CH365884A - Vorrichtung zur Kompensation der sphärischen Modellformation für stereophotogrammetrische Auswertegeräte - Google Patents

Vorrichtung zur Kompensation der sphärischen Modellformation für stereophotogrammetrische Auswertegeräte

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CH365884A
CH365884A CH6668358A CH6668358A CH365884A CH 365884 A CH365884 A CH 365884A CH 6668358 A CH6668358 A CH 6668358A CH 6668358 A CH6668358 A CH 6668358A CH 365884 A CH365884 A CH 365884A
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CH6668358A
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Yzerman Henk
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Kern & Co Ag
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  Vorrichtung zur Kompensation der sphärischen     Modellformation     für     stereophotogrammetrische    Auswertegeräte    Die     Erfindung    bezieht sich auf     stereophotogram-          metrische    Auswertegeräte, bei welchen ein Paar ein  ander stereometrisch zugeordnete     Photographien    eines       Erdoberflächenausschnittes    Bilder erzeugen, die       stereoskopiseh    betrachtet werden können und von  denen gemessen und     kartiert    worden kann. Solche In  strumente sind allgemein bekannt und z.

   B. in den       USA-Patentschriften        Nrn.   <B>2492870</B> und<B>2552975</B>       beschrieben.    Die     zwei    Photographien werden dabei in  eine gemeinsame Ebene     projiziert,    und es sind Mittel  vorgesehen, um die Photographien genau     in    diejenige  gegenseitige Stellung     zu    bringen, in welcher die Auf  nahmen gemacht wurden. Ferner sind Mittel zum       stereoskopischen    Betrachten der beiden Photogra  phien vorgesehen.

   Der konstruktive Aufbau und die  Funktionen solcher Instrumente sind bekannt, und  es wird deshalb darauf     verzichtet,    sie in der nachfol  genden Beschreibung näher zu erläutern, soweit sie  nicht in direkter Beziehung zur     Erfindung    stehen.  



  Bei den Aufnahmen und bei allen diesen Aus  wertegeräten sind gewisse Verzeichnungen     unvermeid-          lich,    die verschiedene Ursachen haben und z. B. auf  die Eigenschaften der verwendeten     Aufnahme-    und  Projektionsobjektive, auf die atmosphärische     Refrak-          tion    und anderes     zurückzuführen    sind.     Mittel        zur     Kompensation der auf die     Eigenschaften    der verwen  deten Aufnahme- und Projektionsobjektive zurückzu  führenden Verzeichnungen sind bekannt und z.

   B. in  den     USA-Patentschriften        Nrn.   <B>2552975</B> und<B>2727432</B>  beschrieben; sie bewirken     alle    eine Änderung der inne  ren Orientierung     derAuswertekammer.    Es sind in neue  rer Zeit auch Aufnahme- und Projektionsobjektive ent  wickelt worden, die eine sehr geringe Verzeichnung  aufweisen. Die Restverzeichnung verursacht eine sehr  geringe Modelldeformation, die meistens durch eine  sphärische     Fläche        angenähert    dargestellt werden kann.

      Die durch     atmosphärische        Refraktion    verursachte  Verzeichnung lässt sich weitgehend     linearisieren        und     durch entsprechende Korrektur der Kammerkonstan  ten reduzieren.    Nun liefern jedoch die     genannten    Auswertegeräte  eine sphärische Modellformation, welche in erster  Linie auf die     Erdkrümmung        zurückzuführen    ist.

   Es  handelt sich hierbei also nicht, wie     vielfach    angenom  men wird, um eine Verzeichnung, sondern einfach um  die     naturgetreue    Nachbildung des aufgenommenen       Erdoberflächenausschnittes,    die prinzipiell keine Be  ziehung     zur    inneren Orientierung der Auswertekam  mer hat. Die     vorliegende    Erfindung     bezweckt,    diese  sphärische     Modellformation    zu kompensieren.  



  Die Erfindung     betrifft    eine Vorrichtung zur Kom  pensation der sphärischen     Modellformation        für    stereo  photogrammetrische     Auswertegeräte,    bei welchen die  die Photographien beleuchtenden     Kondensorsysteme     durch zu     ihren    optischen Achsen parallele,     kardanisch          gelagerte    Lenker derart gesteuert     werden,    dass sich  ihre optischen Achsen stets in der     Messmarke    schnei  den, welche dadurch     gekennzeichnet    ist,

   dass der     Mess-          tisch        mit    der     Messmarke    an einem Hebel     angeordnet     ist, dessen eines Ende     in    einem am Träger des     Mess-          tisches    ortsfesten Lager     gelagert    ist, und auf dessen  anderes Ende der eine     Lenker    über einen Körper mit       asphärischer    Oberfläche direkt oder     indirekt        einwirkt,     das Ganze     derart,

      dass     dieKompensation    der sphärischen  Modellformation bei der Bewegung des Lenkers durch       Verschwenken    des Hebels mit dem     Messtischchen    und  der     Messmarke    automatisch nach der     Näherungsglei-          chung     
EMI0001.0080     
    erfolgt.           Mittels    einer solchen Vorrichtung kann die sphä  rische Modellformation     zweckmässiger    und mit ein  facheren,     unempfindlicheren    Bauelementen kompen  siert werden,     als    es bei anderen, bekannten Auswerte  geräten möglich ist.

   Dabei können auch gewisse an  dere Modelldeformationen, die auf     Restverzeichnun-          gen        der    Aufnahme- und Projektionsobjektive und  Restverzeichnungen infolge der atmosphärischen Re  fraktion zurückzuführen sind, mit     kompensiert    wer  den.  



  Die     Auswertekammer    eines mit der     erfindungs-          gemässen    Vorrichtung     versehenen    Auswertegerätes  kann einfacher und deshalb stabiler     ausgeführt    wer  den als diejenige ähnlicher Auswertegeräte mit ande  ren, bekannten Kompensationsvorrichtungen. Die er  höhte Stabilität der     Auswertekammer    erlaubt eine bes  sere Kontrolle     derselben,    unabhängig von den übri  gen Teilen des Auswertegerätes. Die innere Orien  tierung der Auswertekammer bleibt während der Aus  wertung der Photographien     unverändert,    wodurch die  Zuverlässigkeit der Auswertung erhöht wird.  



  In der Zeichnung sind eine beispielsweise Ausfüh  rungsform des     Erfindungsgegenstandes,    eine Ausfüh  rungsvariante derselben und die zum     Verständnis    er  forderlichen geometrischen Beziehungen schematisch  dargestellt. Es zeigen:

         Fig.    1 die wesentlichen     Teile    eines Auswertege  rätes mit Vorrichtung zur Kompensation der sphäri  schen     Modellformation,          Fig.2    die geometrischen Beziehungen an dem  durch die Auswertekammer des     Auswertegerätes    ge  lieferten Modell,       Fig.3    die Vorrichtung zur Kompensation der  sphärischen Modellformation in einfachster Ausfüh  rung,       Fig.    4 eine     Ausführungsvariante    dieser Vorrich  tung und       Fig.    5 eine geometrische Erläuterung eines Teiles  einer solchen Vorrichtung.  



  In     Fig.    1 sind mit 1 und 1' die beiden Photo  graphien und mit 2 und 2' die beiden Projektions  objektive, mit 3 und 3' die beiden     Kondensorsysteme,     mit 4 der     Messtisch,    mit 5 die     Messmarke    und mit  6 der in einem Schlitten 7     gelagerte    Träger des     Mess-          tisches    bezeichnet.

   Zwei bei 8 und 8'     kardanisch    ge  lagerte, zu den optischen Achsen der     Kondensor-          systeme    3 und 3'     parallele,        teleskopartig    ausziehbare  Lenker 9 und 9' dienen     dazu,    die     Konden:sorsysteme     3 und 3' über Gelenkparallelogramme 10 und 10' so  zu steuern, dass sich die optischen Achsen der beiden       Kondensorsysteme    3 und 3' stets in der     Messmarke    5  schneiden.  



  In     Fig.2    ist mit O ein Projektionsobjektiv der  Auswertekammer bezeichnet und h ist das Lot auf  die sphärische     Modellformation,    dessen Fusspunkt mit  V bezeichnet ist. Auf der sphärischen Modellforma  tion befindet sich der Punkt P, welcher im Winkel a  vom Lot     liegt.   <I>S</I> ist die     horizontale    und<B>Ah</B> die verti  kale     Distanz    des Punktes P vom Fusspunkt V des     Lotes     h.

   Mit r ist der Radius der sphärischen Modellfor-         mation        bezeichnet.   <I>d h</I> ist klein gegenüber<I>h</I> und<I>r,</I>  so dass die Beziehung  
EMI0002.0052     
    eine genügende Genauigkeit für die     photogramme-          trische    Auswertung ergibt.

   Der Betrag, um welchen  die     Messmarke    5 in der Höhe     korrigiert    werden sollte,  um     eine    Kompensation der sphärischen Modellforma  tion zu erzielen, entspricht nun offensichtlich der  Grösse von<B><I>Ah.</I></B> Diese Kompensation wird nun mit       folgender    Vorrichtung automatisch erzielt:  An dem vom     Kondensorsystem    abgewendeten  Ende des     kardanisch    gelagerten Lenkers 9' ist ein  Körper 11 mit     asphärischer    Oberfläche auswechselbar  angeordnet, welcher am Träger 6 des     Messtisches    4  bei 12     kardanisch    gelagert ist.

   Die Abweichung der       asphärischen        Oberfläche    des Körpers 11 von einer       Kugelfläche    13 mit dem Radius r soll einen Wert<I>d r</I>  proportional     tg22a    betragen     (Fig.    5). Der Körper<B>11</B>  wirkt mit seiner     asphärischen    Oberfläche auf eine  Kugel 14, welche am freien Ende eines Hebels 15  sitzt, dessen anderes Ende in einem in bezug auf den  Träger 6 des     Messtisches    4 ortsfesten Lager 16 ge  lagert ist. An diesem Hebel 15 ist der     Messtisch    4 mit  der     Messmarke    5 angeordnet.

   Eine auf den Hebel 15  wirkende Feder 17 sorgt dafür, dass die Kugel 14 stets  an die     asphärische    Oberfläche des Körpers 11 ange  drückt wird.  



  Die Höhenlage der     Messmarke    5 am     Messtischehen     4 wird nun bei einer     Verschwenkung    des Lenkers 9',  wie vorstehend erwähnt, um den Betrag  
EMI0002.0077     
    korrigiert. h und r sind für ein bestimmtes Modell  konstant, aber für verschiedene Modelle verschieden.  Es muss also für jede Kombination der Grössen h und  r ein Körper 11 mit     entsprechender        asphärischer     Oberfläche verfügbar sein. Bei der     Auswertung    eines  Bildpaares wird somit die sphärische     Modellformation     automatisch nach der Gleichung  
EMI0002.0082     
    kompensiert.

    Wie bereits erwähnt, sind h und r für ein bestimm  tes Modell konstant und für verschiedene Modelle  verschieden. Bei der Auswertung verschiedener Mo  delle müssen also Teile der Vorrichtung     ausgewech-          selt    werden. Dies kann durch eine Ausführung der  Vorrichtung, wie sie in     Fig.    4 dargestellt ist, vermie  den werden. Hierbei ist der Körper 11 mit     asphäri-          scher    Oberfläche fest am Ende des Lenkers 9', ange  ordnet. Die     asphärische        Oberfläche    des Körpers 11  wirkt auf eine Kugel 18, welche am oberen Ende eines  in einer Führung 19 geführten, vertikalen Stössels 20  sitzt.

   Am unteren Ende dieses Stössels 20 ist das eine  Ende eines Hebels 21     angelenkt,        welcher    auf     einer     Rolle 22 aufliegt. Diese Rolle 22 ist auf einem Schlit-    
EMI0003.0001     


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