Verfahren und Vorrichtung zum Aufrollen von Papierbändern Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Aufrollen von Papierbändern für die Herstellung von Filtern.
Bei der Herstellung einer Art von aus Papierbändern hergestellten Filtern, wobei zwei Bänder längs entgegengesetzten Rän dern durch einen Klebstoff miteinander ver bunden und spiralförmig aufgerollt werden, m.uss auf der einen Seite eines Bandes dicht entlang dem einen Bandrand eine schmale Schicht Klebstoff aufgetragen werden, und eine gleiche Klebstoffschieht muss ferner auf der entgegengesetzten, Seite desselben Bandes dicht entlang dem entgegengesetzten Bandrand angebracht werden.
Nachdem Auftragen des Klebstoffes muss man letzteren halbwegs ein trocknen lassen, bevor man den geleimten Streifen mit einem zweiten Streifen vereinigt und die beiden Bänder zusammen zum ge wünschten spiralförmigen Filter aufrollt.
Das Eintrocknen des Klebstoffes verläuft langsam und kann drei bis vier Stunden dauern. Infolge dieses Umstandes ist es schwierig, die anschliessende Herstellung der Filter in einem rationellen Arbeitstempo durchzuführen. Das Ziel der vorliegenden Er findung besteht. nun darin, diesem Übelstand durch eine zweckmässig gestaltete Arbeits methode abzuhelfen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Länge des Bandes, auf den der Klebstoff aufgetragen wird, er heblich grösser ist als die Länge, welche für die Herstellung eines einzigen fertigen Fil ters erforderlich ist. Diese Länge wird derart bemessen, @dass die für die Herstellung einer gegebenen Anzahl von Filtern aus diesem Band benötigte Zeit ungefähr gleich lang ist wie die halbe Trocknungszeit des Klebstoffes. Ferner wird nach dem Auftragen des Kleb stoffes auf das Band letzteres so rasch auf eine Rolle aufgewickelt,
d'ass dieser Vorgang annähernd die halbe Trocknungszeit des Kleb stoffes beansprucht; anschliessend wird: das Band mit der gleichen Geschwindigkeit auf eine zweite Rolle. umgespult, worauf das Band von der zweiten Rolle in die filtererzeugende Maschine gelangt.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung zur Durch führung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt.
Die Fig.1, '2 und 3 zeigen in schematischer Weise drei aufeinanderfolgende (Schritte beim Aufrollen des Papierbandes.
Fig.4 zeigt einen Teil des zusammen mit einem Zwischenband aufgewickelten Papier bandes im Querschnitt.
Die Fig. ö und ü zeigen eine Maschine zur Durchführung des in den Fig.l bis 3 veranschaulichten Vorganges mit, gleichzeitig zwei Papierbändern in Vorderansicht bzw. im Grundriss.
Das in den Fig.1 bis 4 erläuterte erfin dungsgemässe Verfahren wickelt sich wie folgt ab: Ein langes Band a., das von einer Stapel rolle b abgezogen wird, passiert zuerst. eine geeignete Vorriehtung c, cl, welche auf bei den Seiten des Bandes an den genannten Stellen eine schmale Schicht Klebstoff < i', (Fig. 4) aufträgt.
Nach dem. Durchlaufen dieser Vorrichtung wird das Band um eine Führiuigsrolle e (oder aueh, wie in Fig.5 gezeigt, eine Mehrzahl von Führungsrollen) herumgeführt, und gelangt weiter zu einer Rolle g auf einer Welle f, die sich mit. all mählich langsamer werdender Schnelligkeit dreht, so dass die Geschwindigkeit des längs laufenden Bandes stets konstant bleibt.
Die Länge des Bandes a. und die Gesehwindig- keit, mit welcher das Band -der Rolle g zu geführt wird, werden derart gewählt, dass die für diesen Vorgang benötigte Zeit un gefähr gleich lang ist. wie die halbe Troek- nungszeit des Klebstoffes.
Diese Zeit. beträgt beispielsweise eineinhalb ,Stunden. Um das ge genseitige Verkleben der Windungen des Bandes zu verhüten, wird der Rolle g gleich zeitig ein biegsames Zwischenband h aus Gummi oder ähnlichem Material von einer auf der Welle j frei gelagerten Rolle i zugeführt; das Band lt hat dabei die Aufgabe, die Win dungen des Papierbandes voneinander ge trennt zu halten, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist.
Nachdem derart die Rolle g entstanden ist, wie dies in Fig.l gezeigt wird, werden die freien Enden des Papierbandes a und des Zwischenbandes<I>h</I> an einer Rolle<I>k</I> auf der Welle j befestigt und die Bänder so dann umgespult, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Dieser Vorgang benötigt eine gleich lange Zeit wie das erste Aufrollen. Bei dem in Fig.2 erläuterten Vorgang dreht sieh die Welle mit. allmählich langsamer werdender Geschwindigkeit, und die Rolle g ist. auf der Welle f frei drehbar.
Der Klebstoff auf der umgespulten Rolle k <B>01</B> mäss der Fig. 3 ist. nunmehr genügend ein- getrocknet, so dass das Papierband a von der Rolle k in die filtererzeugende -Maschine gelangen kann, in welcher nacheinander aus Stüeken des Bandes die gewünschten Filter entstehen.
Während dass Band a. von der Rolle k (welche bei diesem Schritt auf der Welle j frei drehbar ist) zur letztgenannten Maschine gelangt, wird das Zwischenband iz. aus Gummi oder ähnlichem Material zwecks erneuter Verwendung beim ersten Schritt der Aufrollung des nächsten Papierbandes zu rückgeführt, wie dies in Fig.3 gezeigt ist.
Um das Einführen der aufeinanderfolgen den Bänder a, in die filtererzeugende -Ia- sehine ohne Zeitverluste zu gestalten, wurde die Vorrichtung für die Durchführung der oben geschilderten Vorgänge in doppelter Aus führung vorgesehen; der Betrieb der beiden Einheiten ist, dabei derart. abgestimmt., dass nach beendigtem Abziehen des Bandes a von der Rolle k von der ersten Einheit, die ent sprechende Rolle k von der zweiten Einheit bereit ist, in die filtererzeugende Maschine zu gelangen.
Eine für das Aufrollen von zwei Papier bändern in der im vorangegangenen Ab schnitt beschriebenen Weise geeignete lIa- schine ist, in den Fig.5 und 6 dargestellt. In einem Gestell m sind zwei Wellen<I>f, :
I</I> belagert, welche über Reduktionsgetriebe mit tels elektrischer Motoren iz, o angetrieben werden. Zwecks Regulierung der Laufge schwindigkeit der Motoren ist eine Vorrich tung vorgesehen, derart, dass trotz wachsen dem Durchmesser der Rollen die Geschwindig keit der längslaufenden Papierbänder kon stant gehalten werden kann. Jede Welle ist zum 'Tragen von je zwei Rollen eingerichtet, wobei jede Welle Mittel aufweist, damit je eine der beiden Rollen mit. der Welle gekup pelt werden kann, wobei die andere Rolle frei drehbar ist.
Am einen Ende des Gestelles sind quer laufende Führungsschienen r angeordnet; auf letzteren ist ein Schlitten s gelagert, welcher zwei Beleimvorricht.ungen t, v. trägt-. Auf dem Schlitten sind feiner Führungsrollen v für das Papierband a. gelagert, und endlich Mittel znm Tragen der Stapelrolle b; die Führungsrollen sind dabei in der darge stellten Weise angeordnet, damit der Kleb stoff, wie oben beschrieben, auf den entge gengesetzten Seiten des Papierbandes aufge tragen werden kann.
Zu Beginn eines Arbeitsganges trägt. das eine Paar von Rollen zwei im Verlauf des vorangegangenen Arbeitsganges gebildete Rol len k, k1, welche jede aus einem beleimten aufgerollten Papierband und einem zwischen den Papierlagen aufgewickelten Zwischen band bestehen. Die eine Rolle k ist, frei auf der Welle j gelagert, während die andere Rolle hl frei auf der Welle f gelagert ist. Auf die genannten Wellen sind ferner zwei leere Rollen 1, 2 aufgesetzt und mit. den Wellen gekuppelt.
Beim ersten Schritt des Aufwickelvorgan- ges befinden sich die Beleimvorrichtungen in einer Linie mit. der leeren Rolle 1, wie in Fig.6 gezeigt ist. Naehdem die beiden Wellen, in Betrieb gesetzt wurden, wird ein Papierband a von der Stapelrolle b abge zogen, und nach dem Passieren der Beleim- vorrichtungen auf der Rolle 1 aufgewickelt.
Zugleieh wird das Zwischenband h von der Rolle k abgezogen und zusammen mit. dem Papierband zwisehen dessen Windungen auf der Rolle 1 aufgewiekelt; gleichzeitig wird das Papierband auf Rolle 7s von dieser Rolle 1e abgezogen und gelangt in die filtererzeugende Maschine. Während der oben beschriebene Vorgang abläuft, werden gleichzeitig das Papierband und' das Zwischenband auf die Rolle k:1 auf die Rolle 2; übertragen und umgespult.
Nachdem auf der Rolle 2, eine aus dem Papierband und dem Zwischenband beste hende Rolle gebildet worden ist, wird der die Beleimvolmiehtungen tragende Schlitten in seine andere .Stellung verschoben, die in einer Linie mit der nun leeren Rolle k1 auf cler Welle f liegt. Diese Rolle wird nunmehr mit der Welle f gekuppelt, während die Rolle 1 losgekuppelt wird.
Alsdann wird das Papier wieder von der Stapelrolle abgezogen und der oben beschriebene Vorgang wieder- holt sich, indem das Papierband auf der Rolle 2 in die filtererzeugende Maschine ge langt, während das Zwischenband zwischen die Windungen der auf der Welle f entste henden Papierrolle aufgewickelt wird. Gleich zeitig wird die aus dem Papierband und dem Zwischenband bestehende Rolle 1 an der Welle<I>f</I> auf die leere Rolle 1c an der Welle j übertragen.
Durch die oben beschriebene Methode wird ein hinreichendes Eintrocknen des auf die Papierbänder aufgetragenen Klebstoffes ge sichert.; dies gestattet die fortlaufende Über fühlung der Bänder in die, filtererzeugende Maschine, lind damit eine zweclnnässige un unterbrochene Versorgung der genannten Maschine mit Bändern.