Garn-Wiekelmaschine
Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine mit einem drehbar gelagerten Wickelkern zur Aufnahme aufzuwickelnden Garneis, einer längs. der Achse dieses Kernes hin und her verschiebbaren Stange und mit dieser Stange verbundenen Garnführungsmitteln zum Verteilen des Garnes auf diesem Kern.
Viele Textilmaschinen, z. B. Etagenzwirnmaschinen und Rückspulmaschinen, wickeln gleichzeitig mehrere Garnstränge auf mehrere getrennte Garnkörper auf. Dies wird erreicht, indem mehrere Stränge längs mehrerer Spindeln, hin- und herbewegt werden. Wenn die Garnkörper alle in gleicher Weise gewickelt werden, wird am günstigsten eine Vorrichtung verwendet, die einen einzigen Steuernocken für die Hin- und Herbewegung einer langen Stange parallel zu den Mantelflächen ! der Wickelspindeln besitzt.
Mehrere Garnführungen, eine für jede Spindel, sind an der Stange befestigt, um das Wickelgarn auf die jeweiligen Garnkörper aufzugeben.
Das Bedürfnis, das Garn auf diese Weise auf in sogenannte selbsttragende Garnkörper aufzuspulen, ist angestiegen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, dass die Wickelstränge in Querrichtung schnell in bezug auf die Drehgeschwindigkeit der Garnkörper hin- und hergeschoben werden, so dass nicht mehr als vier oder fünf Windungen pro Schicht auf den Garnkörper aufgegeben werden. Darüber hinaus ist es, um einen tadellosen selbsttragenden Garnkörper zu bilden, notwendig, dass der Vorschub der Wickelstränge im wesentlichen konstant ist, bis sie ein Ende der Garnkörper erreichen, wobei so schnell als möglich die Querbewegung angehalten, in entgegengesetzter Richtung wieder in Gang gebracht und auf die konstante Vorschubgeschwindigkeit gebracht werden muss.
Wenn die Querbewegung des Garnes nicht schnell genug umgekehrt wird, tendieren die Stränge dazu, an den Enden der Garnkörper zu verweilen, wodurch mehr Garn auf diese Enden aufgewickelt wird und ein ungleich aussehender Garnkörper gebildet wird, der leicht Schlingen bildet.
Eine im wesentlichen ohne Verzögerung vor sich gehende Bewegungsumkehr von schweren hin- und hergehenden Teilen erfordert eine grosse Kraft, insbesondere wenn diese Teile mit hoher Geschwindigkeit bewegt werden. Wegen der grossen entsprechenden Kräfte wurde die Drehzahl bekannter Steuernokken für das Hin- und Herbewegen von Querstangen auf etwa 50 Umdrehungen pro Minute begrenzt.
Infolge verbesserter Garnherstellualgsverfahren ist es nunmehr möglich geworden, ein Garn mit weit grösserer Geschwindigkeit als bisher zu erzeugen.
Z. B. können moderne Etagenspindeln mit Geschwindigkeiten bis zu 15 000 Umdrehungen pro Minute betrieben werden. Mehrlagenspindeln werden oftmals verwendet, die eine Wickelkapazität besitzen, die gleich einer Etagenspindel ist, die bei 30 000 Umdrehungen pro Minute beschickt wird. Schliesslich werden neuerdings für die Herstellung von Kräuselgarn Falschdrahtspindeln verwendet, die bei Drehzahlen von über 250 000 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Es liegt auf der Hand, dass die bisher verwendeten Vorschubmechanismen nicht in der Lage sind, selbsttragende Garnkörper in Maschinen, in denen solche Spindeln verwendet werden, zu wickeln.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Wickelmaschine geschaffen, die gekennzeichnet ist durch einen drehbaren Steuernocken zum Hin- und Herbewegen der genannten Stange, und durch federnde Vorrichtungen, die in Abhängigkeit von den Geschwindigkeitsänderungen der hin und her verschiebbaren Stange verschiebbar sind und die mit dem Steuernocken nahe am Ende jedes Hubes der genann ten Stange zusammenwirken, um die Bewegung dieser Stange zu verzögern und um ihr eine Anfangsbe- schleunigung im entgegengesetzten Sinn zu erteilen.
Anhand der beigefügten Figuren wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Teils einer Wikkelmaschine.
Fig. 2 in grösserem Masstabe eine Vorderansicht der Einrichtung zum Hin- und Herbewegen der Querstange mit hoher Geschwindigkeit.
Fig. 3 eine Ansicht, die einem Teil der Fig. 2 entspricht, im Schnitt und in nochmals vergrössertem Masstab.
Fig. 4 eine Endansicht der in Fig. 2 dargestellten Einrichtung.
Fig. 5 eine vergrösserte Teilansicht, die der Ansicht in Fig. 4 entspricht.
Fig. 6 eine der Figur 5 entsprechende Ansicht, jedoch bei hoher Vorschubgeschwindigkeit der Querstange dargestellt.
Fig. 7 eine vergrösserte Vorderansicht des Pufferfederaggregates.
Fig. 8 eine der Fig. 7 entsprechende Ansicht, jedoch in der Stellung, in der die Querstange mit hoher Geschwindigkeit hin- und hergeschoben wird.
Die mit hoher Vorschubgeschwindigkeit arbeitende Einrichtung zum Hin- und Herbewegen der Querstange wird in Zusammenhang mit einer Etagenzwirnmaschine (uptwister) beschrieben.
Diese Einrichtung weist federnde Mittel, z. B. eine Pufferfeder auf, die mit jeder Querstange zusammenwirken, und die mit dieser bei ihrer Richtungsumkehr in Eingriff kommt, um den Quersteuerungsnocken beim Verzögern und Anhalten der Querstangen und deren Wiederbeschleunigen in entgegengesetzter Richtung zu unterstützen. Weiter sind Vorrichtungen vorgesehen, um den Betrag der Unterstützung, die durch diese Federn erfolgt, in Abhängigkeit von der Vorschubgeschwindigkeit zu variieren.
In den Zeichnungen wird mit dem Bezugszeichen 10 allgemein der feste Rahmen einer Etagenzwirnmaschine bezeichnet, von welcher die Einrichtung zum Hin- und Herbewegen der Querstange einen Teil darstellt. Eine beliebige Anzahl Wickeleinheiten können in Abständen längs des Rahmens 10 gemäss Fig. 1 angeordnet sein. In einem Endgehäuse 4 befinden sich Kraftübertragungseinrichtungen, wobei der Antrieb z. B. mittels eines Elektromotors M erfolgt. Eine Reihe von Antriebsrollen 5 sind fest auf einer horizontalen Welle 6 angeordnet, die sich längs der Aufwickelmaschine erstreckt und die kontinuierlich von den Kraftübertragungseinrichtungen in dem Endgehäuse 4 angetrieben wird. Die Antriebsrollen sind in einem dem Abstand der Wickeleinheiten entsprechenden Abstand voneinander angeordnet.
Jede Wirklichkeit dient dazu, einen Garnkörper P zu wickeln, der sich infolge seines Oberflächenkontakts mit der entsprechenden Antriebsrolle 5 dreht.
Jede Wickeleinheit ist mit einer Garnführung 7 versehen, die fest auf einer hin und her verschiebbaren Querstange 26 angeordnet ist. Die Querstange 26 erstreckt sich in horizontaler Richtung über die ganze Länge der Aufwickelmaschine und kann in Längsrichtung des Rahmens 10 hin- und herbewegt werden.
Die Stange 26 wird kontinuierlich von dem Motor M über Vorrichtungen, die im nachfolgenden beschrieben werden, derart angetrieben, dass jede Garnführung 7 zwischen den Enden des entsprechenden Garnkörpers hin- und hergeführt wird. Das Abwikkeln eines Garnstranges Y von einem entsprechenden Garnvorratskörper S und die geeignete Führung vermittels der Garnführung 7, so dass der Strang Y von Ende zu Ende an dem Garnkörper P entlang geführt wird, geschieht in wohlbekannter Weise, um einen Garnkörper zu wickeln. Jeder Garnkörper P wird auf einen Kern aufgewickelt, der das aufgespulte Garn trägt. Die Kerne C ihrerseits werden in geeigneter Weise drehbar gehalten, wobei jeder Kern von einer Spindeleinrichtung auf einem schwenkbaren Arm 9 von üblicher Bauart getragen wird.
Während des Aufwickelns eines Garnkörpers auf den Kern C dreht sich der Schwenkarm auswärts von der Antriebsrolle 5 weg.
Die Stange 26 wird durch folgende Einrichtung hin- und herbewegt. Ein Steuernocken 11 ist drehbar auf einer Welle 12 gelagert, die horizontal in dem Rahmen 10 befestigt ist. Der Steuernocken 11 wird mittels eines Stirngetrieberades 14 angetrieben, das fest mit ihm verbunden ist, und das in ein Stirngetrieberad 16 eingreift, welches auf einer Welle 18 sitzt, die durch den Motor M angetrieben wird.
Ein Paar Mitnehmer 13 sind an entgegengesetzten Seiten des Nockens 11 und in Eingriff mit diesem angeordnet. Jeder Mitnehmer 13 ist auf einer von zwei parallelen, fest angeordneten Wellen 15 und 22 gleitbar und bewegt sich auf dieser Welle entsprechend der Drehung des Nockens 11.
Ein Paar Winkelhebel 20 sind ausserhalb des Nockens 11 angeordnet und am jeweils zunächst liegenden Mitnehmer 13 mittels eines Wellenstummels 17 gelagert, so dass sie dadurch eine hin- und hergehende Bewegung ausführen. Die hin- und hergehende Bewegung sowie die Drehbewegung jedes Hebels 20 wird von dem Wellenstummel 17, der sich mit dem Mitnehmer 13 bewegt und einer Rolle 19 bestimmt, die in einem sinusförmigen Schlitz 24 läuft.
Der Schlitz 24 befindet sich in einem sinusförmig ausgebildeten Stab 25, der drehbar auf dem Rahmen 10 gelagert ist und der in bezug auf die Horizontale verstellbar ist. Die Verstellung erfolgt mittels eines herabhängenden Ansatzes 27, der am Stab 25 befestigt ist, und eines mit einem Gewinde versehenen Teils 21, das den Ansatz und den Stab verdrehen kann. Die Drehung des Steuernockens 11 bewirkt eine im wesentlichen horizontale Hin- und Herbewegung des Wellenstummels 17. Die Rolle 19, die in dem Schlitz 24 hin und herbewegt wird, verursacht eine geringe Drehung des Hebels 20 entsprechend der Einstellung des Teils 21, wodurch der Ausschlag des oberen Endes 23 des Hebels 20 bestimmt wird.
Das obere Ende 23 des Hebels 20 ist gabelförmig ausgebildet. Eine Verbindungsplatte 30 ist an der Aussenseite des Endes 23 des Hebels mittels eines Bolzens 36 angebracht, der sich durch ein schlitzförmiges Loch in der Verbindungsplatte erstreckt und durch diese am Drehen verhindert wird. Der Bolzen 36 ist zwischen den beiden Schenkeln des Endes 23 mit einem Gewindeloch versehen, in das eine Längeneinstellschraube 34 eingeschraubt ist. Ein zweiter Bolzen 32 verbindet in ähnlicher Weise die Verbindungsplatte 30 und die Schraube 34 mit einem Anschlussteil 28. Die hin- und hergehende Querstange 26 ist in den Anschlussteil 28 eingeschraubt und wird von dem Rahmen 10 so geführt, dass sie sich in horizontaler Richtung hin- und herbewegen kann.
Die Anfangsstellung der Stange 26 kann mittels der Schraube 34 eingestellt werden. Durch die Verwendung eines Wechselgetriebes auf dem das Antriebsmoment aufnehmenden Ende der Welle 18 kann das Verhältnis der Geschwindigkeit, mit der sich die Querstange hin- und herbewegt, zu der Umdrehungsgeschwindigkeit der Spindel variiert werden.
Die oben beschriebene Konstruktion ist wohl bei kannt und wird an dieser Stelle nur zur klareren Darstellung aufgeführt.
Der Puffermechanismus ist, wie nachfolgend beschrieben wird, aufgebaut: Der Bolzen 32 erstreckt sich nach innen über den Anschlussteil 28 hinaus und dieser Vorsprung ist mit zwei im wesentlichen senkrecht zu der Achse der Stange 26 verlaufenden Flächen und einer Bohrung parallel zu der Stange 26 versehen. Eine horizontale Stange 40 geht gleitbar in dieser Bohrung durch den Führungsbolzen-32. Ein Paar Widerlager 42 und 44, die zu beiden Seiten und im Abstand von dem Bolzen 32 angeordnet sind, sind mittels Schrauben 46 und 47 fest mit der Stange 40 verbunden. Ein Ring 48 ist neben dem Widerlager 42 auf der Stange 40 an der vom Führungsbolzen 32 abgewandten Seite derselben mittels einer Stellschraube (nicht dargestellt) befestigt. Ein zweiter Ring 49 ist in gleicher Lage und gleicher Weise bezüglich des Widerlagers 44 angeordnet.
Auf einem Bügel 70 sind Hebel 50 und 52 auf festen Zapfen 54 drehbar in einer durch die Stange 40 verlaufenden Ebene gelagert. Der Bügel 70 ist fest mit dem Rahmen 10 verbunden. Die oberen Enden der Hebel 50 und 52 besitzen Öffnungen, in de nen die Stange 40 gleitet. Ein Widerlager 56 ist mittels einer Schraube 59 fest mit der Stange 40 verbunden und zwischen den Hebeln 50 und 52 unmittelbar neben dem Hebel 50 angeordnet. Zwischen dem Hebel 50 und dem Widerlager 56 befindet sich eine Ringkalotte 60, deren ebene Fläche an dem Widerlager anliegt und deren konvexe sphärische Fläche in eine konkave sphärische Fläche des Hebels eingreift. Ein Widerlager 58 und eine zweite Ringkalotte 61 sind in gleicher Weise neben dem Hebel 52 angeordnet.
Eine flache Platte 53 ist an dem Widerlager 56 mittels einer Schraube 46 befestigt, die durch einen Schlitz 51 in dieser Platte durchgeführt ist. Die Platte 53 liegt verschiebbar an dem Hebel 50 an, um eine Drehung der Stange 40 zu verhindern.
Ein Ring 55 ist auf der Stange 40 mittels einer Stellschraube (nicht dargestellt) neben dem Hebel 50 an dessen vom Widerlager 56 abgewandter Seite bo festigt. Eine Feder 62 ist um die Stange 40 gewickelt und zwischen dem Ring 55 und dem Hebel 50 eingespannt, um den Hebel gegen die Ringkalotte 60 und diese gegen das Widerlager 56 zu drücken. Eine zweite Feder 62 und ein Ring 57 sind in gleicher Weise neben dem Hebel 52 angeordnet.
Der aus einem Stück bestehende Bügel 70 ist am Rahmen 10 unterhalb der Stange 40 angeschraubt und weist einen flachen horizontalen plattenförmigen Teil 72 mit zwei aufrecht stehenden Teilen 76 auf, die neben den aufgeschlagenen äusseren Ecken 74 angeordnet sind. Die oberen Enden der Teile 76 sind durch einen Träger 78 miteinander verbunden. Ein Träger 80 von im wesentlichen gleicher Form wie der Träger 78, ist mit dem letzteren mittels Schrauben 82 verbunden. Die Träger 80 und 78 liegen auf beiden Seiten der Hebel 50 und 52 an diesen an.
Drehzapfen 54 sind durch die Hebel 50 und 52 ge führt und mit ihren Enden in den Trägern 80 und 78 fest verbunden. In den Ecken 74 sind Anschlagschrauben 84 eingeschraubt, auf welche die unteren Arme der Hebel 50 und 52 treffen.
Ein Pufferfederaggregat 120 weist Stangen 102 und 110, Federteller 106 und 114, ein Rohr 108 und eine Feder 116 auf. Die Stange 102 besitzt einen im wesentlichen zylindrischen Teil mit einem abgerundeten Ende 104, das unterhalb des Zapfens 54 gegen den Hebel 50 drückt, und einen zweiten zylindrischen Teil, der einen kleineren Durchmesser als der erste besitzt und der sich durch den Federteller 106 erstreckt und innerhalb des Rohres 108 endigt. Die Stange 110 ist ähnlich ausgebildet und besitzt ein Ende 112, das auf den Hebel 52 drückt und das ebenfalls einen Teil mit reduziertem Durchmesser besitzt, der sich dirch den Federteller 114 erstreckt und in dem Rohr 108 im Abstand von dem Ende der Stange 102 endigt. Die Enden des Rohres 108 befinden sich normalerweise im Abstand von den Federtellern 106 und 114.
Die Pufferfeder 116 ist rund um das Rohr 108 aufgewickelt und zwischen den Federtellern 106 und 114 eingespannt. Wie in den Zeichnungen angedeutet, befindet sich je eine solche Vorrichtung auf beiden Seiten der Maschine.
Die Pufferfederaggregate 120 sind verschiebbar angeordnet, so dass sie sich in einer unwirksamen Stellung befinden können, in der die Enden 104 und 112 der Stangen in leichte Vertiefungen 64 und 66 unterhalb der Zapfen 54 in den Hebeln 50 bzw. 52 eingreifen, oder eine Arbeitsstellung einnehmen, in der die Stangenenden an einer Stelle der nach unten gerichteten Arme dieser Hebel unterhalb dieser Vertiefungen eingreifen. Diese Verschiebung erfolgt mit tels eines Zentrifugalreglers, der nachfolgend beschrieben wird.
Ein Kegelrad 122 ist drehbar auf der festen Welle 12 mittels einer Buchse 124 gelagert. Die Nabe des Kegelrades 122 liegt an dem Abstandsring 126 an, der wiederum an der Nabe des Steuernockens 11 anliegt. Der Abstandsring 126 und das Kegelrad 122 sind mittels eines Stiftes 128 drehfest mit dem Steuernocken 11 verbunden. Ein Kegelrad 134 ist mittels der Buchse 136 drehbar auf der Welle 130 gelagert, und diese Welle ist auf dem Rahmen 10 mittels eines Schraubensatzes 132 so befestigt, dass das Kegelrad 134 im Eingriff mit dem Kegelrad 122 steht. Die Buchse 136 ist mit einem Flansch versehen, um den Druck, der von dem Kegelrad auf den Rahmen 10 ausgeübt wird, aufzunehmen. Auf der Welle 130 ist neben der Nabe des Kegelrades 134 ein Zahnrad 140 drehbar angeordnet. Dieses Zahnrad 140 ist mittels eines Keils 138 auf das Kegelrad 134 aufgekeilt, so dass er sich mit diesem dreht.
Ein Zahnrad 142 ist fest auf der Reglerwelle 144 angeordnet und greift in das Zahnrad 140 ein, wodurch die Welle 144 entsprechend einer Drehung der Welle 12 angetrieben wird. Die Reglerwelle 144 ist drehbar in Kugellagern 146 und 148 gelagert, die fest in dem Rahmen 10 an den Enden dieser Welle angeordnet sind. Zwischen den Lagern 146 und 148 ist eine schalenförmige Reglerkalotte 150 angeordnet, die eine sich nach unten erstreckende Nabe 152 aufweist, welche mittels einer Stellschraube 154 fest mit der Welle 144 verbunden ist. Das untere Ende der Nabe 152 ist mittels eines Kugellagers 156 in dem Rahmen 110 gelagert. Das Lager 156 ist zwischen einem Sprengring 158, der in einer entsprechenden Nut in der Nabe 152 gehalten ist, und einer Aussenschulter dieser Nabe befestigt.
Eine oben im wesentlichen flache Abdeckung 162 passt sich unten im allgemeinen der inneren Form der Kalotte 150 an. Die Abdeckung 162 weist zwei sich in radialer Richtung erstreckende herabhängende Wandungen 163 und 165 auf, die fast an der Unterseite der Abdeckung angeordnet sind. In der Schnittlinie der beiden Wandungen liegt die Achse der Welle 144; durch diese Wandungen werden vier radiale Abteile gebildet, von denen jedes eine Reglerkugel 160 enthält. Die Abdeckung 162 ist mit der Welle 144 so verkeilt, dass sie axial auf dieser Welle gleiten kann, jedoch sich mit der Welle dreht. Über der Abdeckung 162 ist ein Schieber 166 so angeordnet, dass er sich in axialer Richtung auf der Welle 144 bewegen kann, jedoch durch Mittel, die im nachfolgenden genauer beschrieben werden, daran gehindert wird, sich um diese Welle zu drehen.
Die Abdeckung 162 ist nach oben durch eine Nabe verlängert, die sich in den Schieber 166 hinein erstreckt und in diesem mittels eines Kugellagers 168 drehbar gelagert ist.
In zwei diametral einander gegenüber liegende zylindrische Öffnungen in der Peripherie des Schiebers 166 greifen die abgerundeten Enden 170 von Stangen 172, von denen jede mit einem Federaggre gatträger 175 in der nachfolgend beschriebenen Weise verbunden ist. Jeder Träger 175 besitzt einen relativ grossen plattenförmigen Quersteg 173 sowie Seitenschenkel 177 und 178. Eine Bohrung 171 führt durch die dem Schieber 166 zugewandten Enden der Seitenschenkel 177 und 178 im wesentlichen parallel zum Quersteg 173. Eine Welle 176 ist in der Bohrung 171 befestigt und drehbar in dem Rahmen 10 zwischen den Seitenschenkel 177 und 178 gelagert, um auf diese Weise den Träger 175 drehbar zu tragen.
Der Seitenschenkel 177 besitzt einen Vorsprung 174, der sich über die Welle 176 hinaus gegen den Schieber 166 zu erstreckt und der eine Bohrung besitzt, die senkrecht zu dieser Welle verläuft.
Die Stange 172 ist in dieser Bohrung des Vorsprungs 174 befestigt und bildet eine Verlängerung dieses Vorsprungs, wodurch der Träger 175 mit dem Schieber 166 verbunden wird.
Eine Bohrung parallel zur Bohrung 171 führt durch die einander gegenüberliegenden Enden der Schenkel 177 und 178, das heisst ausserhalb der Querverstrebung 173. In dieser Bohrung sind die Stangen 102 und 110 gleitbar gelagert, so dass das Pufferfederaggregat 120 zwischen diesen Schenkeln getragen wird.
Die Welle 176 erstreckt sich über den Schenkel 178 hinaus und wird anschliessend an diesen von einem Band umgeben, das mittels einer Schraube 182 fest an ihr angeklammert ist. An einem nach oben stehenden Lappen 184 des Bandes 180 ist ein Ende einer Feder 186 angehängt. Diese Feder erstreckt sich zwischen den zwei Lappen 184, die auf den einander gegenüberliegenden Seiten der Reglerkalotte 150 angeordnet sind.
Die mit hoher Geschwindigkeit hin- und hergehende Vorlaufbewegung der Querstange 26 wird auf folgende Weise erreicht. Wenn die Maschine anläuft und während sie bei geringen Drehzahlen arbeitet, müssen die Pufferfedern 116 den Steuernocken 11 bei der Richtungsumkehr der Bewegung der Querstangen 26 nicht unterstützen. Wegen der erforderlichen Steifheit der Federn 116 würden diese den Steuernocken 11 bei Vorlaufgeschwindigkeiten unter einem kritischen Wert übermässig belasten. Unter diesem kritischen Wert der Geschwindigkeit werden die Pufferfederaggregate ausser Tätigkeit gehalten vermittels der Wirkung der Feder 186, die so auf die Wellen 176 wirkt, dass der Träger 175 in einer oberen Stellung gehalten wird, in welcher die Pufferfederaggregate nicht in Arbeitsstellung sind, wie am besten in den Fig. 4 und 6 dargestellt ist.
Wenn die Winkelgeschwindigkeit des Steuernokkens 11 anwächst und dadurch die Vorschubgeschwindigkeit der Stange 26, sowie die für den Richtungsumkehr der Stange erforderlichen Verzögerungen und Beschleunigungen grösser werden, dreht das Getriebe, welches aus den Getrieberädern 122, 134, 140 und 142 besteht, die Welle 144 mit einer höheren Drehzahl. Die Zentrifugalkraft, die auf die Ku geln 160 wirkt, vergrössert sich mit zunehmender Drehzahl der Welle 144, wodurch diese Kugeln stärker in radialer Richtung nach auswärts in ihre entsprechenden Abteile gedrückt werde.
Die schalenförmige Kalotte 150 bietet eine Auflauffläche, welche die Kugeln 160 nach oben drückt, wenn sie sich nach auswärts bewegen. Dieser Aufwärtsbewegung wirkt das kombinierte Gewicht der Kugeln 160, der Abdeckung 162 und des Schiebers
166 entgegen, wozu noch die Kraft kommt, die auf den Schieber 166 durch die Feder 186 ausgeübt wird.
Wenn die Drehzahl der Welle 144 zunimmt, wird die Zentrifugalkraft, die auf die Kugeln 160 wirkt, gross genug, um diese entgegenwirkenden Kräfte zu überwinden, und die Kugeln beginnen dann sich nach aussen und oben zu bewegen, wodurch die Abdeckung 162 und der Schieber 166 nach oben geschoben werden. Der Schieber 166 schiebt die Enden 170 der Stangen 172 nach oben, indem er diese und den Vorsprung 174 um die Welle 176 dreht, dreht hierdurch diese Welle um ihre Achse und vergrössert die Kraft, die durch die Feder 186 ausgeübt wird, so dass eine neue Gleichgewichtsstellung erreicht wird. Jeder Träger
175 wird nach unten um die Welle 176 geschwenkt, drückt das Pufferfederaggregat 120 aus den Vertiefungen 64 und 66 heraus und bringt es in eine Arbeitsstellung in Eingriff mit den unteren Teilen der Hebel 50 und 52.
Wenn die Pufferfederaggregate 120 in Arbeitsstellung sind, wird die Verzögerung und die Beschieu- nigung jeder Querstange 26, die durch den Steuernocken 11 gesteuert wird, in folgender Weise unterstützt. Wenn die Querstange 26 sich in den Fig. 1, 2 und 3 nach rechts bewegt, gleitet der Bolzen 32 in axialer Richtung längs der Stange 40, bis er nahe am Ende dieser Bewegung nach rechts mit dem Widerlager 44 in Eingriff kommt und die Stange 40 zusammen mit der Querstange 26 nach rechts bewegt. Das im Eingriff mit dem Hebel 52 stehende Widerlager 58 dreht diesen Hebel um den Zapfen 54 entsprechend der Bewegung der Stange 40 nach rechts. Diese Drehbewegung des Hebels 52 bewirkt, dass der untere Teil dieses Hebels die Stange 110 und den Federteller 114 nach links gegen die Pufferfeder 116 drückt.
Während bis dahin der Druck der Pufferfeder
116 auf den Bügel 70 über die Anschlagschrauben 84 übertragen wurde, wird jetzt diese Kraft über den Hebel 52, das Widerlager 58, die Stange 40 und das Widerlager 44 auf die hin- und hergehenden Teile der Einrichtung übertragen und wirkt dadurch der Bewegung dieser Teile nach rechts entgegen. Auf diese Weise unterstützt die Pufferfeder 116 die Verzögerung und Beendigung der Bewegung und wenn die hin- und hergehenden Teile ihre Beendigungsrichtung umkehren, unterstützt die Pufferfeder die Beschleunigung derselben.
Wenn sich die Stange 26 und die Stange 40 nach links bewegen, kann sich die Feder 116 ausdehnen, so dass die dadurch ausgeübte Kraft kontinuierlich vermindert wird, bis der Hebel 52 die Anschlagschraube 84 berührt, so dass die Feder wieder durch den Bügel 70 gehalten wird. In dieser Stellung verliert der Bolzen 32 den Kontakt mit dem Widerlager 44, und die Stange 26 fährt fort sich nach links zu bewegen, während die Stange 40 stehen bleibt.
Nahe dem Ende der nach links gerichteten Bewegung trifft der Bolzen 32 auf das Widerlager 42. und bewegt die Stange 40 zusammen mit der Stange 26 nach links. Das Widerlager 56 dreht im Eingriff mit dem Hebel 50 diesen um den Zapfen 54 nach links entsprechend der nach links gerichteten Bewegung der Stange 40. Diese Drehbewegung des Hebels 50 hat zur Folge, dass dessen unterer Teil die Stange 102 und die Platte 106 nach rechts bewegt, wodurch der Druck der Pufferfeder 116 zunimmt. Die Druck kraft der Feder 116 wird jetzt über den Hebel 50, das Widerlager 56, die Stange 40 und das Widerlager 42 auf die hin- und herbewegten Teile der Ein richtung übertragen und dient dazu, der nach links gerichteten Bewegung derselben zu widerstehen.
Auf diese Weise hilft die Pufferfeder 116 bei der Verzögerung und beim Anhalten der nach links ge gerichteten Bewegung und wenn die hin und hergehenden Teile ihre Bewegungsrichtung umkehren, hilft die Pufferfeder bei der Beschleunigung derselben.
Wenn die Stangen 26 und 40 sich nach rechts bewegen, kann sich die Feder 116 ausdehnen, so dass die dadurch ausgeübte Kraft kontinuierlich vermindert wird, bis der Hebel 50 auf die Anschlagschraube 84 trifft, so dass die Feder wiederum durch den Bügel 70 gehalten wird. An dieser Stelle bewegt sich der Bolzen 32 nach rechts längs der Stange 40 und kommt ausser Berührung mit dem Widerlager 42, und die Stange 26 setzt ihre Bewegung nach rechts fort, während die Stange 40 stillsteht und der Zyklus sich wiederholt.
Wenn die Geschwindigkeit der Welle 144 weiter zunimmt, bewegen sich die Kugeln 160 weiter nach oben, wodurch die Pufferfederaggregate 120 näher an die Enden der Hebel 50 und 52 rücken. Auf diese Weise nimmt die Zusammendrückung der Feder 116, die Beschleunigungs- und Verzögerungskraft, die dadurch ausgeübt wird, und der Hebelarm, auf den diese Kraft wirkt, zu. Dadurch wird die Pufferwirkung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit erhöht, bis der Schieber 166 an den Rahmen 10 anschlägt und eine weitere Bewegung der Abdeckung 162 nach oben beschränkt. Dann ist jedes der Pufferfederaggregate 120 am unteren Ende der Hebel 50 und 52 angelangt, wie in Fig. 5 und 7 dargestellt ist.
In dieser Stellung hat die Feder 116 ihre maximale Zusammendrückung erfahren, entwickelt ihre maximale Beschleunigungs- und Verzögerungskraft und wirkt auf den längsten Hebelarm.