CH370714A - Vorrichtung zum Einrammen von Rohren, Pfählen, Spundbohlen u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Einrammen von Rohren, Pfählen, Spundbohlen u. dgl.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
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Description
Vorrichtung zum Einrammen von Rohren, Pfählen, Spundbohlen u. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein rammen von Rohren, Pfählen, Spundbohlen und der gleichen sowohl mittels dynamischer Kräfte, die z. B. durch einen mit gegensinnig synchron umlau fenden Massen ausgerüsteten Schwingungserreger hervorgerufen werden, der mit dem einzurammenden Körper verbunden ist, als auch mittels statischer Kräfte, die z. B. von Belastungsmassen herrühren.
Diese zusätzlichen, statischen Kräfte sind bei derar tigen Vorrichtungen erforderlich, weil ein unverhält nismässig hoher, mit zunehmender Eindringtiefe des Rammkörpers ständig wachsender Teil der aufge wandten dynamischen Energie durch Reibung zwi schen Rammkörper und Baugrund oder dergleichen in schnell abklingenden Schwingungen sich verbraucht und für den Vortrieb des Rammkörpers unwirksam wird.
Wie die Erfahrung zeigt, muss jedoch zur Erzie lung einer optimalen Rammwirkung bzw. Einramm- geschwindigkeit zwischen der Frequenz der dynami schen Kräfte oder ihrer Amplitude einerseits und den statischen Kräften andererseits ein bestimmtes Ver hältnis bestehen, das wiederum von den jeweiligen Bodenverhältnissen und auch von der jeweiligen Ein dringtiefe abhängig ist. Zur Einstellung dieses Kräfte- verhältnisses auf die optimale Rammwirkung müssen also entweder die dynamischen oder die statischen Kräfte verändert werden, wobei sich jedoch heraus gestellt hat, dass die Veränderung der statischen Kräfte von grösserer Wirkung ist.
Es wurde schon vorgeschlagen, die statischen Kräfte durch Aufsetzen einer grösseren oder kleineren Anzahl von Gewichts platten anzupassen. Hierbei muss jeweils zum Aufle gen oder Abnehmen weiterer Gewichtsplatten die Rammvorrichtung ausser Betrieb genommen werden.
Für ein zügiges Arbeiten ist jedoch, insbesondere bei unterschiedlichem Bodengefüge mit stark wechseln dem Rammwiderstand, eine Anpassung während des Betriebes erforderlich. Abgesehen davon, dass ein häufiges Ausserbetriebnehmen der Vorrichtung und Auflegen oder Abnehmen von Platten in der Praxis wegen seiner Umständlichkeit ungern vorgenommen wird, ist auch die Einstellung der optimalen Ramm wirkung mit dieser Methode sehr schwierig, da dabei die Wirkung der Veränderung der statischen Kräfte auf das Arbeiten der Vorrichtung nicht direkt sicht bar ist.
Bei der erfindungsgemässen Rammvorrich tung sind diese Nachteile vermieden.
Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass Mittel zur Änderung der statischen Kräfte wäh rend des Betriebes der Vorrichtung vorgesehen sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der schematischen Zeichnung veranschaulicht und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Rammvorrichtung, bei welcher an einem festen Baugerüst abgestützt Federn als laster zeugende Bauelemente dienen; Fig. 2 Teile derselben Vorrichtung von vorn gesehen ; Fig. 3 eine Rammvorrichtung, bei welcher als lasterzeugende Bauelemente übereinandergeschich- tete Platten dienen, die während des Betriebes auf eine Federabstützung aufgesetzt und von dieser abge zogen werden können;
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Verbindung der ein zelnen Platten nach Fig. 3 ; Fig. 5 eine Rammvorrichtung, bei welcher als lasterzeugendes Bauelement ein Behälter mit Flüssig keit dient, der während des Betriebes, der Vorrich tung gefüllt und entleert werden kann ; Fig. 6 eine Rammvorrichtung mit Rammbär in der Seitenansicht ; Fig. 7 eine Rammvorrichtung gemäss Fig. 6 im Aufriss.
Die Rammvorrichtung nach Fig. 1 besitzt zum Einrammen des Pfahles 1 den Erreger 9, der an einem auf dem Erdboden 2 festen Gerüst 6 über die Federn 3 und das Joch 7 abgestützt ist. Die Kraftent faltung der Federn 3 auf den Erreger 9 wird verän dert durch mehr oder weniger starkes Anziehen der über die Rollen 12 laufenden Seile 8 mittels der Winde 14. Der Erreger 9 ist dabei über die Rollen 11 an dem Joch 7 des Gerüstes 6 gleitend gelagert. Das Joch 7, in den Fig. 1 und 2 schraffiert darge stellt, läuft mittels der Rollen 10 gleitend am Ge rüst 6. Der Erreger 9 besitzt die gegensinnig syn chron rotierenden Unwuchten 15, die durch einen Elektromotor (nicht dargestellt) angetrieben werden.
Dämpfungsvorrichtungen 5 verhindern eine uner wünschte übertragung der Schwingungen des Erre gers auf die Seile B. Das Gerüst 6 ist im Gelenk 13 kippbar angeordnet, so dass die Vorrichtung in jeder Schräglage zum Boden verwendet werden kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 hängt die gesamte Rammvorrichtung an einem nicht gezeich neten Kran oder dergleichen mit dem Kranhaken 17. Zur Verbindung mit dem Erreger 9 dient dabei ein Bolzen 25. Der Erreger 9, der mit dem Pfahl 1 fest verbunden ist, trägt die rotierenden Unwuchten 15 sowie eine Federabstützung 18, auf welcher die ein zelnen Platten 19-22 ruhen können. Die oberste Platte 22 ist über die Seile 16, welche auf die moto risch angetriebenen Haspeln 27 aufgewunden werden können, und über den Kranhaken 17 mit dem nicht gezeichneten Kran verbunden.
Die Platten 19-22 können sowohl auf der Federabstützung 18 ruhen, als auch an den Seilen 16 hängen, je nachdem wie viel Seillänge auf die Haspeln 27 aufgewunden oder von ihnen abgelassen wird.
Die ein gewisses Spiel aufweisende Verbindung der einzelnen Platten zeigt Fig. 4. Mit der unteren Platte 19 fest verbunden ist ein Bolzen 29, der durch eine Bohrung 24 der Platte 20 hindurchgreift und dessen oberes Ende mittels einer verschweissten Mut ter 23 in einer Absenkung 28 der nächsthöheren Platte 20 ruht.
Es ist ohne weiteres zu erkennen, dass, wenn das Seil 16 weitgehend abgelassen wird, alle Platten auf einanderliegen und über die Federabstützung 18 den Rammkörper belasten. Wird dagegen das Seil 16 mehr oder weniger angezogen, dann werden mehr oder weniger Platten hochgehoben; sie hängen dann über die Bolzen 29 aneinander und belasten den Rammkörper nicht mehr. Durch diese Einrichtung ist zwar keine kontinuierliche, aber eine sehr schnelle, bequeme und für die meisten Bedarfsfälle hinreichend feinstufige Veränderung der auf den Rammkörper wirkenden statischen Kräfte möglich.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 hängt der die rotierenden Unwuchten 15 tragende Erreger 9 der Vorrichtung wieder über einen Bolzen 25 an einem nicht gezeichneten Kran oder dergleichen. Auf der Federabstützung 18 ruht jedoch hier ein Wasserbehälter 26, dessen Füllung durch nicht dar gestellte Zu- und Abflusseinrichtungen leicht während des Betriebs kontinuierlich verändert werden kann. Diese Einrichtung ergibt eine vollkommene Anpas sung der erforderlichen statischen Kräfte an den je weiligen Widerstand des Bodens.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss der Fig. 6 und 7 ist an dem auf dem Baugrund beweglichen und/oder dort, beispielsweise durch bekannte und deshalb nicht dargestellte Mittel, verankerten Ramm gerüst 31 mit Gleitschiene 32 für den Rammbär 33 eine Seilwinde 34 nebst Umlenkrollen 35 für zwei Zugseile 36 angebracht, die über Einspannglieder 37 und Druckfedern 38' in Gehäusen 38 mit Zugbolzen 39 der Rammhaube 40 in elastischer und hinsicht lich der Kraftwirkung auf den Ranunkörper 41 re gelbarer Verbindung stehen.
Anstelle einer Winde können auch ab- und zuschaltbare Gewichte oder andere Einrichtungen für die Vorspannung der Fe dern 38' angewendet werden. Mit derartigen Mitteln lässt sich der Rammkörper 41 beim Eintreiben in das Loch 42 in jedem gewünschten, beispielsweise dem Widerstand des Baugrundes entsprechenden, Masse statisch vorbelasten und einem Zurückfedern nach den Rammschlägen wirkungsvoll entgegenwir ken.
Die teilweise im Baugrund gespeicherte Schlag energie wird jeweils beim nachfolgenden Schlag nutz bar gemacht und dadurch einerseits der Anteil der Schlagenergie, der dem Vortrieb des Rammkörpers dient, beachtlich erhöht und die Einrammzeit ande rerseits erheblich verkürzt.
Wie aus den Figuren der Zeichnungen leicht zu ersehen ist, sind bei sämtlichen Beispielen die stati schen Kräfte während des Betriebes einstellbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Einrammen von Rohren, Pfäh len, Spundbohlen und dergleichen sowohl mittels dy namischer als auch mittels statischer Kräfte, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Änderung der stati schen Kräfte während des Betriebes der Vorrichtung vorgesehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch an einem festen Gerüst (6, 31) abge stützte Federn (3, 38'), deren Kraft auf den Ramm körper (1, 41) durch Änderung ihrer Vorspannung veränderbar ist. 2.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch ein am festen Gerüst (6) geführtes Joch (7), das ein Widerlager für die Belastungsfedern (3) bildet und zur Veränderung der Federvorspan- nung mittels Seilzuges und Winde (8, 14) am Gerüst höhenverstellbar angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Belastungsmasse (19-22, 26), deren wirksames Gewicht während des Betriebes der Vorrichtung veränderbar ist. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsmasse mit einem Schwingungserreger (9) durch Federabstützung (18) so lose gekoppelt ist, dass sie praktisch schwingungs frei lagert. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsmasse an einer Ketten- oder Seiltrommel gelagert ist, auf welche während des Betriebes der Vorrichtung mehr oder weniger Ketten- oder Seillänge aufgehaspelt werden kann. 6.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Belastungsmasse ein Behäl ter mit Flüssigkeit (26) dient, wobei Mittel vorge sehen sind, um während des Betriebes der Vorrich tung den Behälter füllen und entleeren zu können.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Belastungsmasse lose mit- einander verbundene Platten (19-22) dienen, die in. beliebiger Anzahl mittels einer Einrichtung während des Betriebes auf die Federabstützung aufgesetzt oder von dieser abgehoben werden können. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte an der nächsthöhe ren mittels Spiel aufweisenden Verbindungen aufge hängt ist, während die oberste Platte über einen Seilzug (16) mit einem Gerüst verbunden ist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen aus mit der entsprechenden unteren Platte (19) fest verbundenen Bolzen (29) bestehen, die in Pfannen oder Absen kungen (28) der entsprechenden oberen Platte (20) lose eingehängt sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEM30936A DE1191755B (de) | 1956-06-27 | 1956-06-27 | Vorrichtung zum Eintreiben von Pfaehlen, Rohren, Spundbohlen od. dgl. mit einem Schwingungs-erzeuger |
| DEM0031837 | 1956-09-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH370714A true CH370714A (de) | 1963-07-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH4777057A CH370714A (de) | 1956-06-27 | 1957-06-26 | Vorrichtung zum Einrammen von Rohren, Pfählen, Spundbohlen u. dgl. |
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| CH (1) | CH370714A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2055349A1 (de) * | 1969-11-20 | 1971-05-27 | Internationaal Technische Handelson derneming en Adviesbureau ITHA N V , Dubbeldam (Niederlande) | Vorrichtung und Verfahren zur Be arbeitung des Erdbodens und/oder zum Einbringen einer Säule aus Fremdmaterial im Erdboden |
| WO1990015904A1 (en) * | 1989-06-21 | 1990-12-27 | Roxbury Limited | Improvements in or relating to in situ pile formation |
-
1957
- 1957-06-26 CH CH4777057A patent/CH370714A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2055349A1 (de) * | 1969-11-20 | 1971-05-27 | Internationaal Technische Handelson derneming en Adviesbureau ITHA N V , Dubbeldam (Niederlande) | Vorrichtung und Verfahren zur Be arbeitung des Erdbodens und/oder zum Einbringen einer Säule aus Fremdmaterial im Erdboden |
| WO1990015904A1 (en) * | 1989-06-21 | 1990-12-27 | Roxbury Limited | Improvements in or relating to in situ pile formation |
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