CH395877A - Trommelsieb- oder Bandsiebmaschine zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser und Abwasser - Google Patents
Trommelsieb- oder Bandsiebmaschine zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser und AbwasserInfo
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Description
Trommelsieb- oder Bandsiebmaschine zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser und Abwasser
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Trommel- oder Bandsiebmaschine zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser und Abwasser. Bei derartigen Wasserreinigungsmaschinen ist es bekannt, die Trommel bzw. die Siebglieder, die zu einem endlosen, rotierenden Band vereinigt sind, mit behälterartigen Siebkörben auszustatten, d. h. mit Siebflächen, die längs der Antriebsachse aus der Ebene des Siebfeldrahmens radial herausragen. Die Siebelemente haben einen dreieck-, trapez-, halbkreis-, glockenförmigen oder sonstigen Querschnitt, der dem Ziel dient, ohne flächenhafte Vergrösserung des Grundrahmens des Siebes eine Vergrösserung der Siebfläche zu erreichen.
Der Nachteil liegt darin, dass man durch einige der Formgebungen der behälterartigen Siebkörbe bei den bei Wasserreinigungsmaschinen gegebenen Anströmverhältnissen die Widerstandswerte der Siebgewebe erheblich erhöht, im Siebkorb Schmutzablagerungen an unerwtinschten Stellen erhalten kann und die Siebflächen durch die Abspritzstrahlen der unbeweglichen Spritzrohre nicht mehr gründlich reinigen kann und so die gewonnene Siebfläche wieder einbüsst. Bei stark überhöhten Siebkörben wird nämlich der Abstand der Abspritzdüsen vom Siebgewebe so gross, dass die Reinigungskraft des Wasserstrahles infolge des eintretenden Druckabfalles erheblich beeinflusst wird.
Dieser Schwierigkeit versucht man durch beweglich angeordnete Düsenrohre, die zwischen die einzelnen Siebmulden ein und aus gefahren werden und damit den Abspritzstrahl möglichst nahe an die abzuspritzenden Siebflächen heranbringen, Herr zu werden. Man schafft durch die beweglichen Teile allerdings eine Störquelle.
Gegenüber dem bekannten wird nach der Erfindung vorgeschlagen, dass die radial aus der Ebene des Siebfeldrahmens herausragenden Siebflächen quer zur Achsrichtung der Trommel bzw. in Laufrichtung des Bandes verlaufen. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass die Siebflächen bzw. die Projektionen der Siebflächen zweckmässigerweise jeweils in einer Ebene liegen, die die Umlaufachse bzw. die Umlaufachsen des gesamten Siebkörpers mit einem Winkel von 900 kreuzen.
Auf diese Weise erhält man einen Siebkörper, dessen einzelne Siebflächen und Sieb elemente bei laufender Maschine durch feststehend angeordnete Spritzdüsen oder dergleichen gründlich zu reinigen sind, so dass die durch die behälterartige Gestaltung der einzelnen Sieb elemente gewonnene zusätzliche Siebfläche tatsächlich von Nutzen ist und ebenso wie eine glatte Bespannung des Siebkörpers mit einfachen feststehenden Spritzdüsenanordnungen gesäubert werden kann. Ausserdem hat man die Möglichkeit, die Siebflächen beliebig gross zu machen bzw. die Siebkörbe beliebig hoch zu gestalten und trotzdem einwandfrei zu reinigen. Die feststehenden Spritzdüsen lassen sich zwischen den parallel zur Umlaufrichtung des Siebkörpers in Reihen liegenden Sieb elementen nahe an den Siebflächen anordnen, so dass die Siebflächen mit dem gewünschten Druck einwandfrei bespritzt werden können.
Die bisher bei behälterartiger Ausbildung der Sieb elemente vielfach vorgesehenen beweglich angeordneten Spritzdüsen und den dazugehörigen Steuer- und Antriebseinrichtungen sind somit entbehrlich.
Gleichzeitig erreicht man durch die beschriebene Ausbildung günstige Anströmungsverhältnisse für die Siebflächen, die in Verbindung mit der besseren Abreinigung für niedrige Widerstandsbeiwerte der Siebgewebe sorgen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung als Aus führungsbeispiel bei einer Trommelsiebmaschine und einer Bandsiebmaschine teils schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivdarstellung des Siebkörpers einer Trommelsiebmaschine,
Fig. 2 eine in Umlaufrichtung der Trommel gesehene Aufsicht auf die Stirnseiten zweier Siebelemente,
Fig. 3 eine in Richtung der Umlaufachse gesehene Aufsicht auf Seitenflächen zweier Sieb elemente,
Fig. 4 eine Perspektivdarstellung des Oberteils einer Bandsiebmaschine,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Darstellung nach Fig. 4,
Fig. 6 eine Vergrösserung eines Ausschnittes der Darstellung nach Fig. 5,
Fig. 7 eine Stirnansicht eines Siebelementes mit Befestigung,
Fig. 8 bis 10 Querschnitte durch verschiedene Sieb elemente.
Der Siebkörper einer Maschine nach Fig. 1 besteht aus zwei Trommelstirnwänden 1 und 2, die durch Stäbe 3 oder dergleichen fest miteinander verbunden sind, und aus den mit einem Gewebe bespannten Sieb elementen 4. Die Sieb elemente 4 sind in Form behälterartiger Siebkörbe ausgebildet und bestehen aus einem der gewählten Behälterform angepassten Gestell und dem über das Gestell gespannten Siebgewebe, welches vorteilhaft aus Kunststofffäden hergestellt ist. Die Stirnseiten der Siebelemente können geschlossen oder aber ebenfalls mit einem Gewebe bespannt sein. In Fig. 1 ist eine dreieckige oder dachförmige Querschnittsform der Siebkörbe mit ebenen Siebflächen dargestellt. Diese Querschnitts form ist zwar unter gewissen Bedingungen günstig, aber nicht bindend.
Es kann ebenso auch eine andere Querschnittsform Verwendung finden, beispielsweise eine Querschnittsform, wie sie in den Fig. 8 bis 10 dargestellt ist, nach denen die Siebflächen der Siebkörbe mehr oder weniger stark nach innen oder aussen gewölbt sind.
Die Siebkörbe werden mit ihren von einem Rahmen 3a umschlossenen, offenen Seiten in der Weise an den Verbindungsstäben 3 der Stirnwände befestigt, dass die radial aus der Ebene des Siebfeldrahmens herausragenden Siebflächen 5 quer zur Achse 6 der Trommel verlaufen. Die einzelnen Siebkörbe bilden dann parallel zur Umlaufrichtung der Trommel liegende Reihen, wie es sich deutlich aus der Fig. 1 ergibt. Zwischen den Reihen sind in Richtung der Trommelachse hintereinander feststehende Spritzdüsen 7 angeordnet, die in eine Druckwasserleitung 8 angeschlossen und zweckmässig als allseits ausspritzende Strahldüsen ausgebildet sind.
Die Spritzdüsen werden möglichst nahe an den Siebflächen, gegebenenfalls in Gruppen, so angeordnet, dass der Abstand zwischen dem Düsenaustritt und den Siebflächen möglichst gleich ist. Dies lässt sich am besten mit Siebkorbquerschnitten nach den Fig. 8 und 9 erreichen. Jedoch haben Siebkorbquerschnitte nach den Fig. 1 und 10 andere Vorteile, so dass von Fall zu Fall die geeignete und günstige Querschnittsform und Düsenanordnung auszuwählen sein wird.
Letztere Siebkorbform ermöglicht, dass der Abstand der Siebfläche von der Spritzdüse in jedem Punkt gleich gehalten werden kann.
Der Antrieb der in einem Gehäuse gelagerten Trommel erfolgt durch ein Getriebe 9 über ein Ritzel 10, welches in einem Zahnkranz 11 am Umfang der Stirnwand 2 eingreift. Das zu reinigende Wasser wird durch eine Öffnung 12 in der einen Stirnwand 2 zentrisch eingeleitet, so dass es die Siebfläche von innen nach aussen durchdringen muss.
Die Verunreinigungen bleiben an der Innenseite der Siebflächen haften' und werden dann am oberen ?'rommelscheitel durch die erwähnte Spritzdüsenanordnung durch von aussen nach innen gerichtete Anspritzstrahlen abgespritzt. Die Schmutzstoffe mit dem Spritzwasser fallen in eine innerhalb der Trommel unter den Abspritzdüsen angeordnete Auffangrinne 13 und werden durch einen Stutzen 14 in der anderen Stirnwand 1 zentrisch abgeleitet.
Bei Bandsiebmaschinen nach den Fig. 4 bis 7 sind zwei parallel endlos umlaufende Ketten 15 vorgesehen. Über Wasser erfolgt die Umlenkung der Ketten durch ein Turasradpaar 16, während unter Wasser im allgemeinen eine Führungsbahn vorgesehen ist, auf der die Ketten 15 gleiten. Je zwei einander gegenüberliegende Kettenglieder sind durch einen Rahmen miteinander verbunden, deren Längsseiten den Verbindungsstäben 3 bei Trommelsiebmaschinen entsprechen. Diese Rahmen bilden die Siebfeldrahmen, auf denen die einzelnen Siebkörper in der zu der Trommelsiebmaschine beschriebenen Weise angeordnet sind, und zwar ebenfalls in Reihen parallel zur Umlaufrichtung. Die Abspritzdüsen 7 sind zwischen den Reihen feststehend angeordnet und mit der Zuführungsleitung 8 verbunden, so dass die Siebflächen 5 durch die Spritzdüsen 7 gereinigt werden können.
Die Schmutzstoffe mit dem Spritzwasser fallen in eine innerhalb des Bandes unter den Abspritzdüsen angeordnete Auffangrinne 13 und werden durch einen Stutzen 17 seitlich abgeleitet.
Im übrigen sind die zur Trommelsiebmaschine beschriebenen und auch bei der Bandsiebmaschine vorhandenen gleichen Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Trommelsieb oder Bandsiebmaschine zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser und Abwasser, mit aus der Ebene des Siebfeldrahmens radial herausragenden Siebflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die radial herausragenden Siebflächen quer zur Achsrichtung der Trommel bzw. in Laufrichtung des Bandes verlaufen.
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