Senkrechter Umlaufaufzug
Die Erfindung betrifft einen senkrechten Um1auf- aufzug mit zwei Paar endlosen Förderketten, deren abwärts laufende Trume bei jedem Kettenpaar dieselbe Bahn durchlaufen, während die Bahnen der aufwärts laufenden Trume einen Abstand voneinander haben und mit biegsamen, die beiden Förder- kettenpaare verbindenden, mit ihren Enden an ihnen befestigten Lasthaftern, die sich beim Abwärtslauf an die Förderketten anschmiegen, aber beim Aufwärtslauf zur Aufnahme der Last zwischen den im Abstand befindlichen Bahnen ausgespannt sind.
Vor dieser Erfindung waren folgende Typen von senkrechten Aufzügen in Gebrauch, um Kästen, Ballen, Trommeln, Säcke oder andere Behälter verschiedener Waren zu heben oder zu senken:
1. Doppelkette mit starrem Fahrkorb, wobei als Lasthalter starre Plattformen an zwei endlosen Kettenschleifen angebracht sind, die über Kettenräder an Ober- und Unterwellen laufen. Diese Plattformen (Lasthalter) bleiben in waagrechter Lage, ausgenommen oben und unten, wo sie um die Ober- und Unterwellen radial herumgehen.
2. Doppelkette mit hängendem Fahrkorb, wobei ein Fahrkorb der hängenden Type zwischen zwei endlosen Kettenschleifen in der gleichen Weise wie die Wagen eines Ferrisrades aufgehängt ist. Die hängenden Fahrkörbe bleiben in waagrechter Lage, während sie um die Ober- und Unterwellen herumgehen; eine Grube ist erforderlich, wenn man dicht am Boden laden will.
3. Einzeldrahtseil mit hängendem Fahrkorb, wobei ein Fahrkorb der hängenden Type von einer einzelnen, endlosen Zugmittelschleife geschwenkt wird; eine Grube ist zum Laden dicht am Boden erforderlich.
4. Hin und her gehender Aufzug mit einer Plattform, die wie ein Elevator auf und ab wandert und zum Bei und Entladen oben und unten und/oder an Zwischenpegeln anhält. Er wird üblicherweise durch ein Kabel von einer Windentrommel oder durch eine Kette betrieben, die über ein oberes Kettenrad mit einem Gegengewicht am anderen Kettenende läuft.
5. Hin und her gehende Aufzüge mit zwei Plattformen, die an den Enden einer Kette oder eines Kabels angebracht sind; oben läuft das Zugmittel über ein Kettenrad oder eine Scheibe. Die eine Plattform geht nach oben, während die andere her abkommt, und beide Plattformen halten einander das Gleichgewicht.
Alle diese Typen von senkrechten Aufzügen mit Ausnahme des hin und her gehenden Aufzuges mit einer einzigen Plattform als Lasthalter erfordern für den Weg einer herabgehenden Plattform ebenso viel Raum wie für den Weg einer aufwärtsgehenden.
Solche Aufzüge verlangen eine Bodenfläche, die gleich oder grösser als die doppelte Nutzfläche der Plattform oder des Fahrkorbes ist.
Alle vorstehenden Typen von senkrechten Aufzügen erfordern Führungen für Plattformen (Lasthalter) oder Fahrkörbe ebenso wie für die Ketten; die beiden hin und her gehenden Typen erfordern Führungen für die Plattformen und Gegengewichte genau wie bei einem Elevator oder Speiseaufzug.
Ausserdem erfordern sämtliche der obigen Typen von senkrechten Aufzügen spezielle Bei und Entlademechaniken, die im allgemeinen teuer und kompliziert sind.
Der erfindungsgemässe Umlauf aufzug ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lasthalter miteinander gelenkig verbundene Tragglieder enthalten, welche sich in einer Weise aneinander abstützen, dass ein Durchbiegen des Lasthalters nur nach oben, nicht aber nach unten möglich ist, das Ganze so, dass die Last halter für die Dauer ihrer Aufwärtsbewegung starre ebene Plattformen zur Aufnahme der Lasten bilden.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Umlaufaufzuges sind im folgenden an Hand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Aufriss des senkrechten Umlaufaufzuges mit Einrichtungen zum Bei und Entladen,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 einen waagrechten Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1,
Fig. 4 einen senkrechten Teilschnitt längs der Linie 4-4 i1 in Fig. 1,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Plattform,
Fig. 6 eine Draufsicht einer abgewandelten Ausführung einer Plattform und
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der abgewandelten Plattform gemäss Fig. 6.
In der Zeichnung ist ein Gerüst aus Baustahl mit der Sammelnummer 1 bezeichnet; es dient dazu, den Aufzug in jeder gewünschten Höhe zu tragen. Viele Teile des Gerüstes sind in der Darstellung, um diese deutlicher zu machen, fortgelassen. Das Gerüst trägt oben in waagrechter Lage eine Kopf- oder Antriebswelle 2, die von einer nicht gezeigten I, eistungsquelle angetrieben wird. Direkt unter der Antriebswelle 2 und parallel zu ihr befindet sich am Boden des Gerüstes eine Aufnahmeachse 3. Eine untere Vorderachse 4 hat ihren Platz vorne am Aufzug und ein wenig über der Aufnahmeachse 3 und verläuft parallel zur Antriebswelle 2 und zur Aufnahmeachse 3.
Ein Paar endloser, biegsamer Förderketten 5 und 6 greift in Kettenräder 7 und 8 in, die auf der Antriebswelle 2 aufgekeilt sind. Von den Kettenrädern 7 und 8 auf der Antriebswelle laufen die Ketten 5 und 6 senkrecht nach unten zu den Kettenrädern 9 und 10 auf der Aufnahmeachse 3. Von dort laufen die Ketten 5 und 6 nach vorn in einer flachen Steigung zu den Kettenrädern 11 und 12 an der unteren Vorderachse 4. Nach dem Lauf über die Kettenräder 11 und 12 bewegen sich die Ketten 5 und 6 unter den Leerlaufkettenrädern 13 und 14 herum, die auf den am Rahmen 1 sitzenden Achsstümpfen 15 und 16 aufgesteckt sind.
Von den Umlaufkettenrädern 13 und 14 laufen die Ketten 5 und 6 senkrecht nach oben zu einem Paar von gleichachsigen Leerlaufkettenrädern 17, die ebenfalls auf am Rahmen sitzenden Achsstümpfen aufgesteckt sind; von diesen Kettenrädern laufen die Ketten 5 und 6 waagrecht zurück zu den Kettenrädern 7 und 8 auf der Antriebswelle 2 und vollenden so ihren Zyklus.
Ein zweites Paar Ketten 21 und 22 greift in Kettenräder 23 und 24 ein, die auf der Antriebswelle 2 aufgekeilt sind. Die Förderketten 5, 6, 21 und 22 haben alle genau gleiche Länge und wandern alle in den gleichen Ebenen, ausgenommen im Bereich des Fahrstuhlschachts, wo die Plattformen in waagrechter Lage geführt werden. Die Ketten 21 und 22 gehen senkrecht von den Kettenrädern 23 und 24 zu den Kettenrädern 25 und 26 auf der Aufnahmeachse 3 herunter, um diese herum und in schwacher Steigung aufwärts zu den Kettenrädern 27 und 28 an der unteren Vorderwelle 4. Nachdem sie um die Kettenräder 27 und 28 gelaufen sind, wandern die Ketten 21 und 22 waagrecht nach der Rückseite des Aufzuges, wo sie um die Leerlaufkettenräder 29 und 30 laufen, von dort senkrecht nach oben, um zu den Ikettenrädern 23 und 24 zurückzukehren und so ihren Zyklus zu vollenden.
Zwischen den Kettenpaaren 5, 6 und 21, 22 sind mehrere voneinander getrennte Lasthalter (Plattformen) angeschlossen. Wie die Fig. 1 zeigt, haben die Kettenpaare 5, 6 und 21, 22 Teile, die in getrennten, parallelen Ebenen im lasttragenden Teil des Aufzuges gelegen sind. Die Förderketten 5 und 6 befinden sich in der einen Ebene und die Förderketten 21 und 22 in einer anderen Ebene, die von der ersten Ebene getrennt und zu ihr parallel ist.
Wie die Fig. 5 zeigt, sind für jeden Lasthalter 31 an den Förderketten 5, 6, 21 und 22 A-2-Anbauglieder 32, 33, 34, 35 auf gleichem waagrechtem Pegel angebracht (Ketten in lasttragender Stellung).
Eine Flachstahl-Halteschiene 36 ist an den A-2-Anbaugliedern 32 und 33 und eine ähnliche Flachstahl Halteschiene 37 an den A-2-Anbaugliedern 34 und 35 angebracht. Ein Paar getrennter, paralleler Gliederketten 31A und 3 1B ist zwischen den flachen Schienen 36 und 37 in der Nähe ihrer Enden angeschlossen. Jede Gliederkette ist mit der flachen Schiene 36 mit Hilfe eines A-2-Anbaugliedes 38A verbunden, an welchem die Gliederkette aus abwechselnden Rollengliedern 39 und M-l-Anbaugliedern 40 mit getrennten Paaren aufrechter Vorsprünge angebracht ist. An ihrem anderen Ende ist jede Gliederkette 31A und 3 1B mit Hilfe eines Rollengliedes 39 an einem anderen A-2-Anbauglied 38B angeschlossen, mit Hilfe dessen sie an der flachen Schiene 37 angebracht ist.
Durch die Vorsprünge jedes Paares von M-1-Anbauplatten 40 gehen, wie Fig. 5 zeigt, fluchtende, getrennte Öffnungen 41 hindurch. Zwischen den getrennten Vorsprüngen jedes Paares der M-l-Anbauten 40 ist ein Stab abschnitt, Stab oder Klotz 42 mit einer durchgehenden Öffnung 43 eingesetzt (siehe Fig. 3). Die Öffnung 43 fluchtet mit den Öffnungen 41 in den Vorsprüngen des M-l-Gliedes 40, und der Stab abschnitt 42 hat die gleiche Länge wie der Abstand zwischen den Öffnungen 41 in benachbarten M-l-Gliedern 40. Die Öffnungen 43 liegen in der Mitte der Stababschnitte 42, deren Enden senkrecht und eben sind und aneinanderstossen. Zwischen entsprechenden M-l-Anbaugliedern 40 an den beiden seitlich voneinander getrennten Gliederketten 31A und 31B sind Stangen 44 oder freie Rollen mit Achsen angebracht.
Die Stange oder die Achse der Rolle ist so bearbeitet, dass sie in die Öffnungen 41 in den Vorsprüngen des M-l-Anbaus 40 passt und auch durch die Öffnungen 43 der Stab abschnitte 42 hindurchgeht. Beim Zusammenbau werden die Stangen oder Achsen der freien Rollen an ihrem Platz in den M-l-Anbaugliedern 40 vernietet. Die Stababschnitte 42 legen sich oben auf die zusammenhängenden Rollenglieder 39 auf und verhindern dadurch eine Bewegung der Rollenglieder in der einen Richtung. Ebenso stossen, wie gesagt, die ebenen Enden der Stab abschnitte 42 gegeneinander und verhindern hierdurch weiterhin das Durchbiegen der Gliederketten 31A und 3 1B in der einen Richtung. Der Gebrauch von Rollen im Lasthalter an Stelle von Stangen erleichtert das Entladen des Lasthalters an der oberen oder an zwischenliegenden Stationen.
Wenn eine solche Lasthalter-Plattform 31 nach oben zum Kopf des Aufzuges hin wandert, laufen die Förderketten 5, 6 um die Leerlaufkettenräder 17.
Gleichzeitig wandern die Förderketten 21, 22 um die Kettenräder 23 und 24 an der Antriebswelle 2.
Die Gliederketten 31A und 31B beginnen gleichzeitig um die Leerlaufrollen oder -kettenräder 45, 46 auf der Antriebswelle 2 zu laufen. Die Förderketten 5, 6 bewegen sich waagrecht, um das an ihnen befestigte Ende der Plattform 31 aus der in der Nähe der Leerlaufkettenräder 17 liegenden Stellung zu den Leerlaufrollen oder -kettenrädern 45, 46 an der Antriebswelle 2 zu tragen. Während der waagrechten Bewegung wird ein Kasten oder anderer Gegenstand B selbsttätig aus dem Aufzug heraus auf einen Schwerkraftrollenförderer oder kraftbetriebenen Rollgang 73 entladen.
Da die Stab abschnitte 42 an den oberen oder äusseren Teilen der M-l-Anbauglieder 40 oberhalb der Rollenglieder 39 bei waagrechter Plattform angelenkt sind, wie Fig. 5 zeigt, können die Rollenglieder frei nach innen relativ zu den Stababschnitten 42 schwenken, die mit Bezug aufeinander nach aussen aufschuppen, wenn sie um die Leerlaufrollen 45 und 46 laufen. Die Plattform kann sich frei um die Leerlaufrollen 45 und 46 abrollen und geht senkrecht nach unten mit den Förderketten 5, 6, 21 und 22 etwa in gleicher Ebene. An der Aufnahmeachse 3 läuft die Plattform 31 um die Leerlaufrollen oder -kettenräder 47, 48 und dann um ähnliche Leerlaufrollen oder -kettenräder 49, 50 an der unteren Vorderachse 4 herum.
Die Leerlaufrollen oder -kettenräder 45, 46, 47, 48, 49 und 50 halten die beiden Ketten 31A und 3 1B einer jeden Plattform in Linie mit den Förderketten 5, 6, 21 und 22 und verhindern, dass in der Gestalt der Gliederketten an den Punkten ihres Herumbiegens um die Achsen Durchgang eintritt. An der Kopf- oder Antriebswelle 2 halten die Leerlaufrollen oder -kettenräder 45, 46 den waagrechten Teil der Plattform 31 auf seinem Pegel, während er sich dem Umkehrpunkt um die Antriebswelle herum nähert; die Plattform wird also daran gehindert, auf die Antriebswelle zu fallen, wie sie es tun würde, wenn die Leerlaufrollen weggelassen würden.
Mindestens eines, vorzugsweise sämtliche Kettenräder 11, 12, 27 und 28 auf der unteren Vorderachse 4 für die Förderketten 5, 6, 21 und 22 werden auf der unteren Vorderachse verkeilt, um sie mitzudrehen. Innerhalb der Rollen 49, 50 auf der unteren Vorderachse sind auf dieser, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, zwei Kettenräder 51, 52 aufgekeilt. In Eingriff mit diesen Kettenrädern 51, 52 stehen ein Paar endlose Ketten 53, 54 eines Rollenförderers 55.
Wie die Zeichnungen andeuten, haben die endlosen Ketten 53, 54 des Rollenförderers Abstand voneinander; zwischen ihnen ist in gleichem Abstand eine Serie von Walzen 56 angeschlossen. Die anderen Enden der Rollenfördererketten 53, 54 laufen um Kettenräder 57, 58 auf einer hinteren Rollbahnachse 59. Der Rollenförderer 55 hat ein leichtes Gefälle zum selbsttätigen Beladen von Gegenständen aus einem benachbarten Schwerkraftrollenförderer oder kraftbetriebenen Rollenförderer 60; jeder Gegenstand, z. B. ein Kasten B rollt auf dem Rollenförderer 60 herab zum Rollenförderer 55 gegen einen Anschlag 61 oder gegen einen rückwärtigen Teil des Gerüsts.
Der Anschlag 61 kann schwenkbar am Rahmen so angebaut sein, dass er nach oben angehoben wird, wenn die als Plattformen ausgebildeten Lasthalter 31 an ihm vorbei in die Höhe steigen, und dann nach unten in die Stellung zurückfällt, in der er den nächsten Kasten anhält.
Die Kettenräder 51, 52 treiben die Rollenfördererketten 53, 54 in zeitlich richtiger Schaltung mit den vier Förderketten 5, 6, 21 und 22 so, dass die Stangen oder Rollen 44 jeder Plattform 31 zwischen die Walzen 56 des Rollenförderers 55 einfallen oder kämmend eingreifen, wenn sich die Plattform um die Kettenräder auf der unteren Vorderachse 4 bewegt.
Wenn die Ketten 5, 6 sich von den Kettenrädern 11, 12 auf der unteren Vorderachse 4 wegbewegen, um die Leerlaufkettenräder 13, 14 zu umlaufen, bewegen sich die Ketten 21, 22 weiter waagrecht, bis sie die Leerlaufkettenräder 29, 30 an der Rückseite des Aufzuges erreichen. Wenn die vorderen und hinteren flachen Schienen 36, 37 der Plattform die Punkte des senkrechten Weges der Förderketten 5, 6, 21 und 22 erreichen, was gleichzeitig geschieht, laufen die Ketten 5, 6 um die Leerlaufkettenräder 13, 14 und die Ketten 21, 22 um die Leerlaufkettenräder 29 und 30. Die Plattform 31 beginnt zu steigen und hält dank der oben beschriebenen Bauweise ihren Pegel in der lasttragenden Stellung. An diesem Punkt steigen die Stangen oder Rollen 44 der Plattform aus ihren Stellungen zwischen den Rollen 56 des Rollenförderers selbsttätig ab.
Auf Wunsch können Grenzschalter vorgesehen werden, um den Aufzug augenblicklich stillzulegen, falls die Ware in die Ladestellung nur zum Teil gelangt ist, wenn die Plattform zwischen den Rollen des Rollenförderers her aus kommt. Wenn Packungen oder Kästen von gleichförmigen Abmessungen geladen werden, kann das Laden dadurch stetig gemacht werden, dass man die Wandergeschwindigkeit des Aufzuges mit der Zufuhr seitens des Ladeförderers oder Rollgangs 60 so abstimmt, dass jedesmal schon eine Packung der Ware auf die Ankunft jeder Plattform oder Stufe wartet.
Bei der in den Fig. 6 und 7 veranschaulichten Abwandlung liegt eine Änderung weder in der grundsätzlichen Bauweise des Aufzuges noch in dem Wanderweg der Förderketten 5, 6, 21 und 22 vor. Die Abwandlung betrifft lediglich die Art des benutzten Lasthalters und den Fortfall des Rollenförderers 55, der durch feststehende, von den Seiten des Bauwerks herausstehende Rollenachsen ersetzt ist. In der abgewandelten Gestalt des Lasthalters sind die Flachstahl-Halteschienen 36, 37 durch die A-2-Glieder 32, 33, 34 und 35 an den Förderketten 5, 6, 21 und 22 ebenso angebracht wie bei der anderen Ausführungsform. Wie zuvor sind die Befestigungspunkte der Flachstahl-Halteschienen 36 und 37 so gewählt, dass die beiden Schienen in der gleichen waagrechten Ebene stehen, wenn der Lasthalter Tragestellung einnimmt.
An den Mitten der beiden Schienen ist eine doppelt breite Gliederkette 62 angeschlossen. Diese Doppelgliederkette kann an den Flachstahl-Halteschienen 36, 37 mit Hilfe eines doppelt gebogenen Vorsprunganbaus 62A an jedem Ende der Doppelkette befestigt sein, der entweder aus zwei A-2-Anbauten oder aus einem K-2-Anbau besteht. Die Doppelkette 62 mit den doppelt gebogenen Vorsprungsanbauten 62A ist ebenso lang wie der mit der Sammelnummer 63 bezeichnete Lasthalter oder der Abstand zwischen den Kettenpaaren 5, 6 und 21, 22. Die Konstruktion der Doppelkette enthält nach dem ersten doppelt gebogenen Vorsprunganbau 62A zwei Rollenglieder 64, dann drei gerade Vorsprungplatten der M-l-Anbautype, dann zwei Rollenglieder und abwechselnd so weiter, bis die richtige Länge erreicht und mit einem letzten, doppelt gebogenen Vorsprunganbau 62A am anderen Ende abgeschlossen ist.
Wie bei der anderen Lasthaltertype haben die M-l-Anbauplattenglieder 65 getrennte, von ihnen nach oben herausstehende Vorsprünge, durch die in jedem Satz fluchtende Öffnungen 66 hindurchgehen. Stababschnitte, Stäbe oder Klötze 67 von ähnlicher Gestalt und Grösse wie die Stab abschnitte, Stäbe oder Klötze 42 bei der anderen Ausführungsform haben in der Mitte gelegene Öffnungen 68, die mit den Öffnungen 66 in den Vorsprüngen der M-l-Anbauplattenglieder 65 fluchten. Wie zuvor haben die Stababschnitte 67 gleiche Längen wie die Abstände zwischen den Mitten der benachbarten Sätze von M-l-Anbaugliedern 65 und haben ebene, senkrechte Enden, die gegeneinanderstossen.
Stangen 69 von geeignetem Durchmesser sind durch die Öffnungen 66 in den M-l-Gliedern 65 und durch die Öffnungen 68 in den Stab abschnitten 67 hindurchgesteckt und ragen an den gegenüberliegenden Seiten der Doppelgliederkette 62 in ungefähr beiderseits gleichen Längen heraus.
Stahl-, Kunststoff-, Legierungs- oder Gummirohre 70 werden dann über die beiden Enden der Stangen 69 und auf deren Enden Scheiben und Splinte 71 zum Halten der Rohre aufgesteckt. Die Rohre 70 sorgen für Trageflächen, die oben über die Vorsprünge der M-1-Glieder 65 herausragen und den Pegel der tragenden Fläche bestimmen. Eine Stange ist auch an jedem der doppelt gebogenen Vorsprunganbauglieder 62A angebracht, mittels dessen die Doppelkette 62 an den Flachstahlschienen 36, 37 sitzt, und über die Enden dieser Stangen sind ebenfalls Rohre 70 gesteckt.
Mit der Doppelkette 62 in der Mitte stellen die Stangen 69 mit ihren Rohren 70 Finger oder Rippen dar, die an jeder Seite der doppelten Gliederkette 62 ein herausstehendes Auslegerfach bilden.
Zum Beladen dieser Lasthaltertype sind mehrere getrennte Rollen oder Rollenfinger 72 auf kräftigen, waagrecht nach innen von beiden Seiten des Rahmens 1 hinausstehenden Achsen aufmontiert. Die Rollen 72 sind um solche Abstände voneinander entfernt, die gleich den Mittenabständen der Stangen 69 des Lasthalters 63 sind, jedoch zwischen den Stangen eingestaffelt, wenn die Plattform sich in einer waagrechten Lage befindet. Die Rollen an jeder Seite des Rahmens sind also im wesentlichen gleichachsig mit den Rollen an der gegenüberliegenden Seite.
Die von den Seiten des Rahmens 1 vorstehenden Rollen sind lang genug, um zwischen den Stangen 69 des Lasthalters 63 so weit hindurchzugehen, dass ihre Enden dicht bis an die Doppelkette 62 an der Mitte des Lasthalters heranreichen, ihn jedoch nicht berühren.
Diese ortsfesten Rollen 72 werden am besten in einer Linie angeordnet, die ein der normalen Neigung eines Schwerkraftrollenförderers gleiches Gefälle hat, so dass die Ware in den Aufzug auf den vorstehenden Rollen, so wie von dem geneigten Rollgang 60, hineinrollt, um gegen den rückwärtigen Anschlag 61 anzustossen und auf den nächsten Lasthalter 63 zu warten, der, wenn er zwischen den Rollen aufsteigt, die Ware aus diesen heraushebt.
Bei dieser abgewandelten Type von Lasthalter und Ladestation fällt der Rollenförderer 55 fort, Anstelle der Leerlaufrollen oder -kettenräder 45, 46 auf der Antriebswelle 2, der Leerlaufrollen oder -kettenräder 47, 48 auf der Aufnahmeachse 3 und der Leerlaufrollen oder -kettenräder 49, 50 auf der unteren Vorderachse 4, befindet sich auf jeder dieser Achsen in deren Mitte ein nicht gezeichnetes Paar von Leerlaufrollen oder -kettenrädern, um die Doppelgliederkette 62 des Lasthalters 63 am Wendepunkt zu stützen und so Durchsacken oder Fluchtungsfehler zu verhindern. Wie ersichtlich, ist auch die einzelne, durchgehende Achse 59 hinten am Rollenförderer der anderen Type in Fortfall gekommen.
Das Entladen des Lasthalters 63 auf einen Schwerkraftrollenförderer oder kraftbetriebenen Rollgang 73 oben am Aufzug wird in der gleichen Weise wie im Falle des Lasthalters 31 durchgeführt.
Die Vorteile dieser Lasthalterabwandlung sind folgende:
1. Wirtschaftliche Herstellung auf dem Gebiet der Kleinlastenaufzüge, wie sie bisher unmöglich oder nicht wettbewerbsfähig mit Schrägbandförderern war; letztere werden normalerweise beim Fehlen eines wirtschaftlichen Aufzugs oder dort, wo der Raum keine Rolle spielt, benutzt.
2. Ladestationen können leicht fast an jeder senkrecht übereinander gewählten Stelle am normalen Aufzug dadurch untergebracht werden, dass man die von den Aufzugseiten vorstehenden Rollen geeignet verteilt. Zusätzliche Ladestationen können je nach Anforderung an jedem Punkt so eingefügt werden, dass man sie eine oder ausfahren kann.
Der beschriebene Aufzug lässt sich mit gleicher Wirksamkeit zum Absenken von Gegenständen wie zu ihrem Anheben verwenden, indem der Motor und damit die Drehrichtung der Antriebswelle 2 und alle damit zusammenhängenden Steuerungen umgekehrt werden. Der Entladerollenförderer oder kraftbetriebene Rollgang 73 würde in diesem Fall durch einen Laderollgang unter Synchronisierung mit den Höchststellungen der Plattform ersetzt. Der Laderollenförderer oder kraftbetriebene Rollgang 60 würde durch einen Entladerollenförderer oder kraftbetriebenen Rollgang ersetzt und der untere Rollenförderer 55 würde entweder umgekehrt oder oben am Aufzug angebracht oder fortgelassen. In der abgewandelten Form könnten die Rollen 72 anstatt für das Laden falls verlangt für das Entladen benutzt werden.
Die Dimensionen der Aufzugseiten können in fast beliebigen Grenzen so variiert werden, dass sie sich den zu fördernden Waren anpassen. Dieses Aggregat ist besser als die anderen, oben erwähnten Typen von senkrechten Aufzügen geeignet für grosse, übernormale Lasthalter bzw. Plattformen. Die Leistungsfähigkeit dieses Aufzuges ist lediglich durch die Grösse und Stärke der benutzten Ketten und die Festigkeit des Rahmenbauwerks begrenzt.
Vorteile des beschriebenen, senkrechten Umlaufaufzuges sind folgende:
1. Er sorgt für stetiges Fördern von Waren Stück für Stück auf waagrechten Lasthaltern, die sich oben für die Rückkehr auf senkrechte Lage umstellen und so weniger Platz einnehmen. Der Aufzug erfordert nur etwas mehr Bodenfläche als die Grundfläche eines einzigen Lasthalters. Dieses Merkmal gibt die Möglichkeit, den Aufzug unter beengten Flächenverhältnissen zu installieren und erspart wertvolle Bodenfläche.
2. Wegen der Art, in der sich jeder Lasthalter um die unteren Wellen und Kettenräder legt, kann die Ladestelle sehr dicht am Boden sein und erfordert selten eine Grube für die Installation. Diese Eigenschaft verringert Installationskosten, Grubenentwässerung und Herstellungskosten. Sie erleichtert auch jede zukünftige Demontage des Aufzuges, da der Boden nicht durch die Herstellung einer Grube zerstört werden muss, wie es bei anderen Typen nötig ist.
3. Kettenführungen sind nur bei den grösseren Systemen erforderlich, dagegen nicht bei Aggregaten bis zu etwa fünfeinhalb Meter Höhe.
4. Wenn ein Lasthalter den Kopf des Aggregats erreicht, wechselt er seine Wanderrichtung von der Senkrechten zur Waagrechten und bewegt die Ware waagrecht auf den am Abladepunkt angebrachten Schwer- oder Maschinenkraftförderer. Der Lasthalter legt sich um die Kopfwelle und macht den Übergang vom Aufzug auf den empfangenden, die Ware aufnehmenden Förderer vollständig selbsttätig. Grenzschalter können vorgesehen werden, um den Aufzug anzuhalten, wenn der obere oder untere empfangene Förderer vollständig beladen ist.
5. Mit Hilfe eines Freirollenförderers der Ladestation kann die Ware in den Aufzug unten einmünden und warten, bis sie durch einen Lasthalter fortgenommen wird; die freien Rollen des Rollenförderers drehen sich unter der Ware, die gegen eine Anschlagplatte oder feste Platte im Aufzug stösst.
Da der Lasthalter in die Rollen des Rollenförderers greift, bis er zum Heben fertig ist, nimmt er die Ware selbsttätig vom Rollenförderer fort. Mit Pakkungen von gleichmässiger Grösse und Gestalt kann dieses Laden stetig gemacht werden, indem man die Bewegung des Aufzuges so einstellt, dass sie mit der Abgabe des unteren Förderers übereinstimmt und dass auf jeden Lasthalter eine Packung der zu fördernden Ware wartet.
6. Der Aufzug lädt und entlädt stetig wie ein Aufzug der hängenden Type, ist jedoch weniger kompliziert und kann billiger gebaut werden, ohne zusätzliche Führungen zu erfordern, die für die Fahrkörbe des hängenden Aufzuges gebraucht werden.
7. Leichte Modelle sind für den Gebrauch mit Kleinlasten-Rollenförderern und Rollenschubrad-Förderern an den Enden von Fördersträngen zum Verpacken und Zusammenstellen möglich, um die Ware über Unterführungen und hinauf zu tXberkopfför- derern oder zu höheren Stockwerken zu heben. Diese Modelle können bedeutend billiger konstruiert werden als andere, bisher angebotene Typen.
8. Durch Anwendung der abgewandelten Lasthalter und der Beladestationen mit seitlich montierten Rollen kann das Bei und Entladen an verschiedenen Höhenpunkten des Aufzugsbauwerks durchgeführt werden.