CH367159A - Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher Molekülgrössen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher Molekülgrössen

Info

Publication number
CH367159A
CH367159A CH5168657A CH5168657A CH367159A CH 367159 A CH367159 A CH 367159A CH 5168657 A CH5168657 A CH 5168657A CH 5168657 A CH5168657 A CH 5168657A CH 367159 A CH367159 A CH 367159A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
solution
laevan
culture
laevans
hours
Prior art date
Application number
CH5168657A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Dr Kaufmann
Klaus Dr Bauer
Heinrich Dr Medick
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Publication of CH367159A publication Critical patent/CH367159A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/10Transferases (2.)
    • C12N9/1048Glycosyltransferases (2.4)
    • C12N9/1051Hexosyltransferases (2.4.1)
    • C12N9/1055Levansucrase (2.4.1.10)
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0051Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid beta-D-Fructofuranans, e.g. beta-2,6-D-fructofuranan, i.e. levan; Derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P19/00Preparation of compounds containing saccharide radicals
    • C12P19/18Preparation of compounds containing saccharide radicals produced by the action of a glycosyl transferase, e.g. alpha-, beta- or gamma-cyclodextrins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Enzymes And Modification Thereof (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher   Molekülgrossen   
In letzter Zeit sind   Laevan-Präparate    für   verschie-    dene pharmazeutische Anwendungsgebiete vorgeschlagen worden   (vgl.    deutsche Patentschriften Nummern 948910 und   1011578,    z. B. als Verdickungsmittel,   Blutersatzflüssigkeiten,    Zuschläge für Tabletten usw.



   Die Verwendung von Laevanen für pharmazeutische und technische Zwecke ist in erster Linie von der Molekülgrösse abhängig.



   Zur Kennzeichnung der Molekülgrösse werden im folgenden die Begriffe     niedermolekulare Laevanep,         Laevane fur Blutersatzzwecke   und   hochmoleku-    lare Laevane   verwendet werden. Wir definieren sie durch ihre   Methanollöslichkeit    und die Ausscheidung aus der Blutbahn des Kaninchens.



       Niedermolekulare Laevanen    sind nach Entfernung von dialysablen Stoffen in   70-80 /oigem    Methanol bei   20     C löslich. 1, 5 g solcher Laevane, in 25   cm    0,   9 /Oiger NaCl-Lösung gelöst,    werden im Kaninchenversuch nach der intravenösen Injektion innerhalb von drei Stunden nahezu quantitativ ausgeschieden.



       Laevane fur Blutersatzzwecke   sind    in 70 bis   80 tigern    Methanol unlöslich. 1, 5 g solcher Laevane, in 25 cm3   0, 9 11/oiger NaCI-Lbsung gel6st,    werden im Kaninchenversuch drei Stunden nach der intravenösen Injektion zu etwa 40 und nach 120 Stunden fast quantitativ aus der Blutbahn ausgeschieden.



       Hochmolekulare Laevane   sind    bereits in niedrigeren Methanol-Konzentrationen als   70-80  /o igem    Methanol unlöslich. 1, 5 g solcher Laevane, in 25 cms 0,   9a/oiger NaCI-Lösung gelöst,    werden drei Stunden nach der intravenösen Injektion am Kaninchen zu etwa   10-20 /Q    aus der Blutbahn ausgeschieden.



       Laevan fur Blutersatzzwecke   hat    ein Molekulargewicht von etwa 65 000. Innerhalb gewisser Grenzen kann man die relative Viskosität gegen Wasser als ungefähres Mass für die Molekülgrösse heranziehen, jedoch ist zu beachten, dass im Falle des Laevans die Viskosität wahrscheinlich auch von der   Molekülgestalt    abhängig ist.



     Niedermolekularem und     hochmolekulare Lae-      vanen können    als Verdickungsmittel, Zuschläge für Tabletten usw. verwendet werden.



   Es ist bekannt, zur Herstellung von Laevanen relativ einheitlicher Molekülgrösse dem Laevansucrase-Rohrzuckergemisch sogenannte     Primer-      Laevane  -das    sind Laevane definierter   Molekül-    grösse-als Fructosylacceptoren zuzusetzen (vgl. Appl.



  Microbiology 3, 321-333 (1955). Ferner ist es   mög-    lich, innerhalb gewisser Grenzen Laevane höherer oder niederer Molekülgrösse durch Variation des pH, der Enzymkonzentration, Rohrzuckerkonzentration und Temperatur des Reaktionsgemisches zu erhalten.



  Mit diesen Verfahren ist es jedoch nicht in jedem Falle möglich, ein Laevan-Präparat mit bestimmter gewünschter Molekülgrösse in brauchbarer Ausbeute zu gewinnen.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Laevanen von praktisch einheitlicher Molekülgrösse, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man einer Kultur laevanbildender Mikroorganismen oder der aus einer solchen Kultur gewonnenen zellfreien Laevansucrase Saccharose und mindestens einen Stoff zusetzt, der Laevansucrase adsorbiert.



   Der Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, dass das laevansynthetisierende Ferment, die Laevansucrase, an verschiedene Stoffe adsorbiert werden und in diesem Zustand in Gegenwart von Rohrzucker Laevan bilden kann, und dass die adsorptive Bindung des Ferments durch z. B. anorganische Ionen gelockert bzw. aufgehoben werden kann. 



   Ist durch Zugabe entsprechender Mengen des Adsorptionsmittels das Ferment nahezu quantitativ adsorbiert, so erhält man ein Laevan mit extrem hoher Molekülgrösse.



   Sehr niedermolekulares Laevan erhält man mit nicht adsorbierter Laevansucrase.



   Zur Erzeugung von Laevanen einer   Molekül-    grösse, wie sie für Blutersatzzwecke geeignet ist, ist es erforderlich, nur einen Teil der Laevansucrase zu adsorbieren, indem man entweder entsprechende Mengen an adsorbierenden Stoffen oder entsprechende Mengen an Laevansucrase-Adsorbentien und an Ionen bzw. weiteren Ionen zugibt.



   An Polysaccharide, die für Blutersatzpräparate benötigt werden, sind die höchsten Anforderungen in bezug auf Reinheit zu stellen. Unter konsequenter Anwendung kolloidchemischer Verfahren ist es   mög-    lich, das erfindungsgemäss hergestellte Laevan so weit zu reinigen, dass alle Träger unerwünschter biologischer Reaktionen entfernt werden. An solchen Stoffen sind in erster Linie zu nennen : Pyrogene, Antigene, unspezifische stickstoffhaltige Verbindungen, Schwermetalle usw. Eine 6,   0"/G ige Lösung    von reinem Laevan in Tyrode-Lösung oder physiologischer Kochsalzlösung wird von folgenden Versuchstieren ohne jede Reaktion vertragen : Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratte, Maus.



   Die Stoffe, welche Laevansucrase adsorbieren, können ausserordentlich verschiedenartiger Natur sein.



  Sehr geeignet ist frisch gefälltes Calciumphosphat-Gel.



  Beispiele von Adsorptionsmitteln für Laevansucrase, durch die die   Laevanbildung    spezifisch beeinflusst wird, sind in der Tabelle des Beispiels 5 dargestellt.



  Weiter besitzen   complexe,    denaturierte Eiweissstoffe, wie sie z. B. beim Erhitzen neutralisierten Maisquellwassers ausflocken, ein gutes Adsorptionsvermögen für Laevansucrase. Abgestufte Mengen dieses denaturierten Eiweisses in einer Maisquellwasser enthaltenden Nährlösung kann man leicht dadurch erhalten, dass man einen Teil des Maisquellwassers vor der Herstellung der Nährlösung nach einer separaten Sterilisation filtriert.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann unter Verwendung wachsender Kulturen von Mikroorganismen, die Laevansucrase ausscheiden, oder entsprechender zellfreier Enzymlösungen durchgeführt werden. In der Praxis wird man allerdings berücksichtigen müssen, dass in wachsenden Kulturlösungen von Laevanbildnern komplexe und sich ständig ändernde Reaktionsverhältnisse vorliegen.



   Beispiel 1
Eine Nährlösung folgender Zusammensetzung wird 40 Minuten bei   110"C    sterilisiert :   1 O/o    ige Maisquellwasserlösung (bezogen auf Trocken substanz), vor der Herstellung der Nährlösung mit KOH auf pH 6, 8-7, 0 eingestellt, 20 Minuten auf 120 C zur Eiweissdenaturierung erhitzt und nach Abkühlung durch   Seitz-Klärschichten    (Markenprodukt) filtriert :
16 Liter   =      LZ ; sung A    1    < Voige Maisquellwasserlösung    (bezogen auf Trocken substanz) mit KOH auf pH 6, 8-7, 0 eingestellt :
4 Liter = Ldsung B Rohrzucker..... 2, 0 kg Magnesiumsulfat... 20 g sekundäres Kaliumphosphat 30 g Ammoniumsulfat.. 30 g
Diese sterilisierte Nährlösung wird nach Abkühlung mit einer Suspension von Bac. subtilis beimpft.



  Nach der Beimpfung des Fermentationsansatzes wird   1,      0 /a CaCO3    in Form einer   50 böigen    sterilen Suspension in Wasser zugesetzt. Nach 16stündiger Kultivierung bei 28,   Sa    C mit Belüftung erfolgt ein unsteriler Zusatz von 2, 0 kg trockenen Rohrzuckers, und das auf 5,   4-5,    6 abgesunkene pH der Kultur wird von diesem Zeitpunkt an durch häufige Zusätze von   25 böiger NaCO-Losung    auf pH 6, 3-6, 6 gehalten.



  Nach einer Kulturdauer von 23 Stunden erfolgt ein weiterer Zusatz von 3, 0 kg Rohrzucker. Nach einer Kulturdauer von insgesamt 39 Stunden ist die Fermentation beendet.



   Die Kulturlösung wird über Kieselgur filtriert und das Laevan nach üblichen Methoden rein dargestellt und getrocknet.



   Die relative Viskosität gegen Wasser einer 6,   0  /Oigen Lösung    dieses Präparates in 0,   911/piger    NaCl-Lösung bei 21  betrug 5, 2.



   Einem Kaninchen wurden 25 cm3 dieser Lösung i. v. gespritzt. Drei Stunden nach der Injektion waren   40 /o    des insgesamt gespritzten Laevans aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Beispiel 2
Versuchsanordnung wie im Beispiel 1 beschrieben, jedoch unter Verwendung von 20 Liter Maisquellwasserlösung B und ohne Maisquellwasserlösung A.



   Die relative Viskosität gegen Wasser einer   6  /o igen    Lösung dieses Präparates in   0, 9  /o    iger NaCl-Lösung bei   21 C    betrug 19, 1, die einer   3 /0igen Lösung    in 0,   9"/ (tiger NaCl-Lösung    4, 7.



   Einem Kaninchen wurden 50 cm3 der   3 /0igen    Lösung i. v. gespritzt. Drei Stunden nach der Injektion waren   16 duo    des insgesamt gespritzten Laevans aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Beispiel 3
1 Liter eines zellfreien, Laevansucrase enthaltenden Kulturfiltrats vom Bac. subtils (= Enzymlösung) wird mit 200 cm3 abgeschleudertem, frisch gefälltem, durch mehrfaches Zentrifugieren und Resuspendieren in Wasser gewaschenem Calciumphosphat-Gel etwa 10 Minuten ausgerührt. Die so gewonnene Suspension wird wiederum zentrifugiert, die überstehende Lösung verworfen und der Niederschlag in 1 Liter Wasser resuspendiert. In dieser Suspension werden 300 g Rohrzucker gelöst und der Ansatz 20 Stunden bei   29"C    gehalten. Das durch das entstandene Laevan stark viskos gewordene Reaktions gemisch wird wie die Kulturlösung gemäss Beispiel   1    auf trockenes Laevan aufgearbeitet.



   Die relative Viskosität gegen Wasser einer   3 Zeigen Lösung    dieses Präparates in 0, 9% iger NaCl-Lösung bei   21 C    betrug 7, 7.



   Einem Kaninchen wurden 50 cm3 einer   2 feigen    Lösung in 0,   9  /0iger NaCl-Lösung    i. v. gespritzt.



  Drei Stunden nach der Injektion waren   110/o    des insgesamt gespritzten Laevans aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Beispiel 4
In der gleichen Versuchsanordnung wie im Beipiel 3 angegeben wurde eine Reihe weiterer Substanzen zur Anwendung gebracht. Die genaueren Versuchsbedingungen und die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt :   Adsorptionsmittel g Adsorptionsmittel g Rohrzucker Relative Viskosität einer @@@@@@@@@@@ pro Liter Enzym- pro Liter Adsorbat- 3- bzw. 6% igen L¯sung des    f r Laevansucrase l¯sung Suspension isolierten Laevans   Aktivbentonit 40 150 6 0/o. :    4, 0 Aktivkohle 30 300 3%:

   8, 1   Asbest 5 300 6  /o :    15, 3   Zellulosepulver 80 300 3  /o :    8, 0   Kieselgur 40 150 6  /o :    3, 5   Silicagel 40 150 3  /o :    3, 1   Al-Hydroxyd 80 150 3 o/a :    8, 1   Stärke801506"    7, 5   Sojamehl 80 150 6 /e :    7, 3   Mg-Phosphat 40 150 6  /e :    6, 4   La-Ribonucleat401506"/o    6, 2
Beispiel   5   
Versuchsanordnung wie im Beispiel 3 angegeben ; jedoch enthÏlt der Ansatz zusätzlich 50 g NaCl. Es entsteht ein relativ niederviskoses Reaktionsgemisch, welches wie die Kulturlösung gemäss Beispiel 1 auf trockenes Laevan aufgearbeitet wird.



   Die relative Viskosität gegen Wasser einer   6"/eigen Lösung    dieses Präparates in 0, 9% iger NaCl-Lösung bei   21     C betrug 3, 8.



   Einem Kaninchen wurden 25   cmS    dieser Lösung i. v. gespritzt. Drei Stunden nach der Injektion waren 69% des insgesamt gespritzten Laevans aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Beispiel 6
In 1 Liter   Enzymlösung,    wie sie gemäss Beispiel 3 verwendet wurde, werden 40 cm3 gewaschenes, zentrifugiertes Calciumphosphat-Gel suspendiert und in der erhaltenen Suspension 300 g Rohrzucker gelöst.



  Der Ansatz wird 20 Stunden bei 29¯C gehalten. Das Reaktionsgemisch wird wie die Kulturlösung gemäss Beispiel   1    auf trockenes Laevan aufgearbeitet.



   Die relative Viskosität gegen Wasser einer 6  /o igen Lösung dieses Präparates in 0,   9 /0iger NaCl-Lösung    bei   21  C    betrug 4, 9.



   Einem Kaninchen wurden 25   cms    dieser Lösung   i.    v. gespritzt.



   Drei Stunden nach der Injektion waren   460/o    des insgesamt gespritzten Laevans aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Beispiel 7
Der Fermentationsansatz wird wie im Beispiel 1 angegeben, jedoch statt im 20 Liter-Massstab in einem 200 Liter-Ansatz durchgeführt. Nach Beendigung der Fermentation wird der Kulturlösung die gleiche Volumenmenge Methanol zugesetzt. Das Volumen beträgt nun etwa 400 Liter. Diese Lösung wird mit etwa 10 Liter abgeschleudertem, frisch gefälltem, durch mehrfaches Zentrifugieren und Resuspendieren in Wasser gewaschenem Calciumphosphatgel ausgerührt und über ein   Kieselgurfilter    filtriert. Die so geklärte Lösung wird so lange unter Rühren mit weiterem Methanol versetzt, wie noch Laevan ausfällt. Der Niederschlag wird isoliert, in 200 Liter Wasser gelöst und nacheinander über einen Kationen-und Anionen Austauscher entsalzt.

   Aus der ionenfreien Lösung gewinnt man das Laevan als weisses, trockenes Pulver nach dem Sprühtrocknungsverfahren oder durch erneutes Fällen mit Methanol.



   60 g des gewonnenen Laevans werden mit Tyrodelösung auf 1, 0 Liter aufgefüllt. Nach Lösung des Präparates wird sterilisiert.



   Die relative Viskosität gegen Wasser dieser Lösung beträgt 4, 8.



   Im Kaninchenversuch wurden nach Injektion von 25   cm3      38"/o    des insgesamt je Tier verabfolgten Laevans nach drei Stunden aus der Blutbahn ausgeschieden.



   Dieses Gesamtverfahren wird durch die folgende Figur verdeutlicht :
Das Impfgut gelangt aus dem Kulturgefäss 1 in den Fermenter 2. Von dort wird die Kulturbrühe nach beendeter Fermentation in den Kessel 3 geleitet, und dort mit Calciumphosphatgel und Methanol gerührt. Das Gemisch wird sodann über das Kieselgur filter 4 in den Fällkessel 5 übergeführt. Es wird mit Methanol gefällt und das Sediment nach Entfernung der überstehenden Lösung im gleichen Kessel in Wasser gelöst. Die Lösung gelangt über die Ionenaustauscher 6 und 7 in die Sprühtrocknungsapparatur 8. Schliesslich wird das getrocknete Produkt konfektioniert (9).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Laevanen von praktisch einheitlicher Molekülgrösse, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Kultur laevanbildender Mikroorganismen oder der aus einer solchen Kultur gewonnenen zellfreien Laevansucrase Saccharose und mindestens einen Stoff zusetzt, der Laevansucrase adsorbiert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in Maisquellwasser dispergierte Laevansucrase-Adsorbentien verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dal3 man ausserdem der genannten Kultur oder der daraus gewonnenen Laevansucrase Ionen bzw. weitere Ionen zusetzt.
CH5168657A 1956-11-23 1957-10-17 Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher Molekülgrössen CH367159A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF21742A DE1041646B (de) 1956-11-23 1956-11-23 Verfahren zur Herstellung von Laevanen bestimmter Molekulargewichte, insbesondere fuer die Zubereitung von Blutersatzmitteln

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH367159A true CH367159A (de) 1963-02-15

Family

ID=7090189

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5168657A CH367159A (de) 1956-11-23 1957-10-17 Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher Molekülgrössen

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH367159A (de)
DE (1) DE1041646B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE1041646B (de) 1958-10-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
RU2075466C1 (ru) Торфо-гуминовое удобрение, способ получения сухого торфо-гуминового удобрения и способ приготовления жидкого торфо-гуминового удобрения
DE10123283A1 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Bodenverbesserungsmittel
DE2357119C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines stabilen L-Lysin-Konzentrats mit hohem Gehalt an essentiellen Biofaktoren
DE2312615A1 (de) Verfahren zum kuppeln von verbindungen mit hydroxyl- und/oder aminogruppen an polymere
CH367159A (de) Verfahren zur Herstellung von Laevanen praktisch einheitlicher Molekülgrössen
DE69011856T2 (de) Herstellung von hefeextrakt.
AT205173B (de) Verfahren zur Herstellung von Laevanen bestimmter Molekulargewichte
CH637824A5 (de) Kosmetisches mittel auf basis von kollagen und verfahren zu dessen herstellung.
DE1467970A1 (de) Verfahren zur Herstellung antikarzinogener Stoffe
DE638388C (de) Verfahren zur Gewinnung physiologischer Salze aus Kohlen, Torf u. dgl.
DE1284391B (de) Adsorption von Amylase an Staerke
DE375702C (de) Verfahren zur Herstellung einer reinen, von Eiweissstoffen freien Staerke
DE3617368C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Polysaccharids
CH469672A (de) Verfahren zum Reinigen von Polymyxin
DE1056082B (de) Verfahren zur Herstellung von zur Bakterienanreicherung von landwirtschaftlichen Kulturboeden und als Eiweissfuttermittel geeigneten Bakterienpraeparaten
AT215077B (de) Verfahren zur Herstellung 5, 6-Dimethylbenzimidazolcobalamin
DE2053763C3 (de) Verfahren zur Isolierung des Vitamins B tief 12 aus Kulturflüssigkeiten oder Biomassen der Mikroorganismen, die das Vitamin B tief 12 produzieren
DE921281C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels fuer Gelenkrheumatismus und Brand sowie zur allgemeinen Beruhigung der Nerven
DE923453C (de) Verfahren zur Erzeugung einer Mischung von Streptokinase und Streptodornase
AT233737B (de) Verfahren zur Herstellung eines Antibiotikums aus Propionsäurebakterien
DE884856C (de) Verfahren zur Herstellung von den anti-perniciosa-anaemischen Faktor enthaltenden Zubereitungen
AT203630B (de) Verfahren zur Gewinnung von Vitamin B12
DE1617506C (de) Verfahren zur Herstellung von Pepton aus menschlicher Placenta für Bakterien-Nährböden
DE202022102713U1 (de) Apparat zur Herstellung von Aktivkohle in chemischer Zusammensetzung aus landwirtschaftlichen Abfällen
DE3322231C2 (de)