CH370467A - Verfahren und Vorrichtung zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahlgeregelten Gleichstrommotors in Reversierantrieben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahlgeregelten Gleichstrommotors in Reversierantrieben

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CH370467A
CH370467A CH6286458A CH6286458A CH370467A CH 370467 A CH370467 A CH 370467A CH 6286458 A CH6286458 A CH 6286458A CH 6286458 A CH6286458 A CH 6286458A CH 370467 A CH370467 A CH 370467A
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Fritz Bollinger
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Inventio Ag
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    • G06F1/02Digital function generators
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23Q15/007Automatic control or regulation of feed movement, cutting velocity or position of tool or work while the tool acts upon the workpiece
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahlgeregelten  Gleichstrommotors in Reversierantrieben    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur periodischen Drehrichtungsumsteuerung eines  drehzahlgeregelten Gleichstrommotors in     Reversier-          antrieben    sowie eine Vorrichtung zur Ausübung des  Verfahrens.  



  Zur Wegbegrenzung von durch Elektromotoren  angetriebenen Maschinen mit hin und her gehender  Bewegung, wie z. B. Hobelmaschinen, sind folgende  Methoden bekannt:  Die Wegbegrenzung wird z. B. durch elektrische  Schaltwerke bewerkstelligt, die meistens von Nocken  betätigt werden. Die Hublänge kann durch das Ver  stellen der Nocken oder des Schalters beliebig ein  gestellt werden. Das Verstellen erfolgt dabei von  Hand, was bei Maschinen beträchtlicher     Länge    recht  mühsam und umständlich ist, oder mittels einer  mechanisch-elektrischen Vorrichtung, welche erheb  lichen Aufwand erfordert.  



  Gemäss anderen Methoden werden     kleinen    Weg  einheiten entsprechende Impulse in einen Impulszäh  ler gegeben. Beim Erreichen einer     vorbestimmten        Soll-          Impulszahl    wird der Befehl für die Reversierung der  Maschine gegeben. Das Verstellen der     Hublänge    er  folgt hier durch Änderung der Soll-Impulszahl.  



  Der Nachteil der bekannten Umsteuereinrichtun  gen besteht nun darin, dass der eigentliche Wendevor  gang, das heisst die Abbremsung der Maschine, bis auf  die Geschwindigkeit Null und das Anlaufen     in    ent  gegengesetzter Richtung nicht kontrolliert ist. Der  Bremsweg ist weitgehend von der Bewegungs  geschwindigkeit abhängig und weist auch bei gleich  bleibender Geschwindigkeit eine beträchtliche Streuung  auf. Man ist jedoch aus     wirtschaftlichen    Gründen be  strebt, die Wendestrecke so klein wie möglich zu  machen, was die Konstanthaltung des Motordreh  momentes bei der Verzögerung und     Beschleunigung       auf dem maximal zulässigen Wert bedingt.

   Ferner ist  man bestrebt, den Wendepunkt möglichst genau fest  zulegen, um der Form der zu bearbeitenden Werk  stücke Rechnung tragen zu können.    Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, den er  wähnten Nachteil der herkömmlichen Umsteuerein  richtung zu beheben. Die Erfindung bezweckt, die  periodische Drehrichtungsumsteuerung eines drehzahl  geregelten Gleichstrommotors in Reversierantrieben  derart vorzunehmen, dass die Wendestrecke möglichst  klein wird, und     dass    der angetriebene Maschinenteil  immer genau am gleichen Ort reversiert, unabhängig  davon, mit welcher Geschwindigkeit der Maschinen  teil auf den Wendepunkt zuläuft.

   Somit kann die Ge  schwindigkeit während des Arbeitsvorganges der  Maschine beliebig geändert werden, ohne dass sich die  effektive Hublänge ändern würde, wobei der Wende  punkt durch eine Fernsteuereinrichtung vom Bedie  nungspult aus genau eingestellt werden kann.    Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur periodischen  Drehrichtungsumsteuerung ist dadurch gekennzeich  net, dass bei einer bestimmten vorwählbaren Stellung  (Wendebefehlpunkt) des vom Motor angetriebenen  Maschinenteiles der Wendebefehl gegeben und die  Zählung von     kleinen        Wegeinheiten    entsprechenden Im  pulsen eingeleitet wird, wobei der jeweilige Zählerstand  in eine Führungsgrösse umgewandelt wird, welche,

    ausgehend von einem der     maximalen    Drehzahl ent  sprechenden     Anfangswert    kleiner werdend, am     über-          nahmepunkt    beim Unterschreiten des eingestellten  Drehzahlsollwertes an dessen Stelle tritt, durch Motor  bremsung den angetriebenen     Maschinenteil    nach  Durchlaufen einer vom     Wendebefehlspunkt    aus fest  gelegten konstanten Strecke bis     zum        Stillstand    ver  zögert und der     Zählerendstand    das Umschalten und      Hochlaufen des Antriebsmotors in entgegengesetzter  Drehrichtung auslöst.  



  Die zur Ausübung des Verfahrens geeignete     erfin-          dungsgemässe    Vorrichtung weist ein mit dem Antrieb ver  bundenes Kopierwerk auf; welches die genaue Lagedes  Wendebefehlspunktes festhält und beim Erreichen die  ses Wendebefehlspunktes einen Impuls abgibt, worauf  eine Torschaltung geöffnet wird, um die Impulse eines  mit dem     Antriebsmotor    verbundenen     Impulsgebers     auf einen Zähler wirken zu lassen, der daraus eine  vom jeweiligen Zählerstand abhängige Spannung er  zeugt, die in einem Netzwerk in die Führungsgrössen  spannung umgeformt wird, welche beim Unterschrei  ten der Drehzahlsollwertspannung die Drehzahl des  Antriebsmotors bis zum Stillstand steuert;

   und welcher  Zähler beim Erreichen einer Endzahlstellung einen  Impuls abgibt, der das Umschalten und Hochlaufen  des Antriebsmotors in entgegengesetzter Drehrichtung:  bewirkt.  



  An Hand der Zeichnung wird nachstehend ein  Ausführungsbeispiel der     Vorrichtung    näher     erläutert.     Es zeigen:  Fig. 1 ein Blockschema der Vorrichtung,  Fig. 2 ein- Diagramm, in welchem die Führungs  grösse in Abhängigkeit des Überlaufweges dargestellt ist.  Fig. 3 das Kopierwerk und  Fig. 4 ein Schaltschema der Vorrichtung.  



  Aus Fig. 1 ist ein Blockschema der Vorrichtung  ersichtlich. Die genaue Lage des Wendebefehlspunktes  wird einem Kopierwerk 1.1 mitgeteilt und     dort    fest  gehalten. Sobald der angetriebene Maschinenteil; z. B.  der Arbeitstisch einer Langhobelmaschine, diese  eingestellte Lage 1.2 erreicht, gibt das Kopier  werk 1.1 in Form eines Impulses 1.3 den Be  fehl zur Einleitung der Umsteuerung der Bewe  gung. Dieser Impuls 1.3 öffnet eine elektrische Tor  schaltung 1.4, die den Impulsgeber 1.5 freigibt.  Der Impulsgeber 1.5 misst fortlaufend die genaue Lage  des bewegten Maschinenteiles und gibt bei jedem  Millimeter Fortbewegung einen elektrischen Impuls  1.6 ab.

   Diese Impulse 1.6 gelangen in     einen.     Zähler 1.7, wo die Impulse 1:6 gezählt, das heisst die  genaue Lage des Maschinenteiles (gerechnet von der  Stelle, welche durch den ersten Impuls     markiert    war)  festgestellt wird. An den Zähler 1:7     ist    ein elektrisches  Netzwerk 1.8 angeschlossen, das eine Gleichspannung,  die sogenannte     Führungsgrösse    1.9; erzeugt. - Diese       Führungsgrösse    ist von der Lage des bewegten Maschi  nenteiles abhängig und kann     somit    vom     Ausgangswert     des Zählers abgeleitet werden.  



  Die gewünschte Geschwindigkeit des bewegten  Maschinenteiles kann an einem Sollwertgeber im vor  aus, für den Vorlauf 1.10 und für den Rücklauf 1.11       getrennt,    eingestellt werden. Das Maschinenteil wird  von der Ward-Leonard-Gruppe angetrieben. Der       Gleichstrommotor    wird dabei über seine     Erregerwick-          lung    1.13 mit einem konstanten Feld     erregt,    der  Gleichstromgenerator hingegen veränderbar über     Thy-          ratrongeräte    1.16, 1.17. Die zwei getrennten Erreger  wicklungen 1.14; 1.15 des Generators werden für den    Vorlauf und für den Rücklauf von zwei getrennten  Thyratrongeräten 1..16, 1.17 gespeist.

   Der Motor  treibt einen Tachometerdynamo 1.18 an, dessen Span  nung der jeweiligen Drehzahl     proportional    ist. Dieser  Ist Wert wird mit dem Sollwert verglichen und die  Differenzspannung in einem elektronischen Verstärker  1.19 verstärkt. Diese Drehzahldifferenzspannung wird  dann in einem     Steuerteil    1.20 zur Steuerung der  Thyratrongeräte 1.16; 1.17 und dadurch zur Regelung  der Drehzahl herangezogen. Solange sich der Maschi  nenteil zwischen den beiden Wendebefehlpunkten 1.2  bewegt, die im Kopierwerk 1.1 festgehalten sind, be  stimmt die am Sollwertgeber 1.10, 1.11 eingestellte       Spannung    die     Drehzahl    des Antriebsmotors, das heisst  auch die Bewegungsgeschwindigkeit.

   Hat der Maschi  nenteil einen der genannten Wendebefehlpunkte 1:2  überschritten, so wird die Bildung der Führungsgrösse  1.9 ausgelöst. Sobald nun diese Führungsgrösse 1.9  die Steuergrösse des Sollwertgebers 1.10, 1.11 unter  schreitet, wird mittels eines Diskriminators 1.21 der  Sollwertgeber selbsttätig ausgeschaltet und die Steue  rung der Drehzahl wird von der Führungsgrösse 1.9       übernommen.    Diese steuert nun den Antrieb nach  einem festen Gesetz bis zum Stillstand derart, dass  der Bremsweg unabhängig von der am Sollwertgeber  eingestellten Drehzahl eine konstante Grösse wird.  



  Fig. 2 zeigt die Abhängigkeit der Führungsgrösse  1.9 vom Überlaufweg s. An der Stelle A (Wende  befehlpunkt) hat der Maschinenteil die im Kopier  werk 1.1 festgehaltene Lage mit einer am Sollwert  geber eingestellten Geschwindigkeit V1 erreicht. Von  diesem Zeitpunkt an werden die Impulse des Impuls  gebers 1.5 gezählt und nach dem in Fig. 2 gezeigten  Zusammenhang in eine Gleichspannung, die Füh  rungsgrösse -1.9     umgeformt.    An der Stelle B, dem       Übernahmepunkt,    unterschreitet die Führungsgrösse  die Sollwertspannung. In diesem Augenblick schaltet  der Diskriminator 1.21 die Steuerung des Antriebes  vom Söllwertgeber auf die Führungsgrösse um.

   Im  weiteren Verlauf wird der Antrieb entsprechend dem  Kurvenstück C-D abgebremst und an der Stelle D,  dem Wendepunkt, zum Stillstand gebracht, und da  nach dann- mit umgekehrter Drehrichtung wieder ein  geschaltet. Der Bremsweg B-D ist zwar von der jewei  ligen Geschwindigkeit V1 abhängig, aber der     gesamte-          Überlaufweg    A-D ist eine konstante Grösse, also von  der Geschwindigkeit V1 unabhängig.  



  Die Führungsgrösse 1.9 verläuft nach dem Gesetz:  
EMI0002.0030     
    wobei V",,_, die am Sollwertgeber einstellbare maxi  male Geschwindigkeit,       ,_,        Geschwin-          digkeit        "     
EMI0002.0035     
  
    u", <SEP> = <SEP> die <SEP> maximal <SEP> einstellbare, <SEP> der
<tb>  entsprechende <SEP> Sollwert
<tb>  Y",
<tb>  spannurig,
<tb>  s <SEP> = <SEP> der <SEP> Überlaufweg,
<tb>  T <SEP> = <SEP> die <SEP> maximale <SEP> Bremszeit <SEP> bei <SEP> konstanter
<tb>  Verzögerung <SEP> ist.         Entsprechend der vorausgesetzten konstanten Ver  zögerung wird der Antriebsmotor mit     konstantem     Ankerstrom, das heisst, mit konstantem Drehmoment,  abgebremst.  



  Fig. 3 zeigt den schematischen Aufbau des Kopier  werkes. Mit M ist ein Antriebsmotor der Vorrichtung  bezeichnet, welcher über ein Differentialgetriebe 21  eine Scheibe 1 in Drehbewegung setzt. Das Überset  zungsverhältnis zwischen dem Antriebsmotor M und  dieser Scheibe ist so gewählt, dass die Scheibe 1 eine  volle Umdrehung macht, während der hin und her  gehende Maschinenteil z. B. 100 mm zurücklegt.  Durch ein zweites Differentialgetriebe 2 mit einem  Übersetzungsverhältnis von 10: 1 wird eine zweite  Scheibe 3 angetrieben, deren volle Umdrehung einer  Verschiebung von 1 m des Maschinenteiles entspricht.  Schliesslich wird durch ein drittes Differentialgetriebe  4 mit einer Übersetzung von 10 : 1 eine dritte Scheibe  5 in Drehbewegung gesetzt, deren eine Umdrehung  10m Verschiebung entspricht.

   Jede Scheibe 1, 3 und  5 hat an ihrem Umfang einen Schlitz<I>la, 3a</I> und 5u  und jedem Schlitz ist je eine Lichtquelle 6, 7 und 8  zugeordnet, welche die zugehörigen Scheiben beleuch  ten. Hinter jeder Scheibe 1, 3 und 5 ist je eine Photo  zelle 9, 10 und 11 aufgestellt, welche von den zu  gehörigen Lichtquellen 6, 7 und 8 nur durch den  Schlitz der zugehörigen Scheibe beleuchtet werden  können. Durch drei Stellmotoren 12, 13 und 14 kön  nen die Scheiben 1, 3 und 5 von einem Bedienungs  pult 22 aus durch das zugehörige Differentialgetriebe  21, 2 bzw. 4 eingestellt und damit der Wendepunkt  der Bewegung festgelegt werden.

   Wenn sich das hin  und her gehende Organ dem eingestellten Wendepunkt  nähert, so gibt es einen Zeitpunkt vor der Einleitung  des Wendevorganges, wo gleichzeitig durch den  Schlitz 5u der Scheibe 5 und den Schlitz 3a der  Scheibe 3 Licht auf die Photozellen 11 und 10 tritt.  Diese Koinzidenz erzeugt einen vorbereitenden Im  puls, welcher gewisse Funktionen ausübt, wie weiter  unten ausführlich dargelegt wird.  



  Erst wenn alle drei Photozellen 9, 10 und 11  gleichzeitig Licht bekommen, was genau bei Errei  chen des Wendebefehlpunktes eintritt, wird ein Ko  inzidenzimpuls erzeugt, der in Richtung der Torschal  tung weitergeleitet wird, wodurch die Auslösung des  Impulsgebers erfolgt.  



  Die Getriebewellen 21', 2' und 3' tragen je ein  Potentiometer 15, 16 und 17, die die Lagen der zu  gehörigen Scheiben 1, 3 und 5 mittels Anzeigeinstru  menten 18, 19 und 20 melden und dadurch das Fern  einstellen des Wendepunktes ermöglichen. Die An  zeigeinstrumente 18, 19 und 20     sind    auf dem Bedie  nungspult 22 montiert. Als Impulsgeber ist eine nicht  dargestellte Scheibe verwendet, welche an     ihrem    Um  fang z. B. 50 Löcher aufweist. Diese Scheibe wird       ebenfalls    vom Antriebsmotor M in Drehbewegung  gesetzt. Die Drehzahl der Scheibe ist so gewählt, dass  eine Lochteilung am     Scheibenumfang    einer Verschie  bung des Maschinenteiles von 1 mm entspricht.

   Die  Scheibe wird von einem Lichtstrahl beleuchtet und auf    der anderen Seite der Scheibe ist eine Photozelle an  geordnet. Dieser Impulsgeber gibt also immer einen  Impuls ab, wenn der hin und her gehende Maschinen  teil 1 mm zurückgelegt hat.  



  In der Fig.4 ist das Schaltungsschema der ge  samten Vorrichtung dargestellt. Als Sollwertgeber  funktionieren die Potentiometer Pv für den Vorlauf  und PR für den Rücklauf. Sie sind an je eine mit Hilfe  von Glimmröhren S1 und S2 stabilisierte Spannung  angeschlossen. Das Potential des Punktes A' ist ent  weder gleich der Sollwertspannung, abgegriffen am  Potentiometer PV, oder gleich der um 180  gedrehten  Führungsgrösse, in Abhängigkeit davon, ob die Span  nung an der Diode D 1 oder die Spannung an der  Diode D2 negativer ist. Ähnlich verhält es sich     mit     dem Potential des Punktes B'. Dieses Potential folgt  der Sollwertspannung für den Rücklauf oder aber der  Führungsgrösse, je nachdem, ob an der Diode D3  oder D4 die kleinere Spannung liegt.

   Der Relaiskon  takt 1R1 verbindet im Vorlauf den Punkt A und im  Rücklauf den Punkt B' mit dem Verstärker 4.4 bzw.  mit dem Steuerteil 4.5 des Thyratrongerätes l.16. Der  Relaiskontakt 2R 1 schaltet dementsprechend das     Thy-          ratrongerät    für Vor- und Rücklauf ein und bestimmt  somit die Drehrichtung des Motors 4.7. Das Potentio  meter P 1 dient zur Symmetrierung des Verstärkers.  Ein hier nicht gezeichnetes Startrelais R3, welches sich  in der Antriebssteuerung befindet, kann eingeschaltet  werden mittels eines Startknopfes, welcher einen im  Erregerstromkreis des Startrelais liegenden, nicht ge  zeichneten Schalter betätigt.

   Das Startrelais R3 gibt  mit seinem Kontakt 1R3 im Stillstand der Maschine  einen Sollwert  Null  auf das     Thyratrongerät.    Nach  Betätigen des Startknopfes gelangt hingegen über  Relaiskontakt 1R3 die eingestellte     Sollwertspannung     auf das     Thyratrongerät,    so dass der Antrieb mit der  eingestellten Geschwindigkeit anläuft. Während dieser  Zeit sind Relais R 1 und R2 stromlos. Das Startrelais  R3 schliesst zwar mit seinen Kontakten 2R3 bzw. 3R3  die Stromkreise der Relais R 1 und R2, sie können  aber nicht anziehen, weil die     Thyratrons    17 und 18  keinen Strom führen.

   Nähert sich nun der     bewegte     Maschinenteil dem im     Kopierwerk    eingestellten       Wendebefehlpunkt,    so lässt zuerst die am langsamsten  laufende Scheibe 5 Licht durch ihren Schlitz 5a auf  die Photozelle 11 fallen, die dadurch einen positiven  Spannungsimpuls abgibt. Dieser Impuls gelangt durch  die Schutzwiderstände 4' und 5' zu den Basen der  Transistoren 6' und 7'. Infolgedessen gehen diese  Transistoren in den Sperrzustand über.  



  Wenn nun der Maschinenteil sich weiter bewegt,  so wird Licht auch durch den     Schlitz    3a der zehnmal  rascher laufenden Scheibe 3 fallen. Diesmal gibt  Photozelle 10 einen positiven Impuls ab, und über die  Schutzwiderstände 8' und 9' werden die Transistoren  10' und 11' zum Sperren gebracht. Dadurch, dass nun  die     Transistoren    6' und 10' gleichzeitig sperren, kann  am     gemeinsamen    Belastungswiderstand 12'     keine          Spannung    mehr entstehen, das heisst die Kollektoren  der Transistoren werden plötzlich negativ. Dieser      negative Impuls wird im RC-Glied 13', 14' differen  ziert und in Röhre 15' verstärkt. Der verstärkte Im  puls wird über Kondensator 16' auf das Gitter des  Thyratrons 17 geführt.

   Diese wird gezündet und das  Relais R2 in ihrem Anodenkreis     erregt.    Durch seinen  Kontakt 3R2 hält sich das Relais selbst, und zur glei  chen Zeit wird das Thyratron 17' wieder gelöscht.  Durch den Kontakt 4R2 erhält das Thyratron 19'       Anodenspannung    und wird dadurch für ein späteres  Zünden vorbereitet. Das Relais R2 versieht noch fol  gende Funktionen: Der Zähler 1.7 und das elektrische  Netzwerk 1.8 für die     Führungsgrösse    werden auf Null  gestellt, das heisst, die Führungsgrösse wird auf ihren  negativen Maximalwert eingestellt. Relaiskontakt 5R2  schaltet die Ausgangsspannung des Zählers 1.7 an das  Gitter des Thyratrons 18'.

   Kontakt 2R2 trennt den  Ausgang des     Netzwerkes    1.8 für die Führungsgrösse  von der Diode D4; Kontakt 1R2 verbindet den Aus  gang einer Phasenumkehrstufe mit Diode D2.  



  Nachdem diese vorbereitenden     Schaltfunktionen     von den ersten zwei Scheiben 5 und 3 ausgelöst wur  den, erreicht der Maschinenteil den eingestellten  Wendebefehlpunkt, wo der Wendebefehl ausgelöst  werden soll. In diesem     Augenblick    fällt Licht auch  durch den Schlitz la der dritten, am schnellsten lau  fenden Scheibe 1 auf die Photozelle 9, die über den       Schutzwiderstand    20' den Transistor 21' zum Sperren  bringt.

   Da nun alle drei parallel geschalteten Transi  storen 7', 11' und 21' sperren, entsteht analog zum  vorherigen ein negativer     Impuls    am Belastungswider  stand 22': Dieser Impuls wird im RC-Glied 23, 24       differenziert,    in Röhre 25 verstärkt und durch Kon  densator 26 an das Gitter des Thyratrons 27 geführt,  welches dadurch gezündet wird. Durch seinen Anoden  strom entsteht am Kathodenwiderstand 28 ein Span  nungsabfall. Dadurch wird das Potential des Punktes  <B>C</B> gehoben. Dieser     positive    Impuls wird über Wider  stand 29 auf die Basis des Transistors 30 geleitet, der  infolgedessen in den     Sperrzustand    übergeht.

   Damit  wird der Kurzschluss am Ausgang des Impulsgebers  1.5 aufgehoben und die Impulse, die der Impulsgeber  1.5 je 1 mm Verschiebung des     Maschinenteiles    ab  gibt, gelangen in den Zähler 1.7. Im Zähler 1.7 wer  den alle     Impulse    des Impulsgebers gezählt und im an  schliessenden Netzwerk 1:8     in    die     Führungsgrösse    um  gewandelt. Vom Augenblick an, wo diese Führungs  grösse kleiner wird als die Spannung am Sollwertgeber  PV, bestimmt die Führungsgrösse das Potential des  Punktes A' und somit die Drehzahl des Antriebs  motors. Dieser wird nach der Kurve der Fig. 2     gene-          ratorisch    abgebremst.

   Wenn der Zähler durchgezählt  hat und die Führungsgrösse infolgedessen auf Null  gesunken ist; gibt der Zähler einen     Impuls    ab, der das  Thyratron 18' zündet. Relais R1 im Anodenkreis des  Thyratrons 18' wird dann angezogen. Durch Kontakt  2R1 hält sich das Relais selbst und löscht zugleich  Thyratron 18'. Kontakt 1R1 schaltet den Eingang des  Verstärkers auf den Sollwertgeber PR für den Rück  lauf um. Infolgedessen läuft der Antriebsmotor in ent  gegengesetzter Richtung auf die eingestellte Touren-    zahl hoch. Kontakt 3R1     gibt    Anodenspannung an  Thyratron 31 und bereitet somit diese Röhre für ein  späteres Einschalten vor.

   Kontakt 4R1 unterbricht die  Anodenspannung des Thyratrons 27 und - schaltet  Anodenspannung an Thyratron 32. - Durch das  Löschen des Thyratrons 27 Wird Transistor 30 wieder  leitend und schliesst somit den Ausgang des Impuls  gebers 1.5 wieder kurz.  



  Läuft nun der 'bewegte Maschinenteil gegen den  anderen Wendebefehlpunkt zu, so lassen zuerst die  zwei langsam laufenden Scheiben des Kopierwerkes  für den Rücklauf einen Lichtimpuls durch ihren       Schlitz.    Die zugehörigen Photozellen 33 und 34 geben  Impulse ab; wodurch die Transistoren 35, 36, 37 und  38 zum Sperren gebracht werden. Am Belastungs  widerstand 39 entsteht dadurch ein Impuls; der vom  RC-Glied 40, 41 differenziert und in Röhre 42 ver  stärkt wird.  



  Thyratron 19' wird dadurch gezündet und Relais R2  kurzgeschlossen. Durch Abfallen des Relais R2 öffnet  sich Kontakt 4R2 und löscht das Thyratron 19': Der  Zähler 1.7 wird wieder auf Null gestellt.  



  Wird nun der neue Wendebefehlpunkt erreicht,  gibt auch die am raschesten laufende Scheibe durch  Photozelle 43 einen     Impuls    ab. Transistor 44 wird  gesperrt, durch das RC-Glied 45, 46 der Impuls diffe  renziert und in Röhre 47 verstärkt. Der verstärkte   Impuls gelangt auf das Gitter des Thyratrons 32, das  Stromtor wird geöffnet, das Potential des Punktes D'  gehoben und dadurch Transistor 30 wieder zum Sper  ren gebracht. Dadurch wird der Impulsgeber 1.5 frei  gegeben, die Impulse werden im Zähler 1.7 wieder  gezählt und der schon dargestellte Vorgang des Ab  bremsens des Antriebes wird wiederholt. Im Augen-  blick, wo der Antrieb stillsteht, gibt der     Zähler    1.7  über Kontakt 5R2 einen Impuls     an    das Gitter des  Thyratrons 31, das nun zündet.

   Dadurch wird Relais  R1     kurzgeschlossen.    Durch Abfallen des Relais     R1     wird der     Eingang    des Verstärkers wieder auf den Soll  wertgeber     P-%,    für Vorlauf eingeschaltet. Der bereits       geschilderte    Vorgang wird wiederholt.  



  Die beschriebene und dargestellte Vorrichtung  weist den Vorteil auf; dass - unabhängig von der ein  gestellten Drehzahl - die Umsteuerung des Antriebes  immer am gleichen Ort vorgenommen wird: Ausser-  dem besteht die Möglichkeit einer Ferneinstellung des       Wendebefehlpunktes,    was bei vielen Anwendungen  als Vorteil empfunden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur periodischen Drehrichtungs- umsteuerung eines drehzahlgeregelten Gleichstrom-: motors in Reversierantrieben, dadurch gekennzeich net, dass bei einem bestimmten torwählbaren Wende befehlspunkt (A) des vom Motor angetriebenen Maschinenteiles der Wendebefehl gegeben und .die Zählung von kleinen Wegeinheiten entsprechenden Impulsen eingeleitet wird,
    wobei der jeweilige Zähler- stand - in eine Führungsgrösse umgewandelt wird, welche, ausgehend von einem der maximalen Dreh- zahl entsprechenden Anfangswert, kleiner werdend, am Übernahmepunkt (B) beim Unterschreiten des ein gestellten Drehzahlsollwertes an dessen Stelle tritt, durch Motorbremsung den angetriebenen Maschinen teil nach Durchlaufen einer vom Wendebefehlpunkt <I>(A)</I> aus festgelegten konstanten Strecke<I>(A D)</I> bis zum Stillstand verzögert und danach der Zählerend stand das Umschalten und Hochlaufen des Antriebs motors in entgegengesetzter Drehrichtung auslöst. II.
    Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Antrieb verbundenes Kopierwerk vor handen ist, welches die genaue Lage des Wendebefehl punktes festlegt und beim Erreichen dieses Wende befehlpunktes einen Impuls abgibt, worauf eine Tor schaltung geöffnet wird, um die Impulse eines mit dem Antriebsmotor verbundenen Impulsgebers auf einen Zähler wirken zu lassen, der daraus eine vom jeweiligen Zählerstand abhängige Spannung erzeugt, die in einem Netzwerk in die Führungsgrössenspan nung umgeformt wird, welche beim Unterschreiten der Drehzahlsollwertspannung die Drehzahl des Antriebs motors bis zum Stillstand steuert, und welcher Zähler beim Erreichen einer Endzählstellung einen Impuls abgibt,
    der das Umschalten und Hochlaufen des An triebsmotors in entgegengesetzter Drehrichtung be wirkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopierwerk mehrere, über Untersetzungsgetriebe miteinander verbundene Schei ben mit je einem Schlitz aufweist, welche je durch eine eine Photozelle beaufschlagende Lichtquelle ab getastet werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Scheibe unabhängig von den andern über ein Differential getriebe durch einen Servomotor verdreht werden kann. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch Il und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vom Kopierwerk ein vorbereitender Impuls abgeleitet wird, um den Zähler auf Null zu stellen und die Füh rungsgrösse an den Regelkreis zu schalten. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopierwerk beim Erreichen des Wendebefehlpunktes einen Impuls abgibt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Impuls einen Transistor so steuert, dass die weiteren Impulse auf den Zähler geleitet werden. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Zählerstand abhängige Spannung in eine nach einem parabolischen Gesetz verlaufende Führungs grössenspannung umgewandelt wird. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Diodenschaltung die konstante Drehzahlsollwertspan- nung am Übernahmepunkt (B) wirkungslos macht und an ihrer Stelle die Führungsgrössenspannung auf den Regelkreis wirken 1'ässt. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorlauf in einer Phasen umkehrstufe die Polarität der Führungsgrösse um gekehrt wird.
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