Verfahren und Vorrichtung zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahlgeregelten Gleichstrommotors in Reversierantrieben Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahlgeregelten Gleichstrommotors in Reversier- antrieben sowie eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
Zur Wegbegrenzung von durch Elektromotoren angetriebenen Maschinen mit hin und her gehender Bewegung, wie z. B. Hobelmaschinen, sind folgende Methoden bekannt: Die Wegbegrenzung wird z. B. durch elektrische Schaltwerke bewerkstelligt, die meistens von Nocken betätigt werden. Die Hublänge kann durch das Ver stellen der Nocken oder des Schalters beliebig ein gestellt werden. Das Verstellen erfolgt dabei von Hand, was bei Maschinen beträchtlicher Länge recht mühsam und umständlich ist, oder mittels einer mechanisch-elektrischen Vorrichtung, welche erheb lichen Aufwand erfordert.
Gemäss anderen Methoden werden kleinen Weg einheiten entsprechende Impulse in einen Impulszäh ler gegeben. Beim Erreichen einer vorbestimmten Soll- Impulszahl wird der Befehl für die Reversierung der Maschine gegeben. Das Verstellen der Hublänge er folgt hier durch Änderung der Soll-Impulszahl.
Der Nachteil der bekannten Umsteuereinrichtun gen besteht nun darin, dass der eigentliche Wendevor gang, das heisst die Abbremsung der Maschine, bis auf die Geschwindigkeit Null und das Anlaufen in ent gegengesetzter Richtung nicht kontrolliert ist. Der Bremsweg ist weitgehend von der Bewegungs geschwindigkeit abhängig und weist auch bei gleich bleibender Geschwindigkeit eine beträchtliche Streuung auf. Man ist jedoch aus wirtschaftlichen Gründen be strebt, die Wendestrecke so klein wie möglich zu machen, was die Konstanthaltung des Motordreh momentes bei der Verzögerung und Beschleunigung auf dem maximal zulässigen Wert bedingt.
Ferner ist man bestrebt, den Wendepunkt möglichst genau fest zulegen, um der Form der zu bearbeitenden Werk stücke Rechnung tragen zu können. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, den er wähnten Nachteil der herkömmlichen Umsteuerein richtung zu beheben. Die Erfindung bezweckt, die periodische Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahl geregelten Gleichstrommotors in Reversierantrieben derart vorzunehmen, dass die Wendestrecke möglichst klein wird, und dass der angetriebene Maschinenteil immer genau am gleichen Ort reversiert, unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit der Maschinen teil auf den Wendepunkt zuläuft.
Somit kann die Ge schwindigkeit während des Arbeitsvorganges der Maschine beliebig geändert werden, ohne dass sich die effektive Hublänge ändern würde, wobei der Wende punkt durch eine Fernsteuereinrichtung vom Bedie nungspult aus genau eingestellt werden kann. Das erfindungsgemässe Verfahren zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung ist dadurch gekennzeich net, dass bei einer bestimmten vorwählbaren Stellung (Wendebefehlpunkt) des vom Motor angetriebenen Maschinenteiles der Wendebefehl gegeben und die Zählung von kleinen Wegeinheiten entsprechenden Im pulsen eingeleitet wird, wobei der jeweilige Zählerstand in eine Führungsgrösse umgewandelt wird, welche,
ausgehend von einem der maximalen Drehzahl ent sprechenden Anfangswert kleiner werdend, am über- nahmepunkt beim Unterschreiten des eingestellten Drehzahlsollwertes an dessen Stelle tritt, durch Motor bremsung den angetriebenen Maschinenteil nach Durchlaufen einer vom Wendebefehlspunkt aus fest gelegten konstanten Strecke bis zum Stillstand ver zögert und der Zählerendstand das Umschalten und Hochlaufen des Antriebsmotors in entgegengesetzter Drehrichtung auslöst.
Die zur Ausübung des Verfahrens geeignete erfin- dungsgemässe Vorrichtung weist ein mit dem Antrieb ver bundenes Kopierwerk auf; welches die genaue Lagedes Wendebefehlspunktes festhält und beim Erreichen die ses Wendebefehlspunktes einen Impuls abgibt, worauf eine Torschaltung geöffnet wird, um die Impulse eines mit dem Antriebsmotor verbundenen Impulsgebers auf einen Zähler wirken zu lassen, der daraus eine vom jeweiligen Zählerstand abhängige Spannung er zeugt, die in einem Netzwerk in die Führungsgrössen spannung umgeformt wird, welche beim Unterschrei ten der Drehzahlsollwertspannung die Drehzahl des Antriebsmotors bis zum Stillstand steuert;
und welcher Zähler beim Erreichen einer Endzahlstellung einen Impuls abgibt, der das Umschalten und Hochlaufen des Antriebsmotors in entgegengesetzter Drehrichtung: bewirkt.
An Hand der Zeichnung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschema der Vorrichtung, Fig. 2 ein- Diagramm, in welchem die Führungs grösse in Abhängigkeit des Überlaufweges dargestellt ist. Fig. 3 das Kopierwerk und Fig. 4 ein Schaltschema der Vorrichtung.
Aus Fig. 1 ist ein Blockschema der Vorrichtung ersichtlich. Die genaue Lage des Wendebefehlspunktes wird einem Kopierwerk 1.1 mitgeteilt und dort fest gehalten. Sobald der angetriebene Maschinenteil; z. B. der Arbeitstisch einer Langhobelmaschine, diese eingestellte Lage 1.2 erreicht, gibt das Kopier werk 1.1 in Form eines Impulses 1.3 den Be fehl zur Einleitung der Umsteuerung der Bewe gung. Dieser Impuls 1.3 öffnet eine elektrische Tor schaltung 1.4, die den Impulsgeber 1.5 freigibt. Der Impulsgeber 1.5 misst fortlaufend die genaue Lage des bewegten Maschinenteiles und gibt bei jedem Millimeter Fortbewegung einen elektrischen Impuls 1.6 ab.
Diese Impulse 1.6 gelangen in einen. Zähler 1.7, wo die Impulse 1:6 gezählt, das heisst die genaue Lage des Maschinenteiles (gerechnet von der Stelle, welche durch den ersten Impuls markiert war) festgestellt wird. An den Zähler 1:7 ist ein elektrisches Netzwerk 1.8 angeschlossen, das eine Gleichspannung, die sogenannte Führungsgrösse 1.9; erzeugt. - Diese Führungsgrösse ist von der Lage des bewegten Maschi nenteiles abhängig und kann somit vom Ausgangswert des Zählers abgeleitet werden.
Die gewünschte Geschwindigkeit des bewegten Maschinenteiles kann an einem Sollwertgeber im vor aus, für den Vorlauf 1.10 und für den Rücklauf 1.11 getrennt, eingestellt werden. Das Maschinenteil wird von der Ward-Leonard-Gruppe angetrieben. Der Gleichstrommotor wird dabei über seine Erregerwick- lung 1.13 mit einem konstanten Feld erregt, der Gleichstromgenerator hingegen veränderbar über Thy- ratrongeräte 1.16, 1.17. Die zwei getrennten Erreger wicklungen 1.14; 1.15 des Generators werden für den Vorlauf und für den Rücklauf von zwei getrennten Thyratrongeräten 1..16, 1.17 gespeist.
Der Motor treibt einen Tachometerdynamo 1.18 an, dessen Span nung der jeweiligen Drehzahl proportional ist. Dieser Ist Wert wird mit dem Sollwert verglichen und die Differenzspannung in einem elektronischen Verstärker 1.19 verstärkt. Diese Drehzahldifferenzspannung wird dann in einem Steuerteil 1.20 zur Steuerung der Thyratrongeräte 1.16; 1.17 und dadurch zur Regelung der Drehzahl herangezogen. Solange sich der Maschi nenteil zwischen den beiden Wendebefehlpunkten 1.2 bewegt, die im Kopierwerk 1.1 festgehalten sind, be stimmt die am Sollwertgeber 1.10, 1.11 eingestellte Spannung die Drehzahl des Antriebsmotors, das heisst auch die Bewegungsgeschwindigkeit.
Hat der Maschi nenteil einen der genannten Wendebefehlpunkte 1:2 überschritten, so wird die Bildung der Führungsgrösse 1.9 ausgelöst. Sobald nun diese Führungsgrösse 1.9 die Steuergrösse des Sollwertgebers 1.10, 1.11 unter schreitet, wird mittels eines Diskriminators 1.21 der Sollwertgeber selbsttätig ausgeschaltet und die Steue rung der Drehzahl wird von der Führungsgrösse 1.9 übernommen. Diese steuert nun den Antrieb nach einem festen Gesetz bis zum Stillstand derart, dass der Bremsweg unabhängig von der am Sollwertgeber eingestellten Drehzahl eine konstante Grösse wird.
Fig. 2 zeigt die Abhängigkeit der Führungsgrösse 1.9 vom Überlaufweg s. An der Stelle A (Wende befehlpunkt) hat der Maschinenteil die im Kopier werk 1.1 festgehaltene Lage mit einer am Sollwert geber eingestellten Geschwindigkeit V1 erreicht. Von diesem Zeitpunkt an werden die Impulse des Impuls gebers 1.5 gezählt und nach dem in Fig. 2 gezeigten Zusammenhang in eine Gleichspannung, die Füh rungsgrösse -1.9 umgeformt. An der Stelle B, dem Übernahmepunkt, unterschreitet die Führungsgrösse die Sollwertspannung. In diesem Augenblick schaltet der Diskriminator 1.21 die Steuerung des Antriebes vom Söllwertgeber auf die Führungsgrösse um.
Im weiteren Verlauf wird der Antrieb entsprechend dem Kurvenstück C-D abgebremst und an der Stelle D, dem Wendepunkt, zum Stillstand gebracht, und da nach dann- mit umgekehrter Drehrichtung wieder ein geschaltet. Der Bremsweg B-D ist zwar von der jewei ligen Geschwindigkeit V1 abhängig, aber der gesamte- Überlaufweg A-D ist eine konstante Grösse, also von der Geschwindigkeit V1 unabhängig.
Die Führungsgrösse 1.9 verläuft nach dem Gesetz:
EMI0002.0030
wobei V",,_, die am Sollwertgeber einstellbare maxi male Geschwindigkeit, ,_, Geschwin- digkeit "
EMI0002.0035
u", <SEP> = <SEP> die <SEP> maximal <SEP> einstellbare, <SEP> der
<tb> entsprechende <SEP> Sollwert
<tb> Y",
<tb> spannurig,
<tb> s <SEP> = <SEP> der <SEP> Überlaufweg,
<tb> T <SEP> = <SEP> die <SEP> maximale <SEP> Bremszeit <SEP> bei <SEP> konstanter
<tb> Verzögerung <SEP> ist. Entsprechend der vorausgesetzten konstanten Ver zögerung wird der Antriebsmotor mit konstantem Ankerstrom, das heisst, mit konstantem Drehmoment, abgebremst.
Fig. 3 zeigt den schematischen Aufbau des Kopier werkes. Mit M ist ein Antriebsmotor der Vorrichtung bezeichnet, welcher über ein Differentialgetriebe 21 eine Scheibe 1 in Drehbewegung setzt. Das Überset zungsverhältnis zwischen dem Antriebsmotor M und dieser Scheibe ist so gewählt, dass die Scheibe 1 eine volle Umdrehung macht, während der hin und her gehende Maschinenteil z. B. 100 mm zurücklegt. Durch ein zweites Differentialgetriebe 2 mit einem Übersetzungsverhältnis von 10: 1 wird eine zweite Scheibe 3 angetrieben, deren volle Umdrehung einer Verschiebung von 1 m des Maschinenteiles entspricht. Schliesslich wird durch ein drittes Differentialgetriebe 4 mit einer Übersetzung von 10 : 1 eine dritte Scheibe 5 in Drehbewegung gesetzt, deren eine Umdrehung 10m Verschiebung entspricht.
Jede Scheibe 1, 3 und 5 hat an ihrem Umfang einen Schlitz<I>la, 3a</I> und 5u und jedem Schlitz ist je eine Lichtquelle 6, 7 und 8 zugeordnet, welche die zugehörigen Scheiben beleuch ten. Hinter jeder Scheibe 1, 3 und 5 ist je eine Photo zelle 9, 10 und 11 aufgestellt, welche von den zu gehörigen Lichtquellen 6, 7 und 8 nur durch den Schlitz der zugehörigen Scheibe beleuchtet werden können. Durch drei Stellmotoren 12, 13 und 14 kön nen die Scheiben 1, 3 und 5 von einem Bedienungs pult 22 aus durch das zugehörige Differentialgetriebe 21, 2 bzw. 4 eingestellt und damit der Wendepunkt der Bewegung festgelegt werden.
Wenn sich das hin und her gehende Organ dem eingestellten Wendepunkt nähert, so gibt es einen Zeitpunkt vor der Einleitung des Wendevorganges, wo gleichzeitig durch den Schlitz 5u der Scheibe 5 und den Schlitz 3a der Scheibe 3 Licht auf die Photozellen 11 und 10 tritt. Diese Koinzidenz erzeugt einen vorbereitenden Im puls, welcher gewisse Funktionen ausübt, wie weiter unten ausführlich dargelegt wird.
Erst wenn alle drei Photozellen 9, 10 und 11 gleichzeitig Licht bekommen, was genau bei Errei chen des Wendebefehlpunktes eintritt, wird ein Ko inzidenzimpuls erzeugt, der in Richtung der Torschal tung weitergeleitet wird, wodurch die Auslösung des Impulsgebers erfolgt.
Die Getriebewellen 21', 2' und 3' tragen je ein Potentiometer 15, 16 und 17, die die Lagen der zu gehörigen Scheiben 1, 3 und 5 mittels Anzeigeinstru menten 18, 19 und 20 melden und dadurch das Fern einstellen des Wendepunktes ermöglichen. Die An zeigeinstrumente 18, 19 und 20 sind auf dem Bedie nungspult 22 montiert. Als Impulsgeber ist eine nicht dargestellte Scheibe verwendet, welche an ihrem Um fang z. B. 50 Löcher aufweist. Diese Scheibe wird ebenfalls vom Antriebsmotor M in Drehbewegung gesetzt. Die Drehzahl der Scheibe ist so gewählt, dass eine Lochteilung am Scheibenumfang einer Verschie bung des Maschinenteiles von 1 mm entspricht.
Die Scheibe wird von einem Lichtstrahl beleuchtet und auf der anderen Seite der Scheibe ist eine Photozelle an geordnet. Dieser Impulsgeber gibt also immer einen Impuls ab, wenn der hin und her gehende Maschinen teil 1 mm zurückgelegt hat.
In der Fig.4 ist das Schaltungsschema der ge samten Vorrichtung dargestellt. Als Sollwertgeber funktionieren die Potentiometer Pv für den Vorlauf und PR für den Rücklauf. Sie sind an je eine mit Hilfe von Glimmröhren S1 und S2 stabilisierte Spannung angeschlossen. Das Potential des Punktes A' ist ent weder gleich der Sollwertspannung, abgegriffen am Potentiometer PV, oder gleich der um 180 gedrehten Führungsgrösse, in Abhängigkeit davon, ob die Span nung an der Diode D 1 oder die Spannung an der Diode D2 negativer ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Potential des Punktes B'. Dieses Potential folgt der Sollwertspannung für den Rücklauf oder aber der Führungsgrösse, je nachdem, ob an der Diode D3 oder D4 die kleinere Spannung liegt.
Der Relaiskon takt 1R1 verbindet im Vorlauf den Punkt A und im Rücklauf den Punkt B' mit dem Verstärker 4.4 bzw. mit dem Steuerteil 4.5 des Thyratrongerätes l.16. Der Relaiskontakt 2R 1 schaltet dementsprechend das Thy- ratrongerät für Vor- und Rücklauf ein und bestimmt somit die Drehrichtung des Motors 4.7. Das Potentio meter P 1 dient zur Symmetrierung des Verstärkers. Ein hier nicht gezeichnetes Startrelais R3, welches sich in der Antriebssteuerung befindet, kann eingeschaltet werden mittels eines Startknopfes, welcher einen im Erregerstromkreis des Startrelais liegenden, nicht ge zeichneten Schalter betätigt.
Das Startrelais R3 gibt mit seinem Kontakt 1R3 im Stillstand der Maschine einen Sollwert Null auf das Thyratrongerät. Nach Betätigen des Startknopfes gelangt hingegen über Relaiskontakt 1R3 die eingestellte Sollwertspannung auf das Thyratrongerät, so dass der Antrieb mit der eingestellten Geschwindigkeit anläuft. Während dieser Zeit sind Relais R 1 und R2 stromlos. Das Startrelais R3 schliesst zwar mit seinen Kontakten 2R3 bzw. 3R3 die Stromkreise der Relais R 1 und R2, sie können aber nicht anziehen, weil die Thyratrons 17 und 18 keinen Strom führen.
Nähert sich nun der bewegte Maschinenteil dem im Kopierwerk eingestellten Wendebefehlpunkt, so lässt zuerst die am langsamsten laufende Scheibe 5 Licht durch ihren Schlitz 5a auf die Photozelle 11 fallen, die dadurch einen positiven Spannungsimpuls abgibt. Dieser Impuls gelangt durch die Schutzwiderstände 4' und 5' zu den Basen der Transistoren 6' und 7'. Infolgedessen gehen diese Transistoren in den Sperrzustand über.
Wenn nun der Maschinenteil sich weiter bewegt, so wird Licht auch durch den Schlitz 3a der zehnmal rascher laufenden Scheibe 3 fallen. Diesmal gibt Photozelle 10 einen positiven Impuls ab, und über die Schutzwiderstände 8' und 9' werden die Transistoren 10' und 11' zum Sperren gebracht. Dadurch, dass nun die Transistoren 6' und 10' gleichzeitig sperren, kann am gemeinsamen Belastungswiderstand 12' keine Spannung mehr entstehen, das heisst die Kollektoren der Transistoren werden plötzlich negativ. Dieser negative Impuls wird im RC-Glied 13', 14' differen ziert und in Röhre 15' verstärkt. Der verstärkte Im puls wird über Kondensator 16' auf das Gitter des Thyratrons 17 geführt.
Diese wird gezündet und das Relais R2 in ihrem Anodenkreis erregt. Durch seinen Kontakt 3R2 hält sich das Relais selbst, und zur glei chen Zeit wird das Thyratron 17' wieder gelöscht. Durch den Kontakt 4R2 erhält das Thyratron 19' Anodenspannung und wird dadurch für ein späteres Zünden vorbereitet. Das Relais R2 versieht noch fol gende Funktionen: Der Zähler 1.7 und das elektrische Netzwerk 1.8 für die Führungsgrösse werden auf Null gestellt, das heisst, die Führungsgrösse wird auf ihren negativen Maximalwert eingestellt. Relaiskontakt 5R2 schaltet die Ausgangsspannung des Zählers 1.7 an das Gitter des Thyratrons 18'.
Kontakt 2R2 trennt den Ausgang des Netzwerkes 1.8 für die Führungsgrösse von der Diode D4; Kontakt 1R2 verbindet den Aus gang einer Phasenumkehrstufe mit Diode D2.
Nachdem diese vorbereitenden Schaltfunktionen von den ersten zwei Scheiben 5 und 3 ausgelöst wur den, erreicht der Maschinenteil den eingestellten Wendebefehlpunkt, wo der Wendebefehl ausgelöst werden soll. In diesem Augenblick fällt Licht auch durch den Schlitz la der dritten, am schnellsten lau fenden Scheibe 1 auf die Photozelle 9, die über den Schutzwiderstand 20' den Transistor 21' zum Sperren bringt.
Da nun alle drei parallel geschalteten Transi storen 7', 11' und 21' sperren, entsteht analog zum vorherigen ein negativer Impuls am Belastungswider stand 22': Dieser Impuls wird im RC-Glied 23, 24 differenziert, in Röhre 25 verstärkt und durch Kon densator 26 an das Gitter des Thyratrons 27 geführt, welches dadurch gezündet wird. Durch seinen Anoden strom entsteht am Kathodenwiderstand 28 ein Span nungsabfall. Dadurch wird das Potential des Punktes <B>C</B> gehoben. Dieser positive Impuls wird über Wider stand 29 auf die Basis des Transistors 30 geleitet, der infolgedessen in den Sperrzustand übergeht.
Damit wird der Kurzschluss am Ausgang des Impulsgebers 1.5 aufgehoben und die Impulse, die der Impulsgeber 1.5 je 1 mm Verschiebung des Maschinenteiles ab gibt, gelangen in den Zähler 1.7. Im Zähler 1.7 wer den alle Impulse des Impulsgebers gezählt und im an schliessenden Netzwerk 1:8 in die Führungsgrösse um gewandelt. Vom Augenblick an, wo diese Führungs grösse kleiner wird als die Spannung am Sollwertgeber PV, bestimmt die Führungsgrösse das Potential des Punktes A' und somit die Drehzahl des Antriebs motors. Dieser wird nach der Kurve der Fig. 2 gene- ratorisch abgebremst.
Wenn der Zähler durchgezählt hat und die Führungsgrösse infolgedessen auf Null gesunken ist; gibt der Zähler einen Impuls ab, der das Thyratron 18' zündet. Relais R1 im Anodenkreis des Thyratrons 18' wird dann angezogen. Durch Kontakt 2R1 hält sich das Relais selbst und löscht zugleich Thyratron 18'. Kontakt 1R1 schaltet den Eingang des Verstärkers auf den Sollwertgeber PR für den Rück lauf um. Infolgedessen läuft der Antriebsmotor in ent gegengesetzter Richtung auf die eingestellte Touren- zahl hoch. Kontakt 3R1 gibt Anodenspannung an Thyratron 31 und bereitet somit diese Röhre für ein späteres Einschalten vor.
Kontakt 4R1 unterbricht die Anodenspannung des Thyratrons 27 und - schaltet Anodenspannung an Thyratron 32. - Durch das Löschen des Thyratrons 27 Wird Transistor 30 wieder leitend und schliesst somit den Ausgang des Impuls gebers 1.5 wieder kurz.
Läuft nun der 'bewegte Maschinenteil gegen den anderen Wendebefehlpunkt zu, so lassen zuerst die zwei langsam laufenden Scheiben des Kopierwerkes für den Rücklauf einen Lichtimpuls durch ihren Schlitz. Die zugehörigen Photozellen 33 und 34 geben Impulse ab; wodurch die Transistoren 35, 36, 37 und 38 zum Sperren gebracht werden. Am Belastungs widerstand 39 entsteht dadurch ein Impuls; der vom RC-Glied 40, 41 differenziert und in Röhre 42 ver stärkt wird.
Thyratron 19' wird dadurch gezündet und Relais R2 kurzgeschlossen. Durch Abfallen des Relais R2 öffnet sich Kontakt 4R2 und löscht das Thyratron 19': Der Zähler 1.7 wird wieder auf Null gestellt.
Wird nun der neue Wendebefehlpunkt erreicht, gibt auch die am raschesten laufende Scheibe durch Photozelle 43 einen Impuls ab. Transistor 44 wird gesperrt, durch das RC-Glied 45, 46 der Impuls diffe renziert und in Röhre 47 verstärkt. Der verstärkte Impuls gelangt auf das Gitter des Thyratrons 32, das Stromtor wird geöffnet, das Potential des Punktes D' gehoben und dadurch Transistor 30 wieder zum Sper ren gebracht. Dadurch wird der Impulsgeber 1.5 frei gegeben, die Impulse werden im Zähler 1.7 wieder gezählt und der schon dargestellte Vorgang des Ab bremsens des Antriebes wird wiederholt. Im Augen- blick, wo der Antrieb stillsteht, gibt der Zähler 1.7 über Kontakt 5R2 einen Impuls an das Gitter des Thyratrons 31, das nun zündet.
Dadurch wird Relais R1 kurzgeschlossen. Durch Abfallen des Relais R1 wird der Eingang des Verstärkers wieder auf den Soll wertgeber P-%, für Vorlauf eingeschaltet. Der bereits geschilderte Vorgang wird wiederholt.
Die beschriebene und dargestellte Vorrichtung weist den Vorteil auf; dass - unabhängig von der ein gestellten Drehzahl - die Umsteuerung des Antriebes immer am gleichen Ort vorgenommen wird: Ausser- dem besteht die Möglichkeit einer Ferneinstellung des Wendebefehlpunktes, was bei vielen Anwendungen als Vorteil empfunden wird.