CH338431A - Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von AlkalichromatenInfo
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Description
Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten Dem bekannten Verfahren zur Herstellung von Alkalichromaten durch oxydierendes Schmelzen einer fein gemahlenen Mischung von Chromerz und Alkali- karbonaten, mit oder ohne inerte Verdünnungsmittel, haftet der Nachteil an, dass die feine Staubmischung teilweise von den Erwärmungs- und Oxydationsgasen, die den Ofen durchstreifen, mitgeschleppt wird; der Ofen rnuss daher mit angemessenen Niederschlags kammern ausgestattet sein für den Staub, der peri odisch zurückgewonnen und wieder in den Kreislauf gebracht werden muss. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass in der wärmsten Zone des Ofens leicht eine teilweise Schmelze der Alkalikarbonate, z. B. der Soda, unter Bildung von an den Ofenwänden anhaftenden Kru- sten stattfindet; das bedingt die Einführung eines hohen Prozentsatzes inerter Verdünnungsmittel (Kalkstein, Kalk, Pyritabbrände usw.) in die zu be handelnde Masse, der im allgemeinen 50 oder mehr /o der Gesamtmasse ausmacht. Dadurch wird zwar der Nachteil der Krustenbildung beseitigt, jedoch auch die Leistungsfähigkeit des Ofens vermindert; auch der Wärmeverbrauch und somit der Verbrauch an Heizmittel nimmt zu, wodurch die Auslaugung der Fritte schwieriger wird, was wiederum grössere Cr203 Verluste zur Folge hat. Nach der vorliegenden Erfindung gelingt es nun, die dargelegten Nachteile zu beseitigen. Die Erfin dung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Al- kalichromaten durch oxydierendes Schmelzen von Mischungen von Chromerz und Alkalikarbonaten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Mischungen vor dem Einführen in den Oxydations- ;schmelzofen granuliert. Den Mischungen aus Chromerz und Alkalikar- bonaten können die bekannten Verdünnungsmittel zugesetzt sein oder nicht. Das Granulieren kann in der Wärme oder in der Kälte erfolgen, überhaupt in jeder beliebigen Weise, die geeignet ist, den Körnern eine derartige Konsistenz zu verschaffen, dass sie bei der darauf folgenden Behandlung nicht zerbröckeln. Beim Warmgranulieren werden Temperaturen von etwa 600 C oder darüber verwendet. Aus den vorgenommenen Versuchen geht hervor, dass man mit ziemlich homogenen, ungefähr erbsen grossen Körnern die besten Erfolge erzielt; Körner dieser Grösse kann man entweder direkt in entspre chenden Granulierapparaten herstellen, oder durch Sieben aus irrhomogenen Granulaten abtrennen, wo bei die zu kleinen Körner direkt in den Granulations- apparat zurückgeleitet und die zu grossen auf die erwünschte Stückgrösse zerkleinert werden können. Bei der Behandlung im Oxydationsofen reagiert das granulierte Gemisch regelmässig, ohne eine der artige Menge Staub zu bilden, dass eine Störung her vorgerufen wird; fernerhin bilden sich bei normalen Arbeitsverhältnissen, auch in Abwesenheit von Ver dünnungsmitteln, keine Krusten. Die wichtigsten Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens sind: Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Oxydationsofens und geringerer Wärmebedarf infolge Herabsetzung der Verdünnungsmittelmenge oder gänzliche Weglassung eines Verdünnungsmittels; bessere Auslaugbarkeit des Röstgutes und höher kon zentrierte Alkalichromatlösungen; bedeutende Her absetzung des Volumens der Staubabscheidungskam- mern. In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile. <I>Beispiel 1</I> In einem Warmgranulierapparat wurde ein Ge misch, bestehend aus 100 Teilen Chromit und 70 Teilen Natriumkarbonat 15 Minuten bei einer Tem- peratur von 800 C behandelt. Die anfallenden, un gefähr erbsengrossen - Körner waren kompakt und fest. Nach dreistündiger Behandlung bei 950 C in einem normalen Oxydationsofen konnte man durch Auslaugung 85 0/a des Cr20, in Form von Natrium- chromat gewinnen. <I>Beispiel 2</I> In einem Warmgranulierapparat wurde ein Ge misch, welches aus 100 Teilen Chromit und 77 Tei len Natriumkarbonat bestand, ungefähr 15 Minuten bei 800 C behandelt. Die anfallenden, ungefähr erbsengrossen Körner waren kompakt und fest. Nach dreistündiger Be handlung in einem Oxydationsofen bei 950 C konnte man durch Auslaugung 87 % des Cr20, in Form von Natriumchromat gewinnen. <I>Beispiel 3</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein Ge misch behandelt, welches aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat und 15 Teilen Wasser bestand. Die ungefähr erbsengrossen Körner wurden 10 Minuten in einem Röstofen bei 500 C erwärmt und fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Be handlung in einem Oxydationsofen bei 950 C konnte man durch Auslaugung 85 0/a des Cr203 in Form von Natriumchromat gewinnen. <I>Beispiel 4</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein Ge misch behandelt, das aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat, 70 Teilen Pyritabbränden und 20 Teilen Wasser bestand. Die 10 Minuten in einem Röstofen bei 500 C erwärmten Körner von Erbsengrösse fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behandlung in einem Oxy- dationsofen bei 950 C konnte man 90 % des Cr20, in Form von Natriumchromat gewinnen. <I>Beispiel S</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat, 20 Tei len Pyritabbränden und 17 Teilen Wasser bestehen des Gemisch behandelt. Die erbsenförmigen Körner wurden 10 Minuten in einem Röstofen auf 500 C erwärmt und fielen kompakt und fest an. Nachdem man 3 Stunden in einem Oxydationsofen bei 950 C behandelt hatte, konnte man 88 % des Cr20, in Form von Natrium- chromat gewinnen. <I>Beispiel 6</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat und 15 Teilen Wasser bestehendes Gemisch behandelt. Die ungefähr erbsengrossen Körner wurden in einem Trockner 20 Minuten auf 120 C erwärmt und fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behandlung in einem Oxy dationsofen bei 950 C konnte man 85 0/a des Cr20. in Form von Natriumchromat gewinnen. <I>Beispiel 7</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein Ge misch behandelt, das aus 100 Teilen Chromit, 70 Tei len Natriumkarbonat, 70 Teilen Pyritabbränden und 20 Teilen Wasser bestand. Die erbsenförmigen Körner wurden 20 Minuten in einem Trockner bei 120 C erwärmt und fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behand lung im Oxydationsofen bei 950 C gewann man durch Auslaugen 90 % des Cr2O3 in Form von Na- triumchromat. <I>Beispiel 8</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein Ge misch behandelt, das aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat, 20 Teilen Pyritabbränden und 17 Teilen Wasser bestand. Die ungefähr erbsengrossen Körner wurden 20 Minuten bei 120 C in einem Trockner erwärmt und fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behandlung im Oxydations ofen bei 950 C konnte man durch Auslaugen 88 0/0 des Cr203 in Form von Natriumchromat gewinnen. <I>Beispiel 9</I> In einem Kaltgranulierapparat wurde ein Ge misch, bestehend aus 100 Teilen Chromit, 70 Teilen Natriumkarbonat, 70 Teilen Pyritabbränden und 20 Teilen Wasser, behandelt. Die ungefähr erbsengrossen Körner waren, nach dem sie ungefähr 6 Stunden an der Luft gelegen hatten, kompakt und fest. Nach dreistündiger Behandlung im Oxydations ofen bei 950 C konnte man durch Auslaugen 90 0/0 des Cr.,03 in Form von Natriumchromat gewinnen. Analoge Versuche, die aber mit anderer Reifezeit an der Luft (je nach Klima und Jahreszeit) vorge nommen wurden, zeitigten praktisch gleiche Ergeb nisse. <I>Beispiel 10</I> In einem Warmgranulierapparat wurde ein aus 100 Teilen Chromit und 70 Teilen Natriumkarbonat bestehendes und mit 10 Teilen Wasser angeteigtes Gemisch ungefähr 20 Minuten bei 200 C behandelt. Die Körner von ungefähr Erbsengrösse fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behandlung bei 950 C in einem normalen Oxydationsofen konnte man durch Auslaugen 86 % des Cr203 in Form von Natrium- chromat gewinnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten durch oxydierendes Schmelzen von Mischungen von Chromerz und Alkalikarbonaten, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Mischungen vor dem Einfüh ren in den Oxydationsschmelzofen granuliert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mischungen ausserdem noch inerte Verdünnungsmittel enthalten. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulieren in Anwesenheit von Wasser kalt erfolgt, wobei die Körner nach der Formgebung zur Erhöhung der Festigkeit getrocknet werden. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass an der Luft oder durch Rösten getrocknet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulieren in Anwesenheit von Wasser bei Temperaturen unterhalb 600 C er folgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Granulieren trocken bei Tem peraturen bis zu 800 C erfolgt.
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