CH355697A - Einrichtung zur Fernlenkung eines Flugkörpers - Google Patents

Einrichtung zur Fernlenkung eines Flugkörpers

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CH355697A
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missile
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Inventor
Masahiko Dr Okamoto
Original Assignee
Mitsubishi Shipbuilding & Eng
Mitsubishi Electric Manufactur
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G7/00Direction control systems for self-propelled missiles
    • F41G7/20Direction control systems for self-propelled missiles based on continuous observation of target position
    • F41G7/30Command link guidance systems
    • F41G7/301Details
    • F41G7/305Details for spin-stabilized missiles

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Description


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 Einrichtung zur Fernlenkung eines Flugkörpers Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Fernlenkung eines    Flugkörpers,   beispielsweise eines unbemannten Flugzeuges oder einer Rakete. 



  Einrichtungen, die einen Flugkörper gegen ein Ziel lenken sollen und mit Radiowellen arbeiten, sind bereits bekannt. Das Funktionsprinzip    einer   solchen bekannten Einrichtung ist in    Fig.   1 dargestellt. Am Flugkörper 1 sind auf jeder Seite    ein   Höhenruder 2 und unten und oben je ein    Seitenruder   3 vorhanden.

   Ist PO' die Zielrichtung und PP' die momentane Flugrichtung, so wird in einer zu PP' senkrechten    Koordinatenebene   die Abweichung UP'    analysiert   und ihre Komponente UR in der horizontalen Richtung durch Verstellung der    Seitenruder   3 und die Komponente    0'S   in der vertikalen Richtung durch Verstellung des Höhenruders 2 korrigiert, um den Flugkörper 1 in    die   Richtung PO'    einzulenken,   damit er das Ziel treffe. Bei dieser Einrichtung müssen sowohl die    Seitenruder   wie auch die Höhenruder in beiden Wirkungssinnen    gesteuert   werden. Der    Steuerbetätigungsmechanismus   ist notwendigerweise recht    kompliziert   und energieverzehrend, somit schwer und raumversperrend.

   Aus diesem Grunde eignet er sich für manche Arten von    Flugkörpern   nicht. Ausserdem sind bei diesem System zur effektiven Einsteuerung des Flugkörpers auf das Ziel    für   beide Ruderpaare die den Ruderausschlag berechnenden    Einrichtungen,   die Lenkvorrichtungen, die Empfängervorrichtungen getrennt vorhanden, was die    Kompliziertheit   und    Störungsanfälligkeit,   die Kosten und das Gewicht nur zusätzlich    vergrössert.   



  Die Erfindung    will   hier Abhilfe bringen und sowohl angewendet werden zur Lenkung von Flugkörpern von einem am Boden oder in der Luft befindlichen Basispunkt aus,    als   auch zur Steuerung von solchen Flugkörpern, die sich selbst durch    eine      eingebaute   Steuereinrichtung auf das Ziel lenken.

   Im einen wie im anderen    Fall   kann durch Annahme einer durch den Basispunkt gehenden    Basislinie   im Raum und    Bestimmen   einer Ebene, die    im   ersten Fall    durch   den momentanen    Flugpunkt   und im zweiten Fall durch den Zielpunkt verläuft, und in beiden    Fällen   zur    Basislinie   senkrecht steht, als erste Steuergrösse der Winkel gesetzt werden, um den sich der Flugpunkt im ersten Fall, der Zielpunkt im zweiten Fall, in der besagten Ebene um die Basislinie dreht, und als,    zweite   Steuergrösse der    Abweichungs-      winkel   zwischen der Basislinie und der Linie, die den Basispunkt    mit   dem Flug- bzw. mit dem Zielpunkt verbindet.

   Das    Verfahren   gemäss der    Erfindung   ist dadurch    gekennzeichnet,   dass zur    räumlichen   Festlegung des Flugpunktes ein    KegeIpolarkoordinaten-      system   angenommen wird, bei dem der Flugpunkt oder der Zielpunkt auf dem Leitstrahl    liegt   und    dass   zur Steuerung des Flugkörpers der    Abweichungs-      winkel   zwischen der Bezugsachse des Koordinatensystem angenommen wird, bei dem der Flugpunkt Drehung des Flugpunktes oder des Zielpunktes um die Bezugsachse dauernd festgelegt werden, während der Flugkörper    im      Fluge   eine Drehung um seine eigene Hauptachse ausführt,

   und dass der Steuerimpuls auf den Flugkörper in    Funktion   des vorerwähnten    Abweichungswinkels      jeweils   dann ausgelöst wird, wenn der    Eigendrehungswinkel   ungefähr mit dem vorerwähnten    Drehungswinkel   in dem    Kegel-      polarkoordinatensystem      zusammenfällt.   



  Ausführungsbeispiele des    Erfindungsgegenstandes   sind nachstehend anhand der    beiliegenden   Zeichnung erläutert. 



  Die    Fig.   2-9 der    beiliegenden      Zeichnung   stellen zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar. 

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    Fig.   2 zeigt das    Peilungsprinzip   des ersten Ausführungsbeispieles, das zur    Lenkung   eines Flugkörpers von einem am Boden gelegenen Basispunkt aus dient. 



     Fig.   3 ist ein Blockschema des am Boden befindlichen Teiles der nach    Fig.   2 arbeitenden Einrichtung. 



     Fig.   4 zeigt    schematisch      Einzelheiten   einer zu diesem Einrichtungsteil gehörenden Vorrichtung zur fortlaufenden Bestimmung des Drehungswinkels 6 und des    Abweichungswinkels      a   des Flugkörpers. 



     Fig.   5 zeigt schematisch    Einzelheiten   einer zugehörigen Vorrichtung zur Bestimmung der Korrektur H des    Abweichungswinkels   zur raschen Einsteuerung des Flugkörpers    auf   die Basislinie. 



     Fig.   6 zeigt schematisch Einzelheiten einer    Steuersignalsendevorrichtung,   welche den von der    Vorrichtung   nach    Fig.   4 erhaltenen Wert des    Dre-      hungswinkels   6 mit dem von der Vorrichtung nach    Fig.   5 erhaltenen Korrektur H des    Abweichungswin-      kels   kombiniert. 



     Fig.   7 zeigt schematisch die wichtigsten Einzelheiten des im Flugkörper untergebrachten Einrichtungsteiles. 



     Fig.   8    veranschaulicht   das    Peilungsprinzip   einer zweiten    Ausführungsform,   die zum Einbau in einen Flugkörper    bestimmt   ist. 



     Fig.   9 zeigt schematisch das Arbeitsprinzip dieser zweiten Ausführungsform. 



  Die    Fig.   10 und 11 zeigen den Flugkörper im Aufriss bzw. in    Draufsicht   und    Fig.   12 ist ein Diagramm, welches eine Funktion    ra   =    f   (e) graphisch darstellt. 



  In    Fig.   2 ist mit 00' die Basislinie bezeichnet und mit P der momentane Flugpunkt des Flugkörpers. Denkt man sich eine    Koordinatenebene      XO'Y,   die durch den    Flugpunkt   P verläuft und zur Basislinie 00' winkelrecht steht, so kann die Lage des Flugpunktes, P im Raum in    Kegelpolarkoordinaten   ausgedrückt werden durch den    Winkel      XO'P   = 6 in dieser    Koordinatenebene,   durch den    Abweichungs-      winkel      0'0P   =    -a   und durch die Entfernung PO = e des Flugpunktes P vom Basispunkt O.

   Wenn in der Bodenstation eine Radarvorrichtung    bekannter   Bauart Anwendung findet    zur   Durchführung des sogenannten      kegeligen      Absuchens    , so ist die Zone innerhalb des kleinen Winkels auf der Suchachse der Antenne eine    äquisensitive   Zone. Somit kann man sich im Raum eine Basislinie vorstellen, die der in    Fig.   2 gezeigten Linie 00' entspricht. Durch Empfang der vom    Flugkörper   1 reflektierten Welle durch die    Ab-      suchantenne   der    Radarvorrichtung   können die    Koor-      dinatengrössen   6 und    a   des Flugpunktes P bestimmt werden.

   Ist nämlich der Flugpunkt P innerhalb der    äquisensitiven   Zone gelegen, so    ist   die Empfangssensitivität für den ganzen    Absuchumfang      äquisensi-      tiv   ; befindet sich    hingegen   der Flugpunkt P abseits der Basislinie 00',    ausserhalb   der genannten Zone, wie z. B. in    Fig.   2, so ergibt sich am Empfänger eine Welle, die eine gewisse Modulation aufweist, deren Tiefe eine Funktion des    Abweichungswinkels      a   und deren Phase eine Funktion des Drehungswinkels 6 ist. 



  Das    Hinsteuern   des    Flugkörpers   zur Basislinie 00' erfolgt nun am besten dadurch, dass man dem Flugkörper gestattet, jeden beliebigen Drehwinkel 6 einzunehmen, und den    Abweichungswinkel   ü auf Null reduziert. Da aber durch die Koordinaten 6, 0 und e erst der Ort des Flugkörpers angegeben wird, muss    noch   eine mit der Orientierung des Flugkörpers in Beziehung stehende    Grösse   durch ein geeignetes anderes Mittel gegeben werden, um den Flugkörper auf das Ziel hinsteuern zu können. Hernach wird auf die Einzelheiten eines solchen Mittels eingegangen werden.

   Befindet sich der Flugpunkt P nicht auf der Basis- oder Ziellinie 00', so kann der Flugkörper, wenn er auf das Ziel hin gerichtet ist, dasselbe in gewissen Fällen treffen, ohne zuerst eine Richtungs- änderung erfahren zu müssen. Es trifft aber auch zu, dass wenn sich der Flugkörper momentan auf der Basislinie befindet, er niemals das Ziel treffen wird, wenn er nicht auf dasselbe gerichtet ist. Daraus ist zu folgern, dass es nicht genügt, in der Bodenstation nur auf den augenblicklichen    Abweichungswinkel   0 abzustellen. Vielmehr muss unablässig während dem Flug die momentane Flugrichtung bestimmt werden. Die Messgrössen, die in diese Vorrichtung eingeführt werden müssen, sind der    Abweichungswinkel      ü   und die Entfernung e des Flugpunktes vom Basispunkt O.

   Ein wichtiger, in der Vorrichtung zu messender Faktor steht in Beziehung mit den Änderungsverhältnissen von    ü   und von e, zur Zeit t, also mit 
 EMI2.80 
 und mit 
 EMI2.81 
 Ein anderer wichtiger Faktor, der in der Vorrichtung zu errechnen ist, betrifft    arctg   
 EMI2.83 
 also den Winkel zwischen der Verlängerung PP' der Linie OP und der Flugrichtung    PQ   ; dieser Winkel wird hernach auch Kurswinkel genannt und als positiv angegeben werden, wenn er zu einer Zunahme des Abweichungswinkels    ü   führt, und als negativ, wenn er zu einer Abnahme dieses letzteren führt.

   Der Winkel    ü      -I-\   ü' kann    bestimmt   werden durch Feststellung des    Abweichungswinkels   ü    und   Berechnung des    Winkels      ft'   durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung zur Messung der Flugrichtung des Flugpunktes P. Nimmt man an, dass der Flugkörper um den Winkel    19      -I-      ft'   um den    Flugpunkt   P gedreht wird, so verändert der Flugkörper seinen Kurs in eine neue Bahn, die dann parallel zur Basislinie 00' in der    Zielrichtung   verläuft. Hierbei wird angenommen, dass die Geraden    0-O',      0-P   und    P-Q   in einer gleichen Ebene liegen.

   Es ergibt sich daraus, dass wenn sich der Flugkörper parallel zur Basislinie 00' bewegt, er niemals das Ziel treffen kann. Es wird also notwendig sein, dem Flugkörper eine vorbestimmte imaginäre Bahn zu geben, um ihm zu erlauben, rasch    asymptotisch   auf die Basislinie 00' einzufliegen. Genauer gesagt, es wird am besten eine 

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 zusätzliche Kursänderung um einen vorbestimmten Winkel Aal in Funktion des    Abweichungswinkels      ü      durchgeführt   (welche Funktion in geeigneter Weise bestimmt wird durch    Vorbestimmung   der Bahn), zusätzlich zum Winkel & +e'.

   Somit hat der von der Bodenstation zu sendende Impuls eine    Abweichungs-      korrektur   von ä    -f-      Aa   +,a' zu übertragen. Wie schon angetönt, wird der Winkel    Ae   am besten bestimmt durch    Vorbestimmung   der Bahn. Um die    asympto-      tische      Annäherung   rasch zu erhalten, wird    ferner   am besten Al) =    n5   gesetzt und dabei n =    f   (e) vorgezogen. Ein Beispiel einer :solchen Funktion ist    n=Kg+KI-e+K2-e +K3-e3   wobei Kg, ,    KI,      K.,   und K3 Konstanten sind, die Abhängigkeit von den Flugeigenschaften des Flugkörpers zu bestimmen sind. 



  Eine solche Funktion ist in    Fig.   12 graphisch dargestellt. Um der Steuerbewegung des Flugkörpers die richtige    Orientation   zu geben, ist im Flugkörper ein    Positionskreiselgerät   eingebaut, um die Winkellage des Flugkörpers während seiner Drehung um die Längsachse festzustellen. 



  Gemäss einem früheren Vorschlag des Erfinders zum Bau eines Flugkörpers mit Rudern, die ihm eine Drehung um seine Hauptachse erteilen, und mit Rudern, welche die Richtung der Hauptachse ändern, werden der momentane Flugpunkt P bzw. seine Koordinaten ä,    e,   sowie der Kurswinkel ä' automatisch berechnet in der Bodenstation mittels der Radarvorrichtung, der Vorrichtung zur Messung der Flugrichtung und der damit verbundenen Vorrichtung zur    Bestimmung   der Funktion der    asympto-      tischen      Einlenkflugbahn,

     und diese Werte werden kontinuierlich und automatisch an den Flugkörper gesendet als    Rotationssteuergrösse   ö und    Abwei-      chungskorrektur   (3    -L      Ai      -3-      0')   ;

   beim Empfang dieser Steuergrössen steuert der    Flugkörper   seine Drehungsruder für die    Drehungssteuergrösse   ö derart, dass der durch das eingebaute Kreiselgerät gemessene    Eigendrehungswinkel      y   des Flugkörpers beständig identisch ist mit der Steuergrösse ö und seine    Ablenk-      ruder   gemäss der    Abweichungskorrektur      H=ft+Aa      +Y   Die hier    beschriebene      Einrichtung   bringt gegen- über diesem früheren Vorschlag eine    Verbesserung   der Flugkörper 1 wird    mit   vier kleinen    Schraubflä-      chenflügeln   1'    (Fig.   10 und 11) versehen,

   die ihm eine    langsame   Drehung um seine Hauptachse erteilen, und ferner wird dem Flugkörper die    Abwei-      chungskorrektur   H =    a      -f-      A, &       -I-      e'   in jeweils demjenigen    Zeitpunkt   zugesendet, in dem der durch das im    Flugkörper   eingebaute Kreiselgerät festgestellte    Eigendrehungswinkel      @Z   fast identisch ist mit dem vorerwähnten,    in   der Bodenstation festgestellten Drehungswinkel 8 in den    Kegelpolarkoordinaten,   damit zu diesem Zeitpunkt das    Ablenkruder   gemäss der    Ablenksteuergrösse   verstellt werden.

   Somit wird der Flugkörper durch wiederholte Ablenkung bei jeder    Umdrehung   auf die    vorbestimmte      Basislinie   eingesteuert. 



  Es soll nun des    näheren   auf die    Einzelheiten   eingegangen    werden,      die   zur Verwirklichung dieses    Arbeitsprinzipes   notwendig    sind.   



  Mit 1 ist der Flugkörper bezeichnet. 4 ist eine    Radarsende-   und Empfangsanlage bekannter    Bauart.   5 ist eine    Antenne,   die das    konische   Absuchen    für   den Radar    durchführt.   7 ist    eine   Beobachtungsvorrichtung des Radars, 8 eine Skala für die    Able-      sung   des    Drehungswinkels   ä, 9 eine Skala für die    Ablesung   des    Abweichungswinkels      a,   10 eine Vorrichtung zur    Bestimmung   des Winkels    Y,

     11 eine    Vorrichtung   zur Bestimmung der    zusätzlichen   Kurs- änderung    Aa   zur Erzeugung der    asymptotischen      Einlenkflugbahn,   12 eine    Vorrichtung   zur Bestimmung der    Abweichungskorrektur   H, 13 ein Steuersignalsender, der die Korrektur H zum Flugkörper sendet, 14 eine    Entfernungsskala.   



  Wie schon erwähnt,    wird   die    Radiowelle,   welche durch die    das   konische Absuchen besorgende Antenne 5 des Radars ausgesendet wurde, nach    Reflek-      tion   am Flugkörper durch den Empfängerteil des Radars 4 empfangen ; das Signal wird in    eine   gewisse Tiefe    moduliert   sein, wenn der    Flugkörper   sich nicht genau auf der    äquisensitiven   Linie, d. h. der    Basis-      Linie   00' befindet.

   Es gelangt vom    Radar   4 in die Beobachtungsvorrichtung 7, in welcher der Drehungswinkel ö mittels der Skala 8 und der    Abweichungs-      winkel      Ü      mittels   der Skala 9 abgelesen werden kann. Zugleich gelangt ein Teil des Signals    in   einen zum Radar gehörenden    Entfernungsmesskanal   6, der fortlaufend auf der Skala 14 die    Entfernung   PO = e angibt.

   Die    in   der Vorrichtung    festgestellte      Mess-      grösse      ä   wird sogleich an die Vorrichtung zur Bestimmung der    Abweichungskorrektur   12 und die auch in der Vorrichtung 7 bestimmte    Messgrösse      - &    an die    in      Fig.   5 gezeigte Vorrichtung 10    weiterge-      P   a    ben,   die sie    zusammen      mit   der Messgrösse e aus dem    Entfernungsmesskanal   6 zur Bestimmungsgrösse    Y   verarbeitet.

   Von der    Vorrichtung   7 wird die    Mess-      grösse      ü   auch an die Vorrichtung 11 zur    Bestimmung   der Funktion    A, &    zur Erzeugung der    asymptotischen   Einflugbahn weitergegeben,    zusammen   mit der Messgrösse e. Diese    Vorrichtung   gibt den aus    a   und e errechneten Wert    ü      -i--      Ae   an die Vorrichtung 15, die ihn zu dem von der Vorrichtung 10 erhaltenen Wert    >l'   addiert und den    Summenwert   H = &    -I-      Aü      -f-      Y   an die    Vorrichtung   12 weitergibt.

   Durch ein    Posi-      tionskreiselgerät   und einen zugehörigen Sender, beides wie in    Fig.   7 gezeigt im Flugkörper 1 eingebaut,    wird   ein den    Eigendrehungswinkel      y   des Flugkörpers um seine Hauptachse angebendes    Signal   ausgesendet und zusammen mit der    reflektierten      Radarsuch-      welle   vom Radar 4 empfangen und gesondert    in   die Vorrichtung 12    weitergegeben.   In diese letztere werden    also   der Drehungswinkel ä in den Polarkoordinaten, der    Eigendrehungswinkel      y   und die Grösse H eingebracht.

   Wie hernach mit bezug auf    Fig.   6 beschrieben,    wird   die    Ablenksteuergrösse   H vom Sen- 

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 der 13 jeweils dann an den Flugkörper gesendet, wenn der Drehungswinkel 8 fast identisch ist mit dem    Eigendrehungswinkel   y. 



  Es wird nun mit    Bezugnahme   auf    Fig.   4 auf die Einzelheiten der Vorrichtung zur Messung der    Kegel-      polarkoordination   6 und    a   des Flugpunktes eingegangen. 



  Die vom Flugkörper    reflektierte   Radiowelle wird, wie schon erwähnt, vom Empfänger des Radars 4 als moduliertes Signal an einen    Abweichungsrness-      kanal   20 und an einen    Entfernungsmesskanal   21 weitergegeben ; wenn sich der Flugkörper nicht auf der Basislinie 00' befindet, hat dieses Signal die    Wellenform   I    (Fig.   4).

   Das aus dem Kanal 20 austretende Signal hat dann die Wellenform    II.   Der Wechselstromgenerator 22 rotiert (synchron) mit dem Antennenträger und die Phasenverschiebung zwischen dem die Wellenform    III   aufweisenden und vom Generator 22 erzeugten Signal einerseits und dem die    Wellenform      1I   aufweisenden Signal, das vom Kanal 20 gegeben wird, andererseits, ist ein Mass für den Drehungswinkel 8 des Flugkörpers 1 im Flugpunkt P ; ferner ist die    Modulationstiefe   des die Wellenform    1I      aufweisenden   Signals    ein   Mass für die Abweichung    ,I   des, Flugpunktes P.

   Dieses Signal    gelangt   in die Primärseite    eines   Transformators 23, dessen Sekundärwicklung 24 mit zwei    Verstärkerröhren   25, 26 in    Gegentakt-Schaltung   verbunden ist, so dass    auf   die Gitter dieser Röhren zwei    ähnliche,   aber um 1800 phasenverschobene Wellensignale IV bzw. V gegeben werden. Die im Generator 22    erzeugte   Wechselspannung ist an die Primärseite eines    Goniometers!   27 angelegt und ein Wechselstrom mit der    Wellenform      VI      fliesst   von der    Sekundärseite   dieses    Gonio-      meters   in die Anoden der    Verstärkerröhren   25, 26.

   Die Wirkungsweise dieses Einrichtungsteiles ist die folgende: wenn der Drehungswinkel 6 für den    jeweiligen   Flugpunkt gleich null ist, so besteht keine Ungleichheit zwischen den Wellenformen    1I   und    11I,   vorausgesetzt, dass die Ausgangswelle    des(   Motors 30 so ausgelegt ist,    dass   sie    mit   der Stellung von 8 = 0 übereinstimmt. Ausserdem ist die Anordnung so getroffen, dass die Phasenverschiebung zwischen der Wellenform    III   auf der    Primärseite   des    Goniometers   27 und der Wellenform    VI   auf der Sekundärseite dieses    Goniometers   27 stets    90    bleibt.

   Da somit eine Phasenverschiebung von    90,1      zwischen   den Wellenformen IV, V und der Wellenform    VI   verbleibt, sind die    Verstärkerröhren   25 und 26 ausgeglichen und die Welle des Motors 30 bleibt in der Nullage, entsprechend ö = 0, stehen. Wenn nun der Wert von 6 von Null auf 6' wechselt, so bleibt die Wellenform    III   unverändert, da sie eine durch den Generator 22 erzeugte    Bezugswellenform   ist. Hingegen wirkt sich die Winkeländerung auf die    Wellenform      II   und somit auch die Wellenformen IV und V aus.

   Falls aber nicht auch die Phase der Wellenform    VI   auf der    Sekundärseite   des    Gonio-      meters   27 um den    Wert   8' verschoben wird, besteht nun eine Unausgeglichenheit der    Verstärkerröhren   25 und 26, und diese    Unausgeglichenheit   bewirkt eine Drehung des Motors. Dieser nimmt den mit ihm drehfest verbundenen Rotor des    Goniometers   27 mit.

   Sobald dabei die Phase der    Wellenform      VI   auf der Sekundärseite des    Goniometers   um    ä'   verschoben worden ist, sind die    Verstärkerröhren   25 und 26 wieder im Gleichgewicht, weshalb dann der Motor 30 wieder anhält und die neue Drehlage der Motorwelle den Drehungswinkel 6' anzeigt. 



  Nebst der    Wicklung   24 weist die Sekundärseite des    Transformators   23 auch eine Wicklung 31 auf; die in dieser erzeugte Spannung wird durch eine Röhre 32 verstärkt und der Anodenstrom wird durch einen Gleichrichter 33 gleichgerichtet und fliesst durch die    Erregerfeldwicklung   35 des    Genera-      tors   34.

   Es wird so eine Spannung erzeugt, die proportional ist zur    Modulationstiefe   des die Wellenform    1I   aufweisenden Signals, somit zum    Abwei-      chungswinkel      -a   des Flugkörpers ; somit beginnt der Motor 36 zu drehen und verändert dabei die Lage eines    Abgreifers   37 auf einem Widerstand; der so veränderte Strom erzeugt ein    verändertes   Erregerfeld, das demjenigen des Feldes 35 entgegenwirkt.

   Ist der Widerstand so gewählt, dass das Feld 38 das Feld 35 gerade durch Drehung des Motors um den    Abwei-      chungswinkel      e   aufhebt, so hält der Motor dann nach Drehung um diesen Winkel an und zeigt so den    Abweichungswinkel      ft   an. 



  Der Drehungswinkel 6 und der    Abweichungs-      winkel      ü   des Flugkörpers 1 werden somit automatisch bestimmt. Wie schon erwähnt, wird der Drehungswinkel ö sofort an die Vorrichtung 12 weitergegeben, während die    Abweichungskorrektur   als Wert H = - & 1 AD '- 0' an den Flugkörper übermittelt wird, und zwar nach Durchlaufen der Vorrichtung 11 zur Bestimmung der Funktion    Aä   der    asympto-      tischen      Einlenkflugbahn   und über die Vorrichtung 10 zur Bestimmung der Flugrichtung des Flugpunktes P. 



  Es werden nun die Einzelheiten der Vorrichtung zur Bestimmung der    Abweichungskorrektur   H mit Bezug auf    Fig.   5 beschrieben. Der durch die Drehlage der Welle des in    Fig.   4 gezeigten Motors 36 gegebene    Abweichungswinkel      -a   wird auf die Welle des Generators 40 weitergegeben durch die übertragungsvorrichtung 39 ; die in diesem Generator erzeugte elektromotorische Kraft ist bei konstanter Erregung proportional zur zeitlichen Änderung 
 EMI4.100 
 des    Abweichungswinkels      ft   und wird an die Klemmen des Widerstandes 41 angelegt. Ein Abgreifer 42 bewegt sich über diesen Widerstand im Verhältnis zum Wert e, der im Kanal 21    bestimmt   wurde.

   Somit wird an die Spule 44 des    Kreuzspulin-      strumentes   43 eine Spannung angelegt, die zum Produkt    e.a   proportional ist. Da das die    Entfernunge   darstellende Signal mit der Welle des Generators 45 in Verbindung steht, ist die Klemmenspannung dieses Generators zu    e   proportional ; diese Klemmenspannung wird an die andere Spule 46 des    Kreuzspulin-      strumentes   43 angelegt. Es ergibt sich daraus, dass 

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 der Drehwinkel    ä'   des Rotors 47 des    Kreuzspulin-      struments   43 den Wert    arctg   hat, der gleich dem vorerwähnten Kurswinkel 
 EMI5.5 
    ft'   des Flugkörpers ist.

   Dieser Wert wird mittels des    Servomotors   48 dem als Differentialgetriebe ausgebildeten Additionsmechanismus 15 zugeführt, gleichzeitig mit dem von der Vorrichtung 11 zugeführten Wert    a      -I-      Ae   ; der Summenwert H =    a-      '-,      Aü      -I-      Y   wird durch eine Welle auf die    Vorrichtung   12    übertragen,   der zugleich, wie schon erwähnt, auch der Wert 8 zugeführt wird. 



  Es werden nun die Einzelheiten der    Vorrichtung   12 zur Bestimmung des Zeitpunktes zum Auslösen des Steuerimpulses mit bezug auf    Fig.   6 beschrieben. Der Drehungswinkel 8 in    Kegelpolarkoordinaten,   bestimmt als Drehungswinkel der Welle des Motors 30 wie in    Fig.   4 gezeigt, wird auf die Welle 50 übertragen zwecks    Drehens   von Schleifringen 52, 53, 54, 55 um einen entsprechenden Winkel    mittels   des Getriebes 51. Währenddessen wird, wie mit bezug auf    Fig.   3 bereits beschrieben, der Wert des Eigendrehungswinkels y des Flugkörpers um seine Hauptachse beständig an die Bodenstation weitergemeldet und hier auf die Welle 56 gegeben. Auf dieser sind Bürsten 57, 58, 59, 60 festgesetzt.

   Die Bürste 57 kann über einen auf dem Schleifring 52 vorhandenen Kontakt 61, die Bürste 58 über zwei    nebeneinander   auf dem    Schleifring   53 vorhandene Kontakte 62, die Bürste 59 über drei nebeneinander auf dem Schleifring 54 vorhandene Kontakte 63, und die Bürste 60 über vier auf dem    Schleifring   55 nebeneinander vorhandene Kontakte 64 gleiten, die Bürsten 57-60 weisen keine gegenseitige Winkelverschiebung auf und auch die Mittelpunkte der Kontaktgruppen 62, 63 und 64 weisen gegenüber dem Kontakt 61 keine Winkelverschiebung auf. 



  Die Steuergrösse H wird vom    Addiermechanismus   15 als Drehwinkel auf die Welle 65 gegeben; eine auf dieser Welle festsitzende Bürste 66 bewegt sich nach    Massgabe   dieser Grösse über den feststehenden Schleifring 67, der voneinander getrennte Kontaktfelder    Cl,      C2,      C3,      C4   besitzt, die    einzeln      mittels   Leitungsdrähten 68, 69, 70 bzw. 71 und zugehörigen Schleifkontakten und mittels des    Schleifringes   52, 53, 54 bzw. 55 leitend mit dem Kontakt 61, der Kontaktgruppe 62, der Kontaktgruppe 63    bzw.   der Kontaktgruppe 64 verbunden sind. 



  Ein bestimmter Drehungswinkel 8 verursacht offensichtlich eine entsprechende Drehung sämtlicher Schleifringe 52, 53, 54, 55. Da die Welle 56 samt den Bürsten 57, 58, 59, 60 synchron mit derjenigen des Flugkörpers um seine Hauptachse dreht, steht jeder der Bürsten 57 bis 60 in der Mitte des Zugehörigen Kontaktes 61 bzw. den zugehörigen Kontaktgruppen 62, 63, bzw.

   64, wenn der    Eigendrehungs-      winkel      y   des Flugkörpers um seine Hauptachse dem Drehungswinkel 8 ungefähr gleich ist,    unbekümmert   um den jeweiligen Wert dieser Drehungswinkel 8 und    y.   Ausserdem ist, unabhängig davon, je nach der    Grösse   des Wertes H, die Bürste 66 mit dem einen oder anderen der Felder    Cl   bis C4    in.   Berührung gekommen, und zwar mit dem Feld    Cl   für einen    Mindestwert   von H, mit dem Feld    C4   für einen viermal höheren Wert von H.

   Berührt die Bürste 66 das Feld    Cl,   so ist der    Einzelkontakt   61 eingeschaltet und beim Gleiten der Bürste 57 über diesen Einzelkontakt wird ein Einzelimpuls auf den Sender 13 gegeben. Berührt aber, wie dies in    Fig.   6 der Fall ist, die Bürste 66 das Feld    C2,   so werden beim    Hinweggleiten   der Bürste 58 über die beiden Kontakte der Kontaktgruppe 62 kurz    hintereinander   zwei Impulse an den Sender 63 weitergegeben.

   Die    Zahl   der an den Sender 13 gegebenen Impulse hängt    also   von dem Wert H ab, um den die Welle 65 von einer Ausgangslage aus verdreht wurde, und der Impuls bzw. die Impulsfolge wird immer dann gesendet,    wenn   der    Eigendrehungswinkel   y des Flugkörpers genau bzw. fast genau mit dem Drehungswinkel 8    in   den    Polarkoordinaten   übereinstimmt.

   Wie nun    im   einzelnen    mit   bezug auf    Fig.   7    beschrieben      wird,      bewirkt   jeder Impuls ein momentanes einseitiges Ausschwenken eines.    Steuerruders   und    somit   eine entsprechende Einheitsablenkung des Flugkörpers von seiner Flugbahn zur Basislinie bzw.    Zielrichtung   00' hin, wobei die Gesamtablenkung zur Grösse des Wertes H proportional ist. 



  Im Flugkörper 1 ist das schon erwähnte Kreiselgerät 72    (Fig.   7) eingebaut, welches. den Eigendrehungswinkel    y   des Flugkörpers    misst.   Ein diesem    Eigendrehungswinkel   entsprechendes Wellensignal wird    beständig   vom Sender 73 an die Bodenstation gesendet und hier    dechiffriert   auf den Rotor 56    (Fig.   6) gegeben.

   Ausserdem ist    im   Flugkörper die Vorrichtung eingebaut, welche den    jeweiligen   Einzelimpuls bzw. die    Impulsfolge,   je nach der    Steuerwert-      grösse   H,    in      Steuerruderausschläge   umsetzt.    Im      ein-      zelnen   geschieht dies wie folgt    Im   Flugkörper werden die Impulse durch einen Empfänger 74 aufgenommen und    verstärkt   an die    Primärwicklung   eines    Funkengenerators   75 weitergegeben, der bei jedem    Impuls   an einer Zündkerze 76 einen Funken erzeugt, und    zwar   im obersten Teil eines Zylinders;

   dieser steht über ein    Einlassventil   78 mit einem Behälter 77 in Verbindung, der hochkomprimiertes brennbares Gas enthält. Bei Entzündung    einer      Zylinderfüllung   durch den an der Zündkerze 76 erzeugten Funken explodiert dieselbe und bewirkt so die    Abwärtsverschiebung      eines   Kolbens 80 entgegen dem Widerstand einer Feder 81, wobei das untere Ende der Kolbenstange 80' das an ihm    angelenkte   Steuerruder 82 ausschwenkt. Kurz bevor der Kolben seine untere    Totpunktlage   erreicht, öffnet er ein nicht gezeigtes, vor der Abgasleitung 84 angeordnetes    Auslassventil   und öffnet ferner über den Hebel 83 und die Stange 85 das    Einlassventil   78 entgegen dem Widerstand der Feder 86.

   Das aus dem Behälter 77 eintretende brennbare Gas spült das Abgas aus dem Zylinder und wird gleich darauf 

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 durch den Kolben 80 verdichtet, der jetzt nach Schliessung des Ventils 78 (und des Auspuffventils), durch die Feder 81 nach oben geworfen    wird.   Dies geschieht so rasch, dass die Explosionen bzw.    Auf-      und   Abwärtsbewegungen des Kolbens und somit die    Ausschwenkung   des Steuerruders 82 ohne weiteres im Rhythmus einer durch den Sender 74 empfangenen Impulsfolge    stattfinden   können. 



  Es sei noch    erwähnt,   dass der Schleifring 67 mehr als vier Felder    C1   ,    C.,   ... aufweisen könnte ; der Anzahl dieser Felder hat die Anzahl von Schleifringen 52, 53 ...    und   die Anzahl von Kontakten auf dem letzten dieser Schleifringe zu entsprechen; umso kleiner hat aber auch der    Steuerausschlag   des Ruders 82 zu sein. Es. wird sich dies in    einer      feinstufigeren      Abgreifung   der Steuergrösse H auswirken. 



  Die beschriebene Steuereinrichtung hat über die einleitend erwähnte,    vorbekannte   Steuereinrichtung folgende Vorteile 1) In der    vorbekannten   Einrichtung, die mit    einem   rechteckigen Koordinatensystem arbeitet, müssen sowohl die Seitenruder als auch die Höhenruder von einer Nullage aus auf beide Seiten ausgesteuert werden können, wobei eine grosse Steuerbetätigungskraft erforderlich ist und der im Flugkörper einzubauende Einrichtungsteil schwer, voluminös und kompliziert ist.

   In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der    erfindungsgemäs-      sen      Einrichtung   wird die Drehung des Flugkörpers um seine Hauptachse in höchst    einfacher   Weise durch unbewegliche,    .schraubflächenförmige      Rippen   oder    Schaufeln   bewirkt, auf die der Fahrwind und/oder der    Treibgasstrom   der Rakete oder sonstigen Flugkörpers einwirkt; es genügt    ein   einseitig ausschlagendes Steuerruder, dessen    Betätigungsmechanismus      bestechend      einfach   und leicht ist. 



  2) Es    ist   keine    Zweiwegsteuerung   erforderlich ; die Steuerung auf die    Ziellinie   zu    erfolgt      asympto-      tisch   durch wiederholtes kurzzeitiges Ausschwenken des Steuerruders in stets dem gleichen Sinne. 



  3) In dem am Boden befindlichen Teil der    vorbe-      kannten   Einrichtung müssen Mittel vorhanden sein, die in einem rechtwinkligen Koordinatensystem die Abweichung nach oben, nach unten und nach beiden Seiten bestimmen; der entsprechende Teil der    erfindungsgemässen   Einrichtung    fällt   viel einfacher aus, weil er auf einem Kegelpolarkoordinatensystem    basiert   ist. 



  Es soll nun kurz der    Aufbau   und die Wirkungsweise einer zweiten Ausführungsform der    erfindungs-      gemässen   Einrichtung beschrieben werden, und zwar einer solchen, die eine vom Flugkörper selbst mitgetragene Steuereinrichtung bildet. 



  In    Fig.   8 bedeutet die Linie PP' die momentane    Flugrichtung   des im Flugpunkt P befindlichen Flugkörpers 101, der das Ziel Q treffen soll. Wird eine    Koordinatenebene      XO'Y   angenommen, die den Zielpunkt Q enthält, so kann die Lage des Zielpunktes Q im Raum in    Kegelpolarkoordinaten   ausgedrückt werden, und zwar durch den Winkel    XO'Q   = 8 in der Ebene    XO'Y,   durch den Winkel    a   zwischen der Linie PO und der Flugrichtung    PO'P'   und durch die    Entfernung   e zwischen P und Q. 



  Am Flugkörper ist wieder eine    schraubflächen-      förmige   Schaufel vorhanden, die ihm im    Fluge   eine langsame Drehung um seine Hauptachse erteilt und die auf dieser Achse angeordnete Radarantenne führt jederzeit ein konisches Absuchen um diese Achse aus und bestimmt automatisch die Lage des Zielpunktes in den    Koordinaten   8 und    a.   Beim Empfang einer vom Ziel reflektierten Welle ist das vom Radarempfänger abgegebene Signal    amplitudenmodu-      llert.   Befindet sich der Zielpunkt Q auf der Flugrichtung, so ist die Empfangssensitivität auf dem ganzen Suchumfang gleichmässig ;

   befindet sich hingegen der Zielpunkt Q ausserhalb der Flugrichtung, wie dies bei    Fig.   8 der Fall ist, so weist die empfangene Welle eine gewisse    Amplitudenmodulationstiefe   auf, welche ein    Mass   ist für den    Abweichungswinkel   und die Phase der Modulation ist ein Mass für den Drehungswinkel    ä.      Damit   nun der Flugkörper das Ziel treffen kann, wird er wiederholt zwecks Reduzierung des    Abweichungswinkels      e   auf null von seiner augenblicklichen Flugrichtung abgelenkt, und zwar jeweils dann, wenn der Winkel seiner Eigendrehung um seine Hauptachse gleich dem    Koordinatenwinkel      S   ist. 



  Die Einzelheiten dieser Einrichtung werden nun mit    bezug   auf die    Fig.   7 und 9 beschrieben. Die Antenne 103 bekannter Bauart ist im Flugkörper so eingebaut, dass die Radiowellen von ihr unter einem Winkel a zur Hauptachse des Flugkörpers ausgesendet werden. Die vom Zielobjekt reflektierte Welle wird vom Sender-Empfänger 102 als Signal in Form einer    modulierten   Welle I an die    Steuersignalvorrich-      tung   104 weitergegeben und von dieser an die    ge-      mäss      Fig.   7    ausgeführte      Steuerbetätigungsvorrichtung   105, und zwar als Steuersignal Il, welches nur Pulse aufweist, die den steilsten Teilen der Welle I entsprechen.

   Die Pulse lösen durch den    Funkengenerator   der Vorrichtung 105 je einen Funken an der Zündkerze 76 aus. Im übrigen arbeitet die Vorrichtung 105 in der oben mit bezug auf    Fig.   7    beschriebenen   Art und Weise. 



  Da jede Phase des Signals    1I   ungefähr mit der Phase des Signals I identisch ist, die den Drehungswinkel    ä   des Zielpunktes Q in den Polarkoordinaten darstellt, wird infolge des sofortigen    Reagierens   der    Ruderbetätigungsvorrichtung   105 auf jeden Puls die Flugbahn des Flugkörpers im Sinne einer Verkleinerung des    Abweichungswinkels   0 jedesmal dann abgelenkt, wenn der    Eigendrehungswinkel   y gleich diesem Drehungswinkel 5 ist.

   Sobald die Flugrichtung mit der Zielrichtung zusammenfällt,    fällt   die Modulation der Welle I weg und das Signal    1I   weist keine Pulse auf, die ein Arbeiten der    Ruderbetätigungs-      vorrichtung   105 veranlassen würden ; somit bleibt dann die Flugbahn unabgelenkt. 

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 Der Kreisel 72 und der zugehörige Sender müssen bei dieser Ausführung nicht notwendigerweise vorhanden sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Fernlenkung eines Flugkörpers gegen ein Ziel, dadurch gekennzeichnet, dass zur räumlichen Festlegung des Flugpunktes ein Kegelpolarkoordinatensystem angenommen wird, bei dem der Flugpunkt oder der Zielpunkt auf dem Leitstrahl liegt und dass zur Steuerung des Flugkörpers der Abweichungswinkel (ä) zwischen der Bezugsachse (0-O', P-P') des Koordinatensystems und dem Leitstrahl, sowie der Winkel (8) der Drehung des Flugpunktes oder des Zielpunktes um die Bezugsachse dauernd festgelegt werden, während der Flugkörper im Fluge eine Drehung um seine eigene Hauptachse ausführt, und dass der Steuerimpuls auf den Flugkörper in Funktion des vorerwähnten Abweichungs- winkels (0)
    jeweils dann ausgelöst wird, wenn der Eigendrehungswinkel (y) ungefähr mit dem vorerwähnten Drehungswinkel (8) in dem Kegelpolarkoordinatensystem zusammenfällt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Pol des Polarkoordinatensystems ein erdgebundener Punkt und als Bezugsachse (0-O') eine Gerade gewählt wird, die durch diesen Pol und den Zielpunkt verläuft. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Pol des Polarkoordinatensystems ein Punkt gewählt wird, der im Flugkörper liegt, und als Bezugsachse eine Gerade, die mit der Hauptachse des Flugkörpers übereinstimmt, und dass die Grösse des Steuerimpulses nach Massgabe des Abweichungswinkels des Zielpunktes (Q) im Kegelpolarkoordinatensystem bestimmt wird. PATENTANSPRUCH 1I Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass im Flugkörper eine Vorrichtung zum periodischen Betätigen eines Steuerruders eingebaut ist. UNTERANSPRÜCHE 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch Il, zur Durchführung des Verfahrens nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Flugkörper eine Radareinrichtung eingebaut ist, mit einer Antenne, deren Achse um einen Winkel (u) zur Hauptachse des Flugkörpers geneigt ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, zur Durchführung des Verfahrens nach Unteranspruch 1, mit einer Bodenstation, in der eine Radarvorrichtung laufend die Zielrichtung feststellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Radarvorrichtung eine vom Flug- körper reflektierte Suchwelle als amplitudenmodu- liertes Signal an einen Gegentakt-Röhren-Verstärker weitergibt, dass ein synchron mit der das reflektierte Signal empfangenden Radarantenne umlaufender Wechselstromgenerator (22) mit der Primärseite eines Goniometers (27) verbunden ist,
    dessen Sekundärseite mit dem Anodenstromkreis der Röhren des Gegentaktverstärkers verbunden ist, die je eine Feldwicklung für einen Maschinengenerator (29) aufweisen, welche Feldwicklungen gegeneinander arbeiten, und dass die Welle eines elektrisch mit dem Generator verbundenen Motors (30) mit dem Rotor des Goniometers gekuppelt ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Radarvorrichtung zur laufenden Feststellung der Entfernung (e) des Flugkörpers und des Abweichungswinkels (ü) zwischen Bezugsachse (0-O') und Leitstrahl eingerichtet ist und mit einer Vorrichtung (Fig. 5) verbunden ist, die zur Bestimmung des Wertes EMI7.43 des Wertes EMI7.44 zur Bildung des Produktes e -,Ü und zur Weitergabe dieses Wertes e an ein Kreuzspuleninstrument (43) eingerichtet ist, auf das auch der Wert e gegeben wird und das den Wert arctg des Flugkörpers bestimmt,
    dass ferner dieser EMI7.49 Wert zu demjenigen des Abweichungswinkels e und einem in Abhängigkeit von e und, & bestimmten Wert Aü summiert wird zur Bildung eines Wertes H, der in einer Vorrichtung (12, Fig. 6) abgegriffen wird und die Anzahl von Impulsen bestimmt, die jeweils bei über- einstimmung des Eigendrehungswinkels (y) des Flugkörpers mit dem Drehungswinkel (8) in den Polarkoordinaten an die im Flugkörper eingebaute Steuerruderausschwenkvorrichtung gesendet werden,
    die so ausgebildet ist, dass jeder von ihr empfangene Impuls eine kurzzeitige Ausschwenkung des Steuerruders bewirkt. 6. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur kurzzeitigen Ausschwenkung des Steuerruders (82) einen Kolben (80) aufweist, dessen Stange (80') mit dem Steuerruder (82) verbunden ist und zur Rückführung desselben in die Ausgangslage durch eine Feder (81) gegen das geschlossene Ende des zugehörigen Zylinders (79) verschoben wird, welches Zylinderende durch eine Leitung mit Einlassventil (78) mit einem Behälter von komprimiertem, brennbarem Gas verbunden und mit einer Zündkerze (76) versehen ist,
    die von einem radiogesteuerten Funkengenerator (75) gespiesen wird, wobei der Zylinder eine gesteuerte Abgasaustrittsöffnung besitzt.
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