CH366158A - Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial - Google Patents
Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus TextilmaterialInfo
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Description
Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial, insbesondere von Tricotstoffen. Bei solchen Materialien sucht man Angaben zu erhalten über das Ausmass der Schrumpfung bei Benetzung, um daraus die Verwendbarkeit des Materials oder die Wirksamkeit von Massnahmen zur Verminderung der Schrumpfung beurteilen zu können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Messanordnung und den Messvorgang zu vereinheitlichen, um zuverlässig vergleichbare Resultate zu erhalten.
Sie ist gekennzeichnet durch einen Rahmen, einen oberen, zum Festklemmen des einen Randes der Materialprobe am Rahmen bestimmten Querbalken, einen unteren, zum Festklemmen des zum genannten Rand parallelen Randes der Materialprobe bestimmten, losen Querbalken und mindestens eine am Rahmen befestigte, in Verschieberichtung des losen Querbalkens verlaufende Skala, wobei der genannte lose Querbalken eine während des Schrumpfens sich entlang der Skala verschiebende Ablesekante bildet.
Im folgenden soll die erfindungsgemässe Einrichtung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 ist eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels und
Fig. 2 eine perspektivische Skizze der unteren Partie desselben Beispiels.
Fig. 3 ist ein Grundriss und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und 2, wobei zwei verschiedene Lagen des Rahmens strichpunktiert angedeutet sind.
Der Rahmen 1 der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 besteht aus zwei Seitenleisten 2 und der Querleiste 3.
Zum Umhertragen der Einrichtung sind zwei Fingergriffe 4 vorgesehen. Der obere, zum Festklemmen des einen Randes der rechteckigen Mate, rialprobe 5 am Rahmen 1 bestimmte Querbalken ist mit 6 bezeichnet, und der untere, lose Querbalken, welcher zum Festklemmen des zum genannten Rand parallelen Randes der Materialprobe 5 bestimmt ist, setzt sich aus den beiden Leisten 7 und 8 zusammen.
Zwei Skalen 9 sind mittels der Bolzen 10 und 11 an den Seitenleisten 2 befestigt. Die Skalen 9 weisen zwei Längsschlitze auf, in denen die Bolzen 10 bnv.
11 laufen, so dass sich die Skalen in ihrer Längsrichtung verschieben lassen. Die Verschiebung erfolgt durch je eine Rändelschraube 12, welche im Bolzen 11 sitzt und mit einer Eindrehung in die geschlitzte Aufbiegung 13 der Skala eingreift.
In der Querleiste 3 und in der Leiste 7 sitzt je eine Reihe von zugespitzten Stiften 19, für die im Querbalken und in der Leiste 8 entsprechende Bohrungen vorgesehen sind. In den Enden der Leiste 7 sitzt je ein Haken 16, der durch eine Öffnung 17 in der Leiste 8 hindurchgreifen kann. In der Leiste 8 sind zwei federnde Hebel 15 mittels ihrer rechtwinklig umgebogenen Enden und dem Bolzen 14 verankert. Diese Hebel können in die durch die Leiste 8 hindurchgreifenden Haken 16 eingehängt werden, wobei die Leiste 7 infolge des Federdruckes der Hebel 15 gegen die Leiste 8 gepresst wird. In genau gleicher Weise kann auch der Querbalken 6 gegen die Querleiste 3 des Rahmens 1 gepresst werden; die Haken 16 sind dabei im Rahmen, die Hebel 15 und die Bolzen 14 im Querbalken 6 befestigt.
Zum Vornehmen einer Messung wird zunächst der eine Rand der rechteckigen Materialprobe 5 zwischen dem Querbalken 6 und der Querleiste 3 am Rahmen festgeklemmt. Hierauf wird der gegenüberliegende, parallele Rand. der Materialprobe zwischen die Leisten 7 und 8 geklemmt, wobei die Stifte 19 die Materialprobe durchstechen und ein Ausrutschen ihrer Ränder verhindern. Wird der Rahmen nun in aufrechte Lage gebracht, so belastet der untere lose Querbalken die Materialprobe mit seinem Gewicht.
Je nach Messvorschrift können an den Haken 20 noch Zusatzgewichte angehängt werden. Die Leiste 8 überdeckt teilweise die beiden Skalen 9 und bildet eine Ablesekante 8a. Es ist von Vorteil, in dieser Ausgangslage die beiden Skalen mittels der Rändelschrauben so zu verschieben, dass die Ablesekante auf einen runden Skalenwert zeigt.
Nach diesen Vorbereitungen wird nun die Materialprobe, beispielsweise ein Tricotstoff, in der vorgeschriebenen Weise benetzt, wobei sich die zu messende Schrumpfung des Materials einstellt. Der an der Probe 5 hängende untere Querbalken wird etwas hochgezogen und die Ablesekante 8a verschiebt sich um den Betrag der Schrumpfung längs der Skalen 9. Nach einiger Zeit wird die Schrumpfung zum Stillstand kommen und der Messwert lässt sich als Differenz zum anfänglich eingestellten runden Skalenwert ablesen. Die Messung liesse sich natürlich auch mit nur einer Skala 9 ausführen, doch ist es möglich, dass bei bestimmten Materialien die Schrumpfung nicht über die ganze Probenbreite gleich ist, so dass vorteilhaft mit zwei Skalen gearbeitet wird und als Messwert der Mittelwert der beiden Ablesungen genommen wird.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann man die Probe auch auf die doppelte erforderliche Breite zuschneiden und dabei zwei seitliche Bahnen von je einem Viertel der Breite umfalten. Je nach dem zu messenden Material wird sich gleichzeitig mit der Längsschrumpfung auch eine seitliche Einschnürung der Probe, der sogenannte Einzug, einstellen, wie aus Fig. 1 hervorgeht. Dieser Einzug ist voraussichtlich in der Mitte der freien Länge der Materialprobe am grössten. Um mit der vorliegenden Einrichtung auch diese Grösse messen zu können, ist der Rahmen mit zwei zu den Skalen 9 senkrecht verlaufenden Skalen 21 versehen. Sie sind in ihrer Längsrichtung auf einem Steg 3a des Rahmens 1 mit Hilfe von ähnlichen Mitteln wie die Skalen 9 verschiebbar.
Der Abstand der Skalen 21 vom oberen Querbalken 6 entspricht etwa der halben freien Länge der Materialprobe zwischen den beiden festzuklemmenden Rändern.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 enthält als Hauptbestandteil eine mit der anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Messeinrichtung identische Einrichtung. In den Fig. 3 und 4 ist deshalb nur der Rahmen 1 strichpunktiert angedeutet. Ein Sockel 25 dient als Unterlage für den Rahmen 1 beim Einlegen der Materialprobe. Er weist drei Erhebungen 26, 27 -und 28 auf, die der Form des Rahmens und der Leiste 7 entsprechen, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Werden der genannte Rahmen und die Leiste richtig eingelegt, so sind sie in ihrer gegenseitigen Lage fixiert. Der Rahmen, die Leiste und die drei Erhebungen bilden nun eine ebene Fläche, auf denen die Materialprobe glatt aufliegt, worauf diese mittels des Querbalkens 6 und der Leiste 8 festgeklemmt wird.
Auf diese Weise mit Hilfe des Sockels 25 durchgeführt, ist das Festklemmen von verschiedenen Materialproben mit gleichbleibender freier Länge a gewährleistet.
In eine Ausnehmung im hinteren Teil des Sockels 25 kann ein Flüssigkeitsbehälter eingesetzt werden, welcher durch Anschläge 35 gegen seitliches Verschieben gesichert ist. Nach erfolgtem Einsetzen der Materialprobe im Rahmen 1 kann die ganze Messeinrichtung in vertikaler Lage in den mit der Benetzungsflüssigkeit gefüllten Behälter 30 eingesetzt werden.
Diese Eintauchlage ist t aus Fig. 4 ersichtlich: Der Rahmen 1 wird dabei durch senkrechte Nuten 32 innen an den schmalen Seitenwänden des Behälters geführt. Die vordere Seitenwand 31 ist aus durchsichtigem Material gefertigt, so dass durch sie hindurch die Materialprobe in eingetauchter Lage beobachtet werden kann. Ein innen an der Wand 31 befestigtes Thermometer 34 dient zur Überwachunng der Temperatur des Benetzungsbades.
Nach genügender Benetzung der Materialprobe wird der Rahmen aus den Führungsnuten 32 bzw. aus dem Bad herausgehoben und in die Nuten 33 eingesetzt. Diese letzteren Nuten reichen jedoch nicht bis in die Flüssigkeit hinab. In sie eingesetzt, steht der Rahmen über dem Flüssigkeitsspiegel und ragt über den Behälter hinaus, in weicher Lage die Messeinrichtung und die Probe abtropfen können.
Der Behälter 30 ist im Sockel 25 nur lose eingesetzt und lässt sich somit zum Umschütten der Flüssigkeit und zum Reinigen leicht herausnehmen.
Wenn sich auch das Messen der Schrumpfung mit der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 allein ohne weiteres durchführen lässt, so wird doch besonders durch die Ausgestaltung nach Fig. 3 und 4 der einheitliche Ablauf des Messvorganges gewährleistet. Jedenfalls lassen sich mit den beschriebenen Einrichtungen für verschiedene Materialproben zuverlässig vergleichbare Messresultate auf bequeme Weise erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial, gekennzeichnet durch einen Rahmen, einen oberen, zum Festklemmen des einen Randes der Materialprobe am Rahmen bestimmten Querbalken, einen unteren, zum Festklemmen des zum genannten Rand parallelen Randes der Materialprobe bestimmten, losen Querbalken und mindestens eine am Rahmen befestigte, in Verschieberichtung des losen Querbalkens verlau felde Skala, wobei der genannte lose Querbalken eine während des Schrumpfens sich entlang der Skala verschiebende Ablesekante bildet.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Skala in ihrer Längsrichtung verschiebbar am Rahmen befestigt ist.2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, zum gleichzeitigen Messen des Einzuges senkrecht zur Schrumpfungsrichtung, gekennzeichnet durch mindestens eine senkrecht zur erstgenannten Skala verlaufende Skala, die in einem Abstand vom oberen Querbalken am Rahmen befestigt ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweitgenannte Skala in ihrer Längsrichtung verschiebbar am Rahmen befestigt ist.4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der lose Querbalken Mittel zum Anbringen von Zusatzgewichten aufweist.5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Unterlage, die zum Fixieren der gegenseitigen Lage des Rahmens und der die Materialprobe festklemmenden Teile eingerichtet ist, so dass ein Festklemmen der Materialproben mit gleichbleibender freier Länge ge währleistet ist.6. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage zur Aufnahme eines Flüssigkeitsbehälters eingerichtet ist.7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssig- keitsbehälter zum Führen des Rahmens beim Eintauchen in die Flüssigkeit und in einer Abtropfiage ausgebildet ist.8. Einrichtung g nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mindestens eine durchsichtige Seitenwand aufweist, durch welche die Materialprobe in eingetauchter Lage beobachtet werden kann.
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1958
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