Monats- oder Wochenkalender Die Erfindung betrifft einen Monats- oder Wo chenkalender mit einem insbesondere aus Papier, Karton oder Pappe bestehenden Blatt, auf dem eine Mehrzahl von zur Datenangabe dienenden Zeichen (Zahlen, Buchstaben oder Worte) angebracht ist, die für die Sicht mittels eines im wesentlichen vierecki gen Rahmens einzeln hervorgehoben werden können, der auf dem Blatte mittels Öffnungen befestigt werden kann, die an den einzelnen Zeichen vorgesehen sind.
Bei den bekannten Kalendern dieser Art ist der Rahmen mit einer in seiner Ebene verlaufenden, ein wärtsgerichteten Zunge versehen, die mit dem Rah men aus einem Stück derart hergestellt ist, dass der Lappen, längs der sie mit der einen Kante eines Rah menbalkens verbunden ist, sich nur über einen Teil der Länge dieser Rahmenbalkenkante erstreckt; gleichzeitig sind die Schlitze im Kalenderblatt über der Datumangabe angeordnet und entsprechen in ihrer Länge der Breite der Zunge an ihrer oberen Kante, so dass sie sich nur über einen Teil des Tages feldes erstrecken.
Es hat sich gezeigt, dass sich ein derartiger Monats- oder Wochenkalender mit dem dazugehörigen Rähm chen hervorragend insbesondere für grössere Auflagen bewährt. Bei kleineren Auflagen jedoch kann sich die Tatsache als Mangel auswirken, dass die einzelnen Blätter des Kalenders über den Datumangaben mit je einem Schlitz versehen werden müssen. Falls das Ka lenderblatt im Buchdruck bedruckt wird, bietet die Anfertigung dieser Schlitze .auch bei kleineren Auf lagen keine besondere Schwierigkeit.
Falls jedoch wie sehr häufig, das Kalenderblatt im Offsetdruck oder im Kupfertiefdruck bedruckt wird, benötigt die Anfertigung der einzelnen Schlitze einen zusätzlichen Arbeitsgang, der beispielsweise mit einem Stanz- tiegel auszuführen ist.
Sehr häufig handelt es sich aber bei Offsetdruckereien oder Kupfertiefdrucke- reien um Spezialdruckereien, die über keinen Stanz- tiegel verfügen, so dass der Monats- oder Wochen kalender zur Ausführung der Schlitze nach auswärts gegeben werden muss, was eine wesentliche Erschwe rung darstellt.
Erfindungsgemäss ist zur Behebung dieser sich gegebenenfalls einstellenden Nachteile die Zunge des Rahmens als Stift ausgebildet, der ein Durchbohren des Kalenderblattes zum Zwecke der Befestigung ge stattet. Auf diese Weise braucht das Kalenderblatt mit keinem Schlitz versehen zu werden, da der Stift in der Lage ist, das Kalenderblatt zu durchbohren und damit das Rähmchen zur Umrahmung des ge wünschten Datums an dem Blatt zu befestigen. Es empfiehlt sich nur, die Stelle, wo dar Stift das Blatt durchbohren soll, auf einfache Weise zu kennzeich nen.
Dieses kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass auf dem Kalenderblatt gedruckte Linien an dieser Stelle unterbrochen werden. Statt dessen kann auch die betreffende Stelle durch einen besonders gedruckten Punkt markiert werden. Es ist schliesslich auch mög lich, das Kalenderblatt mit einer Prägung zu versehen oder auf einfache Weise zu perforieren.
Da zur Halterung des Stiftes die Stärke des Rähm chens nicht ganz gering sein darf, kann es sich empfehlen, den Stift parallel um eine geringe Strecke versetzt zu der Ebene des Rahmens verlaufen zu lassen. Der Rahmen selbst besteht insbesondere aus Kunststoff und wird zweckmässigerweise gepresst oder gespritzt, wobei insbesondere auch das Spritzgussver- fahren in. Betracht kommt.
Als Kunststoffe seien insbesondere Celiuloid oder Polystyrol genannt. Un ter Umständen kann es sich auch empfehlen, den Stift aus Metall herzustellen und mit dem Rahmen aus Kunststoff untrennbar zu verbinden. Eine derartige Herstellung empfiehlt sich insbesondre im Spritzguss- verfahren, wobei dann der Stift zweckmässigerweise Flächen bekommt,
die in das Material des Rahmens eintreten und eine Verdrehung des Stiftes verhindern.
Anhand der beiliegenden Zeichnung sind Aus führungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 die Draufsicht auf ein Blatt eines Kalen ders, Fig. 2 eine Ansicht auf einen Rahmen in ver grössertem Massstab, Fig. 3 einen Schnitt durch das Kalenderblatt nach Linie 111-III der Fig. 1 in vergrössertem Massstab, Fig. 4 einen Teilschnitt durch den Rahmen nach Linie IV-IV der Fig. 2 in weiter vergrössertem Mass stab.
Der Kalender besteht in üblicher Weise aus einer Mehrzahl von Blättern, von denen ein Blatt 1 in der Fig. 1 dargestellt ist und längs der Kante 2 abgerissen werden kann. Die einzelnen Daten des Kalender blattes 1 sind mit Vertiefungen oder Einprägungen 3 versehen, die oberhalb des einzelnen Datums in der Mitte des Datumfeldes liegen. Diese Vertiefungen 3 stellen eine Markierung der Stelle dar, wo der Stift oder die Nadel 4 eines Rahmens 5 eingestochen werden sollen. Der Rahmen 5 ist vorzugsweise recht eckig, kann aber auch andere Formen aufweisen und insbesondere kreisförmig und oval sein.
Dieser Rah men 5 ist im Ausführungsbeispiel im Spritzgussver- fahren aus beispielsweise Polystyrol hergestellt. Die Nadel 4 ist an ihrem oberen Ende mit einer Krüm mung 6 versehen, so dass die Nadel in einer Ebene verläuft, die parallel zu der hinteren Ebene des Rah mens 5 liegt und um eine Strecke 7 gegenüber dieser hinteren Ebene 8 versetzt ist. Auf diese Weise wird das Einstecken der Nadel 4 in das Kalenderblatt und eine einwandfreie, keine Falten bildende Halterung des Rahmens 5 auf dem Kalenderblatt erleichtert. Der kurze Schenkel der Nadel 4 am Ende der Krüm mung verbreitert sich zu einer Platte 9, die in den Körper des Rahmens 5 mit eingegossen ist.
Auf diese Weise wird eine einwandfreie Halterung der Nadel 4 in dem Rahmen 5 erreicht, ohne dass die Gefahr be steht, dass sich die Nadel 4 in ihrem gehalterten Ende dreht und die Befestigung damit gelockert wird.