CH411920A - Verfahren zur Herstellung einer Tri-(äthylendiamin)-cadmium(II)-hydroxyd-Lösung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Tri-(äthylendiamin)-cadmium(II)-hydroxyd-Lösung

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CH411920A
CH411920A CH488062A CH488062A CH411920A CH 411920 A CH411920 A CH 411920A CH 488062 A CH488062 A CH 488062A CH 488062 A CH488062 A CH 488062A CH 411920 A CH411920 A CH 411920A
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CH
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cadmium
ethylenediamine
hydroxide
tri
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CH488062A
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Harald Dr Reimers
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Glanzstoff Courtaulds Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/003Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table without C-Metal linkages
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G11/00Compounds of cadmium

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung einer   Tri-(äthylendiamin)-cadinium(ll)-hydroxyd-Lösung   
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Herstellung einer   Tri-(äthylendiamin) -cadmium    (II)-hydroxyd-Lösung.



   Es ist bekannt, wässrige Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd-Lösungen durch Sättigen einer wässrigen Äthylendiaminlösung mit basischem Cadmium (II)-chlorid oder Cadmium (II)-hydroxyd herzustellen. Nach diesem Verfahren wird entweder   chlorarmes    Cadmiumhydroxyd oder basisches Cadmiumchlorid oder Cadmiumoxyd in einer   Äthylen-    diaminlösung bei   0     suspendiert und die Suspension gerührt; danach wird nach einigen Stunden vom nicht aufgelösten und inaktiv gewordenen Cadmiumhydroxyd abzentrifugiert, worauf der Sättigungsprozess noch etwa   zwei- bis    dreimal wiederholt werden muss.



  Man erhält dann die gewünschte Tri-(äthylendiamin)cadmium (II)-hydroxyd-Lösung brauchbarer Konzentration. Nach einem anderen Verfahren wird eine   Äthylendiaminlösung    mit Cadmiumoxyd und Wasser während 24 Stunden bei etwa 30 geschüttelt. Der   Überschuss    des Cadmiumhydroxyds muss dabei ebenfalls abzentrifugiert und die verbleibende Lösung erneut gesättigt werden. Anschliessend kann noch Natronlauge zugegeben werden. Ein zusätzlicher Nachteil der so hergestellten Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd-Lösung ist ihre geringere Sauerstoffbeständigkeit. Beide Herstellungsverfahren sind wegen der mehrmaligen Behandlung mit Cadmiumverbindungen sowie wegen des mehrmals durchzuführenden Zentrifugierens sehr zeitraubend und umständlich.

   Es ist ausserdem nach diesem Verfahren nicht möglich, die während des Prozesses eintretende Desaktivierung des Cadmiumhydroxyds völlig aufzuheben, zumal eine echte Gleichgewichtseinstellung, d. h. eine vollständige Sättigung der Reaktionspartner praktisch nicht eintreten kann. Einer Temperaturerhöhung zur Verbesserung der Auflösegeschwindigkeit und damit zur Erhöhung der Ausbeute steht der negative Temperaturkoeffizient der Löslichkeit entgegen, d. h. die Auflösung erfolgt bei tiefen Temperaturen besser als bei hohen Temperaturen. Es wurde gefunden, dass man die oben geschilderten Schwierigkeiten völlig vermeiden kann, wenn man eine   Äthylendiaminlösung    über bzw. durch ein in einer Säule angeordnetes, Cadmium (II)-hydroxyd oder   Cadmium (11) - oxyd    oder basisches Cadmium (II)-chlorid enthaltendes Bett laufen lässt.

   Bei Verwendung von Cadmiumoxyd wird dieses durch das in der   Äthylendiaminlösung    enthaltende Wasser in Cadmiumhydroxyd umgewandelt. Um zu verhindern, dass wegen der sehr feinen Verteilung des Cadmiumhydroxyds die Filter verstopfen, wird entweder Cadmiumoxyd bzw. Cadmiumchlorid mit Sand oder einem ähnlichen indifferenten grobkörnigen Material vermischt oder Cadmiumhydroxyd aus Cadmiumlösungen mit Alkalilösungen auf Sand oder einem   ähn-    lichen indifferenten grobkörnigen Material ausgefällt und entweder die eine oder die andere Mischung als Bett verwendet.

   Durch einen um die Säule angeordneten Kühlmantel wird die Temperatur der Reak  tionspartner    niedrig gehalten, so dass infolge des negativen Temperaturkoeffizienten der Löslichkeit das Lösevermögen der   ;.thylendiaminlösung    gegen über Cadmiumhydroxyd zunimmt. Durch die Kühltemperatur kann daher der Cadmiumgehalt der erhaltenen Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd Lösung reguliert werden. Nach dieser Verfahrensweise findet eine sehr intensive Berührung zwischen Lösung und Festsubstanz, in diesem Fall zwischen   Äthylendiamin    und Cadmiumhydroxyd enthaltendem Sand, statt.



   Die erhaltene   Tri- (äthylendiamin)-cadmium    (II)-hydroxyd-Lösung ist bekanntlich ein gutes und schnell wirkendes Lösungsmittel für Cellulose. Die  wasserklare Lösung eignet sich zur Prüfung von Cellulose, insbesondere zur Viskositätsmessung und zur Bestimmung der Reaktionsfähigkeit der Cellulose.



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd-Lösung hat sich als vollkommen gleichwertig mit der nach den bekannten Verfahren hergestellten Lösung erwiesen. Die einfache und zweckmässige Herstellungsweise nach der Erfindung stellt jedoch einen wesentlichen Fortschritt dar.



   Die Verfahrensweise wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung in folgendem Beispiel näher erläutert.



   Beispiel:
In einem Rohr (1) von   30mmX    und   400mm    Länge, welches mit einem Kühlmantel (2) umgeben und am unteren Ende mit einer Filterkombination (3) und einem Glashahn (4) versehen ist, werden 300 g einer Mischung (5) aus Sand vom Schüttgewicht   150 g/1OO cm3    und Cadmiumhydroxyd eingefüllt.



  Die Mischung enthält   36,4 g    Cadmiumhydroxyd (= ca.   100/o    Cadmimum, auf Sand berechnet). Nach Einstellen der Kühlung auf   7-8"    wird am unteren Ende der Säule unterhalb des Filters über einen Stutzen (6) ein Vakuum angelegt. Dadurch wird eine   31,50/obige      Äthylendiaminlösung    in Wasser von oben aus einem Vorratsgefäss (7) mittels eines Hebers (8) in die Säule (1) gesogen, in welcher das Äthylendiamin Cadmiumhydroxyd herauslöst, wobei beide Reaktionspartner unter Bildung von Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd-Lösung reagieren.



  Die so erhaltene Tri-(äthylendiamin)-cadmium   (II)-    hydroxyd-Lösung läuft nach Passieren der am unteren Ende der Säule befindlichen, aus Glaswolle und einer Sinterplatte bestehenden Filterkombination (3) in ein Auffanggefäss (9). Das Vakuum wird so eingestellt, dass stündlich ca. 100 ml Lösung abgezogen werden.



  Im ganzen erhält man 420 ml Tri-(äthylendiamin)cadmium (II)-hydroxyd-Lösung mit einem Gehalt von 6,0   O/o    Cadmium und 31,5   O/o    Äthylendiamin. Es entspricht einer Ausbeute von 25,3 g Cadmium = 92   0/0.   



   Der Cadmium-Gehalt der Lösung kann durch Erniedrigung der Kühltemperatur noch weiter erhöht werden, jedoch besteht dann die Gefahr einer Auskristallisation beim Erwärmen auf Zimmertemperatur.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Tri-(äthylendiamin)-cadmium (II)-hydroxyd-Lösung, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Athylendiaminlösung über bzw. durch ein in einer Säule angeordnetes, Cadmium (II)-hydroxyd oder Cadmium (II)-oxyd oder basisches Cadmium (II)-chlorid enthaltendes Bett laufen lässt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass das Bett aus einer Mischung von Cadmium (II)-hydroxyd, Cadmium (II)-chlorid und/oder Cadmium (II)-oxyd sowie einem grobkörnigen, inerten Material, beispielsweise Sand, besteht.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Cadmiumgehalt der Lösung durch die Einstellung der Kühlung der Säule reguliert wird.
CH488062A 1961-04-27 1962-04-24 Verfahren zur Herstellung einer Tri-(äthylendiamin)-cadmium(II)-hydroxyd-Lösung CH411920A (de)

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