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Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von Gefässen mit Gut beliebiger Art.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen von Gefässen mit Gut beliebiger Art vermittelst Saugluft.
Es ist bekannt, in derartige Gefässe das durch Vakuum angesaugte Gut nicht direkt einlaufen zu lassen, sondern zunächst einen Sammelbehälter zu füllen, aus welchem erst das Gut in das Gefäss strömt.
Neu an vorliegender Erfinduilg ist. dass zum Zwecke des Füllens des Gefässes der Sammelbehälter unter nachstehend beschriebenem Bodenverschluss in das Innere des zu füllenden Gefässes eingeführt wird und das Überströmen des in dem Sammelbehälter angesaugten Gutes in das Gefäss erfolgt, indem der Bodenverschluss sich öffnet und der Sammelbehälter aus dem Gefäss herausgezogen oder dieses von ihm abgezogen wird. Der Sammelbehälter besitzt hiebei gegen die Wandung des Gefässes Spiel und seine Bauhöhe überragt diejenige des Gefässes um so viel. dass sein das Gefäss überragender Füllungsraum dem Gefässvolumen entspricht, welches der eintauchende Teil nicht ausfüllt.
Der Sammelbehälter trägt an seiner unteren Öffnung eine ein-oder mehrteilige, etwa in Scharnieren drehbare Klappe, welche infolge des in seinem Innein erzeugten Vakuums die
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den Sammelbehälter eingesaugt ist.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 5 in beispielsweiser Ausführungsfotm veranschaulicht.
Es bezeichnet n den Sammelbehälter. an dessen oberer Öffnung sich die Saugleitung b und Gut- xuführungsleitung c anschliesst, welch letztere nach einem Silo oder dgl. führt. Wie aus den
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senken bzw. daraus entfernen zu können. und ist infolgedessen, wie bereits bemerkt, so hoch bemessen, dass sein in der unteren Endstellung desselben das Gefäss überragendes Fassungs- vermögen dem Gefässvolumen entspricht, welches der eintauchende Teil des Sammelbehälters nicht ausfüllt.
Als zu füllendes Gefäss ist in Fig. 1, 2 und 5 ein Sack s, in Fig. 3 und 4 ein Fass f gedacht.
In Fig. l und 2 wird der untere Verschluss des Sammelbehälters durch die erwähnte drehbare
Klappe k gebildet und das Verfahren gestaltet sich folgendermassen :
Der Sammelbehälter a wird mit gegen die Offnung gelegter Klappe k in das zu füllende
Gefäss eingeführt und sodann die Saugleitung in Tätigkeit gesetzt.
Infolge der Wirkung der durch das Rohr b strömenden Saugluft stellt sich in dem Sammel- behälter a Vakuum ein, welches zur Folge hat, dass die Klappe h sich gegen die untere Öffnung des Sammelbehälters a presst, während durch die Leitung c das zu füllende Gut in letzteren strömt.
Wie in Fig. 2 dargestellt, ist in an sich bekannter Weise der Sammelbehälter und das zu füllende Gefäss an einem mit Gegengewicht versehenen Wagebalken aufgehängt. Sobald sich a mit Gut genügend gefüllt hat, sinkt die Vorrichtung nach unten, wobei durch eine nicht dar- gestellte Vorrichtung die saugende Wirkung des Luftstromes und damit das Vakuum im Sammelbehalter und das Weiterzuströmen des Gutes abgestellt wird.
Unter dem Gewichte des in a angesaugten Gutes öffnet sich nunmehr die Bodenklappe k
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Mit Vorteil wird man die aufsteigende Bewegung des Sammelbehälters oder die niedergehende des Gefässes durch geeignete Vorrichtungen bremsend verlangsamen, um zu hohe, Anlass zu Staubbildungen gebende Geschwindigkeit zu vermeiden.
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durchlässig, könnte er vorher mittels luftundurchlässiger Masse imprägniert weiden.
Es kann aber auch bei Säcken wie bei Fässern, um dies zu vermeiden, gegen die untere Öffnung des Sammelbehälters a ein mit ihm nicht verbundener luftundurchlässiger Deckel 9 gelegt werden, dessen Wirkung (vgl. Fig. 4) die gleiche ist wie die der Klappe k (Fig. 1 und 2) und des Bodens des Gefässes selbst (vgl. Fig. 3).
Der Deckel g, welcher sich natürlich nach Abschluss des Vakuums löst, kann in dem zu füllenden Gefäss verbleiben.
Handelt es sich um Füllen von Sacken, beispielsweise aus Papier, die oft in genügendem Masse luftundurchlässig sind, kann, wie im Falle der Fig. 3, der Boden bzw. die Wandung dieser Säcke als Verschluss der unteren Öffnung des Sammelbehälters Verwendung finden. Um jedoch ein Zerreissen der Wandung, welches infolge der Wirkung des Vakuums zu befürchten ist. zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Deckel ähnlicher Foim, wie in Fig. 4 dargestellt, von aussen her gegen die Öffnung des Sammelbehälters derart zu legen, wie in Fig. 5 gezeigt ist. in welchem Fall der Deckel weniger einen Verschluss als einen Schutz gegen Zerreissen bildet.
Mit besonderem Vorteil findet aber durch einen derartigen Aussendeckel ein Verschluss bei stark luftdurchlässigen Gefässen, beispielsweise aus Jute oder Drell, Verwendung. Hiebei erfolgt also der Verschluss der Sammelbehälterönnung nicht unmittelbar nach Art der Fig. 4 im Innern des zu füllenden Gefässes, sondern mittelbar von aussen her. indem sich die GefässLandung an die Sammelbehäteröffnung 1. gt und der Deckel durch die Gefässwandung. von der Behälteröffnung getrennt, dennoch luftdicht genug den Verschluss bildet.
Der Sammelbehälter kann aus Metall, Gummi oder dgl. bestehen, jedcch wird man mit
Vorteil die untere Öffnung mit einer besonderen nachgiebigen Manschette, ebenfalls aus Gummi "der dg).. verhellen, damit bei Unebenheiten der den Onnungsverschluss bildenden Klappe.
Deckel oder des Behälterbodens ein sicheres Ansaugen derselben gewährleistet wird.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Füllen von Gefässen mit Gut beliebiger Art mittels eines als Mess-und.
Wiegebehälter dienenden, durch Saugluft zu füllenden Sammelbehälters, dadurch gekennzeichnet, dass der inhaltlich dem zu füllenden Gefäss (s, f) gleiche, am Boden mit einem Auslass versehene
Sammelbehälter (a) bei Beginn des Füllvorganges in das Gefäss (8, f) zweckmässig mit Spiel eingetaucht, nach Erreichen des Füllgewichtes die Vakuumleitung selbsttätig abgesperrt und hierauf der Sammelbehälter (a) entweder aus dem Gefäss (s, f) zweckmässig unter Bremsung
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des Behälters (a) öffnet und der Inhalt sich in das Gefäss (s, f) entleert.