Vorhangschiene mit in dieser längsverschiebbaren Innengleitern Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorhangschiene mit in dieser längsverschieb baren Innengleitern.
Bei den bisher bekannten Vorhangschienen und mit diesen zusammenwirkenden Rollrin gen bestand ein Nachteil darin, dass die Schiene verhältnismässig hoch ausgebildet werden musste und ausserdem ein durch die technische Konstruktion bedingter, verhält nismässig grosser Zwischenraum zwischen dein Vorhang und der Schiene notwendig war. Die bedeutende Schienenhöhe und der erwähnte grosse Zwischenraum zwischen Vorhang und Schiene bewirkten zusammen einen in Wohn- und Arbeitsräumen als störend empfundenen ästhetischen Effekt, den man gewöhnlich zu beheben versuchte.
Zu diesem Zwecke wurden vielfach Schienenformen verwendet, welche auf der Vorderseite einen nach unten ragen den Abdecksteg aufwiesen, welcher die Roll- ringe als auch den störenden Zwischenraum zwischen Schiene und Vorhang dem Be schauer verdeckten. Diese Lösung hat jedoch den Nachteil, dass die betreffenden Schienen profile verglichen mit andern, einfachen Schienenprofilen teuer sind und ferner der nun in den Vordergrund tretende Abdeck- Steg der Schiene architektonisch nach neueren Geschmacksrichtungen störend ist.
Ausserdem verursachen diese Rollringe beim Verschieben des Vorhanges das bekannte, störende und namentlich in Mehrfamilienhäusern unange nehme metallische Geräusch. Ausser diesen gebräuchlichen Rollring- systemen sind aber auch Gleitsysteme be kannt, bei denen in die Schiene eingesetzte Gleitkörper zum Tragen des Vorhanges vor handen sind, die zwar den Vorteil der Ge räuschlosigkeit, anderseits aber auch bedeu tende Nachteile haben.
Bei einem ersten der artigen an sich bekannten Gleitsystem besteht ein Nachteil in der komplizierten Montage der Schiene, für welche teure Spezialwerkzeuge und Spezialschrauben und in . der Schiene Senklöcher notwendig sind, so dass in der Regel nur der Fachmann in der Lage ist, diese Schienenmontage vorzunehmen. Ausser dem ist das Annähen des Vorhanges an den aus konstruktiven Gründen sehr klein gehal tenen Gleitkörpern sehr mühsam.
Ein weite rer Nachteil besteht darin, dass für eine Schienenmontage an einer Wand - statt an einer Decke - eine andere Gleitkörperausbil- clung notwendig ist, so dass also die Zahl der Zubehöre grösser und Lagerhaltung und Ver trieb kostspieliger werden: Ausserdem weist das üblicherweise ver wendete Schienenprofil einen geringen Biege widerstand auf, so dass eine freitragende Montage wegen des auftretenden Durchhän- ges nicht möglich ist.
Ein anderes bekanntgewordenes Gleit- system hat den Nachteil, dass die Ausbildung der Gleiter für die praktischen Bedürfnisse ungenügend und kompliziert ist. Infolge des tiefen Ansatzes der Befestigungsöse entsteht ein besonders grosser, in ästhetischer Hinsicht störender Zwischenraum zwischen Vorhang und Schiene.
Ein weiterer Nachteil .ist auch hier, dass für Decken- und Wandmontage i erschiedene Gleiter notwendig sind. Die kon- struktive Ausbildung der Gleiter bedingt Senkschrauben für die Schienenbefestigung, so dass zusätzliche Arbeitsgänge für das An senken notwendig sind.
Ausserdem erfordern diese Gleiter relativ- viel Material, so dass sie demzufolge in der Herstellung sehr teuer sind.
Mit der vorliegenden Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden. Die Vor hangschiene mit in dieser längsverschiebbaren Innengleitern ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene als längsgeschlitztes Hohlprofil ausgebildet ist, welches eine grössere Breite als Höhe hat und die je aus einem einzigen Kunststoffteil bestehenden Innengleiter im Querschnitt angenähert X-förmig gestaltet sind, wobei je zwischen zwei sich in Schienen längsrichtung erstreckenden,
auf der Innen- und Aussenseite der Schiene befindlichen Schenkeln eine als Gleitfläche für die Trag flansche der Vorhangschiene bildende Ein kerbung vorhanden ist und ein aus der Schiene herausragender Teil des Innenglei ters eine Befestigungsöse für die Vorhang- schlaufe oder sonstige Befestigungsorgane bildet und die Distanz zwischen dem -dem Vorhang zugewandten Ende der Ösenöffnung und einer an die ausserhalb der Schiene lie genden Schenkel angelegte Ebene geringer ist als die Schienenhöhe zwecks Befestigung des
Vorhanges möglichst nahe an der Schiene.
Dadurch-ist es möglich geworden, erstens die Schienenabmessungen wesentlich zu redu zieren, so dass diese Schiene infolge ihrer nur noch geringen Höhe für den Beschauer nicht mehr auffällt und gänzlich in den Hinter grund tritt und zweitens mit dem Vorhang so nahe an die Schiene heranzurücken, dass der in ästhetischer Hinsicht als störend emp fundene Zwischenraum zwischen Vorhang und. Schiene nahezu ganz verschwindet, so dass besondere Vorkehrungen zur Abdeckung wegfallen können.
Somit können teure Schie- nenformen mit auf der Vorderseite herunter ragendem Abdecksteg vermieden werden. Ausserdem sind die gleichen Gleitkörper so wohl für Schienen, welche an horizontalen als auch an vertikalen Wänden montiert wer den, verwendbar, wodurch die Herstellung, Lagerhaltung und Verwendung vereinfacht und rationalisiert wird.
Ein weiterer Vorteil der Gleitkörper besteht darin, dass der Vor hang an ihnen - trotz ihrer gedrängten Bau art - leicht angenäht resp. auf sonstige Weise befestigt werden kann und dass zu ihrer Herstellung nur eine vergleichsweise geringe Materialmenge notwendig ist, weshalb solche Gleitkörper preisgünstig fabriziert werden können. Ausser der weitgehenden Geräusch freiheit haben solche Gleitkörper die vorteil hafte Eigenschaft, dass sie namentlich bei an senkrechten Wänden montierten Schienen in folge des sehr kurzen wirksamen Hebelarmes nicht zum Klemmen neigen und sich selbst bei schweren Vorhängen in der Vorhang schiene leicht verschieben lassen und eine lange Gebrauchsdauer gewährleisten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Schiene auch freitragend montiert. werden kann.
Ein weiterer für die Praxis wichtiger Vor teil ist gemäss einer Ausführungsvariante schliesslich darin zu erblicken, dass trotz der stark reduzierten Schienenhöhe für die Be- festigung der Schiene handelsübliche Rund kopfschrauben verwendet werden können, wie sie in Haushaltungen üblich und in jeder Eisenwarenhandlung ohne weiteres käuflich sind.
Somit wird nicht nur der Fachmann, sondern auch eine Hausfrau in die Lage ver setzt, solche Vorhangschienen mit einem nor malen Schraubenzieher zu montieren, wobei selbst etwas schräg eingeschraubte Schrauben keinen nachteiligen Effekt haben, da durch die konkave Ausbildung der der Öse abge kehrten Gleiterseite ein genügender Zwischen- raten zwischen dem vorstehenden Kopf der Schraube und dem Gleitkörper geschaffen ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei- spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht eines Gleit- körpers mit Befestigungselementen für den Vorhang.
Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch eine an einer senkrechten Wand montierte Vor hangschiene mit in ihr eingesetzten Innen gleitern dar.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine an einer Decke montierte Vorhangschiene mit eingesetzten Innengleitern.
Die je aus einem einzigen Kunststoffstück bestehenden Innengleiter 1, welche einen an nähernd X-förmigen Querschnitt aufweisen, gleiten in einer als längsgeschlitztes Hohl profil ausgebildeten Vorhanghohlschiene 2. Diese wird mittels Riuldkopfschrauben 3 an einer senkrechten Wand oder an einer Decke befestigt. Diese Schiene 2 hat eine grössere Breite ss als Höhe H und die Breite C des sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden Schlitzes ist grösser als die lichte Schienen höhe H', aber schmäler als die Innengleiter länge L.
Um die Schienenhöhe möglichst niedrig zu halten unter gleichzeitiger Verwendung von im Schieneninnern vorstehenden Rund kopfschrauben 3 für die Schienenbefestigung, ist die der Befestigungsöse abgewandte Seite 7.5 der Innengleiter zwischen den Schenkeln 1.1 mit einer länglichen konkaven Ausbildung versehen. Zwischen je zwei parallelen, sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden und sich auf der Innen- und Aussenseite der Schiene befindlichen Schenkeln 10, 14 ist eine als Gleitfläche für die Tragflansche 4 der Vorhangschiene dienende Mulde oder Einkerbung 5 vorhanden. Der Innengleiter 1 ist zwischen diesen beiden Tragschenkeln 4 mit geringem Spiel gehalten und in Schienen längsrichtung leicht verschiebbar.
Die Ver schieberichtung ist in Fig. 1 durch den Dop pelpfeil El angedeutet. Der aus der Schiene herausragende, eine Befestigungsöse bildende Steg 9 begrenzt eine längliche Öffnung 6, so dass der Vorhang mittels der Vorhangschlaufe 8 oder eines Einhängeorgans 11 leicht befe stigt werden kann. Die Öffnung 6 ist derart ausgebildet, dass die Distanz a zwischen dem dem Vorhang 7 zugewandten Ende der Ösen- öffnung 6 und einer an die ausserhalb der Schiene 2 liegenden Schenkel 10 angelegten Ebene F geringer ist als die Schienenhöhe H.
Ausserdem ist die Distanz a geringer als der Abstand b der Ebene F von den in der Schiene 2 liegenden Schenkelenden. Eine an das dem Vorhang--7 zugewandte Ende der Ösenöffnung 6 und an einen der Schenkel 10 gelegte Gerade K schliesst mit der an die Tragschenkel 4 angelegte Ebene G einen Win kel a von weniger als 45 eile. Dadurch ist es möglich, den Vorhang sehr nahe an der Schiene zu befestigen, wobei trotzdem ver mieden werden kann, dass dieser- an der Schiene reibt und im Laufe der Zeit beschä digt werden könnte.
Diese Öffnung 6 erstreckt sich somit beidseitig einer an die aus der Schiene herausragenden Schenkel 10 ange legten, gedachten Ebene F und das dem Vor hang abgewandte Öffnungsende liegt etwa in der Höhe der engsten Stelle des Innengleiters, das heisst bei einer Ebene E, welche durch die engste Stelle zwischen den Einkerbungen 5 (bei rechteckigen Einkerbungen durch die Mitte derselben) parallel zur Schenkellängs richtung verläuft.
Die Ösenöffnung erstreckt sich in Schienenlängsrichtung und der Ösen steg 9 an der L7bergangsstelle zu den Sehen lzeln erstreckt sich nur über einen Teil der Gleitkörperlänge L, wobei seine Breite an seiner schmalsten Stelle - die zweckmässiger weise dem Vorhang zugewandt ist - weniger als die Hälfte der Länge L beträgt, wodurch das Annähen des Vorhanges erleichtert wird, oder ein ringförmiges Einhängeorgan 11 leicht eingehängt werden kann.
Bei den an der Decke montierten Schienen ist es gemäss Fig. 3 üblich, dass der Vorhang direkt mit den Gleitkörpern durch einen Faden oder dergleichen verbunden wird. Da die Breite des ösensteges geringer ist als die Gleitkör- perlänge L entstehen beim Übergang des Steges 9 zu den Schenkeln 10 Schultern, gegen welche das Einhängeorgan 11 anliegt, wodurch verhütet wird, dass dieses an der Schiene reiben kann.
Das vorzugsweise aus Metall bestehende Einhängeorgän weist eine längliche Form auf und ist. geschlitzt, damit es nachträglich bequem montiert werden kann. Das Einhängeorgan 11 und der an diesem eingehängte Bügel 12 wird nur dann verwendet, wenn die Schiene an einer senk rechten Wand montiert ist, wobei das Ein hängeorgan senkrecht nach unten ragt, und zwar auch dann, wenn der Innengleiter - in der Ebene E - um 180 verdreht in die Schiene eingesetzt würde. Am Bügel 12 wird der Vorhang 7 durch einen Faden an meh reren Stellen angenäht.
Im montierten Zu stand reicht der Vorhang 7 somit über die Vorhangschiene 2 hinaus und verdeckt diese, so dass sie bei geschlossenem Vorhang von vorn nicht sichtbar ist. Dieser Innengleiter erlaubt somit die Bildung eines sogenannten Flämischen Kopfes . Das Einhängeorgan könnte auch eine andere Form als in der Zeichnung dargestellt haben und beispiels weise als Klammer ausgebildet sein, wobei der Vorhang auch direkt mit dieser verbunden werden könnte.
Der Innengleiter und die Schiene können somit wahlweise entweder für Schienen, welche an einer Decke oder an einer senkrechten Wand befestigt werden, verwendet werden, wodurch die Verwen dungsmöglichkeit der Innengleiter und der Schiene erheblich gesteigert werden, und zwar ohne dass er in einer der Lagen zum Klemmen neigen würde.
Da - das Einhängeorgan 11 an dein eine Schulter bildenden untern Schenkel 10 an liegt (Fug. 2), wird eine Berührung desselben und des Hakens 12 finit der Vorhangschiene vermieden und damit eine weitgehende Ge räuschfreiheit erreicht. Beim Öffnen oder Schliessen des Vorhanges 7 kann sich das Einhängeorgan in einer Parallelebene zur Befestigungswand 13 verschwenken, so dass sich der Innengleiter keinesfalls verklemmen kann.