CH338431A - Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten

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CH338431A
CH338431A CH338431DA CH338431A CH 338431 A CH338431 A CH 338431A CH 338431D A CH338431D A CH 338431DA CH 338431 A CH338431 A CH 338431A
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CH
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grains
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alkali
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Inventor
Maveri Dino
Pich Alessandro
Alfani Maurizio
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Montedison Spa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/14Chromates; Bichromates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description


  Verfahren zur     Gewinnung    von     Alkalichromaten       Dem bekannten Verfahren zur Herstellung von       Alkalichromaten    durch oxydierendes Schmelzen einer  fein gemahlenen Mischung von Chromerz und     Alkali-          karbonaten,    mit oder ohne     inerte    Verdünnungsmittel,  haftet der Nachteil an, dass die feine Staubmischung  teilweise von den     Erwärmungs-    und Oxydationsgasen,  die den Ofen durchstreifen, mitgeschleppt wird; der  Ofen     rnuss    daher mit angemessenen Niederschlags  kammern ausgestattet sein für den Staub, der peri  odisch zurückgewonnen und wieder in den Kreislauf  gebracht werden muss.  



  Ein anderer     Nachteil    besteht darin, dass in der  wärmsten Zone des Ofens leicht eine teilweise  Schmelze der     Alkalikarbonate,    z. B. der Soda, unter  Bildung von an den Ofenwänden anhaftenden     Kru-          sten    stattfindet; das bedingt die Einführung eines  hohen Prozentsatzes     inerter    Verdünnungsmittel  (Kalkstein, Kalk,     Pyritabbrände    usw.) in die zu be  handelnde Masse, der     im    allgemeinen 50 oder mehr        /o    der Gesamtmasse ausmacht.

   Dadurch wird zwar  der Nachteil der Krustenbildung beseitigt, jedoch  auch die Leistungsfähigkeit des Ofens vermindert;  auch der Wärmeverbrauch und somit der Verbrauch  an Heizmittel nimmt zu, wodurch die     Auslaugung     der Fritte schwieriger wird, was wiederum grössere       Cr203    Verluste zur Folge hat.  



  Nach der vorliegenden Erfindung gelingt es nun,  die dargelegten Nachteile zu beseitigen. Die Erfin  dung     betrifft    ein Verfahren zur Gewinnung von     Al-          kalichromaten    durch oxydierendes Schmelzen von  Mischungen von Chromerz und     Alkalikarbonaten,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die  Mischungen vor dem Einführen in den     Oxydations-          ;schmelzofen    granuliert.  



  Den Mischungen aus Chromerz und     Alkalikar-          bonaten    können die bekannten Verdünnungsmittel  zugesetzt sein oder nicht.    Das Granulieren kann in der Wärme oder in  der     Kälte        erfolgen,    überhaupt in jeder beliebigen  Weise, die geeignet ist, den Körnern eine derartige  Konsistenz zu verschaffen, dass sie bei der darauf  folgenden Behandlung nicht zerbröckeln. Beim       Warmgranulieren    werden Temperaturen von etwa  600  C oder darüber verwendet.  



  Aus den vorgenommenen Versuchen geht hervor,  dass man mit ziemlich homogenen, ungefähr erbsen  grossen Körnern die besten Erfolge erzielt; Körner  dieser Grösse     kann    man entweder direkt in entspre  chenden     Granulierapparaten    herstellen, oder durch  Sieben aus     irrhomogenen    Granulaten abtrennen, wo  bei die zu kleinen Körner direkt in den     Granulations-          apparat    zurückgeleitet und die zu grossen auf die  erwünschte Stückgrösse zerkleinert werden können.  



  Bei der Behandlung im     Oxydationsofen    reagiert  das granulierte Gemisch     regelmässig,    ohne eine der  artige Menge Staub zu bilden, dass eine Störung her  vorgerufen wird;     fernerhin    bilden sich bei normalen  Arbeitsverhältnissen, auch in Abwesenheit von Ver  dünnungsmitteln, keine Krusten.  



  Die wichtigsten Vorteile des erfindungsgemässen  Verfahrens sind: Erhöhung der Leistungsfähigkeit  des Oxydationsofens und geringerer Wärmebedarf  infolge Herabsetzung der     Verdünnungsmittelmenge     oder     gänzliche    Weglassung eines Verdünnungsmittels;  bessere     Auslaugbarkeit    des Röstgutes und höher kon  zentrierte     Alkalichromatlösungen;    bedeutende Her  absetzung des Volumens der     Staubabscheidungskam-          mern.     



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  In einem     Warmgranulierapparat    wurde ein Ge  misch, bestehend aus 100 Teilen     Chromit    und 70  Teilen     Natriumkarbonat    15 Minuten bei einer Tem-           peratur    von 800  C behandelt. Die anfallenden, un  gefähr erbsengrossen - Körner waren kompakt und  fest.  



  Nach dreistündiger Behandlung bei 950  C in  einem normalen Oxydationsofen konnte man durch       Auslaugung    85     0/a    des     Cr20,    in     Form    von     Natrium-          chromat    gewinnen.  



  <I>Beispiel 2</I>  In einem     Warmgranulierapparat    wurde ein Ge  misch, welches aus 100 Teilen     Chromit    und 77 Tei  len Natriumkarbonat bestand, ungefähr 15 Minuten  bei 800  C behandelt.  



  Die anfallenden, ungefähr erbsengrossen Körner  waren kompakt und fest. Nach dreistündiger Be  handlung in einem Oxydationsofen bei 950  C       konnte        man        durch        Auslaugung        87        %        des        Cr20,        in     Form von     Natriumchromat    gewinnen.  



  <I>Beispiel 3</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein Ge  misch behandelt, welches aus 100 Teilen     Chromit,     70 Teilen Natriumkarbonat und 15 Teilen Wasser  bestand.  



  Die ungefähr erbsengrossen Körner wurden 10  Minuten in einem Röstofen bei 500  C     erwärmt    und  fielen kompakt und fest an. Nach dreistündiger Be  handlung in einem Oxydationsofen bei 950  C konnte  man durch     Auslaugung    85     0/a    des     Cr203    in Form von       Natriumchromat        gewinnen.     



  <I>Beispiel 4</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein Ge  misch behandelt, das aus 100 Teilen     Chromit,    70  Teilen Natriumkarbonat, 70 Teilen     Pyritabbränden     und 20 Teilen Wasser bestand.  



  Die 10 Minuten in einem Röstofen bei 500  C  erwärmten Körner von     Erbsengrösse    fielen kompakt  und fest an.  



  Nach dreistündiger Behandlung in einem     Oxy-          dationsofen        bei        950         C        konnte        man        90        %        des        Cr20,     in Form von     Natriumchromat    gewinnen.  



  <I>Beispiel S</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein aus 100  Teilen     Chromit,    70 Teilen Natriumkarbonat, 20 Tei  len     Pyritabbränden    und 17 Teilen Wasser bestehen  des Gemisch behandelt.  



  Die     erbsenförmigen    Körner wurden 10 Minuten  in einem Röstofen auf 500  C erwärmt und fielen  kompakt und fest an. Nachdem man 3 Stunden in  einem Oxydationsofen bei 950  C behandelt hatte,       konnte        man        88        %        des        Cr20,        in        Form        von        Natrium-          chromat    gewinnen.  



  <I>Beispiel 6</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein aus 100       Teilen        Chromit,    70 Teilen Natriumkarbonat und 15  Teilen Wasser bestehendes Gemisch behandelt. Die  ungefähr     erbsengrossen    Körner     wurden    in     einem       Trockner 20 Minuten auf 120  C erwärmt und fielen  kompakt und fest an.  



  Nach dreistündiger Behandlung in einem Oxy  dationsofen bei 950  C konnte man 85     0/a    des     Cr20.     in Form von     Natriumchromat    gewinnen.  



  <I>Beispiel 7</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein Ge  misch behandelt, das aus 100 Teilen     Chromit,    70 Tei  len Natriumkarbonat, 70 Teilen     Pyritabbränden    und  20 Teilen Wasser bestand.  



  Die     erbsenförmigen        Körner    wurden 20 Minuten  in einem Trockner bei 120  C erwärmt und fielen  kompakt und fest an. Nach dreistündiger Behand  lung im Oxydationsofen bei 950  C gewann man       durch        Auslaugen        90        %        des        Cr2O3        in        Form        von        Na-          triumchromat.     



  <I>Beispiel 8</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein Ge  misch behandelt, das aus 100     Teilen        Chromit,    70  Teilen     Natriumkarbonat,    20 Teilen     Pyritabbränden     und 17 Teilen Wasser bestand.  



  Die ungefähr erbsengrossen Körner wurden 20  Minuten bei 120  C in einem Trockner erwärmt und  fielen kompakt und fest an.  



  Nach dreistündiger Behandlung im Oxydations  ofen bei 950  C konnte man durch Auslaugen 88     0/0     des     Cr203    in Form von     Natriumchromat    gewinnen.  <I>Beispiel 9</I>  In einem     Kaltgranulierapparat    wurde ein Ge  misch, bestehend aus 100 Teilen     Chromit,    70 Teilen  Natriumkarbonat, 70 Teilen     Pyritabbränden    und  20 Teilen Wasser, behandelt.  



  Die ungefähr erbsengrossen Körner waren, nach  dem sie ungefähr 6 Stunden an der Luft gelegen  hatten, kompakt und fest.  



  Nach dreistündiger Behandlung im Oxydations  ofen bei 950  C konnte man durch Auslaugen 90 0/0  des     Cr.,03    in Form von     Natriumchromat    gewinnen.  



  Analoge Versuche, die aber mit anderer Reifezeit  an der Luft     (je    nach Klima und Jahreszeit) vorge  nommen wurden, zeitigten praktisch gleiche Ergeb  nisse.  



  <I>Beispiel 10</I>  In     einem        Warmgranulierapparat    wurde ein aus  100 Teilen     Chromit    und 70 Teilen Natriumkarbonat  bestehendes und mit 10 Teilen Wasser     angeteigtes     Gemisch ungefähr 20 Minuten bei 200  C behandelt.  



  Die Körner von ungefähr     Erbsengrösse    fielen  kompakt und fest an.  



  Nach dreistündiger Behandlung bei 950  C in  einem normalen Oxydationsofen konnte man durch       Auslaugen        86        %        des        Cr203        in        Form        von        Natrium-          chromat    gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten durch oxydierendes Schmelzen von Mischungen von Chromerz und Alkalikarbonaten, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Mischungen vor dem Einfüh ren in den Oxydationsschmelzofen granuliert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mischungen ausserdem noch inerte Verdünnungsmittel enthalten. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulieren in Anwesenheit von Wasser kalt erfolgt, wobei die Körner nach der Formgebung zur Erhöhung der Festigkeit getrocknet werden. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass an der Luft oder durch Rösten getrocknet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulieren in Anwesenheit von Wasser bei Temperaturen unterhalb 600 C er folgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Granulieren trocken bei Tem peraturen bis zu 800 C erfolgt.
CH338431D 1954-10-28 1955-10-13 Verfahren zur Gewinnung von Alkalichromaten CH338431A (de)

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