CH326432A - Verfahren zum Verschliessen eines Futtersilos und Deckel zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Verschliessen eines Futtersilos und Deckel zur Durchführung des Verfahrens

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CH326432A
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Laemmler Viktor
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Laemmler Viktor
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F25/00Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
    • A01F25/16Arrangements in forage silos

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description


  



  Verfahren zum Verschliessen eines Futtersilos und Deckel zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehliessen eines   Futtersilos,    insbesondere eines   Grünfuttersilos.   



   Das bisher übliche Verfahren zum Verschliessen eines   Futtersilos    besteht darin, dass man die Oberfläehe des in den Silo einge  brachten      Futtergutes    mit Papier oder mit einer Blache aus Kunststoff deckt und auf dieses Papier eine   dicke Sand-oder Lehm-    schicht bringt, um einen praktisch luftdichten   Absehluss    des Silos und eine ausreichende Belastung des Futtergutes zu erreichen. Das Aufbringen bzw. Entfernen dieser   Sand-oder    Lehmschicht beim Schliessen bzw.   Offnen    des Silos   ist umständlieh und zeitraubend, und    es besteht. die Gefahr, dass das Futtergut mit Sand oder Lehm verunreinigt wird.



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren werden diese Nachteile vermieden. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man in den Silo einen Deckel aus   schmiegsamem    Material mit sich nach oben erstreckender Zarge einsetzt und auf diesen Deckel innerhalb der Zarge eine Flüssigkeitsmenge bringt, so dass der von der Schwerkraft hervorge  rufene    Druck dieser Flüssigkeit die Zarge   allseitig g'egen    die   Silowandung drückt.   



   Die Erfindung betrifft ferner einen Deckel zur Durchführung des Verfahrens, der gekennzeichnet ist   durcheinenwannenformigen    Körper aus   schmiegsamem      Wlaterial,    zum Beispiel aus Polyvinylchlorid.



   In der Zeichnung ist ein   Ausführungsbei-    spiel des erfindungsgemässen Deckels dargestellt ; an Hand dieses Beispiels wird auch die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens beispielsweise erläutert.



   Diese Zeichnung zeigt im Vertikalschnitt den obersten Teil eines   versehlossenen      Groin-      futtersilos.   



   Der Silo weist eine in den Erdboden eingelassene, einen Hohlraum 1 umschliessende Zementwand 21 auf ; der Hohlraum 1 kann im Horizontalschnitt kreisrund,   rechteekig,    quadratisch usw. sein. Auf die Zementwand   2    ist ein wegnehmbarer Aufsatz aus Brettern 3 aufgesetzt, die durch Eisenreifen 4   zusammen-    gehalten sind. Die Innenfläche des Aufsatzes ist bündig mit derjenigen der   Zementwand    2.



   Zum   Versehliessen    des Silos dient ein Deckel, dessen Korper 5 aus mit Glasfasern armierter Polyvinylchloridfolie von beispielsweise 0,5 mm Dicke besteht und die Form einer Wanne hat. Der Boden dieser Wanne hat gleichen Querschnitt wie der Hohlraum1 des Silos ; vom Rand des Bodens erstreckt sich ringsum eine Zarge 6 nach oben. Am obern Rand der Zarge   6    ist ein ringförmiger Schlauch 7 gebildet, in den mit Hilfe eines Rückschlagventils 8 Luft eingepumpt werden kann.

   Ferner ist an der Zarge 6 ein Schlauch 9 so befestigt, dass sich sein unteres Ende in der Nähe des   Deckelbodens    befindet und dass er oben den Rand der Zarge überragt ; der den Zargenrand überragende Teil des Schlauches ist so lang, dass er bei jeder bei gefülltem Silo vorkommenden Stellung des Deckels noch über den Rand des Aufsatzes 3 hinausreicht. Ferner ist dieser Schlauch so versteift, dass er bei Evakuierung seines Innern vom äussern Luftdruck nicht   zusammengedrüekt    wird. An der Zarge 6 sind einige Bänder 10, zum Beispiel aus Polyvinylchlorid mit   Metall-    seele, befestigt. Sie sind so lang, dass sie ebenfalls bei jeder bei gefülltem Silo vorkommenden Stellung des Deckels über den Rand des Aufsatzes 3   hinausreichen.   



   Zum   Verschlie#en    des Silos nach   Einfül-    lung   des Futtergutes    wird der Deckel 5 mit nach oben gerichteter Zarge in den   Siloauf-    satz 3 eingesetzt. und an den Bändern 10 hängend so weit abgesenkt, dass sein Boden auf der Oberfläche des   Futtergutes    aufliegt. Die Zarge 6 wird weiterhin mittels der Bänder   10    aufrecht gehalten, so dass sie lose an der   Aufsatzwand, eventuell    an der   Zementwand 2,    anliegt. Hierauf wird, zum Beispiel mittels des Schlauches 9, Wasser in das Innere des Deckelkörpers eingefüllt, bis der Wasserspiegel etwa   50      em    über dem Deekelboden steht.

   Das Wasser   iibt    dann   #be   diesen einen Druck von etwa 500 kg/m2 auf das   Futtergut aus,    so dass dieses   gut    verdichtet wird, wobei sich der Deckel noch etwas senkt. Gleichzeitig presst das Wasser durch seinen hydrostatischen Druek die Zarge 6 gegen die Aufsatz- bzw.



     Zement. wa. nd und bewirkt.    so einen praktisch luftdichten   Abschlu#    zwischen dem Deckelkörper und dieser Wand. Um auch den Rand der Zarge, der dem Wasserdruck nicht   ausge-    setzt ist, dicht an die genannte   NVand    zu drüeken,   bl#st    man den im   Zargenrand gebil-    deten Schlauch 7 über das Rückschlagventil 8, zum Beispiel mit Hilfe einer   Automobilreifen-    Luftpumpe, auf, so   da#    er sich ausdehnt und ebenfalls dicht an diese Wand anlegt. Der Silo kann dann sich selbst überlassen werden ; im Laufe der Zeit erfolgenden Setzungen oder Blähungen seines Inhaltes folgt der Deckel, indem er sich im   Silo kolbenartig naeh    unten oder oben bewegt.



     Zweckm##ig    giesst man, namentlich im Sommer, auf die Oberfläche des im Deckelkörper   enthaltenen Wassers einedünne Schicht    von   #l,    Karbolineum oder dergleichen, um durch Abschluss des Wassers von der Atmo  sph#re    bzw. durch chemische Einwirkung die Entfaltung organischen Lebens, wie   Wachs-    tum von Algen, Entwicklung von Insekten   usw.,    zu verhindern. Zum gleichen Zwecke kann dem Wasser   auch ein wasserl#sliches    Fungizid oder Insektizid beigegeben werden.



  Auf den Winter hin wird dem Wasser Kochsalz oder ein anderes den Gefrierpunkt herabsetzendes Mittel beigegeben, um das Gefrieren des Wassers zu verhindern.



   Zur Entnahme von   Futtergut    aus dem Silo wird das im Deckel enthaltene Wasser mit Hilfe des Schlauches 9 und einer Saugpumpe, zum Beispiel einer Jauehepumpe, entfernt.



  Der   Sehlaueh    9 kann auch, wenn er lang   ge-    nug ist und sein freies Ende tiefer gelegt werden kann als der Wasserspiegel im Deckel, zum Entleeren des Deekels als Heber benützt werden. Gleiehzeitig wird der   Luftdruek    im Schlauch 7 durch   #ffnen    des   Rückschlagven-    tils 8 auf den   Atmosphärendruek gesenkt.   



  Nach Beendigung dieser Operationen lässt sich der Deckel an den Bändern 10 herausziehen, so dass das   Futtergut    zugänglich wird. Nach dessen Entnahme kann der Silo wieder in der angegebenen Weise   versehlossen    werden.



   Für die   Herstellmg    des   Deckelkörpers      5    und der übrigen   Bestandteile dies Deekels kön    nen auch andere   geschmeidige    Kunststoffe als Polyvinylehlorid verwendet werden.   F#r    dessen Armierung können statt Glas- auch Textilfasern dienen, oder es kann bei genügender Festigkeit des Kunststoffes auf die Ar  mierung verzichtet    werden. Boden und Zarge des   Deckelkorpers    können aus einem   St#ck    geformt oder zum Beispiel durch Schweissen oder Kleben miteinander verbunden sein.



   Bei Nichtgebrauch kann der Deekelkörper infolge seiner   Geschmeidigkeit      zusammenge-    faltet   und-gerollt    werden und beansprucht dann wenig Platz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Verschliessen eines Grünfuttersilos, dadurch gekennzeichnet, dass man 4. Deckel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelkörper am Rand seiner Zarge mit einem ringförmigen Schlauch versehen ist, der zwecks Andrückens des Zargenrandes an die Silowandung aufgeblasen werden kann.
    5. Deckel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da# an der Zarge des Deckels Halteorgane befestigt sind.
    6. Deckel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Zarge des Deckelkörpers ein Leitungsorgan für das Einführen und Entfernen der Flüssigkeit befestigt ist.
    7. Deckel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelkörper min- destens zum Teil aus s Kunststoff besteht.
    8. Deckel nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deekelkörper mindestens zum Teil aus Polyvinylchlorid besteht.
    9. Deckel nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deekelkörper eine Armierung aus faserigem Material aufweist. in den Silo einen Deckel aus schmiegsamem Material mit sich nach oben erstreckender Zarge einsetzt und auf diesen Deekel innerhalb der Zarge eine Flüssigkeitsmenge bringt, so dass der von der Schwerkraft hervorgeru- fene Druck dieser Flüssigkeit die Zarge all seitig gegen die Silowandung dr#ckt.
    II. Deckel zur Durchf#hrung des Verfahrens naeh Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen wannenförmigen Wörper aus schmiegsamem ZIaterial.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentansprueh I, da dureh gekennzeichnet, dass für die genannte Flüssigkeitsmenge mindestens zum grössten Teil Wasser verwendet wird.
    2. Verfahren naeh Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da# eine Flüssigkeitsmenge mit einem Frostschutzmittel eingebracht wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flüssigkeits- menge mit einem Sehädlingsbekämpfungs- mittel eingebracht wird'.
CH326432D 1954-09-14 1954-09-14 Verfahren zum Verschliessen eines Futtersilos und Deckel zur Durchführung des Verfahrens CH326432A (de)

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