CH338087A - Verfahren zur Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissen Wasser oder Milch geniessbaren Nahrungsmittelproduktes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissen Wasser oder Milch geniessbaren Nahrungsmittelproduktes

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CH338087A
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CH
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powder
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starch
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Spencer Templeton Ro Alexander
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Templeton Robert Alexander Spe
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B7/00Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
    • A23B7/02Dehydrating; Subsequent reconstitution
    • A23B7/022Dehydrating; Subsequent reconstitution with addition of chemicals before or during drying, e.g. semi-moist products

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissem Wasser  oder Milch geniessbaren Nahrungsmittelproduktes    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissem  Wasser oder Milch geniessbaren Nahrungsmittel  produktes. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,  dass man mindestens ein rohes     pflanzliches    oder tie  risches Nahrungsmittel, das eine     Zellstruktur    aufweist  und Eiweiss und/oder Stärke enthält, derart kocht, dass  die Eiweissstoffe und/oder die Stärke mindestens teil  weise abgebaut werden und dadurch die     Zellstruktur     weitgehend irreversibel verändert wird,

   dass man dann  das     gekcchte    Nahrungsmittel in feuchtem Zustand mit  einem stärkehaltigen     pflanzlichen    Pulver, dessen  Wassergehalt weniger als 50% beträgt, in solcher Menge  vermischt, dass der Wassergehalt der Mischung etwa       50 ö    nicht übersteigt, so dass die Würzstoffe, die in den  Säften des gekochten Nahrungsmittels enthalten sind,  von dem stärkehaltigen Pulver absorbiert werden, und  dass man schliesslich die Mischung trocknet.  



  Seit vielen Jahren sind verschiedene Verfahren vor  geschlagen und angewendet worden, um Gemüse und  andere Nahrungsmittel in Form von Trockenpulvern  zu erhalten, die, mit Wasser und/oder Milch versetzt,  Suppen ergeben.  



  Eine bei der Herstellung von solchen Produkten  auftretende Schwierigkeit besteht darin, dass es, wenn  das Trockenpulver zum Teil oder als Ganzes aus un  gekochtem Material bereitet wird, notwendig ist, das  Produkt nach dem Anrühren mit der Flüssigkeit und  vor dem Servieren einer abschliessenden Kochbehand  lung zu unterwerfen, um den Geschmack gekochter  Stoffe herbeizuführen. Aus diesem Grunde ist eine  Suppe, die ein solches Pulver enthält, nicht sofort nach  der Zugabe der Flüssigkeit zu dem Pulver gebrauchs  fertig.  



  Ein anderer Nachteil besteht darin, dass die haupt  sächlich in Frage kommenden Nahrungsmittel fast    sämtlich einen grossen Anteil an Wasser enthalten,  weshalb sie einer starken Trocknung unterworfen wer  den müssen, mit dem Ergebnis, dass eine bedeutende  Menge an     Aromastoffen    und eventuell an Nährstoffen  durch den     Trockenprozess    verlorengeht oder in uner  wünschter Weise verändert wird.  Um die erste erwähnte Schwierigkeit zu überwinden,  ist es nötig, das Nahrungsmittel zuerst zu kochen, bevor  es getrocknet wird, so dass es, wenn das Trockenpulver  bei seiner Verwendung mit der Flüssigkeit versetzt  wird, keines weiteren oder abschliessenden     Kochens     mehr bedarf, sondern dass die Zubereitung sofort  gebrauchsfertig ist.  



  Diese Forderung führt aber zu einer weiteren  Schwierigkeit. Die Wirkung des     Kochens    auf einige  Nahrungsmittel und besonders auf manche Gemüse  arten besteht darin, dass sie stärke     Änderungen    der  zellularen Struktur der Nährmittel und in der Natur  und in der Bindungsart ihres Wassergehaltes bewirkt.  Infolgedessen ist es nicht leicht, das gekochte und daher  in den erwähnten Punkten bereits weitgehend ver  änderte Nahrungsmittel, z. B. Gemüse, ohne eine  weitere starke Veränderung der Struktur und ohne  Verschlechterung oder Verlust des Geschmackes und  des Nährwertes nun auch noch zu einem Pulver zu  trocknen.  



  Verschiedene Verfahren sind vorgeschlagen wor  den, nach welchen gekochte     Kartoffeln    oder andere  stärkehaltige Stoffe zu einem trockenen Pulver ver  arbeitet werden können, ohne dass hierbei eine deut  liche Zerstörung der Struktur eintritt. Solche trockene  Kartoffelpulver sind mit heissem Wasser und/oder  Milch zu Kartoffelbrei oder Kartoffelsuppen anzu  rühren, die ohne abschliessendes Kochen sofort ge  brauchsfertig sind.      Das Ausmass, in welchem solche Prozesse, die auf  die Herstellung eines Pulvers aus gekochten Kartoffeln  gerichtet sind, auch auf andere Nahrungsmittel, ins  besondere andere Gemüsearten, wie Zwiebeln, Karot  ten, rote Rüben und dergleichen angewendet werden  können, ist nicht bekannt.

   Wenn man die meisten  Gemüsearten mit der Kartoffel vergleicht, so scheint  es unwahrscheinlich, dass diese Verfahren weite An  wendungsmöglichkeiten bei andern Gemüsearten ha  ben können, und zwar wegen der unterschiedlichen  Strukturen, wie sie zwischen der einen und der andern  Gemüseart (z. B. Kartoffel und Zwiebel) und zwischen  Kartoffeln und andern Nahrungsmitteln bestehen, und  wegen des viel grösseren Wassergehaltes, der beim  Trocknen entfernt werden muss.  



  Es wurde nun gefunden, dass es viel günstiger,  praktischer und wirtschaftlicher ist, nicht zu versuchen,  das zur Herstellung gekochter Kartoffelpulver be  kannte Verfahren bei andern Gemüsen als Kartoffeln  oder andern Nahrungsmitteln anzuwenden, sondern  einen neuen Weg zur Herstellung von Pulvern von  gekochtem Gemüse oder andern Nahrungsmitteln       (gleichgültig,    ob als einzelne Substanz oder als eine  Mischung von Substanzen) einzuschlagen, indem man  die     Nährmittelsubstanz,    die man in Form eines Pulvers  gewinnen möchte, zunächst kocht, dann mit dem Pul  ver einer stärkehaltigen     pflanzlichen    Substanz mischt,  um das Wasser aufzusaugen, und die Mischung vor  sichtig trocknet.

   Als stärkehaltige     pflanzliche    Substanz  wird vorzugsweise Kartoffelpulver verwendet. Es kön  nen aber auch Getreidearten, Erbsen und Bohnen, und  andere stärkehaltige     pflanzliche    Substanzen in Form  trockener Pulver als     Aufsaugemittel    verwendet werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht somit,  das Verdampfen von Wasser aus dem Nahrungsmittel,  das man durch die Hitzebehandlung einem teilweisen  Abbau unterzogen hat, weitgehend     zu    vermeiden und  dadurch die völlige Zerstörung der     Zellstruktur    und  damit auch der Würz- und Geschmacksstoffe, soweit  sie beim vorangehenden Kochen noch erhalten ge  blieben sind, zu verhindern. Durch die     Zumischung     von mindestens einem trockenen, stärkehaltigen, vege  tabilischen Pulver erhält man ein wasserarmes Gemisch,  das sich bei niedriger Temperatur ohne Zersetzung  trocknen lässt.

   Das Produkt dieses     Trocknungsvor-          ganges    kann dann selbst wieder als stärkehaltiges,       pflanzliches    Pulver im Sinne der Erfindung verwendet  werden.  



  Es hat sich z. B. gezeigt, dass es, wenn man gekochte  Kartoffeln verwendet und diese mittels einer der be  kannten Methoden, bei der die zellulare Struktur im  wesentlichen erhalten bleibt, zu einem trockenen Pul  ver verarbeitet, möglich ist, ein Suppenpulver aus  gekochten Tomaten herzustellen, indem man gekochte  Tomaten     portionenweise    zu dem Kartoffelpulver zu  gibt und die Mischung jeweils zu einem Pulver trock  net.

   Durch die     portionenweise    Zugabe der gekochten  Tomaten kann man leicht ein Pulver erhalten, das  schliesslich sogar bis zu einem Ausmass von nahe an  100% aus gekochten Tomaten besteht, wobei die Zu-         gabe    der gekochten Tomaten entweder in     Interwallen     im Laufe der Trocknung in der gleichen Einrichtung  oder getrennt davon stattfinden kann.  



  Ein besonderer Vorteil des Verfahrens der Erfin  dung besteht darin, dass der bekanntlich im Verlauf der  Verdampfung sonst eintretende Verlust von Aroma  stoffen beträchtlich vermindert werden kann. Es ist  wahrscheinlich, dass die Wirkung der trockenen Zellen,  z. B. des Kartoffelpulvers, darin besteht, dass die ge  kochten, feuchten Tomaten sofort mit einem Stoff in  Berührung gebracht werden, der die     halbflüssige     Tomatensubstanz aufnimmt und festhält und dadurch  die für das Tomatenaroma typischen Faktoren ent  stehen lässt.

   Auf jeden Fall steht fest, dass in dem fol  genden     Verdampfungsvorgang    der Mischung diese  Geschmacksfaktoren durch das Kartoffelpulver hart  näckiger festgehalten werden als wenn das Wasser  aus den gekochten Tomaten selbst mittels üblicher  direkter Verfahren zur Herstellung trockener Gemüse  pulver verdampft wird.  



  Ein anderer Vorteil besteht darin, dass die trockenen  Kartoffelzellen, wenn sie der Bearbeitung oder Druck  behandlung oder beiden gleichzeitig nach Zugabe von  gekochten Tomaten unterworfen werden, einen be  trächtlichen     Einfluss    bei der Durchdringung und Zer  teilung des ziemlich schlammigen, gekochten Tomaten  fleisches zu einer pulverigen Substanz haben, die für  den folgenden     Trockenprozess    geeigneter ist.  



  Bei dieser Behandlung werden ausserdem, wie sich  gezeigt hat, die Häute und Kerne der gekochten To  maten vollständig vom Fleisch abgetrennt und man  kann sie leicht vom Trockenpulver in einer folgenden  Behandlungsstufe durch z. B. Sieben oder Absaugen  entfernen. Es wurde daher gefunden, dass das Ver  fahren völlig befriedigend durchgeführt werden kann,  ohne dass es notwendig ist, die Tomaten vor dem Ko  chen zu enthäuten, obwohl man gegebenenfalls eine  vorherige     Enthäutung    durchführen oder anderseits in  manchen Fällen auf das Zerdrücken und Zerkleinern  der gekochten Gemüse verzichten kann.  



  Die gekochten Gemüse können selbstverständlich  vor der Zugabe zum Kartoffelpulver durch irgendeine  Art der Zerteilung oder des     Zerdrückens    zerkleinert  werden, z. B. durch einen Quetsch- oder Schneide  vorgang nach irgendeiner üblichen Standardmethode.  



  Es können auch verschiedene gekochte Gemüse  arten oder andere gekochte Nahrungsmittel nach dem  erfindungsgemässen Verfahren behandelt werden, wo  durch ein zusammengesetztes gekochtes Trockenpulver  entsteht. Dabei hat es sich ebenfalls gezeigt, dass so  wohl die Intensität des Aromas und Geschmackes als  auch die Feinheit der Mischung der verschiedenen  Geschmacksstoffe deutlich durch die Absorption der       Aromastoffe,    durch schrittweise Verdampfung und  durch zunehmende innige Vermengung der Stoffe ver  stärkt werden kann.  



  Es ist auch möglich, ungekochte Nahrungsmittel,  z. B. rohe Gemüse, entweder in feuchter oder trockener  Form, zuzufügen, wenn ein spezieller natürlicher Ge  schmack besonders erwünscht ist. In diesem Falle soll      die ungekochte Substanz, wenn in feuchter     Fcrm     zugefügt, vorzugsweise zuerst in relativ kleine Teilchen  zerlegt werden, so dass man die     Zusatzstoffe    z. B. durch  ein Drahtsieb mit 20 Maschen pro cm oder mit einem  niedrigeren     BSI-Standard    durchpassiert. Wenn die  ungekochte Substanz in trockener Form zugefügt wird,  ist die vorherige Zerkleinerung der trockenen Substanz  vom Standpunkt der Geschmacksbildung aus weniger  wichtig.  



  Damit das Nahrungsmittelprodukt ohne voran  gehendes Kochen geniessbar ist, sollten die zusätzlichen  ungekochten Nahrungsmittel 30% des     Gesamtgewich=          tes    des endgültigen Trockenpulvers nicht überschreiten.  



  In allen Fällen können die erfindungsgemäss er  hältlichen Produkte, um die Ungleichheit der Teilchen  grösse auszugleichen, schliesslich gemahlen und zum  selben Zweck auch gesiebt werden. Es ist einleuchtend,  dass man jede gewünschte Würze oder Geschmacks  zutat (wie Salz,     Mononatriumglutamat,    Fleischextrakt,  Fleisch) im Laufe der Trocknung oder im Falle trocke  ner Geschmacksstoffe zum trockenen Endprodukt zu  fügen kann.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können  insbesondere folgende Nahrungsmittel verarbeitet wer  den:  Früchte, Fleisch, Sellerie, Zwiebeln, rote Rüben,  Karotten,     Pastinak,    schwedische Steckrüben, Tomaten,  Erbsen, Kohl und Spinat.  



  Es ist zweckmässig, die Trocknung so durchzu  führen, dass die Temperatur des Produktes sich mög  lichst unter 50  C hält und dass in dem Falle, in dem  das Nahrungsmittel einen Prozentsatz an Fett enthält,  wie im Falle von Fleisch, die Temperatur des Produk  tes möglichst unter dem Schmelzpunkt dieses Fettes  bleibt.  



  <I>Beispiel 1</I>  Tomaten werden so lange erhitzt, bis das in ihnen  enthaltene Eiweiss weitgehend abgebaut und ein teil  weiser Zerfall der     Zellstruktur    eingetreten ist. 40 kg des  auf diese Weise erhaltenen fein zerteilten gekochten  Tomatenbreies mit einem Wassergehalt von etwa 90%  werden zu 50 kg Kartoffelpulver mit einem Wasser  gehalt von etwa     8 /p    hinzugefügt. Das     Kartoffelpulver     und die Tomaten werden kräftig miteinander ver  mischt und einer Trocknung in einem üblichen zylind  rischen     Dampfmanteltrockner    unterworfen, der im  Innern eine Vorrichtung zur Bewegung der erhaltenen  Mischung enthält.

   Die Temperatur des Dampfes wird  so einreguliert, dass die Temperatur der Mischung im  Verlauf der Trocknung niemals über 50  C ansteigen  kann. Die Trocknung wird fortgeführt, bis der Feuch  tigkeitsgehalt der Mischung von gekochten Tomaten  und     Kartoffelpulver    auf 20 Pfund reduziert worden ist,  d. h. bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von ungefähr       17 g0.     



  Zu dem Trockenpulver aus dem oben beschriebenen  Verfahren, das 46 kg     Kartoffelpulver-Festbestandteile     und 4 kg     Tomatenpulver-Bestandteile    enthält, werden  50 kg gekochter Tomaten zugegeben, kräftig gemischt    und in der gleichen Weise getrocknet, bis man wieder ein  Pulver mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 17% erhält.  



  Die obige Art der Zugabe gekochter Tomaten zu  dem Trockenpulver der vorhergehenden Trocknung  wird weiter fortgeführt, wobei darauf geachtet wird,  dass die erhaltene, zu trocknende Mischung niemals  einen Feuchtigkeitsgehalt von ungefähr 50% über  schreitet, bis das endgültige Pulver ein Verhältnis von  ungefähr 49 kg Tomaten und 1 kg     Kartoffeln,    bezogen  auf die Trockensubstanz, enthält. Die abschliessende  Trockenoperation wird so lange durchgeführt, bis der  Feuchtigkeitsgehalt auf 8% reduziert ist. Das Gewicht  des endgültigen Trockenpulvers beträgt ungefähr  2300 kg. Die nicht vollständig     pulverförmigen    Anteile,  wie die noch vorhandenen Häute der Tomaten und  die Kerne, können durch eine abschliessende     Siebung     entfernt werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  In diesem Beispiel ist das Verfahren dasselbe wie  in Beispiel 1 mit der Annahme, dass die Zugabe der  gekochten Tomaten unterbrochen wird, sobald das  Trockenpulver einen Tomatengehalt von 70%, bezogen  auf die Trockenmasse, erreicht hat; die abschliessende  Trocknung wird dann weiter fortgeführt, bis der  Feuchtigkeitsgehalt auf 8% reduziert worden ist.  



  Wenn normalerweise auch ein Feuchtigkeitsgehalt  von 8% vorgezogen wird, kann die Trocknung doch  weiter fortgeführt werden, bis ein Feuchtigkeitsgehalt  von nur 4 oder 5% erreicht ist. Der Feuchtigkeits  gehalt des endgültigen Trockenpulvers sollte unter  etwa 15% betragen, um ein mögliches Verderben des  Pulvers bei der Lagerung zu verhindern. Anstelle der  Zugabe der gekochten Tomaten in einzelnen Partien  und folgender Trocknung der erhaltenen Mischung  kann das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wer  den, indem die gekochten Tomaten zu dem Trocken  zylinder während der Trocknung laufend zugefügt  werden, wobei zu beachten ist, dass die Mischung  während der Trocknung niemals einen Feuchtigkeits  gehalt von 50% überschreitet.

      <I>Beispiel 3</I>  Dieses Beispiel wird in der gleichen Weise wie  Beispiel 2 durchgeführt mit der Ausnahme, dass 5 kg  fein zerteilter gekochter Zwiebeln mit einem Feuchtig  keitsgehalt von 90% zu der Mischung von     Kartoffeln     und Tomaten vor der abschliessenden Trocknung zu  geführt werden, um dem endgültigen Trockenpulver  einen Zwiebelgeschmack zu verleihen.  



  <I>Beispiel 4</I>  Dieses Beispiel entspricht dem Beispiel 3, aus  genommen dass anstelle der Zugabe gekochter Zwie  beln vor der endgültigen Trocknung 12,5 kg fein zer  teilter gekochter Sellerie mit 92% Feuchtigkeitsgehalt  zu der     Kartoffel-Tomaten-Mischung    zugeführt wer  den, um dem Endprodukt einen Selleriegeschmack zu  verleihen.  



  Anstelle der Zugabe von Sellerie oder von Zwiebeln  vor der abschliessenden Trocknung können diese      gegebenenfalls jederzeit zugefügt werden, nachdem die  Mischung einen hohen Tomatengehalt, z. B. eine  Konzentration von ungefähr 60% erreicht hat.  



  <I>Beispiel 5</I>  Es wird in der gleichen Weise vorgegangen, wie in  den Beispielen 3 und 4 angegeben, mit der Ausnahme,  dass     10/"    roher, zuvor getrockneter und fein zerteilter  Zwiebeln und 2,5% roher, zuvor getrockneter und fein  zerteilter Sellerie der     Kartoffel-Tomaten-Mischung    zu  gefügt werden.  



  Anstelle der Herstellung eines Pulvers, das in erster  Linie ein einzelnes Nahrungsmittel ausser Kartoffeln  enthält, oder eines Pulvers, das aus Kartoffeln und  hauptsächlich einer andern Nährsubstanz besteht,  können Pulver bereitet werden, welche eine Anzahl  verschiedener Gemüse oder anderer Nahrungsmittel  enthalten. Man     kann'z.    B. ein Pulver bereiten, das alle  Gemüsearten enthält, die normalerweise bei der Her  stellung einer Gemüsesuppe verwendet werden.  



  Pulver von Früchten können in gleicher Weise, wie  sie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben wur  den, hergestellt werden. So kann man ein Apfelpulver  zur Verwendung bei der Herstellung einer Apfelsauce  bereiten. In ähnlicher Weise können Pulver, die Fleisch  extrakt oder pulverisiertes Fleisch selbst enthalten,  hergestellt werden. Wenn aber fein zerschnittenes  Fleisch selbst zugefügt wird, sollte man während der  Trocknung darauf achten, dass die Temperatur der  Mischung während der Trocknung unter dem Schmelz  punkt des Fettes gehalten wird.  



  Es wurde gefunden, dass, wenn Mischungen von  Kartoffelpulver und andern Nahrungsmitteln, welche  eine ausgesprochene Haut aufweisen, wie Tomaten und  Äpfel, in dem Trockner bewegt werden, die Häute  solcher anderer Nahrungsmittel eine Schicht auf der  Oberfläche der Mischung bilden, wodurch die meisten  von ihnen durch Absaugen oder je nach Wunsch in  anderer Weise entfernt werden können, bevor man das  endgültige Pulver erhält. Nach der endgültigen Trock  nung des Produktes kann dieses in geeigneter Weise  gemahlen weiden, um ein Pulver mit gewünschter  Feinheit zu erhalten.

   Für die meisten Anwendungen  wird das Trockenendprodukt zweckmässig so lange  gemahlen, bis das gesamte Pulver ein     60-Maschensieb     passiert, ungefähr     20 /o    von einem     80-Maschensieb     und ungefähr 50% von einem     100-Maschensieb    zurück  gehalten werden und der Rest, der ungefähr 30%  beträgt, das     100-Maschensieb    passiert.  



  Das erfindungsgemäss erhältliche Produkt ist be  sonders geeignet für die Herstellung von Cremesuppen,  Pürees und     Kindernährmitteln.     



  Während für spezielle Zwecke das Endprodukt fast       ganz    aus einem andern Nahrungsmittel als Kartoffeln  bestehen kann, wird es normalerweise mindestens 10%  oder vorzugsweise 15% oder 20% Kartoffeln enthalten.  Wenn das Pulver für die Bereitung von Cremesuppen  verwendet werden soll, ist ein Kartoffelgehalt von un  gefähr     22 /o    angebracht, um der Suppe die erwünschte       Sämigkeit        zu    verleihen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissem Wasser oder Milch geniessbaren Nahrungsmittelproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens ein rohes pflanzliches oder tieri sches Nahrungsmittel, das eine Zellstruktur aufweist und Eiweiss und/oder Stärke enthält, derart kocht, dass die Eiweissstoffe und/oder die Stärke mindestens teil weise abgebaut werden und dadurch die Zellstruktur weitgehend irreversibel verändert wird, dass man dann das gekochte Nahrungsmittel in feuchtem Zustand mit einem stärkehaltigen pflanzlichen Pulver, dessen Was sergehalt weniger als 50% beträgt, in solcher Menge vermischt, dass der Wassergehalt der Mischung etwa 50% nicht übersteigt,
    so dass die Würzstoffe, die in den Säften des gekochten Nahrungsmittels enthalten sind, von dem stärkehaltigen Pulver absorbiert werden, und dass man schliesslich die Mischung trocknet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass noch ein rohes Nahrungsmittel dem stärkehaltigen Pulver in solcher Menge zugefügt wird, dass es nicht mehr als 30 /o des Trockenendproduktes ausmacht. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rohe Nahrungsmittel zerkleinert wird, bevor man es dem Pulver zugibt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Mischung vor der abschliessenden Trocknung fein zerteilt wird. 4.
    Verfahren nachPatentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als stärkehaltiges pflanzliches Pulver Kartoffelpulver verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das gekochte Nahrungsmittel dem stärke haltigen Pulver in solcher Menge zugefügt wird, dass der Feuchtigkeitsgehalt der erhaltenen Mischung 50 ä nicht überschreitet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Temperatur des Produktes während dessen Trocknung unterhalb 50 C gehalten wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Trocknung des Produktes so lange durchgeführt wird, bis es einen Wassergehalt von weniger als 15% aufweist. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das gekochte Nahrungsmittel dem stärke haltigen Pulver in mehreren einzelnen Gaben zugefügt wird, wobei jeder Zugabe ein Trocknungäprozess nachfolgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das gekochte Nahrungsmittel dem stärke haltigen Pulver kontinuierlich zugefügt wird, wobei der gesamte Wassergehalt der Mischung nicht über 50 , ansteigen darf.
CH338087D 1953-12-24 1953-12-24 Verfahren zur Herstellung eines trockenen, nach Zusatz von heissen Wasser oder Milch geniessbaren Nahrungsmittelproduktes CH338087A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4587130A (en) * 1982-12-10 1986-05-06 Cpc International Inc. Storable product which can be whipped up to a dessert mousse, and a process for its preparation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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