesamte aufzubringende Flüssigkeit vorher in einem Druckgefäss gespeichert werden, damit ausreichend Flüssigkeit für das Einschiessen in die Filterpresse zur Verfügung steht. Mit einer Einrichtung, die einen wesentlich geringeren Raumbedarf hat, kann man auskommen, wenn man gemäss der Erfindung das Filterhilfsmittel mittels einer Trägerflüssigkeit aufwirbelt und mit dieser auf das Filter aufbringt. Man braucht dann nicht die ganze Flüssigkeit in einem Druckgefäss vor dem Aufbringen zu sammeln und kommt daher mit einem kleinen Mischgefäss aus. Man kann dabei das Filterhilfsmittel in einer Menge von 0,2 bis 0,8 kg je m2 Filterfläche verwenden und die Trägerflüssigkeit in einer Menge des mindestens zweifachen Kammervolumens der Filterpresse. Die Trägerflüssigkeit kann dabei natürlich mit einer so hohen Geschwindigkeit in die Filterpresse eingebracht werden, dass das Filterhilfsmittel bis zum Auftreffen auf das Filter aufgewirbelt bleibt. Die O schwindigkeit der Trägerflüssigkeit soll also ein Mehrfaches der Sedimentationsgeschwindigkeit des Filterhilfsmittels betragen. Man kann dabei so vorgehen, dass das Filterhilfsmittel zunächst in einen Druck- bzw. Mischbehälter gegeben und durch einen in diesen Behälter eintretenden rotierenden und/oder turbulenten Flüssigkeitsstrom aufgewirbelt wird. Man kann aber auch so vorgehen, dass das Filterhilfsmittel der strömenden Flüssigkeit zugesetzt wird. Dies kann insbesondere dadurch geschehen, dass eine Schnecke, oder eine andere Dosiervorrichtung das Filterhilfsmittel in der erforderlichen Menge unmittelbar in die Flüssigkeitsleitung fördert. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann vorteilhafterweise gekennzeichnet sein durch einen Druck- bzw. Mischbehälter, der an seinem oberen Ende mit einem Einlass zur Dosierung des Filterhilfsmittels sowie mindestens einem vorzugsweise tangentialen Einlass für die Trägerflüssigkeit versehen ist. Die Einlässe für die Trä gerflüssigkeit können dabei vorteilhafterweise derart mit Regeleinrichtungen versehen sein, dass eine rotierende und/oder turbulente Bewegung der Flüssigkeit in dem Behälter erreicht wird. Ferner kann der Behälter mit mindestens einem Lufteinlass und einem Entliiftungsventil vensehen sein, mittels derer in einfacher Weise eine Sichtung des in den Mischbehälter eingeführten Filterhilfsmittels erfolgen kann. Auf der Zeichnung ist schematisch eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, durch die auch das Verfahren nach der Erfindung veranschaulicht wird. Eine Filterpresse 1 mit einer Zuführungsleitung 2 für das zu filtrierende Gut, beispielsweise ein Gemisch aus Abwasserschlamm und Asche, ist ausserdem über eine Leitung 3 mit einem Misch- bzw. Druckbehälter 4 verbunden. In diesem Behälter wird ein Filterhilfsmittel, z. B. Asche, das als Filterhilfsschicht auf die Filter der Presse 1 vor der eigentlichen Filtration aufgebracht werden soll, mit einer Trägerflüssigkeit, z. B. dem Filtrat aus der Filterpresse 1, vermischt. Der Behälter 4 ist über Leitungen 5, 6 mit Drosselventilen 7, 8 sowie einem Absperrventil 9 mit einem Flüssigkeitspotential 10 verbunden. In den Behälter mündet weiterhin eine Luftleitung 11 mit einem Ventil 12, und es ist ein Entlüftungsventil 13 vorgesehen. Am oberen Ende ist ein Vorratsbehälter 14 für das Filterhilfsmittel, z. B. ein Aschebunker, vorgesehen, von dem über eine Dosiervorrichtung 15 und einem Absperrschieber 16 dieses Filterhilfsmittel in den Behälter 4 eingegeben werden kann. Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Es wird zunächst mittels der Dosiervorrichtung 15 Asche aus dem Aschebunker 14 in den Behälter 4 gegeben, wobei das Entlüftungsventil 13 geöffnet ist. Bei dieser Gelegenheit kann in einfacher Weise eine Trennung der unerwünschten feinsten staubförmigen Ascheanteile erfolgen. Zu diesem Zweck wird das Ventil 12 der Luftleitung 11 geöffnet, während die Asche in den Behälter eingeigeben wind. Es bildet sich dann eine Luftströmung aus, die die staubförmigen Ascheanteile in ausreichender Menge aus dem Behälter 4 durch das Ventil 13 ableitet. Durch die Verwendung von gesichteter Asche wird die Porosität der Ascheschutzschicht auf den Filtern beachtlich vergrössert. Wenn die erwünschte Aschemenge in den Behälter 4 eingebracht ist, werden das Entlüftungsventil 13 und der Absperrschieber 16 geschlossen. Wenn die Presse 1 nach dem vorausgegangenen Filtrationsvorgang und Auswerfen des Filterkuchens wieder geschlossen ist und eine Filterhilfsschicht aufgebracht werden soll, so wird Trägerflüssigkeit in den Behälter 4 gegeben. Zu diesem Zweck wird das Absperrventil 9 geöffnet, und die Drosselventile 7, 8 werden so eingestellt, dass je nach den Bedingungen die Flüssigkeit in eine gleichförmige Zentrifugalbewegung um die Behälterachse oder eine entgegengesetzt gerichtete Zentrifagalbewegung versetzt wird. Dadurch wird die Asche aufgewirbelt und über die Leitung 3 auf die Filter der Presse 1 aufgebracht. Dabei kann das Flüssigkeitspotential 10 aus einer Pumpe hoher Förderleistung oder aus einem hochgelegten Flüssigkeitsreservoir bestehen. Man kann natürlich auch die Flüssigkeit mittels Druckluft aus einem entsprechenden Behälter herausdrücken. Die Leitung 3 kann so an den Behälter 4 angeschlossen sein, dass die in der rotierenden Flüssigkeit vorhandene Energie teilweise zurückgewonnen wird, wie dies z. B. bei Hydrozyklonen bekannt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Aufbringert einer Filterhilfsschicht auf Idas Filter von FilterEsneslsen vor der Filtration bzw.Entwässerung insbesondere von Abwass erschlünunen, dadurch gekennzeichnet, dass das Filteffiilismittel mittels einer Trägerfliussijgkeit aufgewinbelt und mit dieser auf das Filter aufgebracht t wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterhilfsmittel in einer Menge von 0,2 bis 0,8 kg je m2 Filterfläche verwendet wird, und die Trägerflüssigkeit in einer Menge des mindestens zweifachen Kammervolumens der Filterpresse.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterhilfsmittel zunächst in einen Druck- bzw. Mischbehälter gegeben und durch einen in diesen Behälter eintretenden rotierenden und/oder turbulenten Flüssigkeitsstrom aufgewirbelt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterhilfsmittel der strömenden Flüssigkeit zugesetzt wird.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanslpruch I und UnberansdDrüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Druck- bzw. Mischbehälter (4), der an seinem oberen Ende mit einem Einlass zur Dosierung des Filterhilfsmittels sowie mindestens einem Einlass für die Trägerflüssigkeit versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlässe für die Trägerflüssigkeit derart mit Regelvorrichtungen (7, 8) versehen sind, dass eine rotierende und/oder turbulente Bewegung der Flüssigkeit in dem Behälter erreicht wird.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (4) mit mindestens einem Lufteinlass (11) und einem Entlüftungsventil (12) versehen ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass für die Trägerflüssigkeit tangential angeordnet ist.
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