CH367178A - Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen

Info

Publication number
CH367178A
CH367178A CH5208757A CH5208757A CH367178A CH 367178 A CH367178 A CH 367178A CH 5208757 A CH5208757 A CH 5208757A CH 5208757 A CH5208757 A CH 5208757A CH 367178 A CH367178 A CH 367178A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
lactone
lactam
formula
acid
preparation
Prior art date
Application number
CH5208757A
Other languages
English (en)
Inventor
Theodor Dr Petrzilka
Albert Dr Hofmann
Hansruedi Dr Schenk
Franz Dr Troxler
Albert Dr Frey
Hans Dr Ott
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH5208757A priority Critical patent/CH367178A/de
Publication of CH367178A publication Critical patent/CH367178A/de

Links

Landscapes

  • Hydrogenated Pyridines (AREA)
  • Pyrrole Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von neuen     Iso-reserpsäure-laetonen       Es wurde gefunden, dass man zu neuen     Iso-          reserpsäure-lactonen    der Formel I  
EMI0001.0005     
    worin eines der Symbole     R1    und     R2    für eine niedere       Alkyl-    oder     Alkylmercaptogruppe    steht und das andere  Wasserstoff bedeutet, gelangen kann, indem man  ein     Oxysäure-lactam    der Formel Il  
EMI0001.0011     
    mit     Acetanhydrid    und     Natriumacetat    behandelt,

   das  gebildete     Lacton-lactam    der Formel     III     
EMI0001.0016     
    der Einwirkung von     Phosphoroxychlorid    und einer  Nachbehandlung mit     Ammoniaklösung        unterwirft     und das entstandene     3-Dehydro-lacton    der Formel IV  
EMI0001.0021     
    reduziert.

        Das     Verfahren    wird beispielsweise folgender  massen ausgeführt: Man erhitzt ein     Oxysäure-lactam     der     Formel        1I        (hergestellt    gemäss     Schweiz.    Patent  Nr.

   366045) mit     Acetanhydrid    und     Natriumacetat    in       Gegenwart        eines        organischen,        inerten    Lösungsmittels,  beispielsweise     Benzol,        Toluol,        Xylol    usw.,

   behandelt  das entstandene     Lacton-lactam    der Formel<B>111</B> in  einer Stickstoffatmosphäre mit frisch destilliertem       Phosphoroxychlorid    und reduziert das leicht in kri  stalliner Form als freie Base isolierte     3-Dehydro-          lacton    der Formel IV mit katalytisch erregtem  Wasserstoff oder     mit        Natriumborhydrid    in     einem    ge  eigneten     Lösungsmittelgemisch,    beispielsweise     Me-          thanol/Methylenchlorid    zum gewünschten     Iso-reserp-          säure-lacton    der Formel I.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell  ten, bisher unbekannten Verbindungen sind bei       Zimmertemperatur    kristallin. Sie können als Zwi  schenprodukte zur Herstellung von therapeutisch  wichtigen     Substanzen,    z. B. von     Reserpin-Analoga,          Verwendung    finden.  



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelz  punkte sind korrigiert.    <I>Beispiel</I>         11-Methyl-isodeser        pidsäure-lacton       a)     Lacton-lactam:    2,2 g     Oxysäure-lactam    (For  mel     1I:        R1    = H,     R2    =     CH.),    hergestellt nach Schweiz.

    Patent Nr. 366045) und 1,0 g wasserfreies     Nat_rium-          acetat    werden in einer Lösung von 80     cmä    Benzol  und 8     cm3        Acetanhydrid    15 Stunden am     Rücktluss     zum Sieden erhitzt, wobei die Substanz innert 1  Stunde in Lösung geht. Nach dem Abkühlen wird im  Vakuum zur Trockne verdampft, und der Rückstand  zwischen     Natriumhydrogencarbonatlösung    und     Me-          thylenchlorid    verteilt.

   Aus dem amorphen Rückstand  der     Methylenchloridlösung    (2,0 g) kristallisiert das       Lacton-lactam    aus Essigester in     rhomboedrischen     Plättchen vom     Smp.    169-171 , (c = 0,2       in        Pyridin).        Ausbeute        84%        der   
EMI0002.0058  
       Theorie.     



  b) 3 -     Dehydro    -11-     methyl-deserpidsäure-lacton:     1,65 g des unter a) beschriebenen     Lacton-lactams     erhitzt man in einer Lösung von 35 cm- frisch destil  liertem     Phosphoroxychlorid    während 2 Stunden in  einer     Stickstoffatmosphäre    am     Rückfluss.    Die bräun  liche Lösung verdampft man im Vakuum zur  Trockne, löst den Rückstand in     Methylenchlorid,     schüttelt die Lösung mit verdünnter Ammoniak  lösung aus, trocknet über Natriumsulfat,

   worauf beim  Einengen und Verdrängen des     Methylenehlorids     durch     Methanol        11-Methyl-3-dehydro-deserpidsäure-          lacton    in Nadeln vom     Smp.    301-303      kristallisiert.     
EMI0002.0073  
       (c        =        0,2        in        Pyridin).        Ausbeute        80%     der Theorie.  



  c) 11     Methyl-isodeserpidsäure-lacton:    1,15 g     11-          Methyl    - 3 -     dehydro    -     deserpidsäure        -lacton    werden in       einer    Mischung von 15 cm?, Methanol und 15     cm'.          Methylenchlorid        aufgeschlämmt,    und das Gemisch    bei Zimmertemperatur in zwei Portionen mit 1,3 g       Natriumborhydrid    versetzt. Nach beendigter Reak  tion versetzt man mit wenig Essigsäure und ver  dampft hierauf die Lösung zur Trockne.

   Den ver  bleibenden Rückstand verteilt man zwischen ver  dünnter     Ammoniaklösung    und     Methylenchlorid.     Nach Verdampfen des Lösungsmittels erhält man  das     11-Methyl-isodeserpidsäure-lacton    der Formel I,  in welcher     R1    = H und     R_    =     CH.,    als amorphen  Rückstand, der bisher nicht kristallisiert werden  konnte.

      <I>Beispiel 2</I>       9-Methyl-isodeserpidsäure-lacton       a)     Lacton-lactam:    1,95 g     Oxysäure-lactam    (For  mel Il:     R1    =     CH.,    R, = H) werden, wie im Bei  spiel 1 beschrieben, in Benzol mit     Acetanhydrid    Na  triumacetat über Nacht am     Rückfluss    zum Sieden er  hitzt.

   Man erhält das     Lacton-lactam    aus Essigester  in     rhomboedrischen    Plättchen vom     Smp.    197-199 ,  
EMI0002.0108  
       (c        =        0,2        in        Pyridin).        Ausbeute        87%     der Theorie.

      b) 9 -     Methyl    - 3 -     dehydro    -     deserpidsäure-lacton:     1,51 g des unter a) beschriebenen     Lacton-lactams     werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit     Phosphor-          oxychlorid    behandelt und     aufgearbeitet.    Man erhält  die Verbindung aus Methanol in Nadeln vom     Smp.     275-277 , (c = 0,2 in     Pyridin).        Aus-          beute        721%   
EMI0002.0128  
       der        Theorie.     



  c)     9-Methyl-isodeserpidsäure-lacton:    0,93 g des  unter b) beschriebenen     Dehydro-lactons    werden, wie  im Beispiel 1 angegeben, mit     Natriumborhydrid    re  duziert und aufgearbeitet.     9-Methyl-isodeserpidsäure-          lacton    der Formel I, in welcher     R1    = CH<B>,</B> und       R2    = H, kristallisiert aus Methanol in kurzen Prismen  vom     Smp.    240-242', (c = 0,2 in     Pyri-          din).    Ausbeute     770;

  o   
EMI0002.0142  
   der     Theorie.       <I>Beispiel 3</I>       11-Methyhnercapto-isodeserpidsäure-lacton       a)     Lacton-lactam:    2,9 g     Oxysäure-lactam    der  Formel     II        (R1    = H,     R2    =     SCH.)    werden, wie im  Beispiel 1 beschrieben, in Benzol mit     Acetanhydrid\          Natriumacetat    behandelt und aufgearbeitet.

   Man er  hält das     Lacton-lactam    aus Essigester in Prismen  vom     Smp.    172-173 ,
EMI0002.0155  
   (c = 0,3 in       Pyridin).        Ausbeute        67%        der        Theorie.     



  b)     11-Methylmercapto-3-dehydro-deserpidsäure-          lacton:    1,7 g des unter a) beschriebenen     Lacton-          lactams    werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit       Phosphoroxychlorid    behandelt und aufgearbeitet.  Man erhält die Verbindung als     gelblichrötlichen     Rückstand, der nicht weiter     charakterisiert,    sondern,  wie unter c) beschrieben, direkt weiter verwendet       wurde.        Ausbeute        etwa        80%        der        Theorie.     



  c) 11-     Methylmercapto    -     isodeserpidsäure-lacton:     1,81 g des unter b) beschriebenen rohen Rückstandes  werden, wie im Beispiel 1 angegeben, mit Natrium-           borhydrid    reduziert und aufgearbeitet.

       11-Methyl-          mercapto-isodeserpidsäure-lacton    der Formel I,     in     welcher     R1    = H und     R2    =     SCH.,    kristallisiert aus  Methanol in Nadeln vom     Smp.    259-261 ,
EMI0003.0009  
    
EMI0003.0010  
       (c    -     0,2        in        Pyridin).        Ausbeute        7$        %        der     Theorie.  



       Beispiel   <I>4</I>       11-Äthylmercapto-isodeserpidsäure-lacton     a)     Lacton-lactam:    3,31g     Oxy-säure-lactam    (For  mel IL     R1    = H,     R2    =     SC2H5)    werden, wie im Bei  spiel 1 angegeben, in     Benzol    mit     Acetanhydrid-Na-          triumacetat    über Nacht am     Rückfluss    zum Sieden er  hitzt.

   Man erhält das     Lacton-lactam    aus Essigester  in Rosetten vom     Smp.        133-135 .     (c = 0,2 in     Pyridin).   
EMI0003.0034  
    



  b) 3 -     Dehydro    -11-     äthylmercapto-deserpidsäure-          lacton:    2,2 g des unter a) beschriebenen     Lacton-          lactams    werden, wie im Beispiel 1 angegeben, mit       Phosphoroxychlorid    behandelt und aufgearbeitet. Die  Verbindung kristallisiert aus Methanol in     Nadeln.     vom     Smp.        294-296 .   
EMI0003.0044  
   (c = 0,2 in       Pyridin).     



  c) 11-     Äthylmercapto    -     isodeserpidsäure    -     lacton:     1,95 g des unter b) beschriebenen     3-Dehydro-11-          äthylmercapto-deserpidsäure-lactons    werden, wie im  Beispiel 1 angegeben, mit     Natriumborhydrid    reduziert  und aufgearbeitet.

   11-     Äthylmereapto    -     isodeserpid-          säure-lacton    der Formel I, in welcher     R1    = H und       R.2    =     SC.H5,    kristallisiert aus Methanol in Prismen  vom     Smp.    237-239 .
EMI0003.0059  
   (c = 0,2 in       Pyridin).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserp- säure-lactonen der Formel I EMI0003.0063 worin eines der Symbole R1 und R2 für eine Alkyl- oder Alkylmercaptogruppe steht und das andere Wasserstoff bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Oxysäure-lactam der Formel 1I EMI0003.0073 mit Acetanhydrid und Natriumacetat behandelt,
    das gebildete Lacton-lactam der Formel III EMI0003.0078 der Einwirkung von Phosphoroxychlorid und einer Nachbehandlung mit Ammoniaklösung unterwirft und das entstandene 3-Dehydro-lacton der Formel IV EMI0003.0084 reduziert.
CH5208757A 1957-07-05 1957-10-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen CH367178A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5208757A CH367178A (de) 1957-07-05 1957-10-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH361811T 1957-07-05
CH5208757A CH367178A (de) 1957-07-05 1957-10-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH367178A true CH367178A (de) 1963-02-15

Family

ID=25737276

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5208757A CH367178A (de) 1957-07-05 1957-10-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH367178A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1795808C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,6,6-Tetramethyl-4-oxopiperidin
CH472407A (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2-Benzyl-1,3,4,9b-tetrahydro-2H-indeno(1,2-c)pyridin-Derivate
CH367178A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Iso-reserpsäure-Iactonen
DE2101997A1 (en) 1-benzyl-4-subst-tetrahydropyridines - useful as intermediates for pharmaceuticals
DE1936452C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 4,4-Diphenylpiperidlnen
US3340267A (en) Certain n-(ethoxycarbonyl)-nortropane and 9-azabicyclo [3. 3. 1] nonane derivatives
AT375372B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 15-brom-1,2didehydro-3-hydroxyaspidospermidin-3-carbons[ur - methylesterderivaten
AT200577B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen in 3-Stellung durch Kohlenwasserstoffreste mit zusammen 2-10 Kohlenstoffatomen disubstituierten 2-Amino-4-oxo-3,4-dihydro-(bzw. 3,4,5,6-tetrahydro-)-pyridenen
DE1054088B (de) Verfahren zur Herstellung von Dehydrierungsprodukten des Piperidins und Pyrrolidins
DE1545721C (de) Verfahren zur Herstellung von 1 (2 Alkyl 4 ammo 5 pyrimidyl methyl) pyri dinium Verbindungen
CH369464A (de) Verfahren zur Herstellung von reserpinähnlichen Verbindungen
DE1668722B2 (de) Verfahren zur herstellung von malonsaeurenitril
CH396943A (de) Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine
AT236937B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basisch substituierter Anthradipyrazole
AT204039B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen cyclischen Acetalen und deren Salzen mit Säuren
US3120536A (en) Yohimbane derivatives
DE1445184C (de) Verfahren zur Herstellung von alpha-Pyrrolidino-n-valerophenonen und ihren Salzen
CH421112A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
CH366045A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tetrazyklischen Lactamen
CH541574A (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Hydroxy-4-(2-oxo-3-tetrahydrofuryl)piperidin
CH405330A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
CH339927A (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Phenylessigsäuren mit Tetrahydro-1,4-oxazin-N-äthanol-Verbindungen
CH402869A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
DE1158980B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Alkyl-4-phenyl-4-acyloxy-azacycloalkanen, deren Salzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen
CH377842A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine