CH331864A - Verfahren zur Behandlung von Abwasser-Klärschlamm zwecks Erzeugung von Trockenschlamm - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Abwasser-Klärschlamm zwecks Erzeugung von Trockenschlamm

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CH331864A
CH331864A CH331864DA CH331864A CH 331864 A CH331864 A CH 331864A CH 331864D A CH331864D A CH 331864DA CH 331864 A CH331864 A CH 331864A
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sludge
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Ernst Dipl Ing Gfeller
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Buss Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor

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  • Hydrology & Water Resources (AREA)
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Description


  Verfahren zur Behandlung von     Abwasser-Klärschlamm    zwecks Erzeugung  von Trockenschlamm    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Behandlung von     Abwasser-          Klärschlamm    zwecks Erzeugung von     Trok-          kenschlamm,    bei welchem Verfahren ohne  Anwendung von Chemikalien gearbeitet wird.  Der Klärschlamm kann frisch oder     ausgefault     sein und aus Kläranlagen für häusliche und  industrielle Abwässer stammen.  



  Die zunehmenden Schwierigkeiten in der  Verwertung der Klärschlämme als Dünger  führt dazu,     dass    diese mehr und mehr durch  Verbrennung beseitigt werden müssen. Dazu  müssen die Schlämme vorerst getrocknet  werden. Dabei wird so vorgegangen,     dass    der  frische oder     ausgefaulte    Abwasserschlamm  zuerst auf     Vakuumsaugfiltern    bekannter Bau  art     vorentwässert    und anschliessend in be  heizten Trockentrommeln oder     Etagentrock-          nern    getrocknet wird. Dabei ist besonders die       Vorentwässerung    auf Vakuumfiltern durch  die schlechte Filterfähigkeit des Schlammes  mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.

    Um den Schlamm filterfähig zu machen, ist  die Zugabe von beträchtlichen Mengen     Fäll-          mittel,    wie Eisensulfat, Eisenchlorid und  Kalk, notwendig. Der gesamte Chemikalien  bedarf schwankt bei frischem oder bei     aus-          gefaultem    Schlamm<B>je</B> nach Beschaffenheit  zwischen<B>10</B> und     200/",    bezogen auf das Ge  wicht der wasserfreien Substanz. Trotz dieser       Fällmittelzugabe    ist es notwendig, die Filter  apparate nach kürzerer oder längerer Be-         triebszeit    zu reinigen und die Filterbespan  nungen infolge Verschleiss zu ersetzen. Es ist  dies eine unangenehme und unhygienische  Arbeit.

   Diese     öftere        Ausserbetriebsetzung    der  Filter erfordert zur Aufrechterhaltung eines  ununterbrochenen Betriebes die Bereitstel  lung einer     ausieichenden    Anzahl Reserve  filter  Der Wassergehalt im filtrierten Schlamm  beträgt normalerweise     65-700/,.    Bei der  Trocknung in Trockentrommeln oder     Etagen-          trocknern    neigt der Schlamm zu     Knollen-          bildung,    wodurch eine gleichmässige Trock  nung erschwert wird. Die mechanischen Ein  richtungen zur Fortbewegung des Trocken  gutes unterliegen grossem Verschleiss, der  durch den     Chemikallenzusatz    noch erhöht  wird.

   Durch die Zugabe von grossen Mengen  Chemikalien, die für die Filtration nötig sind,  wird der brennbare Anteil des Trockengutes,  welcher ohne diese Zusätze nur etwa<B>500/,</B>  beträgt, weiter vermindert, so     dass    das     Trok-          kengut    für eine gute Verbrennung noch un  geeigneter wird.  



  Durch die vorliegende Erfindung sollen  nun diese Mängel beseitigt werden, und zwar  dadurch,     dass    der Klärschlamm in dünner  Schicht auf sich bewegenden Heizflächen  ruhend getrocknet und dann abgeschabt  wird.  



  Im folgenden sei nun dieses Verfahren an  Hand der vorliegenden Zeichnung, die eine      zur Durchführung des Verfahrens geeignete  Anlage zeigt, beispielsweise erläutert, und  zwar ausgehend von frischem Klärschlamm.  



  Der frische Klärschlamm     KS    aus den     Ab-          setzbecken    und der Nachreinigung weist nor  malerweise einen Wassergehalt von etwa<B>95</B>     0/.     auf und kann gröbere Bestandteile enthalten.  Er wird deshalb vorerst einer Zerkleinerungs  vorrichtung<B>1</B> zugeführt.

   Anschliessend wird  der Schlamm in einem     Entgasungsapparat    2  einerseits durch Erhitzen auf Siedetempera  tur entgast und anderseits sterilisiert und       koagulierfähige    Stoffe zum Koagulieren ge  bracht. Über eine Pumpe<B>3</B> gelangt der heisse,  entgaste Schlamm in ein     Durchlauf-Dekan-          tiergefäss    4, in welchem noch Wasser ab  geschieden und der Schlamm dadurch an  gereichert wird. Aus dem     Dekantiergefäss     fliesst der Schlamm zu einem Trockner<B>5,</B> in  welchem er auf ein Trockengut mit normaler  weise 10-20<B>%</B> Feuchtigkeit in einem Arbeits  gang getrocknet wird.

   In diesem Trockner  wird der Schlamm in dünner<B>A</B>     chicht    (Schicht  dicke höchstens<B>5</B> mm) auf eine beheizte  rotierende Walze aufgetragen und in trocke  nem Zustand durch Messer abgeschabt. Hier  auf wird das Trockengut     TR    aus dem Trock  ner durch Schleusen oder Stopfschnecken  bekannter Bauart aus dem Trockengehäuse  entleert. Die beheizte Walze ist in einem ge  schlossenen Gehäuse untergebracht, so     dass     die abgehenden     Brüdendämpfe    abgefangen  werden können.

   Diese Dämpfe werden in  einem Wäscher<B>6</B> gewaschen sowie getrock  net, hierauf mit einem     Thermokompressor   <B>7</B>  verdichtet und zur     Beheizung    der Trocken  walze des     Trockners   <B>5</B> verwendet. Das ganze    Verfahren wird somit ohne die Anwendung  von Chemikalien durchgeführt.  



  Für die Trocknung von     ausgefaultem     Klärschlamm     KS    wird die gleiche Anlage an  gewendet, wie vorstehend     beschriebenjedoch     mit dem Unterschied,     dass    die Zerkleinerungs  vorrichtung<B>1</B> und das     Dekantierbassin    4 ent  fallen.  



  Das mit dem     vorbesehriebenen    Verfahren  erhaltene Trockengut kann ohne Zusatz  brennstoff nahezu rauchfrei verfeuert werden  und beispielsweise zur Dampferzeugung die  nen. Das Trockengut kann auch als keim  freier Dünger verwendet werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Behandlung von Abwasser- Klärschlamm zwecks Erzeugung von Trok- kenschlamm, ohne Anwendung von Chemi kalien, dadurch gekennzeichnet, dass der Klärschlamm in dünner Schicht auf sich bewegenden Reizflächen ruhend getrocknet und dann abgeschabt wird. UNTERANSPRÜCHE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der bei Erwär mung des Klärschlammes auf den Heizflächen erzeugte Brüdendampf verdichtet und zur Beheizung der Heizflächen verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Klärschlamm vor dem Auf bringen auf die Heizflächen durch Aufkochen entgast wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Klärschlamm vor dem Aufbringen auf die Heizflächen durch Absetzenlassen verdichtet wird.
CH331864D 1955-05-26 1955-05-26 Verfahren zur Behandlung von Abwasser-Klärschlamm zwecks Erzeugung von Trockenschlamm CH331864A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1658041B1 (de) * 1966-06-15 1971-08-26 Torkapp R Ab Verfahren zur Trocknung von Klaerschlamm aus gewerblichen und haeuslichen Abwaessern sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1658041B1 (de) * 1966-06-15 1971-08-26 Torkapp R Ab Verfahren zur Trocknung von Klaerschlamm aus gewerblichen und haeuslichen Abwaessern sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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