CH403239A - Lüftungseinrichtung, insbesondere für Schutzräume - Google Patents

Lüftungseinrichtung, insbesondere für Schutzräume

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CH403239A
CH403239A CH677563A CH677563A CH403239A CH 403239 A CH403239 A CH 403239A CH 677563 A CH677563 A CH 677563A CH 677563 A CH677563 A CH 677563A CH 403239 A CH403239 A CH 403239A
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nozzle
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CH677563A
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Luwa Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B13/00Special devices for ventilating gasproof shelters

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Duct Arrangements (AREA)

Description


      Lüftungseinrichtung,        insbesondere        für        Schutzräume       Schutzräume, wie sie etwa für Kommandostellen,  unterirdische Spitäler,     Hilfsfeuerwehren        etc.    vorgese  hen sind, benötigen eine Lüftungseinrichtung, welche  die Luft in den Luftschutzräumen erneuert, wobei die  zugeführte Luft je nach Erfordernis erwärmt,     gekühlt     oder entfeuchtet wird. Da die zugeführte Luft der  Aussenluft entnommen wird, muss die Lüftungsein  richtung mit     Kampfgasfiltern    ausgerüstet sein, um sie  auch bei Verwendung von     Kampfgasstoffen    oder bei  Atomangriffen verwenden zu können.

   Diese Kampf  gasfilter besitzen einen grossen Luftwiderstand, sind  ausserdem teuer und besitzen eine nur kurze Lebens  dauer; sie werden daher     zweckmässigerweise    auch bei  kriegsmässiger Benützung nur bei     Kampfgaseinwir-          kung    in die     Zuluftleitung    eingeschaltet.  



  Die Lüftungseinrichtung bedarf somit für die Be  nützung ohne Einschaltung der     Kampfgasfilter    einer       Aussenluftentnahme,    welche je nach Erfordernis die       Kampfgasfilter    umgeht. Diese Anordnung findet  selbstverständlich auch für alle friedensmässigen     Be-          nützungen    der     Einrichtung    Verwendung, bei denen  etwa lediglich eine Ventilation der Räume mit oder  ohne weitere Luftbehandlung erforderlich ist.  



  Ist der     Kampfgasfilter    ausgeschaltet, so fällt des  sen hoher     Durchtrittswiderstand    weg, so dass bei  gleicher übriger Anordnung der Anlage die einge  führte     Aussenluftmenge    erheblich, z. B. bis auf den  dreifachen Betrag, ansteigt. Dies ist an sich er  wünscht; die verschieden grossen Luftmengen haben  aber besondere Verhältnisse bei der Luftverteilung in  den zu belüftenden Räumen zur Folge.  



  Die beim     Gasfilterbetrieb    eingeführte, verhältnis  mässig kleine Luftmenge muss in den Räumen  möglichst gleichmässig und ohne Zugerscheinungen  verteilt werden. Diese Bedingung wird     besonderswirk-          sam    durch     Luftaustritts-Öffnungen    erreicht, welche    in bekannter Weise eine starke     Injektions-Wirkung     erzeugen, z. B.     düsenförmige    Öffnungen mit kleinen  Querschnitten, die hohe Luftgeschwindigkeiten zur  Folge haben, da dadurch eine gute     Umwälzung    der  im Raum vorhandenen Luft und eine gleichmässige  Verteilung der eingeführten Luft erreicht wird.

      Für diesen Fall zweckmässig bemessene und aus  gebildete Auslässe sind nun aber für eine Vollbelüf  tung mit grösseren Luftmengen nicht verwendbar, da  sich gegenüber einem Betrieb mit in die     Aussenluft-          zuleitung    eingeschaltetem     Kampfgasfilter    die Aus  trittsgeschwindigkeit der Luft um ein Mehrfaches er  höhen würde, was zu     unzulässigen        Zugserscheinun-          gen,    Geräuschen und     einem    stark erhöhten Luftwi  derstand führen müsste.  



  Die     vorliegende    Erfindung bezweckt die Schaf  fung einer Lüftungseinrichtung, die sowohl für den       Betrieb    mit     als    auch ohne     Kampfgasfilter        verwend-          bar    ist und welche die genannten     Nachteile    nicht auf  weist.  



  Die Lüftungseinrichtung gemäss     vorliegender    Er  findung zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens  eine Austrittsdüse mit     Injektorwirkung    auf den sie  umgebenden Raum vorgesehen ist, deren Austritts  querschnitt auf eine vorbestimmte Luftmenge pro  Zeiteinheit abgestimmt ist und dass dieser Düse in  unmittelbarer Nähe ein und in den gleichen Raum  ausmündendes     Überdruckventil    zugeordnet ist, wel  ches bei erhöhter Luftzufuhr und dadurch bedingtem  statischem     Überdruck    Luft abströmen lässt,     derart,     dass     angenähert        die    gleiche     Ausblasecharakteristik     der Düse erhalten bleibt.

       Zweckmässigerweise    ist die  Austrittsöffnung des     Überdruckventils    im Bereich der       Injektorwirkung    der Austrittsdüse     angeordnet.     



  In     beiliegender    Zeichnung ist ein Ausführungs-      Beispiel des Erfindungsgegenstandes     dargestellt    und  es zeigen:       Fig.    1 einen Schnitt durch eine Luftleitung mit  Düse und Überdruckventil,       Fig.    2 eine Draufsicht auf     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt durch ein weiteres Ausfüh  rungsbeispiel eines     Überdruckventils.     



  Durch eine Mauer 1 ist eine Luftleitung 2 hin  durchgeführt, welche durch einen Winkelbogen 3  gegen die Decke 4 des zu belüftenden Raumes ge  richtet ist. Auf dem Bogen 3 befindet sich ein End  stück 5, das mit dem Bogen 3 durch eine Rohrschelle  fest verbunden ist.  



  Die Luftleitung 2 ist an eine nicht dargestellte  Lüftungsanlage angeschlossen, durch welche ihr  zweckmässig behandelte, z. B.     filtrierte,    erwärmte  oder gekühlte,     be-    oder entfeuchtete Aussenluft in  bestimmten Mengen zugeführt wird. Die Lüftungsan  lage weist daher in bekannter Art mindestens eine  Luftfördereinrichtung auf, sowie, je nach     Bedarf    von       Heiz-    und/oder Kühlmedium durchflossene     Wärme-          tauscher,    Steuer- und Kontrollmittel u. dgl.

   Hierbei  sind die Luftleitungen so ausgelegt, dass die zuzufüh  rende Aussenluft je nach Bedarf den     Kampfgasfilter     durchströmt oder ihn umgeht, wobei letzterer in der  Regel kurzgeschlossen ist.  



  Das Endstück 5 ist an seinem unteren Teil 5' von       seiner    Befestigungsstelle an trichterförmig     erweitert     und trägt an seinem erweiterten Rand einen Kreisring  6, dem ein gleich grosser zweiter Kreisring 7 gegen  überliegt. Dieser Kreisring 7 ist am Rand des symme  trisch angeordneten     erweiterten    oberen Teils 5" be  festigt und die beiden Kreisringe 6 und 7 sind durch  ein Distanzstück 8 voneinander getrennt gehalten  und mittels Schrauben 9 miteinander verbunden.  



  Das Distanzstück 8     fehlt    längs eines Kreisbogens  10, der im vorliegenden Beispiel etwa 90  beträgt, so  dass zwischen den beiden Kreisringen 6 und 7     ein     Schlitz S vorhanden ist, welcher als Austrittsdüse für  die zugeführte Luft dient.  



  Das obere Ende des Teiles 5" ist durch eine Plat  te 11 abgeschlossen, welche auf dem oberen Rand  des Teiles 5" aufliegt. Die Platte 11 trägt einen Stift  12, welcher in Führungen 13 im Innern des Teiles 5       geführt    ist.  



  Diese Platte 11 mit dem Führungsstift 12 dient  als     überdruck-Ventil,    das sich bei einem bestimmten  Druck öffnet. Der Öffnungsdruck ist durch das Ge  wicht der Platte 11 und des Stiftes 12 bestimmt.  



  Der Querschnitt der Düse ist so bestimmt, dass  sie für den     Austritt    der mit den vorgeschalteten Gas  filtern umzusetzenden kleinen Luftmenge     genügt    und  zwar so, dass beim Austritt der Luft aus der Düse in  bekannter Weise eine     Injetionswirkung    auf die im  Bereich der Düse vorhandene Luft ausgeübt und eine  möglichst     gleichmässige,    zugfreie Verteilung der Luft  bewirkt wird. Eine gute     Verteilwirkung    wird bei der  beschriebenen Anordnung bei einem statischen  Druck von etwa 20-25 mm W. S. im     Innern    der  Düse erreicht.    Wenn nun die Lüftungseinrichtung ohne Benüt  zung der Gasfilter betrieben und daher von ihr eine  wesentlich grössere, z.

   B. dreifache Luftmenge ge  fördert wird, würde sich die     Auslassgeschwindigkeit     der Düse allein proportional und der Druck vor dem  Auslass quadratisch, beim erwähnten Beispiel also  etwa auf das Neunfache, d. h. auf<B>180-220</B> mm  W. S. erhöhen und damit grosse     Unzulänglichkeiten     bewirken.  



  Sobald aber bei erhöhter Luftzufuhr der statische       Druck    im Endstück 5 einen vorbestimmten     Wert     übersteigt, tritt das Überdruckventil 11 in Wirkung;  es wird geöffnet und die überschüssige Luftmenge  tritt durch das Ventil aus.  



  Die Austrittsöffnung des Überdruckventils 11 ist  so angeordnet, dass die austretende Luft in den Be  reich der     Injektorwirkung    der Düse S gelangt, so dass  sie unmittelbar in den     Umwälzstrom    der Luft im  Raum     miteinbezogen    wird. Da die Umwälzung der  Luft durch den aus der Düse S austretenden Luft  strom bestimmt wird, entstehen auch bei erhöhter  Luftförderung keine störenden Strömungsgeräusche,  Zugerscheinungen oder andere Nachteile.  



  Um dies zu erreichen, ist die     Auslassöffnung    des  Überdruckventils 11 oberhalb der Düse S, also zwi  schen ihr und der Decke des zu belüftenden Raumes  in unmittelbarer Nähe der Düsenmündung angeord  net. Durch entsprechende Formgebung der Austritts  öffnung bzw. des Ventildeckels kann bewirkt wer  den, dass der Luftaustritt ungefähr in einem Bogen  ausschnitt gleicher Winkelöffnung und     -richtung    wie  jene der Düsenöffnung S erfolgt.  



  Die Anordnung im Raum des im wesentlichen  aus Düse und Überdruckventil bestehenden     Luftaus-          lasses    richtet sich nach den Verhältnissen. Vorteilhaft  wird die Düse in der Mitte des Raumes in geringem  Abstand von der Decke angeordnet, wobei die Düse  über ihren ganzen     Kreisumfang    ausbläst. In diesem  Fall wird das ringförmige Distanzstück 8 durch bei  spielsweise drei einzelne schmale     Distanzstücke    er  setzt, die gleichmässig verteilt die Kreisringe 6, 7 in  einem gegebenen Abstand halten und durch die ent  sprechenden Schrauben 9 gesichert sind. Durch ent  sprechende Wahl der Dicke dieser Distanzstücke  kann der Düsenquerschnitt auf das gewünschte Mass  abgestimmt werden.  



  Muss die Düse in Wandnähe angebracht werden,  so wird ein Anblasen der Wand durch Einsetzen  eines Distanzringes über einen entsprechenden Kreis  bogen vermieden.  



  Anstelle der beschriebenen kann auch irgend eine  anders gebaute Düse an sich bekannter Bauart ver  wendet werden, wobei die     Ausblasrichtung    nicht not  wendigerweise horizontal in einer Ebene verlaufen  muss, sondern z. B. auch konisch sein kann und  wobei durch Einbau entsprechender Leitbleche die  Injektionswirkung in bekannter Weise verstärkt wer  den kann.  



  In     Fig.    3 ist eine weitere Ausführungsform des  Überdruckventils dargestellt, welche anstelle des in           Fig.l    dargestellten Plattenventils 11 Verwendung  finden kann. Dieses     -Überdruckventil    besteht aus dem  oberen Teil 5", welcher einen ringförmigen Ventilsitz  14 aufweist, dessen Rand mit einer Gummidichtung  15 versehen ist. Der Ventilkörper 16 ist     becherförmig     ausgebildet und liegt infolge seines Eigengewichtes  auf dem Ventilsitz 14, 15 auf.

   Der     Ventilkörper    16  weist in seiner Achse einen nach oben ragenden Stift  17 auf, welcher zur Aufnahme von ringförmigen Ge  wichten 18 dient, so dass der Auflagedruck des Ven  tilkörpers verändert und der Beginn der Wirkung des  Ventils vom Druck in der Leitung abhängig gemacht  werden kann.  



  Der     Ventilkörper    16 weist an seinem oberen  Rand eine nach aussen gerichtete Leitfläche 19 auf,  welche den aus dem Ventil austretenden Luftstrom in  den Bereich der     Injektionswirkung    der Düse S leitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lüftungseinrichtung, mit welcher den zu belüften den Räumen je nach Menge und Art über die in den Luftstromkreis eingeschalteten Organe erheblich ab weichende Luftmengen zugeführt werden, insbeson dere für Schutzräume, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Austrittsdüse (S) mit Injektorwir- kung auf den sie umgebenden Raum vorgesehen ist, deren Austrittsquerschnitt auf eine vorbestimmte Luftmenge pro Zeiteinheit abgestimmt ist und dass dieser Düse in unmittelbarer Nähe ein in den glei chen Raum ausmündendes Überdruckventil (11) zu geordnet ist, welches bei erhöhter Luftzufuhr und dadurch bedingtem statischem Überdruck Luft ab strömen lässt, derart,
    dass angenähert die gleiche Ausblasecharakteristik der Düse (S) erhalten bleibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung des Überdruckventils (11) im Bereich der Injektorwir- kung der Austrittsdüse (S) angeordnet ist. 2. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Überdruckventil (11) oberhalb der Düse (S) ausmündet. 3.
    Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Mündung der Aus trittsdüse (S) durch einen von zwei parallel zueinan der angeordneten plattenförmigen Elementen (6, 7) bestimmten Schlitz gebildet ist. 4. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (6, 7) Kreisringform aufweisen, und dass die Düsenmündung sich mindestens über einen Teil des Kreises erstreckt. 5.
    Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdruckventil einen ringförmigen Ventilsitz (14) und einen becherförmigen Ventilkörper (16) aufweist, und dass der Ventilkörper ein Organ (17) zur Auf nahme von Gewichten (18) besitzt. 6.
    Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper über dem Ventilsitz (14, 15) eine Leitfläche (19) aufweist, welche den austreten den Luftstrom in den Bereich der Injektionswirkung der Düse (S) leitet.
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