DE113706C - - Google Patents

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DE113706C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides
    • C01G49/06Ferric oxide [Fe2O3]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Iron (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22/
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1899 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung von Metalloxyden , namentlich von rothen und violetten Eisenoxyden aus den entsprechenden schwefelsauren Salzen.
Das Verfahren besteht im Folgenden:
Die Krystalle des betreffenden schwefelsauren Salzes werden mit Hülfe einer hydraulischen oder sonstigen Presse unter" hohem Druck zu Ziegeln geprefst und diese während einiger Tage der Einwirkung trockener atmosphärischer Luft ausgesetzt, wodurch sie so erhärten, dafs sie beim Anschlagen hell erklingen.
Die klingend harten Ziegel werden in einem Röstofen einer Temperatur ausgesetzt, welche je nach der gewünschten Nuance zwischen 600 bis 12000 C. schwankt. Hierbei haben die Erfinder die Beobachtung gemacht, dafs das stark zusammengeprefste Salz die Eigenschaft, in seinem Krystallwasser zu schmelzen und zu zerfliefsen, verloren hat.
Bei weiterem Erhitzen, verändert, der Ziegel seine äufseren Dimensionen nur ganz unwesentlich und brennt allmälig ganz gleichmäfsig zu einem sehr porösen Eisenoxydstein durch.
Auf diese Weise erhält man eine Farbe von unerreichter Zartheit, was sich aus folgender Erwägung erklärt:
Bei dem langsamen Erhitzen der einzelnen ungefähr 8 kg schweren Ziegel entweicht zunächst das Krystallwasser. Da der Stein aber seine äufsere Form und Dimensionen beibehält, so wird nach Verflüchtigung des Krystalhvassers bei Verwendung von Eisenvitriol z. B. derselbe Raum nur noch von dem um 45 pCt. leichteren entwässerten Salze ausgefüllt.
Infolge der durch die Hitze bedingten Ausdehnung findet eine Lockerung der einzelnen Theilchen statt, so dafs sie schliefslich den von dem Krystallwasser eingenommenen Raum zum gröfsten Theil ebenfalls erfüllen.
Bei zunehmender Erwärmung entweichen nun auch die Schwefeloxyde, und da keine Veränderung der äufseren" Form des Brenngutes und kein Zusammensintern eintritt, so wiederholt sich der oben beschriebene Vorgang in derselben Weise, bis schliefslich nach dem Entweichen der Schwefeloxyde derselbe Raum, der anfänglich von 8 kg Eisenvitriol eingenommen wurde, nur noch von 2,3 bis 3 kg rothem Eisenoxyd erfüllt wird.
Hierdurch wird eine aufserordentliche Lockerung und damit auch eine sehr feine Vertheilung der einzelnen Theile des Metalloxydes erreicht.
Das Glühproduct ist ein poröser rother bis violettrother Eisenoxydstein, der bei Berührung grofse Neigung zum Zerfallen zeigt.
Das Glühproduct wird nun auf nassem Wege in gewohnter Weise weiter verarbeitet und nach dem Trocknen auf geeignete Weise gepulvert.
Das auf diese Weise bereitete Oxyd ist viel zarter, duftiger, um ca. ι ο bis 1 5 pCt. voluminöser und um ebenso viel ausgiebiger, als die jetzt im Handel befindlichen Sorten.
Auf dieselbe Weise kann man auch andere Metalloxyde, wie Nickeloxyd, Kupferoxyd, Kobaltoxyd, in feinster Form darstellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Eisenoxyd und anderen Metalloxyden, dadurch gekennzeichnet, dafs man die entsprechenden krystallisirten schwefelsauren Salze unter hohem Druck zu Ziegeln preist, diese in trockener Luft erhärten läfst und, nachdem. sie klingend hart geworden sind, in einem Röstofen je nach der zu erzielenden Nuance bei einer Temperatur zwischen 600 bis 13000 glüht und sie nach" dem Glühprocefs auf nassem Wege in gewohnter Weise weiter verarbeitet.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019419B (de) * 1952-11-25 1957-11-14 Cabot Godfrey L Inc Herstellung feinteiliger Oxyde der Metalle und Metalloide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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