CH359706A - Verfahren zur Herstellung von N-Niederalkyl-norscopin-äthern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Niederalkyl-norscopin-äthern

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CH359706A
CH359706A CH359706DA CH359706A CH 359706 A CH359706 A CH 359706A CH 359706D A CH359706D A CH 359706DA CH 359706 A CH359706 A CH 359706A
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Ernst Dr Jucker
J Dr Lindenmann Adolf
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     N-Niederalkyl-norscopin-äthern       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren    zur Herstellung von     N-Niederalkyl-norscopin-äthern     der Formel 1  
EMI0001.0004     
    worin     R1    ein niederes     Alkyl    und     R.,    Halogen oder  Wasserstoff bedeuten, welches dadurch gekennzeich-         net    ist,

   dass man ein gegebenenfalls     acyliertes          N-Alkvl-6-oxv-nortronin    der Formel     1I     
EMI0001.0012     
    worin A Wasserstoff oder einen     abspaltbaren        Acylrest    bedeutet, mit einem     Diphenyl-methan-Derivat     der Formel<B>111</B>  
EMI0001.0016     
    worin X für Wasserstoff und Y für Chlor oder Brom,  oder     XY    für den     Diazorest    stehen,     veräthert,    die ge  gebenenfalls vorhandene     Acylgruppe    abspaltet,

   den    entstandenen     N-Alkyl-6-oxy-nortropin-3-benzhydryl-          äther    der Formel IV    
EMI0002.0001     
    mit     einem        Sulfonsäurechlorid    der Formel V  
EMI0002.0004     
  
EMI0002.0005     
    umsetzt, diesen mit einer organischen Base behan  delt und den erhaltenen     6,7-Nortropenyl-3-benz-          hydryläther    der Formel     VII     
EMI0002.0009     
    mit     Trifluorperessigsäure    eiloxydiert.  



  Die obengenannten Verbindungen können in ver  schiedenen     zueinander        stereoisomeren        Formen    auf  treten.  



  Es wird im folgenden die     stereochemische    No  menklatur, die von den     Herausgebern    des     Journal          Chemical        Society    (London) in Anlehnung an die       Steroid-    und     Triterpenoid-Nomenklatur    vorgeschla  gen wurde, verwendet [J.     Chem.        Soc.    1953, 721].

    Als Beziehungsgruppe wird die ]rücke an  genommen, wobei     Substituenten   
EMI0002.0024  
   als     ss    oder a be  zeichnet werden, je nachdem ob sie in der gleichen       Ringebene    mit der     Beziehungsgruppe    stehen oder  l  nicht.     Nortropin    wird     demnach    als     Nortropan-3a-o     und     Norpseudotropin        (Nor-V1%tropin)    als     Nortropan-          3fl-ol    bezeichnet.  



  Das Verfahren kann beispielsweise so ausgeführt  werden:  Man     veräthert    ein in     6-Stellung        acyliertes          N-Niederalkyl-nortropan-3a,6ss-diol        (N-Niederalkyl-          6ss-oxy-3a-nortropin),    z.

   B.     6ss        Acetoxy-tropin,    mit       Diphenylbrommethan    oder     Diphenyldiazomethan,     spaltet mit     äthanolischer        Natronlauge    unter     gelindem     Erwärmen die     Acetylgruppe    ab, verestert den ent  standenen     N-Niederalkyl-6ss-oxy-nortropin-3a        benz-          hydryläther    der Formel IV in einem     geeigneten    orga  nischen Lösungsmittel, z. B.

   Chloroform, und in Ge-         worin    Z einen     aliphatischen    oder     alkylaromatischen     Rest bedeutet, zum     Sulfonsäureester    der Formel     VI            genwart    einer organischen Base, beispielsweise     Pyri-          din    oder     Triäthylamin,        mit        einem        aliphatischen    oder       alkylaromatischen        Sulfochlorid,    z.

   B.     Methansulfo-          nylchlorid,    erhitzt den N     Niederalkyl-6ss-methan-          sulfonyloxy-nortropin-3a-benzhydryläther    in einer  Stickstoffatmosphäre in Gegenwart einer organischen  Base, z. B.     Triäthylamin,    und eiloxydiert den entstan  denen N     Niederalkyl-6,7-nortropenyl-3a-benzhydryl-          äther    der Formel     VII    mit     Trifluorperessigsäure.     



  Der     Acylrest    kann ausser     Acetyl    auch ein     Benzoyl-          oder        Phenylcarbamoyl-Rest    sein. Wird beispielsweise       N-Äthyl-6ss-phenylcarbamoyloxy-nortropin    mit     Di-          phenyl-chlormethan        veräthert,    so kann anschliessend  die     Phenylcarbamoylgruppe    durch einfaches Er  hitzen im Hochvakuum abgespalten werden.  



  Eine weitere Variante des Verfahrens besteht       darin,    dass man ein     N-Niederalkyl-3a,6f        resp.          -3ss,6ss-dioxy-nortropan    direkt mit einem     Diphenyl-          halogenmethan    umsetzt, die entstandenen     Benz-          hydryläther    trennt, und den     N-Niederalkyl-6ss-oxy-          nortropin-3a-        resp.        -3ss-benzhydryläther    der Formel  IV, wie oben angegeben, umsetzt.

   Dieses Verfahren  ist kürzer, doch müssen, wie     gesagt,    nach     erfolgter          Verätherung    die erhaltenen     Benzhydryläther    getrennt  werden. Bei den Verfahren mit geschützter     6ss-Oxy-          gruppe        kann    die     Verätherung    nur in ]-Stellung er  folgen.  



  Die z. B. als Ausgangsstoffe zur Verwendung  gelangenden, gegebenenfalls     acylierten        N-Nieder-,          alkyl-6ss-oxynortropine    können nach bekannten Me  thoden aus     Oxy-bernsteinsäured'ialdehyd    mit Aceton  dicarbonsäure und einem primären,

   niederen     Alkyl-          amin    in Gegenwart einer Puffersubstanz zu den       N-Niederalkyl-6ss-oxy-nortropinonen    kondensiert  und diese nach gegebenenfalls     erfolgter        Acylierung     zu den gegebenenfalls     acylierten        N-Nied'eralkyl-6ss-          oxy-nortropinen    reduziert werden.  



  Das folgende Schema erläutert ausgehend von  von z. B. N     Niederalkyl-6i3-oxy-nortropinon    die ein  zelnen Stufen bei der Herstellung der Ausgangsstoffe  und diejenigen des erfindungsgemässen Verfahrens:    
EMI0003.0001     
  
    N-Niederalkyl-6ss-acyloxy  nortropinon
<tb>  N-Niederalkyl-6ss-oxy- <SEP> N <SEP> Niederalkyl-6ss-äcyl  nortropinon <SEP> oxy-nortropin
<tb>  N-Niederalkyl-6ss- <SEP> N <SEP> Niederalkyl-6ss-acyloxy  oxy-nortropin <SEP> nortropin-3-benzhydryläther
<tb>  N-Niederalkyl  6ss-oxy-nortropin  3-benzhyd'ryläther
<tb>  N-Niederalkyl-6ss-methan  sulfonyloxy-nortropin  3-benzhydryläther
<tb>  N-Niederalkyl-6,7-nortropenyl- <SEP> N-Niederalkyl-6,7ss-epoxy  benzhydryläther <SEP> nortropin-3-benzhydryläther
<tb>  (N-Niederalkyl-norscopinäther)       Es ist bekannt, dass     Tropinäther,    z.

   B.     Tropin-          benzhydryläther,    sich durch verschiedene     pharmako-          dynamische    Eigenschaften auszeichnen. So besitzen  sie     neben        acetylcholinhemmender    (sogenannter     Atro-          pinwirkung)    eine bemerkenswerte     Antihistaminwir-          kung.        Einzelne        Tropinäther    übertreffen sogar ty  pische     Antihistaminika    an     histaminhemmender    Akti  vität.

   Dabei ist nicht nur die Intensität der Histamin  hemmung bedeutend, sondern die Dauer des     Anti-          histamineffektes    der     Tropinäther    übertrifft die ana  loge Wirkung von     gewöhnlichen        Antihistaminika    zum  Teil um ein Mehrfaches.  



  Es war deshalb zu     erwarten,    dass die nach dem  erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen, bisher  unbekannten     N-Niederalkyl-6,7ss-epoxy-nortropin-3-          benzhydryläther        (N    -     Niederalkyl    -     norscopinäther)     ähnliche     pharmakodynamische    Eigenschaften auf  weisen würden wie die     Tropin-benzhydryläther.    Die  in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen neuen,  vom N     Niederalkyl-6,7ss-epoxy-nortropin    sich ab-    leitenden Äther zeichnen sich jedoch durch eine ganz  andersartige und unerwartete     pharmakodynamische     Eigenschaft aus,

   indem sie nur noch schwache     atro-          pin-        resp.        scopolaminartige    Wirkung besitzen und  sich von diesen Alkaloiden durch     ihre    ausgespro  chene fördernde Wirkung auf     spinale    Reflexe unter  scheiden. So werden durch intravenöse Verabrei  chung in Dosen von 2-10 mg /kg in ausgesproche  nem Masse mono- und     polysynaptische    spinale Re  flexe sowohl an der     Spinalkatze    als auch an der  intakten narkotisierten     Katze    verstärkt.

   Die durch       Nervenreizung    direkt hervorgerufene Muskelkontrak  tion wird durch diese     N-Niederalkyl-norscopinäther     nur     geringgradig    verstärkt. Dieser Befund zeigt auch,  dass diese bisher unbekannten     N-Niederalkyl-nor-          scopin-benzhydryläther    die spinalen Reflexe infolge       Angriffspunkt    an den spinalen     Synapsen    fördert.  



  Die verfahrensgemäss hergestellten, bisher unbe  kannten N -     Niederalkyl    -     norscopin.    -     benzhydryläther     können z. B. in der Therapie bei Rückenmarks-           erkrankungen,    in denen die spinalen     Reflexe        beein-          trächtigt    sind, Verwendung finden; sie eignen sich  ausserdem bei andern     Erkrankungen    mit beeinträch  tigten spinalen Reflexen und     können    darüber hinaus  auch als Zwischenprodukte verwendet werden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell  ten neuen Äther des     N-Nied'eralkyl-norscopins    sind  basische Verbindungen, die mit anorganischen oder  organischen Säuren wohldefinierte, bei Zimmer  temperatur beständige und kristallisierte Salze bilden.  Die freien Basen sind bei     Zimmertemperatur    zum  Teil flüssig, zum Teil kristallisiert und bilden     mit          Alkylhalogeniden        quaternäre        Salze.     



  In den nachstehenden Beispielen sind alle Tempe  raturangaben in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>       Scopin-benzhydryläther          (6,7ss-Epoxy-tropin-3        a-benzhydryläther)       25 g     6ss-Oxy-tropinon    werden in 150     cm3        abs.          Pyridin    und<B>100</B> cm?,     Essigsäureanhydrid    gelöst und  48 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen.

    Darauf wird der grösste Teil des     Pyridins    und des  überschüssigen     Essigsäureanhydrids    im Vakuum ent  fernt, der Rückstand in<B>150</B>     cm3    Chloroform auf  genommen und     zweimal    mit je 50     cms    eisgekühlter,  gesättigter, wässeriger     Sodalösung    gewaschen.

   Die       Chloroformlösung    wird über     Magnesiumsulfat    ge  trocknet, das Chloroform im Vakuum verdampft,  und der Rückstand im Hochvakuum destilliert, wo  bei das     6ss        Acetoxy-tropinon    zwischen 129-l32   bei 0,8 mm     Hg        destilliert.     



       Hydrobromid:        Smp.    192-194      (Zers.)    aus     Me-          thanol/Äther.     



       Hydrochlorid:        Smp.    199-200      (Zers.)    aus     Me-          thanol/Äther.     



  Eine Lösung von 5,6 g     6ss-Acetoxy-tropinon    in  15     cms        abs.    Methanol wird 8 Stunden mit     Raney-          Nickel    bei 45  und einem     Anfangsdnick    von 60     at     im     Autoklaven    hydriert. Man     filtriert    vom Kataly  sator ab, entfernt das Lösungsmittel im Vakuum und       destilliert    den Rückstand im Hochvakuum, wobei das       6f        Acetoxy-tropin    zwischen 130-133  bei 0,08 mm       Hg    übergeht. Die Verbindung ist etwas hygrosko  pisch.  



       6,8    -     Acetoxy    -     tropin    -     naphthalin    -1, 5 -     disulfonat:          Smp.    237-239      (Zers.)    aus     Methanol/Äther.     



  Zu einer Mischung von 10 g     6ss-Acetoxy-tropin     und 2,6 g     Natriumcarbonat    wird bei 110  unter       Rühren    innert 1     Stunde    eine Lösung von 13,6 g     Di-          phenylbrommethan    in 6     cm3        abs.    Benzol     zugetropft.     Anschliessend wird das Reaktionsgemisch unter  weiterem Rühren noch 4 Stunden auf l25  gehalten.

    Nach     Abkühlen    versetzt man mit 100     cm3    Wasser  und 100     cm3    Benzol, schüttelt durch, trennt die       Benzolschicht    ab und extrahiert den wässerigen  Anteil noch mit total 160     cm3    Benzol. Die ver  einigten     Benzolauszüge    werden sodann mit total  240     ems    eisgekühlter, wässeriger 2n     Salzsäure    aus-    geschüttelt, der salzsaure wässerige Extrakt mit  90     cm3    Äther gewaschen und unter Kühlen mit  wässeriger     30Q/niger    Natronlauge alkalisch gestellt.

    Man schüttelt mit total 380 cm-' Benzol aus, trock  net die vereinigen     Benzolauszüge    über Magnesium  sulfat und dampft das Benzol im Vakuum ab. Der  Rückstand, der     6ss-Acetoxy-tropin-3a-benzhydryl-          äther    wird aus     Benzol/Petroläther    zur Kristallisation  gebracht.     Smp.    109-111  aus Benzol.  



  Eine Lösung von 10,0 g     6P-Acetoxy-tropin-3a-          benzhydryläthe.r    in 40     em3    Äthanol und 20     em3     wässeriger 3n Natronlauge wird 1 Stunde auf 70   erwärmt. Darauf wird das Äthanol im Vakuum ent  fernt, wobei sich ein Öl ausscheidet. Man schüttelt  den wässerigen, alkalischen     Destillationsrückstand     mit total 100     cm3    Chloroform aus, wäscht die ver  einigten     Chloroformauszüge    mit 40     cm3    gesättigter       Natriumchloridlösung,    trocknet über Magnesium  sulfat und dampft das Chloroform im Vakuum ab.

    Der Rückstand, der     6ss-Oxy-tropin-3a-benzhydryl-          äther,    wird aus Benzol zur Kristallisation gebracht.       Smp.    134-136  aus     Benzol/Petroläther    oder Benzol.  



  Eine Lösung von 12,0 g     6r3-Oxy-tropin-3a-benz-          hydryläther    in 36     cm3        abs.    Chloroform und 3,0 cm  abs.     Pyridin    wird mit 2,88     cm3        Methansulfonsäure-          chlorid    versetzt, wobei Erwärmung eintritt. Man lässt  das Reaktionsgemisch 50 Minuten bei Zimmertempe  ratur stehen und hält es anschliessend 5 Stunden am       Rückflug    im gelinden Sieden. Nach Abkühlen wird  das Reaktionsgemisch mit 85     cm-    Chloroform ver  setzt und mit total 200 cm-' Wasser in fünf Portionen,  ausgeschüttelt.

   Die     Chloroformlösung    wird sodann  über     Magnesiumsulfat    getrocknet, das Chloroform  im Vakuum     entfernt    und der Rückstand, der     6ss-Me-          thansulfonyl    -     oxy-tropin    - 3 a -     benzhydryläther,    aus  wenig Benzol durch Zusatz von     Petroläther    zur Kri  stallisation gebracht.     Smp.    87-89  aus     Benzol/Pe-          troläther.     



  Die     Veresterung    mit     Methansulfonsäurechlorid     kann auch in Gegenwart von     Triäthylamin    ausgeführt  werden: Zu einer Lösung von 1,0 g     6/3-Oxy-tropin-          3a-benzhydryläther    in 2 cm-     abs.    Chloroform und  0,13g     Triäthylamin    werden 0,24 cm-'     Methansulfon-          säurechlorid    zugegeben, und das Gemisch 18 Stun  den bei Zimmertemperatur stehengelassen. An  schliessend erhitzt man noch 5 Stunden am Rück  flug zum gelinden Sieden.

   Nach Abkühlen wird das  Reaktionsgemisch mit 6     cm3    Chloroform     versetzt     und mit total 21     cm3    Wasser in fünf     Portionen    aus  geschüttelt. Die     Chloroformlösung    wird über     Magne-          siumsulfat    getrocknet und das Chloroform im Vakuum  abgedampft.

   Der Rückstand wird über Aluminium  oxyd     chromatographiert,    wobei mit einem     Lösungs-          mittelgemisch    von     Benzol/Petroläther    (4 :1) der       6ss-Methansulfonyl-oxy-tropin-3a-benzhydryläther          eluiert    wird.     Smp.    88-90  aus     Benzol/Petroläther.     



  Durch Versetzen einer     methanolischen    Lösung  von     6ss-Methansulfonyloxy-tropin-3a-benzhydryläther     mit der berechneten Menge     Naphthalin-1,5-disulfon-          säure,    gelöst in Methanol, wird das 6ss-Methan-           sulfonyloxy        -tropin    - 3 a     -benzhydryläther    -     naphthalin-          1,5-disulfonat    erhalten.     Smp.    194-195      (Zers.)    aus       Methanol/Äther.     



  2,25 g     6ss-Methansulfonyloxy-tropin-3a-benz-          hydryläther,    4,5 cm?,     Triäthylamin    und 0,3     cm3        Di-          äthylanilin    werden unter Stickstoff in einem Bomben  rohr eingeschlossen und 2 Stunden auf 125-135   erhitzt.

   Der     Bombenrohrinhalt    wird darauf stark  abgekühlt und der     dünnflüssige    Anteil     abdekantiert.     Diese hellgelbe Lösung wird im Vakuum eingeengt,  in 50     cm3        Chloroform    aufgenommen und zweimal  mit je 20 cm wässriger, gesättigter     Natriumcarbo-          natlösung    gewaschen. Die     Chloroformlösung    wird  über     Magnesiumsulfat    getrocknet, das Chloroform  und das restliche     Triäthylamin    im Vakuum entfernt.

    Der     6,7-Tropenyl-3a-benzhydryläther    lässt sich nur  unter teilweiser Zersetzung destillieren.     Smp.    175  bis 185  bei 0,05 mm     Hg.     



  Einer Lösung von 1,25 g     6,7-Tropenyl-3a-benz-          hydryläther    in 20     cm3        Acetonitril    werden unter  Kühlung 420 mg     Trifluoressigsäure    zugegeben, und  dieses Gemisch anschliessend unter Rühren bei einer  Temperatur von max.     25         innert    30 , Minuten mit  einer Lösung von     Trifluorperessigsäure    in 10 cm?,       Methylenchlorid    (hergestellt aus 1,56 g     Trifluoressig-          säureanhydrid    und 0,22 g     90 /oigem    Wasserstoff  peroxyd) versetzt.

   Man rührt darauf noch weitere  30 Minuten bei Zimmertemperatur, extrahiert die  Reaktionslösung mit total 100     cm33    Wasser, stellt die       wässerige        Lösung        mit        wässeriger        30%.iger        Natron-          lauge    alkalisch und extrahiert mit total 150     cm3     Chloroform.

   Die vereinigten     Chloroformauszüge    wer  den über     Magnesiumsulfat    getrocknet und das  Chloroform im Vakuum     entfernt.    Aus dem öligen  Rückstand wird mit der berechneten Menge     me-          thanolischer    Salzsäure das Hydrochlorid hergestellt,  wobei nach Zugabe von wenig Äther das     Scopin-          benzhydryläther-hydrochlorid        auskristallisiert.    Nach       Umkristallisieren    aus     Methanol/Äther    schmilzt die  Verbindung bei 212-214      (Zers.).     



  Beim Versetzen einer     methanolischen    Lösung von       Scopin-benzhydryläther    (hergestellt aus dem Hydro  chlorid) mit der berechneten Menge     Oxalsäure    kri  stallisiert nach Zugabe von wenig Äther das saure       Oxalat    des     Scopin-benzhydryläthers    mit einem     Mol     Kristallmethanol.  



       Scopin    -     benzhydryläther    (hergestellt aus 1 g  Hydrochlorid nach den üblichen Methoden) wird in  3     cm3    Aceton gelöst und mit 3     cm3        Methylbromid     versetzt. Man lässt 15 Stunden bei Zimmertemperatur  stehen, wobei sich nach einiger Zeit das     Scopin-benz-          hydryläther-brommethylat    kristallin auszuscheiden  beginnt.

   Man     filtriert    ab und kristallisiert aus     Me-          thanol/Aceton/Äther    um.     Smp.    214-215      (Zers.).     <I>Beispiel 2</I>       Scopin-benzhydryläther          (6,7ss-Epoxy-tropin-3        a-benzhydryläther)     Eine Lösung von 4,0 g     (1/5o        Mol)        6i3        Acetoxy-          tropin    (hergestellt analog Beispiel 1) in 5     cm3       Benzol wird mit     Diphenyldiazomethan    (hergestellt  aus 7,

  9 g     Benzophenon-hydrazon    und 8,8 g     Queck-          silber-II-oxyd)    am     Rückfluss    5 Stunden auf 85-90   erwärmt. Das abgekühlte Reaktionsgemisch wird so  dann mit 100     cm3    Benzol und 850     cm3    wässeriger       0,5%iger        eisgekühlter        Salzsäure        versetzt.        Nach     Durchschütteln wird die     Benzolschicht    abgetrennt,  und die wässerige,     salzsaure    Lösung anschliessend  noch mit 100 cm' Benzol, dann     mit    total 250 cm?,

    Äther gewaschen. Hierauf macht man mit     wässeri-          ger        30        %        iger        Natronlauge        unter        starkem        Kühlen     alkalisch und extrahiert mit insgesamt 800     eins     Benzol.

   Die vereinigten     Benzolextrakte    werden über       Magnesiumsulfat    getrocknet, das Benzol im Vakuum  verdampft und der Rückstand, der     6ss-Acetoxy-          tropin-3a-benzhydryläther,    aus     Benzol/Petroläther     zur Kristallisation gebracht.     Smp.    109-110 . Der       Mischschmelzpunkt    mit einem Präparat, hergestellt  aus     6ss-Acetoxy-tropin    mit     Diphenylbromnlethan,     zeigt keine Depression. Man verfährt weiter wie in  Beispiel 1 beschrieben.

   Das Endprodukt, das     Scopin-          benzhydryläther-hydrochlorid;    schmilzt bei 212 bis  214      (Zers.).     



  <I>Beispiel 3</I>       Scopin-benzhydryläther          (6,7ss-Epoxy-tropin-3        a-benzhydryläther)     Zu einer Mischung von 2,76 g     6ss-Phenyl          carbamoyloxy-tropin    (hergestellt nach G.     Fodor    et       a1.,    J.

       Chem.        Soc.    1957, 1349) und 0,53g     Natrium-          carbonat    wird bei 110  unter Rühren     innert    1 Stunde  eine Lösung von 2,47 g     Diphenylbrommethan    in  6     cm3        abs.    Benzol     zugetropft.    Anschliessend wird  das     Reaktionsgemisch    unter weiterem Rühren noch  5 Stunden auf 125  gehalten. Darauf versetzt man  mit 100 cm- Benzol und 100     cm3    Wasser, wobei  eine kristalline Ausscheidung eintritt.

   Nach kurzem  Stehen .in der Kälte wird     abfiltriert,    der     Filterrück-          stand    in 40     cm3        Chloroform    gelöst und mit 20     cm3          30%iger        wässeriger        Natronlauge        durchgeschüttelt.     Der     Chloroformteil    wird abgetrennt, über Pottasche  getrocknet und das Chloroform im Vakuum entfernt.

    Nach Reinigung über das Hydrochlorid und Frei  setzen der Base nach üblichen Methoden     schmilzt     der     6ss    -     Phenylcarbamoyloxy    -     tropin-3        a-benzhydryl-          äther    bei 154-156  nach     Umkristallisieren    aus       Benzol/Petroläther.     



  1,5 g     6ss-Phenylcarbamoyloxy-tropin-3a-benz-          hydryläther    werden im Kugelrohr bei 0,05     mm        Hg     im Hochvakuum langsam erhitzt. Bei einer Tempe  ratur von 195  wird in der geschmolzenen Substanz  eine Gasentwicklung sichtbar, wobei gleichzeitig das  Vakuum auf 0,3 mm     H-    absinkt. Zwischen 230 bis  240  bei 0,15 mm Ho,     destilliert    der     6ss-Oxy-tropin-          3a-benzhyd@ryläther    als farbloses Öl über, das in der  gekühlten Vorlage kristallin erstarrt.     Smp.    132. bis  134  aus     Benzol/Petroläther.     



  Der Mischschmelzpunkt mit dem     6ss-Oxy-tropin-          3a-benzhydryläther,    hergestellt aus     6ss-Acetoxy          tropin    - 3a -     benzhydryläther    durch Verseifen mit           äthanolischer    Natronlauge (Beispiel 1), zeigt keine  Depression.  



  Die weiteren Reaktionen werden auf dieselbe  Weise     ausgeführt,    wie in Beispiel 1 beschrieben. Das       Scopin-benzhydryläther-hydrochlorid    schmilzt bei  212-214      (Zers.).     



  <I>Beispiel 4</I>       Scopin-benzhydryläther          (6,7ss-Epoxy-tropin-3        a-benzhydryläther)     Zu einer Mischung von 3,0 g     3a,6ss-Dioxy-          tropan    und 1,0g     Natriumcarbonat    wird bei 110        innert    1 Stunde eine Lösung von 9,4 g     Diphenyl-          brommethan    in 6     cms        abs.    Benzol unter Rühren zu  getropft. Anschliessend wird das Gemisch noch 5  Stunden auf 125  gehalten, wobei sich langsam eine       harte    Masse bildet.

   Nach Abkühlen wird das Reak  tionsgemisch mit 100     cm3    Wasser und 100     cm3     Benzol versetzt und gut durchgeschüttelt. Ein in  diesem     Lösungsmittelgemisch    ungelöster kristalliner  Anteil, das     6ss-Oxy-tropin-3        a-benzhydryläther-hydro-          bromid,    wird     abfiltriert    und aus     Methanol/Äther          umkristallisiert.        Smp.    237-239      (Zers.).     



  Aus dem     Hydrobromid    wird nach bekannten Me  thoden die freie Base hergestellt.     Smp.        134-135      aus     Benzol/Petroläther.    Der     Mischschmelzpunkt    mit  einem Präparat, hergestellt aus     6ss-Acetoxy-tropm     mit     Diphenylbrommethan    und anschliessender     Ver-          seifung,    zeigt keine Depression.  



  Aus dem Filtrat     (Benzol/Wasser-Gemisch)    wird  nach dem     üblichen        Aufarbeitungsverfahren    der       isomere        3a-Oxy-tropini-6ss-benzhydryläther    gewon  nen, der nach     Umkristallisieren    aus     Aceton/Petrol-          äther    bei 146-148      schmilzt.     



       Hydrobromid:        Smp.    2l7-219      (Zers.)    aus     Me-          thanol/'Äther.     



  Der     6ss-Oxy-tropin-3a-benzhydryläther    wird wie       in    Beispiel 1 beschrieben weiter umgesetzt. Das  Endprodukt, das     Scopin-benzhydryläther-hydro-          chlorid,        schmilzt    bei 212-214      (Zers.).     



  <I>Beispiel 5</I>  N     Äthyl-norscopin-benzhydryläther          (N-Äthyl-6,7ss-epoxy-nortropin-3        a-benzhydryläther)     Die Lösung von 150 g     Acetondicarbonsäure,     82 g     Äthylamin-hydrochlorid    und 340g Natrium  acetat in<B>10000</B>     cm3    Wasser wird mit der wässeri  gen salzsauren Lösung des     Äpfelsäuredialdehyds,     der durch Hydrolyse von 88,0 g     2,5-Diäthoxy-3-          hydroxy        tetrahydrofuran    mit 2000     cm3    wässeriger       0,1n    Salzsäure hergestellt worden war,

       versetzt.     



  Man stellt das     pH    mit     konz.    Salzsäure auf 4,0  und lässt die Mischung 48 Stunden bei Zimmertempe  ratur     stehen,    wobei alsbald CO. -Entwicklung eintritt.  Nach Ende der Reaktionszeit ist das     pH    der Lösung  auf etwa 5,0 gestiegen.

   Darauf wird die dunkel  braune Lösung mit 2,5 kg     Kaliumcarbonat    unter       Rühren    versetzt und anschliessend mit total 4000     cm3          Chloroform    im     Extraktor        (Vibromischer)        extrahiert.     Die vereinigten     Chloroformauszüge    werden über Ma-         gnesiumsulfat    getrocknet, das Chloroform im Va  kuum entfernt und der Rückstand bei 0,8 mm<U>Ha</U>       destilliert,    wobei das     N-Äthyl-6/3-oxy-nortropinon     zwischen 100-112  als gelbliches Öl überdestilliert.

    Zur weiteren Reinigung wird das Destillat aus       Benzol/Petroläther        umkristallisiert    oder im Vakuum  sublimiert. Der Rückstand, nach Abdampfen des  Chloroforms, kann auch direkt, ohne Destillation       im    Vakuum aus     Benzol/Petroläther    zur Kristallisation  gebracht werden.     Smp.        94-96 .     



  5,0 g     N-Äthyl-6ss-oxy-nortropinon    werden in  30     cm3        abs.        Pyridin    und 20     cm33        Essigsäureanhydrid     gelöst und bei Zimmertemperatur 48 Stunden     stehen-          gelassen.    Darauf wird die Lösung im Vakuum ein  geengt, der Rückstand in 50 cm-'     Chloroform    auf  genommen und zweimal mit je 20     cm3    eisgekühlter,  gesättigter, wässeriger     Natriumcarbonat-Lösung    ge  waschen.

   Die     Chloroformlösung    wird über     Magne-          siumsulfat    getrocknet, das Chloroform im Vakuum  abgedampft, und der Rückstand im Hochvakuum  destilliert, wobei das     N-Athyl-6/3-acetoxy-nortropinon     zwischen 120-123  bei 0,01 mm     Hg    überdestilliert.  



       Hydrobromid:        Smp.:    187-188      (Zers.)    aus     Me-          thanol/Äther.     



  Eine Lösung von 4,5 g     N-Äthyl-6/3-acetoxy-nor-          tropinon    in 15     cm3        abs.    Methanol wird 8 Stunden  mit     Raney-Nickel    im     Autoklaven    bei 45  und einem  Anfangsdruck von 55     at    hydriert. Man filtriert vom       Katalysator    ab, entfernt das Lösungsmittel im Va  kuum und     destilliert    den Rückstand im Hochvakuum,  wobei das     N-Äthyl-6ss-acetoxy-nortropin    zwischen       12.4-128     bei 0,03 mm     Hg    überdestilliert.  



  Zu einer Mischung von 3,2 g     N-Äthyl-6r'-          acetoxy-nortropin    und 0,8g     Natriumcarbonat    lässt  man bei 110  unter Rühren     innert    einer Stunde  eine Lösung von 3,7 g     Diphenylbrommethan    in  6     cm3        abs.    Benzol     zutropfen.    Anschliessend wird das  Reaktionsgemisch noch 4 Stunden unter weiterem  Rühren auf 125  gehalten.

   Nach Abkühlen versetzt  man mit 50 cm?, Wasser und 50     cm3    Benzol, schüt  telt durch, trennt die     Benzolschicht    ab und extrahiert  den wässerigen Anteil     po,rtionenweise    mit weiteren  80     cm3    Benzol. Die vereinigten     Benzolauszüge    wer  den sodann mit total 150 cm?, eisgekühlter, wässe  riger 2n Salzsäure extrahiert. Der salzsaure, wässe  rige Extrakt wird mit 50 cm?, Äther gewaschen und  unter starkem Kühlen mit wässeriger,     309/oiger     Natronlauge alkalisch gestellt.

   Man schüttelt mit  total 200     cm3    Benzol aus, trocknet die vereinigten       Benzolauszüge    über     Magnesiumsulfat    und dampft  das Benzol im Vakuum ab. Der Rückstand wird in  50     cm-'        abs.    Äther aufgenommen und trockener  Bromwasserstoff eingeleitet (bis     pH    3), wobei  sich das     N-:Athyl-6ss,acetoxy-nortropinr3a-benz-          hydryläther-hydrobromid    kristallin ausscheidet. Man  filtriert ab und     kristallisiert    aus     Methanol/Äther    um.       Smp.:    186-189      (Zers.).     



  1,0 g N -Äthyl -     6ss    -     acetoxy-nortropin-3        a-benz-          hydryläther    werden in 12 cm-'     Athanol    und 10     cm3     wässeriger 3n Natronlauge 2 Stunden am Rück-           fluss    zum Sieden erhitzt, wobei Lösung eintritt.  Darauf wird der Äthanol im     Vakuum    entfernt, der  Rückstand mit 20     cm3    Wasser versetzt und mit total  100 cm- Chloroform extrahiert.

   Die     vereinigten          Chloroformauszüge    werden mit 20 cm;, gesättigter       Natriumehloridlösung    gewaschen, über Magnesium  sulfat getrocknet und das Chloroform im Vakuum  entfernt. Der Rückstand, der     N-Äthyl-6ss-oxy-nor-          tropin-3n-benzhydryläther,    wird aus     Benzol/Petrol-          äther    zur Kristallisation gebracht.     Smp.:    129-131 .  



  Die Lösung von 3,0 g     N-Äthyl-6ss-oxy-nortropin.-          3rx-benzhydryläther    in 9     cm3        abs.    Chloroform und  0,72 cm,     abs.        Pyridin    wird mit 0,67     cm3    Methan  sulfonsäurechlorid versetzt, wobei leichte Erwärmung  eintritt. Das Reaktionsgemisch wird sodann 1 Stunde  bei Zimmertemperatur stehengelassen und an  schliessend am     Rückfluss    3 Stunden in gelindem Sie  den gehalten.

   Nach     Abkühlen    wird das Reaktions  gemisch mit 21 cm-' Chloroform versetzt und mit  total 40     cm3        8o/aiger        Natriumcarbonatlösung    in 6  Portionen ausgeschüttelt.

   Die     Chloroformlösung     wird sodann über     Magnesiumsu@lfat    getrocknet, das  Chloroform im Vakuum abgedampft und der Rück  stand an Aluminiumoxyd     chromatographiert,    wobei  mit einem     Lösungsmittelgemisch    von     Benzol/Petrol-          äher    (1 : 1) der     N-Äthyl-6ss-methansulfonyloxy-nor-          tropin-3a-benzhydryläther        eluiert    wird. Zur Identi  fikation wird das     Naphthalin-1,5-disulfonat    her  gestellt.  



  N - Äthyl -     6ss    -     methansulfonyloxy    -     nortropin-3        a-          benzhydryläther-naphthalin-1,5-disulfonat,        Smp.    180  bis 181      (Zers.)    aus     Methanol/Äther.     



  Das     Naphthalin-1,5-disulfonat    kann auch aus  dem rohen     N-Äthyl-6ss-methansulfonyloxy-nortropin-          3a-benzhydryläther    ohne     chromatographische    Reini  gung erhalten werden:

    1,86 g Ö<B>l</B> werden in 1     cm3        abs.    Methanol gelöst       und        mit        einer        Lösung        von        0,89        g        76        %        iger        Naph-          thalin-1,5-disulfonsäure    in 1     cm3    Methanol versetzt.

    Nach mehrstündigem Stehen im Eisschrank wird     dag     kristallin ausgeschiedene     N-Äthyl-6j3-methansulfonyl-          oxy    -     nortropin-3        a-benzhydryläther-naphthalin-1,5-di-          sulfonat        abfiltriert    und aus Methanol umkristallisiert.       Smp.:    180-181      (Zers.).     



  5,2 g     N-Äthyl-6ss-methansulfonyloxy-nortropin-          3a-benzhydryläther,    10,4     cm3        Triäthylamin    und 3  Tropfen     Diäthylanilin    werden unter Stickstoff in  einem Bombenrohr eingeschlossen und 2 Stunden  auf     125-130'    erhitzt. Der     Bombenrohrinhalt    wird  darauf stark abgekühlt und der dünnflüssige Anteil       abdekantiert.    Die hellgelbe Lösung wird im Vakuum  eingeengt, in 50     cm3    Chloroform aufgenommen und  mit 50 cm- wässeriger, gesättigter     Natriumcarbonat-          lösung    gewaschen.

   Die     Chloroformlösung    wird über       Magnesiumsulfat    getrocknet, das Chloroform und  das restliche     Triäthylamin    im Vakuum entfernt. Der  erhaltene N -Äthyl - 6,7 -     nortropenyl-3        a-benzhydryl-          äther    wird direkt weiter verarbeitet.

   Einer Lösung  1,9g dieser Verbindung in 20     cm3        Methylenchlorid     werden unter Kühlung 610 mg     Trifluoressigsäure       zugegeben, und, dieses Gemisch anschliessend unter  Rühren bei einer Temperatur von max. 25  innert  30 Minuten mit einer Lösung von     Trifluorperessig-          säure    (hergestellt aus 2,25 g     Trifluoressigsäure-          anhydrid    und 0,32 g     90m/oigem    Wasserstoffperoxyd  in 10     cm3        Methylenchlorid    versetzt.

   Man     rührt     darauf noch weitere 30 Minuten bei Zimmertempe  ratur, extrahiert die Reaktionslösung mit total  <B>100</B>     cm3    Wasser, stellt die wässerige Lösung mit  wässeriger     30-1/oiger    Natronlauge alkalisch und       extrahiert    mit total 150     cm3    Chloroform. Die ver  einigten     Chloroformauszüge    werden über     Magne-          siumsu-Ifat    getrocknet und das Chloroform     im    Va  kuum entfernt.

   Der ölige Rückstand wird an Alu  miniumoxyd     chromatographiert,    wobei der     N-Äthyl-          norscopin-benzhydryläther        (N-Äthyl-6,7ss-epoxy-nor-          tropin-3a-benzhydryläther)    mit einem Lösungsmittel  gemisch von     Benzol/Petroläther    (1 : 4)     eluiert    wird.  



  Zur Identifikation werden aus dem     N-Äthyl-nor-          scopin-benzhydryläther    mit der berechneten Menge       Naphthalin-1,5-disulfonsäure    das     N-Athyl-norscopin-          benzhydryl'äther-naphthalin-1,5-disulfonat    hergestellt.       Smp.:    234-236      (Zers.)    nach     Umkristallisieren    aus       Methanol/Äther.     



       Beispiel   <I>6</I>       Scopin-(4'-chlor-benzhydryl)-äther          [6,7ss-Epoxy-tropin-3        a-(4'-chlor-benzhydryl)-äther]     Zu einer Mischung von 7,9 g     6ss-Acetoxy-tropin     und 2,0 g     Natriumcarbonat    lässt man bei 110  unter  Rühren     innert    2 Stunden eine Lösung von 9,4g     4-Chlor-          diphenylchlormethan    in 6     cms        abs.    Benzol     zutropfen.     Anschliessend wird das     Reaktionsgemisch    unter weite  rem Rühren noch 5 Stunden auf 125  gehalten.

   Nach  dem Abkühlen versetzt man mit 100 cm?- Wasser und  100     cm3    Benzol, schüttelt durch, trennt die Benzol  schicht ab und extrahiert den wässerigen Anteil  noch mit total 260     cm3        Benzol.    Die     vereinigten          Benzolauszüge        werden    mit total 360     cm3    eisgekühl  ter wässeriger 2n     Salzsäure    ausgeschüttelt.

   Der salz  saure wässerige Extrakt wird mit 200 cm-' Äther     ge-          waschen        und        unter        Kühlen        mit        wässeriger        30        %        iger     Natronlauge alkalisch gestellt. Man schüttelt mit  total 500     cm3    Benzol aus, trocknet die vereinigten       Benzolauszüge    über     Magnesiumsulfat    und dampft  das Benzol im Vakuum ab. Zur Identifikation wird.  das     Naphthalin-1,5-disulfonat    hergestellt.  



       6ss    -     Acetoxy    -     tropin    - 3 a -     (4'-chlor    -     benzhydryl)-          äther-naphthalin-1,5-disulfonat.        Smp.:    234-235        (Zers.).     



  Aus der mit wässeriger 2n Salzsäure     extraiüer-          ten        Benzolfraktion    kann noch ein weiterer Anteil an       6ss    -     Acetoxy    -     tropin        -'3    a -     (4'-chlor-benzhydryl)-äther     gewonnen werden,     indem    man die     Benzollösung    über       Magnesiumsulfat    trocknet, und das Benzol im Va  kuum     abdampft.    Der Rückstand wird in Wasser  gelöst, die wässerige Lösung mit Äther gewaschen,

    unter Kühlen mit Pottasche gesättigt und durch  hochgereinigte     Füllererde    filtriert. Anschliessend  schüttelt man das     Filtrat    mit Chloroform aus, trock  net die vereinigten     Chloroformauszüge    über     Magne,              siumsulfat    und dampft das Extraktionsmittel im  Vakuum ab. Der ölige Rückstand wird in     abs.    Me  thanol gelöst, und trockener Bromwasserstoff (bis  PH = 2) eingeleitet.

   Nach Zugabe von Äther und  längerem Stehen im Eisschrank scheidet sich das       6f3    --     Acetoxy-tropin-:    3     a!    -     (4'-chlor-benzhydryl)-äther-          hydrobromid        kristallin    aus.     Smp.:    242-243      (Zens.).     



  2,1 g     6ss-Acetoxy-tropin-3a-(4'-chlor-benz-          hydryl)-äther-naphthalin-1,5-disulfonat    werden in  10     cm3    Äthanol und 20     cm3    wässeriger 3n Natron  lauge     41i.    Stunden auf dem Dampfbade zum Sieden  erhitzt, wobei Lösung eintritt. Darauf wird der  Äthanol im Vakuum entfernt, der Rückstand mit  20     cm3    Wasser und 30     cm3    Chloroform versetzt.

    Kristallin ausgeschiedene Nebenprodukte     (Smp.    über  300 ) werden     abfiltriert.    Der     Chloroformteil    des  Filtrates     (Benzol-Wassergemisch)    wird abgetrennt  und der wässerige Anteil noch mit total 100     cm3     Chloroform ausgeschüttelt. Man trocknet die ver  einigten     Chloroformauszüge    über     Magnesiumsulfat     und dampft das     Chloroform    im Vakuum ab.

   Der  Rückstand, der     6ss-Oxy-tropin-3a-(4'-chlor-benz-          hydryl)-äther        wird    aus     Benzol/Petroläther    zur Kri  stallisation gebracht.     Smp.:    96-98 .  



  Die Lösung von 4,7 g 6     ss-Oxy        tropin-3a-(4'-          chlor-benzhydryl)-äther    in 19     cm3        abs.    Chloroform  und 1,1     cm3        abs.        Pyridin    wird mit 1,0     cm3        Methan-          sulfonsäurechlorid    versetzt, wobei leichte Erwär  mung eintritt. Das Reaktionsgemisch wird sodann  eine Stunde bei Zimmertemperatur     stehengelassen.     und anschliessend am     Rückfluss    3 Stunden in gelin  dem Sieden gehalten.

   Nach Abkühlen wird das Re  aktionsgemisch mit 45     cm3    Chloroform versetzt und  mit total 90     cm3        8o/aiger        Natriumcarbonatlösung    in  6 Portionen ausgeschüttelt. Die     Chloroformlösung     wird sodann über     Magnesiumsulfat    getrocknet und das  Chloroform im Vakuum abgedampft.

   Der Rückstand,  der     6ss-Methansulfonyloxy-tropin-3a-(4'-chlor-benz-          hydryl)-äther,    wird in wenig     abs.    Methanol gelöst und  mit der berechneten Menge einer     methanolischen     Lösung von     Naphthalin-1,5-disulfonsäure    im     Mol-          verhältnis    1 :

   1     versetzt,    wobei sich das     6ss-Methan-          sulfonyl#oxy    -     ttropin--    3 a -1(4'-chlor-benzhydryl)-äther-  
EMI0008.0061     
    worin     R1    ein niederes     Alkyl    und     R2    Halogen oder  Wasserstoff bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass  
EMI0008.0065     
         naphthalin-1,5-disulfonat    kristallin abscheidet.     Smp.:     185-186      (Zers.)    aus Methanol.  



  3,0 g     6ss-Methansulfonyloxy-tropin-3a-(4'-chlor-          benzhydryl)-äther,    5,8g     Triäthylamin    und 0,2 cm-"       Diäthylanilin    werden unter Stickstoff in einem  Bombenrohr eingeschlossen und 2 Stunden auf  125-135  erhitzt. Der     Bombenrohrinhalt    wird  darauf stark abgekühlt und der flüssige Anteil ab  dekantiert. Die gelbe Lösung wird im Vakuum ein  geengt, in 40     cm3    Chloroform aufgenommen und  mit 20     ems    wässeriger, gesättigter     Natriumcarbonat,          lösung    gewaschen.

   Die     Chloroformlösung    wird so  dann über     Magnesiumsulfat    getrocknet, das Chloro  form und das restliche     Triäthylamin    im Vakuum  entfernt. Der erhaltene     6,7-Tropenyl-3cc-(4'-chlor-          benzhydryl)-äther    wird ohne weitere     Reinigung    di  rekt weiter verarbeitet.

   Einer Lösung von 0,98  dieser Verbindung in 10     cm3        Methylenchlorid    wer  den unter Kühlung 300 mg     Trifluoressigsäure    zu  gegeben, und dieses Gemisch wird anschliessend unter  Rühren bei einer Temperatur von max. 25  innert  30 Minuten mit einer Lösung von     Trifluorperessig-          säure    (hergestellt aus 1,1 g     Trifluoressigsäure-          anhydrid    und 0,15 g     90o/(iigem    Wasserstoffperoxyd)  in 5     cm3        Methylenchlorid,    versetzt.

   Man rührt darauf  noch weitere 30 Minuten bei Zimmertemperatur,  extrahiert die Reaktionslösung mit total 40     cm3     Wasser, stellt die wässerige Lösung mit wässeriger       30o/oiger    Natronlauge alkalisch und extrahiert mit  total 100     cm3    Chloroform. Die vereinigten     Chloro-          formauszüge    werden über     Magnesiumsulfat    ge  trocknet und das Chloroform im Vakuum entfernt.

    Aus dem öligen Rückstand wird der     Scopin-4'-chlor-          benzhydryläther    durch Zugabe der berechneten  Menge einer     methanolischen    Lösung von     Naphtha-          lin-1,5-disulfonsäure    als     Naphthalin-1,5-disulfonat     isoliert.     Smp.:    223-228      (Zers.)    nach Umkristallisa  tion aus     Methanol/Äther.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von N-Niederalkyl- ioo norscopin-äthern der Formel 1 man ein gegebenenfalls acyliertes N-Alkyl-6-oxy- nortropin der Formel<B>11</B> worin A Wasserstoff oder einen abspaltbaren Acylrest bedeutet, mit einem Diphenyl-methan-Derivat der Formel III EMI0009.0005 worin X für Wasserstoff und Y für Chlor oder Brom, oder XY für den Diazorest stehen, veräthert,
    die ge gebenenfalls vorhandene Acylgruppe abspaltet, den EMI0009.0010 mit einem Sulfonsäurechlorid der Formel V EMI0009.0012 EMI0009.0013 umsetzt, diesen mit einer organischen Base behandelt und den erhaltenen 6,
    7-Nortropenyl-3-benz- hydryläther der Formel VII EMI0009.0017 mit Trifluorperessigsäure epoxydiert. entstandenen N-Alkyl-6-oxy-nortropin-3-benzhydryl äther der Formel IV worin Z einen aliphatischen oder alkylaromatischen Rest bedeutet, zum Sulfonsäureester der Formel VI
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