CH329053A - Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren - Google Patents

Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren

Info

Publication number
CH329053A
CH329053A CH329053DA CH329053A CH 329053 A CH329053 A CH 329053A CH 329053D A CH329053D A CH 329053DA CH 329053 A CH329053 A CH 329053A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
rubber
compression
dispersion
foam
untreated
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Talalay Anselm
Coffey Daniel
Talalay Anton
Original Assignee
Talalay Anselm
Coffey Daniel
Talalay Anton
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Talalay Anselm, Coffey Daniel, Talalay Anton filed Critical Talalay Anselm
Publication of CH329053A publication Critical patent/CH329053A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C71/00After-treatment of articles without altering their shape; Apparatus therefor
    • B29C71/0009After-treatment of articles without altering their shape; Apparatus therefor using liquids, e.g. solvents, swelling agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2105/00Condition, form or state of moulded material or of the material to be shaped
    • B29K2105/04Condition, form or state of moulded material or of the material to be shaped cellular or porous

Landscapes

  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description


  



  Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren    Dièse      Erfinclimg bezieht sich auf    einen   ofienzelligen      Schaumgummiartikel,    der dadurch gekennzeichnet ist, dass er auf seinen ZellwÏnden eine   Abscheidung    eines versteifend wirkenden Materials aufweist, sowie auf ein   Herstellungsverfahren für solche Schaum-    gummiartikel.



   Es ist von Bedeutung, dass man bei erfin   dungsgemässen Artikeln im Verhältnis zu      einem gegebenen Materialgewieht    einen hohen    Widerstand gegen Verformung durch Druck-    krÏfte erzielen kann, womit f r einen   Gegen-       stand mit bestimmter geforderter Tragfähig-      keit und Stossabdämpfung der    Vorteil von    3laterialersparnis und leichtem Gewicht ge-    geben ist.



   Bei   der heute allgemein üblichen Methode       zur Herstellung von offenzelligem Schaum-    ? wird eine wässerige Dispersion eines Elastomers mit versehiedenen Zusätzen, wie Schwefel, Antioxydantien, Beschleunigungskatalysatoren und Seifen innig durchmischt.



  Die Mischung wird anschlie¯end entweder   durch      Znmisehen    eines   (¯1ases    oder durch   Gas-    entwicklung in der Masse selbst in einen flüs  sigenSchaumverwandelt.    Die   schaumige    Dispersion wird entweder in Formen oder als fortlaufende gleichmässige Schicht zum Gelieren gebracht, das Gel wird vulkanisiert, die wasserl¯slichen Bestandteile durch Waschen entfernt und schliesslich die   schaumige Masse    getrocknet. Der so erhaltene   offenzellige      Schaumgummi    (Schwammgummi) ist das bekannte elastische Produkt mit vielen praktischen Verwendungen, so fiir   Kissen,'Sitz-    polster, Matratzen usw.



   Die   Produite    weisen die bekannte rÏumliche Netzstruktur auf, wobei die innern HohlrÏume des Produktes miteinander kommunizieren.



   F r seine praktische Verwendung wird der   Schaumgummi    qualitativ gemäss seiner WiderstandsfÏhigkeit gegen ber Druck bewertet. Es ist. dabei üblich, die   Druckfestig-    keit von   Schaumgummi    in der Weise zu bestimmen, dass man die Kraft misst, welche   natif    ist, um das   aus Sehaumgummi    bestehende Gebilde auf 75% seiner urspr nglichen   Hoche    zusammenzudrücken, wobei man sieh eines   Drucktellers    von   322,,    55 cm2 FlÏche bedient.   Das allgemein übliche Prüfverfah-    ren wird in     Buyers Specifieation-Latcx    Foam  , herausgegeben von der Rubber Manufaeturers Association, Inc., beschrieben.



   Es wurde gezeigt, dass der Druckwiderstand von   Sehwammgummi    eine Funktion seiner Dichte und des Elastizitätsmoduls des in ihm enthaltenen Elastomers darstellt. Einer der   Anmelder, Joseph    A. Talalay, hat   gefwn-    den und in Ind.  &  Eng. Chem.

   Band 44,  S.   791 (1952)    bereits berichtet, dass die Änderung des   Druckwiderstandes    von   Schwamm-    gummi in Abhängigkeit von der Dichte durch folgende Formel ausgedrückt werden kann :    h=4(1-@)2/P    in der
EMI2.1     
 bedeutet und h die für eine 25prozentige Kompression erforderliche Kraft in Pfund/ Zoll2 (= 0, 07 kg/cm2), Gf die Dichte des Schaum.   in Pfund ! Zoll3    (=   0,    027   kg/cm3)    und P ein Faktor, der vor allem eine   Funk-    tion des Moduls des Gummis und in geringerem   Masse    der Zellstruktur ist, bedeuten.



   Aus Gründen der   Bequemliehkeit    wird an Stelle der Dichte Gf eine   Kubikwurzel-    funktion der Dichte (0) gesetzt.



   F r   Schaumgummi    aus   Naturlatex      (60pro-    zentiger   zentrifugierter Latex    von   Hevea    Bra  ziliensis)    fand man den Wert von P annähernd 10X10-3, wenn der   Ka. utsehuk    mit   2,    25    /o    Schwefel und einem geeigneten Beschleuniger (wie zum Beispiel je 1, 25% Zink  diäthyldithiocarbamat    und   Zinkmerkapto-      benzothiazol)    bei optimalen Bedingungen vul  kanisiert    war.



   F r aus einem bei tiefer Temperatur von zum Beispiel   5     C   durehi Emulsionspolymeri-    sation erhaltenen Kopolymerisa t aus Butadien und Styrol mit hoher   Mooney-Viskosität    von zum Beispiel MS4  ber 70, hergestellten   Schwammkautsehuk ist    der Wert P etwas niedriger und kann im Bereich   von'8,5X10-3    liegen, das hei¯t, dass das Produkt einen ver  hältnismässig    hohen Kompressionswiderstand aufweist.



   Es wurde gefunden, dass der Kompressionswiderstand von Schaumgummi, wenn auch in sehr geringem Masse, auch durch die Grosse der Zellen des Schaums beeinfLusst wird.



   Bei der Herstellung von   Schaumgummi    ist die Erzielung des grösstmöglichen Kompres  sionswiderstandes    für eine gegebene Dichte von äusserster wirtschaftlieher Bedeutung.



  Das hei¯t anders   ausgedruckt,    da¯ es erwünscht ist, einen   Schaumgummiartikel    von gegebenem spezifischem. Kompressionswiderstand mit dem geringstmöglichen Verbrauch an elastomerem laterial herzustellen.



   Der   Kompressionswiderstand    eines Zellenkörpers mit frei untereinander kommunizierenden Zellen wird f r eine bestimmte Dichte durch den Elastizitätsmodul des Gummis, aus dem die Zellwände gebildet sind, bestimmt.



   In der Technologie des festen Kautschuks kann man den Elastizitätsmodul leicht durch   überlegtes Mischen herauf-oder    herabsetzen.



  So kann man natürlichen oder synthetischen Trockenkautsehuk mit feinverteilten Zusätzen wie Russ, feinpulveriger Ton usw. verstÏrken, bis   der modal    der Mischung ein Vielfaches desjenigen des reinen Kautschuks beträgt.



  Mit dieser Erhöhung des ElastizitÏtsmoduls geht vielfach eine Verbesserung anderer   physi-    kaliseher Eigensehaften, wie der Zugfestigkeit, Rei¯festigkeit und Abriebbeständigkeit Hand in Hand. Leider   kann diese   Verstär-       kungstechnik bei Latex nicht angewendet    werden.   Mässige    ZusÏtze von Ton, Tonerde  hvdrat    usw. k¯nnen eine   Latexmischung    etwas   versteifen, doeh    geht dies auf Kosten der Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Reissfestigkeit. Auch ist der Versteifungseffekt nicht sehr beständig und geht bei längerer und wiederholter   Biegebeanspruehung    zum Teil verloren.



   Es   wurde gefunden, dass zum    Beispiel ein Zusatz einer kleinen Menge eines gemischten Latex zu einem offenzelligen   Schaumgummi-    artikel durch Eintauehen des letzteren in eine verdünnte Latexdispersion, wodureh die Zellwände überzogen werden, eine erhebliche Zunahme des Kompressionswiderstandes bewirkt, die nur von   einergeringenGewichtserhöhung    begleitet, ist. Gleiehzeitig wird die Zugfestigkeit des Schaums (unter Berücksichtigung der Korrektur für eine kleinere ¯nderung der Diehte) leicht verbessert.

   Andere   physika-      lisere    Eigenschaften   des Schaumgummis    bleiben, wie sich zeigte, im   wesentlichen unver-    ändert, 
Es wurde weiter gefunden, da¯ die Zugabe eines versteifenden Mittels, zum Beispiel eine Dispersion von kolloidalem Silizium  dioxyd,    beispielsweise     Ludox   (eingetragene    Marke), hergestellt nach US-Patent 2574902, zur   Tauchlosung    den gewünschten Effekt noch weiter verbessert.



       Ludoxo    ist eine 30prozentige kolloidale Dispersion von fast reinen amorphen Siliziumdioxydteilchen (SiO2) in Form von polymeri  sierter      Kieselsaure.    Die durchschnittliche   Teil-      chengrosse    von 17   mA ist kleiner als    die des besten Russes.

   Als spezielles Beispiel sei erwähnt, dass eine   2-bis 3prozentige Gewichts-    zunahme des   Schwammgummis,    herrührend vom Eintauchen in eine verdünnte Dispersion einer Mischung, die   gleiehe Teile    einer Latexmischung und kolloidales   Siliziumdioxyd    enthÏlt, den spezifischen Kompressionswiderstand eines Schwammgummiartikels von mittlerer Dichte um 30 bis   40'"/   erhöht.    Der Faktor P eines solchen Schaums kann den Wert   6X10-3    erreichen. Bei den bis jetzt iiblichen Methoden würde zur Erreichung einer vergleichbaren Erhöhung des Kompressionswiderstandes eine etwa   20 bis 215pro-    zentige Erhöhung des   Schaumgewichtes    (Giessgewieht) erforderlich sein.



   Für diese Erscheinung lässt sich nicht leieht eine Erklärung geben, doch, da die Versteifungswirkung offensichtlich grosser ist, als sie durch eine gleichmässige Verdickung der   Zellwände    erklärt werden könnte, scheint es wahrscheinlich, dass die   Kapillarattraktion    ein Faktor ist, der bewirkt, dass   verhältnis-    mässig grössere Mengen der zugesetzten Suhstanz in selektiven Zonen   selektiv abgelagert     (und   koaguliert)    werden. Eine solehe bevor  zugte Ablagerung    des zugesetzten Materials kann in den Winkeln aufeinandertreffender Zel wände stattfinden, wo sie als Verstrebung wirkt, ferner in den engen Durchgängen oder den zwisehen den Hauptzellen liegenden, diese verbindenden kleineren Zellen.



   Man nimmt auch an, dass bei der beschriebenen Verwendung von ¸Ludox¯ die kolloidalen   Siliziumdioxydteilchen    genügend fein und beweglich sind, um in die Latexfilme der   Zellstruktur    einzudringen und so einen Bestandteil dieser zu bilden.



   Bei der Durchf hrung des Verfahrens kann man von einem   Schaumgebilde    ausgehen, das nach dem   Gefrier-Koagulationsverfahren    des US-Patentes Nr.   2432353    von Talalay oder nach irgendeinem andern bevorzugten Verfahren erhalten worden ist.



   Nach dem Vulkanisieren und Waschen und entweder vor oder nach dem Trocknen   kann der Schwammgummi    in eine verdünnte (insgesamt   5  /o    Feststoffe) Dispersion einer Latexmischung eingetaucht und das überschüssige Material durch Ausquetschen zwischen Walzen (Auswringen) entfernt werden, wonach das Produkt im heissen Luftstrom getroeknet wird, wobei gleiehzeitig   Vulkani-    sation des Elastomers erfolgt.



   Die gemäss vorliegendem Verfahren erhaltenen Ergebnisse werden durch die Kurven in Fig.   1    der Zeichnung dargestellt, welche die prozentuale Zunahme des spezifischen Kompressionswiderstandes eines   Polsterkis-    sens für   Automobilsitze    (ein flaches Schwammgummipolster von etwa 32 mm Dicke, das als Polstermaterial über einem Sprungfederge  häuse    f r   Automobilsitze    verwendet wird) als Funktion der prozentualen Gewichtszunahme darstellen, wobei diese Gewichtszunahme auf   versehiedene    Weise erreicht wird. Das   PoNter-    kissen wurde mit gleichen Teilen   Naturkau-    tschuk und bei 5  C polymerisiertem GR-S Latex von hohem Feststoffgehalt hergestellt.



   Die Kurve A zeigt die   Wirliung,    die durch blosse Erhöhung des Gewichtes der   Grundmasse, das heisst dureh Vergiessen    eines dichteren'Schaums, erzielt wird, als prozentuale Zunahme des Kompressionswiderstandes mit zunehmender Dichte.



   Die Kurve B zeigt die Wirkung beim   Ein-    tauchen des Polsters in die gleiche Latex  misehung,    aus der es hergestellt wurde, Trock. nen und Vulkanisieren des zusätzlichen Elastomermaterials, als prozentuale Zunahme des Kompressionswiderstandes mit zunehmendem Gewicht. 



   Die Kurve   C    zeigt die Wirkung des gleichen Vorgehens, wobei man jedoch in eine Mischung aus 75 Teilen   Latexmisehung und    2'5 Teilen kolloidalem Siliziumdioxyd taucht.



   Die   Kurde    D zeigt die Wirkung einer   Tauchmischung    aus gleichen Teilen Latexmischung und kolloidalem Siliziumdioxyd.



   Die   Iturve    zeigt den Einfluss einer verdünnten Dispersion von kolloidalem Sili  ziumdioxyd, ohne La. texzusatz.   



   Der Zusatz von einem Teil MonoÏthylamin verhindert die   Floekenbildung    im   Latex-  Lu-    dox¯-System. Die   Mischung    muss zur Ver   hinderung der Ausflockung und des Absitzens    der   Vulkanisationsmittel    gut ger hrt werden.



   Unter den gleichen   Arbeitsbediagungen    erhöht ein zunehmendes VerhÏltnis von ¸Ludox¯ zu Kautschuk den Kompressionswiderstand, setzt aber das bei einmaligem Tauchen aufgenommene Gewicht herab.



   Es wurde ferner gefunden, dass die   Won-    zentration der   Tauchdispersion    dadurch begrenzt wird, dass der Schaum nach dem Durehgang durch die Abquetsehwalzen seine ur  sprüngliche    Form wieder annehmen muss.



   Faktoren, welche die Grenzen der Konzentration der Tauchdisper. sion beeinflussen, sind :
1. Die Art des Latex in der Tauchdis persion   (GR-S      undoder    Rohkautschuk).



     2.    Die Alenge des Latex in der Dispersion.



   3. Die Einstellung der   Quetschwalzen (Wal-       zendruek) und       4.    der   Vulkanisationsgrad des    zu   tauehen-    den Materials.



   Die Erhöhung des Kompressionswiderstandes ist nieht auf eine einzige   Tauehung    beschränkt. Es wurde gefunden, dass bei einem zweiten Tauchvorgang und gew nschtenfalls sogar bei einem dritten, ein   vergleiehbarer    Effekt erzielt wird. Bei   aufeinanderfolgendem.   



  Tauchen kann jedoch die prozentuale Zunahme des Kompressionswiderstandes bei den späteren   Tauehungen geringer    sein als bei der ersten. F nf Streifen eines   Dichtungs-    materials aus offenzelligem Schaumgummi f r   Automobiltüren    wurden dreimal in eine 10prozentige Dispersion von   50    Teilen    GR-S    Latex (bei 5¯ C polymerisiert) mit hoher   Won-    zentration an Feststoffen und 50 Teilen ¸Ludox¯ getaucht.

   Zwischen jedem Tauchen wurden die   Proben dureh    die   Quetschwalzen ge-    f hrt, bei 990 C getrocknet und zusammenge  drüekt.    Die Kompressionswerte sind die Anzahl   Pfunde      (=    0,   454    kg), die erforderlich sind, um eine Lange von   30,      4    em mit   0,    454 kg Vorbelastung um 3, 17 mm   zusammenzu-    dr cken.



   Die Versuchsergebnisse sind die folgenden : Urspr ngliche Dichte der Streifen :
0,130 bis   0,      138    g/cm3 Einmaliges   Tauellen    :
Gewichtszunahme 7, 6 %    Zunahme    des Kompressionswider standes 27,4 % Dreimaliges Tauchen :
Gewichtszunahme 21,1 %
Zunahme des Kompressionswider standes 94,   2  /o       Obsehon    im vorstellenden auf ein   Taueh-    verfahren Bezug genommen wird, ist die Art der Einverleibung der Dispersion in den Schaum nicht   darauf beschrankt. Der Latex-      znsat%    kann auch erfolgen, indem man die    Latexdispersion auf den Schaum giesst und    über diesen fliessen lässt, oder indem man sie aufspritzt.



   Beispiele f r im vorliegenden Verfahren zu verwendende Mischungen sind folgende :
Der für das Grundmateria verwendete    Kautschuk kann Natur-oder synthetischer    Kautschuk, insbesondere ein   Butadien-Styrol-    Kopolymerisat oder eine Mischung von Naturund   Kunstkautsehuk    sein.



   Infolge ihrer geringeren Klebrigkeit werden GR-S-Kautschuke bevorzugt.



   Im folgenden wird ein Rezept für eine Dispersion gegeben, die zur Behandlung von vulkanisiertem   offen% elligem Sehaum verwen-    det werden kann,     A.    Kautschukmischung:   GR-S      (S667)    100. 00   Kaliumoleat    2.   00    Monoäthylamin 1. 00   Styrolisiertes    Phenol (Antioxydations mittel), z. B.     Wingstay S      (ein getragene Marke) 1. 50 Zinkoxyd 4. 00   Zinkdiäthyldithiocarbamat    1. 25 Zinkmercaptobenzothiazol 1. 25    Schwefel 2. 25
B.

   Tauchdispersion :    Kautschukmischung A 4. 5 Kolloidales Siliziumdioxyd   (  Ludox  ) 30    Wasser   92.    5 Gesamtfeststoffe : 7,   5  /a    Die Konzentration der Dispersion ist   gewohn-    lieh geringer als 10 %.



  Einwirkung auf die physikalischen   Eigen-    schaften : 1. Zugfestigkeit leicht erhöht.



  2. Dehnung bleibt konstant.



  3. Die Fähigkeit zur Beibehaltung einer per    manenten    Festigkeit   (Heissverfestigung)    des behandelten'Materials ist etwas besser als diejenige des unbehandelten (bestimmt nach The Rubber   Manufacturers    Associa tion Buyers   Guide-Latex Foam).   



     4.    Eine wiederholte Biegebeanspruchung des behandelten Materials erweist sich, als pro    zentuale    Abnahme des Kompressionswider standes ausgedrückt, derjenigen des   unbe-       handelten    Grundmaterials nur wenig un    terlegen    und   hinsichtlieh,    des Verlustes an
Hohe gleich.



  5. Andere physikalische Eigenschaften des behandelten Materials, wie Biegsamkeit bei tiefen Temperaturen und der Widerstand gegen die Luftbombenprobe (air bomb testing) bleiben verhältnismässig   unver-     ändert.



   Als weitere Beobachtung bezüglich des Er  findungsgegenstandes    ist zu bemerken, da. ¯ die Form der Kurven für die Verformung durch Kompression sowohl für das unbehandelte als auch für das mehrmals getauchte Material in der   Regelsehrähnlich,    ist. Dies ergibt sich aus den Kurven der Fig.   2,    in welcher die Kurve F das Verhalten des unbehandelten, die Kurve G dasjenige des be  handeltenMaterials    zeigt. Auf der Ordina. te ist der Kompressionswiderstand des   Schaum-    gummis in Einheiten von   1,      4      glcm2,    auf der Abszisse die Kompression als prozentuale Abnahme der ursprünglichen Dicke aufgetragen.



   An einem unbehandelten offenzelligen   Schaumgummistück    von   82,    55 mm Dicke wird   nach je 10  /Verminderung    seiner ursprünglichen Dicke der   Kompressionswiderstand    gemessen. Das gleiche St ck wird in eine     Ludoxs. enthaltende Latexmisehung    getaucht, die   iibersehüssige    Dispersion   abgequetscht    und dann wird getrocknet und vulkanisiert.



   Die Gewichtszunahme beträgt   4,    3 % und die prozentuale Zunahme des spezifischen Kompressionswiderstandes gegenüber dem unbehandelten Material ist wie folgt :  %Kompression % Zunahme des spezifischen
Kompressionswiderstandes    1X0    56  '20 56
30 56
40 56
50   64   
60   51   
70   47   
80 41
Man hätte erwarten können, dass die Tauchbehandlung nur in den untern Kompressionsbereichen, wo die Steifheit der   Zellwände    der Hauptfaktor f r den Kompressionswiderstand ist, das heisst im Bereich von   10 bis 50  /o    Kompression, wirksam ist.

   Die Resultate zeigen aber, dass die Wirkung bis zu mindestens   80/m    Kompression bemerkbar ist, was nahe bei der vollständigen Zusammendrückung des Schaumgummis liegt.  



   PATENTANSPRCHE
I. Offenzelliger   Sehaumgummiartikel, da-    durch gekennzeichnet, dass er auf seinen Zell 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. A. Kautschukmischung: GR-S (S667) 100. 00 Kaliumoleat 2. 00 Monoäthylamin 1. 00 Styrolisiertes Phenol (Antioxydations mittel), z. B. Wingstay S (ein getragene Marke) 1. 50 Zinkoxyd 4. 00 Zinkdiäthyldithiocarbamat 1. 25 Zinkmercaptobenzothiazol 1. 25 Schwefel 2. 25 B. Tauchdispersion : Kautschukmischung A 4. 5 Kolloidales Siliziumdioxyd ( Ludox ) 30 Wasser 92. 5 Gesamtfeststoffe : 7, 5 /a Die Konzentration der Dispersion ist gewohn- lieh geringer als 10 %.
    Einwirkung auf die physikalischen Eigen- schaften : 1. Zugfestigkeit leicht erhöht.
    2. Dehnung bleibt konstant.
    3. Die Fähigkeit zur Beibehaltung einer per manenten Festigkeit (Heissverfestigung) des behandelten'Materials ist etwas besser als diejenige des unbehandelten (bestimmt nach The Rubber Manufacturers Associa tion Buyers Guide-Latex Foam).
    4. Eine wiederholte Biegebeanspruchung des behandelten Materials erweist sich, als pro zentuale Abnahme des Kompressionswider standes ausgedrückt, derjenigen des unbe- handelten Grundmaterials nur wenig un terlegen und hinsichtlieh, des Verlustes an Hohe gleich.
    5. Andere physikalische Eigenschaften des behandelten Materials, wie Biegsamkeit bei tiefen Temperaturen und der Widerstand gegen die Luftbombenprobe (air bomb testing) bleiben verhältnismässig unver- ändert.
    Als weitere Beobachtung bezüglich des Er findungsgegenstandes ist zu bemerken, da. ¯ die Form der Kurven für die Verformung durch Kompression sowohl für das unbehandelte als auch für das mehrmals getauchte Material in der Regelsehrähnlich, ist. Dies ergibt sich aus den Kurven der Fig. 2, in welcher die Kurve F das Verhalten des unbehandelten, die Kurve G dasjenige des be handeltenMaterials zeigt. Auf der Ordina. te ist der Kompressionswiderstand des Schaum- gummis in Einheiten von 1, 4 glcm2, auf der Abszisse die Kompression als prozentuale Abnahme der ursprünglichen Dicke aufgetragen.
    An einem unbehandelten offenzelligen Schaumgummistück von 82, 55 mm Dicke wird nach je 10 /Verminderung seiner ursprünglichen Dicke der Kompressionswiderstand gemessen. Das gleiche St ck wird in eine Ludoxs. enthaltende Latexmisehung getaucht, die iibersehüssige Dispersion abgequetscht und dann wird getrocknet und vulkanisiert.
    Die Gewichtszunahme beträgt 4, 3 % und die prozentuale Zunahme des spezifischen Kompressionswiderstandes gegenüber dem unbehandelten Material ist wie folgt : %Kompression % Zunahme des spezifischen Kompressionswiderstandes 1X0 56 '20 56 30 56 40 56 50 64 60 51 70 47 80 41 Man hätte erwarten können, dass die Tauchbehandlung nur in den untern Kompressionsbereichen, wo die Steifheit der Zellwände der Hauptfaktor f r den Kompressionswiderstand ist, das heisst im Bereich von 10 bis 50 /o Kompression, wirksam ist.
    Die Resultate zeigen aber, dass die Wirkung bis zu mindestens 80/m Kompression bemerkbar ist, was nahe bei der vollständigen Zusammendrückung des Schaumgummis liegt.
    PATENTANSPRCHE I. Offenzelliger Sehaumgummiartikel, da- durch gekennzeichnet, dass er auf seinen Zell Wanden eine Abscheidung- eines versteifend wirkenden Materials aufweist.
    II. Verfahren zur Herstellung eines offen- zelligen Schaumgummiartikels nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einer flüssigen Dispersion eines Kautschuks einen festen, offenzelligen : Schaum herstellt und auf den Zellwändendesselben aus einer flüssigen Dispersion eine versteifend wirkende Schicht abscheidet.
    UNTERANSPBÜCBE 1. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einer flüssigen Dispersion eines Kautschuks einen festen, offenzelligen, vulkanisierten Schaum herstellt, diesen Schaum mit einer flüssigen Dispersion eines als Versteifungsmittel dienenden Ka. utschuks trankt, die überschüssige Dispersion des Versteifungsmittels abpresst und den an den Zellwandungen haftenden Rückstand vulkanisiert.
    2. Verfahren nach Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsmitteldispersion kolloidales Siliziumdioxyd enthÏlt.
    3. Verfahren naeh PatentanspruchII, da durch gekennzeichnet, da¯ man f r die Ver steifung eine wässerige Dispersion eines kolloidalen Materials verwendet, dessen Teilchen genügend fein und genügend aktiv sind, um in die Zellen des Sehaumes eindringen zu k¯nnen.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das kolloidale Ma- terial kolloidales Siliziumdioxyd ist.
CH329053D 1953-07-07 1954-05-04 Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren CH329053A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US329053XA 1953-07-07 1953-07-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH329053A true CH329053A (de) 1958-04-15

Family

ID=21867494

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH329053D CH329053A (de) 1953-07-07 1954-05-04 Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH329053A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1301895B (de) * 1964-04-23 1969-08-28 Dunlop Rubber Co Verfahren zur Erhoehung der Haerte von Schaumgummigegenstaenden

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1301895B (de) * 1964-04-23 1969-08-28 Dunlop Rubber Co Verfahren zur Erhoehung der Haerte von Schaumgummigegenstaenden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2506274C3 (de) Federndes, wasserdichtes Material aus imprägniertem Polyurethan und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3228547C2 (de) Gummi aus Polybutadien
DE69522254T2 (de) Verfahren zur Zusammensetzung von Füllstoffen, Polymere und Produkte daraus
DE2410014A1 (de) Siliciumhaltige verstaerkungsmittel fuer gummi
DE112016003804B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines nassen Kautschukmasterbatches, Verfahren zum Herstellen einer Kautschukzusammensetzung und Verfahren zum Herstellen eines Reifens
DE69306081T2 (de) Verfahren zum Verbessern der Grenzflächenbindung zwischen Fasern und Gummimischungen
DE1720115A1 (de) Antioxydationsmassen fuer Polymere
DE1006611B (de) Butylkautschukmischung
CH329053A (de) Offenzelliger Schaumgummiartikel und Herstellungsverfahren
US4631304A (en) Novel carbon black and process for preparing same
EP0248162B1 (de) Aufschäumbare, gelierbare und in der Hitze vulkanisierbare Masse zur Herstellung von Latexschaum
DE2329001C2 (de) Reifenlauffläche für Gußreifen und Verfahren zur Herstellung derselben
DE1620763C3 (de) Polybutadien mit verbesserter Verarbeitbarkeit
DE10014664A1 (de) Mit Schwefel vernetzbare Kautschukmischung sowie Verfahren zu Ihrer Herstellung und daraus erhältliche vernetzte Kautschukmischungen und Formkörper
DE2032564A1 (de) Verfahren zum Verstärken von Schaumgummi und hierdurch hergestelltes Produkt
DE1620836C3 (de) Kautschukmischung
DE1620837C3 (de) Latexmischung
DE840000C (de) Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfaehigen, mikroporoesen natuerlichen Kautschuk oder kautschukaehnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen
DE1144473B (de) Verfahren zur Erhoehung des Zusammen-drueckwiderstandes bei der Herstellung von Schwamm- oder Schaumkautschuk
US1959160A (en) Microporous rubber and method of making the same
DE2728979A1 (de) Nichtklebrige formteile und verfahren zu ihrer herstellung
DE1103004B (de) Verfahren zur Herstellung von Schaumgummi aus Kautschuklatex
DE1913177A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines modifizierten Dienhomo- oder Copolymerisats
DE1212296B (de) Verfahren zur Verbesserung des Kompressionswiderstandes von Schaumgummi
DE908916C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk-Gegenstyaenden aus synthetischem Kautschuk