CH322663A - Hilfseinrichtung an Zeichnungsmaschine - Google Patents

Hilfseinrichtung an Zeichnungsmaschine

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CH322663A
CH322663A CH322663DA CH322663A CH 322663 A CH322663 A CH 322663A CH 322663D A CH322663D A CH 322663DA CH 322663 A CH322663 A CH 322663A
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CH
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sep
scales
swivel head
axonometric
auxiliary device
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Wirth Walter Ing Dipl
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Wirth Walter Ing Dipl
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/14Devices for drawing in perspective
    • B43L13/141Two-dimensional devices
    • B43L13/145Rulers

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  • Devices For Indicating Variable Information By Combining Individual Elements (AREA)

Description


  Hilfseinrichtung an Zeichnungsmaschine    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Hilfseinrichtung an einer Zeichnungs  maschine mit drehbarem Schwenkkopf und  dient der Erleichterung der     axonometrischen     Figurendarstellung.  



  Die     axonometrische    Darstellung eines Ge  genstandes ist zwar leicht, doch wird sie heute  noch sehr wenig angewandt. Das ist bedauer  lich, weil eine     axonometrische    Abbildung  namentlich für den technischen Laien viel  leichter verständlich ist als die üblichen       nebeneinandergesetzten    Projektionen auf drei  zueinander senkrecht stehenden Hauptebenen  des Gegenstandes. Aber auch der im Plan  lesen gewandte Fachmann orientiert sich an  Hand einer     axonometrischen    Darstellung  leichter und darum rascher, weil die Form des  Darstellungsgegenstandes visuell direkt er  fasst werden kann und nicht durch Über  legungen über die räumlichen Verhältnisse an  Hand der verschiedenen Projektionen und  Schnitte erst herausgearbeitet werden muss.  



  Wie die     axonometrische    ist auch die Zen  tralprojektion zur anschaulichen Darstellung  sehr geeignet und sie gibt noch bessere Bilder,  als die     axonometrischen        naturgemäss    sein  können, doch sind diese zweifellos viel zeit  raubender herzustellen.  



  Untersucht man die Gründe dafür, warum  die     axonometrische    Darstellung heute fast  nie angewandt wird, die isometrische etwa  ausgenommen, so zeigt sich, dass es daran         liegen    muss, dass die zweckmässigen Zeichen  geräte fehlen.  



  Wohl sind im Handel kleine     Equerren    er  hältlich, welche die     Anfertigung    kleiner     di-          metrischer    Skizzen erlauben. Sie können je  doch, weil sie zu klein sind, für grössere Pläne  als     A4    praktisch nicht verwendet werden.  



  An den technischen Schulen wird zwar  die     Axonometrie    theoretisch     gelehrt,    die  Elemente und allgemeinen Aufgaben der dar  stellenden Geometrie werden aufgezeigt, doch  bleibt der Unterricht in der Theorie stecken.  Es wird insbesondere darauf hingewiesen, dass  bei der     orthogonalen        Axonometrie    die     Ax-          massstäbe    nach besondern Bedingungen ge  wählt und dass hierauf die zugehörigen       Axrichtungen    bestimmt werden müssen.  Dass auch im umgekehrten Sinn vorgegangen  werden kann, ist zwar logisch, aber anschei  nend doch nicht so selbstverständlich, dass  es bisher schon praktisch angewendet wor  den wäre.

   Man kann     nämlich    ebenso gut die       Axrichtungen    wählen und     damit    indirekt  das Verhältnis der     Axmassstäbe    festlegen.  Nach der     zusätzlichen    Wahl eines     Axmass-          stabes    sind dann auch die beiden andern nach  den bekannten Regeln zu bestimmen.  



  Bekannt ist die Formel  
EMI0001.0030     
    worin mit     .M    der Effektivmassstab und mit      <I>p, q, r</I> die     Axmassstäbe    für die Darstellung  von Kanten parallel zu den X-, Y-,     Z-Axen     eines kartesischen     Raumkoordinatensystems     bezeichnet sind.  



  Im Gegensatz zur     üblichen    Darstellung  besteht bei den     axonometrischen    Darstellun  gen kein Interesse, einen     bestimmten    Effek  tivmassstab zu wählen. Das wäre zu kompli  ziert, und es würde eine grosse Zahl von Spe  zialmassstäben erfordern. Der Einfachheit  halber begnügt sich der Zeichner mit den  Effektivmassstäben, die sich aus den gewähl  ten     Axmassstäben    von selbst ergeben, wo  bei die in der Tabelle angegebenen Effektiv  massstäbe dazu dienen, dem Zeichner die Aus  wahl zu erleichtern, indem er damit die Grösse  der Figur abschätzen kann.

      Ausgehend von diesen Überlegungen ist  die heute allgemein verwendete Zeichen  rnaschine geradezu hervorragend für     axono-          metrische    Darstellungen geeignet. Dank der    Rasten von<B>15'</B> zu<B>15'</B> am Schwenkkopf kön  nen in Bruchteilen einer Sekunde die Mass  stäbe auf jede beliebige     Axe    von 15  zu 15   eingestellt werden. Es müssen daher nur die  zu diesen     Axrichtungen    gehörigen Massstäbe  vorhanden sein. Andere     Axriclitungen    zu  wählen als die     mittels    der Rasten einstell  baren, ist     unzweckmässig,    weil ein genaues  Einstellen mittels der Gradteilung zeitrau  bend und überdies nur schwer zu erreichen  ist.

   Bei dem häufigen Wechsel der Einstel  lung der Massstäbe kommen daher aus prak  tischen Gründen nur die mittels der Rasten  einstellbaren     Axrichtungen    in Frage, also die       Axwinkel    in Vielfachen von 15 .  



  Es hat sich gezeigt, dass mit den     Reduk-          tionsskalenpaaren    1,316: 1 und 1,414: 1 so  wie 1,075:1 und 0,76:1 bereits sechs verschie  denartige     dimetrische    und     trimetrische    Pro  jektionen in verschiedenartigen Grundmass  stäben gezeichnet werden können; vergleiche  Tabelle 1.

    
EMI0002.0021     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Axmassstäbe <SEP> Gegenüberliegende <SEP> Effektiv  Ax-winkel <SEP> massstäbe
<tb>  dimetrisch <SEP> 0.<B>7</B>6 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105  <SEP> 1_,038: <SEP> 1
<tb>  0,76 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105 
<tb>  1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 150 
<tb>  dimetrisch <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105 
<tb>  1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105<B>11</B> <SEP> 1,366: <SEP> 1
<tb>  1,316: <SEP> 1 <SEP> 150 
<tb>  trimetrisch <SEP> 0,76 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105 
<tb>  1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 1200 <SEP> l,169: <SEP> 1
<tb>  1,075: <SEP> 1 <SEP> 135 
<tb>  trimetrisch <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 105 
<tb>  1,316: <SEP> 1 <SEP> 12011 <SEP> 1,536: <SEP> 1
<tb>  1,414:

   <SEP> 1 <SEP> 135        Sämtliche mittels eines einzigen Ausfüh  rungsbeispiels der erfindungsgemässen Hilfs  einrichtung     möglichen    Projektionen sind in  der Tabelle 1 zusammengestellt, wobei zu  beachten ist, dass der     Axenstern    noch eine  beliebige Stellung haben kann.     Ferner    kann  die Darstellung nach Drauf- oder Untersicht  variiert werden.    Das ergibt eine grosse Fülle von Darstel  lungsmöglichkeiten, aus denen der Zeichner  diejenige auswählt, die den abzubildenden  Gegenstand am deutlichsten erkennen lässt.  



  Es wird ein Hilfsmassstab gemäss Tabelle 1  verwendet, und zwar immer in Verbindung  mit dem Normalmassstab 1:1, welcher bei  den     dimetrischen    Projektionen für eine oder      zwei     Axen,    bei den     trimetrischen    für eine     Axe     benötigt wird.  



  Selbstverständlich können auch andere         Axmassstäbe    als die in     Tabelle    1 genannten  hergestellt werden, zum Beispiel     mit    den  Skalen  
EMI0003.0007     
  
    1,316:2 <SEP> 1,414:2 <SEP> 1,075:2 <SEP> 0,76:2
<tb>  oder <SEP> 1,316:2,5 <SEP> 1,414:2,5 <SEP> 1,075:2,5 <SEP> 0,76:2,5
<tb>  oder <SEP> 1,316:5 <SEP> l,414:5 <SEP> 1,075:5 <SEP> 0,76:5
<tb>  allgemein <SEP> 1,316: <SEP> X <SEP> 1,414: <SEP> X <SEP> 1,075: <SEP> X <SEP> 0,76: <SEP> X
<tb>  <B>USW.</B>       Bedingung ist dabei nur, dass am Schwenk  kopf der Zeichenmaschine auch der entspre  chende andere Massstab zur Verfügung steht,       nämlich    beispielsweise:

    1:2; 1:2,5; 1:5; 1:X usw.,  den der Zeichner entweder ohnehin besitzt  oder der eventuell schon normaler Zubehör  teil seiner Maschine ist, oder den er sich leicht       beschaffen    kann.  



  Die in der Tabelle 1     aufgezählten    Projek  tionen und die entsprechenden in andern  Massstäben 1: X können auf den     rnit    alter  Teilung (360 ) versehenen heute allgemein  üblichen Zeichenmaschinen dargestellt wer  den. Sollte es einmal Maschinen mit neuer  Teilung (400 ) geben, die eine andere Kasten  teilung aufweisen, so wäre für diese Maschinen  ein neuer Massstab zu entwerfen mit den den  neuen     Axwinkeln    entsprechenden Skalen. Am  Gegenstand der     Erfindung    würde dies jedoch  nichts Grundsätzliches ändern.  



  Die     erfindungsgemässe    Hilfseinrichtung       kennzeichnet    sich somit durch einen weg  nehmbar in den Schwenkkopf einer beliebi  gen Zeichenmaschine eingesetzten Massstab  mit mindestens zwei     Zeichenkanten,    welche  mit Reduktionsskalen versehen sind, die mit  tels Rasten am Schwenkkopf einstellbaren       Axrichtungen    nach den Regeln der darstellen  den Geometrie derart zugeordnet sind, dass  unter Benutzung dieser Reduktionsskalen       axonometrische    Projektionen richtig gezeich  net werden können.  



  Es können dabei an jeder Zeichenkante    zwei zusammengehörige Reduktionsskalen  nebeneinander eingraviert sein, oder es kann  der Massstab einen Mittelschlitz aufweisen, so  dass sich vier Zeichenkanten ergeben, wobei    die beiden zu einer     trimetrischen    Projektion  gehörigen Reduktionsmassstäbe an auf der  selben Seite     befindlichen        Zeichenkanten    ein  graviert sind.  



  Eine Draufsicht auf einen derartigen, aus  durchsichtigem Material, zum Beispiel bieg  samem Kunstglas, bestehenden     Hilfsmassstab     ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.  



  Der     Massstabkörper    ist dabei mit 1, der       Mittelschlitz    mit 2 bezeichnet.  



  Die beiden zu einer     trimetrischen    Projek  tion gehörigen Skalen 3a und 3b, nämlich  1,075:1 und 0,76:1, sind nach oben, die bei  den andern zueinander gehörigen Massstäbe  3c und 3d, nämlich 1,316: 1 und 1,414: 1,  nach unten gerichtet, so dass sie durch Um  kehren des     Massstabkörpers    1 verwendbar  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hilfseinrichtung zur axonometrischen Fi gurendarstellung an Zeichnungsmaschine mit drehbarem Schwenkkopf, gekennzeichnet durch einen wegnehmbar in den Schwenk kopf eingesetzten Massstab, mit mindestens zwei Zeichenkanten, welche mit Reduktions skalen versehen sind, die mindestens aus gewählten von mittels Rasten am Schwenk kopf einstellbaren Richtungen in der Weise zugeordnet sind, dass unter Benutzung dieser Reduktionsskalen axonometrische Darstel lungen richtig gezeichnet werden können. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Hilfseinrichtung nach. Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Massstab mit einem Mittelschlitz versehen ist, so dass er vier Zeichnungskanten aufweist, wobei die beiden zu einer trimetrischen Projektion ge- hörigen Reduktionsmassstäbe an auf der selben Seite befindlichen Zeichenkanten ein graviert sind.
    2. Hilfseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 an einem in Stufen von 15 drehbaren Schwenkkopf, dadurch ge- kennzeichnet, dass die zusammengehörigen Massstabpaare 1,316: X und 1,414: X sowie 1,075: X und 0,76: X vorhanden sind.
CH322663D 1953-12-31 1953-12-31 Hilfseinrichtung an Zeichnungsmaschine CH322663A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2534853A1 (fr) * 1982-10-21 1984-04-27 Cabos Jean Regle a dessin remplacant les equerres et servant au trace de polygones et dessins en perspective

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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