CH386352A - Klosettvorrichtung mit Geruchabschluss - Google Patents
Klosettvorrichtung mit GeruchabschlussInfo
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Description
Klosettvorrichtung mit Geruchabschluss Bekannte Klosettvorrichtungen mit Geruchab- schluss weisen einen Keramikkörper auf, der zugleich eine Klosettschüssel und den Siphon bildet. Diese übliche Konstruktion hat den Nachteil, dass die Her stellung von genügend masshaltigen, grossen Keramik körpern schwierig ist, so dass oft der Siphon nicht die richtigen Masse hat, deren genaue Einhaltung aber für einen einwandfreien Spülvorgang notwendig ist.
Daher kommt es, dass oft Klosettvorrichtungen einer und derselben Fabrikationsserie ganz verschieden gut arbeiten, bzw., dass bei der Fabrikation oft Ausschuss vorkommt, wenn man das Endprodukt sorgfältig kon trolliert.
Zur Vermeidung dieses Nachteils zeichnet sich die Klosettvorrichtung mit Geruchäbschluss nach der Erfindung aus durch eine Klosettschüssel aus Kera mik, einen Geruchabschlussbogen aus Kunststoff in der Wand und eine Zwischenmuffe, die zur Verbin dung des Geruchabschlussbogens mit der Schüssel dient.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 ein Vertikalschnitt durch eine Klosettvor richtung gemäss der Linie 1-I von Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Klosett, Fig. 3 ein Schnitt gemäss der Linie III-III von Fig. 1 und Fig. 4 eine Vorderansicht gemäss Pfeil IV von Fig. 2.
Die dargestellte Klosettvorrichtung weist eine Klo settschüssel 1 aus keramischem Material auf, die mit zwei übereinander liegenden, horizontalen Anschluss- Stutzen 2 und 3 versehen ist. An den oberen Stutzen 2 ist über eine Zwischenmuffe 4 die Anschlussmuffe 5 der Spülleitung 6 angeschlossen, die von einem nur in Fig. 2 angedeuteten Spülkasten 7 herkommt.
An den unteren Stutzen 3 ist über eine Zwischenmuffe 8 die Anschlussmuffe 9 eines siphonartigen Geruchab- schlussbogens 10 angeschlossen. Zum Abdichten der Zwischenmuffen 4 und 8 dienen torusförmige Dich tungen 11 aus Gummi oder dergl. Der Bogen 10 be steht aus Kunststoff, z.B. Polyäthylen, und weist, von seiner Anschlussmuffe 9 ausgehend, zuerst einen bo genförmigen Teil 12 und einen ansteigenden Schenkel 13 auf, die in einer unter einem Winkel a=45 zur Horizontalebene geneigten,
durch die ideelle Axe 14 des Stutzens 3 gehenden Ebene 15 liegen (siehe Fig. 3). In Fig. 1 ist der Teil 12 aus Darstellungsgründen in die Zeichenebene gedreht dargestellt. An den Schen kel 13 schliesst sich der obere Siphonbogen 16 an, der in einen vertikalen Schenkel 17 übergeht, wobei der Bogen 16 und der Schenkel 17 in einer zur Axe 14 senkrechten, also zur Zeichenebene der Fig. 3 pa rallelen Ebene liegen.
Diese Ebene ist auch parallel zur Oberfläche 18 einer Wand 19, an der die Klosett schüssel 1 befestigt ist, während der Bogen 10, ebenso wie der Spülkasten 7 in diese Wand 19 eingelassen ist. Zwischen dem oberen Bogen 16 und dem verti kalen Schenkel 17 verjüngt sich der lichte Durch messer des Siphons, beispielsweise von 70 mm auf 60 mm, was für eine gute Absaugwirkung von grosser Bedeutung ist. Der lichte Durchmesser des Bogens 10 ist von seiner Anschlussmuffe weg bis zur genann ten Verjüngung konstant und gleich dem lichten Durchmesser des Stutzens 3.
An den vertikalen Siphonschenkel 17, der vorzugs weise mindestens 50 mm, z.B. 50 bis 100 mm lang ist, ist mittels einer Ueberwurfmutter 20 einer Quetsch- dichtung 21 die Anschlussmuffe 22 einer Ablaufleitung 23 von wiederum 70 mm lichtem Durchmesser ange schlossen.
Zur Befestigung der Klosettschüssel 1 an der Wand 19 dient eine eiserne Montageplatte 23, die auf einer Seite mit vier an ihr angeschweissten Veran- kerungseisen 24 und auf der anderen Seite mit drei an ihr angeschweissten Gewindebolzen 25 versehen ist. Die Schüssel 1 weist einen mit entsprechenden Löchern versehenen Flansch 26 auf, der mittels Mut- tern 27 auf den Gewindebolzen 25 befestigt wird.
Die Schüssel 1 weist in üblicher Weise einen von dem Spülstutzen 2 längs des oberen Schüsselrandes verlaufenden, mit Löchern 28 versehenen Spülkanal 29, sowie zwei Anschlusslöcher 30 für einen nicht dargestellten Deckel auf.
Bei der Montage werden zuerst die Spülleitung 6 und der Bogen 10 in die Wand 19 eingemauert, oder in einen in dieser Wand vorgesehenen Hohlraum ver legt. Hierauf wird die Montageplatte 23 an der Wand 19 verankert und eine Putzschicht 31 angebracht. Nach Anbringen einer Verkleidungsschicht 32 werden die Zwischenmuffen 4 und 8 in die mit den betreffen den Dichtungen 11 versehenen Anschlussmuffen 5 und 9 gestossen. Hierauf werden die mit den betref fenden Dichtungen 11 versehenen Stutzen 2 und 3 in die Zwischenmuffen 4 und 8 gestossen, wobei zugleich der Flansch 26 auf die Gewindebolzen 25 zu sitzen kommt.
Es genügt nun, die Muttern 27 auf letztere aufzuschrauben, um die Schüssel 1 an der Wand zu befestigten.
Bevor man die Stutzen 2 und 3 in die Zwischen muffen 4 und 8 stösst, wird man zweckmässig an den äusseren Ansatzstellen der Stutzen 2 und 3 Kitt an bringen, der die Schüssel 1 mit den ausgeflanschten Enden der Zwischenmuffen 4 und 8 verkittet. Der normale Wasserpegel ist in Fig. 1 und 3 mit p be zeichnet und die Höhe des durch das Wasser bewirk ten Geruchverschlusses ist in Fig. 3 bei h angegeben.
Die beschriebene Klosettvorrichtung weist gegen über den üblichen, eingangs erwähnten Klosettvor richtungen mit Geruchverschluss den grossen Vorteil auf, dass der aus Kunststoff hergestellte Siphon 10 absolut masshaltig ist, so dass alle Klosettschüsseln bei der Spülung einwandfrei absaugen. Da sämtliche Lei tungen in der Wand liegen, muss man im Fussboden keinerlei Löcher vorsehen, was insbesondere bei mo dernen Bauten mit vorfabrizierten Wandelementen von Bedeutung ist.
Die Montage der Klosettschüssel mittels der Montageplatte 23 ist äusserst einfach, zumal zur Verbindung der Spülleitung 6 und des Bo gens 10 mit der Schüssel keine einzige Schraube oder Gewindering benötigt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Klosettvorrichtung mit Geruchabschluss, gekenn zeichnet durch eine Klosettschüssel (1) aus Keramik, einen Geruchabschlussbogen (10) aus Kunststoff in der Wand und eine Zwischenmuffe (8), die zur Ver bindung des Geruchabschlussbogens mit der Schüssel dient. UNTERANSPRÜCHE 1.Klosettvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schüssel (1) zwei über einanderliegende, horizontale Anschluss-Stutzen (2,3) aufweist, die in Zwischenmuffen (4,8) hineinragen, die ihrerseits in Anschlussmuffen (5,9) einer Spül leitung (6) und des Bogens (10) hineinragen, die in einer Wand (19) verlegt sind. 2. Klosettvorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Schüssel (1) an Ge- windebolzen (25) einer in der Wand (19) verankerten Montageplatte (23) befestigt ist. 3.Klosettvorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Anschluss-Stutzen (3) des Bogens (10) und der Bogen selbst bis zum Ende seines oberen Teils (16) denselben lichten Durchmes ser haben, und dass der Endabschnitt (17) des Bogens einen kleineren lichten Durchmesser hat. 4. Klosettvorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der erstgenannte Drurch- messer mindestens angenähert 70 mm und der zweit genannte Durchmesser mindestens angenähert 60 mm beträgt. 5.Klosettvorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Bogen (10) von seiner Anschlussmuffe (9) aus zuerst einen Bogen (12) und einen ansteigenden Schenkel (13) aufweist, die in einer durch die Axe (14) des betreffenden Stutzens (3) gehende, zur Horizontalbene um mindestens an genähert 45 geneigten Ebene (15) liegen, und dann einen oberen Bogen (16) und einen vertikalen Schen kel (17) von mindestens 50 mm Länge, die in einer zu dieser Axe senkrechten Ebene liegen, wobei der Echte Enddurchmesser des vertikalen Schenkels kleiner ist als derjenige der anderen Siphonteile (12, <B>13,16).</B>
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