Vorrichtung zum Abschneiden eines Klebebandes und Anbringen der Bandabschnitte auf eine Fläche
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Klebebandes und Anbringen der Bandabschnitte auf eine Fläche und kennzeichnet sich dadurch, dass sie besteht aus: einem, eine Handöffnung aufweisenden Gehäuse, einem im Gehäuse zwischen Vorderwand und dieser Öffnung um eine Achse drehbar gelagerten Bedienungshandgriff, welcher Handgriff von seiner Drehachse aus zur Öffnung ragt und hier zwischen einer unteren und einer oberen Stellung um die Drehachse bewegbar ist, einem zwischen Vorderwand und Drehachse senkrecht zu dieser hin und her bewegbaren, im Gehäuse montierten Kolben, einem Gestänge, welches den Kolben mit dem Handgriff verbindet,
um durch das Heben des Handgriffs den Kolben nach unten und durch das Senken des Handgriffs dten Kolben nach oben zu bewegen, ferner aus vom Gehäuse getragenen und mit dem Handgriff gekuppelten Mitteln zur Zuführung des Klebebandes in die Bahn des Kolbens durch Heben des Handgriffs.
Zum Ablösen von Abschnitten von einer Rolle Selbstklebeband oder ähnliches sowie für das Anbringen dieser Abschnitte auf einer Oberfläche sind verschiedene Vorrichtungen bekannt. Die Abschnitte können vorbedruckt sein oder nach dem Anbringen auf einer Oberfläche mit einem Gummistempel oder ähnlichem bedruckt werden, so dass sie als Etiketten dienen können. Eine bereits vorhandene Vorrichtung dieser Art wurde so konstruiert, dass sie die Bandabschnitte während des Anbringens auf einer Oberfläche gleichzeitig bedruckt. Die Vorrichtung zum Anbringen von Selbstklebandabschnitten der oben be schriebenen Art weisen im allgemeinen ein Gehäuse mit einer Grifföffnung und einen hinter dieser Griff öffnung angeordneten Rollenträger auf.
Ein Bedienungshebel erstreckt sich von einem waagrechten Drehzapfen am vorderen Ende des Gehäuses aus nach hinten in die Grifföffnung, so dass der Handgriff um den Drehzapfen herum gehoben und ga- senkt werden kann. Eine Antriebsrolle ist so angeordnet, dass sie nach Bewegung des Handgriffes von einer auf dem Träger angeordneten Bandrolle ein Stück Band nach vorn in die Bahn eines hin und her bewegbaren Kolbens und einer Schneidevorrichtung am vorderen Ende des Gehäuses befördert. Die Betätigung des Handgriffs bewirkt ferner, dass der Kolben den durch die Antriebsrolle in seine Bahn gebrachten Bandabschnitt berührt, dass die Schneidevorrichtung den Bandabschnitt von der Rolle abtrennt und dass der Kolben den Bandabschnitt in klebende Berührung mit einer Oberfläche zwingt.
Ist die Vorrichtung vom oben genannten, den Bandabschnitt gleichzeitig be drucknden Typ, dann trägt der Kolben einen Druckkopf, mit welchem der Bandabschnitt bedruckt wird, während das Bandstück gegen die Oberfläche gedrückt wird.
Bei früheren Ausführungen solcher Klebeband Applikationsgeräte war es bisher üblich, die Antriebsrolle mittels einer Zahnstange zu betätigen, welche mit einem sich vom waagrechten Drehzapfen aus nach unten erstreckenden und mit dem Handgriff verbundenen Hebel gekuppelt ist. Die Zahnstange steht ihrerseits mit einem am Antriebsrad befestigten Zahnrad in Eingriff, so dass die Zahnstange durch Heben des Handgriffs in das Zahnrad eingreift und zusätzliches Drehen der Antriebsrolle zum Zwecke der Bandabgabe bewirkt. Hierbei wurde jedoch festgestellt, dass der auf die Zahnstange ausgeübte Druck zu einer unzulässigen Abnutzung der Zähne von Zahnstange und Zahnrad führt. Die Abnutzung ist nach ausgiebigem Gebrauch der Vorrichtung so gross, dass der Bandnachschub unregelmässig wird.
Ferner können sich bei diesen frühen Applikationsvorrichtungen Zahnstange und Zahnrad ineinander verklemmen, wodurch ein zuverlässiger Betrieb unmöglich wird.
Die Applikationskolben früherer Klebebandabschnitt-Applikationsvorrichtungen sind zur Bewegung in Richtung des Bandabschnittes, zum Abtrennen und Applizieren des Bandes mit einer Feder versehen.
Diese Kolbenantriebsmittel erfordern notwendigerweise eine beträchtliche kritische Einstellung der Federkompression, um eine optimale Antriebskraft zu bewirken. Ist der Kolbenschlag zu leicht, wird der Bandabschnitt weder sauber abgetrennt, noch zuverlässig auf die Oberfläche aufgebracht. Ist in denjenigen Fällen, wo ein Druckkopf verwendet wird, der Kolbenaufschlag zu hart, so wird die Schrift auseinandergequetscht und wirkt verwischt. Ferner erfolgt bei den mit einer Feder ausgerüsteten Kolben die den Schlag bewirkende Federkompression durch die Bewegung des Betätigungsgriffes, dass die für das richtige Abtrennen und Anbringen des Bandabschnittes erforderliche Vergrösserung der Federkompression zu einer Verstärkung des Druckes auf den Handgriff führt, wodurch das Moment der menschlichen Ermüdung als Faktor hinzutritt.
Um den Kolben im richtigen Augenblick auszulösen, ist überdies ein ziemlich komplizierter und empfindlicher Zeitauslösemechanismus, der vom Handgriff aus betätigt wird, erforderlich.
In Anbetracht der genannten und weiteren Mängel und Nachteile wurde eine verbesserte Bandabschnitt-Applikationsvorrichtung geschaffen, bei welcher diese Nachteile vermieden sind und welche gegenüber anderen bestehenden Vorrichtungen dieser Art weitere Vorteile aufweist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert:
Fig. 1 ist ein teilweise angeschnittener Seitenaufriss einer B andabschnitt-Applikationsvorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 ist eine Teilansicht im Längsschnitt der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung auf vertikaler Ebene senkrecht zur Mittellinie, wobei der Bedienungshandgriff sich in unbetätigter Stellung befindet.
Fig. 3 ist ähnlich wie Fig. 2, zeigt jedoch einen quer zur senkrechten Mittelebene versetzten Schnitt, wobei der Handgriff sich in betätigter Stellung befindet.
Fig. 4 ist ein Teilschnitt entlang der Linie 4-4 der Fig. 2, welcher insbesondere die auslösbaren Verriegelungsmittel für das Bandrollengehäuse und die Führungsrinne der Vorrichtung zeigt.
Fig. 5 ist ein Schnitt entlang der Linie 5-5 der Fig. 2, welcher insbesondere den Nachschubmechanismus der Vorrichtung im Detail zeigt.
Fig. 6 ist ein Schnitt entlang der Linie 6-6 der Fig. 2, welcher insbesondere eine Ausführungsform des in der Vorrichtung verwendbaren Andruckkolbens zeigt, wobei dieser Kolben einen Druckkopf trägt, welcher eine Anzahl beweglicher Typeneinstellbänder aufweist, wodurch die Schrift rasch und mühelos ausgewechselt werden kann.
Fig. 7 ist ein Teilschnitt entlang der Linie 7-7 der Fig. 3, welcher insbesondere die Bandablösevorrichtung des Gerätes zeigt.
Fig. 8 ist ein Teilschnitt entlang der Linie 8-8 der Fig. 3, welcher weitere Einzelheiten des in der Vorrichtung verwendbaren Druckkopfes zeigt.
Fig. 9 ist ein Teilschnitt entlang der Linie 9-9 der Fig. 3, welcher insbesondere Einzelheiten eines in der Vorrichtung verwendeten, verbesserten Schneidemechanismus zeigt.
Fig. 10 ist ein Teilaufriss einer abgeänderten Form des Bandabschnitt-Applikationsgerätes gemäss der vorliegenden Erfindung, zum Anbringen von Klebebandabschnitten auf Lagen von flexiblem oder halbflexiblem Material.
Fig. 11 ist eine Draufsicht der in Fig. 10 dargestellten Bauart.
Fig. 12 ist ein Teillängsschnitt durch die Mittellinie der Andruckkolbenführung einer Vorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung, bei welcher Kolben und Druckkopf so abgeändert sind, dass die angebrachten Klebebandabschnitte laufend mit aufeinanderfolgenden Zahlen bedruckt werden können.
Fig. 13 ist eine der Fig. 12 ähnliche Ansicht, zeigt jedoch eine weitere Abänderung von Kolben und Druckkopf zur Aufnahme von mehrzeiligem Druck mit grossem Durchschuss.
Fig. 14 ist eine den Fig. 12 und 13 ähnliche Ansicht, zeigt jedoch eine weitere Anderung des Kolbens, welcher so angeordnet ist, dass die Klebebandabschnitte auf aneinanderstossenden Kanten von Papierblättern oder ähnlichem angebracht werden können, um diese miteinander zu verbinden oder um einen Gegenstand herum zu befestigen.
Fig. 15 ist ein Querschnitt entlang der Linie 15-15 der Fig. 14.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, insbesondere auf Fig. 1, weist eine Applikationsvorrichtung für Selbstklebeband-Abschnitte einen Gehäuseteil 11 auf, dessen Seitenteile 12, 13 durch dazwischenliegende Vorderwand Deckwände 14, 16 verbunden sind. Eine an ihrem Rand eingefasste Grifföffnung 17 erstreckt sich durch die Seiten des Gehäuses im hinteren Teil desselben und umschliesst einen Handgriff 18 zwischen dem oberen Teil der Öffnung und der Deckwand 16. Bei der Konstruktion des Gehäuses können die eine Seite 12, die Vorderwand die Deckwand 14, 16 sowie die Wandung der Grifföffnung mit Vorteil aus einem Stück gebildet sein.
Die andere Seite 13 kann dann mittels Schrauben 15 oder durch andere Befestigungsmittel in den aus der Seite 12 an mehreren Stellen herausragenden Distanzhülsen 20 verschraubt werden.
Das Gehäuse 11 wird vorzugsweise mit einer rückwärtigen Ansatzplatte 19 ausgebildet, welche als Fortsetzung einer Seite, z. B. 12, vorgesehen sein kann. Auf diesem Ansatz 19 ist, in Querrichtung herausragend, ein Haltestift 25, auf welchem ein zur Aufnahme einer Rolle 22 Selbstklebeband oder ähnliches dienender Spulenkern 21 drehbar gelagert ist.
Der Kern 21 ragt in Querrichtung aus einem Rollengehäuse 23 heraus, so dass das drehbare Einsetzen des Gehäuses ermöglicht wird, wenn der Kern auf den Stift aufgesteckt ist. Das Gehäuse weist einen Flansch 24 auf, welcher in unregelmässiger, gewundener Form zu einem oberen Teil 26 ausgebildet ist, welcher konzentrisch mit dem Kern 21, am Absatz 27 jedoch exzentrisch verläuft, wo er in eine verlängerte Führungsrinne 28 einmündet.
Der Einführstreifen des Klebebandes auf der Rolle 22 wird mit der Klebeschicht nach unten von der Rolle weg durch die Rinne geführt. Es ist in dieser Beziehung wichtig zu bemerken, dass das Band unter einer Büchse 20a, welche von der Seite 12 an einem, dem Absatz 27 des Gehäuses in Längsrich tung entgegengesetzten Punkt quer aus der Seite 12 herausragt, hindurchgeführt wird, um dann in der Mitte der Führungsrinne weiter zu verlaufen. Auf diese Weise dient die Büchse als Führungsstift für das Band.
Das Band läuft über gerändelte Walzen 31, welche am vorderen Ende der Rinne angeordnet und zur Rotation auf einer Querachse in der nachstehend beschriebenen Weise montiert Isind. Quer über das vordere Ende der Rinne erstreckt sich, den Walzen 31 um ein weniges vorgelagert, ein Steg 32, dessen obere Kante 20 geschliffen ist, dass sie eine Schneide 33 bildet. Der Steg ist ferner mit aufrechtstehenden Ansätzen 34 versehen, welche an beiden Enden der Schneide herausragen und nach hinten gebogen oder geneigt sind, wie aus Fig. 2 am besten ersichtlich, um für nachstehend beschriebene Zwecke elastische Nockenführungsflächen zu bilden. Die Ansätze ermöglichen das Führen des Bandes über die zwischen ihnen liegende Schneidkante.
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Führungsrinne so ausgebildet ist, dass sie mit den unteren Kanten der Gehäus seiten 12 und 13 überlappend zusammengefügt werden kann. Genauer ausgedrückt, weisen die Seiten 12, 13 an ihrer unteren Kante senkrechte Schlitze 35 auf, welche zur Aufnahme der Ansätze 34 des Querstreifens 32 am vorderen Ende des Gehäuses dienen. Überdies ragen aus den entgegengesetzten Enden der Rinne die Zungenpaare 36, 37 heraus, welche die Unterkante des Gehäuses umschliessen. Eines dieser Zungenpaare 36 ist mit Ausschnitten 38 versehen, in welche durch gefederte Druckknöpfe betätigte Riegel oder Sperrklinken 39, welche im Innern der Gehäuseseiten befestigt sind, eingreifen.
Wird die Rinne gegen den unteren Teil des Gehäuses gebracht, greifen die Riegel in die Aussparungen ein und stellen auf diese Weise eine lösbare Verbindung zwischen diesen Teilen her. Werden die Riegel ausgelöst, kann die Rinne um den Stift 25 abwärts nach hinten gedreht und das Gehäuse 23 abgenommen werden, um das Aufsetzen einer neuen Bandrolle auf den Kern 21 und das Einführen des Bandes in die Führungsrinne zu ermöglichen. Hierauf wird die Rinne wieder mittels der Riegel am Gehäuse befestigt und das Band nimmt seine richtige Lage im unteren Teil des Gehäuses ein. Um ferner eine Längsverschiebung der Rinne in bezug auf das Gehäuse auf ein Minimum zu reduzieren und die richtige Stellung der Schneide 33 zu gewährleisten, sind an den Gehäuseseiten 12, 13 zwei Aussparungen 40 vorgesehen, welche die an den Seiten der Führung 28 senkrecht heraufragenden Nasen 41 aufnehmen.
Die Lappen sind unmittelbar hinter den Schlitzen 35 angeordnet und die Nasen greifen in die Lappen an ihrer hinteren Kante ein. Auf diese Weise erhält man eine Verriegelung in Längsrichtung, in dem die Vorsprünge 34 des Streifens 32 in die Schlitze 35 und die Nasen in die Lappen eingreifen. Der Streifen 32 bildet mit den Seiten und der Vorderwand des Gehäuses 11 eine untere Öffnung 42.
Das durch die wie oben beschriebene fest am Gehäuse verriegelte Führungsrinne 28 am unteren Teil dieses Gehäuses 11 entlangführende Band wird gegen eine Führungsplatte oder einen Schuh 43 gebracht, welcher am Gehäuse 11 in Querrichtung befestigt ist.
Diese Führungsplatte ist mit Schlitzen 44 versehen, durch welche die Antriebsrollen 46 eines Bandzufuhrmechanismus 47 so hindurchragen, dass sie den Rükken des Bandes in der Führungsrinne berühren. Die Antriebsrollen 46 sind drehbar auf einer Querachse gelagert, welche auf einen handbetätigten Griff 48 ansprechen. Der Handgriff ist mit dem Mechanismus 47 gekuppelt und durch einen horizontalen Drehzapfen 49 am vorderen Ende des Gehäuses 11 so befestigt, dass er von dort aus nach hinten in zugänglicher Stellung in die Öffnung 17 hineinragt, welche in einem zu Handgriff 48 entgegengesetzten Greifverhältnis steht. Die durch Aufwärtsbewegen des Handgriffs bewirkte Drehung der Antriebsrollen 46 vermittelt dem Band in der Führungsrinne 28 eine Vorwärtsbewegung, wodurch ein Führungsabschnitt des Bandes über die untere Öffnung 42 zu liegen kommt.
Der Bedienungshandgriff 48 ist zur Betätigung mit einem Kolben 51 gekuppelt, welcher auf- und abwärtsbewegbar im vorderen Teil des Gehäuses durch die untere Öffnung 42 hindurch angeordnet ist. Quer über sein unteres Ende ist dieser Kolben mit einem Schneidelement 52 versehen, ferner mit Ansätzen 53, 54, welche durch die Schlitze 35 an den Seiten des Gehäuses 11 hindurchragen. Die in den Schlitzen 35 gleitenden Ansätze 53, 54 führen das Schneidelement 52 nach Abwärtsbewegung des Kolbens in ein geeignetes, schneidendes Verhältnis zur Schneide 33. Der Betätigungsmechanismus 56 für den Kolben ist so angeordnet, dass der Kolben durch Heben des Bedienungshandgriffs 48 sich nach unten durch die untere Öffnung 42 hindurchbewegt und das Führungsstück des Bandes berührt, welches durch die kurz vorher erfolgte Betätigung der Antriebsrollen 46 über diese Öffnung geführt wurde.
Die untere Kolbenfläche ist so ausgebildet, dass sie um ein weniges unterhalb des Schneidelementes 52 übersteht. Dadurch wird der Bandabschnitt durch die untere Ab schlussfläche des Kolbens in eine klebende Berührung mit einer darunterliegenden Fläche gedrängt, und mittelbar darauf trennt das gegen den Schneidesteg 32 drückende Schneidelement 52 den Abschnitt vom übrigen, sich in der Führungsrinne befindenden Band ab.
Es wird zu bemerken sein, dass die vorstehend allgemein beschriebene B andabschnitt-Applikations- vorrichtung bereits vorhandenen Vorrichtungen solcher Art in grundsätzlicher Hinsicht ähnlich ist. Indessen enthält der innere Arbeitsmechanismus der Vorrichtung zahlreiche, besonders auffällige Abweichungen von der üblichen Konstruktion, und zwar namentlich der Bandzuführungsmechanismus 47, der Kolbenbetätigungsmechanismus 56, sowie die nachstehend beschriebenen Mittel zum Abtrennen und Ablösen des Bandes, was zu einer Vereinfachung der Gesamtkonstruktion, zu besseren Ergebnissen, sowie zu den bereits beschriebenen Vorteilen führt.
Betrachtet man nun im einzelnen die bevorzugte Bauweise des Bandzuführungsmechanismus 47, so muss als besonders wichtig festgestellt werden, dass dieser Mechanismus im Hinblick auf eine möglichst geringe Abnutzung seiner Arbeitsteile und auf das Ausschliessen einer Blockierungsgefahr konstruiert wurde. Der verbesserte Zuführungsmechanismus enthält einen, wie bei 58 gezeigt, hinter dem Drehzapfen 49 am Bedienungshandgriff 48 drehbar befestigten, langgezogenen Arm 57. Von seiner drehbaren Verbindung bei 58 mit dem Bedienungshandgriff hängt der Arm in das Innere des Gehäuses 11 hinein und ist an seinem unteren Ende mit einem vorstehenden Schaltzahn 59 versehen (siehe Fig. 2). Dieser Zahn ist unmittelbar hinter einer zur Betätigung dienenden Getriebevorrichtung 61 angeordnet, welche auf einer Querachse zwischen den Seiten des Gehäuses 11 drehbar über den Antriebsrollen 46 gelagert ist.
Näher beschrieben, enthält das Getriebe 61 in waagrechtem Abstand ein Paar Stirnradteile 62 mit einem dazwischenliegenden Schaltradteil 63, wobei alle Getriebeteile zusammen rotieren. Der Schaltzahn 59 wird federnd nach vorn gedrängt und mit dem Schaltradteil 63 durch eine Feder 64 in Eingriff gehalten, welche zwischen einem mittleren Punkt des Armes 57 und einer quer zwischen den Gehäusewänden 12, 13 unmittelbar hinter den Schlitzen 35 angeordneten Zwischenwand 66 befestigt ist. Die Stirnradteile 62 des zur Betätigung dienenden Getriebes greifen in einen zwischen den Antriebsrollen 46 angeordneten und zusammen mit diesen letzteren drehbaren Stirnradteil 67 ein. Ferner ragt eine, die Gegendrehung verhindernde Sperrklinke 68 von einer Unterlage 69 auf der oberen Fläche des Schuhs 43 so nach vorn, dass sie federnd in den Stirnradteil 67 der Antriebsrollen eingreift.
Wird nun der Bedienungshandgriff 48 um den Drehzapfen 49 nach oben gegen den Handgriff
18 gedreht, und zwar zwischen den von der Distanzbüchse 20a und einer anderen, unmittelbar hinter dem oberen Ende der Grifföffnung 17 angeordneten Büchse 20b bestimmten Begrenzungen, so wird der Betätigungsarm 57 entsprechend aus der in Fig. 2 dargestellten Stellung in die Stellung der Fig. 3 nach oben gedrängt. Der Schaltzahn 59 seinerseits dreht infolge des Eingriffs mit dem Schaltradteil 63 die Getriebevorrichtung 61. Die in den Stirnradteil 67 der Antriebsrollen eingreifenden Stirnradteile 62 des Getriebes 61 bewirken zusätzlich eine entsprechende Drehung der Antriebsrollen 46 in Richtung des Bandnachschubs.
Die sich mit dem Stirnradteil 67 in Eingriff befindende Sperrklinke 68 verhindert nun, dass sich die Antriebsrollen und somit auch das Getriebe 61 während des Zurückführens des Handgriffs 48 in seine untere Stellung zurückdrehen. Während dieses Zurückführens des Handgriffs wird der Schaltzahn 59 aus dem Eingriff mit einem Zahn des Schaltradteils 63 ausgerückt. Die Feder 64 drängt den Schaltzahn in Eingriff mit einem anderen Zahn des Schaltrades, und zwar in Gegendrehungsrichtung des ursprünglichen Zahnes, genau wie bei einem gewöhnlichen Sperrad. Hierbei ist zu bemerken, dass dank der abfedernden Wirkung der Feder 64 der Berührungsdruck zwischen dem Schaltzahn und dem Schaltradteil des Getriebes aufgehoben wird. Daher ist die Abnutzung dieser Teile verhältnismässig gering.
Man wird sich daran erinnern, dass bei den bisherigen Bandapplikationsmaschinen vom allgemeinen Typ die Kolben mit Federn ausgerüstet waren, welche den Abwärtsschlag zur Berührung mit dem Band bewirkten. Wenn der Kolben einen Druckkopf trägt, ist eine solche federbetätigte Schlagbewegung besonders unvorteilhaft, da die Schlagkraft ein solches Ausmass aufweist, dass der Drucktext auf dem Band verwischt wird. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist der Kolbenbetätigungsmechanismus 56 der vorliegenden Erfindung so angeordnet, dass er die Bewegung des Kolbens 51 durch direkte Regulierung des auf den Handgriff 48 ausgeübten Druckes bewirkt. Ausführlicher erläutert, enthält der Betätigungsmechanismus 56 eine zusammen mit dem Handgriff 48 ausgebildete Hebelarmverlängerung 71.
Diese Verlängerung ragt über den Drehzapfen 49 heraus, wobei der Winkel zum Handgriff so gewählt ist, dass die Hebelarmverlängerung waagrecht steht, wenn der Handgriff sich in seiner normalen gesenkten Stellung innerhalb der Grifföffnung 17 befindet. Ein Gelenkarm 72 ist drehbar mit dem Ende der Verlängerung 71 verbunden und hängt von dort in drehbarer Verbindung mit dem oberen Ende des Kolbens 51 herab, wobei ein Querstift 73 oder ähnlich den Gelenkarm mit dem Kolben um eine Querachse drehbar verbindet. Der Kolben 51 selbst ist innerhalb eines senkrechten Kanals frei auf- und abwärtsbewegbar. Dieser Kanal wird durch die zwischen den gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses montierte Trennplatte 66 und durch die Vorderwand 14 des Gehäuses gebildet und verläuft parallel zur unteren Öffnung 42.
Auf diese Weise sind sowohl die Stellung des Kolbens im Kanal als auch die Bewegung des Kolbens innerhalb des Kanals vollständig durch die Stellung und Bewegung des Handgriffs 48 über ein direktes Ver bindungsgestänge bestimmt. Wird der Handgriff um den Drehzapfen 49 nach oben gedreht, so dreht sich die Hebelverlängerung 71 nach unten, wobei der Gelenkarm 72 den Kolben durch den Kanal nach unten drückt, bis der Kolben durch die untere Öffnung 42 hindurchgeht, wenn die Bewegung des Handgriffs 48 ihre obere Begrenzung erreicht hat.
Durch Zurückführen des Handgriffs zu seiner unteren Begrenzung wird die Verlängerung 71 nach oben gedreht, wodurch der Kolben heraufgezogen wird.
Der Handgriff wird an seiner unteren Begrenzung federnd durch eine Gelenkfeder 74 festgehalten, welche konzentrisch um den Drehzapfen 49 angeordnet ist und zwischen der oberen Wand 16 des Gehäuses und der oberen Kante des Handgriffs an einem hinter dem Dreh zapfen liegenden Punkt wirkt. Die Feder 74 zwingt normalerweise den Handgriff nach unten zum Eingriff mit der Buchse 20a, wodurch die untere Begrenzung der Handgriffhewegung hergestellt ist.
Bei näherer Betrachtung des vom Kolben 51 getragenen Schneidelementes 52, welches zum Abtrennen des Bandes mit der unteren, festmontierten Schneidekante 33 zusammenwirkt, wird es wichtig, zu bemerken sein, dass das Schneidelement 52 vorzugsweise so konstruiert ist, dass ein sauberes, abscherendes Schneiden des Bandes ermöglicht wird.
Zu diesem Zweck ist das Schneidelement 52 vorzugsweise als federndes Blatt aus Federstahl oder einem ähnlichen Material vorgesehen. Das Element 52 weist einen in Querrichtung verlängerten unteren Teil 76 und einen aus diesem herausragenden und von den Seitenkanten her nach innen versetzten, rechteckigen Zungenteil 77 auf. Die quer über die Zunge herausragenden Enden des unteren Teils 76 bilden auf diese Weise die vorerwähnten Nasen 53, 54. Der Zungenteil 77 weist in seiner Mitte eine rechteckige Aussparung 78 auf, welche nach unten durch den unteren Teil 76 begrenzt wird. Die beiden parallelen Seitenstreifen 79 der Zunge, welche infolge dieser Aussparung gebildet werden, ragen vom unteren Teil nach oben und bewirken eine beträchtliche Elastizität der Zunge.
Die Zunge ist an ihrem oberen Ende an einem vom Kolben nach hinten herausragenden Bügel 81 befestigt, von welchem das ganze Schneidelement 52 herunterhängt. Die untere Kante des unteren Teils 76 ist so geschärft, dass sie eine Schneidekante 82 bildet, welche von der Nase 53 gegen die Nase 54 zu abgeschrägt ist. Während nun der untere Teil 76 mittels des Zungenteils 77 vom Kolben federnd gehalten wird, sind die Abmessungen des ganzen Elementes 52 so gewählt, dass die Schneidekante 82 in bezug auf die untere Fläche des Kolbens an jeder Stelle leicht nach oben verschoben ist. Ferner sei darauf hingewiesen, dass der untere Teil 76 des Schneidelementes 52 vom Zungenteil 77 aus gesehen nach hinten gegen den unteren Schneidesteg 33 zu abgeschrägt ist.
Auf diese Weise ist es verständlich, dass der untere Teil 76 des Elementes 52 nach Abwärtsbewegung des Kolbens zuerst durch den Zungenteil 77 federnd gegen die abgeschrägten Nockenführungsflächen der Ansätze 34 gedrängt wird, mit welchen die Schneidekante 82 in Eingriff steht. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Kolbens drängen die Nockenführungsflächen das Schneidelement 52 nach vorn, entgegengesetzt zu seiner eigenen Feder. Diese Federkraft hält nun die Schneidekante 82 in äusserst enger Berührung mit dem Schneidesteg 32, während die Schneidekante 82 nach abwärts an der Schneidekante 33 vorbeibewegt wird. Als Ergebnis sowohl der Federkraft-Einwirkung als auch der Abschrägung der Schneidekante 82 erhält man ein äusserst vorteilhaftes, sauberes, abscherendes Abtrennen des in die untere Öffnung 42 zugeführten Bandabschnittes.
Nach erfolgtem Abtrennen des Bandes weist das zur Rolle gehörende Führungsende des Bandes die Tendenz auf, an der festmontierten Schneide 33 festzukleben. Da ein solches Festkleben den Nachschub eines weiteren Bandstückes in die untere Öffnung 42 nach einem weiteren Betätigungszyklus des Handgriffs behindern würde, müssen Mittel vorgesehen werden, um das Band von der Schneide 33 abzulösen.
Solche Mittel waren bisher ziemlich kompliziert und wurden schnell schadhaft. In der vorliegenden Ausführung wird dagegen ein äusserst einfacher und dauerhafter Mechanismus verwendet, um das Band von der Schneide 33 abzulösen. Ausführlicher erläutert, sind diese Ablösemittel als blattförmiger, federnder Bügel 83 aus Federstahl oder ähnlichem Material ausgebildet, welcher am Boden der Rinne 28 hinter der Schneide 33 befestigt ist. Der Bügel erstreckt sich nach vorn bis zur Schneide, und infolge seiner Elastizität wird das vordere oder freie Ende nach oben gefedert. Der Bügel ist grundsätzlich rechteckig und weist gegen vorn eine Aussparung 84 auf, durch welche an der Vorderkante des Bügels ein Querstreifen 86 zwischen zwei seitlichen Längsstreifen 87 gebildet werden.
Parallel zu den Seitenstreifen und durch einen Abstand von diesen getrennt, ragt vom Querstreifen 86 eine mittlere Zunge 88 nach hinten.
Diese Zunge 88 ist nach unten gewölbt, wogegen die Seitenstreifen 87 auf gleicher Höhe wie die Zungenwölbung eine konkave Wölbung 89 aufweisen. Ein Querstift 91 ist am Bügel so angeordnet, dass er von einer Wölbung 89 zur anderen Wölbung 89 reichend, unter der Zunge 88 hindurchgeführt wird. Dieser Stift 91 dient dazu, die vorerwähnten Rollen 31 so zu lagern, dass sie sich knapp hinter der Kante des Querstreifens 86 befinden. Die auf diese Weise auf dem Bügel montierten Rollen 31 werden federnd nach oben zum Eingriff mit den Antriebsrollen 46 gedrängt und dienen dazu, das Band in der Führungsrinne 28 festzudrücken und weiterzuziehen. Dieses durch die Rollen 31 ermöglichte Anzugsverhältnis zwischen den Antriebsrollen 46 und dem Band kann durch auf den Antriebsrollen konzentrisch angeordnete Manschetten 92 aus Gummi oder ähnlichem Material mit Vorteil vergrössert werden.
Abgesehen von der vorgenannten Funktion des Bügels 82 sei darauf hingewiesen, dass der vordere Querstreifen 86 des Bügels unmittelbar bei der Schneide 33 die Unterseite des Bandes federnd berührt. Nach dem Abtrennen des Bandes bei Schneide 33 schnellt der Querstreifen 86 des Bügels das Band so von der Schneide ab, dass das Band für den nachfolgenden Nachschub frei ist und führt damit den vorerwähnten Ablösevorgang aus. Eine weitere Funktion des Bügels kann darin bestehen, dass er mit Hilfe von zwei an beiden Seiten seines fest montierten Endes ausgebildeten, senkrecht stehenden Nasen 93 zur Führung des Bandes durch die Rinne 28 dient.
Zur Betätigung der in ihrer Bauart vorstehend beschriebenen Applikationsvorrichtung für Klebe bandabschnitte wird die Führungsrinne 28 aus den Arretierungen 39 ausgeklinkt und zusammen mit dem Spulengehäuse 23 nach unten geklappt. Das Spulengehäuse wird von der Ansatzplatte 19 des Gehäuses abgenommen und eine Rolle Band 22 wird auf den Kern 21 aufgesetzt. Dann wird der Kern auf den Stift 20 aufgesteckt, wodurch Spulengehäuse 23 mit der Ansatzplatte 19 drehbar verbunden wird. Das Band wird unter der Büchse 20a hindurch und nach vorn entlang der Führungsrinne 28 über die Rollen 31 geführt. Nun wird die Führungsrinne am unteren Teil des Gehäuses eingesetzt und die Arretierungen 39 werden in die Zungenaussparungen 38 eingehängt.
Die Federkraft des Bügels 83, auf welchem die Rollen 31 montiert sind, drängt diese letzteren gegen die mit Klebeschicht versehene Unterseite des Bandes.
Die Oberseite des Bandes wiederum wird gegen die einen Zug ausübenden Manschetten 92 der Antriebsrollen 47 gedrückt. Auf diese Weise wird das Führungsende des Klebebandes bei gleichzeitiger, federnder Zugwirkung zwischen den Rollen 31 und den Antriebsrollen 46 festgehalten.
Nun kann ein Arbeitszyklus begonnen werden, indem die Vorrichtung so aufgestellt wird, dass die untere Öffnung 42 über die Fläche zu liegen kommt, auf welche ein Klebestreifenabschnitt aufgebracht werden soll. Um dies in denjenigen Fällen zu ermöglichen, wo eine feste Unterlage vorhanden ist, können seitlich vom unteren Ende der Gehäuseseiten 12, 13 vor den Schlitzen 35 vorstehende, mit Polster versehene Füsse 94 angeordnet sein. Der Bedienungshandgriff 48 wird durch Druck der Hand nach oben gegen den Handgriff 18 gedrückt. Dies bewirkt, dass der Arm nach oben bewegt wird und der in Eingriff mit dem Schaltradteil 63 des Antriebsgetriebes 61 stehende Schaltzahn 59 diesen Schaltradteil dreht. Da die Stirnradteile 62 des Getriebes 61 mit dem Stirnradteil 67 der Antriebsrollen in Eingriff bleibenden Bandstreifen ab.
Selbstverständlich muss hierbei berücksichtigt werden, dass beim vorliegenden, abgeänderten Ausführungsbeispiel der Abwärtsschlag des Kolbens etwas verlängert werden muss, damit das untere Ende des Kolbens die Unterlage erst dann berührt, wenn die Kolbenbewegung ihre untere Begrenzung erreicht hat.
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass der Appli kationskolben 51 der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Klebeband-Applikationsvorrichtung ausser zum Aufbringen eines Klebebandabschnittes auf eine Oberfläche auch für zahlreiche andere, vorteilhafte Funktionen verwendet werden kann. So kann der Kolben zum Beispiel so ausgebildet sein, dass er einen Druckkopf trägt, durch welchen die Bandabsehnitte mit ausgewählten Zeichen bedruckt werden können, währenddem sie durch den Kolben auf eine Oberfläche appliziert werden. Um eine rasche Typenwahl zu ermöglichen, ist zu diesem Zwecke in den Fig. 2, 3, 6 und 8 ein Kolben mit einer besonders vorteilhaften Form eines Druckkopfes dargestellt.
In diesem Falle ist der Kolben vorzugsweise kanalförmig ausgebildet und enthält einen an der Vorderwand 14 des Gehäuses angeordneten, senkrechten Steg 98 sowie parallele, durch einen Abstand getrennte, nach hinten abstehende Seitenwände 99.
Die Seitenwände 99 sind, wie bei 101 dargestellt, an ihrem unteren Ende mit Schlitzen versehen, so dass sie ein vom Steg 98 entferntes Druckkopfgehäuse 102 und einen beim Steg sich befindenden Begrenzungsteil 103 bilden, dessen untere Kante höher liegt als diejenige des Druckkopfgehäuses. Ein vorzugsweise kanalförmig ausgebildetes Element 104 ist quer zwischen den Seitenwänden 99 des Kolbens so angeordnet, dass der Steg 106 des Querelementes die hinteren Kanten dsr Schlitze 101 überbrückt und somit den Vorderabschluss des Gehäuses für den Druckkopf bildet. Ferner ist zwischen den Seitenwänden des Kolbens beim unteren Ende des Kopfgehäuseteils 102 ein Querelement 107 befestigt, wobei der Zwischenraum zwischen diesem und dem Steg 106 einen Querschlitz 108 bildet.
Das Querelement 107 dient als feste Unterlage für eine Mehrzahl im Querabstand angeordneter, endloser Bänder 109 oder Schlaufen aus Gummi oder einem ähnlichen Material, welche, wie in Fig. 2 dargestellt, um dieses Element herum und durch den Schlitz 108 hindurch geführt sind.
Jedes dieser Bänder trägt eine Folge verschiedener Schriftzeichen, welche Typen, wie bei 111 dargestellt, von der Aussenfläche dieser Bänder abstehend, bei Element 107 eingestellt werden. Der obere Teil dieser Bänder 109 läuft über die gezahnten Naben 112 einer Mehrzahl von Wählerscheiben 113, welche unabhängig voneinander drehbar auf einer Achse 114 gelagert sind, welche quer zwischen den Seitenwänden des Kolbens oberhalb des Querelementes 107 angeordnet sind. Der Zugang zu den Scheiben 113 wird durch einen rechteckigen Ausschnitt 116 ermöglicht, welcher sich quer zum Steg 98 des Kolbens erstreckt und aus welchem Randsegmente der Scheiben herausragen.
Ferner erstreckt sich ein rechtwinkliger Ausschnitt 117 quer an der Vorderwand 14 des Gehäuses 11, welcher mit dem Ausschnitt 116 übereinstimmt, wenn die Kolbenbewegung ihre allerunterste Begrenzung erreicht hat, welche letztere durch Eingreifen des Begrenzungsteils 103 in eine der Buchsen 20a an der unteren vorderen Ecke des Gehäuses 11 im Kolbenführungskanal bestimmt wird. Normalerweise ist die Öffnung 117 durch einen U-förmigen Schieber geschlossen, welcher mit dem Gehäuse derart verschiebbar verbunden ist, dass ein Zugang zu den Scheiben möglich ist. Das Eingreifen des Kolbenbegrenzungsteils in die Buchse entspricht dem Eingriff des Handgriffs 48 in die Buchse 20b.
Die durch die Ausschnitte 116, 117 freigelegten Scheiben 113 können einzeln gedreht werden, wodurch sie ihrerseits die entsprechenden Bänder 109 so drehen, dass die zum Bedrucken des Klebebandabschnittes gewünschten Schriftzeichen 111 unter das Querelement 107 zu liegen kommen. Das Druckkopfgehäuse 102 des Kolbens kann ferner so angeordnet sein, dass es irgendeine einer Vielzahl auswechselbarer Druckstempeleinheiten 118 aufnehmen kann, welche unmittelbar vor dem Querelement 107 lösbar mit dem Druckkopfgehäuse verbunden werden kann. Zu diesem Zwecke ist der Steg 106 des Querelementes 104 in seiner Mitte mit einer Öffnung 119 versehen, in welcher die Stempeleinheiten 119 durch Einrasten befestigt werden. Diese Stempeleinheiten bestehen vorzugsweise aus einer flachen Stempeiplatte 121, an welcher die Typen 122 befestigt sind.
Von der einen Kante der Platte 121 ragen zwei durch einen Abstand getrennte Federklemmen 123 nach oben. Etwas innerhalb der Plattenkante ragt zwischen den Klemmen 123 eine dritte Klemme 124 nach oben, welche an ihrem oberen Ende zum Eingreifen in die Stegöffnung 119 mit einem Anschlag 126 versehen ist. Auf diese Weise können die Klemmen 123, 124 nach oben über die untere Kante des Stegs 106 geschoben werden, wobei die Klemmen 123 an der Aussenseite des Stegs liegen und die Klemme 124 dessen Innenseite berührt. Wenn die Klemmen vollständig eingeschoben sind, schnappt der Anschlag 126 in die Öffnung 119 ein und verbindet so die Stempeleinheit mit dem kanalförmigen Element 104, wobei die Platte 121 und die daran befestigten Drucktypen 122 der Einheit sich unmittelbar vor dem Querelement 107 quer über das untere Ende des Druckkopfgehäuses 102 erstrecken.
Um bei jedem Arbeitszyklus des den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Applikationsgerätes das Einfärben der vom Querelement 107 gestützten ausgewählten Drucktypen 111 oder der Stem peleinheit 118 zu ermöglichen, ist ein Stempelkissen 127 vorgesehen, welches die genannten Elemente beim Beginn der Abwärtsbewegung des Kolbens berührt. Ausführlicher erläutert, ist das Stempelkissen an einer Kante drehbar auf einer Achse zwischen den Seiten 12, 1-3 des Gehäuses 11 gelagert, von wo es nach hinten unmittelbar unter den heraufgezogenen Kolben ragt. Konzentrisch um den Drehstift 129 des Stempelkissens ist eine Spiralfeder 128 angeordnet, deren eines Ende mit der Unterseite des Stempelkissens verbunden ist und deren anderes Ende mit einem vor dem Drehstift 129 aus einer Seite des Gehäuses 11 herausragenden Stift 131 in Eingriff steht.
Die Feder 128 zwingt normalerweise das Stempelkissen in bezug auf den Drehstift 129 nach oben in eine horizontale Ruhestellung unterhalb des heraufgezogenen Kolbens. Bei Beginn der Abwärtsbewegung des Kolbens werden zwei, an der oberen Kante des Stempelkissengehäuses 133 angeordnete und auf der Oberfläche des eigentlichen Stempelkissens 134 aufliegende, nach innen gebogene Lappen 132 durch beide Endteile des Querelementes 107, wie in Fig. 6 dargestellt, berührt. Ist dies erfolgt, so berühren die Drucktypen 111 oder die Stempeleinheit 118 leicht die Fläche des eigentlichen Stempelkissens und werden dadurch eingefärbt. Nach weiterer Abwärtsbewegung des Kolbens wird das Stempelkissen durch die Berührung zwischen dem Querelement 107 und den Lappen 132, entgegengesetzt zur Federkraft der Feder 128, nach unten gedreht.
Zuletzt nimmt das Stempelkissen, wie in Fig. 3 dargestellt, eine vertikale, den Kolben nicht behindernde Stellung ein. In dieser Stellung nimmt der Schlitz 101 in den Seiten des Kolbengehäuses das Stempelkissen so auf, dass es die Kolbenbewegung nicht stören kann. Wenn der Kolben in seine obere Stellung zurückkehrt, bringt die Feder
128 das Stempelkissen wieder in seine normale, horizontale Lage.
Fig. 12 zeigt eine, in der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Klebebandabschnitt Applikationsvorrichtung verwendete, abgeänderte Form des Druckkopfes. In dieser Einrichtung trägt der Kolben 51 eine fortlaufende Numerierungseinheit 136 von üblicher Bauart. Die Einheit ist zwischen den Seitenwänden 99 des Kolbens montiert, wobei die fortlaufenden Nummertypen 137 der Einheit vom unteren Ende des Druckkopfgehäuses 102 herausragen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das drehbare Stempelkissen 127, in der oben beschriebenen Weise, zum Einfärben der Zahlentypen 137 verwendet. Wenn der Kolben nach abwärts bewegt wird, um einen Klebebandabschnitt in klebende Berührung mit einer darunterliegenden Oberfläche zu bringen, wird die Oberfläche des Bandabschnittes, durch die Typen 137, gleichzeitig mit einer Zahl bedruckt.
Während der Rückwärtsbewegung des Kolbens schaltet die Einheit 136 die Zahlentypen 137 automatisch auf die nächstfolgende Nummer weiter.
Infolgedessen werden im Verlauf aufeinanderfolgender Abwärtsbewegungen des Kolbens die aufeinanderfolgend aufgebrachten Klebebandabschnitte durch die Typen 137 mit aufeinanderfolgenden Zahlen bedruckt.
Fig. 13 zeigt eine weitere Abänderung der Druckkopfvorrichtung. Dieser Druckkopf ermöglicht mehrzeiliges Bedrucken. Ausführlicher erläutert, ist eine Stempeleinheit 138 von ähnlicher Bauart wie Stempeleinheit 118 am unteren Ende des Druckkopfgehäuses 102 des Kolbens befestigt. Die Stempeleinheit 138 besteht aus einer vergrösserten Stempelplatte 139, an welcher mehrere Zeilen von Drucktypen befestigt werden können. Von dieser Platzte 139 ragen zwei Klemmen 141 und eine mit einem Anschlag 143 ausgebildete Klemme 142 nach oben. Diese Klemmen sind gleich wie die Klemmen 123, 124 der Einheit 118. Die Klemmen umgreifen den Steg des Elementes 104, wobei der Anschlag 143 in der Öffnung 119 eingreift, um somit die Stempeleinheit 138 am Druckknopfgehäuse zu befestigen.
Es sei darauf hingewiesen, dass alle vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele des Druckkopfes in der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Klebebandabschnitt-Applikationsvorrichtung sowohl mit als auch ohne die in den Fig. 10 und 11 dargestellte und vorstehend beschriebene Ausführungsform mit Unterlagsplatte verwendet werden können.
Unter Bezugsnahme auf die Fig. 14 und 15 ist eine weitere Kolbenvariante dargestellt, welche das Umbiegen der Bandabschnitte über die Ränder bündig nebeneinandergelegter Blätter, um diese zu verbinden, ebenso wie um Draht oder andere zylindrische Gegenstände, ermöglicht. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Stempelkissen 127 weggelassen und das untere Ende des Druckkopfgehäuses 102 ist offen. Eine federnde Klemmvorrichtung 144 von allgemein klemmender Konstruktion, bestehend aus zwei entgegengesetzten, gebogenen, an ihrem oberen Teil miteinander verbundenen und an ihrem unteren Ende sich einander nähernden Seitenarmteilen 146, 147 ist am Gehäuse 102 so befestigt. dass sie von dessen unterem Ende herabragt.
Ausführlicher erläutert, ist der geschlossene obere Teil der Klemmvorrichtung 144 im Innern des Gehäuses 102 mittels eines zwischen den Seitenwänden 99 sich erstreckenden Stiftes 148 befestigt. Die Seitenarmteile 146, 147 hängen nun so vom Stift 148 herab, dass ihre unteren Enden in einem Längsabstand aus dem unteren Ende des Gehäuses herausragen. Quer an beiden unteren Enden der Arme 146, 147 sind Rollenpaare 149 aus Gummi oder ähnlichem Material gelagert, und zwar so, dass die Rollen des einen Armes in Längsrichtung mit den Gegenrollen des andern Armes in Berührung gebracht werden. Die Füsse 94 sind so abgeändert, dass sie nach unten sich öffnende Kanäle 151 mit in Querrichtung verlaufenden Führungsschlitzen bilden, welche senkrecht bündig zur Berührungsebene der Rollen stehen.
Ferner ist das Schneidelement 52 derart auf dem Kolben montiert, dass die Schneidekante 82 tiefer liegt als die Unterseite der Rollen 149.
Zur Betätigung des letztbeschriebenen Ausführungsbeispiels werden zwei nebeneinanderliegende Blätter 152 eines gefalteten Postversandstückes oder ähnliche in die durch die Kanäle 151 gebildeten Führungsschlitze eingeführt. Die oberen Kanten der Blätter 152 erstrecken sich somit quer über die untere Öffnung 42 unter der senkrechten Berührungsebene der Rollen 149. Durch Betätigung des Handgriffs 48 wird das Band in der vorstehend beschriebenen Weise quer über die untere Öffnung 42 nach vorn geführt.
Auf diese Weise verbindet der Bandabschnitt die Kanten der Blätter 152. Gleichzeitig wird der Kolben 51 nach unten gedrückt, wobei das Schneidelement 52 zuerst den Bandabschnitt vom restlichen Band in der Führungsrinne 28 abtrennt. Unmittelbar darauffolgend, berühren die Rollen 149 den Bandabschnitt und bringen diesen nach unten. Nun treffen die Rollen auf die Kanten der Blätter 152 auf und weichen in Längsrichtung aus, so dass die Blätter zwischen die Rollen gelangen. Durch diese Bewegung biegen die Rollen den Bandabschnitt über die Kanten der Blätter 152. Infolge der Druckkraft der federnden Arme 146, 147 drücken die Rollen den Bandabschnitt gewaltsam gegen die Seitenflächen der Blätter, wodurch die Klebewirkung erfolgt.