CH348299A - Verschlusseinrichtung für eine Öffnung an einem Kessel - Google Patents
Verschlusseinrichtung für eine Öffnung an einem KesselInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Verschlusseinrichtung für eine Öffnung an einem Kessel Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verschluss- einrichtung für eine Öffnung an einem Kessel, der einem hohen Innendruck ausgesetzt ist, und ist beson ders für Ventilkästen an Dampfturbinenanlagen ver wendbar. Die Erfindung bezweckt, den dichten Ab schluss an dem Kessel zu verbessern.
Um Abdeckplatten für Ventilkästen oder derglei chen zu befestigen, werden nach derzeitiger Praxis Bolzenschrauben von einer Grösse verwendet, die über einen bestimmten Zeitraum eine dichtschliessende Verbindung sicherstellen. Bei den hohen Drücken und Temperaturen, die heute für Dampfturbinen und Dampfanlagen verwendet werden und infolge der in Zukunft zu erwartenden Wahl noch höherer Drücke und Temperaturen wird es zunehmend schwieriger, Abschlussstellen gegen Undichtheit zu sichern, ohne zu übermässig grossen Bolzenschrauben zu greifen. Das gilt insbesondere für Temperaturen, bei denen eine Kriechdehnung eintritt.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Verschlusseinrichtung zu schaffen, bei der Befesti- gungsbolzenschrauben verhältnismässig kleinen Durch messers benutzt werden können, ohne dass die Wirk samkeit der Abschlussstellen beeinträchtigt wird.
Die Verschlusseinrichtung nach dieser Erfindung umfasst ein inneres und ein äusseres Verschlussstück, die bei der Öffnung an dem Kessel so montiert sind, dass sie einen kammerartigen Zwischenraum zwischen sich bilden, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das innere Verschlussstück innerhalb der Öffnung ange ordnet ist und der Wand der Öffnung dicht anliegt, wobei eine umlaufende Nut in der Wand vorgesehen und ein ringförmiger Keil in dieser Nut angeordnet ist, um das innere Verschlussstück innerhalb der öff- nung zu halten,
dass das äussere Verschlussstück ab nehmbar an dem Kessel in solcher Stellung fest- gemacht ist, dass es die Öffnung überdeckt, und dass im Betrieb der kammerartige Zwischenraum zwischen den Verschlussstücken mit einer Quelle für einen Druck verbunden ist, der niedriger ist als der im Kes sel enthaltene Druck.
Das äussere Verschlussstück kann zum Überdek- ken der Öffnung durch Bolzenschrauben in üblicher Weise in entsprechender Stellung gehalten sein.
Bei der Einrichtung nach dieser Erfindung ist der Keil nur Abscherkräften unterworfen, -und das innere Verschlussstück unterliegt dem Druck der Differenz des Druckes im Innern des Kessels und in dem kam merartigen Zwischenraum. Das äussere Verschluss- stück ist dem niedrigeren Druck des kammerartigen Zwischenraumes unterworfen, der an eine verfügbare Quelle mit passendem Druck angeschlossen ist, um so einen geeigneten Kompromiss zwischen Grösse der Verschlussstücke, Abscherkeil und Bolzenschrauben zu finden.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch eine Verschlusseinrich- tung für eine Öffnung im Ventilkasten einer Dampf turbine und Fig.2 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 1, in Richtung des Pfeiles gesehen.
In der Zeichnung bedeutet A die Wand des Kes sels, die die zu verschliessende Öffnung umgibt. Je nach Konstruktion des Kessels kann diese Wand kreisförmig oder rechteckig verlaufen.
Die Verschlusseinrichtung umfasst ein inneres Ver- schlussstück 3 und ein äusseres Verschlussstück 3a, die an einen Kessel angebaut sind und eine Kammer 2 zwischen sich einschliessen. Die Kammer des Kessels ist mit 1 bezeichnet. Das Verschlussstück 3 wird durch einen ringförmigen Keil 4 in der Öffnung gehalten, und das Verschlussstück 3a ist durch eine Reihe Bol- zenschrauben 10 in üblicher Weise befestigt.
Während des Betriebes steht die innere Kammer 1 unter vollem Dampfdruck und voller Dampftempera tur, während die äussere Kammer 2 durch geeignete (nicht gezeigte) Mittel mit einem Teil der Turbinen anlage verbunden ist, der sich auf geringerem Druck befindet, z. B. an das Absaugende einer Hochdruck turbine angeschlossen ist.
Das innere Verschlussstück 3, das mit Gleitsitz in der Kesselwand A sitzt, kann durch Verwenden eines Klemmringes 5 und von Bol- zenschrauben 9 zunächst in abdichtenden Kontakt mit dem ringförmigen Keil 4 gebracht werden; doch ist das nicht wesentlich, da unter Betriebsbedingungen die Druckdifferenz zwischen den beiden Seiten des Verschlussstückes 3 sicherstellt, dass das Verschluss- stück 3 in abdichtenden Kontakt mit dem Keil 4 ge bracht wird. Zum Zwecke des Einbaues muss der Keil aus drei oder mehr Abschnitten bestehen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform besteht der Keil aus drei Abschnitten, von denen zwei von glei cher Länge sind, während der dritte Abschnitt kür zer ist und sich nur über einen Viertel des Umfanges der Öffnung erstreckt. Die Stossfugen 6 zwischen den Abschnitten liegen in drei parallelen Ebenen, wobei die Ebene zwischen den aneinander anliegenden Enden der beiden längeren Abschnitte durch die Achse der Öffnung geht. Diese Stossfugen und die Stossfugen 7 und 8 an den Abdichtflächen des Keils sind die einzigen Stellen möglicher Undichtheit und sind so ausgebildet, dass die Undichtheit ein Mini mum beträgt.
Das äussere Verschlussstück 3a und die Bolzenschrauben müssen so entworfen und ausgebil det sein, dass sie den Druck in der äusseren Kammer 2 wirkungsvoll abdichten.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind also die Verschlussstücke demontierbar, damit das Ventil in regelmässigen Abständen besichtigt werden kann. Im Betrieb müssen die Verschlussstücke gegen das Austreten von Dampf wirkungsvoll abdichten. Ein laufendes Besichtigen und Anziehen der Bolzenschrau- ben ist nicht nötig, während das bei den bisher ver wendeten Einrichtungen manchmal wegen Kriech erscheinung erforderlich war.
Es kann die Wand A des Kessels, besonders wenn sie geschmiedet ist, rechteckig statt kreisförmig ausgeführt sein. Die Wand A kann auch eine Mehrzahl von Öffnungen besitzen, die in den gleichen Kessel führen, und jede Öffnung kann mit einem eigenen Verschlussstück 3 versehen, und es können dann alle Öffnungen gemeinsam von einem einzigen äusseren Verschlussstück 3a überdeckt sein. Der Keil kann rechteckig oder von anderem brauchbarem Quer schnitt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verschlusseinrichtung für eine Öffnung an einem Kessel, der einem hohen Innendruck ausgesetzt ist, wobei die Einrichtung ein.inneres und ein äusseres Verschlussstück umfasst, die bei der Öffnung an dem Kessel so montiert sind, dass sie einen kammerartigen Zwischenraum zwischen sich bilden, dadurch gekenn zeichnet, dass das innere Verschlussstück innerhalb der Öffnung angeordnet ist und der Wand der Öffnung dicht anliegt, wobei eine umlaufende Nut in der Wand vorgesehen und ein ringförmiger Keil in dieser Nut angeordnet ist, um das innere Verschlussstück innerhalb der Öffnung zu halten,dass das äussere Verschlussstück abnehmbar an dem Kessel in solcher Stellung festgemacht ist, dass es die Öffnung über deckt, und dass im Betrieb der kammerartige Zwi schenraum zwischen den Verschlussstücken mit einer Quelle für einen Druck verbunden ist, der niedriger ist als der im Kessel enthaltene Druck. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der ringförmige Keil und das innere Verschlussstück mittels eines Klemmringes zum Anliegen gegeneinander gebracht sind, der mit einem am Umfang verlaufenden Flansch versehen ist, der mittels Bolzenschrauben am Aussenteil des Verschluss- stückes so angeschraubt ist, dass der Keil zwischen Verschlussstück und Ring eingeklemmt ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil aus mindestens drei Abschnitten rechteckigen Querschnittes besteht, die an ihren Enden gegeneinander anliegen und einen vollen Ring bilden, der in die Nut in der Wand der Öffnung passt. 3.Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vom Keil zwei Abschnitte von gleicher Länge sind und der dritte kürzer ist und sich wenigstens annähernd über einen Viertel des Umfanges erstreckt. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossfugen zwischen den Ab schnitten des Keiles in drei parallelen Ebenen liegen und die Ebene zwischen den aneinanderliegenden Enden der beiden längeren Abschnitte durch die Achse der Öffnung geht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB348299X | 1956-02-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH348299A true CH348299A (de) | 1960-08-15 |
Family
ID=10370414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH348299D CH348299A (de) | 1956-02-03 | 1957-02-01 | Verschlusseinrichtung für eine Öffnung an einem Kessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH348299A (de) |
-
1957
- 1957-02-01 CH CH348299D patent/CH348299A/de unknown
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